FAQ Corona zu Kitas und Schulen: Schulwahl - was ist mit dem Tag der offenen Tür?

FAQ Corona zu Kitas und Schulen: Schulwahl - was ist mit dem Tag der Offenen Tür?

FAQ Corona zu Kitas und Schulen: Schulwahl - was ist mit dem Tag der offenen Tür?

  • Fragen und Antworten zu Corona-Auswirkungen
  • FAQ-Schwerpunkt: Kitas, Schulen und Bildungseinrichtungen
  • Themen: Schulstart, Hygiene, Maskenpflicht, Kitas
  • Der Überblick wird laufend aktualisiert

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Einen aktuellen Überblick über die Situation von Schülern und Kita-Kindern während der Corona-Pandemie gibt es in diesem FAQ.

+ + + Schule und Bildung + + +

Schulwahl und Corona - was ist mit dem Tag der Offenen Tür?

In den kommenden Wochen müssen künftige Erstklässler an ihrer Schuleangemeldet werden. Die "Tage der offenen Tür" müssen allerdings ausfallen - und können Familien so die Wahl der künftigen Bildungsstätte nicht erleichtern.

Grundschulen in NRW haben sich daher andere Wege überlegt, um auch in der Corona-Krise über ihre Arbeit informieren zu können. So bietet eine Mülheimer Schule beispielsweise digitale Rundgänge an. 

Haben sich Eltern für eine Schule entschieden, sollten sie sich rechtzeitig um einen Anmeldetermin kümmern. So sollen größere Menschenansammlungen vermieden werden.

Stand: 07.09.2020

Warum sollten Lehrer eine Maske tragen?

Wenn ein Lehrer im Frontalunterricht vor der Klasse stehe, sei dies "eine ähnliche Situation wie im Chor", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der Zeitung "Die Welt". Ein Lehrer könne so zum Superspreader werden. Der Begriff steht dafür, dass eine Person viele andere ansteckt.

Das Problem beim Singen und auch beim lauten Sprechen ist: Man erzeugt eine nicht unerhebliche Menge an Tröpfchen und Aerosolen. Über sie können andere im Raum infiziert werden. Ein weiteres Problem: Der empfohlene Sicherheitsabstand in NRW von 1,5 Meter könne in beengten Klassenräumen oft nicht eingehalten werden, so Fischbach. Deshalb plädieren Kinder- und Jugendärzte zum Schutz vor Corona für eine Maskenpflicht für Lehrer auch im Klassenzimmer.

Die Landesschülervertretung NRW argumentiert zudem, dass Lehrer zwischen den Schulklassen wechseln. Durch die Treffen mit vielen Schülern und den anderen Lehrern im Lehrerzimmer könnten sie ebenfalls zu Superspreadern werden, warnt Moritz Bayerl aus dem Vorstand.

Stand: 31.08.2020

Maskenpflicht an Schulen in NRW - was sind die neuen Regeln?

Weiterführende und berufsbildende Schulen: Ab 1. September ist der Mund-Nasen-Schutz nur noch im Schulgebäude und auf dem Schulhof vorgeschrieben. Die Pflicht, im Unterricht eine Maske zu tragen, entfällt - allerdings wirklich nur am Platz des Schülers. "Sobald ein Schüler aufsteht oder den Klassenraum verlässt, ist die Maske wieder zu tragen", sagt Schulministerin Yvonne Gebauer.

Grundschulen: Mund und Nase müssen bedeckt werden, wenn man im Schulgebäude oder auf dem Schulhof unterwegs ist.

Visiere sind keine Alternative zu Masken. Sie sind nur in Ausnahmefällen erlaubt - etwa bei Vorerkrankungen.

Stand: 31.08.2020

Dürfen Schüler freiwillig eine Maske im Unterricht tragen?

Ja, das ist erlaubt. Schulministerin Yvonne Gebauer sagt: Wer die Maske weiter tragen will, dem zolle ich meinen Respekt, aber die Pflicht zum Tragen gibt es nicht mehr."

Stand: 31.08.2020

Dürfen Schulen noch auf Masken im Unterricht bestehen?

Im Unterricht gilt keine Maskenpflicht mehr. Es wollen aber nicht alle Schulen beim Ende der Maskenpflicht mitmachen: "In keinem unserer Klassenräume kann im normalen Präsenzunterricht der Mindestabstand eingehalten werden", erklärte beispielsweise die Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen. Dort sollen zunächst bis zu den Herbstferien weiter Masken getragen werden.

Stand: 06.09.2020

Schnupfen, Halsweh und Co: Darf das Kind in die Schule?

Das kommt darauf an, was das Kind genau hat - und was die Schule den Eltern vorgibt. Im sogenannten Konzept zur Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten schreibt das NRW-Schulministerium, dass auch Schnupfen nach Aussage des Robert Koch-Instituts zu den Symptomen einer Covid-19-Infektion gehören könne.

Allerdings komme Schnupfen auch häufig so vor. Deshalb soll die Schule Eltern empfehlen, dass ein Schüler, der nur Schnupfen hat, für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden soll. Kommen zum Schnupfen keine weiteren Symptome dazu, kann der Schüler wieder am Unterricht teilnehmen. Kommen Symptome wie Husten, Fieber und so weiter hinzu, muss ein Arzt klären, was der Schüler genau hat.

Stand: 21.08.2020

Dürfen Klassenfahrten stattfinden?

Ausland: Alle Fahrten und Schüleraustausche ins Ausland sind bis zu den Herbstferien untersagt.

Innerhalb von Deutschland: Mehrtägige Reisen, Wandertage oder Exkursionen sind erlaubt - wenn die Regeln des Infektionsschutzes eingehalten werden.

So steht es in der Meiiteilung zur "Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten zu Beginn des Schuljahres 2020/2021" vom NRW-Schulministerium.

Stand: 28.08.2020

Muss mein Kind an der Klassenfahrt teilnehmen?

Dazu schreibt das Schulministerium: Nach der Richtlinien für Schulfahrten sei in besonderen Ausnahmefällen eine "Befreiung von der Pflicht zur Teilnahme" an einer Klassenfahrt möglich. Das gelte auch, wenn Eltern gravierende gesundheitliche Gründe geltend machen. 

Stand: 28.08.2020

Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht an Schulen?

NRW setzt die Maskenpflicht im Unterricht für Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen aus. Das gilt ab dem 1. September. Weiterhin getragen werden muss eine Maske auf dem Schulgelände - etwa während der Pausen.

Ausnahmen von der Maskenpflicht sind auch aus medizinischen Gründen möglich. Kinderärztin Christiane Thiele sagt, dass mehr Eltern nach einem Attest fragen, um Kinder von der Maskenpflicht zu befreien. Viele Anfragen lehne sie ab. So sei ein gut eingestelltes Asthma kein Grund, auf die Maske zu verzichten. Sie müsse nur bei einem Anfall abgezogen werden.

Stand: 27.08.2020

Ist es sinnvoll, wenn Kinder Masken tragen?

Ja, sagt Ruth Schulz aus dem WDR-Quarks-Team. Sie verweist auf ein Sommercamp in den USA, in dem sich fast 80 Prozent der 600 Kinder und Jugendlichen infizierten. In dem Sommercamp waren die Jüngeren sogar stärker betroffen als die Älteren. "Kinder bekommen zwar selten starke Symptome, aber sie können das Virus offensichtlich doch heftig verbreiten", sagt Ruth Schulz.

Nachdem es aus dem NRW-Schulministerium vor den Ferien hieß, das Infektionsgeschehen bei Kindern tendiere "gegen Null", zeigt die Statistik des Robert Koch-Instituts vom 18. August, dass Fälle in den Altersgruppen der Fünf- bis 14-Jährigen und der 15- bis 34-Jährigen zunehmen. Sie sind laut der gemeldeten Corona-Fälle aktuell in Deutschland am häufigsten betroffen.

Stand: 21.08.2020

Wie wichtig ist das Lüften der Unterrichtsräume?

Ohne Lüftung verteilen sich Aerosole innerhalb weniger Minuten über den ganzen Raum. In einem geschlossenen Klassenzimmer kann ein infizierter Schüler oder Lehrer so im schlimmsten Fall die ganze Klasse anstecken. Mit Abschaffung der Maskenpflicht zum 1. September steigt dieses Risiko an NRWs Schulen.

Nach Angaben des NRW-Schulministeriums müssen Schulen sicherstellen, dass Unterrichtsräume regelmäßig gelüftet werden. Räume, in denen dies nicht möglich ist, sind laut Ministerium für den Unterricht nicht zugelassen.

Der Luftforscher Matthias Kriegel erklärte im NDR-Podcast, dass es nicht reicht, alle 45 Minuten zu lüften. Er nennt Klassenzimmer Orte, in denen im Regelbetrieb, viele Personen sehr eng sitzen. Wenn man dort erst nach der Unterrichtsstunde für zehn Minuten lüfte, dann sei das ein schlecht gelüfteter Raum, der Infektionen, auch über Aerosole begünstige.

Schon nach einer Viertelstunde seien die Luftqualitätsgrenzwerte, auch in Bezug auf Kohlendioxid gefallen, sagt Kriegel.

Stand: 28.08.2020

Was passiert mit Maskenverweigerern in der Schule?

Wenn Schüler sich bewusst oder provokativ nicht an die Vorgaben des Infektionsschutzes halten, drohen sogenannte erzieherische Maßnahmen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Schüler nach Hause geschickt wird.

Ein dauerhafter Verstoß könne außerdem zum vorübergehenden Schulverweis führen, sagt die Schulministerin. Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht wie in Bussen und Bahnen soll es an Schulen nicht geben.

Stand: 21.08.2020

Was passiert, wenn ein Schüler infiziert ist?

Das Schulministerium NRW hat in einem Regelwerk verschiedene Szenarien durchgespielt und Auflagen veröffentlicht: Zeigt ein Schüler etwa während des Unterrichts Symptome wie Fieber und Husten, sollen Eltern das Kind abholen. Als Nächstes muss der Hausarzt zur weiteren Abklärung angerufen werden.

Gesundheitsämter sind berechtigt, neben einem möglicherweise infizierten Schüler auch die gesamte Klasse und andere Kontaktpersonen wie Lehrer in häusliche Quarantäne zu schicken, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Über Infektionen und Verdachtsfälle sollen alle am Schulleben Beteiligten transparent informiert werden, schreibt das Ministerium.

Mit Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen in NRW zum 1. September könnten künftig mehr Schüler von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sein.

Stand: 28.08.2020

+ + + Weitere Familienthemen + + +

Dürfen Eltern zu Hause bleiben, wenn das Kind in Quarantäne geschickt wird?

Nach den Ferien in NRW haben die Gesundheitsämter schon etliche Kinder in Quarantäne geschickt. Dasselbe gilt für Kita-Kinder. Eltern, die deshalb ihr Kind betreuen und nicht zur Arbeit gehen können, dürfen beim Kind zu Hause bleiben. Sie können dann nach dem Infektionsschutzgesetz eine Entschädigung für ihre Lohnausfälle erhalten.

Pro Elternteil werden bis zu zehn Wochen gewährt, für Alleinerziehende gelten 20 Wochen. Ab der 7. Woche beträgt die Entschädigung 67 Prozent des Verdienstausfalls, aber maximal 2.016 Euro. Die Regelung gilt für Eltern, die Kinder im Alter bis zwölf Jahre betreuen.

Sonderfall Infektion: Wenn ein Kind infiziert ist, gibt es eine Krankschreibung vom Arzt. Auch dann dürfen Eltern zu Hause bleiben, es besteht Anspruch auf Kinderkrankengeld - wenn das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. N ach einem Beschluss vom 27. August bekommt jeder Elternteil jetzt für bis zu 15 Arbeitstage Krankengeld. Alleinerziehende erhalten bis zu 30 Tage Krankengeld, wenn das Kind krank ist.

Stand: 06.09.2020

Corona-Kinderbonus - wann kommt das Geld?

Die Familienkassen haben mit der Auszahlung des Corona-Kinderbonus in Höhe von 300 Euro begonnen. Familien müssen den Bonus nicht beantragen, er kommt automatisch aufs Konto. Im September werden zusätzlich zum Kindergeld 200 Euro ausgezahlt, im Oktober noch einmal 100 Euro.

Der Bonus ist steuerfrei und wird auch nicht von sonstigen Sozialleistungen wie Hartz IV abgezogen. Die einzige Einschränkung: Bei eher wohlhabende Familien wird der Bonus auf den steuerlichen Kinderfreibetrag angerechnet.

Wann genau der Bonus auf dem Konto ist, hängt von der Kindergeldnummer ab. Alle mit der Endziffer "0" bekommen zuerst Geld, dann die "1", die "2" und so weiter. Die letzte Auszahlung in diesem Monat erfolgt am 22. September.

Stand: 07.09.2020

Wo gibt es schnelle Hilfe für gestresste Eltern?

Wenn Eltern merken, dass die Belastung zu groß ist, sollten sie nicht warten, bis es zu spät ist:

  • Die Jugendämter in den Kommunen informieren auf den Homepages der Städte und Gemeinden über die Erreichbarkeit ihrer Hotlines: zum Beispiel in Köln, Düsseldorf oder Dortmund.
  • Die Hilfsorganisation Nummer gegen Kummer bietet telefonische Beratung für Eltern von Kindern jeden Alters. Alle Nummern und Infos hier.
  • Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar und vermittelt Eltern bei Problemen an die richtigen Anlaufstellen: anonym und kostenlos unter 0800-1110-111 oder 0800-1110-222.

Stand: 10.08.2020

Ich bin alleinerziehend und brauche Hilfe - wo kann ich anrufen?

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter NRW hat eine Krisen-Hotline für Alleinerziehende eingerichtet, die vom Familienministerium gefördert wird.

Unter 0201 82 774-799 erhalten Alleinerziehende eine psychosoziale Beratung durch qualifizierte Ansprechpartner.

Stand: 10.08.2020

+ + + Kindertagesstätten + + +

Schnupfen, Halsweh und Co: Darf das Kind in die Kita?

Bei laufender Nase ohne weitere Krankheitsanzeichen sollen Kinder zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden. Wenn keine weiteren Symptome wie etwa Husten oder Fieber dazu kommen, kann das Kind ohne Attest zurück in die Betreuung, erklärt das Ministerium.

Fieber, trockener Husten, Atemnot, Halsschmerzen, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Muskel- und Gliederschmerzen sind Symptomen, die auch auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen können. Dann gilt: Eltern sind in der Verantwortung, die Symptome ärztlich abzuklären zu lassen. Bis das geklärt ist, muss das Kind zu Hause bleiben.

Stand: 17.08.2020

Wie viele Stunden dürfe Kinder in der Kita betreut werden?

In den Kindergärten in NRW gilt seit dem 17. August wieder Regelbetrieb. Alle Kinder können ihre Kita oder ihre Tageseltern wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen. Die Zeiten waren zuletzt im eingeschränkten Regelbetrieb um jeweils zehn Stunden pro Woche reduziert.

Stand: 17.08.2020

Welche Hygieneregeln gelten bei der Kinderbetreuung?

Kontakt: Kita-Gruppen dürfen auch wieder untereinander Kontakt haben - Kitas sind nicht mehr verpflichtet, die Gruppen im Innen- und Außenbereich strikt zu trennen. Das gilt seit 17. August. Manche Kitas bleiben aber trotzdem dabei, die Gruppen zu trennen.

Abstand: Erwachsene müssen untereinander einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. Das gilt für Kita-Mitarbeiter und für Eltern.

Masken: Während Kinder keine Masken tragen müssen, gilt das für die Erwachsenen sehr wohl. Im Kontakt mit den Kindern sollen sie sie ablegen, bei Begegnungen untereinander dagegen tragen. Also in der Küche oder auch im lockeren Gespräch miteinander zwischendurch. Kitas können Eltern verpflichten, beim Bringen und Abholen ihrer Kinder eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Stand: 17.08.2020

Was ist mit Infektionen und Tests in der Kita?

Sollte es zu Corona-Infektionen bei Kindern kommen, werde sofort "umfangreich auch in die Familien rein getestet", sagt NRW-Familienminister Joachim Stamp.

Vorsorglich bekommen alle Kita-Beschäftigten bis zum 9. Oktober die Möglichkeit, sich alle 14 Tage freiwillig und kostenlos auf SARS-CoV-2 testen zu lassen.

Stand: 17.08.2020

Alltagshelfer für die Kita gesucht - was steckt dahinter?

Um Hygienekonzepte in den Kitas umsetzen zu können, suchen viele Träger jetzt "Alltagshelfer". Gemeint ist: nicht-pädagogisches Personal, das zum Beispiel beim Händewaschen helfen soll, beim Tischdecken, Putzen oder Essen verteilen oder etwa beim Buddeln im Sandkasten.

Möglich sind ein Praktikum (3 Monate) oder eine Anstellung (bis zu fünf Monate). Bezahlt wird nach Tarif - der muss aber mit dem Träger ausgehandelt werden.

Stand: 21.08.2020

Weitere Antworten zu Corona

Antworten auf Fragen zu Corona und den Themen Masken, Gesundheit, Alltag, Reisen, Arbeitsrecht und Hilfen für Selbstständige finden Sie in den weiteren FAQ.

Stand: 14.09.2020, 13:11

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