Was sollte ich in Ostwestfalen-Lippe zu Corona wissen?

Was sollte ich in Ostwestfalen-Lippe zu Corona wissen?

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Ostwestfalen-Lippe; aus Bielefeld und den Kreisen Paderborn, Gütersloh, Herford, Minden-Lübbecke, Lippe und Höxter.

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Ostwestfalen-Lippe, aus der Stadt Bielefeld und den Kreisen Paderborn, Gütersloh, Herford, Minden-Lübbecke, Lippe und Höxter.

Symbolbild: Viren und OWL-Karte

Die aktuellen Fallzahlen für die Region:

Sälzerhalle in Salzkotten wird Impfzentrum

Noch im Dezember soll der Aufbau beginnen. In der Sälzerhalle soll es eine Abluftanlage geben, die die Luft filtert. Außerdem soll das Gebäude ausschließlich in seiner Funktion als Impfzentrum genutzt werden, andere Veranstaltungen werden dort also nicht stattfinden. Für das Impfen selbst ist ein Einbahnstraßensystem mit separaten Ein- und Ausgängen für mehrere sogenannte "Impfstraßen" geplant.

(Stand 30.11.2020)

Inzidenzwert über 500: Verschärfte Maßnahmen für Espelkamp

In Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke ist der Inzidenzwert nach Angaben des Kreises inzwischen auf über 500 gestiegen. Deshalb sollen dort verschärfte Maßnahmen ergriffen werden, vor allem für Gottesdienste, Geschäfte und Arbeitsräume. Das Coronavirus verteile sich vor allem in großen Familienverbänden, sagte ein Sprecher des Krisenstabes. Auch in Preußisch Oldendorf und Rahden seien die Infektionszahlen erheblich gestiegen.

Stand 30.11.2020

Paderborner Politiker kritisiert Corona-Finanzhilfen

Der Paderborner Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion, Carsten Linnemann, hat die aktuellen Corona-Finanzhilfen der Bundesregierung kritisiert. Er forderte im Morgenmagazin von ARD und ZDF eine gezieltere Verteilung. An der einen Stelle gebe es viel zu viel: So bekämen Fast-Food-Ketten 75 Prozent der Umsätze aus dem Vorjahr für Verkäufe im Restaurant und könnten weiter Geld mit dem Außer-Haus-Verkauf einnehmen.

Stand: 24.11.2020

Herstellung des Corona-Impfstoffs bald in Halle

In Halle wird bald ein Corona-Impfstoff hergestellt. Nach WDR-Informationen wird schon in wenigen Wochen bei der Firma Baxter Oncology die Produktion anlaufen. Die Mitarbeiter bei Baxter wurden bereits über die Pläne des Unternehmens informiert. Demnach beginnen Anfang Dezember erste Testläufe. Für das neue Jahr ist dann die Massenproduktion des Corona-Impfstoffs geplant. Erste Umbauten laufen bereits - neue Mitarbeiter sollen eingestellt werden. Halle wäre einer von mehreren Produktionsstandorten.

Stand: 18.11.2020

Jugendherbergen bieten Räume für Unterricht an

Das Deutsche Jugendherbergswerk mit Sitz in Detmold hat dem Bundesbildungsministerium seine Jugendherbergen als Unterrichtsräume angeboten. Damit wolle man während der Coronapandemie helfen, die Raumsituation in den Klassen zu entzerren, teilte das DJH heute mit. Die Gruppenräume in den bundesweit rund 450 Jugendherbergen könnten "schnell und einfach zu vorübergehenden Klassenräumen umfunktioniert werden", hieß es.

Stand: 18.11.2020

Bad Salzuflen hebt Maskenpflicht in Innenstadt auf

Die Maskenpflicht in der Innenstadt von Bad Salzuflen ist aufgeboben worden. Das hat der Kreis Lippe bekannt gegeben. Durch die Coronaschutzverordnung seien viel weniger Besucher in die Stadt gekommen. So könne der 1,5 Meter-Mindestabstand aktuell problemlos eingehalten werden. Die Hinweisschilder zur Maskenpflicht wurden bereits entfernt.

(Stand 04.11.2020)

Zwei Tote nach Corona-Ausbruch in Seniorenpark

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Senioren-Wohnpark in Bad Lippspringe sind mittlerweile fünf Senioren verstorben. Insgesamt haben sich 45 Bewohner und 22 Mitarbeiter infiziert. Damit sind inzwischen fünf Senioren in dem Wohnpark in Bad Lippspringe verstorben. Bereits in der Vorwoche hatte die Einrichtung mitgeteilt, dass sich insgesamt 22 Mitarbeiter und 45 Bewohner mit dem Sars-Cov-2- Virus infiziert hatten.

(Stand 04.11.2020)

Krankenhäuser im Kreis Gütersloh an Belastungsgrenze

Die vier Krankenhäuser im Kreis Gütersloh kommen derzeit an ihre Belastungsgrenze. Das gab der Kreis am Dienstagabend bekannt. Am Montag hätten alle vier Krankenhäuser ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Zum einen gab es mehr Einsätze für den Rettungsdienst, zum anderen seien zahlreiche positiv auf Corona getestete Patienten stationär neu aufgenommen worden. Inzwischen habe sich die Lage aber wieder verbessert. Laut Intensivbettenregister sind im Kreis Gütersloh derzeit 10 der 41 Intensivbetten frei.

(Stand 04.11.2020)

Corona-Infektionen im Krankenhaus

Im Krankenhaus St. Johannisstift in Paderborn haben sich drei Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, die auf der Intensivstation arbeiten. 14 weitere Mitarbeiter der Intensivstation sind deshalb vorsorglich in Quarantäne. Die Intensivstation ist nach Auskunft des Krankenhauses nur eingeschränkt funktionsfähig, aber sie sei nicht geschlossen. Alle 450 Krankenhausmitarbeiter des St. Johannisstift werden zur Zeit auf das Coronavirus getestet.

(Stand 04.11.2020)

Besucherstopp in Krankenhäusern

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen erlassen viel Paderborner Krankenhäuser ab Montag erneut einen absoluten Besucherstopp. Betroffen sind das Brüderkrankenhaus St. Josef, die Frauen- und Kinderklinik St. Louise und das St. Vincenz-Krankenhaus, sowie das St. Josefs-Krankenhaus in Salzkotten. Ausnahmen gelten für werdene Väter und für Besucher von Patienten in kritischem Gesundheitzustand sowie von Kindern und jugendlichen Patienten unter 16 Jahren.

(Stand 02.11.2020)

Corona-Fälle in Bad Lippspringer Klinik

In der Klinik im Park in Bad Lippspringe haben sich vier Patienten und zwei Pflegekräfte mit dem Coronavirus infiziert. Das gab das Klinikum am Wochenende bekannt. Als zwei Infektionen am Freitag nachgewiesen wurden, veranlasste die Klinikleitung eine Reihentestung von knapp 200 Patienten und Beschäftigen. Die Infizierten werden isoliert und Kontaktpersonen müssen nun in Quarantäne. Es sollen laut Klinikleitungen noch weitere Tests stattfinden.

(Stand 02.11.2020)

Bundeswehr hilft bei Ermittlung von Corona-Kontaktpersonen

Kreise und Kommunen Ostwestfalen-Lippe brauchen zunehmend die Hilfe der Bundeswehr, um die Kontakte von Corona-Infizierten zu ermitteln. Im Kreis Gütersloh kümmern sich seit heute 15 Soldaten aus Augustdorf darum. Auch der Kreis Paderborn hat jetzt um Hilfe gebeten. Im Kreis Herford und in Bielefeld ist die Bundeswehr bereits im Einsatz, um die Arbeit der Gesundheitsämter zu unterstützen.

(Stand 28.10.2020)

Schnellere Informationen durch Datenbank

Die Gesundheitsämter der Kreise Lippe, Gütersloh und Herford erstellen eine Infektonsdatenbank. Sie wollen Infektionsherde und Schwerpunkte erkennen.

In Verl im Kreis Gütersloh gibt es derzeit zwei große Infektionsherde, wo Corona sich ausgebreitet hat: eine Großfamilie und eine Seniorengruppe. Bei beiden sind Reisen ins Ausland sowie Besuche aus dem Ausland die Ursache.

Solche Hintergründe wollen die heimischen Gesundheitsämter mit Hilfe der Datenbank jetzt schneller erkennen. Und: sie wollen rasch mit Maßnahmen reagieren können, zum Beispiel die Bevölkerung darüber gezielt informieren. Mit dem neuen System soll in einigen Tagen gearbeitet werden.

(Stand 28.10.2020)

Verschärfte Regeln im Kreis Paderborn ab Mittwoch

Zur Eindämmung des Corona-Virus wird die Maskenpflicht ausgeweitet: Im Fußgängerzonenbereich gilt sie zwischen 8 und 20 Uhr in Bereichen, die entsprechend ausgeschildert werden. Ein Mund-Nasen-Schutz muss auch am Sitz- oder Stehplatz in geschlossenen Räumen (bei Konzerten, Aufführungen, Veranstaltungen und Versammlungen) getragen werden.

Für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr und ein Verkaufsverbot für Alkohol auch im Einzelhande für diesen Zeitraum. Im öffentlichen Raum dürfen maximal fünf Personen zusammen kommen oder Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten.

Feste und Zusammenkünfte mit geselligem Charakter sind außerhalb des privaten Raums auf zehn Personen begrenzt. Bei betrieblichen Versammlungen, Hochschulveranstaltungen, außerschulischen Bildungsveranstaltungen, Kulturveranstaltungen, Sportveranstaltungen und Versammlungen dürfen ab dem 31. Oktober nicht mehr als 100 Personen zusammen kommen. Ausnahmen sind möglich, wenn ein Hygienekonzept vorgelegt wird.

(Stand 27.10.2020)

Ganz Ostwestfalen-Lippe ist Risikogebiet

Mit dem Kreis Paderborn sind jetzt alle Städte und Kreise in Ostwestfalen-Lippe Corona-Risikogebiet. Sie haben den kritischen Inzidenzwert 50 überschritten. Den höchsten Wert erreicht mit 144,1 der Kreis Herford. Die Werte im Kreis Gütersloh und der Stadt Bielefeld liegen ebenfalls über der Marke von 100.

20 Corona-Patienten auf Intensivstationen

Auf den Intensivstationen der Krankenhäusern und Kliniken in OWL liegen mittlerweile 20 Corona infizierte Patienten. Das sind doppelt so viele wie noch vor einer Woche. Neun Patienten werden beatmet. Allein in Bielefeld liegen zehn Covid-19-Erkrankte in Intensivbetten, fünf davon werden beatmet.

(Stand 27.10.2020)

Verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen

Der Kreis Herford zählt 73,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Die verschärften Maßnahmen gelten dort ab Samstag (24.10.2020). Im Kreis Lippe liegt der Wert bei 56,7. Ebenfalls ab Samstag gilt dort deshalb die erweiterte Maskenpflicht: In Detmold in der Fußgängerzone an Samstagen, die ganze Woche über in Bad Salzuflen in den meisten Straßen der Innenstadt und in Schlangen rund um das Bürgerhaus. Der Kreis Gütersloh liegt bei 68,8 Neuinfektionen.

(Stand 23.10.2020)

Besuchsverbote in Kliniken

Die Kliniken in Ostwestfalen-Lippe reagieren unterschiedlich auf die steigenden Corona-Infektionszahlen. Im Klinikum Bethel sind seit dieser Woche keine Patientenbesuche mehr möglich. Auch das Klinikum Lippe bleibt für Besucher geschlossen. Ausnahmen gelten für Angehörige von Kindern, Jugendlichen und schwerkranken Patienten. In den Kliniken Bielefeld und Herford gibt es kein Besuchsverbot. Die Angehörigen dürfen hier allerdings nur einmal in der Woche kommen.

(Stand 23.10.2020)

Bielefeld ist Corona-Risikogebiet

Die Stadt Bielefeld hat den kritischen Inzidenzwert 50 überschritten und gilt damit jetzt als Corona-Risikogebiet. Das Robert-Koch-Institut meldete am Freitag den Inzidenzwert 51,5. Das entspricht 172 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Am Donnerstag hatte der Wert noch bei 43,7 gelegen. Bielefeld will noch am Freitag neue Regeln erlassen. Auch die Kreise Gütersloh und Lippe sind nur knapp vom Inzidenzwert 50 entfernt.

(Stand 16.10.2020)

Bielefeld und die Kreise Gütersloh und Lippe überschreiten Schwellenwert

Der Frühwarnwert 35 ist in weiteren Teilen in OWL überschritten worden. Für die Stadt Bielefeld meldet das Robert-Koch-Institut am Donnerstag den Wert 43,7. Am Mittwoch waren es noch 34,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen gewesen. Auch der Kreis Lippe war am Mittwoch mit 34,5 nah am kritischen Wert, am Donnerstag überschritt er ihn und liegt jetzt bei 37,7.

Der Kreis Gütersloh überschritt bereits am Mittwoch den Frühwarnwert, dort meldet das RKI am Donnerstag den Inzidenzwert 39,7.

(Stand 15.10.2020)

Tierheime leiden unter Corona-Pandemie

Viele Tierheime in OWL leiden noch immer unter den Nachwirkungen des Corona-Lockdowns im März. Besuche waren lange nur nach Terminabsprache möglich. Durch die fehlenden Besucher gingen auch die Spenden zurück. Vor allem die fehlenden Aktionstage waren für viele Tierheime in OWL eine Herausforderung. Normale Besuche sind in einigen Tierheimen mittlerweile wieder möglich.

(Stand 15.10.2020)

Viele freie Intensivbetten in OWL

Die Kliniken und Krankenhäuser in Ostwestfalen-Lippe sind gut gerüstet für die Behandlung von schwer erkrankten Covid-19-Patienten. Derzeit gibt es in der Region insgesamt knapp 830 Intensivbetten. Davon sind bisher nur neun mit Corona-Erkrankten belegt, sieben von ihnen werden beatmet. Die Mühlenkreiskliniken im Kreis Minden-Lübbecke haben derzeit 276 Intensivbetten. Rund 200 sind belegt, aber nur ein Corona- Patient liegt dort und wird beatmet. Auch das Klinikum Lippe berichtet, die Lage sei stabil. Man könne jederzeit die Zahl der Intensivbetten ausweiten.

(Stand: 14.10.2020)

Kreis Gütersloh überschreitet Corona-Schwellenwert

Die COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh betragen laut RKI 36. Damit ist der gesetzlich festgelegte Schwellenwert von 35 überschritten und entsprechende Schutzmaßnahmen müssen getroffen werden. Demnach muss bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen durchgehend eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Das gleiche gilt für Zuschauer von Sportveranstaltungen. Generell sind dort jetzt Veranstaltungen oder Versammlungen mit mehr als 1.000 Personen untersagt. Es gibt nach Angaben der Kreisverwaltung aber Ausnahmen.

(Stand: 14.10.2020)

Neues Corona-Testzentrum in Lemgo

Der Kreis Lippe richtet wieder ein Corona-Testzentrum ein. Als Standort wurde diesmal ein Parkplatz der Stadtwerke in Lemgo gewählt. Das erste Zentrum war von März bis Mitte Juni im Detmolder Hangar untergebracht. Ab Donnerstag baut der Kreis Zelt und Container für die Corona-Tests auf. Dort lässt man ab kommenden Montag Abstriche bei Personen vornehmen, die das Gesundheitsamt im Rahmen der Nachverfolgung von Infektionsketten identifiziert hat. Dabei seien viele Menschen, die Gottesdienste der freikirchlichen und mennonitischen Gemeinden besucht hätten, so der Kreis. Da die aber über ganz Lippe verstreut seien, könnten sie nicht alle von den mobilen Testteams augfgesucht werden. Lemgo wurde wegen seiner zentralen Verkehrslage als Standort für das neue Testzentrum ausgesucht.

(Stand: 14.10.2020)

Viele Fälle an Bibelschule in Lemgo-Brake

Die Zahl von Corona-Fällen an der Bibelschule in Lemgo-Brake ist über das Wochenende deutlich gestiegen. Waren es bis Freitagabend noch 15, so lassen sich jetzt über 50 Corona-Fälle der Bibelschule zuordnen. Am Wochenende wurden deshalb weitere Kontaktpersonen ermittelt und ihre Testung organisiert. Mobile Teams waren auch wegen Verdachtsfällen in weiteren Einrichtungen am Wochenende aktiv und haben rund 300 Personen getestet.

(Stand: 12.10.2020)

Mehr Schulden wegen der Corona-Krise

Die Schuldnerberatungen in der Region erhalten seit einigen Wochen deutlich mehr Anfragen. Hintergrund sind nach Angaben von Caritas, Arbeiterwohlfahrt und Diakonie in OWL Finanzprobleme in der Corona-Krise. Es seien vor allem Selbständige und Einzelhändler, die anrufen, sagt eine Schuldnerberaterin der AWO Lippe. Manche hätten bereits ihr Geschäft aufgegeben oder ständen davor.

Auch bei der Caritas Paderborn oder der Diakonie in Bielefeld melden sich vermehrt verunsicherte Menschen, die Angst vor Verschuldung haben. Sie wollten sich erst einmal nur informieren. Das aber reicht nach Auskunft der Schuldnerberatungen nicht. Betroffene der Corona-Krise sollten sich jetzt auf keinen Fall verschulden, sondern rechtzeitig beraten lassen.

(Stand 09.10.2020)

Positive Bilanz der Handwerkskammer

Die Handwerksbetriebe in der Region sind bislang vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Das zeigt eine aktuelle Unternehmensbefragung der Handwerkskammer OWL. Die Lage bleibt herausfordernd, aber sie stabilisiert sich, sagt Kammerpräsident Peter Eul. Gut die Hälfte der heimischen Handwerksetriebe bewertet die aktuelle Geschäftslage als gut, ein Drittel ist zufrieden. Allerdings gibt es deutliche Branchenunterschiede. Gut zu tun hat nach wie vor die Baubranche. Auch damit verbundene Berufe Ausbauberufe wie Maler, Fliesenleger oder Dachdecker sind gut durch die Corona-Zeit gekommen. Massive Einbußen mussten hingegen Bäcker, Fleischer, Friseure und andere Handwerke mit Ladengeschäft mussten hinnehmen. Das KfZ-Handwerk spürt die Krise in der Autoindustrie.

(Stand 07.10.2020)

Weitere Corona-Fälle an Schulen

An der Ernst-Barlach-Realschule in Herford sind nun drei komplette Jahrgänge in Quarantäne. Die Zahl der Infizierten ist auf elf gestiegen. In Bielefeld läuft in diesen Tagen die Quarantäne für rund 800 Schülerinnen und Schüler sowie 150 Lehrkräfte aus. Es gibt aber auch wieder einen neuen Corona-Verdachtsfall am Max-Planck-Gymnasium. Eine achte Klasse bleibt deswegen vorsichtshalber zuhause.

(Stand 07.10.2020)

Chöre dürfen wieder proben

Chöre in der Region haben wieder mit dem Proben begonnen. Viele hatten wegen Corona ein halbes Jahr lang nicht mehr üben können. Sieben Quadratmeter Platz pro Person und zwei Meter Abstand zum Nachbarn - das sind die Vorgaben.

(Stand 07.10.2020)

Mindestens 38 Infizierte nach Feier in Bielefeld

Nach einer Familienfeier in Bielefeld müssen etwa 1.000 Schüler und Lehrer sowie deren Angehörige in Quarantäne. Im Zusammenhang mit einer privaten Familienfeier gibt es mittlerweile 38 bestätigte Corona-Infektionen. Mitte September fand die Feier statt. Unter den Infizierten sind Schüler neun verschiedener Schulen. Knapp 15 Schulklassen sind betroffen.

(Stand 28.09.2020)

Erste Testergebnisse aus dem Kreis Gütersloh negativ

Nachdem sich mehrere Jugendliche auf zwei privaten Feiern im Kreis Gütersloh mit Corona-Viren angesteckt hatten, mussten 300 Kontaktpersonen gestestet werden - auch an Schulen. Am städtischen Gymnasium Gütersloh hat es nach Tests keinen weiteren positiven Fall gegeben.

Für eine Schule in Harsewinkel stehen die Ergebnisse noch aus.Für Testung und Nachverfolgung waren mobile Teams im Einsatz. Bei privaten Feiern wird es bald strengere Auflagen geben. Die NRW-Landesregierung kündigte an, dass Privatfeiern künftig zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen.

(Stand 24.09.2020)

Kreis Gütersloh warnt vor Feiern in großen Gruppen

Wegen einer privaten Feier sind die Corona-Zahlen im Kreis Gütersloh erheblich angewachsen. Mindestens sieben junge Menschen haben sich auf einer Party infiziert. Der Kreis empfiehlt jetzt auch, private Feiern zu vermeiden.

Unter den Infizierten sind vier Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Gütersloh. Nach Angaben des Kreises müssen deshalb jetzt fast alle Mitschüler und die Lehrkräfte, die sie unterrichtet haben, in eine 14-tägige Quarantäne. Die Abteilungsleiterin Gesundheit, Dr. Anne Bunte, spricht von einem "richtigen Ausbruchgeschehen".

(Stand 24.09.2020)

Einrichtung von Fieberambulanzen in OWL noch offen

Ob es in OWL ab dem Herbst sogenannte "Fieberambulanzen" geben wird, ist noch völlig offen. Bundesgesundheitsminister Spahn will solche Ambulanzen bundesweit einrichten, um die niedergelassenen Ärzte bei den Corona-Tests zu entlassen. Die zuständige Kassenärzliche Vereinigung Westfalen-Lippe ist nicht begeistert von der Idee.

Es gebe nicht genug Ärzte, um so eine Ambulanz zusätzlich zu betreiben. In Lippe allein müssten zum Beispiel 20 bis 40 Hausärzte aus ihren Praxen abgezogen werden, um in so einem Zentrum zu testen, ob ein Patient das Corona-Virus oder nur eine ganz normale Erkältung hat. Wenn die Corona-Infektionen so bleiben wie jetzt, funktioniert das in den Praxen der niedergelassenen Ärzte sehr gut, sagt die Kassenärztliche Vereinigung. 200 Hausärzte in Lippe zum Beispiel könnten jeden Tag 4000 Patienten testen.

(Stand 23.09.2020)

Knapp 1.500 Corona-Tests an Gesamtschule in Hüllhorst angeordnet

An der Gesamtschule in Hüllhorst haben sich vier Kindern aus unterschiedlichen Klassen mit dem Corona-Virus infiziert. Am Dienstag (22.09.2020) müssen deswegen zwischen 8 und 18 Uhr alle Schüler, Lehrer und Angestellte im Schulgebäude klassenweise getestet werden. Wegen der Coronainfektionen beschloss der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke und der Gemeinde heute, dass die Schule vorerst bis Mittwoch geschlossen bleibt.

(Stand 21.09.2020)

Bordelle in OWL bereiten sich auf Öffnung vor

Das Oberverwaltungsgerichtes Münster hat das Verbot sexueller Dienstleistungen in Corona-Zeiten gekippt. Es sei wegen der allgemeinen Lockerungen nicht mehr verhältnismäßig. Der Betreiber des Eros-Centers in Bielefeld ist erleichtert, dass es nach etwa sechs Monaten Schließung wieder losgehen kann. Er habe Fiebermessgeräte gekauft und Einmalmasken. In Sachen Hygiene sei alles vorbereitet, er warte auf das Okay vom Gesundheitsamt.

Der Betreiber des Herforder Moonlight konnte sein Bordell in Niedersachsen bereits vor kurzem wieder öffnen. Die Kunden hinterließen bereitwillig ihre Daten, sagt er. Die Bordelle haben mit Kurzarbeitergeld und Corona-Hilfen die Auszeit überstanden.

(Stand 09.09.2020)

Mehr Schwangerschaften in OWL

Frauenärzte und Hebammen verzeichnen einen leichten Anstieg bei den Schwangerschaften in Ostwestfalen-Lippe. Im Moment seien es 10 bis 20 Prozent mehr. Als Grund vermuten sie den Corona-Lockdown im Frühjahr.

(Stand 09.09.2020)

Bessere Luftqualität durch Corona

Die Corona-Pandemie hat die Luft in Ostwestfalen-Lippe sauberer gemacht - zumindest vorübergehend. Das zeigt ein Blick auf die Messstationen. In Paderborn ging der Stickstoffdioxidwert an einer Messstation im April und im Mai, als Corona viel lahm gelegt hat, deutlich zurück. Er lag im Schnitt 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. In Bielefeld halbierten sich die Werte an einigen Stellen. Mittlerweile gehen sie jedoch wieder hoch.

(Stand 08.09.2020)

Blutspendedienste schlagen Alarm

Die Blutspendedienste in der Region brauchen weiter dringend Blutspenden. Das Rote Kreuz spricht von einer Situation, "wie sie dramatischer nicht sein könnte". Bei dem DRK-Blutspendedienst in OWL fällt zurzeit mehr als jeder zweite Termin deshalb aus. Momentan fahren keine Blutspende-Trucks durch das Land, weil der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Außerdem brechen Firmentermine weg, weil viele noch im Homeoffice arbeiten. Auch der Uni-Blutspendedienst OWL spricht von einer "dramatischen Lage". Dort sind aber eher Ferienzeit und Sommerhitze der Grund.

(Stand 07.09.2020)

Subventions-Betrug mit Corona-Soforthilfe

Bei den Staatsanwaltschaften in Bielefeld, Detmold und Paderborn laufen über 300 Verfahren wegen des Verdachts auf Subentionsbetrug mit der Corona-Soforthilfe des Landes für Unternehmen. Allein die Staatsanwaltschaft Bielefeld bearbeitet 180 solcher Verfahren. In Detmold sind noch rund 50 Verfahren offen. Vier Fälle sind dort mit einer Anklage oder einem Strafbefehl abgeschlossen worden, einige Verfahren wurden eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Paderborn spricht von rund 80 Verfahren.

(Stand 04.09.2020)

Konzepte von Fan-Rückkehr in Stadien

Der Bundesligist Arminia Bielefeld und Zweitligist SC Paderborn haben Konzepte zur Rückkehr von Fans in die Stadien bei den Gesundheitsämtern vorgelegt. Arminia geht davon aus, dass zunächst 3.000 bis 4.000 Fans zugelassen werden, sobald die Politik Zuschauer wieder erlaubt. Man müsse sich langsam herantasten und sehen, ob das Hygienekonzept funktioniere, sagt Geschäftsführer Markus Rejek. Er rechnet bestenfalls mit 12.000 Fans. Auch der SC Paderborn hat dem Gesundheitsamt ein erstes Konzept vorgelegt, möchte aber noch keine Details nennen.

(Stand 03.09.2020)

Behindertenwerkstätten spüren Corona-Krise

Der Betrieb in den Werkstätten für behinderte Menschen läuft wieder seit Mai, trotzdem können noch nicht alle Beschäftigten an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Etwa jeder fünfte Mensch mit Behinderung in OWL muss momentan noch zuhause bleiben. Diese Beschäftigten haben Vorerkrankungen oder verstehen die Hygieneregeln am Arbeitsplatz nicht - wie Abstand halten oder Maskenpflicht. Je nach Branche hat sich die Auftragslage verändert. Montage und Verpackung seien stabil geblieben, sagt eine Sprecherin der Caritas Paderborn. Die Werkstätten in Bethel berichten dagegen von Einbußen durch die Wirtschaftskrise. Bis zu 40 Prozent könnten die Erlöse dieses Jahr zurückgehen.

(Stand 01.09.2020)

Zahl der Unternehmensgründungen geht zurück

Die Zahl der Unternehmensgründungen ist im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um fast zwölf Prozent zürückgegangen. Das geht aus dem neuen Gründungsreport der Industrie und Handelskammer in Bielefeld hervor. Demnach habe die Corona-Krise die Gründerszene klar ausgebremst. Am deutlichsten war der Einbruch im Mai mit 26 Prozent weniger neuen Gewerbeanmeldungen als im Vorjahr. 2019 gab es in Ostwestfalen noch einen kleinen Boom und die Region lag bei den Neugründungen deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

(Stand 31.08.2020)

Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum Detmold abgesagt

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat den Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum Detmold abgesagt. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Deutschland will man einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten. Das Museum arbeitet an Konzepten für kleinere alternative Veranstaltungen für die Vorweihnachtszeit.

(Stand 28.08.2020)

Die Briefwahl boomt

Viele Menschen in der Region werden am 13. September nicht zur Kommunalwahl gehen - weil sie bereits vorab per Briefwahl ihr Kreuz gemacht haben. In Minden und Herford haben schon jetzt mehr Menschen Briefwahl beantragt als 2014 insgesamt. In Detmold, Paderborn und Höxter haben schon nach wenigen Tagen etwa zwei Drittel der Briefwähler der vergangenen Wahl ihre Unterlagen beantragt. Für eine verlässliche Tendenz sei es noch zu früh, heißt es aus Höxter. Man erwarte aber, dass wegen der Corona-Pandemie mehr Menschen per Brief wählen.

(Stand 27.08.2020)

Kurzarbeit geht in OWL zurück

Die Anmeldungen für Kurzarbeit sind in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen. Laut den Arbeitsagenturen haben im Juli rund 300 Firmen Anträge eingereicht. Im März und April waren es wegen der Corona-Krise etwa 20.000 Betriebe. Für etwas mehr als 6.000 Arbeitnehmer wurde im Juli Kurzarbeit angemeldet. Das ist ein rasanter Rückgang im Vergleich zum Frühjahr. Im März und April gingen bei den Arbeitsagenturen in OWL Anträge für über 300.000 Menschen ein.

Betroffen sind derzeit vor allem Gaststätten, Automobilzulieferer, Metall- oder Holzindustrie. Aber auch Arztpraxen oder Pflegedienste.

(Stand 26.08.2020)

Corona-Einbruch im OWL-Gastgewerbe

Hotels und Gaststätten in der Region haben durch die Corona-Pandemie enorme Umsatzeinbußen. Im Juni brach der Umsatz bei den Gaststätten um mehr als 40 Prozent ein, bei den Hotels um mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es geht für viele um das reine Überleben, sagt der Hotel- und Gaststättenverband Ostwestfalen. Vor allem die Traditionsgaststätten mit vorwiegend älterem Publikum hätten deutlich weniger Kundschaft.

Viele Betriebe warten auf Landesgelder aus der für sie wichtigen Überbrückungshilfe. Noch schlimmer sieht es bei den Hotels aus, vor allem bei Stadt- und Tagungshotels. Das Hotel Büscher in Bielefeld hatte zum Beispiel im Juni eine Auslastung von 13 Prozent.

(Stand 20.08.2020)

Kaum Schwimmkurse wegen Corona

In den Frei- und Hallenbädern fehlen wegen der corona-Auflagen wichtige Trainingszeiten für die Lebensretter der DLRG. Auch viele Schwimmkurse fallen aus. Vereine und die DLRG fürchten nun, dass viele Kinder künftig schlechter schwimmen können.

(Stand 18.08.2020)

Weniger Azubis im Handwerk

In Ostwestfalen Lippe gibt es zum Ausbildungsstart coronabdingt rund zehn Prozent weniger Auszubildene in handwerklichen Berufen. Besonders Friseure und Automobilhändler bieten noch offene Stellen. Trotzdem ist die Kreishandwerkerschaft Bielefeld optimistisch: Viele Veträge würden im Handwerk erfahrungsgemäß erst nachträglich abgeschlossen, so Geschäftsführer Jürgen Sautmann. Durch den Lockdown hätten sich viele Ausbildungsbörsen und Bewerbungsgespräche verzögert oder seien ganz ausgefallen.

Und nicht nur die Auszubildenen blieben fern - auch die Kunden. Friseure, Bäcker, Fleischer oder auch Autohändler hat das besonders getroffen. Durchschnittlich ging der Umsatz im Handwerk bundesweit um rund 50 Prozent zurück.

(Stand 12.08.2020)

Klosterbräu spendet Desinfektionsmittel

Die Bierbrauerei im Kloster Dalheim hat hochprozentigen Desinfektions-Alkohol an die Feuerwehr gespendet. In der Coronakrise nahm der Absatz der Getränke ab. Das Bier wurde dann unter strengen Auflagen mehrmals gebrannt und der Alkoholwert auf rund 78 Prozent erhöht. Das brauchte die Feuerwehr in Bad Wünnenberg dringend zur Flächen- oder Gerätedesinfektion und erhielt 100 Liter aus Dalheim.

(Stand 07.08.2020)

Weitere Infos aus OWL, sortiert nach Themen:

Unternehmen und Selbstständige in der Krise

Zeitungen durch Corona in der Krise

Die Tageszeitungen in der Region erleben durch die Corona-Krise große Einbrüche beim Anzeigengeschäft, teilen die Verlage auf WDR-Anfrage mit. Gleichzeitig sind die Inhalte der lokalen Medien momentan stark nachgefragt. Bei der Neuen Westfälischen haben sich die Zugriffe auf die Internetseite in kurzer Zeit fast vervierfacht - ähnlich beim Westfalen-Blatt.

Auf der anderen Seite gibt es kaum noch Anzeigen - und die finanzieren die Zeitungen zum großen Teil. Die Folge ist Kurzarbeit: bei der Neuen Westfälischen nur in den Geschäftsstellen und Teilen der Produktion, beim Westfalenblatt auch in der Redaktion.

Gastronomen in Existenzkrise

Die weiteren Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise sind für Gastronomen mittlerweile existenzbedrohend. Der Umsatz sei bei vielen gleich Null, heißt es vom Hotel- und Gaststättenverband in OWL. Lars Reddemann aus Bielefeld kann die Beschlüsse zwar verstehen. Aber langsam stößt sein Restaurant mit 25 Mitarbeitern an seine Grenzen: "Das große Problem ist die Pacht und die Grundkosten. Die sind kleinzuhalten". Er wünscht sich, dass Restaurants zumindest bis 15 Uhr öffnen dürfen.

OWL-Wirtschaft verliert Milliarden an Umsätzen

Mehr als 10.000 Unternehmen und Selbstständige haben in der Corona-Krise die Industrie- und Handelskammer um Rat gebeten. Viele fürchten um ihre Existenz, teilte die IHK in einer Pressekonferenz am Montag (06.04.2020) mit.

Es sei die schwerste Wirtschaftskrise seit 75 Jahren, die Wirtschaft in OWL würde Milliarden an Umsätzen verlieren. Die IHK fordert eine klare Ansage, wie ein Ausstiegsszenario aus der Krise aussieht.

Tausende Anträge auf Soforthilfe gebilligt

Zehntausende Kleinunternehmer, Freiberufler und Selbstständige haben schon die Soforthilfen des Landes beantragt. Zuständig für die Bearbeitung der Online-Anträge in OWL ist die Bezirksregierung Detmold. Hilfe beim Ausfüllen der Anträge bieten auch die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammern an.

Kurzarbeit in 10.000 Betrieben

Etwa 10.000 Betriebe in OWL haben im März angekündigt, Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter anmelden zu wollen. Das geht aus Zahlen der Arbeitsagenturen hervor. Wie viele Unternehmen auch die entsprechenden Anträge stellen, sei aber noch unklar, so ein Sprecher der Agentur in Bielefeld. Im Jahr der Finanzkrise 2009 hatten 4.000 Betriebe in Ostwestfalen-Lippe auf Kurzarbeit umgestellt.

Europaweite Anfragen für Bielefelder Kompressorenhersteller

Der Kompressorenhersteller Boge bekommt aktuell viele Anfragen von Kliniken. Während das Interesse der Industrie durch die Corona-Krise sinke, wachse die Nachfrage nach Druckluftanlagen für die Medizintechnik. Medizinische Druckluft wird laut Firmenchef Wolf Meier-Scheuven unter anderem zur Beatmung von Patienten auf Intensivstationen benötigt. In ganz Deutschland und auch in Spanien und England werden über 100 Geräte angefragt.

Laut Meier-Schueven tun diese vielen Aufträge dem Unternhemen gut. Sie würden allerdings nicht reichen, um alle Löcher zu stopfen. Noch könne diese Nachfrage die weggebrochenen Geschäfte an anderer Stelle nicht ausgleichen.

Plasmastrahlen gegen Coronaviren

Eine Firma aus Steinhagen will mit Plasmastrahlen Coronaviren bekämpfen. Dafür hat sie jetzt mobile Geräte entwickelt, mit der sie medizinische Schutzmasken, -brillen und -anzüge desinfizieren will. Für den Einsatz gegen Coronaviren allerdings fehlt noch die Zulassung. Die wird gerade geprüft.

Autozulieferer produziert jetzt Masken

Ein Bielefelder Automoblizulieferer hat seine Produktion auf die Atemschutzmasken umgestellt. Pro Stunde werden so mehr als 6.000 hergestellt. Ein Paderborner Getränkehersteller liefert zum Beispiel Desinfektionsmittel, genauso wie ein Chemieunternehmen aus Detmold.

Öffentliche Einrichtungen arbeiten eingeschränkt

Die Behörden in OWL sind grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen. Als eine der ersten Kommunen hatte das der Kreis Minden-Lübbecke und die Stadtverwaltungen in Minden sowie in Porta Westfalica umgesetzt.

Polizeidienststellen schränken persönliche Kontakte ein

Die Polizei weist darauf hin, dass Strafanzeigen per Brief, telefonisch oder online erstattet werden können. Die Beamten sind auch persönlich für die Menschen da, jedoch nur nach Terminabsprache.

Rathäuser für Publikum zu

Per E-Mail oder telefonisch sollen auch die Verwaltungsmitarbeiter der Kommunen weiterhin erreichbar sein. Die Verwaltungsarbeiten würden so gut wie möglich aufrecht erhalten, teilen die Kommunen mit. Persönliche Termine gibt es für Bürger nur noch in dringenden Fällen und nach Absprache.

Dies betrifft auch viele städtische Einrichtungen oder Dienstleister für die Kommunen. Zum Beispiel sind die Wertstoffhöfe in Minden und Paderborn geschlossen. In Bielefeld müssen Kunden einen Termin vereinbaren. Viele Stadtwerke haben ihre Kundencenter geschlossen, zum Beispiel in Herford und Bielefeld.

Arbeitsagenturen und Jobcenter geschlossen

Die Dienststellen der Arbeitsagenturen in NRW sind für den Publikumsverkehr geschlossen.

Das Jobcenter Paderborn lässt alle persönlichen Gesprächstermine entfallen, ohne dass die Bezieher von Leistungen Sanktionen befürchten müssten. Alle Zweigstellen seien ab sofort für Kundenverkehr geschlossen, teilte der Kreis mit. Die Geldleistungen würden wie gewohnt weitergezahlt, dringende Anliegen könnten telefonisch geklärt werden. Auch die anderen Jobcenter in der Region verweisen auf digitale Angebote und die telefonische Beratung.

Vorlesungen beginnen später

Die Universitäten Bielefeld und Paderborn haben den Beginn der Vorlesungszeit im Sommersemester verschoben. Die Veranstaltungen beginnen voraussichtlich erst am 20.04.2020 und damit zwei Wochen später. Die Uni Bielefeld öffnet ihre Türen mittlerweile nur noch den engsten Mitarbeitern.

Dies gilt auch für Hochschule für Musik in Detmold, die Technische Hochschule OWL und für die FH Bielefeld. Die Prüfungen an der Fachhochschule Bielefeld, die zwischen dem 16.03.2020 und 06.04.2020 geplant waren, sind ebenfalls verschoben.

Amtsgericht Bielefeld vertagt Verfahren

Auch die Justiz fährt ihren Betrieb herunter. Das Amtsgericht Bielefeld, das viel Publikumsverkehr hat, bittet, nur noch in wirklich dringenden Fällen zum Gericht zu kommen. Dazu gehören Haftsachen oder Familiensachen wie Kindeswohlgefährdung oder Gewaltschutzverfahren.

Die anderen Gerichtsverfahren wurden fast alle vertagt. Die Richter arbeiten, nur der öffentliche Betrieb wird heruntergefahren. Dies entspricht den Empfehlungen des Landesjustizministeriums.

Behinderteneinrichtungen stellen sich um

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wurden in NRW alle Behindertenwerkstätten geschlossen. Nun kümmern sich die Mitarbeitenden verstärkt in den Heimen und Wohngruppen um die Menschen. Die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel wollen notfalls zusätzliche Kräfte einstellen. Das könnten auch Jugendliche vom Berufskolleg Bethel sein.

Freizeit und Veranstaltungen

SCP und DSC dürfen wieder trainieren

Die Profi-Fußballer des SC Paderborn und des DSC Arminia Bielefeld dürfen wieder trainieren - dank einer Ausnahmeregelung des Landes für Berufssportler. Sie müssen allerdings Abstände einhalten und dürfen nur in Zweiergruppen trainieren. Die Regelung gilt nicht nur für Profikicker in NRW, sondern auch für Leistungssportler in den Olympia-Stützpunkten. Amateure und Hobbysportler dürfen weiterhin kein Sport in Gruppen machen.

Andernorts gibt es bereits ein erstes sportliches "Opfer" der Krise: Der TuS Bad Driburg zieht seine Frauenmannschaft nach 23 Jahren in der Tischtennis-Bundesliga zum Saisonende zurück. Der Verein geht davon aus, dass er wegen der Corona-Krise nicht genügend Sponsorengelder bekommt, um das Team weiter finanzieren zu können. Aktuell steht das Team auf dem zweiten Tabellenplatz. Ob die Saison überhaupt zu Ende gespielt wird, ist offen. 

ATP-Turnier in Halle abgesagt

Erst 2021 wird es in Halle wieder ein Rasentennisturnier geben. Wegen der Corona-Situation fallen die Noventi Open in der O.W.L.-Arena im Juni aus. Turnierdirektor Ralf Weber bezeichnete die Absage als "alternativlos". Er kündigte aber an, dass da Turnier im nächsten Jahr noch stärker mit Spitzensport und Entertainment zurückkommen werde. Dabei hilft sicher, dass der Turniersponsor Noventi seinen Vertrag bis 2023 verlängert hat und auch Topstar Roger Federer wieder in Halle spielen will. Die Tickets für das abgesagte Turnier bleiben gültig.

Stadtbibliotheken erweitern Online-Angebote

Viele öffentliche Bibliotheken sind wegen der Corona-Krise derzeit geschlossen. Um ihre Kunden dennoch mit Medien zu versorgen, bauen sie ihre Online-Angebote aus. Die Stadtbibliotheken in Gütersloh und Bielefeld bieten deshalb allen Bürgern eine kostenlose Mitgliedschaft für drei Monate an.

Damit können sie Romane, Sachbücher, Zeitschriften, Hörbücher und vieles mehr herunterladen. In Paderborn und Bielefeld werden dafür die Online-Lizenzen aufgestockt, damit sich die derzeit langen Wartezeiten für beliebte Titel verkürzen. In Bielefeld müssen Kinder und Jugendliche nicht ganz auf "richtige" Bücher verzichten. Auf Anfrage stellt die Bibliothek Themenpakete für junge Leser zusammen, die die Eltern abholen können.

Kirchen reagieren auf die Krise

Gottesdienste in den OWL-Kirchen wurden komplett abgesagt, die Lippische Landeskirche verwies auf Angebote in Fernsehen, Radio und im Internet. Zahlreiche Kirchengemeinden bieten digitale Angebote an.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Stand: 30.11.2020, 13:21