Was muss ich im Sauerland, in Siegen-Wittgenstein und im Kreis Soest zu Corona wissen?

Virenabbildung und Kartenausschnitt von Südwestfalen

Was muss ich im Sauerland, in Siegen-Wittgenstein und im Kreis Soest zu Corona wissen?

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus im Hochsauerland, in Siegen-Wittgenstein, in den Kreisen Soest und Olpe und im Märkischen Kreis.

In Südwestfalen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 28.731 infizierte Personen registriert (Stand 27.01.2021). Aktuell gelten in den fünf Kreisen 3.873 Menschen als infiziert, 24.858 Menschen sind wieder genesen.

Die Zahl der Todesopfer, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Südwestfalen bei 617.

Bundeswehr hilft in Seniorenheimen

Ein Mensch hält ein Wattestäbchen für einen Coronatest in der Hand

Soldaten sollen bei Schnelltests helfen.

20 Männer und Frauen hat das Soester Gesundheitsamt für den Einsatz geschult. Sie sollen bei Schnelltests helfen und so die Pflegekräfte entlasten. Die Soldatinnen und Soldaten sind aus Wilhelmshaven angereist und wohnen in der Jugendherberge am Möhnesee.

14 Pflegeheime hatten Unterstützung beim Gesundheitsamt angefordert. Gestern schulten Fachkräfte die Soldaten, um fachgerecht Rachenabstriche durch Mund und Nase zu nehmen. Das werden sie jetzt bei Besuchern und Mitarbeitern in Senioreneinrichtungen übernehmen, erstmal bis Mitte Februar.

Pandemie Risiko für Suchtkranke

Die Corona-Pandemie bringt für viele Ex-Alkoholkranke das Risiko, wieder rückfällig zu werden. Das stellen Fachleute von Beratungsstellen und der LWL-Suchtklinik in Warstein fest. Die Alkohlkranken leiden extem unter Einsamkeit, Jobunsicherheit, fehlenden Kultur- und Sportangeboten. Auch darunter, dass Treffen von Selbsthilfegruppen nicht stattfinden.

In der Corona-Krise sei die Suchtgefahr bei vielen labilen Menschen gestiegen. Wer allerdings viele Beschäftigungsmöglichkeiten hat, oft an die frische Luft geht und neue, auch digitale Kommunikationswege nutzt, könne gut durch die Krise kommen, so der Chefarzt der Warsteiner Klinik.

Impfungen für todkranke junge Erwachsene

Der Deutsche Kinderhospizverein in Olpe fordert, dass sich auch todkranke junge Erwachsene schon jetzt gegen Corona impfen lassen können. Viele hätten aufgrund von Vorerkrankungen ein geschwächtes Immunsystem. Eine Infektion könnte tödlich enden, schreibt der Verein in einer Stellungnahme an Bundesregierung und Robert Koch-Institut.

Der Verein fordert auch, dass sich zusätzlich Familien und Betreuer von betroffenen Kindern schneller impfen lassen dürfen. Denn viele hätten aus Angst, ihr Kind anzustecken, den Kontakt auf ein Mindestmaß zurückgefahren.

Überlastung bei Impfterminvergabe

 Eine Spritze wird vor den Schriftzug «Impfung» gehalten

In NRW gibt es fast eine Million Impfberechtigte über 80.

Telefonhotline und Internetseite waren zum Start der Impfterminvergabe stundenlang überlastet. Viele der Impfberechtigten ab 80 Jahren bekamen erstmal keinen Termin. Es wurden Impftermine an über 80-Jährige in Südwestfalen vergeben. Eine genaue Zahl nannte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe allerdings nicht.

Die KV hat die Betroffenen um Geduld gebeten. Jeder Impfwillige werde drankommen. Allerdings kann es bis in den April dauern bis alle über 80-Jährigen zum ersten Mal geimpft sind.

Notfallseelsorge gestoppt

Hilfe nach dem schrecklichen Ereignis

Hilfe nach dem schrecklichen Ereignis

Der Evangelische Kirchenkreis hat seine Notfallseelsorge im Bereich Soest und Lippstadt bis mindestens Mitte Februar eingestellt. Die 30 überwiegend älteren ehrenamtlichen Notfallseelsorger hätten ein hohes Infektions-Risiko, weil sie in ihrem Dienst nicht ausreichend Abstand halten könnten. "Diese Einschränkung ist sehr gravierend", sagt Superintendent Manuel Schillin, "aber gehört eben zu den Folgen von Corona."

Der Kirchenkreis hofft, dass sich das schnellstmöglich ändert. Das hängt auch vom Verlauf der Covid-Pandemie ab. Wenn möglich, sollen vorübergehend die Gemeindepfarrer die Notfallseelsorge zusätzlich übernehmen.  

Viele schwere Corona-Verläufe in Kliniken

Die Zahl der Menschen, die schwer an Corona erkranken, hat in Südwestfalen einen Höhepunkt erreicht. Davon gehen Klinikleitungen aus. Zugleich ist die Versorgung der Patienten schwieriger geworden, weil Ärzte und Pfleger in Quarantäne sind.

Die Notaufnahme der Märkischen Kliniken Lüdenscheid von außen.

Die Notaufnahme der Märkischen Kliniken

In den Kliniken liegen zurzeit (Freitag, 22.01.2021) 300 Patienten, die schwer an Covid-19 erkrankt sind. Fast die Hälfte von ihnen werden im Märkischen Kreis versorgt. Andererseits fehlen in den Märkischen Kliniken 84 Mitarbeiter, weil sie selbst wegen Corona in Quarantäne sind.

Da die Zahl der Infektionen derzeit zurückgeht, hoffen viele Klinikleitungen aber, dass der Gipfel überschritten ist. Das Klinikum Hochsauerland erwartet, dass die vorübergehend eingerichtete zweite Corona-Station bald schon wieder geschlossen werden kann.

Trotz Corona: Lüdenscheid will Stadt beleben

Ein Straßenzug in der Lüdenscheider Innenstadt mit Gebäuden

Geld für die Lüdenscheider City

Die Stadt Lüdenscheid will in der Corona-Krise versuchen, die Innenstadt wiederzubeleben. Das Landesheimatministerium unterstützt das mit mehr als 370.000 Euro.

Damit soll zum Beispiel Existenzgründern geholfen werden, leerstehende Ladenlokale zu einem vergünstigten Zinssatz anzumieten. So könnten Pop-Up-Stores, Unverpackt-Läden, kleine Ateliers oder Boutiquen öffnen.

Skigebiete hoffen auf Entschädigungen

Eine mobile Anzeige weist auf das Betretungsverbot auf Ski- und Rodelpisten in Winterberg hin.

Pisten und Hänge in Winterberg sind gesperrt

Das Land NRW will sich für eine bessere Entschädigung der Skigebiete einsetzen, die wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Diese Zusage hat Winterbergs Bürgermeister Beckmann nach einem Gespräch im Wirtschaftsministerium erhalten.

Ziel ist eine Ausnahmeregelung für die 35 Skigebiete im Sauerland und Siegerland. Die Liftbetreiber fordern, die Einnahmen der vergangenen drei Winter zu berücksichtigen.

IHK Siegen: Homeoffice nur selten möglich

Eine junge Frau, die im Homeoffice arbeitet, nimmt in ihrem Wohnzimmer an einer Telefonkonferenz teil.

Homeoffice geht nicht überall

Arbeiten im Homeoffice kommt für viele Unternehmen in Südwestfalen nur sehr eingeschränkt in Frage. Darauf weist die Siegener Industrie- und Handelskammer in der aktuellen Diskussion hin.

Demnach bietet sich das Arbeiten von Zuhause für zwei Drittel der Firmen in der Region nicht an. Dabei handelt es sich in aller Regel um Industrieunternehmen mit schweren Maschinen und großen Anlagen.

Test von Lungenfacharzt: OP-Masken ungeeignet

Der Lungenfacharzt Dominic Dellweg aus Schmallenberg-Grafschaft findet es gut, dass in Geschäften und Bussen künftig vor allem FFP2-Masken getragen werden sollen. Sie schützten effektiv. Dellweg hat für eine Studie verschiedene Maskenarten getestet.

OP-Maske

Schlechte Passform: Lungenfacharzt rät von OP-Masken ab

Bei den hellblauen OP-Masken hat er erhebliche Bedenken. Sie hielten Viren beim Einatmen nicht genug ab: "Das ist wirklich die einzige Katastrophe. Wenn ich diese Maske aufsetze, sehen Sie, dass ich die vorformen muss, weil die erstmal nur zweidimensional ist. Und sie hat an der Seite eine erheblich schlechtere Passform. Das ist vollkommen kontraproduktiv."

Krankenhausmitarbeiter empört über Impfstopp

Covid-19-Impfstoff

Die Impfung der Krankenhaus-Mitarbeiter ist vorerst gestoppt

Die Mitarbeiter des Klinikums Hochsauerland sind empört über den vom Land verhängten Impfstopp. Die erste Spritze hatten vor dem Impfstopp gerade einmal 760 von 1.700 Mitarbeitern bekommen, sagt der ärztliche Leiter in Arnsberg, Norbert Peters: "Das hat natürlich zu einer großen Verunsicherung geführt unter den Mitarbeitern."

In dem Krankenhaus der Akutversorgung stünden die Mitarbeiter an der Front, so Peters: "Wir bekommen ständig Notfälle, schwerst kranke Menschen eingeliefert, haben einen Kreißsaal mit sehr hoher Geburtenzahl und sind da wirklich ständig einem Risiko ausgesetzt. Die Mitarbeiter sind jetzt tief enttäuscht."

Corona-Fallzahlen rückläufig

Die Corona-Fallzahlen in Südwestfalen gehen zurück. Verglichen mit dem Tag vor Heiligabend ist die 7-Tage-Inzidenz deutlich gesunken. Der Vergleich ist wichtig, weil über die Feiertage kaum bis gar nicht getestet wurde. Dadurch waren die Statistiken seitdem praktisch unbrauchbar.

Erst jetzt sind die meisten Fälle nachgemeldet, und die Zahlen sind - bei aller Vorsicht - wieder vergleichbar. Im Märkischen Kreis zum Beispiel war die 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Gesundheitsamtes vor Weihnachten mit fast 225 am höchsten. Am Mittwoch (20.01.2021) sind es 133. Auf ganz Südwestfalen hochgerechnet ist der Wert von 166 auf 114 gesunken.

Brauereien verkaufen weniger Bier

Ein Wirt mit Maske zapft in einer Kneipe Bier in ein Glas.

Der Bierabsatz ging zurück - auch, weil die Kneipen schließen mussten

Krombacher und Veltins haben im vergangenen Jahr weniger Bier verkauft - aber sie haben das Jahr besser überstanden als die meisten anderen deutschen Brauereien.

Es wurde zwar kaum Fassbier verkauft. Veltins und Krombacher konnten das mit teilweise deutlich mehr Flaschenbier-Verkauf wettmachen. Sie schrieben vier bis fünf Prozent Minus.

Bei der Warsteiner Brauerei dagegen sank der Absatz um mehr als 16 Prozent. Grund war hier vor allem der Einbruch beim Export.

Online-Kneipenabend in Olpe

In Olpe kann man sich am Dienstag (19.01.2021) zu einem virtuellen Kneipenabend treffen. So sollen sich trotz Corona neue Menschen kennenlernen. Initiiert hat das der Verein "Willkommen in Olpe". Gerade der Kontakt zu anderen und das gemeinsame Lachen sei in diesen Tagen wichtiger denn je, so der Verein. Der Online-Kneipenabend startet 18 Uhr. Die Zugangsdaten stehen auf der Internetseite "willkommeninolpe.de".

Lüdenscheid verbietet Gäste bei Trauungen

Ein Mann steckt einer Frau einen Ehering auf den Finger.

Keine Gäste mehr erlaubt im Standesamt Lüdenscheid

Bei Trauungen im Standesamt der Stadt Lüdenscheid dürfen ab sofort (Dienstag, 19.01.2021) nur noch drei Personen anwesend sein: das Brautpaar und die Standesbeamtin. Damit reagiert die Stadt Lüdenscheid auf die nach wie vor hohen Corona-Zahlen und die zu erwartende Verlängerung und Verschärfung der Einschränkungen durch die Länder. Wer bei der Trauung nicht auf Gäste verzichten möchte, kann einen neuen Termin vereinbaren.

Besuchsverbot in Siegener Kreisklinikum

Kreisklinikum Siegen

Das Kreisklinikum Siegen

Im Kreisklinikum gilt ab Dienstag ein Besuchsverbot mit wenigen Ausnahmen. Außerdem werden keine neuen Patienten aufgenommen. Der Grund: Auf einer Station haben sich mehrere Mitarbeiter und Patienten mit dem Coronavirus infiziert.

Nur Intensiv- und Palliativ-Patienten dürfen im Kreisklinikum Siegen Besuch bekommen - falls der behandelnde Arzt einverstanden ist. Verschiebbare OPs sind vorerst abgesagt, in den nächsten Tagen soll die komplette Belegschaft getestet werden.

Ähnliche Besuchsverbote sind auch im Martinus-Hospital Olpe und dem St. Josef Hospital Lennestadt geregelt. Hier gilt schon seit Anfang November ein Besuchsverbot. Aber werdende Väter mit aktuellem Corona-Test dürfen in den Kreißsaal. Und Patienten, die länger als fünf Tage im Krankenhaus sind, dürfen einmal täglich Besuch bekommen - wenn der Arzt zustimmt.

Corona-Software nirgendwo im Einsatz

Keiner der fünf Kreise in Südwestfalen arbeitet bisher mit der Anti-Corona-Software "Sormas". Sie soll die Nachverfolgung der Infektionsketten auch über die Kreisgrenzen hinaus erleichtern. Die Landesregierung hatte die Kommunen aufgefordert, das Programm schnellstens einzuführen.

Für die Nachverfolgung benutzen die Kreise bislang andere Programme. Sie beklagen Kinderkrankheiten von Sormas: Vor allem an den Schnittstellen habe es bislang bei der Datenübertragung geholpert, heißt es aus dem Kreishaus in Meschede. Dennoch erwägen vier der fünf Kreise, demnächst auf Sormas umzustellen.

Kreise wollen zweite Impfstelle

Der Märkische Kreis und die Kreise Siegen-Wittgenstein und Hochsauerland wollen jeweils eine zweite Impfstelle in ihrem Kreisgebiet. Bislang sieht das Land NRW nur ein Impfzentrum pro Landkreis vor. Das sei für Menschen in Flächenkreisen mit langen Anfahrtszeiten aber unzumutbar.

Der Märkische Kreis hat sogar schon einen Pachtvertrag für eine zweite Impfstelle geschlossen. Sie soll in Iserlohn in dem Gebäude einer insolventen Firma entstehen. Jetzt liegt der Ball in Düsseldorf. Bleibt die Landesregierung bei ihrer bisherigen Linie, springen die Kreise eventuell selbst ein.

Kaum Buchungen für Sommerurlaub

Das Bild zeigt: Einen Strand auf den Seychellen.

Sommerstrände sind aktuell nicht gefragt

Viele Südwestfalen sind noch zurückhaltend bei der Buchung des Sommerurlaubs. Sie warten ab, stellen Reisebüros fest. Viele Familien buchen eher für die Herbstferien als für die Sommerferien.

Nach Einschätzung von Reisebürobesitzern vertrauen sie noch nicht ganz darauf, dass im Sommer das Reisen wieder ohne Einschränkungen möglich sein wird. Die Angebote der Veranstalter, dass die Kunden kurzfristig stornieren können, wirken nur bedingt.

Josefsheim Bigge: 35 Menschen infiziert

Hände in Laborhandschuhen halten eine Probe. Auf einem Aufkleber ist das Häkchen "Positiv" markiert.

35 Bewohner und Mitarbeiter des Josefsheims sind infiziert

Im Josefsheim in Olsberg-Bigge sind inzwischen (Montag, 18.01.2021) 35 Menschen mit Behinderung und Mitarbeiter mit Covid-19 infiziert. Fünf von ihnen werden stationär in Krankenhäusern behandelt.

Das Gesundheitsamt hat für zwei Wohnhäuser und einen separaten Wohnbereich auf dem Campus Quarantäne verordnet. Im Berufsbildungswerk sind zudem die Bereiche Josefs-Druckerei, -Gärtnerei und -Orthopädie diese Woche nur telefonisch erreichbar.

Startschuss für Impfungen in Kliniken

In den Krankenhäusern werden ab Montag die Beschäftigten gegen das Coronavirus geimpft. Zuerst sind die Pflegekräfte und Mediziner an der Reihe, die unmittelbar mit Corona-Patienten zu tun haben.

Ampullen zur Impfung gegen das Coronavirus

In den Kliniken laufen die Impfungen jetzt an

Das Siegener Marienkrankenhaus hat eine eigene Impfstraße aufgebaut und verteilt die ganze Woche über 70 Dosen pro Tag. Andere Häuser schicken ihr Personal ins Impfzentrum des Kreises. Dort kommt es zu einer Art Probelauf für den großen Dauerbetrieb: 500 Spritzen sollen am Dienstag gesetzt werden.

Auch in anderen Kreisen wird in dieser Woche Krankenhauspersonal geimpft: So versorgt das Klinikum Hochsauerland seine Mitarbeiter in Arnsberg-Hüsten, in Soest beginnt die Impfaktion am Dienstag.

Verstöße nach Gottesdienst in Kierspe?

Die Stadt Kierspe prüft mögliche Verstöße einer Baptisten-Gemeinde gegen die Corona-Schutzbestimmungen. Mehrere Anwohner hätten sich darüber beschwert, dass Maskenpflicht und Mindestabstand nach Verlassen eines Gottesdienstes nicht eingehalten worden seien, sagte Bürgermeister Olaf Stelse.

Die Gemeinde betont, sie halte die Corona-Regeln während der Gottesdienste streng ein. Ob die Regeln auch nach dem Gottesdienst eingehalten würden, könne er nicht hundertprozentig garantieren, so der Verantwortliche der Gemeinde, Johann Anders.

Das Ordnungsamt will am kommenden Sonntag das Geschehen auf den Parkplätzen am Gotteshaus kontrollieren.

Erneut kaum Andrang von Schneetouristen

Schneetouristen beim Rodeln

Es wurde gerodelt - aber nicht oft

Trotz Neuschnees hat sich der Andrang von Schneetouristen im Sauerland am vergangenen Wochenende erneut in Grenzen gehalten. Die meisten Skigebiete sind seit zwei Wochen gesperrt, weil es Anfang Januar chaotische Szenen auf Pisten und Straßen mit vielen Schneetouristen gegeben hatte.

Polizei und Ordnungsämter meldeten kaum Probleme. In Winterberg griff das Ordnungsamt 21 Mal ein - wegen Verstößen gegen das geltende Betretungsverbot. In Sundern-Wildewiese und anderen Gebieten im Hochsauerlandkreis gab es 14 Verkehrsverstöße.

Zu viele Dosen geliefert: Spontane Impf-Aktion

Bei einer spontanen Impf-Aktion sind in Nachrodt-Wiblingwerde 95 Menschen früher gegen COVID-19 geimpft worden als geplant. Ein Logistik-Unternehmen hatte einem Pflegeheim versehentlich 95 Dosen mehr geliefert als bestellt.

Da sie nicht weiter transportiert werden dürfen und sonst verfallen wären, wurde eine spontane Impf-Aktion improvisiert. Dabei wurden Über-80-Jährige aus angegliederten Senioren-Wohnungen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten und der Feuerwehr Iserlohn geimpft.

Nur wenige Rückzahlungen der Corona-Soforthilfe

Ein Stift auf dem Soforthilfe-Formular

Bisher wird von nur 300 Empfängern Geld zurückverlangt

Die Bezirksregierung Arnsberg hat bis Mitte Januar nur von wenigen Corona-Soforthilfeempfängern Geld zurückgefordert: Von mehr als 74.000 Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmern müssen bis dato 300 zurückzahlen. Sie hatten im ersten Lockdown bis zu 25.000 Euro vom Land bekommen.

Seit Anfang Dezember sind sie aufgefordert, abzurechnen. Gut 20 Hilfeempfänger sind für die Bezirksregierung nicht mehr erreichbar. Die Behörde fordert sie jetzt über das Amtsblatt auf, das Geld zurückzuzahlen.

Skigebiet Fahlenscheid am Wochenende gesperrt

Wegen des erwarteten Schnees bleibt das Skigebiet Fahlenscheid auch am kommenden Wochenende gesperrt. Die Polizei teilte am Donnerstag (14.01.2021) mit, dass sie und Mitarbeiter des Ordnungsamts den Verkehr umleiten und Ordnungswidrigkeiten ahnden werden.

WDR 5 Stadtgespräche

Im Stadtgespräch von Lokalzeit und WDR5 wird in Winterberg diskutiert, wie es mit Schneevergnügen in Corona-Zeiten weitergehen kann.

Samstag und Sonntag bleibt die Kreisstraße von Kruberg über Fahlenscheid, B55-Kreisel, Negerhöhenstraße 18 und Biggesee gesperrt. Auf der B55 vom Rothen Stein bis Oberveischede herrscht absolutes Halteverbot. In einem Stadtgespräch von Lokalzeit und WDR5 wird am Donnerstag in Winterberg diskutiert, wie Erholungssuchenden trotzdem Schneevergnügen ermöglicht werden kann. Zu hören ab kurz nach 20 Uhr auf WDR5 und ab Freitag als Podcast.

Wunsch nach Feuerbestattung gestiegen

Bestattung durch Verbrennung

In Südwestfalen steigt die Zahl der Feuerbestattungen

Durch die Corona-Krise ist der Wunsch nach einer Feuerbestattung stark gestiegen. Derzeit werden nach Angaben des Krematoriums in Werl etwa 80 Prozent der Verstorbenen verbrannt. Außerdem stieg die Zahl der Todesfälle durch die Pandemie.

Die Krematorien arbeiten in drei Schichten und auch an den Wochenenden. In Lüdenscheid wurde zudem ein Zelt aufgebaut, um zusätzlichen Platz zu haben. Die Krematorien schätzen, dass sie derzeit rund 20 Prozent mehr Tote einäschern, weil durch Corona mehr Menschen sterben, aber auch, weil Familien ihre Verstorbenen öfter verbrennen lassen.

MK meldete am Sonntag keine Fälle ans RKI

Am Samstag (09.01.2021) wurde um 14 Uhr der Strom im Kreishaus des Märkischen Kreises abgeschaltet. Wegen Wartungsarbeiten standen am Sonntag die Telefonanlage und das Computernetzwerk der Kreisverwaltung still, teilte sie am Montag (11.01.2021) mit. Darum meldete der Märkische Kreis am Sonntag keine neuen Infektionszahlen ans RKI. In dessen Übersicht werden für den Märkischen Kreis 0 Neuinfektionen angezeigt.

Nur 40 Prozent der Firmen zufrieden

Die Corona-Krise macht vielen Firmen in der Region zu schaffen. Nach einer Umfrage des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte sind derzeit nur 40 Prozent der Firmen zufrieden. Der Chef des Verbandes, Egbert Neuhaus, erklärte, die meisten Unternehmen hätten das Jahr 2020 mit einem Minus abgeschlossen.

Viele Modehändler in der Region wollen von Montag (11.01.2021) an mit einer Plakataktion in ihren Schaufenstern auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen und Fotos davon in sozialen Netzwerken teilen.

Impfungen im Kreis Olpe

Symbolbild: Coronaimpfung

Im Kreis Olpe wurde die erste Impfserie in Altenheimen abgeschlossen

Der erste Impfdurchgang in den Senioreneinrichtungen im Kreis Olpe ist abgeschlossen. Die Impfung stieß dabei auf positive Resonanz: 91 Prozent der Bewohner und 82 Prozent des Personals haben sich impfen lassen. Anfang Feburar soll in allen Heimen dann auch die zweite Impfrunde beendet sein. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind damit über 2500 Personen geimpft worden, das sind im Kreis Olpe 19 geimpfte Personen pro 1000 Einwohner. Zum Vergleich: Das RKI meldete gestern, dass in NRW im Durchschnitt 4,4 Personen je 1000 Einwohner geimpft seien.

Neues Schnelltestzentrum in Siegen

Wer sich schnell auf Corona testen lassen will, kann das ab heute (11.01.2021) in Geisweid tun. In den Räumen einer bisherigen Discothek geht ein neues Schnelltestzentrum an den Start. Der Antigen-Test kostet knapp 40 Euro - Termine gibt's online, das Ergebnis lässt sich innerhalb von 15 Minuten über einen QR-Code abrufen.

Nachfrage nach Schnelltests gesunken

Der große Ansturm auf die Corona-Schnelltestzentren scheint erstmal vorbei. Vor den Weihnachtsfeiertagen war das in einem privaten Schnelltestzentrum in Lippstadt noch anders: Da wurden 800 Tests gemacht, von denenübrigens nur vier positiv waren.

Das Testzentrum ist seit heute (07.01.) wieder an zwei Tagen pro Woche geöffnet. In Soest geht am 12. Januar ein neues privates Schnelltestzentrum an den Start, in dem man sich sogar am Wochenende testen lassen kann. Und auch in Lüdenscheid ist die Nachfrage noch groß.

Sternsinger bieten "etwas anderen Segen"

Die Corona-Krise zwingt auch die Sternsinger, ungewöhnliche Wege zu gehen. Denn in vielen Städten wie Lüdenscheid oder Siegen sind Sternsinger-Aktionen abgesagt oder verschoben worden. Eigentlich wären sie ab heute unterwegs. Doch die Menschen sollen trotzdem nicht auf ihren Segen verzichten. Das Sternsinger-Team der Katholischen Pfarrei St. Medardus in Lüdenscheid hat in den Bäckereien in ihrem Gemeindegebiet für eine Woche Spendendosen aufgestellt.

In Iserlohn kann man sich ab heute an der Oberen Stadtkirche Tüten mit dem traditionellen Segensaufkleber für die eigene Haustür abholen. Im Iserlohner Pastoral-Verbund werden außerdem Sternsinger-Tüten auch kontaktlos "frei Haus" geliefert. In den Kirchen von Sankt Marien und Sankt Michael in Siegen hat man schon Ende Dezember Spendentische aufgebaut. Dort können sich Besucher eine Spendentüte und einen Segensaufkleber abholen.

Bilanz nach erster Impfwoche

Die Ärzte des Impfzentrums Siegen ziehen eine gemischte Bilanz der ersten Impfwoche in Pflegeheimen. Die Bereitschaft sei groß, aber es gebe auch Probleme: So seien die Pakete mit dem Impfstoff nicht immer vollständig, manchmal fehlten beispielsweise Spritzen. Dann müsse improvisiert werden.

Mehrsprachige Impfhotline im HSK

Mit einer Impfhotline will der Hochsauerlandkreis klären, wer Ansprechpartner für Fragen zur Corona-Impfung ist. Das Pilotprojekt richtet sich an alle, ab Montag (04.01.2021) auch an nicht deutsch sprechende Anruferinnen und Anrufer.

Viele hätten den Überblick verloren wer für was zuständig ist, heißt es. Allerdings werden bei der Hotline nur organisatorische Fragen beantwortet, also zum Beispiel was man zur Impfung mitbringen soll. Das dafür in sechs verschiedenen Sprachen.

Digitaler Silvesterlauf gestartet

Der Silvesterlauf im Kreis Soest ist in diesem Jahr schon am Wochenende gestartet. Damit will der Veranstalter das Läuferfeld wegen Corona entzerren. Selbst bei Sturm und Regen sind schon viele Gruppen verteilt im Kreisgebiet die 15 Kilometer lange Strecke gelaufen.

Veranstalter Ingo Schaffranka ist überrascht, dass so viele mitmachen, obwohl es diesmal keine offiziellen Zeitmessungen und Wertungen geben wird. Der Erlös soll an soziale Projekte und Sportvereine gehen.

Märkischer Kreis mit höchstem Inzidenzwert

An nur einem Tag haben sich im Märkischen Kreis 182 Menschen mit Covid-19 angesteckt. Damit kommt der Kreis auf einen Inzidenzwert von 224,3, den höchsten in Südwestfalen (23.12.2020). Wenn der Wert sieben Tage lang so hoch bleibt, werde man über eine Ausgangssperre nachdenken, so ein Sprecher des Kreises.

Gottesdienste abgesagt

Der Pastoralverbund Olpe hat alle Gottesdienste bis zum 10. Januar abgesagt, die Probsteipfarrei St. Laurentius alle bis zum 1. Januar.

Impfstoff-Lieferungen für Südwestfalen

In Südwestfalen können noch bis Jahresende mehrere tausend Menschen gegen das Corona-Virus geimpft werden. Das NRW-Gesundheitsministerium hat dem WDR berichtet, dass bis Jahresende insgesamt 11.380 Impfdosen nach Südwestfalen geliefert werden. Mit mehr als 3.300 gehen die meisten in den Märkischen Kreis. Die ersten Impfungen sollen am kommenden Sonntag stattfinden.

Corona-Fälle in ZUE Möhnesee

In der ZUE Möhnesee, einer Einrichtung für Flüchtlinge, sind mehrere Bewohner positiv getestet worden. Nach zunächst vier Fällen wurden am Freitag (18. Dezember) alle ca. 230 Bewohner und 120 Mitarbeiter getestet. Bei bisher 30 Bewohnern liegt ein positives Ergebnis vor. Deshalb hat das Gesundheitsamt Soest eine Quarantäne für die Einrichtung angeordnet.

Müllgebühren steigen in Folge der Corona-Pandemie

Ein Berg alter Matratzen

Matratzenberg in Arnsberg

Viele Bürger müssen im nächsten Jahr mehr Geld für die Müllabfuhr bezahlen: eine Folge der Corona-Pandemie. Das zeigt eine Umfrage des WDR unter allen Städten und Gemeinden in Südwestfalen.

Polizei zu Party gerufen - Vestoß gegen Corona-Regeln

Am Kindelsberg bei Kreuztal hat die Polizei eine Party aufgelöst. Die zehn Feiernden bekommen Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Dass die Polizei die Party entdeckte, war kein Zufall: Einer der feierlustigen jungen Leute hatte den Rettungsdienst angerufen, weil er gestürzt war und sich verletzt hatte.

Blitzumfrage: Lokale Einzelhändler erwarten Insolvenzwelle

Das abgebrochene Weihnachtsgeschäft wird deutliche Spuren bei den lokalen Einzelhändlern hinterlassen. Das besagt eine Blitzumfrage der Industrie-und Handelskammer Siegen. Fast 140 Einzelhändler haben sich daran beteiligt. Ein Viertel der Händler hält es für sehr wahrscheinlich, dass sie ihr Geschäft aufgeben müssen.

Besonders dramatisch sehe es in der Modebranche aus, so die IHK. Viele Händler äußerten wegen der hohen Infektionszahlen Verständnis für die einschneidenden Maßnahmen. Allerdings kritisieren einige, das Weihnachtsgeschäft hätte vielleicht gerettet werden können: Wenn die Politik früher hart eingegriffen hätte. Und viele bemängeln ein fehlendes Konzept für die Zeit nach dem 10. Januar.

Inzidenzwert im Kreis Olpe bei über 200

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Kreis Olpe auf über 213 gestiegen (18.12.2020). Eine strengere Maskenpflicht oder Ausgangssperren wird es aber erstmal nicht geben, hat der Landrat entschieden. Das wäre laut Landes-Schutzverordnung zwar möglich. Im Kreis gebe es unter anderem aber keine stark frequentierten Bereiche.

Intensivstationen spüren Belastung

Auf den Intensivstationen in Südwestfalen liegen immer mehr Corona-Kranke. Es gibt zwar noch freie Betten, aber besonders im Märkischen Kreis spitzt sich die Lage zu. Dort haben mehr als 25 Prozent aller Intensivpatienten Corona.

Eine Krankenschwester in Schultzkleidung neben dem Bett eines Patienten

Die Märkischen Kliniken sagen, sie seien am Limit, sie müssten jetzt schon Operationen verschieben. Die Intensivstationen seien an der Kapazitätsgrenze angelangt - und das, obwohl die Bettenzahl aufgestockt wurde. Das Hauptproblem: Viele Mitarbeiter sind selbst krank oder in Quarantäne.

Impfungen in Pflegeheimen ab 27. Dezember

Der Kreis Siegen-Wittgenstein will am 27. Dezember mit den Corona-Impfungen beginnen. Erst mal kommen zehn Pflegeheime dran. Sie können schon zwischen den Jahren genug Fachpersonal dafür bereit stellen.

Laut Landrat Andreas Müller wird es etwa drei Wochen dauern, bis die Pflegeheime durchgeimpft sind. "Und dann geht es vorne wieder los. Denn nach drei Wochen muss die zweite Impfung erfolgen."

Finanzschäden für Kreis

Der Hochsauerlandkreis rechnet damit, dass die Pandemie Finanzschäden in Millionenhöhe verursacht. Bei seiner Haushaltsrede sprach Landrat Schneider von knapp vier Millionen in diesem und mehr als einer Million Euro im kommenden Jahr.

Zum einen gehen dem Kreis unter anderem Kita-Beiträge, Einnahmen von Museum und VHS oder Bußgelder verloren. Zum anderen steigen die Sozialkosten wie Kosten der Unterkunft. Die Kreisumlage soll aber nicht erhöht werden.

Warnung vor Corona-Schockanrufen

Die Polizei im Märkischen Kreis warnt vor Corona-Schockanrufen von Betrügern. Ein angeblicher Arzt behauptet, der Sohn der Angerufenen liege mit Corona auf der Intensivstation.

Für lebenswichtige Notfall-Medikamente fordert er eine Sofortzahlung von 41.000 Euro. Außerdem wollte er die Angehörigen sofort unter Quarantäne stellen. Am Mittwochvormittag wurden der Polizei in Menden und Hemer bereits drei solcher Anrufe gemeldet.

Einzelhändler stellen auf Lieferdienste um

Das Bild zeigt Papiertüten mit Lebensmitteln vor einer Tür.

Lieferdienste sind wieder im Kommen

Viele Einzelhändler in Südwestfalen setzen wegen des Lockdowns ab Mittwoch wieder auf die Verkaufs-Konzepte vom Frühjahr: mit Onlineservices und Lieferdiensten. Weil die Zeit für einen Versand mit Paketdiensten vor Weihnachten knapp wird, hoffen viele Einzelhändler auf regionale Kunden. Die Händler könnten sie selbst beliefern, wahlweise könnten sie ihre bestellte Ware in den kommenden Tagen vor dem Geschäft abholen.

Appell: an Silvester nicht böllern

Die Lunte eines Böllers wird mit einem Feuerzeug angezündet

Böllern - möglich, aber nicht erwünscht

Die Stadt Siegen appelliert an alle Bürger, an Silvester möglichst keine Feuerwerkskörper zu zünden. Ein Böllerverbot sei aber rechtlich nicht möglich, so die Verwaltung. Deshalb wurde ein Antrag der Volt-Fraktion am Dienstag im Rat abgelehnt. Volt hatte sich für ein Böllerverbot ausgesprochen.

Die Stadt will in den nächsten Tagen aber Plätze ausweisen, auf denen gemäß der Coronaschutzverordnung kein Feuerwerk stattfinden darf.

Livestreams für Ratssitzungen gefordert

Siegens Bürgermeister Steffen Mues will mit Blick auf die Ratssitzungen in der Corona-Krise einen Appell an die Landesregierung richten. Er fordert, Gesetze so zu ändern, dass Livestreams rechtlich möglich sind - damit sich Kommunalpolitiker durch die Präsenzpflicht nicht in Gefahr begeben müssen.

Wegen der Corona-Krise fallen schon seit Monaten etliche Ausschusssitzungen aus. Zu den Ratssitzungen kommen die Politiker aber immer noch persönlich - auch am Dienstag in Siegen.

Volksbank Bigge-Lenne schränkt Filialbetrieb ein

Volksbank-Logo

Auch die Volksbank fährt runter

Die Volksbank Bigge-Lenne schließt wegen der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen in den Kreisen Olpe und Hochsauerland vorübergehend sieben Filialen. Ab Montag, 21.12., sind in Elspe, Fretter, Meggen, Saalhausen, Siedlinghausen, Wormbach und Welschen-Ennest nur die Selbstbedienungs-Bereiche geöffnet. Die Berater sind aber noch telefonisch und digital zu erreichen.

Geöffnet bleiben die Volksbank-Filialen in Attendorn, Bamenohl, Grevenbrück, Altenhundem, Würdinghausen, Schmallenberg, Bad Fredeburg, Winterberg, Hallenberg und Medebach.

Weitere Impfzentren bereit

Dokumentation über Impfzentren

Bald könnte geimpft werden

Die Corona-Impfzentren in Südwestfalen sind ab Dienstag startklar und warten jetzt nur noch auf den Impfstoff. In Lüdenscheid etwa ist die historische Schützenhalle umgewandelt worden. Dort können bis zu sechs Impfstraßen in Betrieb gehen - in jeder könnten pro Stunde 20 Menschen geimpft werden.

Ausgleich für Gewerbesteuer-Einbruch

Die Finanzhilfe von Bund und Land hilft den Kommunen in Südwestfalen. Mehr als 248 Millionen Euro fließen in die Region, um die Einbrüche bei der Gewerbesteuer im Corona-Jahr ausgleichen zu können.

Nach Angaben des Siegener Kämmerers etwa hatte die Stadt Siegen Anfang des Jahres, noch vor der Corona-Krise, mit 63 Millionen Euro an Gewerbesteuern geplant. Zuletzt lagen diese Erwartungen nur noch bei 50 Millionen Euro. Doch mit den rund neun Millionen Finanzhilfe können die Ausfälle überwiegend kompensiert werden.

Schilder zur Maskenpflicht abgerissen

In der Lüdenscheider Innenstadt haben Unbekannte 40 Schilder abgerissen, die auf die Maskenpflicht hinweisen. Nach Angaben der Stadt ist der Vorfall bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche passiert.

Erst am Donnerstag hatte der zuständige Fachservice tagsüber neue Schilder aufgehängt. Schon zuvor seien immer wieder Schilder in der Fußgängerzone verschwunden. Die Stadt prüft jetzt, ob sie Anzeige gegen Unbekannt erstatten will.

Klinik Solequelle Bad Westernkotten zehn Tage geschlossen

Die Klinik Solequelle Bad Westernkotten ist für zehn Tage geschlossen. Der Grund seien positive Corona-Tests bei mehreren Verwaltungsmitarbeitern und Reha-Patienten. Das teilte der Kreis Soest am Montag mit. Es sei eine geordnete Abreise der Reha-Patienten vereinbart.

93 Infizierte in Seniorenheim in Werl

Das Bild zeigt eine ältere Dame mit Rollator

Corona-Ausbruch in einem Werler Seniorenheim

Im Seniorenheim Haus Amadeus in Werl hat sich das Corona-Virus ausgebreitet. Laut Einrichtungsleiter sind 58 Bewohner und 35 Mitarbeiter infiziert. Bisher sei aber niemand schwer erkrankt, sagte er dem WDR am Montag.

Zehn Bewohner haben demnach leichte Symptome. Einer wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht. Betroffen sind nach Angaben des Einrichtungsleiters Menschen aus allen vier Wohnbereichen und Mitarbeiter aller Abteilungen: zum Beispiel Küche, Reinigung, Haustechnik, Pflege.

Erklären könne er sich den Ausbruch nicht. Alle seien mit FFP2-Masken ausgestattet. Mitarbeiter aus anderen Einrichtungen des Trägers, der Korian-Gruppe, springen jetzt für die infizierten Mitarbeiter ein.

Kommunen bekommen Geld

Die Städte und Gemeinden bei uns bekommen am Montag mehr als 248 Millionen Euro von Bund und Land ausgezahlt. Als Ausgleich für die Verluste bei den Gewerbesteuern durch die Corona-Pandemie. Lüdenscheid bekommt mit mehr als 22 Millionen Euro den größten Anteil. Die Kommunen sind auf den Ausgleich dringend angewiesen. Die Gewerbesteuern sind ihre wichtigste Einnahmequelle. Warstein zum Beispiel erwartet ein Minus von 15 Millonen Euro.

Präsenzpflicht an Schulen fällt weg

BIld von Schule

Auch in Schulen wird heruntergefahren

Seit Montag gilt in den Schulen in NRW keine Präsenzpflicht mehr. Nach Möglichkeit sollen die Eltern ihre Kinder zu Hause lassen. An der Grundschule Lichte Kammer in Iserlohn war am Montagmorgen noch relativ viel los: Fast alle Schüler waren anwesend, der Unterricht fand normal statt.

Der Schulleiter sagte im Gespräch mit dem WDR, dass viele Eltern ihre Kinder in die Schule geschickt haben, weil sie noch keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Außerdem sollen die Kinder noch Unterlagen abholen. Der Schulleiter rechnet aber auch damit, dass es zum Ende der Woche etwas weniger wird.

Behandlungsbedarf ohne Krankenversicherung

In der Malteser-Ambulanz für Menschen ohne Krankenversicherung wurden in diesem Jahr deutlich mehr Patienten behandelt. 54 Erkrankte kamen bisher in das Siegener Pfarrheim St. Marien, um sich kostenlos behandeln zu lassen - rund 20 mehr als im Vorjahr. Das lag vor allem daran, dass die Siegener Ambulanz trotz Corona durchgehend geöffnet hat.

Die Pandemie gefährde erkrankte Menschen ohne Versicherungsschutz zusätzlich, warnt die Koordinatorin der Sprechstunde. Betroffen seien auch Schwangere, Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus oder solche, die wegen Corona nicht zurück in ihre Heimat reisen können.

Erstes Impfzentrum startklar

In Attendorn ist das Corona-Impfzentrum für den Kreis Olpe startklar. 100 Freiwillige des Deutschen Roten Kreuzes haben die Abläufe am Wochenende getestet. Es ist das erste Impfzentrum in Südwestfalen, das ab sofort einsatzbereit ist.

Wenn der Impfstoff da sein sollte, können in der ehemaligen Fabrikhalle rund 500 Menschen pro Tag geimpft werden. Das Impfzentrum ist innerhalb von nur drei Wochen entstanden. Bei Bedarf könnten die Kapazitäten noch aufgestockt werden.

Handel befürchtet Pleitewelle

Blick auf ein geschlossenes Schuhgeschäft in der Fussgängerzone, der Eingang ist mit einem Gitter verriegelt

Ab Mittwoch muss der Handel schließen

Der Handelsverband Südwestfalen befürchtet, dass der verschärfte Lockdown ab Mittwoch schwere Folgen für den Einzelhandel hat. Sprecherin Karina Brühmann hat für die Maßnahmen zwar Verständnis, geht aber davon aus, dass das verpasste Weihnachtsgeschäft viele kleine Läden ruinieren könnte.

Sie befürchtet eine Pleitewelle im Handel: "Denn das, was jetzt im Vorweihnachtsgeschäft üblicherweise an Umsatz gemacht wird, das wird Ende Januar nicht nachgeholt werden können. Das wissen wir, und das ist für die meisten Händler wirklich die wichtigste Zeit des Jahres."

Viele Freiwillige für Impfzentren

Bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westalen-Lippe haben sich mehr als 5.000 Freiwillige gemeldet, die ab Januar beim Impfen gegen Corona helfen wollen. Viele sind pensionierte Ärzte. Zunächst werden Helfer für die mobilen Teams gebraucht, die zum Impfen vor Ort z.B. in Altenheime fahren.

Sternsinger: Briefe statt Haustür-Besuchen?

Wie kann das Sternsingen unter Corona-Bedingungen aussehen? Darüber wird gerade in den Kirchengemeinden in Südwestfalen diskutiert. Abstand halten, klar. Aber soll der Haussegen angeschrieben oder aufgeklebt werden? Der Spruch gesungen oder aufgesagt? Wenn die Lage sich zuspitzt, muss es statt der Haustür-Besuche wohl Spendenbriefe mit Segensaufklebern geben.

Impf-Hotline im HSK

Der Kreis startet ab Dienstag (08.12.2020) eine Hotline, die über die Corona-Impfungen informiert. Telefonisch kann man zum Beispiel erfahren, wer die Imfpungen durchführt und wo sie gemacht werden. Fragen zu konkreten Impfterminen oder medizinische Fragen können die Mitarbeiter an der Hotline allerdings nicht beantworten. Das sei laut Kreis nämlich Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung.

Vier Tote mehr im Kreis Soest

Von Samstag (5.12.) bis Dienstag sind im Kreis Soest weitere vier an Corona erkrankte Menschen gestorben: zwei 78-Jährige aus Bad Sassendorf und Werl, ein 87-Jähriger aus Werl sowie eine 89-Jährige als Welver.

Alle Standorte für Impfzentren stehen

Im Kreis Siegen-Wittgenstein und im Märkischen Kreis stehen die Standorte für die Corona-Impfzentren fest. Damit ist jetzt für jeden der fünf südwestfälischen Kreise entschieden, wo sich die Menschen in Zukunft gegen Corona impfen lassen können.

Der Märkische Kreis ist bislang der einzige in Südwestfalen, der an zwei verschiedenen Standorten Impfzentren einrichten will: in Lüdenscheid und Iserlohn. Das soll lange Anfahrtszeiten vermeiden. Außerdem sei damit für genug Platz gesorgt, teilt der Kreis mit.

In Siegen-Wittgenstein ist die Wahl auf das Gebäude des ehemaligen Baustoffhändlers "Bauking" in Siegen-Eiserfeld gefallen. Das Gebäude sei gut zu erreichen, biete kostenlose Parkplätze und genug Platz.

Mehr Maskenkontrollen am Möhnesee

Am Möhnesee wird an diesem Wochenende verstärkt die Maskenpflicht kontrolliert. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind dann vor allem rund um die Staumauer, den Möhneturm und im Wildpark unterwegs. Dort kam es an den vergangenen Wochenenden laut Ordnungsamt immer wieder zu Verstößen gegen die Maskenpflicht.

Ausflugsorte mit und ohne Maskenkontrolle 02:35 Min. Verfügbar bis 04.12.2021

Neue virensichere Schutztür

Die Hausarztpraxis Junker in Olpe hat eine neue Sicherheitsschleuse eingerichtet - für Coronatests. Durch die mobile Schutztür können Proben ohne direkten Kontakt mit den Patienten genommen werden.

Viele Corona-Fälle in Neunkirchen

Neunkirchen hat nach der Stadt Siegen zurzeit die meisten Corona-Fälle im Kreis Siegen-Wittgenstein. In der 14.000-Einwohner-Gemeinde sind mehr als 190 Menschen infiziert.

Die kommen hauptsächlich aus einem Unternehmen mit fast 70 Infizierten und aus einer Senioreneinrichtung in Salchendorf. 116 Bewohner und Mitarbeiter wurden bisher positiv getestet. Der Kreis betont, dass die Einrichtung sich an die Hygieneregeln gehalten habe.

Corona-Solidaritätsabzeichen aus Lüdenscheid

Die Firma Deumer in Lüdenscheid hat einen Corona-Anstecker in Form einer kleinen versilberten Messingschleife entwickelt. Eigentlich produziert Deumer Ehrenabzeichen für Schützenvereine, die werden aber wegen Corona in diesem Jahr nicht gebraucht.

Mit der Corona-Schleife will Geschäftsführer Friedrich Assmann ein Zeichen für Solidarität und gegenseitige Rücksicht in der Pandemie setzen. 500 Stück pro Tag kann die Firma mit ihren 17 Mitarbeitern schaffen.

Corona-Schleife 02:39 Min. Verfügbar bis 02.12.2021

Verkaufssteigerung von Brot und Brötchen

Die Bäcker in der Region verzeichnen bei ihrer Kundschaft eine verstärkte Nachfrage nach Brot und Brötchen. Seit der Corona-Pandemie werde wieder mehr zu Hause gegessen.

Frühstück und Abendbrot würden wieder höher geschätzt, heißt es zum Beispiel bei der Bäckerinnung Soest-Lippstadt. Daher steigen die Verkaufszahlen, insbesondere bei kleineren Bäckereien in Wohngebieten.

Todesfall nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Werdohler Pflegeheim ist einer der Erkrankten am Montag gestorben. Er sei bereits vor seiner Corona-Erkrankung palliativmedizinisch betreut worden, so die Bereichsleitung.

In dem Pflegeheim sind knapp die Hälfte der 65 Bewohner und 16 Mitarbeiter mit Corona infiziert. Wie es zu dem Ausbruch kam, ist unklar - die Bewohner konnten aber täglich bis zu sechs Stunden das Altenheim verlassen.

Liftbetreiber wehren sich gegen Ski-Verbot

Die Sauerländer Liftbetreiber wollen die Skigebiete in Winterberg und Schmallenberg am 20. Dezember öffnen. Sie haben kein Verständnis für den Vorstoß von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, die Skigebiete bis zum 10. Januar 2021 zu schließen.

Sie haben nach eigenen Angaben fünfstellige Summen für Hygienekonzepte auf den Pisten und in den Ski-Verleihbetrieben investiert. Der Tourismus und vor allem der Wintersport ist in der Höhenregion im Hochsauerland der wichtigste Wirtschaftsfaktor.

Sprunghafter Anstieg der Covid19-Zahlen

Im Kreis Siegen-Wittgenstein sind die Zahlen der Covid-19-Erkrankten am Wochenende um 125 angestiegen. Für Neunkrichen zählte der Kreis ein Plus von 71 Infizierten. Das lag vor allem an Reihentests, die in einem Altenheim und einem Unternehmen in Neunkirchen gemacht wurden.

Das Gesundheitsamt stehe in engem Kontakt zu den Betroffenen, teilte die Kreisverwaltung mit. Südwestfalenweit gehen die Zahlen der Neuinfizierten in den Kreis Soest, Hochsauerland und Olpe zurück, im Märkischen Kreis stagnieren sie.

Gedränge durch viele Schnäppchenjäger

Die Menschen stehen in langen Schlangen vor der City-Galerie in Siegen

Am Black Friday und Samstag gab es Einlass-Stopp in der City Galerie

Vor einigen Einkaufszentren und Geschäften gab es am Freitag und Samstag lange Schlangen, da der Einlass zwischenzeitlich begrenzt wurde. Es war zu voll, zum Beispiel in der City Galerie in Siegen. Wegen des Black Fridays hofften viele Menschen auf Schnäppchen.

Auch in der Bahnhofsstraße in Siegen war es sehr voll. Auf Abstände wurde beim Shoppen und Anstehen weniger geachtet.Trotzdem haben die Händler laut Einzelhandelsverband Südwestfalen ein Drittel weniger Umsatz gemacht als sonst an Black-Friday-Wochenenenden.

Corona im Pflegeheim

In einem Pflegeheim in Werdohl haben sich 31 Bewohner und zwölf Pflegekräfte mit Corona infiziert (Stand 27.11.2020). Sieben Bewohner werden stationär behandelt. Insgesamt leben 65 ältere Menschen in der Einrichtung. Bewohner und Mitarbeiter sind jetzt nach Auskunft des Märkischen Kreises in Quarantäne. Die Versorgung der Bewohner sei sichergestellt, heißt es.

Chöre im Corona-Advent

Die Chöre in Südwestfalen stellen sich darauf ein, dass sie frühestens im kommenden Frühjahr wieder auftreten dürfen. Normalerweise würden sie im Advent ständig auf der Bühne stehen. Doch wegen Corona sind alle Konzerte abgesagt. Auch gemeinsame Proben sind tabu.

Viele Chöre üben online, um wenigstens das Repertoire beizubehalten. Wie zum Beispiel die "happy voices" aus Werl. Alle zwei Wochen treffen sie zur Video-Probe.
Der Arnsberger Chor "pro Vocal" hat weihnachtliche Chormusik zum Anhören ins Internet gestellt, andere posten Videos früherer Auftritte bei Facebook.

Sieben-Tage-Inzidenz in drei Kreisen unter 100

In den Kreisen Soest und Olpe sowie dem Hochsauerlandkreis ist die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 gesunken. Im Kreis Soest liegt sie bei 91,8, im Hochsauerlandkreis bei 85,1 und im Kreis Olpe bei 95,6 (Stand 27.11.2020).

Impfzentren im Hochsauerlandkreis und im Kreis Olpe

Auch für den Hochsauerlandkreis und den Kreis Olpe stehen jetzt die Standorte für Corona-Impfzentren fest. Im Hochsauerland wird die Konzerthalle in Olsberg vorübergehend zum Impfzentrum umfunktioniert. Das hat der Krisenstab des Kreises am Donnerstag entschieden. Auch im Raum Arnsberg soll es eine Impfstelle geben.

Der Kreis Olpe in Attendorn in einer leerstehenden Industriehalle ein Impfzentrum ein. Dort sollen ab 15. Dezember bis zu 13.000 Menschen im Monat geimpft werden können, zunächst vor allem Risikogruppen und Pflegepersonal. Der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Märkische Kreis haben noch keinen Standort bekanntgegeben.

Bereits am Mittwoch hatte der Kreis Soest entschieden, dass dort ein Corona-Impfzentrum in ein Gewerbegebiet in der Nähe des Rettungszentrums der Kreisstadt kommt.

Gebäude für Impfzentrum im Kreis Soest

Die von der Firma Eaton - CEAG Notlichtsysteme GmbH zur Verfügung gestellte Halle.

Der Ort für das erste Impfzentrum in Südwestfalen steht fest. Das Kreisgesundheitsamt richtet es in einem Gewerbegebiet in der Nähe des Rettungszentrums in Soest ein. Die Firma "Eaton CEAG" hat der Behörde dafür eine große Halle zur Verfügung gestellt. Zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem NRW-Gesundheitsministerium sollen jetzt konkrete Schritte unternommen werden, um das Impfzentrum mit allem, was nötig ist, auszustatten.

Liese fordert verschärfte Regeln

Peter Liese, CDU

Peter Liese

Die derzeitigen Corona-Einschränkungen dürfen nach Ansicht des CDU-Europaabgeordneten Peter Liese nicht gelockert werden. Sie müssten vielmehr noch verschärft werden, fordert der Arzt aus Meschede.

Lockerungen solle es erst dann geben, wenn die Zahl der Neuinfektionen wieder unter 50 pro Woche fällt. Lieses Begründung: Ärzte und Gesundheitsämter müssten alle Hände frei haben, um möglichst schnell möglichst viele Menschen zu impfen.

Peter Liese rechnet damit, dass noch vor Weihnachten drei Impfstoffe zugelassen werden. Bis zum März könnten im günstigsten Fall alle Risikopatienten und Gesundheitsmitarbeiter geimpft sein, bis zum Sommer alle anderen Impfwilligen. Im Herbst seien dann wieder Schützenfeste denkbar.

Corona-Folgen für psychisch Erkrankte

Die LWL-Klinik in Hemer berichtet, dass weniger Menschen als sonst Hilfe suchen, um ihre psychischen Erkrankungen zu therapieren. Die Klinik ist nicht voll ausgelastet und einige Patienten sind sogar von der Warteliste abgesprungen - offenbar aus Angst, sich anzustecken.

2021 keine Passionsspiele in Hallenberg

Freilichtbühne Hallenberg feiert siebzigjähriges Bestehen

Keine Passionsspiele auf der Freilichtbühne Hallenberg im Jahr 2021

Auch für das kommende Jahr hat die Freilichtbühne Hallenberg die Passionsspiele abgesagt. Das sei schade, aber vernünftig, sagte Hallenbergs Ex-Bürgermeister Michael Kronauge dem WDR. Die Corona-Schutzregeln hätte man mit mehr als 120 Leuten auf der Bühne bei Proben und Aufführungen nicht einhalten können.

Stattdessen bereitet das Laientheater ein Kinderstück, ein Theater und ein Musiktheaterstück vor, mit kleineren Besetzungen und vor weniger Zuschauern. 2021 feiert die Freilichtbühne ihr 75-jähriges Bestehen.

Planung von Impfzentren läuft

Ein Mitarbeiter des Biotechnologie-Unternehmens Biontech arbeitet in einem Labor.

Biontech hat einen Corona-Impfstoff entwickelt

Die Kreise haben mit der Planung der neuen Impfzentren begonnen. Noch gibt es zwar keine Verordnung vom Land, wie das Ganze aussehen soll. Fachleute der Kreise halten aber bereits Ausschau nach geeigneten Räumlichkeiten.

Die zentralen Überlegungen sind dabei: Woher kommt das Impfpersonal? Holt man Ärzte aus dem Ruhestand zurück, oder sollen das niedergelassene Ärzte übernehmen? Und wie kann die Kühlung des Impfstoffs gewährleistet sein?

Schüler schreibt offenen Brief an Ministerin

Schüler aus Iserlohn

Sinan Cakir

Ein 17-jähriger Gymnasiast aus Iserlohn hat einen offenen Brief an NRW-Schulministerin Gebauer geschrieben, weil er den Corona-Schutz an Schulen für nicht ausreichend hält. Seine Gesundheit sei ihm wichtiger als sein Abitur, schreibt Sinan Cakir unter anderem.

Für seine Kritik hat er bereits viel Zustimmung von anderen Schülern bekommen. Gebauer hat nach seinen Angaben bisher nicht auf den Brief geantwortet.

Krisenstab in Quarantäne

In Altena ist der Corona-Krisenstab in Quarantäne. Betroffen ist die gesamte Verwaltungsspitze - unter anderem der Bürgermeister, der Kämmerer sowie der Leiter der Feuerwehr.

Ein Mitglied des Krisenstabs war nach der Sitzung am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der gesamte Krisenstab soll in den nächsten Tagen getestet werden.

Fußballspielbetrieb eingestellt

Torwarthandschuhe liegen auf einer Trainingsjacke der Sportfreunde Siegen

Die Saison ist unterbrochen worden

Wegen der Corona-Pandemie stellt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen seinen Spielbetrieb für alle Amateur- und Jugendspielklassen sowie Freundschaftsspiele für dieses Jahr ein. Das hat er am Mittwochabend beschlossen.

Eine Fortsetzung der Saison hänge vom Infektionsgeschehen und den politischen Entscheidungen ab, so der Verband. Es sei dringend geboten, den Vereinen Planungssicherheit zu geben und den Vorgaben der Politik zu folgen.

Zu wenig Personal für Tests in Altenheimen

Der Caritasverband des Kreises Soest steht aufgrund der Corona-Schnelltests in Altenheimen vor Personalproblemen. Für die nötigen Tests der Besucher fehlen Pfleger. Der Kreis sieht aber keine Alternative.

Schon die erste Pandemiewelle hatte gezeigt, dass Besuche von Angehörigen wichtig sind, als Mittel gegen die Einsamkeit. Die Heime könnten nur offengehalten werden, wenn jeder Besucher getestet wird, sagte ein Sprecher der Heimaufsicht.

Neues Konzept in Briloner Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek in Brilon hat sich ein neues Konzept einfallen lassen. Weil sie kürzlich wegen eines Quarantänefalls im Team schließen musste, hat sie jetzt ein außergewöhnliches neues Angebot: Jeder Nutzer kann sich einen Termin geben lassen und hat die Bibliothek dann für eine Viertelstunde ganz für sich allein.

Besonders für Menschen, die in Corona-Zeiten Kontakte meiden wollen oder zur Risikogruppe zählen, ist das interessant. Alle Medien auf den zwei Etagen kann man dann ganz allein durchstöbern. Außerdem dürfen die Nutzer ab sofort doppelt so lang ausleihen wie bisher - acht Wochen.

Menden: Maskenpflicht auf bestimmte Zeiten beschränkt

Die Stadt Menden hat am Mittwoch für die Maskenpflicht in der Innenstadt und in Lendringsen bestimmte Zeiträume festgelegt. Für die klassischen Schulwege gilt die Pflicht zwischen 7 und 17 Uhr. In den Einkaufsbereichen von 8 bis 19 Uhr.

Das zuständige Verwaltungsgericht hatte der Stadt empfohlen, die Verhältnismäßigkeit besser zu berücksichtigen. Laut Bürgermeister Roland Schröder könne die Stadt nachvollziehen, dass es nicht sinnvoll sei, die Bürger zu verpflichten, nachts um 1 Uhr eine Maske zu tragen, wenn kaum jemand unterwegs sei.

Studie: Schützenvereine wichtig in der Krise

Laut einer Studie der Universität Paderborn gilt das Schützenwesen als Anker in der Krise. Viele Vorstände hatten die Befürchtung, dass die Absage vieler Veranstaltungen auch die Bedeutung des Schützenwesens verringert. Das können die Wissenschaftler der Universität Paderborn nicht bestätigen. Eine Entwöhnung sei nicht messbar, heißt es. Jeder vierte Befragte gab an, dass die Bedeutung in der Krise noch gestiegen sei.

Kreis Olpe will länger Hilfe der Bundeswehr

Das Gesundheitsamt des Kreises Olpe will länger als geplant Unterstützung vom Militär anfordern. Bis Anfang Dezember helfen fünf Soldaten bei der Kontakt-Nachverfolgung. Der Kreis möchte sie aber mindestens bis Januar behalten und stellt daher einen neuen Antrag.

Datenschutzpanne bei Schmallenberger Imbiss-Betrieb

In Bad Berleburg sind sensible Kontaktlisten aus einem Schmallenberger Imbissbetrieb gefunden worden. Rund 100 Zettel hätten in einer öffentlich zugänglichen Bücherkiste in der Innenstadt gelegen, berichtete die Finderin dem WDR.

Auf den Zetteln: Namen, Adressen und Telefonnummern von Besuchern eines Imbissbetriebes in Schmallenberg. Corona-Kontaktdaten aus dem Oktober. Wie die Listen in die Bad Berleburger Bücherkiste gekommen sind, ist unklar – die Polizei ermittelt noch.

Klar ist jedoch, dass solche Liste vernichtet werden müssen, sagt ein Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Sie dürfen beispielsweise nicht ins Altpapier. Allerdings sei der jetzt bekannt gewordene Fall extrem außergewöhnlich. Das bestätigt auch die Polizei.

Maskenpflicht in Siegen ausgeweitet

In weiteren Teilen Siegens muss Maske getragen werden. Die Maskenpflicht gilt seit Montag vom Übergang in die Oberstadt über das Siegufer bis zum Bahnhof und auch für einige Nebenstraßen.

Die Siegener Stadtverwaltung hat weitere Hinweisschilder aufgehängt. Auch dort kommen nach Angaben der Stadt so viele Menschen zusammen, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Maskenpflicht gilt in vielen Innenstädten Südwestfalens, so in Iserlohn, Menden, Lüdenscheid, Soest und Arnsberg-Neheim. Infos dazu gibt es auf den Internetseiten der Städte.

Teststelle für Beschäftigte in Unternehmen

Eine Ärztin in Schutzkleidung nimmt einen Corona-Abstrich bei einer Frau

Dr. Friederike Köster, Leitende Ärztin des Werksarztzentrums, nimmt einen Abstrich

Unternehmen in Meschede können ihre Mitarbeiter ab sofort auf das Coronavirus testen lassen. In der Stadt öffnet dafür am Dienstag eine eigene Teststelle. Die Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft und Betriebsärzte des Werksarztzentrums Hochsauerlandkreis haben sie eingerichtet.

Viele Unternehmer sind verunsichert, sagt der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, Meinolf Ewers. Sobald sie einen Corona-Fall oder auch nur einen Verdacht im Betrieb haben, fallen gleich mehrere Mitarbeiter aus. Genau dafür sei die neue Teststelle gedacht, sagt Ewers. Die Firmen müssen die Tests selbst bezahlen.

Schnelltests bei ambulanten Pflegediensten

Auch viele ambulante Pflegedienste setzen jetzt Corona-Schnelltests ein. Insbesondere die größeren. Bei kleinen, privaten haben stichprobenmäßige Nachfragen des WDR ergeben, dass dort Schnelltests noch kein Thema sind.

Nicht alle haben dafür geschultes Personal, außerdem ist es auch eine finanzielle Frage. Bei der Caritas in Siegen haben nach eigenen Angaben Ärzte Mitarbeiter*innen geschult. Jeden Montag würden alle getestet, Patienten nur bei Symptomen. Auch der Kirchliche Pflegedienst Netphen hat Schnelltests und der Verein Statt Altenheime in Freudenberg wartet auf Lieferung. Alle hoffen jetzt, dass die Krankenkassen die Kosten erstatten.

Proteste in Meschede und Arnsberg

Bei zwei Protest-Aktionen gegen die geltenden Corona-Maßnahmen kamen am Wochenende gut 400 Menschen zusammen. Am Hennesee bei Meschede folgten etwa 250 Teilnehmer dem Aufruf eines Veranstalters, in Arnsberg waren es rund 180. Beide Versammlungen verliefen ohne Störungen, so die Polizei. Die Teilnehmer hätten sich an das Sicherheitskonzept von Polizei und Ordnungsämtern gehalten, heißt es.

Lüdenscheider Ordnungsamt will Reitställe kontrollieren

Das Lüdenscheider Ordnungsamt will in den kommenden Tagen vermehrt stichprobenartig Reitställe kontrollieren. Denn nach der aktuellen Coronaschutzverordnung dürfen dort Pferde nur bewegt und nicht geritten werden. Individualsport ist noch bis Ende des Monats in geschlossenen Räumen verboten.

Aus Tierschutzgründen sei es aber erlaubt, die Pferde im Stall zu bewegen. Die Reitställe müssten aber spezielle Hygienevorschriften einhalten. So dürfen sich zum Beispiel nur wenige Menschen gleichzeitig im Stall aufhalten. Reitunterricht ist verboten, da dabei der Sport im Vordergrund steht.

Soldaten helfen nun auch im Märkischen Kreis

Nach Soest, Meschede und Olpe bekommt jetzt auch das Kreisgesundheitsamt in Lüdenscheid Unterstützung von der Bundeswehr. 20 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten sollen bei der Kontaktnachverfolgung am Telefon helfen.

Außerdem unterstützen drei Sanitäter der Bundeswehr die Corona-Teststellen des Märkischen Kreises in Lüdenscheid und Iserlohn. Der Einsatz der Bundeswehr ist vorerst bis Anfang Dezember geplant.

Sieben weitere Schulklassen in Si-Wi in Quarantäne

Wegen einzelner positiver Testergebnisse sind im Kreis Siegen-Wittgenstein sieben Schulklassen unter Quarantäne gestellt worden. Sechs davon sind Grundschulklassen aus Siegen und Wilnsdorf. Außerdem sind Teile der Q1 eines Hilchenbacher Gymnasiums betroffen.

Insgesamt befinden sich im Kreis Siegen-Wittgenstein aktuell über 3.300 Menschen in häuslicher Quarantäne.

Silvesterlauf von Werl nach Soest abgesagt

Läufer an der Startlinie beim Silvesterlauf Werl-Soest

Kein gemeinsamer Silvesterlauf von Werl nach Soest

Der traditionsreiche Silvesterlauf von Werl nach Soest ist abgesagt. Erst gab es die Idee, die Läufe in verschiedenen Zeitblöcken zu starten. Der Organisationschef erklärte jetzt aber, die stark ansteigenden Corona-Zahlen machten einen Silvesterlauf unmöglich. Man habe eine Verantwortung gegenüber den vielen Sportlern und Ehrenamtlichen.

Stattdessen gibt es eine virtuelle Variante: Jeder, der laufen möchte, kann das alleine machen und seine Zeit selbst erfassen. Am Ende bekommt jeder Finisher die traditionelle Medaille. Der Silvesterlauf von Werl nach Soest gilt als größter seiner Art in Deutschland. Zuletzt machten fast 7.500 Läufer mit.

Sechs neue Todesfälle in Südwestfalen

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden dem Kreisgesundheitsamt Olpe zwei weitere Todesfälle gemeldet. Es handelt sich um zwei Männer aus Lennestadt, die im Alter von 78 und 84 Jahren verstorben sind. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Kreis hat sich damit auf 61 erhöht.

Im Kreis Soest ist der 16. Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. Ein 81-jähriger Mann aus Soest ist am Montag verstorben. Bereits am Samstag verstarb auch eine 92-jährige Frau aus Bestwig im Krankenhaus. Sie befand sich in stationärer Behandlung. Somit zählt der Hochsauerlandkreis jetzt 25 Sterbefälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion.

Im Märkischen Kreis ist die Zahl der Todesfälle binnen eines Monats von 32 auf 39 gestiegen. Zuletzt sind eine 79-jährige Lüdenscheiderin und ein 78-jähriger Lüdenscheider im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Beide litten an Vorerkrankungen und wurden stationär behandelt.

1,2 Milliarden für Unternehmens-Kredite

 Ein Mann steht vor dem Logo der Kreditanstalt für Wiederaufbau  in Fankfurt

In SWF bekommen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen Geld.

In der Corona-Krise hilft der Staat vielen Unternehmen in der Region mit zusätzlichen Krediten. Die Nachfrage nach dem Programm der deutschen Förderbank KfW ist groß. Seit März bis Ende September hat sie fast 2.200 Anträge von Firmen aus Südwestfalen genehmigt - mit einer Gesamtsumme von etwa 1,2 Milliarden Euro.

Zwei Grundschulen geschlossen

Zwei Grundschulen in Wilnsdorf und in Wilgersdorf sind nach positiven Coronatests zweier Lehrkräfte geschlossen worden. Die beiden Lehrerkollegien hatten zwei gemeinsame Konferenzen in einem geschlossenen Raum: einmal einen Tag vor dem vorbeugenden Test und einmal am Tag des Tests. Diese Konferenzen fanden, so hat es die Schulleitung versichert, mit dem gebührenden Abstand, aber ohne Mund- Nasen-Schutz statt.

Als dann zwei Lehrkräfte positiv getestet wurden, eine in Wilnsdorf, eine in Wilgersdorf, wurde von den Schulen entschieden, den Präsenzunterricht an beiden Schulen einzustellen und die Schulen bis Anfang nächster Woche zu schließen.

Senior aus Werdohl verstorben

Im Märkischen Kreis ist erneut ein Mensch im Zusammenhang mit einer Coronainfektion verstorben. Der 77-jährige Senior aus Werdohl litt an mehreren Vorerkrankungen und wurde stationär behandelt. Damit steige die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 im MK auf 37, teilte der Kreis am Montag mit.

Soldaten helfen in Gesundheitsämtern

Die Kreis-Gesundheitsämter in Meschede und Soest bekommen ab heute Unterstützung von der Bundeswehr. Rund 50 Soldatinnen und Soldaten sollen helfen, die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen.

Das ist wegen der hohen Infektionszahlen für die Behörden alleine kaum noch zu schaffen. Im Kreis Olpe hilft die Bundeswehr bereits seit zwei Wochen mit.

Testlabore am Limit

Die heimischen Labore stoßen beim Auswerten von Coronatests an ihre Kapazitätsgrenzen. Derzeit werten die zugelassenen Labore in Iserlohn, Lüdenscheid und Soest pro Tag etwa 3.700 Tests aus.

Das medizinisches Labor in Lüdenscheid zum Beispiel arbeitet im Schichtsystem von morgens sieben bis Mitternacht. Manchmal auch länger, um Proben innerhalb von 24 Stunden abzuarbeiten, sagte der Laborleiter.

In einem Labor werden Behälter mit einer Pipette befüllt.

Probleme machten jedoch Lieferschwierigkeiten bei notwendigem Material wie etwa Handschuhen. Das Labor in Iserlohn hat Anfang des Monats noch Personal aufgestockt.

Ruhiges erstes Wochenende mit Corona-Beschränkungen

In Südwestfalen ist es am Wochenende nicht zu größeren Ausschreitungen wegen der neuen Corona-Beschränkungen gekommen. Die Polizei musste nur einzelne Verstöße gegen die Maskenpflicht ahnden. In Siegen gab es insgesamt sogar weniger Einsätze als an anderen Wochenenden.

Wieder Quarantäne für TuS Ferndorf

Die Spieler und Trainer des Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf müssen erneut in Quarantäne. Ein Spieler wurde schwach-positiv auf Corona getestet. Der Test davor und die danach waren allerdings negativ. Deshalb hat der Handballclub um eine Aufhebung der Quarantäne beim Gesundheitsamt Siegen gebeten - das wurde abgelehnt.

Samstagssprechstunden bei Hausärzten

Einige Hausärzte in Südwestfalen bieten für Patienten mit Erkältungssymptomen jetzt freiwillig Samstagssprechstunden an. Denn die Zahl der Atemwegs-Infekte steigt. In den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und im Märkischen Kreis ist jeweils eine Praxis von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Welche Praxis das an welchem Samstag ist, steht auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung.

"Freie" Gefangene wegen Corona

JVA Attendorn

Im Attendorner Gefängnis sind rund 70 Strafgefangene im offenen Vollzug vorübergehend aus der Haft entlassen worden, um genügend Quarantäneräume zu haben. Wenn Straftäter ins Gefängnis kommen, müssen sie wegen der Corona-Pandemie zunächst 14 Tage von anderen abgeschottet werden. Um Platz in Einzelzellen zu schaffen wurden deshalb auch neun Gefangene der JVA Werl vorübergehend aus der Haft entlassen.

In Attendorn sitzen im Gegensatz zu Werl vor allem Straftäter mit kurzen Haftstrafen ein. Das Jugendgefängnis in Iserlohn musste keine Plätze frei räumen - dort ist derzeit die Belegung eher gering. Die Insassen, die vorübergehend entlassen wurden, müssen ihre Strafen allerdings später nachsitzen.

Reisebüros bieten Corona-Hilfe an

Vier Reisebüros haben dem Gesundheitsamt im Hochsauerlandkreis angeboten, bei der Corona-Kontaktverfolgung zu helfen. Die Reisebüros meinen den Job gut machen zu können: sie seien in den Orten gut vernetzt und es auch gewohnt, mit sensiblen Daten umzugehen. Der Kreis nimmt das zunächst nicht an, ist aber froh über das Angebot.

Im Hochsauerland unterstützen ab Montag Bundeswehrsoldaten die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Denn die Kontaktverfolgung schaffen sie alleine nicht mehr, rechnet der Kreis vor: Wenn jeder der aktuell 74 Neuinfizierten nur 10 Kontakte hatte, müssen schon 740 Menschen angerufen werden. Dazu kommen 2.500 Quarantänefälle.

Corona-Fälle im Kreisklinikum Siegen

Kreisklinikum Siegen

Kreisklinikum Siegen

Wegen vier Corona-Fällen gibt es auf einer Station des Kreisklinikums in Siegen jetzt einen Aufnahmestopp und ein Besuchsverbot. Das hat uns ein Kreissprecher auf Anfrage mitgeteilt. Bei einem Patienten war Corona nachgewiesen worden. Daraufhin wurden alle auf der Station getestet. Das Ergebnis: Zwei weitere Patienten und ein Mitarbeiter hatten sich ebenfalls infiziert. Die Patienten der Station werden aktuell unter Isolationsbedingungen weiter gepflegt und behandelt. Patienten und das Pflegepersonal werden regelmäßig getestet, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen.

Gertrüdchen in Neuenrade abgesagt

Auch 2021 wird es kein Gertrüdchen in Neuenrade geben. Bürgermeister Wiesemann hat das Volksfest jetzt abgesagt. Er bezweifelt, dass die Corona-Lage im März ein solches Fest erlaubt. Die Planungen für Kirmes und Markt würden normalerweise jetzt beginnen. Das Gertrüdchen ist meist das erste größere Volksfest im Jahr in Südwestfalen. Bei gutem Wetter kommen bis zu 7.000 Besucher.

Zentrale Teststationen im Märkischen Kreis

In Iserlohn und Lüdenscheid gibt es ab Donnerstag, 05.11., zwei zentrale Teststationen: als Drive-In. So will der Kreis Corona-Tests für Kontaktpersonen von Infizierten auch in den kommenden Wochen sicherstellen. Zurzeit nähmen die Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen wie zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu.

Der Märkische Kreis hat Zelte und zwei beheizbare Container angemietet. Vormittags soll es dort vorwiegend Massentests geben für Schulen und Kitas. Nachmittags bestellt das Gesundheitsamt Privatpersonen ein, die als Kontaktperson gelten und unter Quarantäne stehen.

Klagen gegen Schutzverordnung

Ein Fitnessstudio-Betreiber aus dem Sauerland und eine Familie aus Lüdenscheid wollen wesentliche Punkte der Corona-Schutzverordnung kippen. Sie haben Klage beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingereicht.

Der Betreiber des Fitness-Studios muss mindestens bis Ende November das Studio schließen, und das bedeutet für ihn Einnahmeverluste. Er sagt, dass diese Anordnung nicht verhältnismäßig sei, Fitness-Studios seien keine Corona-Hotspots. Und sein zweites Argument: Bei solch heftigen Eingriffen hätte das Parlament zunächst darüber diskutieren und mit abstimmen müssen.

Der Anwalt der Lüdenscheider Familie sagte mdem WDR, die Familie wende sich vor allem gegen die Kontaktbeschränkungen - die seien zu pauschal formuliert und nachteilig für sie.

Belgischer Covid-Patient wird in Plettenberg behandelt

Ins Plettenberger Krankenhaus ist heute erstmals ein Corona-Patient aus Belgien eingeflogen worden. Der über 70-jährige Mann muss künstlich beatmet werden und liegt auf der Intensivstation. Das hat Chefarzt Dr. Andrzey Ploch auf WDR Nachfrage mitgeteilt. Die zum Radprax-Konzern gehörende Plettenberger Klinik hatte beim Land wegen der Notsituation in Belgien freie Intensivbetten gemeldet. Daraufhin hatte heute Vormittag ein Krankenhaus in Lüttich angerufen und um Hilfe gebeten. Ein Hubschrauber brachte den Notfall- Patienten nach Plettenberg.

Appell: Keine privaten Kirmes-Partys in Soest

Der Soester Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer hat an die Bevölkerung appelliert, auf private Kirmes-Partys zu verzichten. Eigentlich wäre die Soester Allerheiligenkirmes morgen gestartet - die größte Altstadtkirmes Europas. Sie war aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Viele Soester hatten sich darauf gefreut, die Kirmes wenigstens in den eigenen vier Wänden mit Freunden zu feiern. Im Moment zähle es aber mehr, die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern, sagt der Soester Bürgermeister.

Kliniken stellen sich auf Intensivpatienten ein

Aktuell sind in Südwestfalen 150 Intensivbetten frei - für alle Patienten. Im Kreis Siegen-Wittgenstein sind zum Beispiel nur vier Prozent der Intensivpatienten Corona-Fälle. Das Klinikum Hochsauerland hat vorsorglich eine zusätzliche Isolierstation mit 20 Behandlungsplätzen eingerichtet. Sollte die Zahl der Corona-Intensivpatienten schnell steigen, werden dort planbare und nicht dringende Operationen verschoben - um genug Personal für die Corona-Kranken zu haben.

Hochschulen starten ins Wintersemester

An der Uni Siegen und den Hochschulen in der Region startet heute das neue Wintersemester. Vorlesungen und Seminare werden wegen der Coronapandemie wieder weitgehend digital sein.

An den Start geht auch das neue Hörsaalzentrum im Siegener Karstadtgebäude. Zwei kleine Hörsäle mit rund 200 Plätzen, ein großer mit 600, sieben Seminarräume und ein Konferenzzimmer stehen nach zwei Jahren Bauzeit zusätzlich am Campus Unteres Schloss zur Verfügung.

Ansturm auf Schuldnerberatung

Bei den Schuldnerberatungsstellen in Iserlohn, Lippstadt und Werl ist die Zahl der Hilfesuchenden seit dem Sommer stark angestiegen. In Iserlohn reichen die Wartezeiten schon bis März. Den ganz großen Ansturm erwarten die Berater aber erst im neuen Jahr.

In den Beratungsstellen in Lippstadt und Werl ist seit Jahresmitte die Zahl der Anfragen wegen Pfändungsschutzkonten um 50 Prozent gestiegen. Auf solchen Konten ist das Grundeinkommen vor den Gläubigern sicher.

Letzter Kreis überschreitet 50er-Inzidenz

In der Nacht auf Sonntag hat auch der Kreis Soest die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 überschritten. Demnach wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts in den vergangenen sieben Tagen 51,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner gezählt. Damit zählt nun auch der Kreis Soest zu den Risikogebieten. Zuletzt hatte er tagelang als einziger Kreis in NRW eine Inzidenz von unter 50.

Durch den Allerheiligen-Feiertag am 1. November werde es aber keine allgemeine Verfügung über neue Schutzmaßnahmen geben, heißt es beim Kreis Soest. Ab Montag 0 Uhr würden direkt die schärferen Corona-Schutzverordnungen des Landes NRW gelten.

SV Lippstadt hat noch Heimspiel mit Zuschauern

Tribüne und Spielfeld des SV Lippstadt 08

Der SV Lippstadt hat am Samstag noch ein Heimspiel

Zwar wird es am letzten Oktoberwochenende schon keinen Amateurfußball mehr geben, aber der Regionalligist SV Lippstadt hat Samstagnachmittag (31.10.2020) noch ein Heimspiel gegen FC Wegberg-Beeck. Denn die vierte Liga zählt schon zum Profisport.

Es wird für Lippstadt aber das letzte Heimspiel vor einigen hundert Zuschauern sein. Danach dürfte nur noch ohne Zuschauer gespielt werden. Um die dadurch fehlenden Einnahmen auszugleichen, hat die Landesregierung ein Notprogramm für die Vereine der vierten Liga angekündigt.

Falscher Positiv-Test beim TuS Ferndorf

Mehrere Mitglieder des Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf haben zwei Wochen lang wegen eines vermeintlich positiven Corona-Tests in Quarantäne gesessen. Ein Spieler war am 14. Oktober positiv getestet worden, danach mussten das Team, Trainer und Betreuer zu Hause bleiben. Allerdings fielen beide Nachfolgetests des betroffenen Spielers sowie der gesamten Mannschaft negativ aus.

Wie TuS-Geschäftsführer Dirk Stenger bestätigte, habe man beim Gesundheitsamt um eine Aufhebung der Quarantäne gebeten - ohne Erfolg. Deshalb konnte Ferndorf für das Heimspiel gegen den TuS Fürstenfeldbruck am Samstag erst Donnerstag wieder ins Training einsteigen. Da keine Zuschauer zugelassen sind, wird es das erste Geisterspiel für die Ferndorfer.

Amateursport kommt zum Erliegen

Schon am Wochenende wird es keinen Amateurfußball mehr in der Region geben. Der Fußball- und Leichathletik-Verband Westfalen hat seine Vereine bis zur Oberlige aufgefordert, den Spielbetrieb sofort und nicht erst ab Montag (02.11.2020) einzustellen. Der Oberligist 1. FC Kaan-Marienborn aus Siegen ist direkt der Aufforderung gefolgt und hat sein Kreispokalspiel am Donnerstagabend ausfallen lassen.

Das Verbandsliga-Pokalspiel von Liga-Konkurrent RSV Meinerzhagen am Samstag war wegen eines Coronafalls beim Gegner schon zuvor abgesagt.

Kreis Soest als einziger noch kein Risikogebiet: Erklärungsversuche

Der Kreis Soest gilt auch am Donnerstag (29.10.2020) als einziger in NRW noch nicht als Risiko-Gebiet: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liegt unter 50. Die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Andrea Gernun, vermutet, das könne an verschiedenen Faktoren liegen. Zum einen habe der Kreis vielleicht nicht so viele Großveranstaltungen.

Auch die gastronomische Szene sei nicht so riesig, wie in anderen größeren Städten und Kreisen, vor allem in Uni-Städten. "Es könnte auch eine Erklärung sein, dass wir organisatorisch als Gesundheitsamt so aufgestellt sind, dass wir sehr schnell reagieren und die Menschen sehr schnell in die häusliche Isolierung schicken", so Dr. Andrea Gernun.

Aquamagis schließt bis Weihnachten

Das Freizeitbad Aquamagis in Plettenberg bleibt ab Montag bis Weihnachten geschlossen. Nicht nur bis Ende November, wie durch die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung vorgegeben.

Schwimmbad ohne Besucher.

Der Lockdown trifft das Aquamagis

Der Aufwand für ein kurzzeitiges Herunterfahren des Betriebes sei zu groß. Denn man könne nicht sicher sein, dass nach vier Wochen die Beschränkungen wieder aufgehoben werden, sagt Geschäftsführer Uwe Allmann. Außerdem sei das Aquamagis vierfach betroffen: mit Spaßbad, Fitnessstudio, Restaurant und Ferienhäusern.

Vorerst keine Mobilen Retter mehr

Das Bild zeigt eine Hand, die auf einem Handy die App "Mobile Retter" bedient.

Im Hochsauerlandkreis werden vorerst keine Mobilen Retter mehr alarmiert. Fast 730 Ehrenamtliche unterstützen normalerweise den Rettungsdienst. Sie können oft schneller am Einsatzort sein und bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten. "Es ist einfach so, dass das ein Freiwilligensystem ist und es aktuell aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr einfach zu gefährlich ist, die zu alarmieren", sagt Projektkoordinatorin Nicole Gerke.

Soest: Weihnachtsmarkt und Bördetag abgesagt

Der Soester Weihnachtsmarkt ist nun doch abgesagt. Genauso wie der Bördetag 1338. Die Stadt und die Wirtschaftsförderung sehen nach den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern am Mittwoch (28.10.2020) und wegen der steigenden Corona-Zahlen keinen Spielraum mehr. Anfang Oktober hatte das Gesundheitsamt noch das neue Weihnachtsmarkt-Konzept genehmigt: Mit Maskenpflicht, weit auseinander stehenden Ständen und Kameras, die die Besucherzahl überwachen.

Arnsberg und Neheim: Weihnachtsmarkt und Eisbahn abgesagt

Die Werbegemeinschaften aus den Stadtteilen Neheim und Arnsberg haben am Mittwochmittag die großen Weihnachtsaktionen abgesagt: Wegen der Corona-Pandemie wird es in Neheim keine Eisbahn am Dom geben. Sie lockte im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Besucher an und sollte in diesem Jahr noch größer werden. Auch der Weihnachtsmarkt in Alt-Arnsberg ist abgesagt. Ob kurzfristig andere Aktionen umgesetzt werden, machen die Organisatoren davon abhängig, wie sich die Corona-Krise entwickelt.

Streit über Corona-Regeln vor Gericht

Ein gewalttätig ausgetragener Streit auf einem Supermarktparkplatz in Schmallenberg wird am Mittwoch am Amtsgericht verhandelt. Anfang April soll der Angeklagte einem Kunden einen Kopfstoß versetzt und ihn damit verletzt haben - weil der sich angeblich nicht Corona-konform verhielt. Der Angeklagte war offenbar der Meinung, man sollte wegen der Pandemie in der Öffentlichkeit Handschuhe tragen. Was weder damals noch heute vorgeschrieben war bzw. ist.

Kreis Soest einziges Nicht-Risikogebiet in NRW

Der Kreis Soest ist die einzige Region in NRW, die noch nicht als Corona-Risikogebiet gilt, weil die sogenannte 7-Tage-Inzidenz unter 50 liegt.

Allerdings gilt auch in Soest die erste Warnstufe, die bei einem Inzidenzwert ab 35 in Kraft tritt. Wie lange der Kreis Soest sein Alleinstellungsmerkmal behalten kann, ist unklar. Auch hier steigt der Inzidenzwert und liegt laut RKI bei knapp 41 (Stand 27.10.2020).

Kreis Soest: Maskenpflicht in Außenbereichen

Ab Dienstag (27.10.2020) 0 Uhr, gilt die Maskenpflicht im Kreis Soest auch in manchen Außenbereichen: Dort, wo viele Leute unterwegs sind und der Mindestabstand kaum einzuhalten ist. Grund ist, dass der Kreis Soest die erste Corona-Warnstufe überschritten hat: Der Inzidenz-Wert liegt bei 38.

Die Staumauer der Möhnetalsperre

Maskenpflicht auf der Staumauer des Möhnesees

Die Maskenpflicht gilt zum Beispiel von 9 bis 18 Uhr auf der Staumauer der Möhnetalsperre, in der Stadt Soest von 6 bis 19 Uhr am Bahnhofsvorplatz und in Warstein von 9 bis 18 Uhr unter anderem auf dem Skywalk, dem Lörmecketurm und dem Marktplatz.

MK gerät bei Kontaktverfolgung an seine Grenzen

Das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises meldet einen, so wörtlich, "dramatischen Anstieg der Neuinfektionen". Seit Freitag gingen 183 positive Corona-Nachweise beim Märkischen Kreis ein. Davon 49 in Lüdenscheid und 40 in Iserlohn. Inzwischen werden 25 Erkrankte stationär behandelt, zwei davon auf der Intensivstation. Bei der Kontaktverfolgung gerate das Gesundheitsamt zunehmend in Verzug, teilt der Kreis am Montag (26.10.2020) mit.

Kreis Soest übersteigt 35er-Inzidenz

Der Kreis Soest hat die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten und liegt jetzt bei 38 Infektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohnern.

Damit gilt im Kreis Soest jetzt die erste Corona-Warnstufe. Unter anderem sollen nur noch maximal 25 Menschen zusammen feiern, außerdem gilt eine Maskenpflicht bei Veranstaltungen und auch in einigen Fußgängerzonen.

Der Kreis Soest ist einer von nur vier Kreisen in NRW, die noch unter einer 7-Tage-Inzidenz von 50 liegen.

Sportfreunde Siegen spielen vor 1.000 Zuschauern

Obwohl der Kreis Siegen-Wittgenstein seit Freitag (23.10.2020) Risikogebiet ist, dürfen sich am Sonntag (25.10.2020) 1.000 Zuschauer das Spiel der Sportfreunde Siegen gegen die SG Finnentrop/Bamenohl ansehen. Veranstaltungen mit so hoher Teilnehmerzahl sind erst ab dem vierten Tag nach Feststellung der Gefährdungsstufe 2 verboten. Im gesamten Siegener Leimbachstadion gelten Maskenpflicht und Abstandsregelungen.

Besuchsverbote in Krankenhäusern

Damit Patienten wenigstens mit ihren Angehörigen in Kontakt bleiben können, dürfen sie im St. Marien-Hospital Marsberg gebührenfrei telefonieren oder das Internet nutzen. Im Kreisklinikum Soest, dem Klinikum Hochsauerland oder dem Maria-Hilf-Krankenhaus Brilon gilt schon länger Besuchsverbot. Andere Kliniken haben Besuche auf eine Stunde pro Patient und Tag begrenzt.

Bundeswehr hilft in der Region

Der Kreis Olpe hat die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Vom kommenden Montag an werden fünf Bundeswehr-Soldaten helfen, Kontaktketten von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Auch der Märkische Kreis überlegt, um Unterstützung zu bitten.

IHK Arnsberg sagt Jahresempfang ab

Wegen der aktuellen Corona-Situation hat die Industrie- und Handelskammer Arnsberg ihren Jahresempfang abgesagt. Er war für den 13. November in Soest geplant und soll in den Frühsommer verschoben werden. Die Hauptgeschäftsführerin der IHK, Ilona Lange, hofft, dass der geplante Festredner, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, auch zu diesem Termin zusagen wird.

Traditionsbasar nicht im Gefängnis

JVA Attendorn

Der Adventsbasar muss umziehen

Der traditionsreiche Adventsbasar der JVA Attendorn findet in diesem Jahr nicht im Gefängnis statt. Aus Infektionsschutzgründen und wegen der "kritischen Infrastruktur" vor Ort zieht er in ein leerstehendes Ladenlokal in der Innenstadt um. Die beliebten Holzspielzeuge und Holzartikel werden ab dem 30. November verkauft.

Demo in Siegen gegen Corona-Politik

Teilnehmer der Corona-Demo auf dem Parkplatz der Siegerlandhalle

Etwa 300 Menschen demonstrierten gegen die Corona-Politik

Vor der Siegerlandhalle in Siegen haben sich am Dienstagabend mehr als 300 Menschen versammelt, um ihre Unzufriedenheit mit der deutschen Corona-Politik zu zeigen. Die Polizei hatte die Kundgebung ohne Maskenpflicht genehmigt. Lediglich Abstand zwischen Mitgliedern verschiedener Haushalte sollte eingehalten werden.

Offiziell: Strengere Regeln in zwei Kreisen

Auf einem zum Geburtstag geschmückten Tisch stehen Kuchen, Teller und ein Geschenk.

Die Party fällt aus

Für den Märkischen Kreis und Siegen-Wittgenstein treten am Dienstag offiziell neue und strengere Corona-Regeln in Kraft. Denn in beiden Kreisen ist die erste Corona-Warnstufe überschritten, nachdem sich zuletzt wieder mehr Menschen mit dem Virus angesteckt haben. Wer Feste feiern will, darf das jetzt nur noch mit höchstens 25 Leuten. Bei Veranstaltungen gilt Maskenpflicht, und beispielsweise große Konzerte sind ganz verboten.

Siegen-Wittgensteins Landrat Müller erklärte, auch wenn die Pandemie allen schon viel abverlangt habe, dürfe man jetzt nicht müde werden, das Virus zu bekämpfen.

Erinnerung an Masken in Bus und Bahn

Eine Frau steht mit Mund- und Nasenschutz bedeckt in einer S-Bahn

Diese junge Frau macht's richtig

Die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe weisen darauf hin, dass die Fahrgäste in Bussen und Bahnen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Außerdem sollten sie darauf achten, den Mindestabstand einzuhalten. Beides gelte auch an Bahnsteigen, Haltestellen und Bahnhöfen.

Verstöße dagegen können 150 Euro Bußgeld kosten. Die VWS bitten ihre Fahrgäste, die Infektionsgefahr im eigenen Interesse so gering wie möglich zu halten.

Mutter-Kind-Kliniken gefährdet

Die Mutter-Kind-Kliniken in der Region fordern mehr Unterstützung von der Bundesregierung. Die Corona-Pandemie verursacht in den Einrichtungen hohe Zusatzkosten. Sie berichten deshalb von Existenzsorgen.

Mütter und Kinder, die zu einer Kur anreisen, müssen einen Corona-Schnelltest machen und ein umfassendes Hygienekonzept befolgen. Diese Maßnahmen bedeuteten pro Kur mehrere Tausend Euro zusätzlich, berichten Sprecher der Kliniken in Bestwig und Winterberg. Auch sei erheblich mehr Personal dafür nötig.

Weil der Bund die staatliche Hilfe Ende September eingestellt hatte, sieht das Müttergenesungswerk NRW viele Mutter-Kind-Kliniken gefährdet. Sollte der Rettungsschirm nicht verlängert werden, würden viele das nicht überstehen.

Iserlohn: Mann geht trotz Quarantäne ins Fitnessstudio

Rudermaschine im Fitnessstudio

In einem Fitnessstudio hat ein Mann gegen Quarantäne-Auflagen verstoßen

In Iserlohn wurde am Sonntagabend ein Fitnessstudio geschlossen. Die 40 Besucher mussten das Gebäude verlassen. Der Grund: Ein Mann war trotz Corona-Quarantäne trainieren gegangen. Am Montagmittag konnte das Studio nach einer umfangreichen Reinigung wieder öffnen.

Aktuelles aus der Lokalzeit auf YouTube

Ein Mauszeiger klickt auf das Logo von YouTube.

Die Lokalzeit gibt es jetzt auch auf YouTube. Im Kanal der Lokalzeit geht es immer um regionale Informationen, um Geschichten rund um die Corona-Krise und darum, wie die Menschen im Land sie aktuell persönlich erleben. Dazu gibt es Videos aus allen elf WDR Landesstudios - teilweise schon vor der Ausstrahlung im Fernsehen.

Viele private Initiativen und zum Teil auch die Städte und Gemeinden bieten Corona-Hilfe an, zum Beispiel beim Einkauf.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 27.01.2021, 10:44