Nebenwirkungen - Welche können durch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson auftreten?

Diverse Ampullen der Corona-Impfstoffe mit Spritze.

Nebenwirkungen - Welche können durch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson auftreten?

Wir beantworten Ihre Fragen zu Corona um Impfen. Hier: Nebenwirkungen - Welche können durch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson auftreten?

Wie bei jeder anderen Impfung auch kann es nach der Verabreichung von Corona-Impfstoffen zu Impfreaktionen und anderen Nebenwirkungen kommen. Im Aufklärungsmerkblatt, das man vor einer Corona-Impfung unterzeichnen muss, wird zwischen Impfreaktionen und Impfkomplikationen unterschieden.

Zu Impfreaktionen heißt es dort: "Nach der Impfung (...) kann es als Ausdruck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff zu kurzfristigen, vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen."

Zu Impfkomplikationen heißt es dort: "Impfkomplikationen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich belasten."

Corona-Impfung: Zu welchen Impfreaktionen kommt es oft?

In den vergangenen Monaten wurden nach den Corona-Impfungen in Deutschland häufig folgende Impfreaktionen registriert (Quelle: Bundesgesundheitsministerium: zusammengegencorona.de, Stand 11.06.2021).

Biontech/Pfizer: "Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in der bisher mehrmonatigen Beobachtungszeit waren Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 80 Prozent), Abgeschlagenheit (mehr als 60 Prozent), Kopfschmerzen und Schüttelfrost (mehr als 30 Prozent), Gelenkschmerzen (mehr als 20 Prozent), Fieber und Schwellung der Einstichstelle (mehr als 10 Prozent).

Häufig (zwischen 1 Prozent und 10 Prozent) traten Übelkeit und Rötung der Einstichstelle auf. Gelegentlich (zwischen 0,1 Prozent und 1 Prozent) traten Lymphknotenschwellungen, Schlaflosigkeit, Schmerzen in Arm oder Bein, Unwohlsein und Juckreiz an der Einstichstelle auf."

Moderna: "Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in der bisher zumeist zweimonatigen Beobachtungszeit waren Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 90 Prozent), Abgeschlagenheit (70 Prozent), Kopf- und Muskelschmerzen (mehr als 60 %), Gelenkschmerzen und Schüttelfrost (mehr als 40 Prozent), Übelkeit oder Erbrechen (mehr als 20 Prozent), Lymphknotenschwellung in der Achselhöhle, Fieber, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle (jeweils mehr als 10 Prozent).

Häufig (zwischen 1 Prozent und 10 Prozent) wurde über allgemeinen Ausschlag sowie Ausschlag und Nesselsucht an der Einstichstelle berichtet. Gelegentlich (zwischen 0,1 Prozent und 1 Prozent) trat Juckreiz an der Einstichstelle auf. Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt und treten etwas häufiger nach der zweiten Impfung auf."

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Astrazeneca: "Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in den Zulassungsstudien waren Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle (mehr als 60 Prozent), Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit (mehr als 50 Prozent), Muskelschmerzen und Unwohlsein (mehr als 40 Prozent), erhöhte Temperatur und Schüttelfrost (mehr als 30 Prozent), Gelenkschmerzen und Übelkeit (mehr als 20 Prozent).

Häufig (zwischen 1 Prozent und 10 Prozent) wurde über Erbrechen, Durchfall, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Fieber berichtet. Gelegentlich (zwischen 0,1 Prozent und 1 Prozent) traten Lymphknotenschwellungen, verminderter Appetit, Schwindel, Schläfrigkeit, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz und ein allgemeiner Hautausschlag auf. Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt und treten nach der zweiten Impfung etwas seltener als nach der ersten Impfung auf."

Johnson & Johnson: "Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in den Zulassungsstudien waren Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 40 %), Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschmerzen (mehr als 30 %) sowie Übelkeit (mehr als 10 %). Häufig (zwischen 1 % und 10 %) wurde über Fieber, Husten, Gelenkschmerzen, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Schüttelfrost berichtet.

Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Zittern, Niesen, Schmerzen in Mund und Rachen, genereller Ausschlag, vermehrtes Schwitzen, Schwäche der Muskeln, Schmerzen in Arm oder Bein, Rückenschmerzen, allgemeines Schwächegefühl und Unwohlsein auf."

Wie häufig treten Impfkomplikationen auf?

Zu Impfkomplikationen kommt es nach Covid-19-Impfungen nur relativ selten. Das zeigen Erhebungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) als zuständiger Bundesbehörde:

Barrierearme Tabelle: Reaktionen nach einer Covid-19-Impfung 27.12.2020 bis 31.05.2021
Impfstoff-Herstellerschwerwiegende Reaktionennicht-schwerwiegende Reaktionen
Biontech/Pfizer12,3 %87,7 %
Astrazeneca9,5 %90,5 %
Johnson & Johnson98,1 %1,9 %
Moderna4,6 %95,4 %

Was steckt hinter den Todesfällen nach einer Corona-Impfung?

Im Zeitraum 27.12.2020 bis 31.05.2021 wurden dem Paul-Ehrlich-Institut 873 Todesfälle (das sind 0,0024 Prozent der geimpften Menschen) in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gemeldet. Die Gestorbenen wurden zwischen 24 und 102 Jahren alt - mehr als die Hälfte war 80 Jahre alt oder älter.

"Bei der überwiegenden Mehrzahl der verstorbenen Personen bestanden multiple Vorerkrankungen, wie z. B. Karzinome, Niereninsuffizienz, Herzerkrankungen und arteriosklerotische Veränderungen, die vermutlich todesursächlich waren", so das PEI.

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Stand: 11.06.2021, 22:59