Links: Eine Karte von NRW zeigt verschiedene Kreise und deren Inzidenz, rechts: Das Coronavirus ist abgebildet.

Aktuelle Daten zur Corona-Krise in NRW

Stand: 18.08.2022, 07:21 Uhr

  • Aktuelle Daten zur Verbreitung des Coronavirus in NRW
  • Aktuelle Daten zum Stand der Impfungen
  • Tägliche Informationen zu den Krankenhaus-Kapazitäten
  • Regionale Informationen zur Entwicklung bis auf Kreisebene

Datenlage: Warum einige Zahlen ungenau sind

Auf dieser Seite geben wir einen Überblick über die folgenden, für die Bewertung des Infektionsgeschehens und der politischen Entscheidungen relevanten Zahlen aus Nordrhein-Westfalen zum Coronavirus.

Entwicklung der landesweiten 7-Tage-Inzidenz

Die Dynamik des Infektionsgeschehens zeigt sich in der Sieben-Tage-Inzidenz, also der Zahl der Menschen je 100.000 Einwohner, die sich innerhalb von sieben Tagen neu infiziert haben. Gezeigt wird die Entwicklung der vergangenen 90 Tage in NRW, der tagesaktuelle Stand sowie die Entwicklung der letzten sieben Tage in den Kreisen und kreisfreien Städten.

Datenlage: Warum einige Zahlen ungenau sind

7-Tage-Inzidenz in den Kreisen und kreisfreien Städten

Die Situation in den Krankenhäusern

Neben der Inzidenz ist ein weiterer entscheidender Faktor zur Bewertung des Infektionsgeschehens die Zahl der Menschen, die wegen einer COVID-19-Infektion im Krankenhaus behandelt werden muss.

Situation auf den Intensivstationen

Die regionale Verfügbarkeit von Intensivbetten und Beatmungsmöglichkeiten zeigen Daten des DIVI-Intensivregisters. Dorthin melden die Krankenhäuser in Deutschland täglich aktuelle Zahlen.

Impffortschritt in den Altersgruppen

Ein wichtiger Faktor für die Bekämpfung der Pandemie ist die Impfquote. Neben den Zahlen für Erstimpfung und Grundimmunisierung liegen die Werte auch für die erste und zweite Auffrischungsimpfung für unterschiedliche Altersgruppen vor.

Hier gibt es mehr Informationen zum Impfen:

Entwicklung der Neuinfektionen

Der Blick auf die Gesamtzahl der Neuinfektionen in NRW gibt Aufschluss über den Infektionsverlauf. Diese Zahlen schwanken sehr stark, was vor allem an den Meldewegen von den Kreisen und kreisfreien Städten ans Land liegt. Um diese Schwankungen auszugleichen und einen Trend zu zeigen, bilden wir neben der absoluten Zahl der Neuinfektionen auch immer den Durchschnittswert der jeweils zurückliegenden sieben Tage ab.

Entwicklung der Todesfälle

Steigenden Fallzahlen waren bis zum Beginn der Impfkampagne auch immer mit steigenden Todesfällen in NRW verbunden. Auch hier gleicht der Mittelwert der vergangenen sieben Tage Ungenauigkeiten in den Meldewegen aus.

Verbreitung der Virusvarianten

Varianten des Corona-Erregers tauchen in unregelmäßigen Abständen auf und verbreiten sich dann weltweit. Welche Varianten zur Zeit in Deutschland vorherrschend sind, zeigt diese Übersicht.

Reproduktionszahl

Wie viele Menschen sich anstecken, zeigt die so genannte effektive Reproduktionszahl. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Ganz ohne Maßnahmen liegt diese Rate bei SARS-CoV-2 im Schnitt etwa drei, bei den bekannten Mutationen sind es sogar vier Personen. Ziel ist es, dass die Reproduktionszahl unter 1 liegt, um eine weitere Verbreitung des Virus einzudämmen.

Die Zahl ist eine statistische Schätzung und liegt vom RKI berechnet nur bundesweit vor. Der bisherige R-Wert bildet nach Angaben des RKI das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis zwei Wochen ab. Je länger der jeweilige Zeitraum, auf den sich die Schätzung bezieht, desto genauer werden die Angaben. Seit Mitte Juli 2021 gibt das RKI nur noch die R-Zahl an, die sich auf ein 7-Tages-Mittel bezieht.

Die Datenlage

Datenlage – woher stammen die Daten und wie aktuell sind sie?

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Bewertung Fallzahlen und Inzidenz

Die Meldungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Fallzahlen und Inzidenzen sind in Zeiten von starkem Infektionsgeschehen und rund um Feiertage ungenau. Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind die Gesundheitsämter durch die hohen Fallzahlen überlastet und es kommt zu verspäteten Meldungen aus den Kreisen und kreisfreien Städten an das Robert Koch-Institut.

Zum anderen haben auch fehlende Testkapazitäten Einfluss auf den Zeitpunkt gemeldeten Fallzahlen, da nur durch PCR-Tests bestätige Infektionen an das RKI gemeldet werden. Ein weiterer Aspekt: Die veränderte Teststrategie sieht trotz einer Warnung in der Corona-Warn-App oder einem positiven Schnelltest keine anschließende PCR-Testung mehr vor.

Hospitalisierungsinzidenz

Die Ausbreitung der Omikron-Variante führt zwar zu höheren Infektionszahlen, die Verläufe der Infektion sind aber in der Regel schwächer. Dadurch sind die Angaben zu Infektionszahlen und Inzidenzen nicht mehr so entscheidend für die Bewertung des Infektionsgeschehens wie noch in früheren Infektionswellen. Entscheidend ist vielmehr die Situation in den Krankenhäusern. Um diese abzubilden, nutzt das RKI die so genannte Hospitalisierungsinzidenz.

Sie beschreibt, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner wegen einer COVID-19-Infektion ins Krankenhaus kommen. Auch hier gibt es Meldeverzögerungen, die täglich gemeldete Inzidenz liegt in der Regel deutlich unter der tatsächlichen Inzidenz. Aus diesem Grund gibt das RKI auch eine „adjustierte“ Hospitalisierungsinzidenz heraus, in der statistisch die tatsächliche Hospitalisierung geschätzt wird. Beide Zahlen finden sich auf der WDR-Datenseite.

Unterschiedliche Fallzahlen

Die Daten zu den Fallzahlen stammen seit dem 30. Juni 2020 in erster Linie vom Robert-Koch-Institut (RKI), das täglich die aktuellen Informationen zur Entwicklung der Infektionszahlen veröffentlicht. Diese Zahlen speisen sich aus den Meldungen der Kreise und kreisfreien Städte nach Infektionsschutzgesetz (IfSG), die das NRW-Gesundheitsministerium ebenfalls veröffentlicht.

Diese Zahlen haben meist einen zeitlichen Verzug gegenüber den Zahlen, die Kreise und kreisfreie Städte zum Beispiel auf ihren Webseiten veröffentlichen. Zur besseren Vergleichbarkeit der Zahlen - auch bundesweit - haben wir uns entschieden, auf die Zahlen des RKI zurückzugreifen.

Für den internationalen Vergleich werden häufig Zahlen der Johns Hopkins Universität (JHU) genutzt. Diese Daten sind in NRW den Daten des Gesundheitsministeriums und des RKI voraus. Da die Methodik der Datenerhebung aber nicht so transparent ist wie bei den offiziellen Zahlen, nutzt der WDR die Zahlen des RKI.

Belegung Intensivstationen

Die Daten zur Belegung der Krankenhäuser stammen vom IG NRW, dem Informationssystem Gefahrenabwehr NRW sowie dem DIVI-Intensivregister.

Impfzahlen

Die Daten zur Impfkampagne stammen vom Robert Koch-Institut. Die Erhebung dieser Daten erfolgt nach RKI-Angaben in den Impfzentren und durch die mobilen Impfteams. Über eine Webanwendung werden die Daten über die Kassenärtzlichen Vereinigungen (KV) Nordrhein und Westfalen an die Bundesdruckerei übermittelt und dort vom RKI abgerufen.

Eine Aktualisierung erfolgt täglich. Die Gesamtzahl mindestens einmal Geimpfter umfasst alle Personen, die eine Erstimpfung mit den in Deutschland zugelassenen und verfügbaren Impfstoffen erhalten haben. Als grundimmunisiert gelten alle Personen, für die eine Zweitimpfung dokumentiert wurde - hierzu zählt auch eine Impfung nach Genesung. Als Personen mit erster bzw. zweiter Auffrischimpfung gelten Personen, die eine oder zwei weitere Impfung(en) nach abgeschlossener Grundimmunisierung erhalten haben.

Zum 29.4.2022 erfolgten gebündelt mehrere Umstellungen in der Impfquotentabelle: Die bis zum 30.09.21 übermittelten Impfdaten der niedergelassenen Vertragsärzte wurden durch die Abrechnungsdaten der KVen ersetzt, die Zählweise der Janssen-Impfungen wurde angepasst und es wird die zweite Auffrischungsimpfung ausgewiesen.

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