Was muss ich im Sauerland, in Siegen-Wittgenstein und im Kreis Soest zu Corona wissen?

Virenabbildung und Kartenausschnitt von Südwestfalen

Was muss ich im Sauerland, in Siegen-Wittgenstein und im Kreis Soest zu Corona wissen?

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus im Hochsauerland, in Siegen-Wittgenstein, in den Kreisen Soest und Olpe und im Märkischen Kreis.

In Südwestfalen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 7.092 infizierte Personen registriert (Stand 30.10.2020). Aktuell sind in den fünf Kreisen 5.058 Menschen wieder genesen. 1.902 gelten aktuell als infiziert.

Die Zahl der Todesopfer, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, liegt in Südwestfalen bei 132.

SV Lippstadt hat noch Heimspiel mit Zuschauern

Tribüne und Spielfeld des SV Lippstadt 08

Der SV Lippstadt hat am Samstag noch ein Heimspiel

Zwar wird es am letzten Oktoberwochenende schon keinen Amateurfußball mehr geben, aber der Regionalligist SV Lippstadt hat Samstagnachmittag (31.10.2020) noch ein Heimspiel gegen FC Wegberg-Beeck. Denn die vierte Liga zählt schon zum Profisport.

Es wird für Lippstadt aber das letzte Heimspiel vor einigen hundert Zuschauern sein. Danach dürfte nur noch ohne Zuschauer gespielt werden. Um die dadurch fehlenden Einnahmen auszugleichen, hat die Landesregierung ein Notprogramm für die Vereine der vierten Liga angekündigt.

Falscher Positiv-Test beim TuS Ferndorf

Mehrere Mitglieder des Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf haben zwei Wochen lang wegen eines vermeintlich positiven Corona-Tests in Quarantäne gesessen. Ein Spieler war am 14. Oktober positiv getestet worden, danach mussten das Team, Trainer und Betreuer zu Hause bleiben. Allerdings fielen beide Nachfolgetests des betroffenen Spielers sowie der gesamten Mannschaft negativ aus.

Wie TuS-Geschäftsführer Dirk Stenger bestätigte, habe man beim Gesundheitsamt um eine Aufhebung der Quarantäne gebeten - ohne Erfolg. Deshalb konnte Ferndorf für das Heimspiel gegen den TuS Fürstenfeldbruck am Samstag erst Donnerstag wieder ins Training einsteigen. Da keine Zuschauer zugelassen sind, wird es das erste Geisterspiel für die Ferndorfer.

Amateursport kommt zum Erliegen

Schon am Wochenende wird es keinen Amateurfußball mehr in der Region geben. Der Fußball- und Leichathletik-Verband Westfalen hat seine Vereine bis zur Oberlige aufgefordert, den Spielbetrieb sofort und nicht erst ab Montag (02.11.2020) einzustellen. Der Oberligist 1. FC Kaan-Marienborn aus Siegen ist direkt der Aufforderung gefolgt und hat sein Kreispokalspiel am Donnerstagabend ausfallen lassen.

Das Verbandsliga-Pokalspiel von Liga-Konkurrent RSV Meinerzhagen am Samstag war wegen eines Coronafalls beim Gegner schon zuvor abgesagt.

Kreis Soest als einziger noch kein Risikogebiet: Erklärungsversuche

Der Kreis Soest gilt auch am Donnerstag (29.10.2020) als einziger in NRW noch nicht als Risiko-Gebiet: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liegt unter 50. Die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Andrea Gernun, vermutet, das könne an verschiedenen Faktoren liegen. Zum einen habe der Kreis vielleicht nicht so viele Großveranstaltungen.

Auch die gastronomische Szene sei nicht so riesig, wie in anderen größeren Städten und Kreisen, vor allem in Uni-Städten. "Es könnte auch eine Erklärung sein, dass wir organisatorisch als Gesundheitsamt so aufgestellt sind, dass wir sehr schnell reagieren und die Menschen sehr schnell in die häusliche Isolierung schicken", so Dr. Andrea Gernun.

Aquamagis schließt bis Weihnachten

Das Freizeitbad Aquamagis in Plettenberg bleibt ab Montag bis Weihnachten geschlossen. Nicht nur bis Ende November, wie durch die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung vorgegeben.

Das AquaMagis von außen

Das AquaMagis in Plettenberg

Der Aufwand für ein kurzzeitiges Herunterfahren des Betriebes sei zu groß. Denn man könne nicht sicher sein, dass nach vier Wochen die Beschränkungen wieder aufgehoben werden, sagt Geschäftsführer Uwe Allmann. Außerdem sei das Aquamagis vierfach betroffen: mit Spaßbad, Fitnessstudio, Restaurant und Ferienhäusern.

Vorerst keine Mobilen Retter mehr

Das Bild zeigt eine Hand, die auf einem Handy die App "Mobile Retter" bedient.

Im Hochsauerlandkreis werden vorerst keine Mobilen Retter mehr alarmiert. Fast 730 Ehrenamtliche unterstützen normalerweise den Rettungsdienst. Sie können oft schneller am Einsatzort sein und bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten. "Es ist einfach so, dass das ein Freiwilligensystem ist und es aktuell aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr einfach zu gefährlich ist, die zu alarmieren", sagt Projektkoordinatorin Nicole Gerke.

Soest: Weihnachtsmarkt und Bördetag abgesagt

Der Soester Weihnachtsmarkt ist nun doch abgesagt. Genauso wie der Bördetag 1338. Die Stadt und die Wirtschaftsförderung sehen nach den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern am Mittwoch (28.10.2020) und wegen der steigenden Corona-Zahlen keinen Spielraum mehr. Anfang Oktober hatte das Gesundheitsamt noch das neue Weihnachtsmarkt-Konzept genehmigt: Mit Maskenpflicht, weit auseinander stehenden Ständen und Kameras, die die Besucherzahl überwachen.

Arnsberg und Neheim: Weihnachtsmarkt und Eisbahn abgesagt

Die Werbegemeinschaften aus den Stadtteilen Neheim und Arnsberg haben am Mittwochmittag die großen Weihnachtsaktionen abgesagt: Wegen der Corona-Pandemie wird es in Neheim keine Eisbahn am Dom geben. Sie lockte im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Besucher an und sollte in diesem Jahr noch größer werden. Auch der Weihnachtsmarkt in Alt-Arnsberg ist abgesagt. Ob kurzfristig andere Aktionen umgesetzt werden, machen die Organisatoren davon abhängig, wie sich die Corona-Krise entwickelt.

Streit über Corona-Regeln vor Gericht

Ein gewalttätig ausgetragener Streit auf einem Supermarktparkplatz in Schmallenberg wird am Mittwoch am Amtsgericht verhandelt. Anfang April soll der Angeklagte einem Kunden einen Kopfstoß versetzt und ihn damit verletzt haben - weil der sich angeblich nicht Corona-konform verhielt. Der Angeklagte war offenbar der Meinung, man sollte wegen der Pandemie in der Öffentlichkeit Handschuhe tragen. Was weder damals noch heute vorgeschrieben war bzw. ist.

Kreis Soest einziges Nicht-Risikogebiet in NRW

Der Kreis Soest ist die einzige Region in NRW, die noch nicht als Corona-Risikogebiet gilt, weil die sogenannte 7-Tage-Inzidenz unter 50 liegt.

Allerdings gilt auch in Soest die erste Warnstufe, die bei einem Inzidenzwert ab 35 in Kraft tritt. Wie lange der Kreis Soest sein Alleinstellungsmerkmal behalten kann, ist unklar. Auch hier steigt der Inzidenzwert und liegt laut RKI bei knapp 41 (Stand 27.10.2020).

Kreis Soest: Maskenpflicht in Außenbereichen

Ab Dienstag (27.10.2020) 0 Uhr, gilt die Maskenpflicht im Kreis Soest auch in manchen Außenbereichen: Dort, wo viele Leute unterwegs sind und der Mindestabstand kaum einzuhalten ist. Grund ist, dass der Kreis Soest die erste Corona-Warnstufe überschritten hat: Der Inzidenz-Wert liegt bei 38.

Die Staumauer der Möhnetalsperre

Maskenpflicht auf der Staumauer des Möhnesees

Die Maskenpflicht gilt zum Beispiel von 9 bis 18 Uhr auf der Staumauer der Möhnetalsperre, in der Stadt Soest von 6 bis 19 Uhr am Bahnhofsvorplatz und in Warstein von 9 bis 18 Uhr unter anderem auf dem Skywalk, dem Lörmecketurm und dem Marktplatz.

MK gerät bei Kontaktverfolgung an seine Grenzen

Das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises meldet einen, so wörtlich, "dramatischen Anstieg der Neuinfektionen". Seit Freitag gingen 183 positive Corona-Nachweise beim Märkischen Kreis ein. Davon 49 in Lüdenscheid und 40 in Iserlohn. Inzwischen werden 25 Erkrankte stationär behandelt, zwei davon auf der Intensivstation. Bei der Kontaktverfolgung gerate das Gesundheitsamt zunehmend in Verzug, teilt der Kreis am Montag (26.10.2020) mit.

Kreis Soest übersteigt 35er-Inzidenz

Der Kreis Soest hat die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten und liegt jetzt bei 38 Infektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohnern.

Damit gilt im Kreis Soest jetzt die erste Corona-Warnstufe. Unter anderem sollen nur noch maximal 25 Menschen zusammen feiern, außerdem gilt eine Maskenpflicht bei Veranstaltungen und auch in einigen Fußgängerzonen.

Der Kreis Soest ist einer von nur vier Kreisen in NRW, die noch unter einer 7-Tage-Inzidenz von 50 liegen.

Sportfreunde Siegen spielen vor 1.000 Zuschauern

Obwohl der Kreis Siegen-Wittgenstein seit Freitag (23.10.2020) Risikogebiet ist, dürfen sich am Sonntag (25.10.2020) 1.000 Zuschauer das Spiel der Sportfreunde Siegen gegen die SG Finnentrop/Bamenohl ansehen. Veranstaltungen mit so hoher Teilnehmerzahl sind erst ab dem vierten Tag nach Feststellung der Gefährdungsstufe 2 verboten. Im gesamten Siegener Leimbachstadion gelten Maskenpflicht und Abstandsregelungen.

Besuchsverbote in Krankenhäusern

Damit Patienten wenigstens mit ihren Angehörigen in Kontakt bleiben können, dürfen sie im St. Marien-Hospital Marsberg gebührenfrei telefonieren oder das Internet nutzen. Im Kreisklinikum Soest, dem Klinikum Hochsauerland oder dem Maria-Hilf-Krankenhaus Brilon gilt schon länger Besuchsverbot. Andere Kliniken haben Besuche auf eine Stunde pro Patient und Tag begrenzt.

Bundeswehr hilft in der Region

Der Kreis Olpe hat die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Vom kommenden Montag an werden fünf Bundeswehr-Soldaten helfen, Kontaktketten von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Auch der Märkische Kreis überlegt, um Unterstützung zu bitten.

IHK Arnsberg sagt Jahresempfang ab

Wegen der aktuellen Corona-Situation hat die Industrie- und Handelskammer Arnsberg ihren Jahresempfang abgesagt. Er war für den 13. November in Soest geplant und soll in den Frühsommer verschoben werden. Die Hauptgeschäftsführerin der IHK, Ilona Lange, hofft, dass der geplante Festredner, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, auch zu diesem Termin zusagen wird.

Traditionsbasar nicht im Gefängnis

JVA Attendorn

Der Adventsbasar muss umziehen

Der traditionsreiche Adventsbasar der JVA Attendorn findet in diesem Jahr nicht im Gefängnis statt. Aus Infektionsschutzgründen und wegen der "kritischen Infrastruktur" vor Ort zieht er in ein leerstehendes Ladenlokal in der Innenstadt um. Die beliebten Holzspielzeuge und Holzartikel werden ab dem 30. November verkauft.

Demo in Siegen gegen Corona-Politik

Teilnehmer der Corona-Demo auf dem Parkplatz der Siegerlandhalle

Etwa 300 Menschen demonstrierten gegen die Corona-Politik

Vor der Siegerlandhalle in Siegen haben sich am Dienstagabend mehr als 300 Menschen versammelt, um ihre Unzufriedenheit mit der deutschen Corona-Politik zu zeigen. Die Polizei hatte die Kundgebung ohne Maskenpflicht genehmigt. Lediglich Abstand zwischen Mitgliedern verschiedener Haushalte sollte eingehalten werden.

Offiziell: Strengere Regeln in zwei Kreisen

Auf einem zum Geburtstag geschmückten Tisch stehen Kuchen, Teller und ein Geschenk.

Die Party fällt aus

Für den Märkischen Kreis und Siegen-Wittgenstein treten am Dienstag offiziell neue und strengere Corona-Regeln in Kraft. Denn in beiden Kreisen ist die erste Corona-Warnstufe überschritten, nachdem sich zuletzt wieder mehr Menschen mit dem Virus angesteckt haben. Wer Feste feiern will, darf das jetzt nur noch mit höchstens 25 Leuten. Bei Veranstaltungen gilt Maskenpflicht, und beispielsweise große Konzerte sind ganz verboten.

Siegen-Wittgensteins Landrat Müller erklärte, auch wenn die Pandemie allen schon viel abverlangt habe, dürfe man jetzt nicht müde werden, das Virus zu bekämpfen.

Erinnerung an Masken in Bus und Bahn

Eine Frau steht mit Mund- und Nasenschutz bedeckt in einer S-Bahn

Diese junge Frau macht's richtig

Die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe weisen darauf hin, dass die Fahrgäste in Bussen und Bahnen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Außerdem sollten sie darauf achten, den Mindestabstand einzuhalten. Beides gelte auch an Bahnsteigen, Haltestellen und Bahnhöfen.

Verstöße dagegen können 150 Euro Bußgeld kosten. Die VWS bitten ihre Fahrgäste, die Infektionsgefahr im eigenen Interesse so gering wie möglich zu halten.

Mutter-Kind-Kliniken gefährdet

Die Mutter-Kind-Kliniken in der Region fordern mehr Unterstützung von der Bundesregierung. Die Corona-Pandemie verursacht in den Einrichtungen hohe Zusatzkosten. Sie berichten deshalb von Existenzsorgen.

Mütter und Kinder, die zu einer Kur anreisen, müssen einen Corona-Schnelltest machen und ein umfassendes Hygienekonzept befolgen. Diese Maßnahmen bedeuteten pro Kur mehrere Tausend Euro zusätzlich, berichten Sprecher der Kliniken in Bestwig und Winterberg. Auch sei erheblich mehr Personal dafür nötig.

Weil der Bund die staatliche Hilfe Ende September eingestellt hatte, sieht das Müttergenesungswerk NRW viele Mutter-Kind-Kliniken gefährdet. Sollte der Rettungsschirm nicht verlängert werden, würden viele das nicht überstehen.

Iserlohn: Mann geht trotz Quarantäne ins Fitnessstudio

Rudermaschine im Fitnessstudio

In einem Fitnessstudio hat ein Mann gegen Quarantäne-Auflagen verstoßen

In Iserlohn wurde am Sonntagabend ein Fitnessstudio geschlossen. Die 40 Besucher mussten das Gebäude verlassen. Der Grund: Ein Mann war trotz Corona-Quarantäne trainieren gegangen. Am Montagmittag konnte das Studio nach einer umfangreichen Reinigung wieder öffnen.

Aktuelles aus der Lokalzeit auf YouTube

Ein Mauszeiger klickt auf das Logo von YouTube.

Die Lokalzeit gibt es jetzt auch auf YouTube. Im Kanal der Lokalzeit geht es immer um regionale Informationen, um Geschichten rund um die Corona-Krise und darum, wie die Menschen im Land sie aktuell persönlich erleben. Dazu gibt es Videos aus allen elf WDR Landesstudios - teilweise schon vor der Ausstrahlung im Fernsehen.

Viele private Initiativen und zum Teil auch die Städte und Gemeinden bieten Corona-Hilfe an, zum Beispiel beim Einkauf.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 30.10.2020, 18:12