FAQ Corona zu Kitas und Schulen: Ab Montag Kita für alle

Kita für alle startet in NRW: Gestapelte Bobbycars vor einem Zaun

FAQ Corona zu Kitas und Schulen: Ab Montag Kita für alle

  • Fragen und Antworten zu Corona-Auswirkungen
  • FAQ-Schwerpunkt: Kitas, Schulen und Bildungseinrichtungen
  • Themen: Schulöffnungen, Hygiene, Abschlussprüfungen
  • Der Überblick wird laufend aktualisiert

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Einen aktuellen Überblick über die Situation in Schulen und Kindertagesstätten während der Corona-Pandemie gibt es in diesem FAQ.

+ + + Kindertagesstätten + + +

Die Kitas in NRW öffnen wieder für alle Kinder - welche Regeln gelten?

Alle Kinder dürfen ab 8. Juni wieder in die Kitas oder zu Tageseltern gehen.

  • Der Betrieb ist eingeschränkt. Es werden jeweils zehn Betreuungsstunden weniger angeboten, als eigentlich gebucht sind - zum Beispiel 35 statt 45 Stunden oder 25 statt 35.
  • Gruppen dürfen maximal so groß sein wie es das Gesetz von vor Corona (KiBiz) erlaubt.
  • Kinder, die Krankheitssymptome aufweisen, dürfen nicht betreut werden.
  • Eingewöhnung ab 1. August können gemäß der sogenannten "allgemeinen Maßgaben zum eingeschränkten Regelbetrieb" stattfinden.

Stand: 04.06.2020

Kitastart: Wo und wie gebe ich mein Kind ab?

Eltern sollen die Kita möglichst nicht betreten. Sie sollen Kinder möglichst an der Tür zur Kita abgegeben - nicht an der Schwelle zum Gruppenraum.

Sofern es möglich ist, empfiehlt das Familienministerium Kitas, das Außengelände zum Bringen und Abholen zu nutzen. Damit es sich beim Bringen und Abholen nicht knubbelt, sollen Kinder möglichst zu unterschiedlichen Zeiten kommen und gehen. Außerdem sollen sie nur von einem Elternteil gebracht und abgeholt werden.

Das Ministerium erklärt auch: "Sofern dies räumlich und organisatorisch nicht möglich ist, muss der Garderobenbereich zum Bringen und Abholen genutzt werden." Dort sollen Eltern dann - soweit möglich - Abstand halten.

Gruppenräumen zu betreten ist für Eltern tabu. Das Ministerium schreibt: "Ein Aufenthalt der Eltern in den Gruppenräumen ist zu unterlassen."

Stand: 05.06.2020

Kitastart: Mein Kind weint - darf ich die Kita betreten?

Viele Kinder waren lange nicht in der Kita. Das Ministerium schreibt deshalb: "Eine Eingewöhnungsphase darf stattfinden. Das gilt auch für Fälle einer erneuten Eingewöhnung für Kinder, die in den vergangenen Wochen nicht betreut wurden, sofern dies aus pädagogischen Gründen erforderlich ist."

In diesen Fällen darf ein Elternteil mit in die Kita und die Eingewöhnung begleiten. Das Abstandsgebot zwischen Erziehern und Eltern ist dabei einzuhalten. Eine Maske müssen Eltern und Erzieher laut Ministerium immer dann tragen, wenn im Kontakt mit anderen Erwachsenen der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Stand: 05.06.2020

Kitastart: Eltern, Erzieher, Kinder - wer muss eine Maske tragen?

Kinder: Für Kinder gilt keine Maskenpflicht. Das Ministerium schreibt dazu: Der Einsatz von Mund-Nasen-Bedeckung werde ausdrücklich abgelehnt. Das Ministerium verweist Hinweis auf Gefahren durch unsachgemäßen Gebrauch und Risiken für die Kinder.

Erzieher: Ob Erzieher im Umgang mit den Kindern Masken tragen müssen oder nicht entscheidet der Träger der Kita. Erzieher, die sich mit Schutzmaske sicherer fühlen, dürfen diese tragen. Eine Schutzmaske müssen Erzieher laut Ministerium tragen, während Kinder von ihren Eltern gebracht und abgeholt werden. Außerdem: Im Umgang mit Erwachsenen immer dann, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Das gilt auch für den Abstand von Erzieher zu Erzieher.

Eltern: Beim Abholen und Bringen - und immer dann, wenn der Abstand zu anderen Erwachsenen von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist.

Stand: 05.06.2020

Weniger Stunden in der Kita - was ist mit den Gebühren?

Land und Kommunen in NRW haben vereinbart, dass den Eltern die Hälfte der Kita-Gebühren für die Betreuung erlassen wird - und zwar in den Monaten Juni und Juli. Grund dafür ist der eingeschränkte Regelbetrieb.

Für die Monate April und Mai mussten Eltern in NRW keine Beiträge zahlen. Das gilt für Kitas, Tagespflege und den Offenen Ganztag. Die Beiträge für den März mussten hingegen gezahlt werden, so NRW-Familienminister Joachim Stamp.

Manche Kommunen erstatten die Kita-Gebühren auch über diese Regelungen hinaus. Die Stadt Köln beispielsweise erstattet auch die Hälfte des Betrags, der für den März gezahlt wurde.

Stand: 04.06.2020

Was wird aus der Notbetreuung in der Kita?

Die Notbetreuung für bestimmte, systemrelevante Berufe und Alleinerziehende endet zum 8. Juni. Ab diesem Tag sind die Kindertagesstätten wieder für alle Kinder offen. Allerdings sind jeweils zehn Stunden weniger Betreuung möglich, als gebucht wurden. Die neue Regelung gilt auch für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten.

Stand: 26.05.2020

+ + + Schule und Bildung + + +

Täglicher Unterricht für alle NRW-Grundschüler - ab wann und wie?

Alle Kinder im Grundschulalter sollen bis zu den Sommerferien an allen Wochentagen die Schule besuchen. Die Regelung soll ab dem 15. Juni gelten. Das kündigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am 5. Juni an.

Die Schüler sollen im Klassenverbund ohne Teilung unterrichtet werden. "Die Anwesenheit und Gruppenzusammensetzung müssen dokumentiert werden", so die Ministerin. Eine Maskenpflicht bestehe nicht. "Das notwendige Abstandsgebot gibt es dann nicht mehr, es wird feste Gruppen geben", erläuterte Gebauer.

Stand: 05.06.2020

In unserer Familie gibt es Vorerkrankungen - muss das Kind in die Grundschule?

Zum Start des Regelbetriebs an Grundschulen schreibt das Ministerium: Kinder mit Vorerkrankungen können von der Schulpflicht befreit werden, vorausgesetzt, sie legen ein Attest vor. Das gelte auch für Kinder, die in einem Haushalt mit vorerkrankten Personen leben.

Stand: 05.06.2020

Regelbetrieb vor den Ferien auch an weiterführenden Schulen?

Nein, das ist nicht geplant. Das Schulministerium beruft sich auf einen Beschluss, der in Absprache mit dem Kanzleramt entstanden sei. Demnach müsse man das Infektionsgeschehen bei Kindern bis zu 10 Jahren gesondert betrachten, es liege bei nahezu null. Darum müssten die älteren Jahrgänge an den weiterführenden Schulen noch mit dem Regelbetrieb warten.

Allerdigs: Auch zu Studienlage und Infektionsrisiko bei Grundschülern gibt es Kritik. Die Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, sagt, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Ansteckungsgefahr durch Kinder seien nicht eindeutig.

Stand: 05.06.2020

Was ist mit Ganztag und Betreuung an Grundschulen?

Der Betrieb im Offenen Ganztag und in der Übermittagsbetreuung startet laut Schulministerium ebenfalls am 15. Juni wieder.

Start: 05.06.2020

Was ist mit Noten? Werden Leistungen aus dem Homeschooling bewertet?

Für vor Wiederaufnahme des Unterrichts gilt: Aufgaben, die Schüler in dieser Zeit bearbeitet haben, werden laut Schulministerium NRW "in der Regel nicht bewertet". Bewertet werden könnten aber Leistungen, die auf diesen Aufgaben aufbauen und die Schüler jetzt im Unterricht erbringen.

Für nach Wiederaufnahme des Unterrichts gilt: Lehrer können - vereinfacht gesagt - schauen, ob ihnen etwas positiv auffällt und dann eine bessere Note vergeben. Schüler sollten die Note von vor Corona aber nur verbessern und nicht verschlechtern können.

Das Schulministerium formuliert das so:

  • Gute Leistungen, die während des Heimunterrichts erbracht werden, können in die Abschlussnote als so genannte "Sonstige Leistungen" im Unterricht miteinfließen.
  • Nicht erbrachte oder nicht hinreichende Leistungen hingegen werden nicht in die Zeugnisnote einbezogen.

Man berücksichtige den "Umstand, dass es in dieser Zeit individuelle Situationen geben kann, die dazu führen, dass Aufgaben nicht so erledigt werden können wie es im Präsenzunterricht gegebenenfalls möglich gewesen wäre".

Stand: 26.05.2020

Müssen Schüler in NRW in Schulen eine Maske tragen?

Für den Start des Regelbetriebs an Grundschulen am 15. Juni heißt es aus dem Schulministerium, es bestehe keine Maskenpflicht.

Bisher gilt: Ob Schüler in Schulkorridoren und Klassenzimmern eine Maske tragen müssen, entscheidet die jeweilige Schulleitung. Maskenpflicht für alle Schüler in NRW gilt in Schulbussen.

Stand: 05.06.2020

Welche Corona-Regeln gelten für Schüler auf dem Schulweg?

Alle Schüler, die mit Bus und Bahn zur Schule fahren, müssen sich an einige Regeln halten. Dazu zählt etwa das Tragen von selbst mitgebrachten Alltagsmasken. Dies ist im ÖPNV in NRW Pflicht.

Auch wer eine Maske trägt, sollte beim Ein- und Aussteigen auf den Mindestabstand achten. Ist der Bus zu voll, bittet die Landesregierung, auf den nächsten Bus zu warten. Außerdem wird geraten, bei Zweiersitzen immer einen Platz frei zu lassen. Essen und Trinken sollte in Bussen und Bahnen ebenso vermieden werden wie Gespräche von Person zu Person und unnötige Berührungen von Haltestangen und -griffen.

Darüber hinaus gelten weiterhin die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, wie das Husten und Niesen in die Ellenbeuge sowie das gründliche Händewaschen sofort nach Betreten des Schulgebäudes.

Stand: 26.05.2020

Hygiene in der Schule - welche Regeln gelten jetzt?

Diese Hygiene-Regeln hatte das Land NRW für Schulen festgelegt - sie gelten allerdings mit dem Start des Regelbetriebs nicht mehr für Grundschulen.

  • Die Teilnehmerzahl ist zu begrenzen - je nach zur Verfügung stehenden Räumen und der Zahl der benötigten Aufsichtspersonen. 
  • Schulen sollen für einen Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen allen Anwesenden sorgen.
  • Mehrmals täglich, zum Beispiel einmal pro Stunde, ist eine Stoßlüftung oder Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen.
  • Die Sitzordnung muss dokumentiert werden.
  • Sanitäranlagen müssen mit ausreichend Seifenspendern ausgestattet sein.
  • Hände sollten regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife über 20 bis 30 Sekunden gewaschen werden.
  • Hautverträgliche Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis können bei nicht sichtbarer Verschmutzung alternativ benutzt werden.
  • Eine generelle Pflicht zum Tragen von Gesichtsmasken gibt es nicht.

Während die Schulträger laut Schulgesetz für die Rahmenbedingungen wie ausreichend Desinfektionsmittel sorgen müssen, ist die Schulleitung verpflichtet, die Einhaltung der Abstandsregeln und das regelmäßige Lüften zu überwachen.

Für Grundschulen gilt mit Start des Regelbetriebs:

  • Die Schüler sollen im Klassenverbund ohne Teilung unterrichtet werden.
  • "Die Anwesenheit und Gruppenzusammensetzung müssen dokumentiert werden", so Schulministerin Gebauer.
  • Eine Maskenpflicht bestehe nicht.
  • "Das notwendige Abstandsgebot gibt es dann nicht mehr, es wird feste Gruppen geben."

Stand: 05.06.2020

Mein Kind gehört zur Risikogruppe - muss es in die Schule?

Bei Schülern, die zu einer Risikogruppe gehören, sollen die Eltern entscheiden, ob ihr Kind durch den Schulbesuch gefährdet ist. Gegebenenfalls sollen sie das auch mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Besteht eine Gefahr, gibt es keine Pflicht, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Das muss der Schulleitung aber schriftlich mitgeteilt werden. Diese soll dann digitale Angebote machen, damit die Schüler zuhause lernen können.

Schulen müssen gefährdeten Schülern durch besondere Maßnahmen ermöglichen, an den Prüfungen teilzunehmen - etwa durch einen separaten Eingang oder eigene Räume.

Stand: 26.05.2020

Was ist mit den Abiprüfungen in NRW - und Nachschreibeterminen?

Die Abiturprüfungen haben in NRW am 12. Mai begonnen. Letzter Prüfungstermin war Montag, der 25. Mai. Die zentralen Nachschreibetermine für die Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden Schulen finden laut Schulministerium vom 26. Mai bis zum 9. Juni statt.

Durch einen stark verkürzten Korrekturzeitraum können die Abiturzeugnisse dann wie vorgesehen spätestens bis zum 27. Juni ausgegeben werden. Schülervertreter hatten eine Absage der Abitur-Prüfungen gefordert.

Stand: 26.05.2020

Was ist mit anderen Abschlussprüfungen an Schulen?

Aufgrund von Unterrichtsausfall und der damit einhergehenden fehlenden Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler der Klasse 10, die den Hauptschulabschluss oder den mittleren Schulabschluss anstreben, wird in diesem Jahr die vorgesehene Abschlussprüfung (ZP 10) durch dezentrale Prüfungsarbeiten ersetzt.

Diese schriftlichen Prüfungsarbeiten werden durch die Lehrkräfte der Schule erstellt und orientieren sich an den inhaltlichen Vorgaben der zentralen Prüfungen ZP 10, nehmen aber stärker auf den tatsächlich stattgefundenen Unterricht Bezug. Der vorgesehene erste Prüfungstag war der 12. Mai, die Arbeiten für die ZP 10 können aber auch zu einem späteren Zeitpunkt geschrieben werden.

Stand: 26.05.2020

Was ist mit Abschlussprüfungen der Azubis?

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) laufen seit 4. Mai wieder Prüfungen. Einen Überblick über Termine gibt die IHK Mittlerer Niederrhein.

Im Frühling bereits ausgefallene und verschobene Prüfungen sollen ab Ende Juni nachgeholt werden. Nähere Informationen würden den Auszubildenden rechtzeitig mitgeteilt, so die IHK-NRW.

Und auch bei der Handwerkskammer sollen die Gesellenprüfungen fast alle noch vor den Sommerferien stattfinden. Allerdings hat jede örtliche HWK andere zentrale Prüfungstermine.

Stand: 26.05.2020

Kann ich jetzt wieder in die Bibliothek?

Bibliotheken dürften nach einem Erlass der Landesregierung öffnen, wenn die Zahl der Besucher begrenzt und alle Personen registriert werden. Es kann passieren, dass Bibliotheken dennoch geschlossen haben, weil sie die Auflagen nicht erfüllen können.

Es gibt dann häufig andere Möglichkeiten, Bücher auszuleihen. Etwa mit der Ausleihe "zwischen Tür und Angel", also an einem geöffneten Fenster. Komfortabler ist aber die "Onleihe" im Internet. Die ist jetzt auch für Menschen frei, die bislang keine Nutzer einer Bibliothek waren.

Stand: 26.05.2020

Weitere Antworten zu Corona

Antworten auf Fragen zu Corona und den Themen Masken, Gesundheit, Alltag, Reisen, Arbeitsrecht und Hilfen für Selbstständige finden Sie in den weiteren FAQ.

Stand: 05.06.2020, 13:14

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