Ende der Corona-Reisewarnung für 100 Länder - was das bedeutet

Touristen liegen mit Abstand am Strand

Ende der Corona-Reisewarnung für 100 Länder - was das bedeutet

Gute Nachricht für Fernweh-Geplagte: Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für 100 Länder auf - auch für solche mit einer hohen Inzidenz. Die Regelung gilt ab 1. Juli.

Madeira, Zypern, Serbien: Sommerzeit ist Urlaubszeit. Nach Monaten des Lockdowns wächst das Fernweh. Jetzt wird es einfacher, sich aufs Verreisen zu freuen.

Die Bundesregierung hebt zum 1. Juli die Reisewarnungen für 100 Länder auf. Man könne sich "auf mehr Normalität" freuen, kommentierte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) die Maßnahme. Bundeskanzlerin Angela Merkel freut sich selbst auf einen "Sommer voller Möglichkeiten", bei dem aber das Testen wichtig bleibe.

Konkret bedeutet das: Touristische Reisen sind dann auch in solchen Ländern möglich, in denen die Inzidenzwerte unter 200 liegen oder die nicht als Virusvarianten-Gebiete eingestuft werden. Bisher galt die Reisewarnung für alle Länder, in denen es mehr als 50 statt 200 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohnern gibt.

Aufhebung der Reisewarnung ist keine Reiseeinladung

Symbolbild: Eine Frau schaut auf einen Monitor mit Hotelangeboten

Reisen in die Ferne: Kein Traum mehr

Die Reisewarnung ist kein Reiseverbot, heißt es beim Auswärtigen Amt. Umgekehrt ist die Aufhebung aber keine Reiseeinladung. Denn ein Land kann weiterhin als Risikogebiet eingestuft werden - dann wird das Ministerium auch wie bisher vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen" abraten.

Das gilt auch für die Regionen, in die man nur unter großen Schwierigkeiten einreisen kann - so wie nach Ungarn, wo derzeit nur Staatsangehörige einreisen dürfen.

Lockerungen auch für Mexiko und Katar

Kathedrale mit Vorplatz in Mexiko-Stadt.

Mexiko-Stadt rückt wieder näher

Außerdem sollen zum 1. Juli einige Regionen vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft werden. Dazu zählen Georgien, Katar und Mexiko. Damit entfällt die generelle Quarantänepflicht von fünf bis zehn Tagen.

Man muss sich auch nicht mehr selbst isolieren, wenn man einen negativen Test vorweisen kann. Ratsam ist, sich auch auf den Seiten des Auswärtigen Amtes zu informieren, was für das jeweilige Reiseziel gilt.

Achtung: Quarantäne-Vorschriften checken!

Eine Aufhebung der Reisewarnung heißt übrigens nicht, dass alle Vorschriften wegfallen, warnt das Auswärtige Amt. "Quarantänevorschriften in Deutschland werden von den Bundesländern erlassen und hängen regelmäßig von der Pandemieentwicklung in dem Reiseland ab. Reisende sollten sich hierüber vor einer Reise bei den Behörden ihres Bundeslandes erkundigen."

Keine kostenlose Stornierung möglich

Wichtig auch für Pauschalreisende: Wer eine Reise in ein Land gebucht hat und danach von einer Reisewarnung überrascht wurde, konnte beim Veranstalter um eine kostenlose Stornierung bitten - wenn die Reise nicht ohnehin abgesagt wurde. Diese Möglichkeit hat der Tourist nicht, wenn er "nur" in ein Risikogebiet reist.

Stand: 11.06.2021, 20:18

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