Ticker vom Samstag (12.06.2021) zum Nachlesen

Stand: 12.06.2021, 18:29 Uhr

  • Gerät die Impfkampagne ins Stocken?
  • Laumann betont Freiheiten von Heimbewohnern
  • Infektionszahlen sinken weiter
  • Medienbericht: Stadionbesuche ohne Maske laut Studie Infektionstreiber
  • Schulen nach Sommerferien dauerhaft im Präsenzbetrieb
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Gerät die Impfkampagne in Deutschland ins Stocken?

Die Produktionspanne beim amerikanischen Corona-Impfstoffhersteller Johnson & Johnson wird sich auch auf die Impfkampagne in Deutschland auswirken. Nach Informationen US-amerikanischer Medien müssen rund 60 Millionen Dosen des Vakzins vernichtet werden. Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass Johnson & Johnson im zweiten Quartal etwa 6,5 Millionen Impfdosen weniger liefert als geplant.

Gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio teilte das Ministerium mit, das sei bedauerlich, denn jede Impfdose zähle. Man erwarte von dem US-Hersteller, dass die fehlende Menge im Juli schnellstmöglich nachgeliefert werde. Ursprünglich hatte Johnson & Johnson gut zehn Millionen Impfdosen bis Ende Juni zugesagt – mehr als die Hälfte fällt jetzt weg. Welche Folgen das für die Impfkampagne hat, ist noch unklar.

Der Vorteil des Johnson & Johnson-Impfstoffs ist, dass er nur einmal gespritzt werden muss, um einen vollständigen Schutz zu erreichen. Er sollte ab dem 21. Juni auch an die Betriebsärzte ausgeliefert werden, die seit Anfang der Woche mitimpfen. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass die übrigen Hersteller Biontech, Moderna und AstraZeneca ihre aktuellen Lieferzusagen für das zweite Quartal erfüllen – mit insgesamt knapp 70 Millionen Dosen.

18.26 Uhr: Merkel: G7 will Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen ermöglichen

Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bis 2022 die Verteilung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff an Entwicklungsländer ermöglichen. Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Carbis Bay. Ein finaler Beschluss des Gipfels lag aber zunächst noch nicht vor.

17.50 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird am Sonntag deutlich kürzer. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

16.51 Uhr: Johnson zweifelt an kompletter Lockerung zum 21. Juni

Der britische Premierminister Boris Johnson hat Zweifel an der für den 21. Juni geplanten Aufhebung aller restlichen Corona-Beschränkungen in England erkennen lassen. Auf die Frage, ob er nun weniger optimistisch sei als noch Ende Mai, sagte Johnson dem Sender Sky News: "Ja, das ist sicherlich angemessen." Die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus sei sehr beunruhigend. Diese Variante werde leichter übertragen. Es stimme auch, dass Fallzahlen und Zahl der Krankenhausaufenthalte stiegen. Inwieweit sich das auf die Zahl der Todesopfer auswirke, lasse sich noch nicht sagen. Johnson will am Montag bekanntgeben, wie sein weiterer Fahrplan aussieht.

16.47 Uhr: Putin zeichnet Entwickler von Corona-Impfstoff aus

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V ausgezeichnet. Im Kreml wurde am Samstag unter anderem der Chef des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, geehrt, wie das Präsidialbüro mitteilte. Der Impfstoff wurde vor zehn Monaten als weltweit erster für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben.

Putin zufolge haben 18 Millionen Russen mindestens eine Impfung erhalten. In Russland stieg die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder.

16.08 Uhr: Mehr als jeder Vierte in Deutschland vollständig geimpft

Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut (RKI) gaben die Impfquote am Samstag mit 25,7 Prozent an. Dabei sind alle Impfungen bis einschließlich Freitag berücksichtigt. Vollständig geimpft seien damit 21.350.096 Menschen, hieß es weiter. Die Quote der Erstimpfungen wurde mit 48,1 Prozent der Bevölkerung angegeben. Dies betrifft nun mehr als 40 Millionen Menschen (40.003.604).

In den Bundesländern Bremen, Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen ist bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Am niedrigsten ist die Quote in Sachsen mit 43 Prozent.

15.50 Uhr: Laumann betont weitgehende Freiheiten für Pflegeheim-Bewohner

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat daran erinnert, dass in stationären Pflegeeinrichtungen inzwischen weitgehende Freiheiten für Bewohner und Besucher gelten. Quarantänemaßnahmen sollen für geimpfte oder genesene Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr notwendig werden, wenn sie nach einem Kontakt mit einer infizierten Person negativ auf das Corona-Virus getestet wurden. Auch dürfe es in Einrichtungen ohne Zustimmung des Gesundheitsministeriums keine Besuchseinschränkungen geben, falls es dort zu einem Infektionsgeschehen komme. "Es ist nicht akzeptabel, wenn Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht infiziert sind und bereits über einen vollständigen Impfschutz verfügen, in Einzelzimmer-Quarantäne müssen. Das ist nicht nachvollziehbar und widerspricht der geltenden Rechtslage", so Laumann.

14.29 Uhr: Wieder deutlich mehr Corona-Neuinfektionen in Moskau

Die russische Hauptstadt Moskau verhängt aus Sorge vor weiter steigenden Corona-Zahlen neue Beschränkungen. Am Samstag meldeten die Behörden 6.700 Neuinfektionen - der höchste in diesem Jahr gemessene Wert binnen eines Tages. Bürgermeister Sergej Sobjanin erwartet den Höhepunkt spätestens im Juli. Auf eine solche Situation müsse in der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole reagiert werden, sagte er. Die kommende Woche solle deshalb für arbeitsfrei erklärt werden. Zudem müssten Bars, Restaurants und Diskotheken um 23.00 Uhr schließen. In Parks würden etwa Spiel- und Sportplätze geschlossen.

14.11 Uhr: Niedersachsen schickt 17 Millionen Masken an den Bund zurück

Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zurückgeben. Dabei handelt es sich um 12 Millionen OP-Masken und fünf Millionen FFP2-Masken, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Samstag. Am Freitag war in einem NDR-Bericht zunächst von vier Millionen Masken die Rede gewesen. "Der Grund für die Rückgabe ist die fehlerhafte Dokumentation", sagte der Sprecher. Das Land habe die Dokumentation und die Prüfunterlagen zu den Masken kontrolliert. Zum Teil passten die Masken auch nicht zu den Angaben auf den Kartons. Einige Masken hätten auch sichtbare Mängel gezeigt. Technisch seien die Masken nicht überprüft worden.

13.52 Uhr: Kubicki kündigt Corona-Untersuchungsausschuss nach Wahl an

Der Vize-Vorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki, hat einen von der FDP beantragten Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt. "Es bedarf einer parlamentarischen Aufarbeitung dazu nach der Wahl", sagte Kubicki am Samstag auf einem Parteitag der Thüringer FDP in Erfurt. "Das war die Ankündigung eines Untersuchungsausschusses", erklärte der FDP-Politiker nach seiner Rede auf Anfrage.

13.15 Uhr: Mehr Freiheiten für Heimbewohner

Die neue Corona-Schutzverordnung für NRW enthält zahlreiche Erleichterungen für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Das NRW-Gesundheitsministerium teilte heute mit, wie diese konkret umgesetzt werden. Demnach dürfen Bewohner so viele geimpfte und genesene Besucher empfangen, wie sie wollen. Geimpfte Heimbewohner sind außerdem von der Pflicht befreit, sich regelmäßig testen zu lassen oder in der Einrichtung eine Maske zu tragen.

Für geimpfte oder genesene Bewohner, die nicht positiv getestet wurden, gilt außerdem: Zimmerquarantänen sind untersagt. Sie dürfen die Einrichtung uneingeschränkt verlassen und betreten, auch wenn es neue Corona-Fälle unter den Bewohnern gibt.

12.50 Uhr: Betriebsärzte sollen bald Johnson-Vakzin verimpfen

Für die Impfungen über Betriebsärzte soll nun auch das Präparat von Johnson & Johnson zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, teilte heute das Bundesgesundheitsministerium mit. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, so dass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen.

Die Impfzentren der Länder sollen außerdem im Juni rund 700.000 Impfdosen mehr bekommen als geplant. In der kommenden Woche seien es 400.000 Dosen von Astrazeneca extra. Zuvor hatten die Hersteller ihre Lieferzusagen mehrmals nicht eingehalten.

12.06 Uhr: Vier Fälle mit Delta-Variante des Coronavirus in Straßburg

Nach der Entdeckung eines Clusters der Delta-Variante des Coronavirus im ostfranzösischen Straßburg will die Gesundheitsbehörde rasch handeln. An einer Hochschule für Kunst und Musik wurden vier Fälle der zunächst in Indien aufgetretenen Virus-Variante festgestellt, erklärte die Behörde am Samstag. 43 Kontaktfälle werden den Angaben zufolge derzeit untersucht. Ein Aktionsplan der Gesundheitsbehörde sieht unter anderem eine gezielte Impfaktion am Wochenende vor. Die betroffene Hochschule wurde geschlossen.

11.55 Uhr: Infektionszahlen im Sinkflug

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 383 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI heute mit bundesweit 18,3 an. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 129 neue Todesfälle verzeichnet. In NRW wurden seit gestern 491 Neuinfektionen gezählt. Die Inzidenz sinkt auf 19,8. Nur noch zwei Kommunen im Land liegen bei der Inzidenz über der 35er-Marke: Hagen (45) und Bonn (40,6).

11.18 Uhr: Spahn fordert Alternativen zu chinesischen Arznei-Importen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert als Lehre aus der Pandemie, eine zu große Abhängigkeit von China zu vermeiden. "Wir sind zu abhängig von China als Hersteller bestimmter Produkte, die für uns lebensnotwendig sind, im wahrsten Sinne des Wortes: Wirkstoffe für Medikamente", sagte der CDU-Politiker beim "Tag des deutschen Familienunternehmens" in Berlin. "Aber wir sind auch zu abhängig von China als Absatzmarkt, und das ist eine sehr viel schmerzhaftere Debatte."

10.18 Uhr: Bundesländer bereiten Aus für Impfzentren vor

Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur epd unter den Gesundheitsministerien der Länder soll bis Ende September ein großer Teil der Impfzentren geschlossen werden. Hintergrund ist, dass der Bund dann die finanzielle Unterstützung der Impfzentren einstellt. Es sei aber noch offen, ob womöglich einzelne Impfstraßen weiter betrieben werden. Eine einheitliche Regelung zum Vorgehen der Länder sei nicht in Sicht.

Gleichzeitig plädierte der Deutsche Städtetag dafür, die Impfzentren länger zu finanzieren. Angesichts der vielen noch anstehenden Impfungen sei die Infrastruktur zu wichtig, um sie bereits jetzt abzuwickeln. Auf WDR-Nachfrage bestätigte das NRW-Gesundheitsministeriums, dass in NRW die Impfzentren bis September normal weiterlaufen sollen und man dann entscheiden werde, wie es weitergehen soll.

08.38 Uhr: Medienbericht - Stadionbesuche ohne Maske laut Studie Infektionstreiber

Forscher haben einem Medienbericht zufolge bei Bundesliga-Fußballspielen ohne Maskenpflicht im Stadion eine Zunahme der Infektionszahlen festgestellt. Die Dynamik sei an den Spieltagen im September und Oktober 2020 statistisch signifikant angestiegen, zitierte die "Rheinischen Post" vorab eine Studie des RWI-Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung. Führende Aerosolforscher hatten bisher eine erhöhte Ansteckungsgefahr in Open-Air-Stadien verneint.

Der Anstieg habe sich vollständig den Spielen zuordnen lassen, bei denen Schutzmasken lediglich auf den Wegen zum Sitzplatz getragen werden mussten. Bei einer Tragepflicht auch am zugewiesenen Platz habe es keine erhöhten Infektionszahlen gegeben, heißt es in der "Rhenischen Post".

08.29 Uhr: Notare spüren Folgen der Krise

In der Krise haben mehr Menschen mit notariellen Verfügungen und Vollmachten für ihren Tod oder schwere Krankheiten vorgesorgt. "Die Menschen haben im Lockdown viel Zeit gehabt nachzudenken, und sie haben gesehen, dass es bei manchen sehr schnell gegangen ist", sagte Michael Uerlings von der Bundesnotarkammer. Uerlings registrierte in seiner Bonner Kanzlei seit Beginn der Pandemie etwa 15 Prozent mehr Verfügungen für den Todesfall. Etwa im gleichen Umfang hätten Vorsorgevollmachten zugenommen, mit denen Mandanten festlegen, wer im Falle von schwerer Erkrankungen wichtige Entscheidungen etwa zur Fortsetzung von Therapien trifft.

08.24 Uhr: Fremdenverkehr in NRW erholt sich

Die Nachfrage nach Sommerurlaub in Nordrhein-Westfalen zieht nach Monaten der Zurückhaltung wieder an. Unter anderem im Sauerland, dem Münsterland und der Eifel gebe es wieder mehr Buchungen, teilte Tourismus NRW mit. Seit der Pandemie habe sich ein Trend zu sehr kurzfristigen Buchungen gezeigt, der sich wohl auch fortsetze. Die Urlauber machten im Hinblick auf die unsichere Lage keine langfristigen Pläne.

08.21 Uhr: Mehr Suizidversuche von US-Teenagern

Die Pandemie hat laut einer US-Studie zu einem dramatischen Anstieg der Suizidversuche von weiblichen Teenagern geführt. "Anfang Mai 2020 begann die Anzahl der Notaufnahmen wegen vermuteter Selbstmordversuche bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren zu steigen, insbesondere bei Mädchen", heißt es in einem Bericht der US-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC).

Demnach lag die durchschnittliche Zahl der Einweisungen in Notfallambulanzen im Sommer 2020 bei Mädchen um 26 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In diesem Frühjahr lag dieser Wert sogar alarmierende 51 Prozent über Vorjahreswert. Bei männlichen Teenagern verzeichneten die CDC einen Anstieg von vier Prozent.

08.10 Uhr: Industrienationen bereiten sich auf neue Pandemien vor

Die Gruppe der großen Industrienationen (G7) will sich besser auf kommende Pandemien vorbereiten. Dazu wollen die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel in Großbritannien eine "Gesundheitserklärung von Carbis Bay" verabschieden, wie in der Nacht bekannt wurde. Vorgesehen sei, die Entwicklung von Impfstoffen, Behandlungsmethoden und Diagnosemethoden auf unter 100 Tage zu drücken.

Globale Frühwarnsysteme sollen ebenso verstärkt werden wie die Möglichkeiten zur sogenannten Genom-Sequenzierung, die das Aufspüren von Virusvarianten ermöglicht.

08.04 Uhr: Lissabon ist wieder Risikogebiet

Die Behörden in Portugal zählen wieder mehr Corona-Fälle. Ab morgen gilt deshalb auch die Hauptstadtregion rund um Lissabon wieder als Risikogebiet. Das Auswärtige Amt warnt offiziell vor Reisen dorthin. Mitte der Woche waren in der portugiesischen Hauptstadt wieder 900 Neuinfektionen registriert worden - so viele gab es zuletzt Anfang März.

08.02 Uhr: Infektionszahlen in Indien sinken

Indien hat heute 84.332 Neuinfektionen registriert. Das ist in dem stark von der Pandemie betroffenen Land der niedrigste Wert seit mehr als zwei Monaten, wie das indische Gesundheitsministeriums mitteilte. Insgesamt wurden bislang 29,4 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. In Indien stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus zuletzt auf 367.081. Experten zufolge dürfte die Dunkelziffer allerdings weitaus höher liegen.

07.46 Uhr: Millionen Impfdosen nach Produktionspanne vernichtet

Nach einer Panne in einem US-Werk muss der Impfstoff-Hersteller Johnson & Johnson Millionen Impfdosen vernichten. Mehrere Chargen im Umfang von jeweils mehreren Millionen Dosen seien wegen einer möglichen Kontamination unbrauchbar, teilte die Arzneimittelbehörde FDA mit. Medienberichten zufolge sind 60 Millionen Impfdosen betroffen.

07.20 Uhr: Party in Kölner Park aufgelöst - Beamte verletzt

Die Polizei und das Ordnungsamt haben gestern Abend eine große Party mit rund tausend Menschen am Aachener Weiher in Köln aufgelöst. Zunächst war sogar von 2.000 Feiernden die Rede, diese Zahl wurde aber heute von der Polizei korrigiert. Mehrere DJ's hatten ihre Anlagen auf den Wiesen aufgebaut, die Besucher feierten ausgelassen. Bei dem Einsatz wurden die Beamten und städtischen Mitarbeiter mit Flaschen beworfen. Drei von ihnen wurden verletzt, ein Vertreter des Ordnungsamts schwer.

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0.05 Uhr: EM mit vielen Reisen bereitet Lauterbach Bauchschmerzen

Um 21 Uhr am Freitag ist die Fußball-Europameisterschaft mit dem Eröffnungsspiel Italien-Türkei in Rom gestartet. Gespielt wird in elf Städten, verteilt auf elf Länder - und das vor tausenden Zuschauern. Wie viele kommen, ist je nach Standort prozentual unterschiedlich. In München sind 14.000 Zuschauer zugelassen, in Budapest 68.000. Klar ist, dass es durch die EM mehr Reisen in Europa geben wird.

Genau das bereitet dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach Bauchschmerzen. Er sagte in der "Aktuellen Stunde" im WDR, dass man das Infektionsgeschehen mit weniger Reisen hätte besser kontrollieren können. Eine EM an drei oder vier Standorten wäre besser gewesen: "Es hätte weniger Reisen und weniger Aufwand gegeben. Die EM wäre sicherer gewesen."

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0.02 Uhr: Bundestag verlängert Pandemie-Notlage

Der Bundestag hat die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" wegen der Corona-Pandemie verlängert. Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten. Nun wird sie maximal für drei Monate verlängert.

0.01 Uhr: Schulen nach Sommerferien dauerhaft im Präsenzbetrieb

Die Schulen in Deutschland sollen im kommenden Schuljahr dauerhaft und "uneingeschränkt" im Präsenzbetrieb bleiben. Darauf haben sich die Bildungsminister der Länder verständigt. Sie verwiesen auf Einschätzungen des Robert Koch-Instituts, wonach Schulen "keine treibende Kraft" in der aktuellen Pandemiesituation seien. Die Höhe der regionalen Infektionszahlen soll bestimmen, ob Tests und Masken nötig seien.

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