Was muss ich im Sauerland, in Siegen-Wittgenstein und im Kreis Soest zu Corona wissen?

Virenabbildung und Kartenausschnitt von Südwestfalen

Was muss ich im Sauerland, in Siegen-Wittgenstein und im Kreis Soest zu Corona wissen?

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus im Hochsauerland, in Siegen-Wittgenstein, in den Kreisen Soest und Olpe und im Märkischen Kreis.

In Südwestfalen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 46.534 infizierte Personen registriert (Stand 16.04.2021). Aktuell gelten in den fünf Kreisen 5.469 Menschen als infiziert, 40.083 Menschen sind wieder genesen.

Die Zahl der Todesopfer, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Südwestfalen bei 982.

Märkischer Kreis verschärft Ausgangssperre

Aufgrund des nach wie vor hohen Inzidenzwertes im Märkischen Kreis bleibt die nächtliche Ausgangsbeschränkung bestehen und wird verschärft. Dazu gilt ab Montag eine neue Allgemeinverfügung.

Das teilte die Kreisverwaltung mit. Ausnahmen gibt es nur noch in seltenen Fällen. Zum Beispiel für den Arbeitsweg, die Pflege von Angehörigen oder medizinische Notfälle. Joggen, Spaziergänge oder Radfahren zählen nicht mehr dazu, so der Kreis.

Ausgangsbeschränkungen spreche man nicht leichtfertig aus, erklärte Landrat Voge. Es gehe aber darum, private und gesellige Zusammenkünfte in den Abendstunden zu reduzieren

Firmen richten Impfzentren ein

Große Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter selbst impfen. Die Krombacher Brauerei will deshalb eine Impfstraße in ihrem Besucherzentrum aufbauen. Auch bei Hella in Lippstadt soll das vorhandene Testzentrum fürs Impfen erweitert werden.

Bei Mubea in Attendorn ist bereits eine komplette Impfstraße startklar. "Mit der Impfung der 1400 Mitarbeiter könnte morgen begonnen werden", sagte eine Sprecherin von Mubea - wenn es denn Impftstoff geben würde.

(Stand: 16.04.2021)

Kreis Olpe sagt Impftermine ab

Die Kreisverwaltung muss zahlreiche Impftermine absagen. Für die sogenannten Sondergruppen - zum Beispiel Grundschullehrer und Erzieher - ist der Impfstoff ausgegangen. Das teilte die Verwaltung am Abend mit.

Alles, was auf Lager war, sei gespritzt worden. Anfang nächster Woche werden neue Impfstoffkontingente erwartet.

(Stand: 15.04.2021)

Mehr Impfstoff für chronisch Kranke

Im Märkischen Kreis gibt es zusätzlichen Impfstoff für chronisch Kranke in der Altersklasse 60 plus. So sollen am Samstag 6000 Menschen geimpft werden. An der besonderen Impfaktion sind 45 Arztpraxen beteiligt - sie haben den Impfstoff Astrazeneca bereits geliefert bekommen.

(Stand: 15.04.2021)

Schulen weiter im Distanzunterricht

Im Märkischen Kreis und Siegen-Wittgenstein geht es ab Montag an den Schulen mit Distanzunterricht weiter. Das gilt für alle Jahrgangsstufen bis auf die Abschlussklassen.

Für die Klassen 1 bis 6 wird es eine Notbetreuung geben. Dafür hat das NRW-Gesundheitsministerium grünes Licht gegeben. Beide Kreise liegen beim Inzidenzwert in letzter Zeit immer um 200 herum oder höher.

(Stand: 15.04.2021)

Kreis Siegen-Wittgenstein hält an Ausgangsbeschränkungen fest

Gegen die Eilbeschlüsse des Arnsberger Verwaltungsgerichts hat der Kreis Siegen-Wittgenstein Beschwerde eingelegt. Mit den nächtlichen Ausgangsbeschränkungen habe man passgenaue Maßnahmen ergriffen, so Landrat Müller.

Der Kreis will jetzt das Oberverwaltungsgericht in Münster klären lassen, ob nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Ordnung sind. Sie bleiben bis auf Weiteres in Kraft - und sollen in Siegen-Wittgenstein auch weiter kontrolliert werden.

(Stand 15.04.2021)

Ausgangsbeschränkungen Siegen-Wittgenstein: Eilantrag stattgegeben

Das Arnsberger Verwaltungsgericht hat auch einem Eilantrag gegen die Ausgangsbeschränkungen in Siegen-Wittgenstein stattgegeben. Es gäbe ernsthafte Zweidel an der Rechtmäßigkeit der Regelung, heißt es vom Gericht.

Die Antragssteller darf sich jetzt nachts wieder frei draußen bewegen. Alle anderen Bewohner erstmal nicht, bis der Kreis reagiert.

(Stand: 13.04.2021)

Kreis Olpe im Vergleich beim Impfen besonders schnell

Nach aktuellen Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung ist der Kreis Olpe beim Impfen gegen Corona besonders schnell unterwegs. Mehr als jeder fünfte Bürger im Kreis Olpe wurde bereits mindestens einmal geimpft.

Besonders fleißig waren offensichtlich die mobilen Teams, die zum Beispiel Seniorenheime besuchen: Nahezu alle Patienten hatten bereits ihre zweite Impfung, das bedeutet maximalen Schutz für die eigentlich am meisten Gefährdeten.

Der Erfolg der Impfkampagnen fällt in den anderen südwestfälischen Kreisen allerdings unterschiedlich aus. In den anderen Kreisen gehen die Impfungen nicht ganz so schnell voran: Die Quote liegt dort jeweils im Bereich des Landesdurchschnitts NRW: Jeder sechste bis siebte wurde bereits geimpft.

(Stand: 14.04.2021)

Trotz Urteil: Ausgangssperre im MK bleibt

Die Ausgangsbeschränkung im Kreis bleibt bestehen. Der Kreis legt gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes  Arnsberg Beschwerde ein. Das teilte er am Abend nach einer mehrstündigen Sitzung des Krisenstabes mit.

(Stand: 13.04.2021)

Gericht kippt Ausgangssperre im Märkischen Kreis

Ein Mann hat erfolgreich gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen im Märkischen Kreis geklagt. Das Arnsberger Verwaltungsgericht hat ihm Recht gegeben - ob der Kreis jetzt die Ausgangsbeschränkungen generell zurücknimmt, ist noch offen.

Die Richter am Verwaltungsgericht Arnsberg hatten ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Regelung. Zwar sehen auch sie eine drohende Überlastung des Gesundheitswesens im Märkischen Kreis. Allerdings gebe es hohe Anforderungen für Ausgangsbeschränkungen.

So sei dieses Mittel nur zulässig, wenn eine wirksame Eindämmung des Infektionsgeschehens erheblich gefährdet ist. Das sei aber vom Kreis nicht hinreichend dargelegt worden. Es spreche vielmehr vieles für eine nur sehr begrenzte Wirkung der Ausgangsbeschränkung.

Zu den Eilanträgen gegen die Ausgangsbeschränkung im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es noch keine Entscheidung.

(Stand: 13.04.2021)

Kreis Soest: Impfbereichtigte sollen zeitnah Termin machen

Das Impfzentrum in Soest bittet alle Impfberechtigten, die noch keinen Termin haben, möglichst schnell einen zu machen. Denn das Impfzentrum will beim NRW-Gesundheitsministerium beantragen, die Liste für weitere Jahrgänge und Priorisierungsgruppen zu öffnen.

Das gehe aber nur, wenn alle, die jetzt impfberechtigt sind und geimpft werden möchten, einen Termin haben. Impfberechtigt sind alle Jahrgänge ab 1943 und älter.

(Stand: 13.04.2021)

Ense: Kostenlose Corona-Schnelltests für Kindergarten

Kindergartenkinder in Ense können ab heute auf Corona getestet werden. Die Gemeinde stellt kostenlose Schnelltests zur Verfügung. Anders als bei Schulen gibt es für Kitas noch kein landesweites Testkonzept. Die Tests werden durch die Eltern durchgeführt, wenn gewünscht.

Die Gemeinde Ense will damit verhindern, dass einzelne Kita-Gruppen oder ganze Einrichtungen geschlossen werden müssen. Denn inzwischen stecken sich auch immer mehr Kinder und Jugendliche mit Corona an.

(Stand: 12.04.2021)

Auch in Siegen-Wittgenstein Ausgangsbeschränkungen

Nach dem Märkischen Kreis hat auch der Kreis Siegen-Wittgenstein mitgeteilt, dass Einwohner ab Samstag (10.04.2021) zwischen 21 Uhr abends und fünf Uhr morgens die Wohnung nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen dürfen.

Landrat Andreas Müller betont, dass der Kreis sich damit den Nachbarkreisen im Dreiländereck angleicht, dem Kreis Altenkirchen und Lahn-Dill-Kreis. "Wir versprechen uns daher auch eine weitere Minderung der Mobilität, eine zusätzliche Reduzierung der Kontakte und somit der Infektionen in der gesamten Region."

(Stand: 09.04.2021)

Ausgangsbeschränkungen im Märkischen Kreis

Im Märkischen Kreis gelten ab morgen (09.04.2021) Ausgangsbeschränkungen. Das hat der Krisenstab entschieden. Damit reagiert die Kreisverwaltung auf den anhaltend hohen Inzidenzwert von zuletzt 179,2.

Die neue Allgemeinverfügung ist zusammen mit dem NRW-Gesundheitsministerium erarbeitet worden. Danach darf man ab morgen zwischen 21 Uhr abends und fünf Uhr morgens die Wohnung nicht mehr verlassen. Es sei denn, man muss zur Arbeit, zum Arzt oder hat andere triftige Gründe. Eine Bescheinigung des Arbeitgebers wird nicht benötigt. Mit der Ausgangssperre will die Kreisverwaltung private Kontakte unterbinden.

Damit setze man gezielt da an, wo im Kreis Probleme bestehen, sagte Landrat Marco Voge. Die weitere Verschärfung richtet sich in erster Linie an diejenigen, die nicht verantwortungsvoll handeln und somit andere gefährden.

(Stand: 08.04.2021)

Siegen-Wittgenstein bleibt bei verschärften Maßnahmen

Der Kreis Siegen-Wittgenstein will den verschärften Lockdown fortführen. Entsprechende Maßnahmen seien beim Land zur Genehmigung beantragt worden.

In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal ein Hausstand plus eine weitere Person treffen. Im Privaten sollen die Kontakte auf maximal fünf Personen aus zwei Hausständen reduziert werden. Und wenn mehrere Menschen aus verschiedenen Hausständen in einem Fahrzeug unterwegs sind, müssen alle eine medizinische Maske tragen - auch der Fahrer.

(Stand: 07.04.2021)

Riesen-Andrang: Fehler im Buchungssystem für Impfungen

Im Impfzentrum Attendorn gab es am Mittwoch einen Riesen-Andrang und lange Wartezeiten: Versehentlich waren Impftermine doppelt vergeben worden. Grund war ein Fehler im zentralen Buchungssystem, teilte der Kreis Olpe mit. Damit alle, die einen Termin bekommen hatten, auch dran kamen, legten die Mitarbeiter des Impfzentrums in Attendorn eine Sonderschicht ein.

(Stand: 07.04.2021)

Elspe Festival hofft noch auf Saisonstart

Mehrere Reiter präsentieren ihre Show auf einer freien Bühne.

Das Elspe-Festival hofft noch auf Spiel-Erlaubnis 2021

Das Elspe Festival will die Karl-May-Spiele noch nicht absagen. Aber es müsse innerhalb der nächsten fünf Wochen geklärt sein, ob Vorstellungen erlaubt werden und unter welchen Bedingungen. Das sagte der Geschäftsführer des Elspe Festivals der Deutschen Presse-Agentur.

Denkbar sei, dass Zuschauer einen negativen Corona-Test vorweisen oder eine Impfung. Wenn nur 2.000 der 4.000 Plätze besetzt würden, sei das finanziell noch machbar. Die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg hingegen haben die Saison am Dienstag abgesagt.

(Stand: 06.04.2021)

Zweite Impfstelle im Märkischen Kreis eröffnet

Ab heute wird auch in Iserlohn reihenweise gegen Corona geimpft. Dort eröffnet der Märkische Kreis seine zweite Impfstelle. Zunächst wird dort ausschließlich mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer geimpft. Zuerst sollen die 80-Jährigen aus dem nördlichen Märkischen Kreis in die neue Impfstelle kommen.

(Stand: 01.04.2021)

Keine Osterpause in Impfzentren

In den Impfzentren in Südwestfalen wird auch an den Feiertagen weiter geimpft. Einige stocken ihre Kapazitäten sogar noch auf.

Das Land NRW liefert zusätzliche Impfdosen von BionThec für Menschen mit Vorerkrankungen. Das Siegener Impfzentrum öffnet zusätzliche Impfstraßen.

Der Kreis Soest wird 800 Impfdosen des Sonderkontingents nutzen, um AstraZeneca zu ersetzen. Und in Iserlohn wird morgen die zweite Impfstelle im Märkischen Kreis eröffnet: Dann werden dort und in Lüdenscheid täglich bis zu 1.450 Menschen geimpft.

Stand (31.03.2021)

AstraZeneca-Impfstopp für Unter-60-Jährige in ganz Südwestfalen

Alle Kreise der Region haben die Corona-Impfung mit AstraZeneca für Unter-60-Jährige gestoppt. Für die Impftermine hat das unterschiedliche Auswirkungen.

Der Märkische Kreis zum Beispiel hat komplett die Reißleine gezogen. Das Lüdenscheider Impfzentrum hat unabhängig vom Alter alle AstraZeneca-Impfungen gestoppt. Rund 40 Betroffene gingen deshalb bereits gestern Abend leer aus. Wer dort heute einen Termin für AstraZeneca hat, soll einen anderen Impfstoff bekommen.

Auch Soest und Attendorn halten an den Terminen heute fest: In Soest gibt es stattdessen BioNtech und in Attendorn BioNtech oder Moderna.

Anders im Olsberger Impfzentrum: Da wurden alle für heute geplanten AstraZeneca-Impfungen für Unter-60-Jährige abgesagt. Die Betroffenen wurden per Mail informiert. Für die nächsten beiden Tage steht ins Olsberg aber ein Sonderkontigent von BioNTech zur Verfügung.

Stand (31.03.2021)

Kein Impfstopp mit AstraZeneca

Der teilweise Stopp der Impfung mit AstraZeneca im Kreis Euskirchen hat für Südwestfalen keine Folgen. In den Krisenstäben sei zwar über den Todesfall einer 47-jährigen Frau gesprochen worden, es gebe aber keine Vorgaben vom Gesundheitsministerium, die Impfung mit AstraZeneca einzustellen, heißt es vom Kreis Olpe. Man werde sich weiter an die Empfehlungen der Europäischen Arzneimittel Behörde EMA halten. Im Kreis Siegen-Wittgenstein sind die Vorräte von AstraZeneca ohnehin aufgebraucht. Erst wenn es eine neue Lieferung gibt, wird sich der Krisenstab damit beschäftigen.

(Stand 30.03.2021)

Keine Tests für Verwaltungsmitarbeiter

In vielen öffentlichen Verwaltungen in Südwestfalen gibt es noch keine Corona-Tests für Mitarbeitende. Dabei appelliert die Politik an alle Arbeitgeber, verstärkt Corona-Tests anzubieten. Die Tests seien bestellt, aber noch nicht geliefert, heißt es von etlichen Behörden, zum Beispiel vom Kreis Olpe, vom Landesforstbetrieb Wald und Holz und vom Hochsauerlandkreis.

Die einen rechnen noch in dieser Woche mit Lieferungen, die anderen nach Ostern - und die Bezirksregierung in Arnsberg sogar erst nach den Ferien. Der Kreis Siegen-Wittgenstein sagt: Die Beschäftigten können zum Corona-Test-Drive-In an der Siegerlandhalle gehen - und zwar in der Arbeitszeit. Nur der Kreis Soes testet bereits einmal wöchentlich.

(Stand 30.03.2021)

Große Nachfrage nach Impfungen für chronisch Kranke

Im Kreis Soest sind die ersten 700 Impftermine für chronisch Kranke sind vergeben - 2100 Termine können noch gebucht werden. Das hat der Kreis am Montagabend mitgeteilt. Die Hotline war regelrecht gestürmt worden. Unter den Anrufern seien auch Menschen aus anderen Kreisen gewesen, wo es noch kein Impfangebot für Vorerkrankte gibt, heißt es weiter. Wegen der großen Nachfrage hat der Kreis das Personal für die Hotline aufgestockt.

(Stand 30.03.2021)

Test-Option im Kreis Olpe und Märkischen Kreis

Die Kreise gehen unterschiedlich mit ihren Inzidenz-Werten von über 200 um: Im Kreis Olpe und dem Märkischen Kreis darf weiter shoppen gehen, wer einen frischen negativen Test vorweisen kann. Allerdings darf das kein Selbsttest sein, sondern er muss von einer offiziellen Teststelle stammen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein dagegen hat mit einer Schließung der Geschäfte reagiert.

(Stand 29.03.2021)

Mobiles Corona-Testzentrum im Märkischen Kreis

Das mobile Team ist ab sofort im Einsatz, um die kostenlosen Bürgertests durchzuführen. Dafür haben sich die ambulanten Pflegedienste der Diakonie Bethanien in Halver, Lüdenscheid und Schalksmühle zertifiziert.

Das Angebot richte sich grundsätzlich an alle Menschen in der Region. Vor allem aber an diejenigen, die keine Möglichkeit haben, in ein stationäres Testzentrum zu gehen.

Auch Unternehmen können das Angebot in Anspruch nehmen. Die mobilen Testteams kommen auf Termin zu den Menschen nach hause oder eben auch zu Betrieben.

Stand (29.03.2021)

Kein Impfstoff für Vorerkrankte im HSK

Vorerkrankte im HSK müssen mit einer Impfung gegen das Corona-Virus noch warten. Nach dem neuen Impferlass des Landes soll das zwar möglich sein, es gebe aber nicht genug Impfstoff, teilte die Kreisverwaltung mit.

Der vorhandene Impfstoff werde weiter für Über-80-Jährige genutzt. Sie sollen bis Ende April durchgeimpft sein.

Auch im Märkischen Kreis können nicht alle chronisch Kranken sofort einen Termin bekommen.

Stand (29.03.2021)

Sauerlandpark Hemer bleibt geöffnet

Trotz der verschärften Maßnahmen im Märkischen Kreis wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 bleibt der Sauerlandpark Hemer geöffnet. Pro Tag werden weiter bis zu 1.000 Besucher erlaubt. Aber alle müssen sich am Eingang registrieren lassen, um die Kontaktverfolgung möglich zu machen. Erstmal passiert das in Papierform, zusätzlich will der Sauerlandpark die LUCA-App einführen, damit bald die Datenerhebung auf Papier überflüssig wird.

(Stand 28.03.2021)

Saisonstart Biggesee-Schifffahrt erst am 24. April

Der Saisonstart der Weißen Flotte auf dem Biggesee ist um vier Wochen verschoben. Die Schiffe werden erst ab dem 24. April unterwegs sein. Grund sind die letzten Corona-Beschlüsse der Bundesregierung und der Länder vom 22. März. Wer bereits Tickets gebucht hat, könne sie unkompliziert per email an info@biggesee.de umbuchen oder stornieren, teilt die Personenschifffahrt Biggesee mit.

(Stand 28.03.2021)

Wintersportarena Sauerland: Skifahren in den Osterferien weiter möglich

Laut der Wintersportarena Sauerland werden auch in den Osterferien einige Lifte laufen. Auch über das Wochenende hinaus sei Skibetrieb möglich, heißt es. Die Corona-Verordnungen Hessens und NRWs ließen dies zu.

Sogar ein Betrieb bis weit in den April hinein sei denkbar, so die Wintersportarena. Derzeit seien 14 Lifte in Betrieb. Das Online-Ticket-Kontingent werde so schnell wie möglich freigeschaltet.

Stand (26.03.2021)

Schnelltestzentren über Ostern gut besucht

Etliche Stellen für Corona-Schnelltests sind in Südwestfalen nicht ausgelastet. Im Kreis Soest etwa könnten täglich 6.000 Menschen getestet werden, bisher kamen aber nur maximal 1.700 am Tag. Je näher Ostern rückt, desto voller werden die Terminkalender in den Testzentren allerdings.

In Arnsberg bekam man am Donnerstag noch innerhalb von zwei Stunden einen Termin. Doch in den nächsten Tagen wir es eng. Im Testzentrum des Kreises in Lüdenscheid gibt es die ersten freien Termine erst wieder Ostermontag. In Iserlohn gebe es nur noch Einzeltermine, heißt es vom Kreis. Und auch das DRK in Siegen-Wittgenstein sagt, seine Teststellen seien fast komplett ausgebucht.

(Stand 26.03.2021)

Lüdenscheid: Gemeinsam gegen Corona 

Rund 40 Vereine und Institutionen unterstützen den Appell von Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. Er rief die Bevölkerung dazu auf, jetzt sehr achtsam zu sein. 

"Wir haben besonders hohe Ansteckungszahlen im privaten Bereich. Wir alle können mit unserem Verhalten dazu beitragen, Infektionen zu verhindern und uns und unsere Liebsten zu schützen", so Wagemeyer in einer Videobotschaft.

Vereine und Institutionen haben es über ihre Netzwerke geteilt. Neben dem Video gibt es auch mehrsprachigen Infografiken, in denen die Corona-Regeln kurz und übersichtlich erklärt werden.

(Stand 25.03.2021)

Maskenpflicht in der Siegener Oberstadt

Auch in der Siegener Oberstadt muss jetzt eine Alltagsmaske getragen werden. Das gilt für die Bereiche: Am Markt, Kornmarkt, Neumarkt, Pfarrstraße und Alfred-Fissmer-Anlage.

"In diesen Bereichen seien auch an normalen Tagen viele Besucher unterwegs", so die Stadt Siegen. Der Mindestabstand könne nicht immer eingehalten werden.

Stand (25.03.2021)

Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und HSK als Modellkommunen?

Die drei Kreise haben sich beim Land als Modellkommunen für gelockerte Corona-Beschränkungen beworben. Mit aktuellen negativen Corona-Schnelltests könnte man dann zum Beispiel ins Kino, Restaurant oder zu Kultur- und Sportveranstaltungen.

Dafür wollen der Hochsauerlandkreis, Siegen-Wittgenstein und der Kreis Olpe zum Beispiel noch mehr Schnelltest-Möglichkeiten schaffen, indem sie zusätzlich gewerbliche Anbieter ins Boot holt. Das Land NRW will im Laufe der Woche über die Modelllregionen entscheiden.

(Stand: 25.03.2021)

Impfungen für Ü70-Jährige?

Weite Teile der über 80-Jährigen sind in den Kreisen Olpe und Soest mittlerweile gegen Corona geimpft. Im Kreis Soest sind es etwa 85 Prozent. Deshalb soll jetzt in NRW die Altersklasse Ü70 schneller als geplant drankommen.

Wenn es nach Dr.Thomas Gehrke vom Impfzentrum Siegen ginge, würde die Priorisierung komplett den Impfzentren vor Ort überlassen. Das Problem sei aber der Impfstoffmangel. "Sonst könnten wir viel schneller impfen", sagt er. Auch die Impfzentren Olpe und Soest betonen, dass kein Impfstoff liegenbleibe. Es gebe Nachrücklisten.

Offenbar warten einige über 80-Jährige ab, bis sie vom Hausarzt geimpft werden. Wenn allerdings die Hausärzte nur 20 Impfdosen pro Woche bekommen, werde das dauern, so Stefan Spieren vom Impfzentrum Olpe. Er rät einen Termin im Impfzentrum zu buchen.

(Stand 24.03.2021)

Neue Corona-Verordnung in Siegen-Wittgenstein

Ab Donnerstag gilt im Kreis Siegen-Wittgenstein ein verschärfter Lockdown. Schulen bleiben geschlossen und auch im privaten Bereich gibt es neue Regelungen. Ab Freitag muss auch der Einzelhandel wieder schließen.

(Stand 24.03.2021)

Hochsauerlandkreis setzt auf Luca-App

Corona-Warn-Apps auf dem Smartphone

Der Hochsauerlandkreis und die zwölf Städte und Gemeinden wollen die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung einführen. Darauf haben sich Landrat und Bürgermeister am Mittwoch geeinigt. Mit der App wollen sie zum Beispiel Gastro-Betrieben, Einzelhändlern und Veranstaltern die Möglichkeit geben, dass sich ihre Gäste und Kunden per QR-Code einchecken. Das Kreisgesundheitsamt soll sich jetzt darum kümmern, dass die App schnellstmöglich zum Einsatz kommt. Auf eine landesweite Einführung wolle man nicht warten.

(Stand 24.03.2021)

SIHK begrüßt gekippte Osterruhe

Viele Unternehmer in Südwestfalen sind erleichtert, dass die angekündigte Osterruhe an Gründonnerstag und Karsamstag gekippt wurde. So würden insbesondere Lieferengpässe, das Abreißen von Lieferketten und hohe Kosten in ohnehin belasteten Unternehmen vermieden, sagt die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer. Auch das Gedränge in den Supermärkten an den Tagen vor Ostern und viele andere unverhältnismäßige Konsequenzen fielen weg. Es sei ein wichtiges und gutes Signal, dass die Politik den Fehler erkannt und frühzeitig abgestellt habe.

(Stand 24.03.2021)

Kein zweites Impfzentrum in Siegen-Wittgenstein

Eigentlich sollte es, neben dem Impfzentrum in Siegen, eine weitere Impfstelle im Wittgensteiner Land geben. In einem Schreiben an die Bürgermeister teilt die Kreisverwaltung jetzt aber mit, dass die geplante Impfstelle in Bad Berleburg keinen Sinn mehr macht, weil es ohnehin nicht mehr Impfstoff gibt. Wenn es künftig zusätzliche Impflieferungen geben sollte, dann gehen die an die Hausärzte. Damit wird dann dezentral geimpft.

(Stand 24.03.2021)

Impfzentrum Attendorn bietet Über-80-Jährigen kurzfristig Termine

Im Kreis Olpe können Über-80-Jährige jetzt kurzfristige Impftermine online über das eigene Portal des Impfzentrums in Attendorn bekommen. Denn über die Kassenärztliche Vereinigung sind Anmeldungen für die Corona-Impfung von Über-80-Jährigen zurzeit nur telefonisch möglich. Grund ist eine Software-Umstellung. Über-80-Jährige bekommen Termine unter https://buchen.impfzentrum-oe.de. Einen Link zum Portal gibt es auch auf der Internetseite des Kreises Olpe. "Kurzentschlossene haben jetzt die Chance, schon bald geimpft zu werden", sagt der Leiter des Impfzentrums, Stefan Spieren.

(Stand 23.03.2021)

Verschärfte Auflagen im Märkischen Kreis

Der Märkische Kreis erweitert in Abstimmung mit dem NRW-Gesundheitsministerium seine Allgemeinverfügung. Schülerinnen und Schüler gehen ab Mittwoch wieder in den Distanzunterrich, mit Ausnahme der Abschlussklassen. In Kindergärten entscheiden die Eltern selbst, ob sie ihre Kinder in die Einrichtung schicken oder nicht. Der Kreis reagiert damit auf die hohe Corona-Inzidenz: Sie liegt im MK bei 215,2 - und damit so hoch wie nirgendwo sonst in NRW. Auch in anderen Bereichen gibt es weitere Einschränkungen.

(Stand 23.03.2021)

Soester Lösung zur Kontaktverfolgung

Software-Entwickler aus Soest haben am Dienstag beim Landkreistag NRW eine Alternative zur Luca-App präsentiert. Sie haben ein Programm entwickelt, das die elektronische Kontaktverfolgung im Kampf gegen Corona ermöglichen soll. Dafür werden QR-Codes gescannt und Kontaktdaten gespeichert. Das soll dazu beitragen, dass Kneipen, Geschäfte und Konzerte bald wieder besucht werden können. Das Besondere an dem Soester Programm: Damit können die Daten an die Gesundheitsämter geschickt werden - egal, mit welcher Software die Behörden arbeiten. Schon jetzt nutzen rund 3000 Unternehmen die Soester Software. Nun geht es darum, ob dieses Programm landesweit für alle Gesundheitsämter eingesetzt wird.

(Stand 23.03.2021)

Ansteckungen passieren im privaten Bereich

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Kreis Siegen-Wittgenstein im auf über 170 gestiegen. Ein großer Teil der Infektionen passiert laut Kontaktermittlung des Gesundheitsamts im privaten Bereich. In den Firmen gebe es meistens gute Hygienkonzepte. Dort komme es meistens abseits des Arbeitsplatzes zu Infektionen, sagt der Leiter des Gesundheitsamts Christoph Grabe.

(Stand 22.03.2021)

Freie Terminkontingente im Impfzentrum

Mehrere Ampullen AstraZeneca-Impfstoff sind in einer Packung zu sehen.

Nachdem die Corona-Schutzimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca am Freitag wieder aufgenommen werden konnten, herrscht wieder reger Betrieb im Impfzentrum in Attendorn. Der Kreis Olpe weist zuzüglich darauf hin, dass trotzdem noch freie Termine für alle berechtigten Gruppen zur Verfügung stehen, vor allem auch für die über 80-Jährigen. 

Termine können bereits für die kommende Woche online über das Impfterminportal www.impfterminservice.de oder telefonisch unter 0800 11611702 gebucht werden. Termine  mit dem Impfstoff AstraZeneca für die impfberechtigten Gruppen sind ebenfalls noch verfügbar. Hier erfolgt die Buchung über die Internetseite des Impfzentrums  www.impfzentrum-oe.de.

(Stand 21.03.2021)

Inzidenzwert im Märkischen Kreis knapp unter 200

Im Märkischen Kreis liegt der vom Robert Koch-Institut ermittelte 7-Tage-Inzidenzwert am Sonntag wieder knapp unter der Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Allerdings sind dort am Wochenende zwei weitere Menschen verstorben, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Der MK bleibt weiterhin der Kreis in Südwestfalen mit den meisten Neuinfektionen.

(Stand 21.03.2021)

MK: Intensivmediziner und Bürgermeister appellieren

Schild mit der Aufschrift "AHA Abstand + Hygiene + Alltagsmaske".

In der Kurzform besser zu merken.

Die Lage in den Krankenhäusern im Märkischen Kreis spitzt sich zu. Nach Angaben des Leiters der Intensivmedizin am Märkischen Klinikum, Thomas Uhlig, waren Freitagmittag (19.03.2021) nur noch zwei Intensivbetten im gesamten Kreis frei. Er befürchtet zu Ostern eine dramatische Überbelegung. Es müsse jetzt alles getan werden, um neue Infektionen zu verhindern

Die Bürgermeister der Städte Iserlohn, Lüdenscheid und Halver richteten sich am Freitag gemeinsam mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung. Wegen der stark steigenden Infektionszahlen im Märkischen Kreis bei gleichzeitigen Lockerungen sei es wichtig, sich an die Regeln zu halten. Besonders hoch seien die Ansteckungszahlen im privaten Bereich. Die Bürgermeister bitten: "Auch wenn es noch so schwer ist: Treffen Sie so wenig und so selten wie möglich Verwandte und Freunde." Auch die Polizei, Vereine, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und Verbände haben den Appell unterzeichnet.

Impfungen mit AstraZeneca gehen weiter

Alle Impfzentren bei uns impfen ab sofort wieder mit AstraZeneca. Das haben die Kreise am Freitag (19.03.2021) mitgeteilt. Der Hochsauerlandkreis hat ganz kurzfristig entschieden, nun doch wieder mit AstraZeneca zu impfen. Donnerstag war noch alles abgesagt worden. Wer für Freitag einen Termin vereinbart hatte, könne also zum Impfen nach Olsberg kommen. Sollte das so kurzfristig mit der Uhrzeit nicht klappen, werde vor Ort eine Lösung gefunden, sagte ein Kreissprecher. Alle anderen Termine würden um exakt eine Woche verschoben. Auch in den Impfzentren in Lüdenscheid und Soest wird ab sofort wieder mit AstraZeneca geimpft. Dort allerdings müssen abgesagte Termine im Internet neu gebucht werden.

Verschärfte Corona-Regeln im MK

Wegen der steigenden Infektionszahlen gelten ab Freitag (19.03.2021) im Märkischen Kreis verschärfte Corona-Beschränkungen: Auch im Privaten dürfen sich höchstens noch fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Außerdem gilt im Umkreis von 150 Metern rund um Schulen und Kindergärten Maskenpflicht. Ein Antrag auf Schulschließungen steht laut Landrat Marco Voge aber nicht zur Diskussion. Die Inzidenz liegt laut RKI am Freitag bei über 188.

Erhöhter Inzidenzwert: Lockerungen nicht Ursache

Die jüngsten Öffnungsschritte haben nicht wesentlich dazu geführt, dass der 7-Tages-Inzidenzwert in Siegen-Wittgenstein auf über 100 gestiegen ist. Zu diesem Ergebnis kommt das Kreisgesundheitsamt nach einer Analyse des Infektionsgeschehens. Die meisten Menschen würden sich nach wie vor im privaten Umfeld oder auf der Arbeit anstecken.

Zum Beispiel, wenn mehrere Menschen gemeinsam in einem Auto ohne Maske zur Arbeit fahren oder in der Mittagspause eng zusammenstehen. Deshalb sieht Landrat Andreas Müller momentan auch keinen Grund, die Öffnungsschritte wieder zurückzunehmen.

Sollten Bund und Länder in der kommenden Woche allerdings weitere Lockerungen beschließen, werde der Kreis diese nicht mittragen, teilte Müller in einer Pressemitteilung mit.

Andreas Müller

Landrat Andreas Müller, SPD

"Bei einem deutlichen Anstieg der 7-Tages-Inzidenz über den aktuellen Wert kommen natürlich auch die bisherigen Öffnungsschritte wieder auf den Prüfstand." Der Landrat appelliert an die Menschen, die Lockerungen nicht auszureizen, nur das zu tun, was wirklich notwendig ist und Kontakte weiterhin auf ein Minimum zu beschränken.

Montgolfiade abgesagt

Gasflamme in Heißluftballon

Auch einen Nightglow wird es in diesem Jahr nicht geben.

Der 30. Geburtstag des Ballonfestivals Montgolfiade wird erneut verschoben. Die Feier ist jetzt für September 2022 vorgesehen. Die Chefin der Warsteiner Brauerei Catharina Cramer sagte, man wolle unbeschwert und im großen Rahmen feiern. Das lasse sich derzeit aber laut Veranstalter nicht planen, da der weitere Verlauf der Pandemie unkalkulierbar ist.

Märkischer Kreis: Intensivkapazitäten knapp

Im Märkischen Kreis gibt es nur noch fünf freie Intensivbetten. Der Kreis sagt dazu: Die Lage sei noch zu bewältigen, habe sich aber verschärft. 26 sehr schwer an Covid erkrankte Menschen werden dort behandelt. Elf müssen beatmet werden. In den anderen Kreisen ist die Lage entspannter.

Biggesee Open Air abgesagt

Das Biggesee Open Air findet dieses Jahr nicht statt und ist auf Juni 2022 verschoben worden. Das haben die Veranstalter bekannt gegeben. Sie seien zuversichtlich, dass sich die meisten geplanten Konzerte tatsächlich verschieben lasssen. Die Tickets werden in bar erstattet, wenn sie nach dem 8. März 2020 gekauft wurden.

Kein zweites Impfzentrum im Hochsauerland

In Arnsberg wird es kein zweites Impfzentrum für den Kreis geben. Die Kreisverwaltung teilte mit, dass die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe ein zweite Impfstelle abgelehnt hätte. Außerdem sei nicht genug Impfstoff vorhanden. Ab April sollen eigentlich auch die Hausärzte impfen. Dann gäbe es eine ortsnahe Versorgung.

Auch in Siegen-Wittgenstein wird es wohl kein zweites Zentrum geben. Der Märkische Kreis will allerdings in Iserlohn Anfang April ein zweites Impfzentrum in Betrieb nehmen.

Impfen verzögert sich durch AstraZeneca Stop

Der vorläufige Impfstopp mit AstraZeneca bringt den Impfbetrieb bei uns gewaltig ins Stocken. In den Impfzentren in Südwestfalen werden tausende Termine abgesagt. Bis auf Weiteres sind nur die Impftermine für die Über-80-Jährigen sicher, denn die erhalten ja das Serum von Biontech/Pfizer. Alle anderen die bereits einen Termin haben, sollten vorher ihre eMails kontrollieren, denn auf diese Weise wird abgesagt.

20.000 Schnelltests in Hemer

An immer mehr Orten kann man jetzt kostenlose Corona-Schnelltests machen. Die fünf Kreise haben entsprechende Listen veröffentlicht. Am Sauerlandpark in Hemer zum Beispiel geht heute ein Corona-Schnelltestzentrum an den Start. Betrieben wird es vom Roten Kreuz. Für die erste Woche liegen 20.000 Schnelltests bereit.

Bundesschützenfest 2022 in Wenden abgesagt

Das Bundesschützenfest 2022 in Wenden ist abgesagt worden. Der Sauerländer Schützenbund und der Schützenverein Schönau-Altenwenden haben sich schweren Herzens dazu entschieden, das Fest komplett abzusagen. Wegen Corona fehle jetzt schon ein Jahr Planungszeit für diese Großveranstaltung, so der Sauerländer Schützenbund.

Märkischer Kreis bleibt bei Lockerungen

Trotz der hohen Corona-Inzidenz von fast 140 bleibt es im Märkischen Kreis bei den beschlossenen Lockerungen. Die weiterführenden Schulen öffnen am Montag wieder und die Geschäfte dürfen weiter verkaufen. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich.

Viele Schulen hätten sich gewünscht, dass der regelmäßige Schulbetrieb in den oberen Klassen noch bis nach Ostern ausgesetzt wird. Sie befürchten mehr Corona-Fälle. Auch viele Elternvertreter hatten auf strengere Regeln gehofft. Erleichtert ist die Werbegemeinschaft Iserlohn. Die Kaufleute hatten Angst, dass durch die hohe Corona-Inzidenz die Läden wieder schließen müssen. Das hätten einige finanziell nicht verkraftet, heißt es bei der Werbegemeinschaft.

MK Spitzenreiter in NRW mit Inzidenz von 141

Trotz der hohen Inzidenzzahl sollen Kitas und Schulen geöffnet bleiben. Die Läden dürfen weiter mit Terminen Kunden bedienen. Eigentlich sollte ab der Marke von 100 die Notbremse gezogen werden. NRW-Gesundheitsminister Laumann sagte aber am Mittag (11.03.2021), dass mit den örtlichen Gesundheitsämtern abgesprochen werden müsse, welche Maßnhamen notwendig seien, um die Inzidenzzahl wieder auf unter 100 zu bekommen.

Inzidenz in Siegen-Wittgenstein auch über 100

Morgen berät der Märkische Kreis mit Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen, wie es weitergehen soll. Auch die Inzidenz im Kreis Siegen-Wittgenstein ist auf über 100 gestiegen. Einschränkungen sind nicht geplant.

Erste Corona-Schnelltest-Stationen geöffnet

Zwei Hände in blauen Handschuhen träufeln eine Flüssigkeit auf einen Teststreifen

Die ersten Anlaufstellen für Corona-Schnelltests haben geöffnet

Die ersten Anlaufstellen für kostenlose Corona-Schnelltests sind geöffnet. In Arnsberg-Neheim haben sich eine Apotheke, Ärzte und ein Rettungsdienst zusammen getan und in einem Café eine Teststation eingerichtet. In Attendorn bietet das Deutsche Rote Kreuz seit Dienstag (09.03.2021) kostenlose Schnelltests an: In einem Drive-in. Das DRK bereitet das auch für die anderen Kommunen im Kreis Olpe vor. Ab Donnerstag wird eine Web-Site zur Online-Buchung geschaltet. In der nächsten Woche dürfte es dann noch mehr Angebote geben. Der Hochsauerlandkreis zum Beispiel plant Teststationen in jeder Kommune.

Einige Museen öffnen mit Terminvergabe

Das Siegener Museum für Gegenwartskunst

Das Siegener Museum für Gegenwartskunst öffnet mit Terminvergabe

In einigen Museen können Besucher jetzt wieder Ausstellungen ansehen - mit Termin. Zum Beispiel in Siegen im Museum für Gegenwartskunst und im Siegerland Museum. Und in Arnsberg im Sauerland-Museum. Dort wurden am Dienstag schon 140 Termine vergeben für die Eiszeit-Ausstellung.

HSK: Noch nicht genug Impfstoff für die Berufsgruppen

Das Impfzentrum im Hochsauerland hat noch nicht genug Impfstoff, um alle interessierten Personen aus den berechtigten Berufsgruppen zu impfen. Mit Lehrkräften und Erzieherinnen hat sich die Zahl der Berechtigten stark erhöht. Das Impfzentrum zählt schon mehrere tausend Registrierungen und bittet um Geduld. Wer sich registriert habe, erhalte eine Nachricht, sobald wieder Impfstoff zu Verfügung steht. Termine für die über 80-Jährigen sind davon nicht betroffen.

Massen-Schnelltests per Drive-In

Die Stadt Siegen richtet eine Stelle für Corona-Massenschnelltests an der Siegerlandhalle ein. Ab Ende der Woche sollen dort die ersten Schnelltests möglich sein. Per Drive-In.

Dazu werden zwei Pavillons auf dem Parkplatz der Siegerlandhalle aufgestellt, durch die man durchfahren muss. 20 Minuten später gibt es das Ergebnis aufs Handy. Insgesamt sollen so rund 70.000 Schnelltests pro Monat möglich sein. Organisiert wird das von einer Berliner Firma, die geschultes Personal mitbringt. Sie baut in ganz Südwestfalen solche Testzentren auf. Als nächstes ist eins in Olpe geplant.

Kein Impfstoff bleibt mehr liegen

In den Impfzentren in Südwestfalen bleibt kein Impfstoff gegen Covid19 liegen. Das haben die Kreise bei einer Umfrage des WDR mitgeteilt. Alle Dosen, die der Region zugeteilt werden, würden auch verimpft. Im Hochsauerlandkreis zum Beispiel bekommen diese Woche 3.600 Impfwillige aus Kitas, Schulen und Einrichtungen für behinderte Menschen ihre erste AstraZeneca-Spritze. Im Kreis Soest fast 2.400.

Fußball in Warstein

Der Stadtsportverband, die Fußballvereine und die Stadt haben entschieden: Es darf wieder trainiert werden - wenn auch eingeschränkt. Grundlage ist die neue Corona-Schutzverordnung des Landes, die ab heute (8.3.) gilt. Allerdings kann der Trainingsbetrieb noch nicht wie gewohnt starten, da nicht mehr als 5 Personen aus zwei Haushalten oder 20 Kinder unter 14 Jahren gleichzeitig trainieren dürfen. Die Vereine stimmen das Vorgehen jetzt ab.

Immer 14 Tage Quarantäne im Kreis Olpe

Ganz gleich, welche Virus-Variante: Wer positiv getestet ist, muss im Kreis Olpe generell für zwei Wochen in Quarantäne. Im Kreis breitet sich die britische Variante des Virus immer weiter aus. Das Gesundheitsamt ist deshalb dem Rat des Robert Koch-Instituts gefolgt, die Quarantäne-Dauer generell auf 14 Tage festzulegen.

Kostenlose Fahrt ins Impfzentrum

Überachzigjährige können für die Fahrt zum Impfzentrum nach Soest jetzt kostenlos Bus und Bahn nutzen. Das gilt auch für die Rückfahrt, wie der Kreis mitteilt. Auch eine Begleitperson darf umsonst mitfahren. Dafür muss der Personalausweis vorgezeigt werden und nach Möglichkeit auch der Terminnachweis für die Impfung. Mit dem Service wollen der Kreis und die Verkehrsunternehmen ein Zeichen setzen und einen Beitrag leisten zur Pandemie-Bewältigung, heißt es aus dem Kreishaus.

Südafrikanische Mutante im Kreis Olpe

Zum ersten Mal ist die südafrikanische Mutante des Coronavirus im Kreis Olpe nachgewiesen worden. Sie gilt als deutlich ansteckender als die ursprüngliche Variante. Seit Mitte Februar untersucht das Gesundheitsamt Olpe alle postitiven Tests auf Mutationen. Die britische Variante ist dabei schon 79 Mal entdeckt worden.

Immer mehr Impfschummler enttarnt

In den Impfzentren fliegen zunehmend Impfdrängler auf, die eigentlich noch gar keine Impfung bekommen dürfen. Spätestens bei der Ausweiskontrolle entdeckt das Personal, dass sie sich bei der Online-Terminvergabe etwas älter gemacht haben. An allen Standorten werden solche Patienten ohne Spritze wieder nach Hause geschickt. 

Seit dieser Woche werden auch ambulante Pfleger und Dienstleister von Pflegeheimen per e-Mail zur Impfung geladen. Sie erhalten einen Link zu einem Online-Portal, um sich anzumelden. Auch solche Mails wurden schon an Nicht-Impfberechtigte weitergeleitet. Spätestens bei der Namenskontrolle fällt der Schwindel aber auf.

Viel Beratungsbedarf bei Gewerkschaft

Hunderte Menschen haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie von der Gewerkschaft Verdi in juristischen Fragen beraten lassen - etwa zum Thema Kurzarbeit. Der Ansturm war so groß, dass man zusätzliche Mitarbeiter dafür habe abstellen müssen. Je prekärer oder unsicherer die Arbeitsbedingungen seien, desto stärker spürten die Menschen die Auswirkungen der Pandemie.

Kreise dürfen zweite Impfzentren einrichten

Das Landesgesundheitsministerium hat den Kreisen per Erlass erlaubt, jeweils ein zweites Impfzentrum einzurichten. Pläne gibt es derzeit in Südwestfalen für drei zusätzliche Zentren für die Corona-Impfung: in Iserlohn-Dröschede, Arnsberg und im Wittgensteiner Land.

Angebote für einsame Menschen in Hemer

In Hemer ist am Montag das sogenannte Plaudertelefon an den Start gegangen. Einsame Senioren können montags und donnerstags am Vormittag mit Ehrenamtlichen telefonieren. Der Seniorenbeirat der Stadt will damit einsamen Menschen in der Corona-Zeit eine Möglichkeit zum persönlichen Gespräch bieten.

Kaum Vorbehalte gegen Astrazeneca

Injektionsflasche mit Impfspritzen und Corona-Impfstoff von AstraZeneca, 09.01.2021

Nicht alle wollen mit Astrazeneca geimpft werden

Das Impfen in Südwestfalen nimmt Fahrt auf: Im Hochsauerland und Siegen-Wittgenstein etwa wird inzwischen schon morgens ab acht Uhr geimpft. In Olsberg impft das Personal nicht mehr nur in drei, sondern in vier Impfstraßen: In drei Impfstraßen bekommen die über 80-Jährigen den Impfstoff von Biontech, in einer weiteren wird mit Astrazeneca geimpft.

Die Vorbehalte gegenüber diesem Impfstoff sind in der Region gering: Nur im Kreis Olpe hatten sich anfangs 36 Prozent der Impfkandidaten abgemeldet, die damit geimpft werden sollten.

Auch der Kreis Soest hat die Impfkapazitäten aufgestockt: Statt vier stehen dort jetzt sechs Impfstraßen bereit. In Betrieb werden sie genommen, wenn es mehr Impfstoff gibt.

Britische Virus-Variante im Marienkrankenhaus Siegen

Das St. Marienkrankenhaus in Siegen hat wegen Corona-Fällen am Freitag (26.02.2021) vorübergehend einen Belegungsstopp verhängt. Für die betroffene Station gilt außerdem Besuchsverbot. Eine Patientin und ein Mitarbeiter waren positiv auf die britische Corona-Virus-Variante getestet worden. Als Kontaktpersonen wurden dann weitere Mitarbeiter und eine Patientin positiv getestet.

MK mit höchster Inzidenz in NRW

Der Märkische Kreis hat am Freitag (26.02.2021) die höchste Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen. Laut Robert Koch-Institut 120,7. Das könnte an der ansteckenderen britischen Mutation liegen. Der Kreis-Pressesprecher sagte, fast jeder zweite positiv Getestete sei mit dieser Variante infiziert.

Die Infektionszahlen sind außerdem gestiegen, weil sich zum Beispiel in Halver zuletzt mehrere Familien untereinander angesteckt haben. Auch der Kreis Olpe und der Hochsauerlandkreis kämpfen mit hohen Inzidenzen. Sie liegen NRW-weit auf den Plätzen 6 und 9. Der Kreis Soest hat den zehnt-niedrigsten Wert.

Ordnungsämter kontrollieren am Wochenende

Einige Ordnungsämter bereiten sich wieder auf Einsätze am Wochenende vor. Es soll zwar nicht mehr so warm werden wie zuletzt - trotzdem rechnen manche Städte an sonnigen Plätzen wieder mit vielen Menschen, die sich nicht an die Corona-Regeln halten.

In Iserlohn zum Beispiel soll dann es direkt Bußgelder und nicht erst Verwarnungen geben. Auch in Arnsberg wollen die Beamten verstärkt Streife gehen, zum Beispiel am Solepark in Hüsten.

Jugendherbergen: Übernachtungszahlen stark gesunken

Jugendherberge Burg Altena

Die Jugendherbergen hatten 72 Prozent weniger Übernachtungen durch die Corona-Krise

Die Übernachtungszahlen in den Jugendherbergen sind durch die Corona-Pandemie stark zurückgegangen. Sie sanken in den 29 Herbergen im Landesverband Westfalen-Lippe vergangenes Jahr um 72 Prozent. Die Jugendherbergen vermissen besonders die Schulklassen. Sie machen deutlich mehr als die Hälfe der Gäste aus. Deshalb sind z.B. in der Herberge am Möhnesee fast alle Beschäftigten in Kurzarbeit.

Im Jahr 2020 hatten die Jugendherbergen nur wenige Monate geöffnet: komplette Schließung, dann Wiedereröffnungen,  erneute Schließung, Stornowelle und Investionsstopp waren hart. Die ländlichen Betriebe hatten es dabei besser als die Jugendherbergen in der Stadt: Winterberg, Burg Bilstein oder die Seen waren eher angesagt als Städte-Trips.

Iserlohner Pharmaunternehmen will Selbsttests vertreiben

Die Iserlohner Firma Medice will zwei Corona-Selbst-Tests für Laien vertreiben. Nach Nasenabstrich oder Spucken in ein Röhrchen sollen die Ergebnisse innerhalb einer Viertelstunde vorliegen. Die Tests wurden in China entwickelt. Zurzeit wartet das Iserlohner Pharmaunternehmen auf die Zulassungen durch das Paul-Ehrlich-Institut und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Spätestens Mitte März sollen die Tests in Apotheken erhältlich sein.

Inzidenz im Kreis Soest unter 50

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist im Kreis Soest erneut unter die 50er Marke gefallen. Sie liegt jetzt bei 46,1 - der niedrigste Wert in Südwestfalen.

Den höchsten Inzidenzwert in Südwestfalen hat derzeit der Märkische Kreis. Hier ist der Wert auf 118 gestiegen. In NRW hat nur Solingen einen höheren Wert.

Infizierte auf Polizeiwache Lippstadt

Bild: Positives Corona Ergebnis

Fünf Mitarbeiter der Lippstädter Polizei sind infiziert

Fünf Mitarbeiter der Polizeiwache in Lippstadt sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das teilte die Polizei am Mittwoch (24.02.2021) mit. Das Gesundheitsamt werde darum vorsichtshalber in dieser Woche 125 Mitarbeiter testen. Bürger können laut Polizei die Wache weiter aufsuchen. Es bestehe keine erhöhte Ansteckungsgefahr.

Auch die Handlungsfähigkeit der Polizei in Lippstadt sei durch die Maßnahmen nicht gefährdet. Die fehlenden Mitarbeiter würden durch andere Dienstgruppen ersetzt.

Andere Impfstrategie gefordert

Der Leiter des Impfzentrums wirbt dafür, jetzt auch erwachsene Schülerinnen und Schüler, Studierende und Lehrkräfte an Unis zu impfen - mit dem Impfstoff von AstraZeneca. Thomas Gerke glaubt, dass Schulen und Unis dann innerhalb von zwei Wochen wieder öffnen könnten.

Wenn jeder geimpft würde, geht er für den Fall von einem 60%igen Schutz vor Ansteckung aus. Schon der soll vor einer steigenden Ausbreitung des Virus schützen. Im Herbst, wenn dann jeder sein Impfangebot hatte, könnten Menschen aus diesem Programm noch einmal - auch mit einem anderen Wirkstoff - geschützt werden.

Keine verkürzte Quarantäne mehr

Im Kreis Olpe können Kontaktpersonen von Corona-Infizierten ihre Quarantäne nicht mehr verkürzen. Bislang war das nach einem Test unter bestimmten Bedingungen möglich. Das gehe nun nicht mehr, teilte der Kreis mit, weil der Inzidenzwert weiter überdurchschnittlich hoch sei. Außerdem würden immer mehr Menschen durch die Mutationen infiziert. Alle Kontaktpersonen müssen 14 Tage in Quarantäne.

Großspende für Musiker

Mit einer Großspende von 300.000 Euro unterstützt die Kunstmäzenin und Krombacher-Gesellschafterin Barbara Lambrecht-Schadeberg die bundesweite Kampagne "#MusikerNothilfe" der Deutschen Orchester-Stiftung. Sie hoffe damit einigen Musikern Mut und Zuversicht geben zu können, um diese schwierige Phase zu meistern. Bisher sind rund zwei Millionen Euro an mehr als 3.500 Musiker ausgezahlt worden.

Regionalliga-Partie des SV Lippstadt wegen Corona abgesagt

Das Spiel des SV Lippstadt gegen Rot-Weiß Essen fällt schon wieder aus. Vergangenen Samstag führte das Winterwetter zur Absage der Regionalliga-Partie, diesmal ist es Corona. Stamm-Torwart Balkenhoff ist an Corona erkrankt, der Rest der Mannschaft steckt in Quarantäne, und so hat der Fußballverband das Spiel erneut abgesagt.

Corona-Folgen für heimische Wirtschaft: milder als erwartet

Das Corona-Jahr 2020 war für die heimische Industrie nicht so schlimm wie befürchtet. Das zeigt eine Umfrage der Siegener Industrie- und Handelskammer unter Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern. Um fast zehn Prozent ist der Gesamtumsatz zurück gegangen, der Auslandsumsatz unserer exportorientierten Industrie sogar um 13 Prozent. Die IHK warnt aber eindringlich vor Grenzschließungen wie derzeit zu Tschechien und Tirol. Das würde Lieferketten gefährden.

Aufnahmestopp in Iserlohner Krankenhaus

Im St. Elisabeth-Krankenhaus in Iserlohn gilt ein Aufnahmestopp. Ambulante Behandlungen sind aber weiter möglich. In dem Krankenhaus sind zahlreiche Corona-Infektionen festgestellt worden. 31 Patienten und 20 Mitarbeiter haben sich mit Corona infiziert, zumindest einige von ihnen mit der neuen, hoch ansteckenden Variante aus England. Die infizierten Patienten sind isoliert worden, die Mitarbeiter in Quarantäne. Die Klinik testet jetzt alle bis zu 230 Patienten in kürzerem Zeitabstand auf Corona.

Siegen-Wittgenstein unter 50er-Inzidenz

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist der erste in Südwestfalen, der die Schwelle von 50 bei der Inzidienz unterschreitet. Das heißt innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich weniger als 50 Menschen pro 100.000 Einwohenr infiziert.

Die Bundesregierung hatte allerdings eine Inzidenz von 35 als Zielmarke für weitere Lockerungen gesetzt. Sie will abwarten, wie stark sich die mutierten Viren ausbreiten. Im Märkischen Kreis ist der Inzidenz-Wert mit knapp 83 in Südwestfalen am höchsten.

Terminchaos: Schlange vor Lüdenscheider Impfzentrum

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum in Lüdenscheid Schlange

Menschen stehen in Lüdenscheid Schlange

Bei der Vergabe von Corona-Impfterminen für die über 80-Jährigen hat es einen folgenschweren Fehler gegeben. Vor dem Impfzentrum des Märkischen Kreises in Lüdenscheid bildete sich deshalb am Sonntagmittag (14.02.2021) eine lange Schlange.

Eigentlich waren für 14 Uhr nur zwölf Impftermine geplant. Nach Angaben des Kreises wurden aber versehentlich rund 100 Termine vergeben. Der Auslöser dafür war wohl ein Softwarefehler bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Glück im Unglück: Die Ärzte konnten zumindest 70 Senioren zusätzlich impfen. Denn aus den vergangenen Tagen waren noch Impfdosen übrig.

Ehrenamtler organisieren Suppenküche in Iserlohn

Der Verein "Bürger helfen Bürgern" hat am Freitag Erbsensuppe an Bedürftige verteilt. Rund 160 Portionen wurden abgeholt. Die hatte ein Privatmann gespendet. Die Mahlzeiten gingen an Senioren mit schmaler Rente, Hartz IV-Empfänger, Wohnungslose, aber auch an Kellner, denen seit Monaten das Trinkgeld fehlt, das sie fest zu ihrem eher niedrigen Lohn eingeplant haben. Der Hilfe-Bedarf ist enorm gestiegen, denn wegen der Corona-Pandemie sind viele andere Hilfseinrichtungen geschlossen.

Appell im Kreis Olpe: "Keine Karnevalsfeiern"

Theo Melcher

Landrat Theo Melcher

Der Landrat des Kreises Olpe, Theo Melcher, appelliert an die Menschen, sich weiter an die geltenden Corona-Regeln zu halten. Der 7-Tages-Inzidenzwert steigt im Kreis Olpe wieder und liegt am Freitag bei 85,8: deutlich über dem Landesschnitt.

Auch mit Blick auf die Karnevalstage bittet der Landrat darum, sich nicht privat zu treffen und zu feiern. Vielfach würden Infektionen innerhalb des eigenen Haushaltes oder der Familie weitergegeben. Infizierte könnten sich aber nicht immer erinnern, mit wem sie zuvor zusammen waren. Das Gesundheitsamt empfiehlt deshalb, ein Kontakt-Tagebuch zu führen.

Kirchhundem: Sieben Todesfälle in Pflegeheim

In einem Pflegeheim in Kirchhundem häufen sich seit Mitte Januar Corona-Infektionen. Der Kreis Olpe teilte am Donnerstag mit, dass in der Einrichtung inzwischen sieben Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind. Fünf von ihnen hatten bereits die zweite Schutzimpfung. Allerdings bestand wohl noch kein vollständiger Impfschutz, der erst nach etwa zehn Tagen nach der zweiten Impfdosis eintreten soll.

Insgesamt wurden bisher 16 Bewohner und acht Beschäftigte positiv getestet. Das Gesundheitsamt hat das Landeszentrum Gesundheit NRW eingeschaltet. Ob in der Einrichtung eine Ansteckung mit einer der Virus-Mutationen erfolgt ist, wird derzeit noch labortechnisch untersucht.

Brauereien schütten Fassbier weg

Ungenutzte Edelstahl-Bierfässer

Das Fassbier geht aus den Kneipen zurück zu den Brauereien

Die Brauereien in Südwestfalen sind gezwungen, tausende Hektoliter Bier zu vernichten. Wegen der geschlossenen Kneipen, Restaurants und Hotels kann es nicht verzapft werden. Die Gastronomen hatten die Fässer schon im Keller stehen, haben aber seit Monaten keine Verwendung dafür. Jetzt läuft das Mindesthaltbarkeitsdatum ab, weil das Bier schon im Herbst 2020 abgefüllt worden ist.

Deshalb gehen die Bierfässer zurück an die Brauereien in Südwestfalen. Ein Veltins-Sprecher sagte, nur sie könnten die Spezialverschlüsse der Fässer öffnen und das Bier entsorgen. Die Brauereien Krombacher, Warsteiner und andere Unternehmen haben auf die Probleme durch die anhaltenden Schließungen im Zuge der Corona-Maßnahmen reagiert. Sie produzieren aktuell deutlich weniger Fassbier.

Virusmutation in Siegen-Wittgenstein

Auch im Kreis Siegen-Wittgenstein ist bei einem positiven Corona-Fall die britische Virusmutation „B.1.1.7“ nachgewiesen worden. Die Mutation gilt als infektiöser. Der Kreis will jetzt standardmäßig bei positiven Tests überprüfen, ob es sich um mutierte Virusvarianten handelt – beispielsweise auch aus Südafrika oder Brasilien.

Verwirrung bei Impfterminen

Bei einigen Bürgern hat es Probleme bei der Terminvergabe gegeben - etwa mit Mehrfachbuchungen. Deshalb stellt die Kassenärztliche Vereinigung klar: Wer einen Impftermin übers Internet oder telefonisch vereinbart hat und danach zusätzlich keinen Brief per Post bekommen hat, muss sich nicht kümmern. Hier gilt der vereinbarte Termin. Diejenigen, die telefonisch einen Termin vereinbart und danach noch einen weiteren Termin per Brief bekommen haben, nehmen den genannten Termin aus dem Brief wahr. Wer einen Impftermin online gebucht und danach noch einen weiteren Termin per Brief bekommen hat, soll den Brief ignorieren und zum Onlinetermin kommen.

Protest-Brief aus Kitas an Familienminister

NRW-Familienminister Stamp bekommt einen Protest-Brief von Kita-Mitarbeitern. Geschrieben haben ihn Erzieherinnen und Erzieher aus knapp 50 evangelischen Kindertagesstätten im Märkischen Kreis, Attendorn und Hagen. Sie fordern unter anderem, früher geimpft zu werden.

Symbolbild: Eine Erzieherin steht in einer Kindertagesstaette

Erzieherinnen wollen früher geimpft werden

Eine der Organisatorinnen ist Karin Haarmann vom Familienzentrum in Nachrodt: "Nach den neuesten AOK-Studien können Kinder Überträger sein, ohne dass sie irgendwelche Symptomatiken zeigen. Wir sind immer nah am Kind. Wenn Kinder weinen, können wir sie nicht auf Abstand trösten, Kinder wickeln, sie beim Essen begleiten." Die Pädagogen wollen außerdem zweimal wöchentlich auf das Corona-Virus getestet und mit FFP2-Masken versorgt werden.

Medizinische Masken für Bedürftige

Bedürftige bekommen ab Mittwoch (10.02.2021) kostenlos medizinische Masken. In Lüdenscheid wurden dafür zehn Ausgabestellen eingerichtet. Pro Person gibt es zehn FFP2-Masken.

Siegen kann etwa 30.000 medizinische Masken verteilen. Bedürftige bekommen sie zum Beispiel beim Mittagstisch der Caritas oder im Sozialkaufhaus in Geisweid oder in der Flüchtlingsberatung in Siegen. Ein Nachweis, dass jemand leistungsberechtigt ist, muss nicht vorgelegt werden. Es gehe um schnelle unbürokratische Hilfe, heißt es.

Sauerlandpark Hemer wieder geöffnet

Pro Tag dürfen bis zu 1.000 Besucher in den Sauerlandpark kommen. Durch die Öffnung sollen die Menschen in der Region mehr Möglichkeiten haben, sich zu bewegen. Zuletzt waren zu viele gleichzeitig im benachbarten Felsenmeer und im Naturschutzgebiet Deilinghofen spazieren gegangen. Wie im vergangenen Jahr gilt im Sauerlandpark eine Einbahnstraßen-Regelung auf den Fußwegen. Außerdem müssen auf den Spielplätzen alle Personen eine Maske tragen. Außer Kinder bis zum Grundschulalter.

Wintersportarena Sauerland appelliert an Politik

Ski- und Rodelhänge sind gesperrt.

Viele Ski- und Rodelhänge sind wegen Corona gesperrt

Die Skiliftbetreiber erneuern ihre Forderung, die Skigebiete wieder öffnen zu dürfen. Vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch (10.02.2020) warnten sie, dass es sonst Insolvenzen in der Tourismusbranche geben werde. Durch ein spezielles Hygienekonzept sei es möglich, die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Start für die Impfzentren

Darauf haben viele gewartet: In Südwestfalen nehmen heute (08.02.2021) die Impfzentren ihre Arbeit auf. In jedem der fünf Kreise öffnet eines. Zuerst sind Senioren ab 80 Jahren an der Reihe. Wegen der Wintereinbruchs können Betroffene nach Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe zur gleichen Zeit am Dienstag zum Impfzentrum kommen.

Zweiter Fall der Corona-Mutante

Es gibt jetzt den zweiten Fall der hochansteckenden britischen Corona-Variante in unserer Region. Er ist im Kreis Soest aufgetreten. In beiden Fällen gibt es aber laut Behörden keine Hinweise darauf, dass diese Mutante sich im Zusammenhang mit den beiden entdeckten Fällen unerkannt verbreitet hätte.

Beide Betroffenen und auch alle Kontaktpersonen sind in Quarantäne. Die Kontaktverfolgung habe gut funktioniert. Außerdem seien im Umfeld dieser bekannten Fälle keine auffälligen Anstiege der Neuinfektionen zu beobachten.

Online-Distanzunterricht in der Schule

Mancherorts bei uns können die Schüler zum Lernen in die Schule kommen, wenn sie zuhause keinen Computer oder keine stabile Internet-Verbindung haben. Das trifft zum Beispiel an der Realschule am Hemberg in Iserlohn auf 15 Schüler zu. Sie bekommen in der Schule Computer und können so an den Videokonferenzen teilnehmen. Andere Schulen leihen Rechner für zuhause aus.

PCR-Tests für Privatleute

In Meschede öffnet heute ein weiteres Corona-Testzentrum. Privatleute können dort nicht nur einen Schnelltest machen lassen, sondern auch einen PCR-Test. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz. Dort kann man ohne Termin zum Testen kommen.

Das DRK rät davon ab, völlig grundlos einen PCR-Test zu machen; der kostet ja auch 90 Euro. Die Nachfrage sei aber da. Bisher hat das Rote Kreuz vor allem in Unternehmen getestet. Viele Firmenchefs wollen sicher sein, dass ihre Mitarbeiter nicht mit Covid-19 infiziert sind. Dafür reichen Schnelltests. Wenn ihre Leute aber zum Beispiel für Dienstreisen ins Ausland müssen, gehts oft nicht ohne Labortest.

Im Hochsauerland erste Corona-Mutation nachgewiesen

In Südwestfalen ist der erste Fall einer britischen Mutation des Corona-Virus bestätigt worden. Ein Labor hat das Virus bei einer Stichprobenuntersuchung entdeckt. Die Person aus dem Hochsauerland könne sich aber nicht bei einer Reise infiziert haben, heißt es vom Hochsauerlandkreis. Sie lebt demnach auch nicht in einem Alten- oder Pflegeheim. Ein Sprecher des Kreises sagte, es gehe ihr den Umständen entsprechend gut.

Viele Corona-Fälle in Sundern

In Sundern ist die Zahl der Corona-Infizierten zuletzt sehr stark gestiegen. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl beträgt die 7-Tage-Inzidenzin der Stadt 242. Auch deshalb hat das Arnsberger Marienkrankenhaus zusätzliche Kapazitäten für Corona-Erkrankte geschaffen. Etwa ein Drittel der Erkrankten in Sundern lebt oder arbeitet in zwei Altenpflegeheimen. Die anderen Erkrankten verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet.

Zeugnisvergabe in Südwestfalen unterschiedlich

Für fast 150.000 Schülerinnen und Schüler bei uns in Südwestfalen endet heute das erste Schulhalbjahr. Ab Klasse 3 gibt es für sie ein Halbjahreszeugnis. Wegen der Pandemie können die Schulen sie aber nicht wie sonst ausgeben. Deswegen warten die meisten Schülerinnen und Schülern auf die Post.

Zum Beispiel das Berufskolleg am Eichholz oder die Norbertusgrundschule, beide in Arnsberg, haben Zeugniskopien verschickt. Einigen Schulen ist das zu teuer. Sie verschicken - sofern die Eltern einverstanden sind - die Zeugnisse per Mail. Ein anderes Beispiel ist die Grundschule in Arnsberg-Moosfelde. Hier können sich Eltern und Kinder das Zeugnis am Fenster abholen.

Bundeswehr hilft in Seniorenheimen

Ein Mensch hält ein Wattestäbchen für einen Coronatest in der Hand

Soldaten sollen bei Schnelltests helfen.

20 Männer und Frauen hat das Soester Gesundheitsamt für den Einsatz geschult. Sie sollen bei Schnelltests helfen und so die Pflegekräfte entlasten. Die Soldatinnen und Soldaten sind aus Wilhelmshaven angereist und wohnen in der Jugendherberge am Möhnesee.

14 Pflegeheime hatten Unterstützung beim Gesundheitsamt angefordert. Gestern schulten Fachkräfte die Soldaten, um fachgerecht Rachenabstriche durch Mund und Nase zu nehmen. Das werden sie jetzt bei Besuchern und Mitarbeitern in Senioreneinrichtungen übernehmen, erstmal bis Mitte Februar.

Pandemie Risiko für Suchtkranke

Die Corona-Pandemie bringt für viele Ex-Alkoholkranke das Risiko, wieder rückfällig zu werden. Das stellen Fachleute von Beratungsstellen und der LWL-Suchtklinik in Warstein fest. Die Alkohlkranken leiden extem unter Einsamkeit, Jobunsicherheit, fehlenden Kultur- und Sportangeboten. Auch darunter, dass Treffen von Selbsthilfegruppen nicht stattfinden.

In der Corona-Krise sei die Suchtgefahr bei vielen labilen Menschen gestiegen. Wer allerdings viele Beschäftigungsmöglichkeiten hat, oft an die frische Luft geht und neue, auch digitale Kommunikationswege nutzt, könne gut durch die Krise kommen, so der Chefarzt der Warsteiner Klinik.

Impfungen für todkranke junge Erwachsene

Der Deutsche Kinderhospizverein in Olpe fordert, dass sich auch todkranke junge Erwachsene schon jetzt gegen Corona impfen lassen können. Viele hätten aufgrund von Vorerkrankungen ein geschwächtes Immunsystem. Eine Infektion könnte tödlich enden, schreibt der Verein in einer Stellungnahme an Bundesregierung und Robert Koch-Institut.

Der Verein fordert auch, dass sich zusätzlich Familien und Betreuer von betroffenen Kindern schneller impfen lassen dürfen. Denn viele hätten aus Angst, ihr Kind anzustecken, den Kontakt auf ein Mindestmaß zurückgefahren.

Überlastung bei Impfterminvergabe

 Eine Spritze wird vor den Schriftzug «Impfung» gehalten

In NRW gibt es fast eine Million Impfberechtigte über 80.

Telefonhotline und Internetseite waren zum Start der Impfterminvergabe stundenlang überlastet. Viele der Impfberechtigten ab 80 Jahren bekamen erstmal keinen Termin. Es wurden Impftermine an über 80-Jährige in Südwestfalen vergeben. Eine genaue Zahl nannte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe allerdings nicht.

Die KV hat die Betroffenen um Geduld gebeten. Jeder Impfwillige werde drankommen. Allerdings kann es bis in den April dauern bis alle über 80-Jährigen zum ersten Mal geimpft sind.

Notfallseelsorge gestoppt

Hilfe nach dem schrecklichen Ereignis

Hilfe nach dem schrecklichen Ereignis

Der Evangelische Kirchenkreis hat seine Notfallseelsorge im Bereich Soest und Lippstadt bis mindestens Mitte Februar eingestellt. Die 30 überwiegend älteren ehrenamtlichen Notfallseelsorger hätten ein hohes Infektions-Risiko, weil sie in ihrem Dienst nicht ausreichend Abstand halten könnten. "Diese Einschränkung ist sehr gravierend", sagt Superintendent Manuel Schillin, "aber gehört eben zu den Folgen von Corona."

Der Kirchenkreis hofft, dass sich das schnellstmöglich ändert. Das hängt auch vom Verlauf der Covid-Pandemie ab. Wenn möglich, sollen vorübergehend die Gemeindepfarrer die Notfallseelsorge zusätzlich übernehmen.  

Viele schwere Corona-Verläufe in Kliniken

Die Zahl der Menschen, die schwer an Corona erkranken, hat in Südwestfalen einen Höhepunkt erreicht. Davon gehen Klinikleitungen aus. Zugleich ist die Versorgung der Patienten schwieriger geworden, weil Ärzte und Pfleger in Quarantäne sind.

Die Notaufnahme der Märkischen Kliniken Lüdenscheid von außen.

Die Notaufnahme der Märkischen Kliniken

In den Kliniken liegen zurzeit (Freitag, 22.01.2021) 300 Patienten, die schwer an Covid-19 erkrankt sind. Fast die Hälfte von ihnen werden im Märkischen Kreis versorgt. Andererseits fehlen in den Märkischen Kliniken 84 Mitarbeiter, weil sie selbst wegen Corona in Quarantäne sind.

Da die Zahl der Infektionen derzeit zurückgeht, hoffen viele Klinikleitungen aber, dass der Gipfel überschritten ist. Das Klinikum Hochsauerland erwartet, dass die vorübergehend eingerichtete zweite Corona-Station bald schon wieder geschlossen werden kann.

Trotz Corona: Lüdenscheid will Stadt beleben

Ein Straßenzug in der Lüdenscheider Innenstadt mit Gebäuden

Geld für die Lüdenscheider City

Die Stadt Lüdenscheid will in der Corona-Krise versuchen, die Innenstadt wiederzubeleben. Das Landesheimatministerium unterstützt das mit mehr als 370.000 Euro.

Damit soll zum Beispiel Existenzgründern geholfen werden, leerstehende Ladenlokale zu einem vergünstigten Zinssatz anzumieten. So könnten Pop-Up-Stores, Unverpackt-Läden, kleine Ateliers oder Boutiquen öffnen.

Skigebiete hoffen auf Entschädigungen

Auch an diesem Wochenende bleiben die Pisten und Hänge in Winterberg gesperrt.

Pisten und Hänge in Winterberg sind gesperrt

Das Land NRW will sich für eine bessere Entschädigung der Skigebiete einsetzen, die wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Diese Zusage hat Winterbergs Bürgermeister Beckmann nach einem Gespräch im Wirtschaftsministerium erhalten.

Ziel ist eine Ausnahmeregelung für die 35 Skigebiete im Sauerland und Siegerland. Die Liftbetreiber fordern, die Einnahmen der vergangenen drei Winter zu berücksichtigen.

IHK Siegen: Homeoffice nur selten möglich

Eine junge Frau, die im Homeoffice arbeitet, nimmt in ihrem Wohnzimmer an einer Telefonkonferenz teil.

Homeoffice geht nicht überall

Arbeiten im Homeoffice kommt für viele Unternehmen in Südwestfalen nur sehr eingeschränkt in Frage. Darauf weist die Siegener Industrie- und Handelskammer in der aktuellen Diskussion hin.

Demnach bietet sich das Arbeiten von Zuhause für zwei Drittel der Firmen in der Region nicht an. Dabei handelt es sich in aller Regel um Industrieunternehmen mit schweren Maschinen und großen Anlagen.

Test von Lungenfacharzt: OP-Masken ungeeignet

Der Lungenfacharzt Dominic Dellweg aus Schmallenberg-Grafschaft findet es gut, dass in Geschäften und Bussen künftig vor allem FFP2-Masken getragen werden sollen. Sie schützten effektiv. Dellweg hat für eine Studie verschiedene Maskenarten getestet.

OP-Maske

Schlechte Passform: Lungenfacharzt rät von OP-Masken ab

Bei den hellblauen OP-Masken hat er erhebliche Bedenken. Sie hielten Viren beim Einatmen nicht genug ab: "Das ist wirklich die einzige Katastrophe. Wenn ich diese Maske aufsetze, sehen Sie, dass ich die vorformen muss, weil die erstmal nur zweidimensional ist. Und sie hat an der Seite eine erheblich schlechtere Passform. Das ist vollkommen kontraproduktiv."

Krankenhausmitarbeiter empört über Impfstopp

Covid-19-Impfstoff

Die Impfung der Krankenhaus-Mitarbeiter ist vorerst gestoppt

Die Mitarbeiter des Klinikums Hochsauerland sind empört über den vom Land verhängten Impfstopp. Die erste Spritze hatten vor dem Impfstopp gerade einmal 760 von 1.700 Mitarbeitern bekommen, sagt der ärztliche Leiter in Arnsberg, Norbert Peters: "Das hat natürlich zu einer großen Verunsicherung geführt unter den Mitarbeitern."

In dem Krankenhaus der Akutversorgung stünden die Mitarbeiter an der Front, so Peters: "Wir bekommen ständig Notfälle, schwerst kranke Menschen eingeliefert, haben einen Kreißsaal mit sehr hoher Geburtenzahl und sind da wirklich ständig einem Risiko ausgesetzt. Die Mitarbeiter sind jetzt tief enttäuscht."

Corona-Fallzahlen rückläufig

Die Corona-Fallzahlen in Südwestfalen gehen zurück. Verglichen mit dem Tag vor Heiligabend ist die 7-Tage-Inzidenz deutlich gesunken. Der Vergleich ist wichtig, weil über die Feiertage kaum bis gar nicht getestet wurde. Dadurch waren die Statistiken seitdem praktisch unbrauchbar.

Erst jetzt sind die meisten Fälle nachgemeldet, und die Zahlen sind - bei aller Vorsicht - wieder vergleichbar. Im Märkischen Kreis zum Beispiel war die 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Gesundheitsamtes vor Weihnachten mit fast 225 am höchsten. Am Mittwoch (20.01.2021) sind es 133. Auf ganz Südwestfalen hochgerechnet ist der Wert von 166 auf 114 gesunken.

Brauereien verkaufen weniger Bier

Ein Wirt mit Maske zapft in einer Kneipe Bier in ein Glas.

Der Bierabsatz ging zurück - auch, weil die Kneipen schließen mussten

Krombacher und Veltins haben im vergangenen Jahr weniger Bier verkauft - aber sie haben das Jahr besser überstanden als die meisten anderen deutschen Brauereien.

Es wurde zwar kaum Fassbier verkauft. Veltins und Krombacher konnten das mit teilweise deutlich mehr Flaschenbier-Verkauf wettmachen. Sie schrieben vier bis fünf Prozent Minus.

Bei der Warsteiner Brauerei dagegen sank der Absatz um mehr als 16 Prozent. Grund war hier vor allem der Einbruch beim Export.

Online-Kneipenabend in Olpe

In Olpe kann man sich am Dienstag (19.01.2021) zu einem virtuellen Kneipenabend treffen. So sollen sich trotz Corona neue Menschen kennenlernen. Initiiert hat das der Verein "Willkommen in Olpe". Gerade der Kontakt zu anderen und das gemeinsame Lachen sei in diesen Tagen wichtiger denn je, so der Verein. Der Online-Kneipenabend startet 18 Uhr. Die Zugangsdaten stehen auf der Internetseite "willkommeninolpe.de".

Lüdenscheid verbietet Gäste bei Trauungen

Ein Mann steckt einer Frau einen Ehering auf den Finger.

Keine Gäste mehr erlaubt im Standesamt Lüdenscheid

Bei Trauungen im Standesamt der Stadt Lüdenscheid dürfen ab sofort (Dienstag, 19.01.2021) nur noch drei Personen anwesend sein: das Brautpaar und die Standesbeamtin. Damit reagiert die Stadt Lüdenscheid auf die nach wie vor hohen Corona-Zahlen und die zu erwartende Verlängerung und Verschärfung der Einschränkungen durch die Länder. Wer bei der Trauung nicht auf Gäste verzichten möchte, kann einen neuen Termin vereinbaren.

Besuchsverbot in Siegener Kreisklinikum

Kreisklinikum Siegen

Das Kreisklinikum Siegen

Im Kreisklinikum gilt ab Dienstag ein Besuchsverbot mit wenigen Ausnahmen. Außerdem werden keine neuen Patienten aufgenommen. Der Grund: Auf einer Station haben sich mehrere Mitarbeiter und Patienten mit dem Coronavirus infiziert.

Nur Intensiv- und Palliativ-Patienten dürfen im Kreisklinikum Siegen Besuch bekommen - falls der behandelnde Arzt einverstanden ist. Verschiebbare OPs sind vorerst abgesagt, in den nächsten Tagen soll die komplette Belegschaft getestet werden.

Ähnliche Besuchsverbote sind auch im Martinus-Hospital Olpe und dem St. Josef Hospital Lennestadt geregelt. Hier gilt schon seit Anfang November ein Besuchsverbot. Aber werdende Väter mit aktuellem Corona-Test dürfen in den Kreißsaal. Und Patienten, die länger als fünf Tage im Krankenhaus sind, dürfen einmal täglich Besuch bekommen - wenn der Arzt zustimmt.

Corona-Software nirgendwo im Einsatz

Keiner der fünf Kreise in Südwestfalen arbeitet bisher mit der Anti-Corona-Software "Sormas". Sie soll die Nachverfolgung der Infektionsketten auch über die Kreisgrenzen hinaus erleichtern. Die Landesregierung hatte die Kommunen aufgefordert, das Programm schnellstens einzuführen.

Für die Nachverfolgung benutzen die Kreise bislang andere Programme. Sie beklagen Kinderkrankheiten von Sormas: Vor allem an den Schnittstellen habe es bislang bei der Datenübertragung geholpert, heißt es aus dem Kreishaus in Meschede. Dennoch erwägen vier der fünf Kreise, demnächst auf Sormas umzustellen.

Kreise wollen zweite Impfstelle

Der Märkische Kreis und die Kreise Siegen-Wittgenstein und Hochsauerland wollen jeweils eine zweite Impfstelle in ihrem Kreisgebiet. Bislang sieht das Land NRW nur ein Impfzentrum pro Landkreis vor. Das sei für Menschen in Flächenkreisen mit langen Anfahrtszeiten aber unzumutbar.

Der Märkische Kreis hat sogar schon einen Pachtvertrag für eine zweite Impfstelle geschlossen. Sie soll in Iserlohn in dem Gebäude einer insolventen Firma entstehen. Jetzt liegt der Ball in Düsseldorf. Bleibt die Landesregierung bei ihrer bisherigen Linie, springen die Kreise eventuell selbst ein.

Kaum Buchungen für Sommerurlaub

Das Bild zeigt: Einen Strand auf den Seychellen.

Sommerstrände sind aktuell nicht gefragt

Viele Südwestfalen sind noch zurückhaltend bei der Buchung des Sommerurlaubs. Sie warten ab, stellen Reisebüros fest. Viele Familien buchen eher für die Herbstferien als für die Sommerferien.

Nach Einschätzung von Reisebürobesitzern vertrauen sie noch nicht ganz darauf, dass im Sommer das Reisen wieder ohne Einschränkungen möglich sein wird. Die Angebote der Veranstalter, dass die Kunden kurzfristig stornieren können, wirken nur bedingt.

Josefsheim Bigge: 35 Menschen infiziert

Hände in Laborhandschuhen halten eine Probe. Auf einem Aufkleber ist das Häkchen "Positiv" markiert.

35 Bewohner und Mitarbeiter des Josefsheims sind infiziert

Im Josefsheim in Olsberg-Bigge sind inzwischen (Montag, 18.01.2021) 35 Menschen mit Behinderung und Mitarbeiter mit Covid-19 infiziert. Fünf von ihnen werden stationär in Krankenhäusern behandelt.

Das Gesundheitsamt hat für zwei Wohnhäuser und einen separaten Wohnbereich auf dem Campus Quarantäne verordnet. Im Berufsbildungswerk sind zudem die Bereiche Josefs-Druckerei, -Gärtnerei und -Orthopädie diese Woche nur telefonisch erreichbar.

Startschuss für Impfungen in Kliniken

In den Krankenhäusern werden ab Montag die Beschäftigten gegen das Coronavirus geimpft. Zuerst sind die Pflegekräfte und Mediziner an der Reihe, die unmittelbar mit Corona-Patienten zu tun haben.

Ampullen zur Impfung gegen das Coronavirus

In den Kliniken laufen die Impfungen jetzt an

Das Siegener Marienkrankenhaus hat eine eigene Impfstraße aufgebaut und verteilt die ganze Woche über 70 Dosen pro Tag. Andere Häuser schicken ihr Personal ins Impfzentrum des Kreises. Dort kommt es zu einer Art Probelauf für den großen Dauerbetrieb: 500 Spritzen sollen am Dienstag gesetzt werden.

Auch in anderen Kreisen wird in dieser Woche Krankenhauspersonal geimpft: So versorgt das Klinikum Hochsauerland seine Mitarbeiter in Arnsberg-Hüsten, in Soest beginnt die Impfaktion am Dienstag.

Verstöße nach Gottesdienst in Kierspe?

Die Stadt Kierspe prüft mögliche Verstöße einer Baptisten-Gemeinde gegen die Corona-Schutzbestimmungen. Mehrere Anwohner hätten sich darüber beschwert, dass Maskenpflicht und Mindestabstand nach Verlassen eines Gottesdienstes nicht eingehalten worden seien, sagte Bürgermeister Olaf Stelse.

Die Gemeinde betont, sie halte die Corona-Regeln während der Gottesdienste streng ein. Ob die Regeln auch nach dem Gottesdienst eingehalten würden, könne er nicht hundertprozentig garantieren, so der Verantwortliche der Gemeinde, Johann Anders.

Das Ordnungsamt will am kommenden Sonntag das Geschehen auf den Parkplätzen am Gotteshaus kontrollieren.

Erneut kaum Andrang von Schneetouristen

Schneetouristen beim Rodeln

Es wurde gerodelt - aber nicht oft

Trotz Neuschnees hat sich der Andrang von Schneetouristen im Sauerland am vergangenen Wochenende erneut in Grenzen gehalten. Die meisten Skigebiete sind seit zwei Wochen gesperrt, weil es Anfang Januar chaotische Szenen auf Pisten und Straßen mit vielen Schneetouristen gegeben hatte.

Polizei und Ordnungsämter meldeten kaum Probleme. In Winterberg griff das Ordnungsamt 21 Mal ein - wegen Verstößen gegen das geltende Betretungsverbot. In Sundern-Wildewiese und anderen Gebieten im Hochsauerlandkreis gab es 14 Verkehrsverstöße.

Zu viele Dosen geliefert: Spontane Impf-Aktion

Bei einer spontanen Impf-Aktion sind in Nachrodt-Wiblingwerde 95 Menschen früher gegen COVID-19 geimpft worden als geplant. Ein Logistik-Unternehmen hatte einem Pflegeheim versehentlich 95 Dosen mehr geliefert als bestellt.

Da sie nicht weiter transportiert werden dürfen und sonst verfallen wären, wurde eine spontane Impf-Aktion improvisiert. Dabei wurden Über-80-Jährige aus angegliederten Senioren-Wohnungen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten und der Feuerwehr Iserlohn geimpft.

Nur wenige Rückzahlungen der Corona-Soforthilfe

Ein Stift auf dem Soforthilfe-Formular

Bisher wird von nur 300 Empfängern Geld zurückverlangt

Die Bezirksregierung Arnsberg hat bis Mitte Januar nur von wenigen Corona-Soforthilfeempfängern Geld zurückgefordert: Von mehr als 74.000 Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmern müssen bis dato 300 zurückzahlen. Sie hatten im ersten Lockdown bis zu 25.000 Euro vom Land bekommen.

Seit Anfang Dezember sind sie aufgefordert, abzurechnen. Gut 20 Hilfeempfänger sind für die Bezirksregierung nicht mehr erreichbar. Die Behörde fordert sie jetzt über das Amtsblatt auf, das Geld zurückzuzahlen.

Skigebiet Fahlenscheid am Wochenende gesperrt

Wegen des erwarteten Schnees bleibt das Skigebiet Fahlenscheid auch am kommenden Wochenende gesperrt. Die Polizei teilte am Donnerstag (14.01.2021) mit, dass sie und Mitarbeiter des Ordnungsamts den Verkehr umleiten und Ordnungswidrigkeiten ahnden werden.

WDR 5 Stadtgespräche

Im Stadtgespräch von Lokalzeit und WDR5 wird in Winterberg diskutiert, wie es mit Schneevergnügen in Corona-Zeiten weitergehen kann.

Samstag und Sonntag bleibt die Kreisstraße von Kruberg über Fahlenscheid, B55-Kreisel, Negerhöhenstraße 18 und Biggesee gesperrt. Auf der B55 vom Rothen Stein bis Oberveischede herrscht absolutes Halteverbot. In einem Stadtgespräch von Lokalzeit und WDR5 wird am Donnerstag in Winterberg diskutiert, wie Erholungssuchenden trotzdem Schneevergnügen ermöglicht werden kann. Zu hören ab kurz nach 20 Uhr auf WDR5 und ab Freitag als Podcast.

Wunsch nach Feuerbestattung gestiegen

Bestattung durch Verbrennung

In Südwestfalen steigt die Zahl der Feuerbestattungen

Durch die Corona-Krise ist der Wunsch nach einer Feuerbestattung stark gestiegen. Derzeit werden nach Angaben des Krematoriums in Werl etwa 80 Prozent der Verstorbenen verbrannt. Außerdem stieg die Zahl der Todesfälle durch die Pandemie.

Die Krematorien arbeiten in drei Schichten und auch an den Wochenenden. In Lüdenscheid wurde zudem ein Zelt aufgebaut, um zusätzlichen Platz zu haben. Die Krematorien schätzen, dass sie derzeit rund 20 Prozent mehr Tote einäschern, weil durch Corona mehr Menschen sterben, aber auch, weil Familien ihre Verstorbenen öfter verbrennen lassen.

MK meldete am Sonntag keine Fälle ans RKI

Am Samstag (09.01.2021) wurde um 14 Uhr der Strom im Kreishaus des Märkischen Kreises abgeschaltet. Wegen Wartungsarbeiten standen am Sonntag die Telefonanlage und das Computernetzwerk der Kreisverwaltung still, teilte sie am Montag (11.01.2021) mit. Darum meldete der Märkische Kreis am Sonntag keine neuen Infektionszahlen ans RKI. In dessen Übersicht werden für den Märkischen Kreis 0 Neuinfektionen angezeigt.

Nur 40 Prozent der Firmen zufrieden

Die Corona-Krise macht vielen Firmen in der Region zu schaffen. Nach einer Umfrage des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte sind derzeit nur 40 Prozent der Firmen zufrieden. Der Chef des Verbandes, Egbert Neuhaus, erklärte, die meisten Unternehmen hätten das Jahr 2020 mit einem Minus abgeschlossen.

Viele Modehändler in der Region wollen von Montag (11.01.2021) an mit einer Plakataktion in ihren Schaufenstern auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen und Fotos davon in sozialen Netzwerken teilen.

Impfungen im Kreis Olpe

Symbolbild: Coronaimpfung

Im Kreis Olpe wurde die erste Impfserie in Altenheimen abgeschlossen

Der erste Impfdurchgang in den Senioreneinrichtungen im Kreis Olpe ist abgeschlossen. Die Impfung stieß dabei auf positive Resonanz: 91 Prozent der Bewohner und 82 Prozent des Personals haben sich impfen lassen. Anfang Feburar soll in allen Heimen dann auch die zweite Impfrunde beendet sein. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind damit über 2500 Personen geimpft worden, das sind im Kreis Olpe 19 geimpfte Personen pro 1000 Einwohner. Zum Vergleich: Das RKI meldete gestern, dass in NRW im Durchschnitt 4,4 Personen je 1000 Einwohner geimpft seien.

Neues Schnelltestzentrum in Siegen

Wer sich schnell auf Corona testen lassen will, kann das ab heute (11.01.2021) in Geisweid tun. In den Räumen einer bisherigen Discothek geht ein neues Schnelltestzentrum an den Start. Der Antigen-Test kostet knapp 40 Euro - Termine gibt's online, das Ergebnis lässt sich innerhalb von 15 Minuten über einen QR-Code abrufen.

Nachfrage nach Schnelltests gesunken

Der große Ansturm auf die Corona-Schnelltestzentren scheint erstmal vorbei. Vor den Weihnachtsfeiertagen war das in einem privaten Schnelltestzentrum in Lippstadt noch anders: Da wurden 800 Tests gemacht, von denenübrigens nur vier positiv waren.

Das Testzentrum ist seit heute (07.01.) wieder an zwei Tagen pro Woche geöffnet. In Soest geht am 12. Januar ein neues privates Schnelltestzentrum an den Start, in dem man sich sogar am Wochenende testen lassen kann. Und auch in Lüdenscheid ist die Nachfrage noch groß.

Sternsinger bieten "etwas anderen Segen"

Die Corona-Krise zwingt auch die Sternsinger, ungewöhnliche Wege zu gehen. Denn in vielen Städten wie Lüdenscheid oder Siegen sind Sternsinger-Aktionen abgesagt oder verschoben worden. Eigentlich wären sie ab heute unterwegs. Doch die Menschen sollen trotzdem nicht auf ihren Segen verzichten. Das Sternsinger-Team der Katholischen Pfarrei St. Medardus in Lüdenscheid hat in den Bäckereien in ihrem Gemeindegebiet für eine Woche Spendendosen aufgestellt.

In Iserlohn kann man sich ab heute an der Oberen Stadtkirche Tüten mit dem traditionellen Segensaufkleber für die eigene Haustür abholen. Im Iserlohner Pastoral-Verbund werden außerdem Sternsinger-Tüten auch kontaktlos "frei Haus" geliefert. In den Kirchen von Sankt Marien und Sankt Michael in Siegen hat man schon Ende Dezember Spendentische aufgebaut. Dort können sich Besucher eine Spendentüte und einen Segensaufkleber abholen.

Bilanz nach erster Impfwoche

Die Ärzte des Impfzentrums Siegen ziehen eine gemischte Bilanz der ersten Impfwoche in Pflegeheimen. Die Bereitschaft sei groß, aber es gebe auch Probleme: So seien die Pakete mit dem Impfstoff nicht immer vollständig, manchmal fehlten beispielsweise Spritzen. Dann müsse improvisiert werden.

Mehrsprachige Impfhotline im HSK

Mit einer Impfhotline will der Hochsauerlandkreis klären, wer Ansprechpartner für Fragen zur Corona-Impfung ist. Das Pilotprojekt richtet sich an alle, ab Montag (04.01.2021) auch an nicht deutsch sprechende Anruferinnen und Anrufer.

Viele hätten den Überblick verloren wer für was zuständig ist, heißt es. Allerdings werden bei der Hotline nur organisatorische Fragen beantwortet, also zum Beispiel was man zur Impfung mitbringen soll. Das dafür in sechs verschiedenen Sprachen.

Digitaler Silvesterlauf gestartet

Der Silvesterlauf im Kreis Soest ist in diesem Jahr schon am Wochenende gestartet. Damit will der Veranstalter das Läuferfeld wegen Corona entzerren. Selbst bei Sturm und Regen sind schon viele Gruppen verteilt im Kreisgebiet die 15 Kilometer lange Strecke gelaufen.

Veranstalter Ingo Schaffranka ist überrascht, dass so viele mitmachen, obwohl es diesmal keine offiziellen Zeitmessungen und Wertungen geben wird. Der Erlös soll an soziale Projekte und Sportvereine gehen.

Märkischer Kreis mit höchstem Inzidenzwert

An nur einem Tag haben sich im Märkischen Kreis 182 Menschen mit Covid-19 angesteckt. Damit kommt der Kreis auf einen Inzidenzwert von 224,3, den höchsten in Südwestfalen (23.12.2020). Wenn der Wert sieben Tage lang so hoch bleibt, werde man über eine Ausgangssperre nachdenken, so ein Sprecher des Kreises.

Gottesdienste abgesagt

Der Pastoralverbund Olpe hat alle Gottesdienste bis zum 10. Januar abgesagt, die Probsteipfarrei St. Laurentius alle bis zum 1. Januar.

Impfstoff-Lieferungen für Südwestfalen

In Südwestfalen können noch bis Jahresende mehrere tausend Menschen gegen das Corona-Virus geimpft werden. Das NRW-Gesundheitsministerium hat dem WDR berichtet, dass bis Jahresende insgesamt 11.380 Impfdosen nach Südwestfalen geliefert werden. Mit mehr als 3.300 gehen die meisten in den Märkischen Kreis. Die ersten Impfungen sollen am kommenden Sonntag stattfinden.

Corona-Fälle in ZUE Möhnesee

In der ZUE Möhnesee, einer Einrichtung für Flüchtlinge, sind mehrere Bewohner positiv getestet worden. Nach zunächst vier Fällen wurden am Freitag (18. Dezember) alle ca. 230 Bewohner und 120 Mitarbeiter getestet. Bei bisher 30 Bewohnern liegt ein positives Ergebnis vor. Deshalb hat das Gesundheitsamt Soest eine Quarantäne für die Einrichtung angeordnet.

Müllgebühren steigen in Folge der Corona-Pandemie

Ein Berg alter Matratzen

Matratzenberg in Arnsberg

Viele Bürger müssen im nächsten Jahr mehr Geld für die Müllabfuhr bezahlen: eine Folge der Corona-Pandemie. Das zeigt eine Umfrage des WDR unter allen Städten und Gemeinden in Südwestfalen.

Polizei zu Party gerufen - Vestoß gegen Corona-Regeln

Am Kindelsberg bei Kreuztal hat die Polizei eine Party aufgelöst. Die zehn Feiernden bekommen Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Dass die Polizei die Party entdeckte, war kein Zufall: Einer der feierlustigen jungen Leute hatte den Rettungsdienst angerufen, weil er gestürzt war und sich verletzt hatte.

Blitzumfrage: Lokale Einzelhändler erwarten Insolvenzwelle

Das abgebrochene Weihnachtsgeschäft wird deutliche Spuren bei den lokalen Einzelhändlern hinterlassen. Das besagt eine Blitzumfrage der Industrie-und Handelskammer Siegen. Fast 140 Einzelhändler haben sich daran beteiligt. Ein Viertel der Händler hält es für sehr wahrscheinlich, dass sie ihr Geschäft aufgeben müssen.

Besonders dramatisch sehe es in der Modebranche aus, so die IHK. Viele Händler äußerten wegen der hohen Infektionszahlen Verständnis für die einschneidenden Maßnahmen. Allerdings kritisieren einige, das Weihnachtsgeschäft hätte vielleicht gerettet werden können: Wenn die Politik früher hart eingegriffen hätte. Und viele bemängeln ein fehlendes Konzept für die Zeit nach dem 10. Januar.

Inzidenzwert im Kreis Olpe bei über 200

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Kreis Olpe auf über 213 gestiegen (18.12.2020). Eine strengere Maskenpflicht oder Ausgangssperren wird es aber erstmal nicht geben, hat der Landrat entschieden. Das wäre laut Landes-Schutzverordnung zwar möglich. Im Kreis gebe es unter anderem aber keine stark frequentierten Bereiche.

Intensivstationen spüren Belastung

Auf den Intensivstationen in Südwestfalen liegen immer mehr Corona-Kranke. Es gibt zwar noch freie Betten, aber besonders im Märkischen Kreis spitzt sich die Lage zu. Dort haben mehr als 25 Prozent aller Intensivpatienten Corona.

Eine Krankenschwester in Schultzkleidung neben dem Bett eines Patienten

Die Märkischen Kliniken sagen, sie seien am Limit, sie müssten jetzt schon Operationen verschieben. Die Intensivstationen seien an der Kapazitätsgrenze angelangt - und das, obwohl die Bettenzahl aufgestockt wurde. Das Hauptproblem: Viele Mitarbeiter sind selbst krank oder in Quarantäne.

Impfungen in Pflegeheimen ab 27. Dezember

Der Kreis Siegen-Wittgenstein will am 27. Dezember mit den Corona-Impfungen beginnen. Erst mal kommen zehn Pflegeheime dran. Sie können schon zwischen den Jahren genug Fachpersonal dafür bereit stellen.

Laut Landrat Andreas Müller wird es etwa drei Wochen dauern, bis die Pflegeheime durchgeimpft sind. "Und dann geht es vorne wieder los. Denn nach drei Wochen muss die zweite Impfung erfolgen."

Finanzschäden für Kreis

Der Hochsauerlandkreis rechnet damit, dass die Pandemie Finanzschäden in Millionenhöhe verursacht. Bei seiner Haushaltsrede sprach Landrat Schneider von knapp vier Millionen in diesem und mehr als einer Million Euro im kommenden Jahr.

Zum einen gehen dem Kreis unter anderem Kita-Beiträge, Einnahmen von Museum und VHS oder Bußgelder verloren. Zum anderen steigen die Sozialkosten wie Kosten der Unterkunft. Die Kreisumlage soll aber nicht erhöht werden.

Warnung vor Corona-Schockanrufen

Die Polizei im Märkischen Kreis warnt vor Corona-Schockanrufen von Betrügern. Ein angeblicher Arzt behauptet, der Sohn der Angerufenen liege mit Corona auf der Intensivstation.

Für lebenswichtige Notfall-Medikamente fordert er eine Sofortzahlung von 41.000 Euro. Außerdem wollte er die Angehörigen sofort unter Quarantäne stellen. Am Mittwochvormittag wurden der Polizei in Menden und Hemer bereits drei solcher Anrufe gemeldet.

Einzelhändler stellen auf Lieferdienste um

Das Bild zeigt Papiertüten mit Lebensmitteln vor einer Tür.

Lieferdienste sind wieder im Kommen

Viele Einzelhändler in Südwestfalen setzen wegen des Lockdowns ab Mittwoch wieder auf die Verkaufs-Konzepte vom Frühjahr: mit Onlineservices und Lieferdiensten. Weil die Zeit für einen Versand mit Paketdiensten vor Weihnachten knapp wird, hoffen viele Einzelhändler auf regionale Kunden. Die Händler könnten sie selbst beliefern, wahlweise könnten sie ihre bestellte Ware in den kommenden Tagen vor dem Geschäft abholen.

Appell: an Silvester nicht böllern

Die Lunte eines Böllers wird mit einem Feuerzeug angezündet

Böllern - möglich, aber nicht erwünscht

Die Stadt Siegen appelliert an alle Bürger, an Silvester möglichst keine Feuerwerkskörper zu zünden. Ein Böllerverbot sei aber rechtlich nicht möglich, so die Verwaltung. Deshalb wurde ein Antrag der Volt-Fraktion am Dienstag im Rat abgelehnt. Volt hatte sich für ein Böllerverbot ausgesprochen.

Die Stadt will in den nächsten Tagen aber Plätze ausweisen, auf denen gemäß der Coronaschutzverordnung kein Feuerwerk stattfinden darf.

Livestreams für Ratssitzungen gefordert

Siegens Bürgermeister Steffen Mues will mit Blick auf die Ratssitzungen in der Corona-Krise einen Appell an die Landesregierung richten. Er fordert, Gesetze so zu ändern, dass Livestreams rechtlich möglich sind - damit sich Kommunalpolitiker durch die Präsenzpflicht nicht in Gefahr begeben müssen.

Wegen der Corona-Krise fallen schon seit Monaten etliche Ausschusssitzungen aus. Zu den Ratssitzungen kommen die Politiker aber immer noch persönlich - auch am Dienstag in Siegen.

Volksbank Bigge-Lenne schränkt Filialbetrieb ein

Volksbank-Logo

Auch die Volksbank fährt runter

Die Volksbank Bigge-Lenne schließt wegen der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen in den Kreisen Olpe und Hochsauerland vorübergehend sieben Filialen. Ab Montag, 21.12., sind in Elspe, Fretter, Meggen, Saalhausen, Siedlinghausen, Wormbach und Welschen-Ennest nur die Selbstbedienungs-Bereiche geöffnet. Die Berater sind aber noch telefonisch und digital zu erreichen.

Geöffnet bleiben die Volksbank-Filialen in Attendorn, Bamenohl, Grevenbrück, Altenhundem, Würdinghausen, Schmallenberg, Bad Fredeburg, Winterberg, Hallenberg und Medebach.

Weitere Impfzentren bereit

Dokumentation über Impfzentren

Bald könnte geimpft werden

Die Corona-Impfzentren in Südwestfalen sind ab Dienstag startklar und warten jetzt nur noch auf den Impfstoff. In Lüdenscheid etwa ist die historische Schützenhalle umgewandelt worden. Dort können bis zu sechs Impfstraßen in Betrieb gehen - in jeder könnten pro Stunde 20 Menschen geimpft werden.

Ausgleich für Gewerbesteuer-Einbruch

Die Finanzhilfe von Bund und Land hilft den Kommunen in Südwestfalen. Mehr als 248 Millionen Euro fließen in die Region, um die Einbrüche bei der Gewerbesteuer im Corona-Jahr ausgleichen zu können.

Nach Angaben des Siegener Kämmerers etwa hatte die Stadt Siegen Anfang des Jahres, noch vor der Corona-Krise, mit 63 Millionen Euro an Gewerbesteuern geplant. Zuletzt lagen diese Erwartungen nur noch bei 50 Millionen Euro. Doch mit den rund neun Millionen Finanzhilfe können die Ausfälle überwiegend kompensiert werden.

Schilder zur Maskenpflicht abgerissen

In der Lüdenscheider Innenstadt haben Unbekannte 40 Schilder abgerissen, die auf die Maskenpflicht hinweisen. Nach Angaben der Stadt ist der Vorfall bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche passiert.

Erst am Donnerstag hatte der zuständige Fachservice tagsüber neue Schilder aufgehängt. Schon zuvor seien immer wieder Schilder in der Fußgängerzone verschwunden. Die Stadt prüft jetzt, ob sie Anzeige gegen Unbekannt erstatten will.

Klinik Solequelle Bad Westernkotten zehn Tage geschlossen

Die Klinik Solequelle Bad Westernkotten ist für zehn Tage geschlossen. Der Grund seien positive Corona-Tests bei mehreren Verwaltungsmitarbeitern und Reha-Patienten. Das teilte der Kreis Soest am Montag mit. Es sei eine geordnete Abreise der Reha-Patienten vereinbart.

93 Infizierte in Seniorenheim in Werl

Das Bild zeigt eine ältere Dame mit Rollator

Corona-Ausbruch in einem Werler Seniorenheim

Im Seniorenheim Haus Amadeus in Werl hat sich das Corona-Virus ausgebreitet. Laut Einrichtungsleiter sind 58 Bewohner und 35 Mitarbeiter infiziert. Bisher sei aber niemand schwer erkrankt, sagte er dem WDR am Montag.

Zehn Bewohner haben demnach leichte Symptome. Einer wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht. Betroffen sind nach Angaben des Einrichtungsleiters Menschen aus allen vier Wohnbereichen und Mitarbeiter aller Abteilungen: zum Beispiel Küche, Reinigung, Haustechnik, Pflege.

Erklären könne er sich den Ausbruch nicht. Alle seien mit FFP2-Masken ausgestattet. Mitarbeiter aus anderen Einrichtungen des Trägers, der Korian-Gruppe, springen jetzt für die infizierten Mitarbeiter ein.

Kommunen bekommen Geld

Die Städte und Gemeinden bei uns bekommen am Montag mehr als 248 Millionen Euro von Bund und Land ausgezahlt. Als Ausgleich für die Verluste bei den Gewerbesteuern durch die Corona-Pandemie. Lüdenscheid bekommt mit mehr als 22 Millionen Euro den größten Anteil. Die Kommunen sind auf den Ausgleich dringend angewiesen. Die Gewerbesteuern sind ihre wichtigste Einnahmequelle. Warstein zum Beispiel erwartet ein Minus von 15 Millonen Euro.

Präsenzpflicht an Schulen fällt weg

BIld von Schule

Auch in Schulen wird heruntergefahren

Seit Montag gilt in den Schulen in NRW keine Präsenzpflicht mehr. Nach Möglichkeit sollen die Eltern ihre Kinder zu Hause lassen. An der Grundschule Lichte Kammer in Iserlohn war am Montagmorgen noch relativ viel los: Fast alle Schüler waren anwesend, der Unterricht fand normal statt.

Der Schulleiter sagte im Gespräch mit dem WDR, dass viele Eltern ihre Kinder in die Schule geschickt haben, weil sie noch keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Außerdem sollen die Kinder noch Unterlagen abholen. Der Schulleiter rechnet aber auch damit, dass es zum Ende der Woche etwas weniger wird.

Behandlungsbedarf ohne Krankenversicherung

In der Malteser-Ambulanz für Menschen ohne Krankenversicherung wurden in diesem Jahr deutlich mehr Patienten behandelt. 54 Erkrankte kamen bisher in das Siegener Pfarrheim St. Marien, um sich kostenlos behandeln zu lassen - rund 20 mehr als im Vorjahr. Das lag vor allem daran, dass die Siegener Ambulanz trotz Corona durchgehend geöffnet hat.

Die Pandemie gefährde erkrankte Menschen ohne Versicherungsschutz zusätzlich, warnt die Koordinatorin der Sprechstunde. Betroffen seien auch Schwangere, Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus oder solche, die wegen Corona nicht zurück in ihre Heimat reisen können.

Erstes Impfzentrum startklar

In Attendorn ist das Corona-Impfzentrum für den Kreis Olpe startklar. 100 Freiwillige des Deutschen Roten Kreuzes haben die Abläufe am Wochenende getestet. Es ist das erste Impfzentrum in Südwestfalen, das ab sofort einsatzbereit ist.

Wenn der Impfstoff da sein sollte, können in der ehemaligen Fabrikhalle rund 500 Menschen pro Tag geimpft werden. Das Impfzentrum ist innerhalb von nur drei Wochen entstanden. Bei Bedarf könnten die Kapazitäten noch aufgestockt werden.

Handel befürchtet Pleitewelle

Blick auf ein geschlossenes Schuhgeschäft in der Fussgängerzone, der Eingang ist mit einem Gitter verriegelt

Ab Mittwoch muss der Handel schließen

Der Handelsverband Südwestfalen befürchtet, dass der verschärfte Lockdown ab Mittwoch schwere Folgen für den Einzelhandel hat. Sprecherin Karina Brühmann hat für die Maßnahmen zwar Verständnis, geht aber davon aus, dass das verpasste Weihnachtsgeschäft viele kleine Läden ruinieren könnte.

Sie befürchtet eine Pleitewelle im Handel: "Denn das, was jetzt im Vorweihnachtsgeschäft üblicherweise an Umsatz gemacht wird, das wird Ende Januar nicht nachgeholt werden können. Das wissen wir, und das ist für die meisten Händler wirklich die wichtigste Zeit des Jahres."

Viele Freiwillige für Impfzentren

Bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westalen-Lippe haben sich mehr als 5.000 Freiwillige gemeldet, die ab Januar beim Impfen gegen Corona helfen wollen. Viele sind pensionierte Ärzte. Zunächst werden Helfer für die mobilen Teams gebraucht, die zum Impfen vor Ort z.B. in Altenheime fahren.

Sternsinger: Briefe statt Haustür-Besuchen?

Wie kann das Sternsingen unter Corona-Bedingungen aussehen? Darüber wird gerade in den Kirchengemeinden in Südwestfalen diskutiert. Abstand halten, klar. Aber soll der Haussegen angeschrieben oder aufgeklebt werden? Der Spruch gesungen oder aufgesagt? Wenn die Lage sich zuspitzt, muss es statt der Haustür-Besuche wohl Spendenbriefe mit Segensaufklebern geben.

Impf-Hotline im HSK

Der Kreis startet ab Dienstag (08.12.2020) eine Hotline, die über die Corona-Impfungen informiert. Telefonisch kann man zum Beispiel erfahren, wer die Imfpungen durchführt und wo sie gemacht werden. Fragen zu konkreten Impfterminen oder medizinische Fragen können die Mitarbeiter an der Hotline allerdings nicht beantworten. Das sei laut Kreis nämlich Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung.

Vier Tote mehr im Kreis Soest

Von Samstag (5.12.) bis Dienstag sind im Kreis Soest weitere vier an Corona erkrankte Menschen gestorben: zwei 78-Jährige aus Bad Sassendorf und Werl, ein 87-Jähriger aus Werl sowie eine 89-Jährige als Welver.

Alle Standorte für Impfzentren stehen

Im Kreis Siegen-Wittgenstein und im Märkischen Kreis stehen die Standorte für die Corona-Impfzentren fest. Damit ist jetzt für jeden der fünf südwestfälischen Kreise entschieden, wo sich die Menschen in Zukunft gegen Corona impfen lassen können.

Der Märkische Kreis ist bislang der einzige in Südwestfalen, der an zwei verschiedenen Standorten Impfzentren einrichten will: in Lüdenscheid und Iserlohn. Das soll lange Anfahrtszeiten vermeiden. Außerdem sei damit für genug Platz gesorgt, teilt der Kreis mit.

In Siegen-Wittgenstein ist die Wahl auf das Gebäude des ehemaligen Baustoffhändlers "Bauking" in Siegen-Eiserfeld gefallen. Das Gebäude sei gut zu erreichen, biete kostenlose Parkplätze und genug Platz.

Mehr Maskenkontrollen am Möhnesee

Am Möhnesee wird an diesem Wochenende verstärkt die Maskenpflicht kontrolliert. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind dann vor allem rund um die Staumauer, den Möhneturm und im Wildpark unterwegs. Dort kam es an den vergangenen Wochenenden laut Ordnungsamt immer wieder zu Verstößen gegen die Maskenpflicht.

Ausflugsorte mit und ohne Maskenkontrolle 02:35 Min. Verfügbar bis 04.12.2021

Neue virensichere Schutztür

Die Hausarztpraxis Junker in Olpe hat eine neue Sicherheitsschleuse eingerichtet - für Coronatests. Durch die mobile Schutztür können Proben ohne direkten Kontakt mit den Patienten genommen werden.

Viele Corona-Fälle in Neunkirchen

Neunkirchen hat nach der Stadt Siegen zurzeit die meisten Corona-Fälle im Kreis Siegen-Wittgenstein. In der 14.000-Einwohner-Gemeinde sind mehr als 190 Menschen infiziert.

Die kommen hauptsächlich aus einem Unternehmen mit fast 70 Infizierten und aus einer Senioreneinrichtung in Salchendorf. 116 Bewohner und Mitarbeiter wurden bisher positiv getestet. Der Kreis betont, dass die Einrichtung sich an die Hygieneregeln gehalten habe.

Corona-Solidaritätsabzeichen aus Lüdenscheid

Die Firma Deumer in Lüdenscheid hat einen Corona-Anstecker in Form einer kleinen versilberten Messingschleife entwickelt. Eigentlich produziert Deumer Ehrenabzeichen für Schützenvereine, die werden aber wegen Corona in diesem Jahr nicht gebraucht.

Mit der Corona-Schleife will Geschäftsführer Friedrich Assmann ein Zeichen für Solidarität und gegenseitige Rücksicht in der Pandemie setzen. 500 Stück pro Tag kann die Firma mit ihren 17 Mitarbeitern schaffen.

Corona-Schleife 02:39 Min. Verfügbar bis 02.12.2021

Verkaufssteigerung von Brot und Brötchen

Die Bäcker in der Region verzeichnen bei ihrer Kundschaft eine verstärkte Nachfrage nach Brot und Brötchen. Seit der Corona-Pandemie werde wieder mehr zu Hause gegessen.

Frühstück und Abendbrot würden wieder höher geschätzt, heißt es zum Beispiel bei der Bäckerinnung Soest-Lippstadt. Daher steigen die Verkaufszahlen, insbesondere bei kleineren Bäckereien in Wohngebieten.

Todesfall nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Werdohler Pflegeheim ist einer der Erkrankten am Montag gestorben. Er sei bereits vor seiner Corona-Erkrankung palliativmedizinisch betreut worden, so die Bereichsleitung.

In dem Pflegeheim sind knapp die Hälfte der 65 Bewohner und 16 Mitarbeiter mit Corona infiziert. Wie es zu dem Ausbruch kam, ist unklar - die Bewohner konnten aber täglich bis zu sechs Stunden das Altenheim verlassen.

Liftbetreiber wehren sich gegen Ski-Verbot

Die Sauerländer Liftbetreiber wollen die Skigebiete in Winterberg und Schmallenberg am 20. Dezember öffnen. Sie haben kein Verständnis für den Vorstoß von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, die Skigebiete bis zum 10. Januar 2021 zu schließen.

Sie haben nach eigenen Angaben fünfstellige Summen für Hygienekonzepte auf den Pisten und in den Ski-Verleihbetrieben investiert. Der Tourismus und vor allem der Wintersport ist in der Höhenregion im Hochsauerland der wichtigste Wirtschaftsfaktor.

Sprunghafter Anstieg der Covid19-Zahlen

Im Kreis Siegen-Wittgenstein sind die Zahlen der Covid-19-Erkrankten am Wochenende um 125 angestiegen. Für Neunkrichen zählte der Kreis ein Plus von 71 Infizierten. Das lag vor allem an Reihentests, die in einem Altenheim und einem Unternehmen in Neunkirchen gemacht wurden.

Das Gesundheitsamt stehe in engem Kontakt zu den Betroffenen, teilte die Kreisverwaltung mit. Südwestfalenweit gehen die Zahlen der Neuinfizierten in den Kreis Soest, Hochsauerland und Olpe zurück, im Märkischen Kreis stagnieren sie.

Gedränge durch viele Schnäppchenjäger

Die Menschen stehen in langen Schlangen vor der City-Galerie in Siegen

Am Black Friday und Samstag gab es Einlass-Stopp in der City Galerie

Vor einigen Einkaufszentren und Geschäften gab es am Freitag und Samstag lange Schlangen, da der Einlass zwischenzeitlich begrenzt wurde. Es war zu voll, zum Beispiel in der City Galerie in Siegen. Wegen des Black Fridays hofften viele Menschen auf Schnäppchen.

Auch in der Bahnhofsstraße in Siegen war es sehr voll. Auf Abstände wurde beim Shoppen und Anstehen weniger geachtet.Trotzdem haben die Händler laut Einzelhandelsverband Südwestfalen ein Drittel weniger Umsatz gemacht als sonst an Black-Friday-Wochenenenden.

Corona im Pflegeheim

In einem Pflegeheim in Werdohl haben sich 31 Bewohner und zwölf Pflegekräfte mit Corona infiziert (Stand 27.11.2020). Sieben Bewohner werden stationär behandelt. Insgesamt leben 65 ältere Menschen in der Einrichtung. Bewohner und Mitarbeiter sind jetzt nach Auskunft des Märkischen Kreises in Quarantäne. Die Versorgung der Bewohner sei sichergestellt, heißt es.

Chöre im Corona-Advent

Die Chöre in Südwestfalen stellen sich darauf ein, dass sie frühestens im kommenden Frühjahr wieder auftreten dürfen. Normalerweise würden sie im Advent ständig auf der Bühne stehen. Doch wegen Corona sind alle Konzerte abgesagt. Auch gemeinsame Proben sind tabu.

Viele Chöre üben online, um wenigstens das Repertoire beizubehalten. Wie zum Beispiel die "happy voices" aus Werl. Alle zwei Wochen treffen sie zur Video-Probe.
Der Arnsberger Chor "pro Vocal" hat weihnachtliche Chormusik zum Anhören ins Internet gestellt, andere posten Videos früherer Auftritte bei Facebook.

Sieben-Tage-Inzidenz in drei Kreisen unter 100

In den Kreisen Soest und Olpe sowie dem Hochsauerlandkreis ist die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 gesunken. Im Kreis Soest liegt sie bei 91,8, im Hochsauerlandkreis bei 85,1 und im Kreis Olpe bei 95,6 (Stand 27.11.2020).

Impfzentren im Hochsauerlandkreis und im Kreis Olpe

Auch für den Hochsauerlandkreis und den Kreis Olpe stehen jetzt die Standorte für Corona-Impfzentren fest. Im Hochsauerland wird die Konzerthalle in Olsberg vorübergehend zum Impfzentrum umfunktioniert. Das hat der Krisenstab des Kreises am Donnerstag entschieden. Auch im Raum Arnsberg soll es eine Impfstelle geben.

Der Kreis Olpe in Attendorn in einer leerstehenden Industriehalle ein Impfzentrum ein. Dort sollen ab 15. Dezember bis zu 13.000 Menschen im Monat geimpft werden können, zunächst vor allem Risikogruppen und Pflegepersonal. Der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Märkische Kreis haben noch keinen Standort bekanntgegeben.

Bereits am Mittwoch hatte der Kreis Soest entschieden, dass dort ein Corona-Impfzentrum in ein Gewerbegebiet in der Nähe des Rettungszentrums der Kreisstadt kommt.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 17.04.2021, 06:37