Was muss ich im Sauerland, in Siegen-Wittgenstein und im Kreis Soest zu Corona wissen?

Virenabbildung und Kartenausschnitt von Südwestfalen

Was muss ich im Sauerland, in Siegen-Wittgenstein und im Kreis Soest zu Corona wissen?

Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Südwestfalen:

  • Viele Ansteckungen im Kreis Olpe durch Skiurlauber
  • Siegen verschärft Corona-Kontrollen
  • Viel Kurzarbeit bei Betrieben
  • Bisher 120 Todesfälle

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus im Hochsauerland, in Siegen-Wittgenstein, in den Kreisen Soest und Olpe, im Märkischen Kreis, in Arnsberg, Lüdenscheid und Iserlohn.

In Südwestfalen gibt es seit Beginn der Corona-Pandemie 2.601 infizierte Personen (Stand 30.06.2020). Aktuell sind in den fünf Kreisen 2.423 Menschen wieder genesen. Die Zahl der Todesopfer, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, liegt in Südwestfalen bei 120.

Entwicklung der Coronafälle in Südwestfalen

Abschlussbericht für Kreis Olpe liegt vor

Corona-Patienten haben sich dreimal so häufig in Skigebieten angesteckt als sonst in NRW. Und das zu einem Zeitpunkt, als diese noch nicht als Risikogebiete galten und noch keine Tests empfohlen waren. Das geht aus dem am Mittwoch (01.07.2020) veröffentlichten Abschlussbericht des NRW-Gesundheitsministeriums hervor, das die hohen Fallzahlen untersucht hatte.

Möglicherweise wurden anfangs im Landkreis Olpe SARS-CoV-19 Fälle verspätet erkannt, so steht es in der Pressemitteilung des Kreises. Nach dem Anstieg der Corona-Zahlen Mitte März (23.03.2020) wurden immer mehr Tests durchgeführt und dadurch gab es auch immer mehr positive Testergebnisse.

Siegen will Corona-Regeln stärker kontrollieren

Blick auf die Oberstadt Siegens

Nach Beschwerden der Anwohner verschärft Siegen die Corona-Kontrollen

Das Ordnungsamt der Stadt Siegen ändert seine Linie in Sachen Corona-Kontrollen. Ab sofort wird wieder stärker kontrolliert, teilte die Stadt am Dienstag (30.06.2020) mit. Eine landesweite WDR-Auswertung hatte ergeben, dass die Stadt Siegen von März bis Mai nur knapp 40 coronabedingte Bußgelder verhängt hatte. In Aachen waren es fast 900. Die Stadt Siegen begründet ihre Entscheidung damit, dass sich Anwohner in der Oberstadt vermehrt über Lärm und Ansammlungen von Menschen beschwert hätten.

Festival "Live am See" in Meschede verschoben

Die Organisatoren des Festivals "Live am See" in Meschede am Hennesee haben sich wegen der Corona-Krise entschieden, alle Konzerte zu verschieben. So ist geplant, das Konzert mit Peter Heppner im November nachzuholen, wenn das die Corona-Lage zulässt oder es dann noch mal ins nächste Jahr zu verschieben. Die anderen Auftritte sollen direkt in den Juli kommenden Jahres verlegt werden. Wer an den Ausweichterminen nicht kann, kann seine Tickets für "Live am See" zurückgeben.

Überdurchschnittlich viel Kurzarbeit

Zwei Kugelschreiber vor einem Papier mit der Aufschrift (Kurzarbeit)

Im März und April haben ungewöhnlich viele Unternehmen in Südwestfalen wegen Corona Kurzarbeit angemeldet. Wissenschaftler der Hans-Böckler-Stiftung fanden heraus, dass in den fünf Kreisen für 40 bis 50 Prozent der Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt wurde. Deutschlandweit waren es nur 31 Prozent.

Die Wissenschaftler der gewerkschaftsnahen Stiftung erklären die Unterschiede damit, dass vor allem Automobilzulieferer und Tourismusbetriebe kurzarbeiten mussten. Davon gibt es viele in Südwestfalen. Außerdem ist die Region geprägt von kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Gerade sie habe der Corona-Lockdown hart getroffen. .

Tests an Hemeraner Schulen negativ

Alle Corona-Tests an zwei Hemeraner Schulen sind negativ. Insgesamt wurden 74 Schüler und Lehrer an der betroffenen Realschule und dem Gymnasium untersucht, weil zwei Schüler zuvor positiv getestet worden waren. Schüler und Lehrer konnten bereits am Freitag (19.06.2020) aus der Quarantäne entlassen werden.

Ferienspiele trotz Corona

Durch die Corona-Lockerungen können in diesem Jahr doch noch Ferienspiele stattfinden. Viele Städte und Gemeinden haben spezielle Angebote entwickelt, bei denen die Corona-Regeln eingehalten werden können. Die Angebote finden meist draußen statt, zum Beispiel in Siegen mit Fahrradtouren, Spielen im Wald oder einer Schnitzeljagd.

Einige Städte teilen die Gruppen auch auf: In Arnsberg wird statt einer zentralen "Kinderstadt" das Ferienprogramm auf vier Standorte verteilt. Für Aktivitäten, die unbedingt drinnen stattfinden müssen, haben die Organisatoren extra große Räume gewählt, in denen der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann - wie zum Beispiel bei den MINT-Kursen des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Entwarnung bei Metten und Fleischmarkt Olpe

Betriebsreportage bei Metten

Entwarnung nach den Corona-Tests bei Beschäftigten in der Fleisch-Industrie: Sowohl bei der Firma Metten als auch beim Fleischmarkt Olpe wurden keine Mitarbeiter positiv getestet. Auf Anordnung der Landesregierung waren nach den vielen Corona-Fällen bei Tönnies auch andere Fleisch-verarbeitende Betriebe in den Fokus gerückt. Jetzt sind die Ergebnisse der rund 500 Proben da: Kein einziger Corona-Verdacht, berichtet das Gesundheitsamt des Kreises Olpe.

Kita in Lippstadt wegen Corona-Fall geschlossen

Der Kreis Soest hat eine Kita im Lippstädter Stadtteil Bad Waldliesborn geschlossen. Eine Mitarbeiterin ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. 18 Mitarbeiter und 70 Kinder müssen in Quarantäne. Sie sollen am Mittwoch (01.07.2020) getestet werden.

Siegener Rat entscheidet: Mehr Platz für Aussengastronomie

Siegener Gastronomen dürfen sich über eine Entscheidung aus dem Rat freuen: Die Stadt will zusätzliche Außenflächen genehmigen. Das haben die Politiker am Mittwochabend (24.06.2020) beschlossen. Damit will die Stadt Siegen Cafés und Restaurants unterstützen, die von Corona-Beschränkungen und Auflagen besonders betroffen sind. Etliche Anträge für die Erweiterung der Außengastronomie liegen der Verwaltung schon vor. Sie werden derzeit bearbeitet. Mehr Stühle und Tische dürfen aufgestellt werden, wenn nicht zum Beispiel Rettungswege behindert werden.

Siegerländer Firmenlauf in diesem Jahr virtuell

Das größte Breitensportereignis in der Region, der Siegerländer Firmenlauf, fällt nicht aus. Er findet aber anders statt. Am Abend (23.06.2020) ist dafür der Startschuss in Siegen gefallen. Bei dem Laufevent gehen diesmal nicht tausende Läufer gleichzeitig ins Rennen. Jede Gruppe soll stattdessen in Eigenregie 5,5 Kilometer laufen. Zeit ist dafür bis zum 10. Juli. Für den virtuellen Firmenlauf haben sich etwa 5.000 Läufer angemeldet.

Kein Lockdown für den Kreis Soest

Trotz der Quarantäne von etwa 500 Tönnies-Mitarbeitern und deren Angehörigen in der Region, wird es für den Kreis Soest keine Aufhebung der Lockerungen geben. Anders hat die NRW-Landesregierung für die Nachbarkreise Gütersloh und Warendorf entschieden, die jetzt wieder runtergefahren werden müssen,

Tönnies-Mitarbeiter und Angehörige aus dem Kreis Soest in Quarantäne

Der Corona-Ausbruch bei Tönnies-Mitarbeitern hat Auswirkungen nach Südwestfalen: 177 Mitarbeiter von Tönnies wohnen nach jüngsten Zahlen im Kreis Soest. Sie sind seit dem Wochenende (20./21.06.2020) in Quarantäne. Dazu kommen nach Einschätzung des Soester Gesundheitsamtes noch rund 300 Personen, die in häuslicher Gemeinschaft mit den Tönnies-Mitarbeitern leben – und jetzt auch in Quarantäne sind.

Bei der Wurstfabrik Metten in Finnentrop werden derzeit alle 400 Mitarbeiter auf Corona getestet. Diese Reihentestung bei Metten ist nach Angaben der Behörden eine Vorsichtsmaßnahme.

Allerheiligenkirmes abgesagt

Altstadt mit Kirmes in Soest

Die Allerheiligenkirmes in Soest fällt in diesem Jahr aus. Das hat die Stadt Soest am Donnerstag (18.06.2020) bekannt gegeben. Die Stadt erklärt die Entscheidung mit der Verlängerung des Verbots für Großveranstaltungen bis Ende Oktober. Das sei bitter, vor allem für Schausteller und Gastronomen, aber am Ende habe der Gesundheitsschutz Priorität, so Bürgermeister Ruthemeyer.

DRK: Blutspenden benötigt

Das Deutsche Rote Kreuz bittet aktuell vermehrt um Blutspenden. Das liegt daran, dass die Krankenhäuser jetzt in der zu Beginn der Corona-Krise ausgefallene Operationen nachholen und mehr Blut benötigen.

Kreis Olpe: 14 Infektionen nach Familienfeier

Im Kreis Olpe haben sich drei weitere Infektionen ergeben. Die Infizierten stehen im Zusammenhang mit der Familenfeier, bei der sich bereits zehn Menschen infiziert hatten. Für alle wurde Quarantäne angeordnet.

Zwei betroffene Kinder gehen zur Grundschule in Finnentrop-Bamenohl. Deswegen sind inzwischen 18 SchülerInnen und zwei Lehrerinnen der Schule in Quarantäne. Im Kreis Olpe gelten aktuell 15 Menschen als infiziert.

AStA kritisiert Studierendenhilfe

Studierendenvertreter in Siegen kritisieren die Höhe der Überbrückungshilfe. Wer durch die Corona-Krise in Not geraten ist, kann seit heute einen monatlichen Zuschuss von bis zu 500 Euro beantragen. Die Studierenden müssen das Hilfsgeld nicht zurückzahlen.

Till Eschweiler vom AStA der Uni Siegen begrüßt, dass es Hilfen für Studierende gibt. Viele seien betroffen, weil ihre Jobs weggefallen sind. Allerdings sei die Hilfe "maßlos zu wenig.", so Eschweiler.

Neuer Corona-Fall in Siegen-Wittgenstein

Im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es wieder einen Corona-Kranken - ein Student, der aus einem Land außerhalb der EU zurück kam, ist erkrankt. Zuvor war der Krei szumindest einige Tage coronafrei. Landrat Andreas Müller sagte, es sei zu früh, um Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln oder Maskenpflicht aufzuheben, denn das Virus sei nicht verschwunden.

Grundschulen erproben Normalbetrieb

Alle Grundschüler in Südwestfalen sind am Montagmorgen (15.06.2020) wieder in einen normalen Unterrichtsalltag gestartet. Doch es gelten weiter strenge Regeln: Einzelne Gruppen dürfen sich nicht miteinander vermischen, die Kinder gehen versetzt in die Pause.

Einige Schulleiter kritisieren, die Grundschulen dienten als "Versuchslabor", in dem getestet werde, ob die Schulen generell nach den Sommerferien wieder öffnen könnten. Andere betonen, für das soziale Miteinander der Kinder sei es gut, wieder in einen geregelten Schulalltag zu starten - wenn auch nur für zwei Wochen.

Massentest in Wimbern: Erste Ergebnisse

Zentrale Unterbringungseinrichtung in Wickede-Wimbern

Zentrale Unterbringungseinrichtung in Wickede-Wimbern

Die ersten Ergebnisse eines Corona-Massentests in Wickede-Wimbern liegen vor: Nach Mitteilung des Kreises von Samstag (13.06.2020) gibt es fünf neue Corona-Fälle. In der Zentralen Flüchtlingsunterkunft waren am Freitag (12.06.2020) alle 350 Bewohner und Mitarbeiter auf Corona getestet worden. Anlass war eine bestätigte Corona-Infektion bei einer Bewohnerin.

Dass den Test alle Bewohner und Mitarbeiter machen müssen, begründet der Kreis Soest damit, dass in der Einrichtung besonders schutzbedürftige Menschen leben, viele mit Krankheiten. Die Bewohner sind in Quarantäne.

Die Mitarbeiter arbeiten ganz normal, müssen aber nach dem Dienst zuhause in Quarantäne bleiben, bis die Testergebnisse vorliegen.

Von Soest mit dem Zug zu den Inseln

Der Soester Bahnhof

In Soest einsteigen, an der Nordsee ankommen

Mit dem ICE direkt an die Nordsee: Das ist ab Juli von Soest aus möglich. Wie der WDR am Freitag (12.06.2020) berichtet, setzt die Deutsche Bahn erstmals einen Express-Zug von München nach Norddeich Mole ein - mit Halt in Soest. Die Verbindung soll in Corona-Zeiten helfen, in Deutschland einen "schönen Sommer zu verbringen." Tickets gibt es ab Sonntag (14.06.2020).

Kindertagesstätten öffnen wieder

Spielzeug liegt in einem Sandkasten in einer Kindertagesstätte. [Symbolfoto]

Ab Montag (08.06.2020) machen die meisten Kitas in Südwestfalen wieder für alle Kinder auf. Das gilt für viele Kindergärten in Olpe und im Hochsauerland. In Iserlohn öffnen laut Jugendamt alle städtischen und privaten Tagesstätten und Kindergärten, ebenso in Siegen. Der Betrieb bleibt aber eingeschränkt: Die Kinder dürfen 10 Stunden weniger als sonst in die Betreuung und die Gruppen werden streng getrennt. Ähnliche Regelungen gelten bei Tageseltern.

Keine Besucher in MK-Krankenhäusern

Bis Mitte Juni dürfen Patienten in den Krankenhäusern des Märkischen Kreises nicht besucht werden. Grund ist die hohe Infektionsgefahr durch das Coronavirus. Danach soll das Besuchsverbot eventuell aufgehoben werden. Darauf haben sich die Kliniken und das Kreisgesundheitsamt verständigt. Im Klinikum der Stadt Soest war zuletzt ein Lockerungsversuch nach nur einem Tag gescheitert.

"Festival der Abstände" in Siegen

Navid Kermani im großen Saal des Apollo-Theaters mit vielen leeren Plätzen.

Navid Kermani eröffnete das Festival der Abstände

Das Apollo-Theater hat am Donnerstagabend (04.06.2020) wiedereröffnet. 43 Besucher kamen zum Start des "Festivals der Abstände", rund 100 hätten es laut Coronaverordnung sein dürfen. Den Anfang machte der in Siegen geborene Schriftsteller und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Navid Kermani mit einer Lesung in dem Saal, in den sonst 500 Menschen passen. Das Festival geht bis zum 11. Juli

Doch keine Klinik-Besucher in Soest

Das Klinikum Stadt Soest hat die Erlaubnis für Patientenbesuche nach nur einem Tag wieder zurückgenommen. Viele Besucher hielten sich nicht an die Corona-Verhaltensregeln, sagte ein Sprecher. Sie trugen keinen Mund-Nasen-Schutz, hielten die Abstände nicht ein oder überzogen die Besuchszeit von 30 Minuten deutlich. Das Soester Klinikum hatte seit Mitte März Patientenbesuche wegen der Corona-Pandemie untersagt.

Erneutes Besuchsverbot im Klinikum Soest 01:19 Min. Verfügbar bis 04.06.2021

Kreise fahren Krisenmodus herunter

Weil immer weniger Corona-Infizierte gemeldet werden, fahren die Kreise nach und nach den Krisenmodus herunter. Die Krisenstäbe treffen sich derzeit noch höchstens einmal pro Woche, bleiben aber in Alarmbereitschaft. Zwischenzeitlich hatten die Krisenstäbe täglich getagt. Inzwischen gibt es aber nicht mehr so viel über die aktuelle Corona-Lage zu besprechen.

Im Märkischen Kreis zum Beispiel fährt die Verwaltung Bereitschaften und Rufdienste zurück und baut Testzentren ab. Im Kreis Olpe überlegt sie, wie sie zum Normalbetrieb zurückkehren kann. Davon sieht sich der Kreis Siegen-Wittgenstein weit entfernt. Noch immer arbeiten im Gesundheitsamt 70 Mitarbeiter aus anderen Abteilungen. Sollte es zu einer zweiten Infektionswelle kommen, können alle Kreise sofort in den Krisenmodus zurückkehren.

Iserlohn erlaubt Wirten mehr Fläche für Außengastronomie

Viele Restaurants haben Probleme, bei Einhaltung aller Corona-Regeln wirtschaftlich zu arbeiten. Die Stadt Iserlohn bietet Hilfe: Den Betreibern von Außengastronomien wird die Möglichkeit eingeräumt, über die genehmigten Flächen hinaus Gastplätze auf Außenterrassen anzubieten. Hierüber ist das Ordnungsamt per E-Mail zu informieren. Darüber hinaus wird eine vorübergehende Gestattung für den Alkoholausschank auf dieser Fläche erteilt.

Gäste digital registrieren

Ein Start-Up- Unternehmen aus Soest hat ein Programm entwickelt, mit dem Gastronomen ihre Gäste digital registrieren können. Es funktioniert per QR-Code über Smartphones. Die Daten werden anonym übertragen und nach vier Wochen gelöscht. Für die Gäste ist das kostenlos.

Sorge um Azubis

Da viele Betriebe der Metall- und Elektroindustrie in Kurzarbeit sind, schlössen sie nur zögerlich Ausbildungsverträge für 2021 ab, so der Märkische Arbeitgeberverband. Besonders für die Automobilzulieferer sei es schwierig, die kommenden Monate zu planen.

Auch für die Lehrlinge, die in diesem Sommer ihre Abschlussprüfungen machen, seien die Perspektiven nicht gut, sagt Vorsitzender Horst-Werner Maier-Hunke. Ihnen ist zwar eine Übernahme im Ausbildungsbetrieb garantiert. Allerdings sei es unsinnig, nach der Lehre direkt in Kurzarbeit geschickt zu werden.

Maier-Hunke schlägt vor, dass die jungen Menschen Vollzeit weiter beschäftigt werden, allerdings nur für ein halbes Jahr. So hätten sie die Chance, einen anderen Arbeitsplatz zu finden.

Badebuchten am Hennesee wieder geöffnet

Hennetalsperre, Boot, See, Herbstwald

Der Hennesee bei Meschede.

In Berghausen und Mielinghausen ist das Baden wieder möglich, teilt die stadteigene Hennesee GmbH mit. Allerdings gelten auch dort die Corona-Regeln: Also zum Beispiel dürfen nur Angehörige aus zwei Haushalten gemeinsam auf der Wiese liegen. Bei allen anderen gilt 1,50 Meter Mindestabstand.

Weniger Spenden für caritative Einrichtungen

Kinderhospiz Balthasar in Olpe

Kinderhospiz Balthasar in Olpe

Dem Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe fehlen wegen der Corona-Pandemie Spendengelder. In der letzten Zeit seien rund 20 Prozent weniger Spenden eingegangen, so der Leiter. Wegen Corona sind Veranstaltungen ausgefallen. Auch Spendenaktionen, wie ein Sponsorenlauf an der Schule. Die Daueraufträge sind ebenfalls zurückgegangen. Hospizleiter Rüdiger Barth sorgt sich, ob er seine Mitarbeiter langfristig weiter beschäftigen kann. Immerhin finanziert sich das Kinderhospiz zu 50 Prozent aus Spenden.

Corona-Erinnerungsstücke für Südsauerlandmuseum

Zeitkapseln in der Corona-Krise

Museale Vorbereitung auf die Zeit nach Corona

Das Südsauerlandmuseum in Attendorn sammelt Gegenstände, die an die Corona-Krise erinnern sollen. Ab sofort können diese Erinnerungsstücke abgegeben werden. Museumsleiterin Monika Löcken hofft, dass nicht nur Toilettenpapier oder Mundschutz abgeben werden, sondern unterschiedliche Gegenstände, die die Menschen in der Zeit begleitet haben.

Wichtig: Sie müssen sich in geschlossenen Kisten befinden. Das Südsauerlandmuseum möchte die Zeitkapseln erst zum 800. Jubiläum der Stadt öffnen.

Aktuelles aus der Lokalzeit auf YouTube

Ein Mauszeiger klickt auf das Logo von YouTube.

Die Lokalzeit gibt es jetzt auch auf YouTube. Im Kanal der Lokalzeit geht es immer um regionale Informationen, um Geschichten rund um die Corona-Krise und darum, wie die Menschen im Land sie aktuell persönlich erleben. Dazu gibt es Videos aus allen elf WDR Landesstudios - teilweise schon vor der Ausstrahlung im Fernsehen.

Viele private Initiativen und zum Teil auch die Städte und Gemeinden bieten Corona-Hilfe an, zum Beispiel beim Einkauf.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 01.07.2020, 10:50