Gewinner und Verlierer

Gewinner und Verlierer

In sechs von elf NRW-Großstädten steht der künftige Oberbürgermeister seit Sonntag fest. Bei der Wahl der Landräte holten sogar neun von elf Kandidaten die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang. Die Gewinner und Verlierer auf einen Blick.

Paukenschlag in Bonn: Der indischstämmige Ashok-Alexander Sridharan (li.) ist auf Anhieb erfolgreich in Bonn und gewinnt dort mit 50,1 Prozent für die CDU den OB-Posten in der Bundesstadt - nach 21 SPD-geführten Jahren. Verlierer ist SPD-Kandidat Peter Ruhenstroth-Bauer, der lediglich auf 23,7 Prozent kommt.

Frank Dudda (li.) ist neuer Oberbürgermeister von Herne. Der SPD-Kandidat gewinnt bei der Wahl am Sonntag (13.09.2015) mit 55,9 Prozent der Stimmen. CDU-Mann Peter Neumann-van Doesburg erreicht 18,5 Prozent. Damit landet er noch hinter dem gemeinsamen Kandidaten von Grünen, Linken, FDP, AL Herne und den Piraten, Thomas Reinke (25,6 Prozent). Der bisherige Oberbürgermeister, Horst Schiereck (SPD), war nicht mehr angetreten.

In Leverkusen setzt sich der SPD-Kandidat Uwe Richrath (li.) mit 51,2 Prozent gegen Amtsinhaber Reinhard Buchhorn von der CDU durch, der lediglich auf 29,8 Prozent kommt.

In Mülheim an der Ruhr heißt der Wahlsieger Ulrich Scholten (li.) von der SPD. Der Personalchef der Mannesmann-Röhrenwerke bekommt 57,1 Prozent und liegt damit deutlich vor dem CDU-Mann Werner Oesterwind mit 42,8 Prozent.

In Münster verteidigt Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU, li.) sein Amt mit 50,6 Prozent der Stimmen. Der SPD-Bewerber Jochen Köhnke erreicht 23,8 Prozent.

Überraschender Sieg für die CDU auch in Oberhausen: Hier verlieren die Sozialdemokraten nach fast 60 Jahren den Oberbürgermeister-Posten. CDU-Kandidat Daniel Schranz (li.) entscheidet die Wahl mit 52,5 Prozent der Stimmen klar für sich. Sein SPD-Konkurrent Apostolos Tsalastras, bisher Kämmerer der hoch verschuldeten Stadt, liegt mit 37,7 Prozent weit dahinter.

Bei der Landratswahl im Kreis Coesfeld hat sich CDU-Kandidat Christian Schulze Pellengahr (li.) deutlich durchgesetzt. Er kommt auf 62,1 Prozent der Stimmen. Carsten Rampe, gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen, gelingt es mit 37,9 Prozent der Stimmen nicht, eine Stichwahl zu erzwingen. Der bisherige Amtsinhaber Konrad Püning (CDU) war nicht mehr angetreten.

Landrat im Kreis Düren bleibt Wolfgang Spelthahn (li.). Für den CDU-Politiker, der schon seit 1999 im Amt ist, stimmen 56,3 Prozent der Wähler, sein Gegenkandidat, der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Münstermann, erhält 43,7 Prozent.

Die SPD behält den Landrats-Posten im Ennepe-Ruhr-Kreis. Bei der Wahl geht Olaf Schade (SPD, li.) mit 55,3 Prozent der Stimmen als neuer Chef des Landkreises hervor und beerbt damit Amtsinhaber und Parteifreund Arnim Brux. Dahinter kommt die CDU-Kandidatin Babett Bolle mit 37,0 Prozent der Stimmen. Am 21. Oktober wird Schade den Stuhl im Schwelmer Kreishaus übernehmen.

Machtwechsel im Kreis Herford: Jürgen Müller (SPD, li.) setzt sich mit 53,2 Prozent bereits im ersten Wahlgang gegen Bernd Stute (CDU) durch. Stute kommt nach Auszählung aller Stimmbezirke nur auf 46,8 Prozent. Im Kreis Herford war Amtsinhaber Christian Manz (CDU) nicht mehr angetreten.

Wolfgang Spreen (CDU, li.) bleibt Landrat im Kreis Kleve. Mit 58,2 Prozent der Stimmen geht der Sieg bei der Landratswahl an den 60-Jährigen. Hinter ihm liegt der Herausforderer der SPD, Jürgen Franken, weit abgeschlagen bei 26,7 Prozent.

Neuer Landrat im Oberbergischen Kreis ist Jochen Hagt (li.) von der CDU, der 51,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann. Sein Konkurrent Jörg Bukowski bekommt als Einzelbewerber immerhin 42,1 Prozent.

Im Rhein-Kreis Neuss gibt es einen klaren Sieg von Amtsinhaber Hans-Jürgen Petrauschke (li.): Auf den CDU-Mann entfallen 60,4 Prozent der Stimmen. Sein schärfster Konkurrent, Grünen-Politiker Hans-Christian Markert, kommt auf 36,1 Prozent. Ihm wurden im Vorfeld Chancen eingeräumt, weil er auch von SPD, Linken und Piratenpartei unterstützt wurde.

Der Kreis Steinfurt bleibt in CDU-Hand. Klaus Effing (CDU, li.) übernimmt von Amtsinhaber und Parteifreund Thomas Kubendorff den Posten des Landrats. Er kommt nach Auszählung aller Stimmbezirke auf 57,7 Prozent. Herausforderer Stefan Giebel (SPD) holt 30,1 Prozent.

Bei der Viersener Landratswahl ist alles klar: 72,2 Prozent gehen an den Christdemokraten Andreas Coenen (li.). Hier hatte die SPD auf einen Kandidaten verzichtet. FDP-Kandidat Wolfgang Lochner kommt auf 16 Prozent der Stimmen.

Stand: 14.09.2015, 00:07 Uhr