FAQ zu Kitas, Schulen, Universitäten: Keine Klassenfahrten bis zu den Osterferien

NRW: Keine Klassenfahrten bis zu den Osterferien

FAQ zu Kitas, Schulen, Universitäten: Keine Klassenfahrten bis zu den Osterferien

  • Fragen und Antworten zu Corona-Auswirkungen
  • FAQ-Schwerpunkt: Kitas, Schulen und Bildungseinrichtungen
  • Themen: Maskenpflicht, Tag der Offenen Tür, Hygiene
  • Der Überblick wird laufend aktualisiert

Aktualisieren

In NRW gilt für Kinder ab dem Schuleintritt, eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Viele Eltern, Erzieher und Lehrer befürchten, dass die Masken Kindern schaden könnten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat dazu jetzt Stellung genommen.

In der Stellungnahme heißt es: Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen stelle das Tragen von Masken keine gesundheitliche Gefahr dar.

"Die chirurgischen oder auch die so genannten Alltags-Masken mögen ein wenig unbequem sein für Kinder, sie schränken aber das Ein- und Ausatmen nicht ein, führen weder zu einer Einschränkung der Sauerstoffversorgung, noch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxid", schreibt der Verband.

Stand: 12.11.2020

Einen aktuellen Überblick über die Situation von Schülern und Kita-Kindern während der Corona-Pandemie gibt es in diesem FAQ.

+ + + Schule und Bildung + + +

Quarantäne: Was passiert, wenn ein Schüler infiziert ist?

Der Infizierte: Das Schulministerium NRW hat in einem Regelwerk verschiedene Szenarien durchgespielt und Auflagen veröffentlicht: Zeigt ein Schüler etwa während des Unterrichts Symptome wie Fieber und Husten, sollen Eltern das Kind abholen. Als Nächstes muss der Hausarzt zur weiteren Abklärung angerufen werden.

Mitschüler: Positiv getestete Schüler sollen mit ihren Mitschülern - in der Regel die Schulklasse - sofort in eine fünftägige Quarantäne geschickt werden, heißt es im Beschlusspapier von Bund und Ländern. Außerdem sollen die betroffenen Schüler nach fünf Tagen Quarantäne einen Schnelltest machen. Wer negativ ist, darf wieder in die Schule. Wer positiv ist, soll alle drei Tage erneut getestet werden, bis der Test negativ ausfällt. Ob dieser Beschluss in NRW so umgesetzt wird, ist noch unklar.

Lehrer: Sie sollen dem Beschluss zufolge wegen "des zeitlich befristeten und anders strukturierten Kontakts" nicht in diese "Cluster-Isolation" einbezogen werden. Offen bleibt, ob es überhaupt genügend Schnelltests für ein solches Vorgehen gibt.

Stand: 03.12.2020

Lehrkräfte und Erzieherinnen sollen sich selbst testen - was ist der Plan?

Laut einer neuen Verordnung sollen Lehrer und Erzieher sich künftig selbst auf das Coronavirus testen dürfen - ab wann, ist aber unklar.

Die Lehrer und Erzieher sollen geschult werden, wie genau sie einen Schnelltest bei sich selbst machen können. Dabei muss man ein Stäbchen sehr weit in die Nase stecken.

Stand: 03.12.2020

Was gilt für Klassenfahrten?

Bis Ende März, dem Beginn der Osterferien, sollen wegen der Corona-Pandemie keine Klassenfahrten stattfinden.

Bereits geplante Fahrten seien abzusagen, neue Schulfahrten in dem Zeitraum dürften nicht genehmigt werden. Das sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eben bei einer Pressekonferenz.

Von der Regel ausgenommen seien außerschulische Bildungsangebote wie eintägige Exkursionen.

Stand: 30.11.2020

Gestaffelter Unterrichtsbeginn: Was ist erlaubt?

Schulen in NRW können den Unterricht nun zwischen 7 und 9 Uhr beginnen lassen. Das teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) mit. Der frühe Unterrichtsbeginn eigne sich besonders für älterer Schüler, so Gebauer.

Stand: 30.11.2020

Schulleitung oder Gesundheitsamt: Wer entscheidet über die Quarantäne?

Weil Gesundheitsämter am Limit arbeiten, haben in NRW zuletzt zeitweise auch Schulleitungen Quarantäne-Entscheidungen getroffen. Das soll künftig nicht mehr vorkommen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte, dies sei die Zuständigkeit der Gesundheitsämter. Die Gesundheitsämter seien darüber informiert worden. Schulleitungen sollten einbezogen werden, sie sollten die Quarantäne-Entscheidungen aber nicht treffen.

Stand: 30.11.2020

Wann gilt Wechselunterricht in Schulen?

Bund und Länder haben sich für den sogenannten Wechselunterricht ausgesprochen. Dabei lernt nur ein Teil der Schüler in der Schule, der andere Teil zu Hause.

Das gilt allerdings erst im Notfall: Wenn der Inzidenzwert in einzelnen Corona-Hotspots auf 200 steigt, können Schüler ab der 8. Klasse aufgeteilt werden, um mehr Platz in den Klassenräumen zu schaffen.

Das soll von Schule zu Schule entschieden werden - nicht pauschal für ganze Städte oder Kreise.

Stand: 03.12.2020

Vorgezogene Weihnachtsferien: Was ist der Plan?

Auch der 21. und 22. Dezember (Montag und Dienstag vor Weihnachten) sind jetzt Ferientage. Das verkündete NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Der letzte Schultag vor den Ferien ist damit der 18. Dezember. Die zusätzlichen Ferientage sollen Familien vor Weihnachtsbesuchen die Chance geben, in eine einwöchige Quarantäne zu gehen.

Der Virologe Christian Drosten hält das schon seit Längerem für eine gute Idee. "Und wenn in dieser Woche keiner auch nur die leisesten Symptome kriegt, da ist es doch fast ausgeschlossen, dass irgendwer hier infiziert ist", sagte er in seinem Podcast vom NDR.

Die durchschnittliche Inkubationszeit - also der Zeitraum zwischen dem Kontakt mit dem Krankheitserreger bis zum Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen - beträgt bei Corona laut Robert Koch-Institut übrigens fünf bis sechs Tage.

Stand: 21.11.2020

Vorgezogene Weihnachtsferien: Wie wird die Kinderbetreuung gelöst?

Da die Weihnachtsferien zwei Tage früher starten, wird es für Schüler von der 1. bis zur 6. Klasse am 21. und 22. Dezember eine Notbetreuung geben. Das hat das Schulministerium mitgeteilt. Die Schüler müssen dabei Masken tragen. Für jede Gruppe soll eine Teilnehmerliste geführt werden. Für die Betreuung sind auch die Lehrer zuständig.

Stand: 03.12.2020

Was ist im teilweisen Lockdown mit VHS und Musikschulen?

Musikschulen dürfen öffnen. Manche Musikschulen bleiben aber trotzdem zu.

In Volkshochschulen dürfen gemäß der Coronaschutzverordnung NRW nur bestimmte Veranstaltungen stattfinden - etwa Aus- und Weiterbildungsangebote des Zweiten Bildungswegs und Integrationsangebote.

Stand: 03.12.2020

Was ist mit Kantinen und Schulmensen?

Kantinen dürfen öffnen. Schulmensen auch.

Stand: 29.10.2020

Warum sind Virologen dafür, Klassen zu verkleinern?

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sagt: Während der Corona-Pandemie sei es generell sinnvoll, größere Gruppen aufzuteilen, um Superspreader-Events zu verhindern.

Das gelte auch für Schulklassen. "Die Infektionsgefahr in Schulen ist natürlich genau so wie die Infektionsgefahr in jeder anderen vergleichbaren Situation", so Drosten im NDR-Podcast. Überall gehe es darum, nach Kompromissen zu suchen. Um Schulschließungen zu vermeiden, könnte man auch über das Modell nachdenken, Klassen aufzuteilen, um die eine Gruppe vormittags zu unterrichten und die andere nachmittags.

Auch wenn es das Infektionsrisiko verringern würde: Die Landesregierung plant aktuell keine Verkleinerung der Klassen.

Stand: 27.10.2020

Maskenpflicht an Schulen in NRW: Wer muss wo Maske tragen?

Alle Schüler müssen auf den Gängen und dem Schulgelände Masken tragen. Ab der 5. Klasse gilt die Maskenpflicht auch während des Unterrichts.

Lehrer dürfen die Maske im Klassenraum abnehmen, wenn der Unterricht das erfordert und sie Abstand halten können. Die Regelung gilt vorerst bis zu den Weihnachtsferien.

Visiere sind keine Alternative zu Masken. Sie sind nur in Ausnahmefällen erlaubt - etwa bei Vorerkrankungen.

Stand: 03.12.2020

Sollten Lehrer eine Maske tragen?

Wenn ein Lehrer im Frontalunterricht vor der Klasse stehe, sei dies "eine ähnliche Situation wie im Chor", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der Zeitung "Die Welt". Ein Lehrer könne so zum Superspreader werden. Der Begriff steht dafür, dass eine Person viele andere ansteckt.

Das Problem beim Singen und auch beim lauten Sprechen ist: Man erzeugt eine nicht unerhebliche Menge an Tröpfchen und Aerosolen. Über sie können andere im Raum infiziert werden. Ein weiteres Problem: Der empfohlene Sicherheitsabstand in NRW von 1,5 Meter könne in beengten Klassenräumen oft nicht eingehalten werden, so Fischbach. Deshalb plädieren Kinder- und Jugendärzte zum Schutz vor Corona für eine Maskenpflicht für Lehrer auch im Klassenzimmer.

Die Landesschülervertretung NRW argumentiert zudem, dass Lehrer zwischen den Schulklassen wechseln. Durch die Treffen mit vielen Schülern und den anderen Lehrern im Lehrerzimmer könnten sie ebenfalls zu Superspreadern werden, warnt Moritz Bayerl aus dem Vorstand.

Stand: 29.09.2020

Wie oft soll ein Klassenraum gelüftet werden?

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat Wissenschaftler aus Virologie, Hygiene und Strömungsmechanik zu dem Thema angehört. Dabei haben sich die Experten dafür ausgesprochen, Klassenzimmer im 20-Minuten-Takt für drei bis fünf Minuten stoßzulüften. Während der Pausen sollen auch die Türen für Durchzug geöffnet werden.

Manche Eltern haben Angst, ihre Kinder könnten sich erkälten. Andere argumentieren: Man müsse, um Erkältungskrankheiten zu vermeiden, nicht die Kälte meiden - sondern geschlossene Räume mit Menschen, die Erkältungsviren verbreiten.

Stand: 26.10.2020

Können Masken Kindern schaden?

In NRW gilt für Kinder ab dem Schuleintritt, eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Viele Eltern, Erzieher und Lehrer befürchten, dass die Masken Kindern schaden könnten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat dazu jetzt Stellung genommen.

In der Stellungnahme heißt es: Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen stelle das Tragen von Masken keine gesundheitliche Gefahr dar.

"Die chirurgischen oder auch die so genannten Alltags-Masken mögen ein wenig unbequem sein für Kinder, sie schränken aber das Ein- und Ausatmen nicht ein, führen weder zu einer Einschränkung der Sauerstoffversorgung, noch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxid", schreibt der Verband.

Stand: 12.11.2020

Wie wichtig ist das Lüften der Unterrichtsräume?

Ohne Lüftung verteilen sich Aerosole innerhalb weniger Minuten über den ganzen Raum. In einem geschlossenen Klassenzimmer kann ein infizierter Schüler oder Lehrer so im schlimmsten Fall die ganze Klasse anstecken.

Räume, in denen Lüften nicht möglich ist, sind laut Ministerium für den Unterricht nicht zugelassen.

Stand: 26.10.2020

Schnupfen, Halsweh und Co: Darf das Kind in die Schule?

Im sogenannten Konzept zur Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten schreibt das NRW-Schulministerium, dass auch Schnupfen nach Aussage des Robert Koch-Instituts zu den Symptomen einer Covid-19-Infektion gehören könne.

Allerdings komme Schnupfen auch häufig so vor. Deshalb sollen Schulen Eltern empfehlen, dass ein Schüler, der nur Schnupfen hat, für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden soll.

Kommen zum Schnupfen keine weiteren Symptome dazu, kann der Schüler wieder am Unterricht teilnehmen. Kommen Symptome wie Husten, Fieber und so weiter hinzu, muss ein Arzt klären, was der Schüler genau hat.

Stand: 21.08.2020

Schulwahl und Corona - was ist mit dem Tag der Offenen Tür?

In den kommenden Wochen müssen künftige Erstklässler an ihrer Schule angemeldet werden. Die "Tage der offenen Tür" müssen allerdings ausfallen - und können Familien so die Wahl der künftigen Bildungsstätte nicht erleichtern. Grundschulen in NRW haben sich daher andere Wege überlegt, um auch in der Corona-Krise über ihre Arbeit informieren zu können. So bieten viele Schulen beispielsweise digitale Rundgänge an. 

Haben sich Eltern für eine Schule entschieden, sollten sie sich rechtzeitig um einen Anmeldetermin kümmern. So sollen größere Menschenansammlungen vermieden werden.

Stand: 08.10.2020

Verkürzt ein negativer Corona-Test die Quarantäne eines Schülers?

Ein Schüler, der mit einem positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler eine Klasse besucht hat, muss 14 Tage in Quarantäne bleiben. Das gilt auch dann, wenn er einen Corona-Test macht und der Test ein negatives Ergebnis bringt. Ein Test stelle in der Inkubationszeit nur eine Momentaufnahme dar. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden.

Ein Schüler hatte gegen eine Anordnung des Gesundheitsamtes geklagt. Das Gericht lehnte den Antrag ab und verwies auf Vorgaben des Robert Koch-Instituts.

Laut RKI sind Personen, die auf engem Raum mit einem Infizierten zusammen waren wie zum Beispiel in einer Kitagruppe oder einer Schulklasse, Kontaktpersonen der Kategorie I. Für sie empfiehlt das RKI 14 Tage häusliche Quarantäne.

Stand: 08.10.2020

+ + + Kindertagesstätten + + +

Was bedeutet der "Lockdown light" für Kitas?

Grundsätzlich sollen Kitas geöffnet bleiben. Bundeskanzlerin Merkel wünscht sich aber bessere Hygienekonzepte. Wie diese konkret aussehen können, müssen die Länder ausarbeiten.

Stand: 29.10.2020

Schnupfen, Halsweh und Co: Darf das Kind in die Kita?

Bei laufender Nase ohne weitere Krankheitsanzeichen sollen Kinder zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden. Wenn keine weiteren Symptome wie etwa Husten oder Fieber dazu kommen, kann das Kind ohne Attest zurück in die Betreuung, erklärt das Ministerium.

Fieber, trockener Husten, Atemnot, Halsschmerzen, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Muskel- und Gliederschmerzen sind Symptomen, die auch auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen können. Dann gilt: Eltern sind in der Verantwortung, die Symptome ärztlich abzuklären zu lassen. Bis das geklärt ist, muss das Kind zu Hause bleiben.

Stand: 17.08.2020

Wie viele Stunden dürfe Kinder in der Kita betreut werden?

In den Kindergärten in NRW gilt seit dem 17. August wieder Regelbetrieb. Alle Kinder können ihre Kita oder ihre Tageseltern wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen. Die Zeiten waren zuletzt im eingeschränkten Regelbetrieb um jeweils zehn Stunden pro Woche reduziert.

Stand: 17.08.2020

Welche Hygieneregeln gelten bei der Kinderbetreuung?

Kontakt: Kita-Gruppen dürfen auch wieder untereinander Kontakt haben - Kitas sind nicht mehr verpflichtet, die Gruppen im Innen- und Außenbereich strikt zu trennen. Das gilt seit 17. August. Manche Kitas bleiben aber trotzdem dabei, die Gruppen zu trennen.

Abstand: Erwachsene müssen untereinander einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. Das gilt für Kita-Mitarbeiter und für Eltern.

Masken: Während Kinder keine Masken tragen müssen, gilt das für die Erwachsenen sehr wohl. Im Kontakt mit den Kindern sollen sie sie ablegen, bei Begegnungen untereinander dagegen tragen. Also in der Küche oder auch im lockeren Gespräch miteinander zwischendurch. Kitas können Eltern verpflichten, beim Bringen und Abholen ihrer Kinder eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Stand: 17.08.2020

Was ist mit Infektionen und Tests in der Kita?

Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat einer Aussage des Gesundheitsministeriums widersprochen, wonach die kostenlosen Corona-Tests für das Kita-Personal in NRW mit den Herbstferien auslaufen. Der konkrete Termin bleibe abzuwarten, sagte Stamp im Familienausschuss des Landtags. Er betonte aber, dass die bisherigen 14-täglichen anlasslos möglichen Tests durch ein "effizienteres System" abgelöst werden sollen. Wenn nicht direkt nach den Herbstferien, dann in absehbarer Zeit, so Stamp.

Stamp sagte im Familienausschuss, dass das bisherige Test-System tatsächlich nur wenige Treffer erbracht habe. In einem Bericht seines Ministeriums hieß es, dass rund 51.500 Tests vorgenommen wurden (Stand 15. September) - bei denen nur 87 Personen positiv getestet wurden. Stamp wiederholte in der Sitzung, dass es keine flächendeckenden Schließungen von Kitas mehr geben soll: "Ein solcher Lockdown wäre nicht verantwortbar." Man werde "viel stärker lokal handeln", so Stamp.

Stand: 24.09.2020

Alltagshelfer für die Kita gesucht - was steckt dahinter?

Ein Großteil der Kitas in Nordrhein-Westfalen setzt in der Corona-Krise auf sogenannte Alltagshelfer zur Bewältigung der Zusatzaufgaben in der Pandemie. Bislang hätten etwa 7.800 Kindertageseinrichtungen einen Antrag auf Förderung von Kita-Helferinnen und -Helfern gestellt, teilte das Familienministerium mit. Damit machen knapp drei Viertel aller rund 10.500 Kindertageseinrichtungen in NRW von dem Angebot des Landes Gebrauch, in der Corona-Zeit befristet Helfer einzustellen.

Diese Helfer sollen das pädagogische Fachpersonal bei alltäglichen Hygienemaßnahmen entlasten - etwa der Reinigung von Spielzeug, regelmäßigem Lüften und Desinfizieren. Es gebe viele positive Rückmeldungen, hieß es aus dem Ministerium. "Wir werden in Kürze entscheiden, wie die Fortsetzung des Programms genau gestaltet wird", so Familienminister Joachim Stamp (FDP).

Das Alltagshelfer-Programm war Anfang August gestartet als die Einrichtungen dabei waren, wieder in den regulären Betrieb nach der Corona-Zwangspause zurückzukehren. Bis Ende des Jahres stehen 105 Millionen Euro bereit. Es sind laut Ministerium noch Mittel verfügbar: Bisher seien Anträge mit einem Volumen von rund 72 Millionen Euro gestellt.

Stand: 24.10.2020

+ + + Hochschule und Universitäten + + +

Corona und Uni: Was findet statt und was nicht?

Wegen der Corona-Pandemie ist der Semesterstart allerdings anders als in den Vorjahren. Es gilt zum Beispiel:

  • Die Studierenden dürfen die Unis nicht betreten.
  • Vorlesungen finden digital statt.
  • Nur zu Exkursionen, Praktika oder Labortätigkeiten dürfen die Studierenden unter Berücksichtigung der Hygieneregeln in die Universität.
  • Kennenlern-Veranstaltungen für die Erstsemester fallen aus.
  • Es gilt Maskenpflicht in allen Lehr- und Prüfungsveranstaltungen im Präsenzbetrieb mit Ausnahme von schriftlichen Prüfungen, also den Klausuren.

Stand: 02.11.2020

Was ist im teilweisen Lockdown mit der Uni-Mensa?

Mensen und Kantinen dürfen öffen - aber das Angebot gilt nur für Studierende und Verwaltungsangestellte der Hochschulen. Es wird kontrolliert.

Stand: 05.11.2020

Kein Geld wegen Corona: Welche Hilfe gibt es für Studierende?

Studierende können jetzt wieder Nothilfe beantragen. Das Bundesbildungsministerium will mit dem Geld alle unterstützen, die wegen der Corona-Pandemie finanzielle Probleme haben.

Hier gibt es weitere Infos:

Stand: 26.11.2020

+ + + Weitere Familien- und Bildungsthemen + + +

Was ist im teilweisen Lockdown mit Spielplätzen?

Spielplätze bleiben geöffnet. Es besteht aber Maskenpflicht - und zwar unabhängig von der Einhaltung des Mindestabstands: für Erwachsene und für Kinder ab dem Grundschulalter.

Stand: 02.11.2020

Dürfen Eltern zu Hause bleiben, wenn das Kind in Quarantäne geschickt wird?

Nach den Sommerferien in NRW haben die Gesundheitsämter schon etliche Kinder in Quarantäne geschickt. Dasselbe gilt für Kita-Kinder. Eltern, die deshalb ihr Kind betreuen und nicht zur Arbeit gehen können, dürfen beim Kind zu Hause bleiben. Sie können dann nach dem Infektionsschutzgesetz eine Entschädigung für ihre Lohnausfälle erhalten.

Pro Elternteil werden bis zu zehn Wochen gewährt, für Alleinerziehende gelten 20 Wochen. Ab der 7. Woche beträgt die Entschädigung 67 Prozent des Verdienstausfalls, aber maximal 2.016 Euro. Die Regelung gilt für Eltern, die Kinder im Alter bis zwölf Jahre betreuen.

Sonderfall Infektion: Wenn ein Kind infiziert ist, gibt es eine Krankschreibung vom Arzt. Auch dann dürfen Eltern zu Hause bleiben, es besteht Anspruch auf Kinderkrankengeld - wenn das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Nach einem Beschluss vom 27. August bekommt jeder Elternteil jetzt für bis zu 15 Arbeitstage Krankengeld. Alleinerziehende erhalten bis zu 30 Tage Krankengeld, wenn das Kind krank ist.

Stand: 06.09.2020

Muss man den Corona-Kinderbonus versteuern?

Die Familienkassen haben den Corona-Kinderbonus in Höhe von 300 Euro ausgezahlt.

Dieser Bonus ist steuerfrei und wird auch nicht von sonstigen Sozialleistungen wie Hartz IV abgezogen.

Eine Einschränkung gibt es aber: Bei eher wohlhabenden Familien wird der Bonus auf den steuerlichen Kinderfreibetrag angerechnet.

Stand: 26.10.2020

Wo gibt es schnelle Hilfe für gestresste Eltern?

Wenn Eltern merken, dass die Belastung zu groß ist, sollten sie nicht warten, bis es zu spät ist:

  • Die Jugendämter in den Kommunen informieren auf den Homepages der Städte und Gemeinden über die Erreichbarkeit ihrer Hotlines: zum Beispiel in Köln, Düsseldorf oder Dortmund.
  • Die Hilfsorganisation Nummer gegen Kummer bietet telefonische Beratung für Eltern von Kindern jeden Alters. Alle Nummern und Infos hier.
  • Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar und vermittelt Eltern bei Problemen an die richtigen Anlaufstellen: anonym und kostenlos unter 0800-1110-111 oder 0800-1110-222.

Stand: 10.08.2020

Ich bin alleinerziehend und brauche Hilfe - wo kann ich anrufen?

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter NRW hat eine Krisen-Hotline für Alleinerziehende eingerichtet, die vom Familienministerium gefördert wird.

Unter 0201 82 774-799 erhalten Alleinerziehende eine psychosoziale Beratung durch qualifizierte Ansprechpartner.

Stand: 10.08.2020

Weitere Antworten zu Corona

Antworten auf Fragen zu Corona und den Themen Masken, Gesundheit, Alltag, Reisen, Arbeitsrecht und Hilfen für Selbstständige finden Sie in den weiteren FAQ.

Stand: 03.12.2020, 13:38

Weitere Themen