Ticker von Dienstag (15.06.2021) zum Nachlesen

Stand: 15.06.2021, 20:06 Uhr

  • EU nimmt 20 Milliarden Euro für Corona-Hilfen auf
  • Bund will Impfzentren über September hinaus mitfinanzieren
  • Finale Corona-Regeln - Olympioniken droht Ausschluss
  • Intensivmediziner: Entspannung auf den Intensivstationen
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Kein Beleg für falsche Angaben bei Intensivbetten

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat bislang keine Belege dafür gefunden, dass Krankenhäuser falsche Angaben zur Auslastung der Intensivbetten gemacht haben, um höhere Ausgleichszahlungen zu erhalten. "Ich möchte nicht sagen, dass ein Betrug ausgeschlossen ist, aber wir haben in dem System sehr viele Punkte, wo wir sehr genau überprüfen können", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in der "Aktuellen Stunde". Überprüft wurden 70 Krankenhäuser, bei denen sich "Auffälligkeiten im Meldeverfahren" gezeigt hatten.

Der Journalist Markus Grill sieht das Problem mit den Intensivbetten als ein politisch hausgemachtes. Dass die Kliniken Geld für verschobene oder ausgesetzte planbare Aufnahmen bekommen, um freie Kapazitäten für Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu schaffen, sei schlicht ein "falsches Anreizsignal", sagte er im WDR. Der Bundesrechnungshof hatte in einem Bericht "eine massive Überkompensation aus Steuermitteln" bei Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser festgestellt.

20.05 Uhr: Das Geschäft mit dem digitalen Impfpass

Für das Ausstellen von digitalen Impfzertifikaten erhalten Apotheken 18 Euro. Das könnte ein lohnendes Geschäft werden. Denn es gibt bereits fast 19 Millionen vollständig Geimpfte bundesweit.

18.39 Uhr: EU nimmt 20 Milliarden Euro für Corona-Hilfen auf

Für die europäischen Corona-Hilfen hat die EU-Kommission die ersten 20 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dafür wurden zehnjährige Anleihen platziert, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mitteilte.

"Ich freue mich, dass dies sehr großes Interesse geweckt hat. Die Anleihe war sieben Mal überzeichnet", so von der Leyen. Die Konditionen seien mit weniger als 0,1 Prozent Zinsen sehr günstig. Insgesamt würden dieses Jahr 100 Milliarden Euro aufgenommen.

18.07 Uhr: Kleineres Wacken-Festival Mitte September

Nach der erneuten Absage des Heavy-Metal-Festivals ist im schleswig-holsteinischen Wacken vom 16. bis 18. September unter dem Titel "Bullhead City" eine kleinere Ausgabe geplant. Dazu werden unter anderem Blind Guardian, Nightwish und Doro erwartet. Damit wollen die Veranstalter nach eigener Aussage "einen Lichtblick in einem weiteren Jahr voller Absagen setzen".

Zunächst werde bei dem dreitägigen Festival mit 20.000 Besuchern geplant. Endgültig soll die Kapazität für "Bullhead City" gemeinsam mit den Behörden festgelegt werden, wie die Veranstalter erklärten.

17.16 Uhr: Großbritannien und die Gefahr der Delta-Variante

Die Corona-Lage in Großbritannien droht zu kippen. Nach einem entspannten Frühling sorgt dort die Delta-Variante des Virus wieder für steigende Infektionszahlen und Intensivpatienten. Was macht die Mutante so gefährlich? Und hat die britische Regierung ihre Gefahr unterschätzt?

16.35 Uhr: Bund will Impfzentren über September hinaus mitfinanzieren

Der Bund will die Impfzentren nach Angaben von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) auch über September hinaus mitfinanzieren. Ursprünglich habe der Bund zum 30. September aus der Finanzierung der Impfzentren aussteigen wollen, sagte Müller, der derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsitzt. Die Regierungen merkten aber "in allen Ländern, dass wir die Impfzentren noch brauchen".

15.41 Uhr: Public Viewing trotz Corona - wo geht was?

Das Wetter ist schön und die Fußball-EM in vollem Gange. Aber muss ich wegen Corona in diesem Jahr auf gemeinsames Anfeuern von Jogis Jungs verzichten? Nein! Public Viewing ist in vielen NRW-Städten trotz der Pandemie möglich. Wo ist was und wie okay?

15.22 Uhr: Finale Corona-Regeln - Olympioniken droht Ausschluss

Verstöße gegen die strengen Corona-Regeln können für die ausländischen Teilnehmer der Olympischen Spiele in Tokio schmerzhafte Folgen bis hin zur Ausweisung aus Japan haben. Möglich sind zudem Geldbußen, die Disqualifikation der Athleten von Wettbewerben und in schweren Fällen sogar ein Ausschluss von kommenden Spielen, wie die Organisatoren mitteilten.

Festgehalten ist das Corona-Regelwerk auf 70 Seiten. Eine eigene Disziplinarkommission wird mögliche Vergehen prüfen und die Sanktionen verhängen. Die Olympischen Spiele sollen in gut einem Monat beginnen.

15.14 Uhr: Webseite hilft Jugendlichen mit Gewalterfahrungen

Auf der Webseite "www.du-auch.de" finden Kinder und Jugendliche ab sofort Hilfe nach einer Gewalterfahrung. Eine Initiative von Psychologinnen und Psychologen an deutschen Universitäten hat die Beratungsplattform an den Start gebracht, wie die leitende Goethe-Universität Frankfurt mitteilte. Ziel sei, den Betroffenen zu helfen, eine höhere Gefährdung und stärkere Isolierung während des Corona-Lockdowns zu bekämpfen. Die Entwicklung wurde vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Die Seite bietet unter anderem Links zu Hilfsangeboten wie der "Nummer gegen Kummer", und dem "Hilfetelefon sexueller Missbrauch". Den Jugendlichen steht zudem eine direkte Kontaktmöglichkeit per Telefon oder Whatsapp zu Kinderpsychologinnen und Psychologen zur Verfügung, die bei der Suche nach einem Therapieplatz helfen.

14.36 Uhr: Intensivmediziner rechnen mit Entlastung in den Krankenhäusern

Die deutschen Intensivmediziner gehen von einer baldigen Entspannung in den Krankenhäusern aus. Deutschland werde in den kommenden Tagen die "magische Grenze von 1.000 Covid-Patienten" auf den Intensivstationen unterschreiten, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis. Damit gehe die dritte Pandemie-Welle dem Ende zu.

Covid-19 sei eine Erkrankung, die auch in den nächsten Jahren die Medizin und die Intensivstationen beschäftigen werde, "die aber den Schrecken dieser Pandemie verlieren wird". Deutschland gehe jetzt in eine "chronische Phase" über, sagte Karagiannidis. Die Erkrankung werde die Menschen wie die jährliche Grippewelle begleiten. Dies werde auch noch eine Weile so bleiben.

13.30 Uhr: So klappt es mit dem Homeoffice

Homeoffice ist durch Corona für viele Alltag geworden. Ob das gut ist, darauf gibt es mehr als eine Antwort. Die Bertelsmann Stiftung hat die Folgen für Arbeitnehmer wissenschaftlich untersucht. In Bonn treffen wir auf Menschen, die das Homeoffice aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

12.31 Uhr: Sonderrechte der NRW-Regierung nur noch bis Samstag

Der nordrhein-westfälische Landtag will die "epidemische Lage von landesweiter Tragweite" nicht noch mal verlängern. Darauf haben sich die Regierungsfraktionen von CDU und FDP verständigt. Damit fallen ab dem 19. Juni einige Sonderbefugnisse für den "Notstand" weg, wie die mögliche Beschlagnahme medizinischen Materials. Das Parlament hatte die sogenannte epidemische Lage bislang immer für einen bestimmten Zeitraum festgestellt - und dann weiter verlängert. Das wäre jetzt eigentlich zum 18. Juni wieder nötig gewesen - darauf soll aber unter anderem wegen der fallenden Infektionszahlen in NRW verzichtet werden. Die Corona-Schutzverordnung gilt weiter.

Wie es auf Bundesebene weitergeht, ist noch offen. Der Bundestag hatte vor gut zwei Wochen die deutschlandweite "epidemische Lage von nationaler Tragweite" noch einmal verlängert. Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten.

12.06 Uhr: Spahn erwartet fünf Millionen digitale Impfpässe

In Deutschland wird nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heute die Marke von fünf Millionen digitalen Corona-Impfzertifikaten erreicht. "Wir werden heute im Laufe des Tages in Deutschland die Fünf-Millionen-Marke an digitalen Zertifikaten schon knacken können", sagte Spahn bei einem Treffen der EU-Gesundheitsminister in Luxemburg. Seit Montag können Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sich in Apotheken den digitalen Impfpass als Nachweis einer Impfung gegen das Coronavirus ausstellen lassen. Bald sollen auch Arztpraxen den digitalen Impfpass ausgeben können, wie Spahn sagte.

11.59 Uhr: Bund zahlt für Luftfilteranlagen

Schulen und Kitas können nun beim Bund Fördermittel für den Einbau von festen Luftfilteranlagen beantragen. Seit Freitag können entsprechende Anträge gestellt werden, wie das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mitteilte. Die Förderung ist allerdings begrenzt auf Räume und Einrichtungen für Kinder bis 12 Jahren, da für diese Altersgruppe bisher kein Impfstoff gegen Corona zugelassen ist. Anträge können direkt online beim Bafa gestellt werden, entweder durch die Träger der Einrichtungen oder durch Schulen, Kitas und Horte selbst. Es gibt maximal 500 000 Euro.

Nicht gefördert werden mobile Luftfilter, Umbauten an Fenstern oder sogenannte Klappenlüftungen. Außerdem gibt es nur dann Geld, wenn nicht bereits Fördergelder von anderen Stellen, wie dem Land oder der EU fließen. Das Programm ist bis Ende des Jahres befristet.

10.55 Uhr: Israel hebt Maskenpflicht in Innenräumen auf

In Israel ist das Tragen von Masken in Innenräumen seit heute nicht mehr Pflicht. Damit hebt das Land eine seiner letzten Corona-Auflagen dank einer äußerst erfolgreichen Impfkampagne auf. Schon 85 Prozent der Erwachsenen sind dort gegen das Coronavirus geimpft, es gibt nur noch einige Dutzend Patienten, die wegen Covid-19 in Behandlung sind.

Aber: Bei Reisen im Flugzeug und auf dem Weg in die Quarantäne besteht weiter Maskenpflicht. Ungeimpfte müssen zudem in Pflegeheimen und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens Masken tragen.

10.27 Uhr: Aerosolforscher befürwortet Aufhebung der Maskenpflicht auch in Klassenräumen

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will an der Maskenpflicht für Schüler insbesondere in Klassenräumen vorerst noch festhalten. Aerosolwisschenschaftler Gerhard Scheuch hingegen hält eine Aufhebung der Maskenpflicht auch dort für möglich - und zwar sofort. "Die Inzidenzzahlen sind niedrig. Wir sind im Sommer, Fenster auf, dann braucht man auch nicht unbedingt die Maske", sagte Scheuch im Interview mit dem WDR. "Wann wollen wir die Maskenpflicht denn aufheben? Im Spätsommer, wenn der Herbst kommt, macht es bestimmt keinen Sinn." Nur in engen Innenräumen mit vielen Leuten, wo man schlecht lüften kann, sollte man die Maske noch weiterempfehlen.

10.01 Uhr: Deutschland lockert Lockdown - neun Monate später steigt die Geburtenzahl

Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im März auf den höchsten Wert seit mehr als 20 Jahren gestiegen. Sie kletterte binnen Jahresfrist um etwa 5.900 oder zehn Prozent auf 65.903, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mehr als 65.000 Geburten in einem März habe es zuletzt 1998 gegeben. Dabei sehen die Statistiker zumindest einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Abflachen der ersten Coronawelle und den Lockerungen im Mai des vergangenen Jahres. Schon im Februar 2021 habe es bei den Geburten mit sechs Prozent ein Plus zum Vorjahr gegeben.

9.45 Uhr: Corona-Warn-App hat wohl mehr als 100.000 Infektionsketten unterbrochen

Mit der Corona-Warn-App sind mehr Infektionsketten unterbrochen worden als mithilfe aller Gesundheitsämter in Deutschland. Das geht aus einer Zwischenbilanz des Robert Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Weil Daten anonym und dezentral gespeichert werden, handelt es dabei um Schätzungen. Demnach sind 110.000 bis 230.000 Nutzer der App nach einer roten Warnung positiv getestet und damit aus Infektionsketten gezogen worden.

9.32 Uhr: Lehrerverband gegen vorschnelles Aussetzen der Maskenpflicht

Der Präsident des NRW-Lehrerverbands, Andreas Bartsch, hat im WDR 5 Morgenecho gewarnt, die Maskenpflicht im Unterricht zu schnell aufzuheben. "Ich denke, dass wir jetzt in einer Situation sind, wo wir keine Schnellschüsse brauchen", sagte Bartsch. "Das, was jetzt wünschenswert wäre, muss nicht unbedingt klug sein."

9.03 Uhr: Corona-Antikörpertherapie von AstraZeneca floppt

Eine Corona-Antikörpertherapie von AstraZeneca ist in einer klinischen Studie gescheitert. In der Untersuchung, in der das Mittel zur Vorbeugung von Covid-19 mit einem symptomatischen Verlauf getestet wurde, wurde das Studienziel nicht erreicht, teilt AstraZeneca mit. An der Studie nahmen ungeimpfte Erwachsene ab 18 Jahren teil, die innerhalb der vergangenen acht Tage vor Behandlung Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Das Mittel reduzierte zwar das Risiko symptomatischer Covid-Verläufe um 33 Prozent im Vergleich zu einem Placebo, statistisch war das aber nicht signifikant.

8.15 Uhr: Kostenteilung bei Hotel-Stornierung laut Gericht angemessen

Wer vor Ausbruch der Corona-Pandemie ein Hotelzimmer gebucht und bezahlt hat, bekommt nicht unbedingt alle Kosten zurückerstattet. Das Oberlandesgericht Köln hat geurteilt, dass Hotels zum Beispiel durchaus die Hälfte verlangen dürfen. Im konkreten Fall ging es um eine Stornierung wegen der Absage der Messe FiBo in Köln. Das Hotel hatte 90 Prozent der Kosten einbehalten - gemäß der Stornierungsregeln im Vertrag. Das fanden die Richter allerdings zu viel.

7.33 Uhr: Intensivmediziner offen für Lockerungen der Maskenpflicht

Die Intensivmediziner stehen einer Lockerung der Maskenpflicht im Freien positiv gegenüber. Generell spreche nichts dagegen, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen des Redaktions-Netzwerks Deutschland (RND). Zur Begründung verwies er auf die sinkenden Infektionszahlen und den Fortschritt der Impfkampagne. In Innenräumen rät Marx aber weiter zum Tragen von Masken. "Jetzt im Sommer halten wir uns viel im Freien auf, die Inzidenzen sinken weiter, und das Wichtigste: Es sind immer mehr Menschen bereits ein- oder zweimal geimpft", sagte Marx. "Auch wir in der Intensivmedizin haben zwar immer noch viele Patienten, aber die Zahl der Covid-19-Patienten wird täglich kleiner. Das ist für uns eine große Erleichterung."

7.22 Uhr: Lockerung der Maskenpflicht birgt Gefahren

In der Debatte um Lockerungen der Maskenpflicht rät Dirk Brockmann, Physiker und Professor am Institut für Biologie der Humboldt-Universität Berlin und am Robert Koch-Institut, zur Vorsicht. "Die Masken sind, von den vielen Maßnahmen, die wirken gegen die Ausbreitung des Coronavirus, eine der effektivsten", sagte Brockmann im WDR 5 Morgenecho. "Man muss natürlich ganz vorsichtig sein bei diesen Rücknahmen der Maßnahmen und muss das sequenziell machen, also nacheinander, um zu sehen, was dann passiert. Und man muss immer zwei Wochen warten, weil die Effekte ja erst zwei Wochen später sichtbar sind.“

Wenn nach und nach oder gleichzeitig viele Maßnahmen zurückgenommen würden, bestünde die Gefahr, dass die Zahlen wie in Großbritannien wieder stiegen.

6.52 Uhr: Tönnies zahlt Kreis Gütersloh 1,8 Millionen Euro

Der Fleischkonzern Tönnies hat ein Jahr nach dem massenhaften Ausbruch des Coronavirus unter den Beschäftigen des Schlachtbetriebs einige Kosten beim Kreis Gütersloh beglichen. Auch etliche Bürgertestungen waren die Folge. Tönnies hatte angekündigt, sich an den Kosten zu beteiligen. Jetzt der hat Konzern 1,8 Millionen Euro überwiesen.

6.34 Uhr: Alle Kommunen in NRW unter 35

In Nordrhein-Westfalen verzeichnen jetzt alle Kommunen weniger als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dieser Wert muss unterschritten werden, damit alle möglichen Lockerungen regional in Kraft treten können: Innengastronomie und Innensport ohne Test, Kulturveranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmern wahlweise ohne Abstand oder ohne Test - bei mehr Teilnehmern mit Test und Abstand.

Laut den Meldungen der Gesundheitsämter haben jetzt auch Hagen, Wuppertal und Bonn eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 35. Dort werden die Lockerungen aber erst möglich, wenn der Wert mindestens fünf Werktage in Folge unter der Schwelle bleibt. Sobald das Gesundheitsministerium die Daten bestätigt und genehmigt, treten Lockerungen am übernächsten Tag in Kraft.

6.18 Uhr: Unter 1.000 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 652 neue Positiv-Tests. Das sind 552 weniger als am Dienstag vor einer Woche und 103 mehr als gestern. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 15,5 von 16,6 am Vortag. Gestern hatten die Gesundheitsämter in Deutschland erstmals seit mehr als acht Monaten weniger als 1.000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das RKI gemeldet. Zuletzt war die Zahl am 21. September mit 922 dreistellig. Für NRW werden 224 Neuinfektionen (gestern 101) und eine Inzidenz von 16,9 (gestern 17,7) gemeldet.

4.55 Uhr: 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt

In den vergangenen zwölf Monaten sind rund 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt worden. Die Summe nannte das Deutsche Studentenwerk (DSW) auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Im Durchschnitt hätten die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat bekommen. Die sogenannte Überbrückungshilfe kann seit einem Jahr (16. Juni 2020) online beantragt werden. Die Unterstützung ist für Betroffene gedacht, die während ihres Studiums zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

3.31 Uhr: Kassenärzte fordern mehr Impfstoff

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert von Bund und Ländern Schritte für steigendes Tempo beim Impfen und für eine Rückkehr zu mehr Freiheiten. Er erwarte entsprechende "klare Signale" von der morgigen Gesundheitsministerkonferenz. "Es müssen mehr Impfstoffe in die Praxen." Solange Impfstoffe leider immer noch knapp sind, appelliere er an die Patientinnen und Patienten, Geduld zu haben. Jeder werde geimpft werden, der geimpft werden möchte, aber nicht sofort und gleich alle auf einmal.

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