Nebenwirkungen - Welche können durch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson auftreten?

Diverse Ampullen der Corona-Impfstoffe mit Spritze.

Nebenwirkungen - Welche können durch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson auftreten?

Wir beantworten Ihre Fragen zu Corona um Impfen. Hier: Nebenwirkungen - Welche können durch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson auftreten?

Wie bei jeder anderen Impfung auch kann es nach der Verabreichung von Corona-Impfstoffen zu Impfreaktionen und anderen Nebenwirkungen kommen. Im Aufklärungsmerkblatt, das man vor einer Corona-Impfung unterzeichnen muss, wird zwischen Impfreaktionen und Impfkomplikationen unterschieden.

Zu Impfreaktionen heißt es dort: "Nach der Impfung (...) kann es als Ausdruck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff zu kurzfristigen, vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen."

Zu Impfkomplikationen: "Impfkomplikationen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich belasten."

Corona-Impfung: Zu welchen Impfreaktionen kommt es häufig?

In den vergangenen Monaten wurden nach den Corona-Impfungen in Deutschland häufig folgende Impfreaktionen registriert (Quelle: Bundesgesundheitsministerium: zusammengegencorona.de, Stand 10.09.2021).

Biontech/Pfizer: "Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in der bisher mehrmonatigen Beobachtungszeit waren Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 80 Prozent), Abgeschlagenheit (mehr als 60 Prozent), Kopfschmerzen (mehr als 50 Prozent) und Schüttelfrost (mehr als 30 Prozent), Gelenkschmerzen (mehr als 20 Prozent), Fieber und Schwellung der Einstichstelle (mehr als 10 Prozent)."

"Häufig (zwischen 1 Prozent und 10 Prozent) traten Übelkeit und Rötung der Einstichstelle auf. Gelegentlich (zwischen 0,1 Prozent und 1 Prozent) traten Lymphknotenschwellungen, Schlaflosigkeit, Schmerzen in Arm oder Bein, Unwohlsein und Juckreiz an der Einstichstelle auf."

Moderna: "Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in der bisher zumeist zweimonatigen Beobachtungszeit waren Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 90 Prozent), Abgeschlagenheit (70 Prozent), Kopf- und Muskelschmerzen (mehr als 60 Prozent), Gelenkschmerzen und Schüttelfrost (mehr als 40 Prozent), Übelkeit oder Erbrechen (mehr als 20 Prozent), Lymphknotenschwellung in der Achselhöhle, Fieber, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle (jeweils mehr als 10 Prozent)."

"Gelegentlich (zwischen 1 Prozent und 10 Prozent) wurde über allgemeinen Ausschlag sowie Ausschlag und Nesselsucht an der Einstichstelle berichtet. Gelegentlich (zwischen 0,1 Prozent und 1 Prozent) trat Juckreiz an der Einstichstelle auf."

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Astrazeneca: "Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen sind Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle (mehr als 60 Prozent), Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit (mehr als 50 Prozent), Muskelschmerzen und Unwohlsein (mehr als 40 Prozent), erhöhte Temperatur und Schüttelfrost (mehr als 30 Prozent), Gelenkschmerzen und Übelkeit (mehr als 20 Prozent). Häufig (zwischen 1 Prozent und 10 Prozent) wurde eine Verringerung der Blutplättchenanzahl (Thrombozytopenie), Erbrechen, Durchfall, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Fieber berichtet."

"Gelegentlich (zwischen 0,1 Prozent und 1 Prozent) traten Lymphknotenschwellungen, verminderter Appetit, Schwindel, Schläfrigkeit, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz und ein allgemeiner Hautausschlag auf. Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt und treten nach der zweiten Impfung etwas seltener als nach der ersten Impfung auf."

Johnson & Johnson: "Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen sind Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 40 Prozent), Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschmerzen (jeweils mehr als 30 Prozent) sowie Übelkeit (mehr als 10 Prozent). Häufig (zwischen 1 und 10 Prozent) wurde über Fieber, Husten, Gelenkschmerzen, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Schüttelfrost berichtet."

"Gelegentlich (zwischen 0,1 und 1 Prozent) traten Zittern, Niesen, Schmerzen in Mund und Rachen, genereller Ausschlag, vermehrtes Schwitzen, Schwäche der Muskeln, Schmerzen in Arm oder Bein, Rückenschmerzen, allgemeines Schwächegefühl und Unwohlsein auf. In seltenen Fällen (0,01 bis 0,1 Prozent) traten Überempfindlichkeitsreaktionen und Nesselsucht auf."

Wie häufig treten Impfkomplikationen auf?

Zu Impfkomplikationen kommt es nach Covid-19-Impfungen nur relativ selten. Das zeigen Erhebungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) als zuständige Bundesbehörde:

Wie viele Todesfälle gab es durch eine Corona-Impfung?

Im Zeitraum 27.12.2020 bis 31.07.2021 wurden dem Paul-Ehrlich-Institut 1.254 Todesfälle in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gemeldet. Einen "ursächlichen Zusammenhang" mit der Corona-Impfung hält die Behörde in 48 dieser Fälle "für möglich oder wahrscheinlich". Im selben Zeitraum wurden rund 43 Millionen Menschen vollständig geimpft.

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Stand: 10.09.2021, 22:46