Symbolfoto: Mundschutz während Corona-Krise im Auto

OP-Masken, FFP2, Stoffmasken - Was sind die Unterschiede?

Stand: 06.01.2022, 00:19 Uhr

Wir beantworten Ihre Fragen zu Corona und Masken. Hier: OP-Masken, FFP2, Stoffmasken - Was sind die Unterschiede?

Zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens ist vielerorts in NRW das Tragen einer medizinischen Maske oder FFP2-Maske Pflicht. Stoffmasken gelten als Alltagsmasken. Dort, wo eine Maskenpflicht besteht, sind sie in der Regel nicht mehr zugelassen. Worin bestehen die Unterschiede zwischen diesen Masken? Ein Überblick.

OP-Masken filtern keine Aerosole

Die medizinischen Masken oder OP-Masken wurden von Ärzten schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie verwendet. Sie schützen die Menschen in der nahen Umgebung des Maskenträgers vor Flüssigkeitsteilchen, die dieser beim Sprechen oder Husten abgibt. Sie schützen somit vor allem das Gegenüber vor Tröpfchen des Mundschutzträgers. Aerosole filtern sie nicht. Nur bei einem festen Sitz können sie auch den Träger bei vor Tröpfchen seines Gegenübers schützen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist darauf hin, dass es sich bei den OP-Masken um Einwegprodukte handelt. Sie sollten regelmäßig gewechselt werden, spätestens, sobald sie durchfeuchtet sind.

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FFP2-Masken bieten Fremd- und Eigenschutz

FFP2-Masken bieten hingegen den Fremd- und Eigenschutz. Die Zahl in der Bezeichnung weist darauf hin, wie viele Aerosole die Masken filtern können muss. "FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent und FFP3-Masken mindestens 99 Prozent der Testaerosole filtern", erklärte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Prüfung der Masken.

Masken, die vergleichbaren Schutz wie FFP2-Masken bieten, tragen in den USA die die Bezeichnung N95 und in China KN95.

FFP2-Masken im Test von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat im Februar 2021 zehn verschiedene FFP2-Masken getestet. Lediglich eine Maske, die von 3M ("Aura 9320+") wurde dabei uneingeschränkt empfohlen. Die Masken von dm ("Mivolis FFP 2 Atemschutzmaske"), von Hygisun ("REF HS0501A") und von Rossmann ("Altapharma FFP2 Masken") wurden wegen ihres schlechten Atemkomforts gar nicht erst auf ihre Dichtigkeit geprüft. Die Stiftung warnt: "Vor allem Menschen, die vorbelastet oder nicht mehr ganz so fit sind, bekommen durch solche Masken eher schlecht Luft."

Stoffmasken unsicherer als OP-Masken

Stoffmasken gelten als eine Form der Altagsmaske und haben meist keine Filterwirkung. Sie sind unsicherer als OP-Masken, können aber trotzdem helfen, die Ausbreitung von Viren zu vermeiden, indem sie beim Sprechen und Ausatmen Tröpchen zurückhalten. Aus je mehr Schichten die Stoffmasken bestehen, desto sicherer sind sie.

Für alle drei Masken gilt: Sie bieten keinen hundertprozentigen Schutz gegen Viren. Expertinnen und Experten warnen daher vor einem falschen Sicherheitsgefühl. Wichtig ist also nicht nur die Art der getragenen Maske, sondern auch das Verhalten des Trägers.

Gibt es für medizinische Masken ein Qualitätssiegel?

Es gibt verschiedene Typen medizinischer Masken. Masken mit dem Kennzeichen "R" weisen besonders gut Flüssigkeit und Aerosole ab. Eine Maske des Typs II filtert mehr Bakterien als eine Typ I-Maske. Wer beim Kauf auf Nummer sicher gehen möchte, sollte also auf den Typ der Maske achten.

Außerdem sollten Verbraucher auf das CE-Kennzeichen auf der Verpackung achten. Nur dann handelt es sich wirklich um ein geprüftes Medizinprodukt. Auch FFP2-Masken müssen die Bedingungen für das CE-Zeichen erfüllen, darüber hinaus auch die europäische Norm EN149. Beides ist auf zugelassenen Marken aufgedruckt.

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