Ticker vom Mittwoch (07.04.2021) zum Nachlesen

Ticker vom Mittwoch (07.04.2021) zum Nachlesen

  • Corona-Tests-Lieferungen an Schulen im Verzug
  • EMA empfiehlt Astrazeneca weiter einzusetzen
  • Merkel für einheitlichen und schärferen Lockdown
  • Laschet kritisiert SPD-Länder
  • Vorerst keine Lockerungen in NRW-Kommunen
  • Hausärzte kritisieren zu viel Bürokratie beim Impfen
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Lieferungen der Corona-Tests an Schulen verzögern sich

Ab Montag müssen sich Schüler in NRW zweimal pro Woche auf Corona testen. Doch die Testpflicht könnte zur Zitterpartie werden. Die Lieferungen verzögern sich und es gibt Zweifel, ob die Menge an Tests reicht. Der Beginn der Lieferungen verzögert sich auf Donnerstag und Freitag, wie aus einem Erlass des Schulministeriums hervorgeht. Grund für die Verschiebung der Anlieferungen sei ein erhöhter Zeitbedarf bei der Zusammenstellung der Sendungsinhalte, heißt es in dem Erlass.

19.38 Uhr: Auch WHO für weitere Verwendung von Astrazenecas Corona-Impfstoff

Nach der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorerst für die weitere Verwendung des Impfstoffs von Astrazeneca ausgesprochen. Nach aktueller Datengrundlage scheine ein Zusammenhang mit Thrombosen zwar plausibel, aber nicht bestätigt, teilten die Experten des Impfkomitees der WHO am Mittwochabend mit. Es bedürfe noch weiterer Studien, um eine mögliche Verbindung zwischen Impfung und etwaigem Risiko zu untersuchen.

19.23 Uhr: Noch keine Entscheidung zu Zweitimpfungen mit Astrazeneca

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben eine Entscheidung über den Umgang mit Zweitimpfungen von Menschen, die bereits einmal mit dem Präparat von Astrazeneca geimpft wurden, vertagt. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Nun solle es am Dienstag neue Beratungen unter Einbeziehung der Ständigen Impfkommission (Stiko) geben.

Hintergrund ist der Beschluss, das Mittel in der Regel nur noch für Impfungen bei über 60-jährigen einzusetzen, nachdem in seltenen Fällen Hirnthrombosen vor allem bei jüngeren Frauen aufgetreten waren. Jüngeren Menschen soll es nur noch auf deren Wunsch hin und nach ärztlicher Beratung angeboten werden. Die Stiko hat empfohlen, auch bei einer bereits erfolgten Erstimpfung mit Astrazeneca für die Zweitimpfung auf die Impfstoffe von Biontech/Pfizer oder Moderna auszuweichen. Alternativ war im Gespräch, im Einzelfall nach ärztlichem Ermessen eine Zweitimpfung mit Astrazeneca in Arztpraxen zu ermöglichen.

17.25 Uhr: EMA empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff weiter einzusetzen

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht einen Zusammenhang zwischen dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca und sehr selten auftretenden Thrombosen bei Geimpften. Das teilte die EMA mit. Dennoch empfiehlt die EMA uneingeschränkt die Anwendung des Impfstoffes von Astrazeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken.

Astrazeneca hat immer wieder erklärt, Studien hätten keine erhöhte Thrombose-Gefahr gezeigt. Die EMA geht nach eigenen Angaben derzeit mehr als 60 Berichten zu Gehirn-Thrombosen - also Blutgerinnseln - nach. Einige verliefen tödlich. Vergangene Woche hatte die EMA erklärt, sie habe keine bestimmten Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht oder Vorerkrankungen feststellen können. Mehrere Länder - darunter Deutschland - empfehlen die Impfung mit Astrazenca inzwischen nicht mehr für jüngere Menschen. Die Thrombose-Fälle treffen in erster Linie jüngere Frauen.

17.20 Uhr: Viersen ordnet 28 Tage Quarantäne an

Der Kreis Viersen ordnet erneut für Personen, die mit einem positiven Corona-Fall zusammen wohnen, zum Teil eine besonders lange Quarantäne an. Sie kann bis zu 28 Tage dauern. Warum der Kreis so vorgeht? WDR-Reporter Peter Hild hat nachgefragt: "Diese lange Quarantäne wird dann verhängt, wenn sich Haushaltsmitglieder von dem Infizierten nicht isolieren können", zitierte Hild eine Sprecherin des Kreises.

Diese strenge Vorgehensweise begründet der Kreis auch mit den Virusmutationen. Knapp die Hälfte aller aktuell Infizierten im Kreis trage eine Mutante in sich. Die südafrikanische Variante, die als ansteckender gilt, trete auch häufiger im Kreis auf als im Umland. Außerdem orientiere sich das Gesundheitsamt dabei an aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Schon im vergangenen Jahr sei diese lange Quarantäne bereits regelmäßig angeordnet werden.

16.53 Uhr: RKI besorgt über Corona-Ausbreitung unter Kinder und Jugendlichen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist besorgt über die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in Kitas und Schulen. "Die Covid-19-Fallzahlen steigen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen", heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Newsletter des Instituts. Von letzteren gingen "auch zunehmend Übertragungen" aus. Auch bei den über 80-Jährigen hat sich der wochenlang abnehmende Trend bei den Infektionen demnach nicht fortgesetzt. Beim Großteil der Corona-Fälle sei der Infektionsort nicht bekannt, heißt es in dem RKI-Bericht weiter. Ausbrüche beträfen momentan insbesondere private Haushalte, zunehmend aber auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld. Hingegen habe die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen.

16.30 Uhr: Airlineverband: Corona-Vorschriften dürfen nicht Dauerzustand werden

Die Corona-Reiseregeln müssen nach Ansicht des Airlineverbands IATA nach einem Rückgang der Pandemie so schnell wie möglich abgeschafft werden. Auflagen für Tests oder Impfzertifikate dürften nicht auf Dauer bestehen bleiben, sagte der neue IATA-Generaldirektor, Willie Walsh, am Mittwoch in Genf. Er spielte auch auf Vorschriften wie das Verbot von Flüssigkeiten an, die einst zur Terror-Abwehr eingeführt worden seien, heute aber wegen technischer Möglichkeiten nicht mehr nötig wären. "Sobald wir da durch sind, wollen wir, dass diese Einschränkungen dauerhaft aufgehoben werden", sagte Walsh bei seiner ersten Pressekonferenz in dieser Position.

16.25 Uhr: Corona-Krise: Lebenserwartung sinkt in fast allen EU-Staaten

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist im ersten Jahr der Corona-Pandemie in fast allen EU-Ländern gesunken. 22 der 27 Länder verzeichneten 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Am stärksten waren Spanien (minus 1,6 Jahre) und Bulgarien (1,5 Jahre) betroffen. In Deutschland sank die Lebenserwartung bei der Geburt demnach um 0,2 Jahre auf 81,1 Jahre.

16.17 Uhr: Zu wenig Corona-Tests für Schüler nach Ferien da?

Für die rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen werden nach Prognosen der oppositionellen Grünen nach den Osterferien zu wenig Corona-Selbsttests da sein. Das Versprechen, alle Schüler zweimal pro Woche zu testen, könne die Landesregierung schon in der zweiten Woche nach den Osterferien ab dem 19. April nicht mehr einhalten, erklärte die Grünen-Bildungspolitikerin Sigrid Beer am Mittwoch. Das belegten die Zahlen aus dem Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags.

15.59 Uhr: Merkel für einheitlichen und schärferen Lockdown

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) signalisiert Unterstützung für den von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vorgeschlagenen "Brücken-Lockdown". Jede Forderung nach einem kurzen und schärferen Lockdown sei richtig, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Gleichzeitig mahnte sie im Namen der Kanzlerin aber ein bundesweit einheitliches Vorgehen an. Es gehe um gemeinsames Handeln, sagte Demmer. "Die Vielfalt der beschlossenen Regeln trägt im Moment nicht zur Sicherheit und zur Akzeptanz bei", sagte sie.

15.52 Uhr: Lieferausfall von Biontech-Impfstoff in Rheinland-Pfalz

Eine ausgefallene Biontech/Pfizer-Lieferung bremst in Rheinland-Pfalz das Impftempo. Am Dienstag seien rund 10. 000 fest zugesagte Dosen des Impfstoffs nicht geliefert worden, sagte Landesimpfkoordinator und Gesundheitsstaatssekretär Alexander Wilhelm (SPD) am Mittwoch in Mainz. Die Gründe dafür seien unklar.

Am Dienstagnachmittag waren bereits in Berlin zwei der sechs Impfzentren vorfristig geschlossen worden, weil ein Impfstofftransport wegen mutmaßlich technischer Schwierigkeiten aufgehalten worden war, wie es von der Gesundheitsverwaltung geheißen hatte. In beiden Zentren wurde zuletzt das Biontech-Präparat verabreicht.

15.43 Uhr: Ryanair schraubt optimistische Erwartungen wieder herunter

Die irische Billigfluglinie Ryanair hat ihre einst optimistischen Erwartungen an das Sommergeschäft angesichts der "langsamen" Impfkampagne in Europa wieder zurückgeschraubt. Der für dieses Geschäftsjahr erwartete Luftverkehr werde wohl "am unteren Ende" der zuvor geäußerten Schätzung von 80 bis 120 Millionen Passagieren liegen, teilte Ryanair am Mittwoch mit. Grund dafür seien die anhaltenden Reiserestriktionen und ein verspäteter Saisonstart wegen verzögerter Impfungen in der EU.

In seinem vergangenen Geschäftsjahr bis Ende März transportierte der Billigflieger wegen der Reisebeschränkungen in der Corona-Krise nur 27,5 Millionen Passagiere. Im Geschäftsjahr zuvor waren es noch 149 Millionen Reisende gewesen.

15.09 Uhr: Söder stellt Termin für Bund-Länder-Treffen infrage

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellt den Montag als Termin der nächsten Bund-Länder-Beratungen infrage. Nachdem er sowie die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erfolglos ein Vorziehen der Beratungen gefordert hätten, stelle sich nun die Frage, was ein solches Treffen überhaupt bringe, sagt der CSU-Chef. Sinnvoll sei dies nur, wenn sich vorher eine "klare Mehrheit" für weitere Regelungen wie etwa eine bundesweite Notbremse oder einen gemeinsamen erneuten Lockdown abzeichneten. Gegen den Montag spreche auch, dass man dann noch nicht sagen könne, ob die Infektionszahlen wieder stiegen. Die Ministerpräsidentenkonferenz müsse nach der missglückten letzten Sitzung nachweisen, dass sie noch erfolgreich arbeiten könne.

14.53 Uhr: Studie: Noch viele Antikörper sechs Monate nach Moderna-Impfung

Auch ein halbes Jahr nach der vollständigen Corona-Impfung mit dem Impfstoff von Moderna bleibt der Schutz einer neuen Studie zufolge hoch. Ein Langzeittest mit 33 Probanden habe sechs Monate nach der zweiten Impfung in allen Altersklassen ein weiterhin hohes Niveau an Antikörpern gegen Covid-19 gezeigt, berichten US-Experten im "New England Journal of Medicine" (NEJM).

Bislang ist unklar, wie lang der Schutz durch die Covid-19-Impfstoffe hält. Anfang des Monats hatten aber auch schon die mRNA-Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech mitgeteilt, dass der Schutz durch ihr gemeinsames Präparat sechs Monate nach der zweiten Dosis genauso hoch ist wie kurz danach. Zudem hätten sich keine Sicherheitsbedenken gezeigt. Die Produkte von Pfizer/Biontech und Moderna gelten als sehr ähnlich.

14.28 Uhr: Bayern unterzeichnet Vorvertrag für Sputnik-Impfstoff

Bayern wird nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch am Mittwoch einen Vorvertrag mit einer Firma in Illertissen für den Bezug des russischen Impfstoffs Sputnik abschließen. "Sollte Sputnik zugelassen werden in Europa, dann wird der Freistaat Bayern über diese Firma zusätzliche Impfdosen - ich glaube, es sind 2,5 Millionen Impfdosen - wohl im Juli erhalten, um die Impf-Zusatzkapazitäten in Bayern zu erhöhen", sagte der CSU-Politiker in München. Der russische Impfstoff hat noch keine Zulassung durch die europäische Arzneimittelagentur EMA erhalten. Das Werk in Illertissen würde das Vakzin dann im Auftrag der Sputnik-Entwickler produzieren.

14.23 Uhr: Autoindustrie sieht sich als Vorreiter bei Corona-Tests in Firmen

Die Autoindustrie sieht sich als Vorreiter bei Corona-Tests für Beschäftigte. 75 Prozent der Unternehmen in der Branche bieten Schnell- oder Selbsttests für ihre Mitarbeiter an, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch unter Berufung auf eine Abfrage bei seinen Mitgliedern mitteilte. Weitere 22 Prozent planten dies unmittelbar zu tun. Dies zeige, dass die Selbstverpflichtung der Industrie wirke, erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Der Anteil in der Automobilindustrie liege über den bereits hohen Werten der gesamten Industrie.

12.45 Uhr Laschet verteidigt "Brücken-Lockdown"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) besucht heute die Drive-in-Impfstation des Ennepe-Ruhr-Kreises in Schwelm. Im Nachgang des Besuchs spricht er über das Impfgeschehen und die aktuelle Lage der Corona-Virus-Pandemie in Nordrhein-Westfalen.

Das sagte Laschet:

"Die Impfoffensive schreitet voran, wir haben 100.000 Menschen pro Tag geimpft." Bis zum Beginn der Sommerferien soll in Nordrhein-Westfalen die Hälfte aller Einwohner eine Corona-Erstimpfung erhalten haben, kündigte Laschet an. Während die erste Million an Impfungen noch zwei Monate gedauert habe, seien für die zweite Million nur noch ein Monat und für die dritte Million zwei Wochen erforderlich.

"Wir werden die Testpflicht in den Schulen ab nächster Woche haben. Wir müssen so viele Leben wie möglich schützen. Bei älteren Menschen sinke die Inzidenzzahl, aber man habe zunehmend jüngere Kranke."

Jetzt müssten Ideen auf den Tisch. Seine Idee des Brücken-Lockdowns liege auf dem Tisch. "Ich merke allerdings, die Reaktion auf diesen Vorschlag insbesondere bei den SPD-Kollegen, mit denen ich mich sonst gut verstehe, nur ablehnend ist." Er frage sich: "Was sind denn eure Ideen?"

Außerdem sagte Laschet: "Die Notbremse in NRW gilt und wird umgesetzt. "

Zum Schulanfang am Montag: "Schule kann nur öffnen, wenn überall das Testen funktioniert." Die nächste Ministerpräsidentenrunde ist erst am Montag. Für den Schulstart sei das zu spät, jetzt könne es keine gemeinsame Lösung mehr geben, nur individuelle für jedes Land, sagte Laschet, der das Treffen vorziehen wollte.

10.10 Uhr: Vorerst keine Lockerungen in NRW-Kommunen

Das NRW-Gesundheitsministerium hat seine Coronaschutzverordnung verschärft. Künftig muss in einer Kommune der Inzidenzwert eine Woche unter 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner liegen, um die Notbremse aufzuheben. Bisher galt eine Regelung von nur drei Tagen.

Obwohl seit Tagen die 7-Tages-Inzidenz in einigen Kommunen stagniert oder sinkt, wird es in NRW vorläufig noch in keiner Kommune eine Aufhebung der Notbremse geben. Das teilte das Gesundheitsministerium heute mit.

Das gilt auch für die Kreise Olpe, Wesel und den Rhein-Sieg-Kreis, in denen die Inzidenzwerte seit drei Tagen wieder unter der kritischen Marke von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner liegen. Bisher war dies die Voraussetzung, um die Notbremse durch die Landesregierung wieder aufzuheben. Da der zurückliegende Drei-Tages-Zeitraum aber auch die Ostertage mit zum Teil eingeschränkten Test- und Meldeprozessen betrifft, hat das Gesundheitsministerium mit Wirkung zum heutigen Tag die Coronaschutzverordnung modifiziert.

10.00 Uhr: Hausärzte kritisieren zu viel Bürokratie beim Impfen

Zum Start der Corona-Schutzimpfungen in Hausarztpraxen haben niedergelassene Ärzte zu viel Bürokratie-Aufwand kritisiert. Der koste zusätzlich viel Zeit, sagte Internist Guido Pukies aus Neuss heute im WDR5 Morgenecho. Seine Praxis habe nur 24 Impfdosen für diese Woche zu Verfügung, sei aber mit 26 Abrechnungsziffern konfrontiert. In den Praxen schlage man sich jetzt dem Patienten zuliebe anderthalb Stunden mit einem Rezept herum. Die meisten Hausärzte wollten nach der normalen Sprechstunde am Nachmittag gegen das Coronavirus impfen.

Ein Hausarzt in Wuppertal sprach von einem gewaltigen Ansturm und totaler Überlastung. Patienten riefen ununterbrochen an, um einen Impftermin zu ergattern. Tatsächlich kommen aber die Praxen auf die Patienten zu und bestellen zunächst nur chronisch Kranke ein.

9.13 Uhr: Amnesty beklagt schlechtere Menschenrechtslage durch Corona

Laut Amnesty International hat sich die Menschenrechtslage durch die Corona-Pandemie weltweit verschlechtert. In vielen Regionen gebe es mehr Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung. Außerdem kritisiert die Menschenrechtsorganisation in ihrem Jahresbericht, dass ärmere Länder bei der Impfstoff-Verteilung benachteiligt würden. Auch für Flüchtlinge hat sich die Lage verschärft. Viele würden in Lagern festgesetzt.

8.00 Uhr: 9.677 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat innerhalb eines Tages 9.677 neue Corona-Infektionen registriert; die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank damit auf 110,1. Die Zahlen stehen allerdings unter dem Vorbehalt, dass über Ostern weniger getestet wurde und Daten möglicherweise langsamer gemeldet werden.

In NRW liegt die Sieben-Tage-Inzidenz heute bei 110,5.

6.39 Uhr: Debatte um "Brücken-Lockdown"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) stößt mit seiner Forderung nach einem schnellen und harten "Brücken-Lockdown" weiter auf Skepsis und Ablehnung. Zahlreiche Länderregierungschefs vor allem der SPD kritisierten, dass unklar ist, wie ein solcher Lockdown konkret aussehen soll.

Heute um 11 Uhr will sich Armin Laschet erneut zur Corona-Lage äußern.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)hat sich dafür ausgesprochen, die Corona-Regeln zu verschärfen. Impfen und Testen allein reichten zum Brechen der dritten Infektionswelle aber nicht, so Spahn. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) begrüßte die Forderung nach einem zwei- bis dreiwöchigen harten Lockdown. Man müsse aus der "Endlosschleife" herauskommen

6.00 Uhr: USA erhöht Impf-Tempo

In den USA macht die Corona-Impfkampagne rasante Fortschritte. Präsident Joe Biden gab bekannt, ab dem 19. April erhalte jeder Erwachsene ein Recht auf eine Impfung - zwei Wochen früher als bislang geplant. Etwa 40 Prozent der US-Bevölkerung hat bisher mindestens eine Impfung erhalten. In Deutschland sind es 13 Prozent.

5.43 Uhr: Gesundheitsminister beraten über Astrazeneca

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will heute am Nachmittag mit seinen Kollegen aus den Ländern über eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Zweitimpfungen beraten. Die Stiko hatte empfohlen, dass Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca erhalten haben, bei der zweiten Impfung auf einen anderen Impfstoff umsteigen sollen. Grund sind einige Hirnvenen-Thrombosen nach der Impfung mit Astrazeneca.

Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko jüngere Menschen betrifft. Bund und Länder hatten deshalb vor einer Woche beschlossen, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch Menschen über 60 verabreichen zu lassen. Allerdings haben laut Spahn bereits 2,2 Millionen Bürger unter 60 eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten.

5.30 Uhr: Impfung beim Hausarzt

11.000 Hausärzte in NRW sind jetzt beim Impfen mit an Bord. Die ersten von ihnen konnten schon gestern loslegen - da viele Lieferungen gestern erst kamen, geht es in den meisten Arztpraxen aber wohl heute los. Zunächst sollen chronisch kranke Menschen mit dem Präparat von Biontech/Pfizer geimpft werden.

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Stand: 07.04.2021, 19:40