FAQ Corona und Masken: Mundschutz ist keine Gefahr für Kinder

Masken – Worauf man achten muss Hier und heute 17.11.2020 08:51 Min. Verfügbar bis 17.11.2021 WDR

FAQ Corona und Masken: Mundschutz ist keine Gefahr für Kinder

  • Maskenpflicht in NRW - was sie bringt und wo sie gilt
  • FAQ zu Masken: Ausnahmen, Reinigung und Visieren
  • Der Überblick wird laufend aktualisiert

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+ + + Maskenpflicht in NRW + + +

+ + + Masken: Arten, Pflege und Anwendung + + +

Können Masken Kindern schaden?

In NRW gilt für Kinder ab dem Schuleintritt, eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Viele Eltern, Erzieher und Lehrer befürchten, dass die Masken Kindern schaden könnten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat dazu jetzt Stellung genommen.

In der Stellungnahme heißt es: Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen stelle das Tragen von Masken keine gesundheitliche Gefahr dar.

"Die chirurgischen oder auch die so genannten Alltags-Masken mögen ein wenig unbequem sein für Kinder, sie schränken aber das Ein- und Ausatmen nicht ein, führen weder zu einer Einschränkung der Sauerstoffversorgung, noch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxid", schreibt der Verband.

Stand: 12.11.2020

Brille und Maske? Was hilft gegen das Beschlagen?

Brillenträger haben beim Tragen der Maske oft ein Problem: ihre Gläser beschlagen.

Die Japaner lösen das so: Sie schlagen die obere Kante der Maske nach innen ein. Der Trick fängt den feinen Nebel des Ausatmens ab.

Weitere Tipps und Tricks gibt es hier:

Stand: 05.11.2020

Wann ist eine Maske im Freien sinnvoll?

Draußen können wir uns nicht so leicht mit dem Coronavirus infizieren wie drinnen. Denn Aerosole werden draußen leichter verdünnt und verteilt.

Trotzdem ist auch im Freien eine Ansteckung mit dem Virus möglich. Speziell dann, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird - also zum Beispiel in einer vollen Fußgängerzone oder auf belebten Plätzen. Dann ist es laut Experten sinnvoll, eine Maske zu tragen.

Wer alleine draußen unterwegs ist oder keinen Menschen begegnet, braucht keine Maske - es sei denn, es ist so vorgeschrieben. In Italien zum Beispiel hat die Regierung eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen.

Stand: 08.10.2020

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Masken waschen – reichen auch schon 40 Grad?

Amerikanische Seuchenschützer sagen: Es reichen auch schon 40 Grad, wenn Waschmittel benutzt wird. Demgegenüber stehen Empfehlungen, die sagen, Masken sollen möglichst heiß gewaschen werden – also bei 60 Grad oder sogar bei 90 Grad.

Sandra Ciesek, Leiterin der Virologie an der Uniklinik Frankfurt, erklärt im NDR Podcast Coronavirus-Update (57): Mit Waschmittel wird das Coronavirus schneller zerstört. Das liege daran, dass das Coronavirus ein behülltes Virus ist.

"Wenn Sie ein Waschmittel oder Seife hinzufügen, dann zerstört das die Hülle. Die Temperatur ist dann gar nicht so wichtig." Ohne Waschmittel gilt laut Ciesek: Das Virus ist nach 30 Minuten bei 60 Grad vollständig inaktiviert. Bei 90 Grad geht es schneller.

Stand: 28.09.2020

Wie oft muss ich meine Stoffmaske wechseln?

Masken müssen immer dann gewechselt werden, wenn sie durch die Atemluft feucht geworden sind. So empfehlen es das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und das Robert Koch-Institut.

Wer unterwegs ist, steckt eine gebrauchte Maske am besten in einen verschließbaren Plastikbeutel oder in eine Dose. Zuhause muss die Maske da aber schnell wieder raus und dann gereinigt werden – sonst könnte sie schimmeln.

Stand: 17.08.2020

Was bringt die Maskenpflicht?

Das Bild zeigt, wie sich Atemluft beim Husten verbreitet. Am wenigsten mit Maske mit Filter, ohne Maske sollte man in den Ellenbogen husten.

So verbreitet sich Atemluft beim Husten

Stoffmasken können verhindern, dass andere Menschen durch Tröpfchen infiziert werden. Laut einer Studie, an der deutsche Wissenschaftler mitgearbeitet haben, können Masken die Ausbreitung von Covid-19 um etwa 40 Prozent verringern.

Untersucht wurde das Beispiel Jena. Dort galt die Maskenpflicht früher als an anderen Orten in Deutschland. Forscher aus Mainz, Darmstadt, Kassel und dem dänischen Sønderborg konnten so den Infektionsverlauf in Jena mit dem anderer deutscher Städte vergleichen. Anschließend berechneten sie anhand der prozentualen tägliche Abnahme der Covid-19 Fälle, wie Masken die Ausbreitung gebremst haben.

Japanische Forscher der Universität Tokio haben den Nutzen von Mund- und Nasen-Masken anhand des Coronavirus getestet. Das Ergebnis: Trägt ein Infizierter eine Maske, dann sinkt das Risiko, sein Gegenüber anzustecken - um 70 Prozent. Bisherige Studien hatten nur grundsätzlich die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen untersucht.

Stand: 22.10.2020

Ist ein Gesichtsvisier so wirksam wie eine Schutzmaske?

Visiere werden vom Robert Koch-Institut und vom Land NRW nicht mehr als Maskenersatz akzeptiert. Denn inzwischen weiß man, dass das Coronavirus nicht nur über Tröpfcheninfektion verbreitet wird, sondern auch über sogenannte Aerosol-Partikel, also kleine Schwebeteilchen in der Luft.

Visiere helfen nicht gegen Aerosol-Partikel, denn sie liegen nicht eng genug an und bieten daher deutlich weniger Fremdschutz als Mund-Nasen-Bedeckungen.

Stand: 28.09.2020

Wer darf ein Visier statt Maske tragen?

Visiere sind grundsätzlich kein Ersatz für einen Mund-Nasenschutz. Visiere sind laut Coronaschutzverordnung nur erlaubt, wenn Menschen aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

Außerdem gibt es Ausnahmen für Menschen, die etwa in Geschäften oder der Gastronomie arbeiten. Sie dürfen, falls das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung zu Beeinträchtigungen führt, ein Visier tragen. Das Visier muss dann das Gesicht vollständig bedecken.

Stand: 30.10.2020

Was passiert mit einem Bart unter der Schutzmaske?

Damit die Mund-Nase-Bedeckung richtig wirkt, sollte der Bart so kurz geschnitten sein, dass er komplett darunter verschwindet. Am besten wäre es, gar keinen Bart zu tragen, heißt es auf den Seiten von Quarks.de:

Wer auf seinen Bart nicht verzichten will und regelmäßig eine Maske trägt, sollte dafür sorgen, dass die Haare gut gepflegt sind. Mit speziellen Ölen und Balsamen könne man dafür sorgen, dass sich der Bart gut kämmen lässt, empfehlen Barbershops. So ließe sich das Abbrechen der Barthaare verhindern. Denn, was einmal abgebrochen sei, müsse abgeschnitten werden.

Stand: 14.08.2020

Schutzmasken aus Stoff - welche schützen am besten?

Zu den Schutzmasken aus Stoff hat die Florida Atlantic University geforscht. Die Forscher haben die gängigsten nicht-medizinischen Stoffmasken gestestet - darunter locker gebundene Masken aus Stofftaschentüchern und Halstüchern, selbstgenähte, gut sitzende, zweilagige Baumwoll-Masken mit einer Gewebedichte von knapp 30 Fäden pro Zentimeter und kegelförmige Masken, die man im Laden kaufen kann.

Selbstgenähte Baumwoll-Maske schützen am besten

Das Ergebnis: Material und Form einer Maske haben entscheidenden Einfluss auf ihre Schutzwirkung.

  • Bei der Baumwoll-Maske flogen die Tröpfchen im Labor etwa 6,3 Zentimeter weit;
  • bei der kegelförmigen Maske waren es 20,3 Zentimeter,
  • beim locker gefalteten Stofftaschentuch 39,6 Zentimeter,
  • beim Halstuch als Schutzmaske waren es 1,1 Meter.

Die Studie wurde am 30. Juni 2020 im Fachmagazin Physics of Fluids veröffentlicht.

Stand: 06.07.2020

Wie setze ich eine Maske richtig auf?

Wichtig ist vor allem, dass die Maske eng anliegt und gut sitzt. Auch mit Maske muss der Mindestabstand zu anderen Menschen eingehalten werden.

Für einfache Masken und den Hausgebrauch gilt zum Beispiel:

  • In den meisten Masken ist an einer der Längsseiten einen Draht eingenäht oder eingearbeitet. Diese Seite ist die Oberseite.
  • Bei Gesichtsmasken mit Ohrschlaufen wird eine Schlaufe um jedes Ohr gelegt.
  • Die Maske bedeckt auch die Nase und muss eng anliegen. Formen Sie den biegsamen Draht so, dass sich die Maske möglichst eng an die Nase anschmiegt.
  • Berühren Sie die Maske nicht an der Außenseite, sondern nur an den Schlaufen.
  • Ziehen Sie die Unterseite der Maske über Mund und Kinn.
  • Wenn die Maske durch die Atemluft feucht ist, muss sie gewechselt werden.

Medizinisches Personal achtet noch mehr auf Hygiene - und desinfiziert oder wäscht vor und nach dem Anziehen immer die Hände.

Stand: 04.08.2020

Visiere und Brillen gegen Corona: Was bringt es, die Augen zu schützen?

Es gibt die Annahme, dass Augen ein Eintrittsort für das Virus sein könnten. Mit dieser Frage haben sich deshalb auch Wissenschaftler im Rahmen einer Übersichtsstudie zu verschiedenen Schutzmaßnahmen beschäftigt.

Laut der Studie scheinen Visiere, Schutzbrillen und Brillen im Allgemeinen das Infektionsrisiko ebenfalls senken zu können: von 16 Prozent Infektionsrisiko ohne Schutz auf 5,5 Prozent mit Schutz.

Allerdings relativieren die Forscher ihre Aussage. Sie schreiben: Die Beweislage sei eher gering. Die Studie wurde am 1. Juni im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht.

Stand: 15.06.2020

Masken und Mitfahrer: Was gilt im Auto?

Für den Fahrer gilt laut Straßenverkehrsordnung (§ 23 Absatz 4), dass er sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken darf, dass er nicht mehr erkennbar ist. Sind die Gesichtszüge durch einen Mundschutz nicht erkennbar, droht ein Bußgeld, so der ADAC. Nach ADAC-Einschätzung ist das Gesicht bei handelsüblichen Masken aber im Normalfall noch zu erkennen.

Was ist, wenn andere mit im Auto sind?

Das Auto gilt laut NRW-Coronaschutzverordnung (§ 1 Absatz 5) im Gegensatz zur Wohnung als öffentlicher Raum. Weiter gilt laut NRW-Coronaschutzverordnung: "Im öffentlichen Raum ist zu allen anderen Personen grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern (Mindestabstand) einzuhalten". Ausnahme: "Der Mindestabstand darf unterschritten werden beim Zusammentreffen mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes."

Das bedeutet:

  • Gehören die Insassen des Autos zu zwei Haushalten, gilt keine Maskenpflicht im Auto.
  • Gehören die Insassen des Autos zu mehr als zwei Haushalten und ist der Mindestabstand nicht einzuhalten, gilt Maskenpflicht - und damit auch für alle Mitfahrer.

Ohne Maske in Bus und Bahn - wie hoch ist das Bußgeld?

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) - also in Bussen, Bahnen und auch Schulbussen - gilt in NRW Maskenpflicht. Wer dagegen verstößt und erwischt wird, muss 150 Euro Strafe zahlen.

Fahrkarten-Kontrolleure dürfen das Bußgeld aber nicht eintreiben. Dazu berechtigt sind ausschließlich Polizei oder Mitarbeiter der städtischen Ordnungsdienste.

Maskenpflicht gilt außerdem in Bahnhöfen, an Haltestellen und an Bahnsteigen. Auch in Taxis müssen Fahrgäste eine Maske tragen - der Fahrer allerdings nicht. Wer die Maske in Fernzügen der DB nicht aufsetzt, muss nicht mit einem Bußgeldverfahren rechnen. Nach Angaben der Bahn wird aber die Bundespolizei informiert, die Betroffene beim nächsten Halt aus dem Zug holt.

Stand: 27.08.2020

Maske unter der Nase oder nicht auf im Laden - wie hoch ist die Strafe?

Wer die Maske beim Einkaufen nicht oder nicht richtig trägt, dem droht ein Bußgeld von 50 Euro. Diese Regel gilt überall, wo Masken laut Coronaschutzverordnung getragen werden müssen - also etwa auch auf Märkten, in Einkaufszentren, in Museen, Ausstellungen, Tierparks und auf Ausflugsschiffen.

Für Busse und Bahnen gilt ein anderes Bußgeld.

Stand: 31.08.2020

Mit Blanko-Attest gegen Maskenpflicht - ist das strafbar?

Ja, davor warnt die Bundespolizei-Inspektion Münster: Mit dem Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse mache man sich strafbar. Immer häufiger würden der Polizei selbst ausgefüllte Attests aus dem Internet vorgelegt. Sie sollen bescheinigen, dass der "Attestierte" von der Maskenpflicht befreit ist.

Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte dazu: "Fake-Atteste sind nicht zu akzeptieren." Die beteiligten Ärzte diskreditierten durch ihr Verhalten den ganzen Berufsstand.

Stand: 21.08.2020

Maskenpflicht in NRW - wie lange noch?

Laut der Verordnung des Landes NRW gilt die Maskenpflicht im öffentlichen Raum weiter, zusätzlich an diversen anderen Orten. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Bund und Länder haben die Maskenpflicht am 25. November sogar ausgeweitet. Neu ist: Maskenpflicht soll nun auch vor Läden und auf den Parkplätzen gelten.

Maskenpflicht gilt außerdem in geschlossenen öffentlichen Räumen und an Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Eine Maske getragen werden muss also zum Beispiel beim Einkaufen, in Bus und Bahn, auf Spielplätzen, aber auch in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Stand: 26.11.2020

Wo gilt die Maskenpflicht?

Unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands gilt in NRW Maskenpflicht unter anderem:

  • in Bürgerbüros und Ämtern mit Kundenbesuch
  • auf Märkten
  • auf Spielplätzen
  • in Bus und Bahn
  • beim Einkaufen
  • beim Frisör
  • beim Arzt
  • bei der Physiotherapie
  • auf Parklplätzen von Supermärkten
  • bei Bildungsveranstaltungen
  • für Schüler ab der 5. Klasse auch im Unterricht
  • bei den nach der Coronaschutzverordnung ausnahmsweise zulässigen Zusammenkünften
  • am Arbeitsplatz, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sicher eingehalten werden kann

Alle Regeln der Maskenpflicht stehen in der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW:

Achtung: Manche Städte haben eine erweiterte Maskenpflicht.

Stand: 26.11.2020

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Welche Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es?

Personen, die aus medizinischen Gründen keine Alltagsmaske tragen können, müssen das durch ein ärztliches Zeugnis nachweisen.

Statt Maske ist für Ladeninhaber und Mitarbeiter auch eine Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers erlaubt.

Stand: 05.11.2020

Weitere Antworten zu Corona

Antworten auf Fragen rund um Corona und die Themen Gesundheit, Alltag, Arbeit und Reisen finden Sie in weiteren FAQ:

Stand: 26.11.2020, 11:51

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