Ticker vom Mittwoch (05.05.2021) zum Nachlesen

Ticker vom Mittwoch (05.05.2021) zum Nachlesen

  • Spahn kündigt Aufhebung der Impfpriorisierung bei Astrazeneca an
  • Arzt aus OWL bietet Impftermine mit Astrazeneca via Ebay an
  • Schleswig-Holstein lockert - Urlaub dort möglich
  • Impfungen ab Donnerstag für weitere Berufsgruppen in NRW
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Bundesgesundheitsminister Spahn kündigt Aufhebung der Impfpriorisierung bei Astrazeneca an

Sowohl Hausärzte als auch Impfzentren sollen Astrazeneca unabhängig von Alter und Vorerkrankungen verimpfen dürfen. Der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung soll von zwölf auf vier Wochen verkürzt werden. Das will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Gesundheitsministern der Länder morgen empfehlen.

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20.00 Uhr: Verfassungsgericht lehnt Eilanträge gegen Ausgangsbeschränkungen ab

Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. "Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist", teilte das Gericht heute in Karlsruhe aber mit. Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden.

19.10 Uhr: Kölner Impfprojekt möglicherweise vor dem Aus

Die von der Stadt Köln anfang der Woche gestartete Impfaktion in Stadtteilen mit besonders hoher Inzidenz steht möglicherweise vor dem Aus. Die vom Land zugesagten zusätzlichen 1.000 Dosen pro Woche reichten nur noch für einen Tag, heißt es in einem Brief der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker an das Land. Sollte das Land nicht mehr liefern, müsse Köln das von vielen hundert Anwohnern genutzte Angebot in dieser Woche einstellen, so Reker.

18.51 Uhr: Bielefeld: Eltern-Demo für Schulöffnungen

In Bielefeld haben Eltern für die Öffnung von Schulen demonstrierten. Die Stadt müsse den Fokus auf die Kinder und Familien richten, heißt es von der Elterninitiative. Sie seien es, die am meisten unter der Pandemie leiden würden. Etwa 20 Erwachsene und einige Kinder versammelten sich vor der Stadthalle. Die Eltern fordern Geld für den Kauf von Luftfiltern für Gruppenräume und Klassenzimmer. Außerdem wünschen sie sich einen Familiengipfel, bei dem Betroffene einbezogen werden. Eine weitere Forderung ist die Offenlegung der Infektionszahlen von Kindern in Bielefeld.

18.46 Uhr: NRW prüft Umstellung von Stäbchen- auf Lolli-Schnelltests in Kitas

NRW prüft eine Umstellung von Stäbchen-Tests auf Lolli-Tests in den Kitas. Das hat Familienminister Joachim Stamp (FDP) heute angekündigt. Eine flächendeckende Umstellung sei aber "nicht von heute auf morgen möglich", sagte Stamp. Daher werde es zunächst noch bei den Stäbchen-Tests bleiben. In der Prüfung für die Kitas seien nicht die PCR-Lolli-Tests, mit denen Grund- und Förderschüler sich ab dem 10. Mai zwei Mal pro Woche testen lassen können. Dies sei in dem größeren System mit 10.500 Kitas unterschiedlicher Träger nicht möglich. Die PCR-Lolli-Tests müssen im Labor ausgewertet werden, die Lolli-Schnelltests können von Erziehern oder zuhause angewendet werden.

Stamp bekräftigte darüber hinaus, dass die Eltern für das erste Halbjahr insgesamt nur die Hälfte der üblichen Kita-Beiträge zahlen müssten, weil coronabedingt nicht das volle Angebot zur Verfügung gestanden habe. Die Monate Mai und Juni würden - wie zuvor schon der Januar - komplett beitragsfrei gestellt.

18.16 Uhr: Liebe in Zeiten von Corona

Ist Corona ein Beziehungskiller oder sogar eine Chance für Paare? Therapeut Eric Hegmann erklärt, was sich durch die Pandemie in der Liebe verändert hat und wie sich Konflikte lösen lassen. Zum Interview:

18.05 Uhr: Kanada lässt Biontech-Impfstoff für 12- bis 15-Jährige zu

In Kanada darf der Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden. Dies teilte die federführende Gesundheitsbehörde Health Canada am Mittwoch "nach eingehender und unabhängiger wissenschaftlicher Prüfung" mit. Sie bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie.

Laut Biontech ist Kanada eines der ersten Länder weltweit, in dem der Impfstoff für diese Altersgruppe eingesetzt werden darf. Zuvor galt für das Vakzin ein Mindestalter von 16 Jahren. Auch bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA und der Amerikanischen FDA liegen entsprechende Gesuche. In den USA könnte die Zulassung schon in den kommenden Tagen erfolgen. In Europa wird erwartet, dass die Prüfung bis Anfang oder Mitte Juni dauern könnte.

17.45 Uhr: Gamescom doch ohne Besucher

Die Computerspiel-Messe Gamescom in Köln muss doch ohne Besucher stattfinden. Die Veranstalter teilten heute mit, dass die Messe im Sommer 2021 als rein digitales Event stattfinden soll. Eigentlich war geplant, dass es zur Gamescom sowohl digitale Veranstaltungen als auch Vor-Ort-Events geben soll. 2019 - vor Corona - waren 370.000 Besucher nach Köln gekommen.

17.29 Uhr: Branchenverband: Buchhandlungen generell öffnen

Laut Infektionsschutzgesetz des Bundes dürfen Buchhandlungen unabhängig von der Inzidenz geöffnet bleiben. In NRW jedoch können Kundinnen und Kunden nur mit Termin in die Läden. Dagegen wehrt sich jetzt der regionale Branchenverb-nd – besonders gegen die Situation in Köln. Die Stadt genehmigt derzeit nur den Einkauf per "Click & Collect". Das empört auch die Buchhändler. Gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels fordern sie die Gleichstellung mit anderen Kommunen.

Die jetzige Regelung verunsichere Kunden und zermürbe Einzelhändler. Sie hätten Sorge, dass die flächendeckende Versorgung nach Corona nicht mehr gewährleistet werden könne. Im März hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die Sonderregeln für den Buchhandel mit Verweis auf den Gleichbehandlungsgrundatz gekippt. Seitdem dürfen Buchläden nur nach Terminvereinbarung öffnen. Das Bundesinfektionsschutzgesetz habe laut Börsenverein nun aber eine neue juristische Grundlage geschaffen.

17.05 Uhr: Schleswig-Holstein lockert - Tourismus möglich

Schleswig-Holstein geht weitere Öffnungsschritte im Tourismus und weiteren Bereichen. So dürfen Geimpfte, Genesene und Getestete vom 17. Mai an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten, gab Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) heute bekannt. Erleichterungen gibt es auch in den Bereichen Kita, Schule, Sport und Kultur.

Wer als Tourist im Norden übernachten will muss sich alle drei Tage testen lassen. Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung praktisch die für vier Modellregionen geltenden Regeln auf das gesamte Land aus. Hintergrund sind die sinkenden Corona-Zahlen mit stabil unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in weiten Teilen Schleswig-Holsteins.

16.42 Uhr: Astrazeneca bleibt liegen - Arzt aus OWL bietet Termine bei Ebay an

Um den Impfstoff von Astrazeneca nicht verfallen zu lassen, hat ein Hausarzt aus Ostwestfalen einen ungewöhnlichen Weg über Ebay-Kleinanzeigen gewählt. "Es wäre Wahnsinn, den zuverlässigen und wirksamen Impfstoff verkommen zu lassen", sagte der Allgemeinmediziner und Kardiologe Peter Weitkamp aus Kirchlengern. Nun habe er zwei Tage lang über die Internet-Plattform Impftermine mit Astrazeneca "zu verschenken" an Menschen über 60 Jahre angeboten. Er habe 80 bis 90 Impfdosen übrig.

Weitkamp kritisierte, dass die Praxen fast nur noch Astrazeneca erhalten, das gefragte Biontech dagegen an die Impfzentren gehe. Er halte es aus medizinischer Sicht für falsch, dass die Ständige Impfkommission Astrazeneca weiterhin nur für Menschen über 60 Jahre empfehle. Es gebe zudem auch zahlreiche unter 60-Jährige, die Astrazeneca haben wollten. Laut Bund-Länder-Beschluss müssen sich diese Jüngeren dann alleinig an die Praxen wenden, in den Impfzentren wird Astrazeneca Menschen unter 60 Jahren nicht mehr verimpft.

16.30 Uhr: Keine reguläre Münchner Sicherheitskonferenz in diesem Jahr

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in der üblichen Form als Treffen mit hunderten Teilnehmern stattfinden. Es seien aber stattdessen kleinere Veranstaltungen angedacht, deren Gestaltung von der Pandemielage abhängig gemacht werde. Die Sicherheitskonferenz ist das weltweit bedeutendste Treffen zur Sicherheitspolitik, an der im vergangenen Jahr etwa 800 Regierungsvertreter und Experten im Hotel Bayerischer Hof teilnahmen.

16.20 Uhr: Studierende beklagen mangelnde finanzielle Unterstützung in Pandemie

In einem gemeinsamen Hilferuf haben die Landesstudierendenvertretungen mehrerer Bundesländer wie NRW heute auf die teils prekäre Situation der Studierenden in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. "Viele Studierende befinden sich weiterhin in einer schweren finanziellen Notlage. Das Anhalten der Pandemie verschlimmert die Lage zusehends", hieß es in der Mitteilung.

Die Überbrückungshilfen von maximal 500 Euro im Monat seien zum einen viel zu niedrig angesetzt, zum anderen würden sie nur jenen ausgezahlt, die weniger als 100 Euro auf dem Konto hätten, erfolglose Bewerbungen für Nebenjobs nachweisen könnten, monatlich einen Antrag stellten und nicht schon vor der Krise in einer Notlage gewesen seien.

15.27 Uhr: NRW-Nahverkehrsbetriebe erhalten weitere Corona-Hilfe vom Land

Die Nahverkehrsunternehmen in NRW bekommen weiteres Geld vom Land, um Einnahmeausfälle während der Corona-Pandemie auszugleichen. Das Land stelle seine zweite Tranche in Höhe von 278 Millionen Euro aus dem mit dem Bund vereinbarten ÖPNV-Rettungsschirm bereit, teilte das Verkehrsministerium heute mit. Im Juni 2020 hatten die Nahverkehrsunternehmen bereits 200 Millionen Euro vom Land erhalten. 

14.50 Uhr NRW öffnet ab Donnerstag Impfungen für bestimmte Berufsgruppen

Ab morgen können Menschen der Prioritäten-Gruppe 3 in NRW Termine machen und geimpft werden. Darunter fallen u. a. Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Lehrerinnen und Lehrer in weiterführenden Schulen. Das Personal im Lebensmittelhandel soll ein bevorzugtes Impfangebot bekommen. Termine machen können auch Kontaktpersonen von Schwangeren sowie Eltern schwer chronisch kranker Minderjähriger, die selbst nicht geimpft werden können. Gebucht werden kann ab 8 Uhr morgens über die Portale der Kassenärztlichen Vereinigungen in einem Impfzentrum.

14.40 Uhr: Gesundheitsminister Laumann zum Impfgeschehen in NRW

In Nordrhein-Westfalen wurden bislang rund 30 Prozent der Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Das hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute mitgeteilt. "Wir haben langsam angefangen, aber das strategische Impfen hat sich ausgezahlt."Jeden Tag würden in NRW derzeit rund 158.000 Menschen geimpft, davon etwa 74.000 bei den Hausärzten.

Die Impfzentren sollen vorerst erhalten bleiben. "Ich glaube schon, dass wir die Impfzentren noch einige Zeit brauchen", sagte Laumann, die Finanzierung sei "bis einschließlich September" gesichert. Aktuell würden dort etwa genauso viele Menschen geimpft wie in den Arztpraxen. Die erhalten im Juni allerdings deutlich mehr Impfstoff als zuvor.

Daher empfahl Laumann den Über-60-Jährigen, sich bei den Hausärzten für eine Impfung mit Astrazeneca zu melden. In den Impfzentren werde es zunächst kein Angebot für Über-60-Jährige außerhalb spezieller Berufsgruppen geben. Generell appellierte Laumann an die Über-60-Jährigen, sich auch mit Astrazeneca impfen zu lassen, das sei "auch ein Zeichen der Solidarität mit den Jüngeren". Auch er selbst werde das tun. Grundsätzlich sei der Impfstoff für alle Menschen in NRW freigegeben.

Das Land will 100.000 Impfdosen für Menschen aus wirtschaftlich schwächeren Stadtteilen bereitstellen. Hohe Infektionszahlen in einzelnen Stadtteilen hätten "Auswirkungen für die ganze Stadt". 70.000 der Impfdosen sollen von Johnson & Johnson kommen, damit muss man nur einmal impfen.

Mögliche Öffnungen im Tourismus sieht Laumann derzeit skeptisch. "Wenn ich die Zahlen in den Krankenhäusern anschaue, ist mir der Kopf noch nicht nach Öffnungen." Unter anderem Niedersachsen und Bayern hatten für Pfingsten Ende Mai vorsichtige Öffnungen im Tourismus angekündigt. Laumann sagte, dass einzelne Kommunen auch in NRW über eine Kommunalverfügung öffnen könnten, das hätten aber nicht mal die vier gemacht, deren Inzidenzwert unter 100 liege.

14.21 Uhr: Gastwirte im April mit 75 Prozent Umsatzminus

Das deutsche Gastgewerbe hat im Lockdown-Monat April 75,2 Prozent weniger Umsatz gemacht als vor Jahresfrist,teilt der Branchenverband Dehoga mit. Laut einer Umfrage unter 4720 Betrieben wartet noch jeweils jedes zehnte Unternehmen auf die Auszahlung der November- und Dezemberhilfe. Auch beim aktuellen Förderprogramm der Überbrückungshilfe III melden demnach gut 79 Prozent noch keinen Eingang des Geldes. Jeder vierte Unternehmer ziehe eine Betriebsaufgabe in Erwägung.

14.04 Uhr: Wie es jetzt in den Schulen in NRW weiter geht

Die Regeln für den Schulunterricht sind mit der nun geltenden "Bundes-Notbremse" verschärft worden: Bei einer Wocheninzidenz von 165 ist Unterricht in der Schule untersagt. Und zwar dann, wenn dieser Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet wurde. Bisher hatte für die Schulen in NRW landesweit als Grenzwert eine Wocheninzidenz von 200 gegolten.

13.50 Uhr: Weniger Intensivpatienten in Krankenhäusern

Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensiv-Patienten in Deutschland ist weiter gesunken. Das Divi Register meldet am Mittwoch die Zahl von 4828 Patienten. Am Vortag waren es noch 4945.

12.46 Uhr: Ausbildungsmarkt im Corona-Jahr deutlich geschrumpft

Der Ausbildungsmarkt in Deutschland ist 2020 deutlich geschrumpft. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sank um elf Prozent auf 467.500, wie aus dem Berufsbildungsbericht hervorgeht, den das Bundeskabinett heute verabschiedete. Zum ersten Mal seit 1992 fiel die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im dualen System damit auf unter 500.000. Rückgänge gab es der Regierung zufolge nahezu überall, besonders Industrie und Handel waren betroffen. Einzig in der Landwirtschaft gab es einen "geringfügigen Anstieg".

12.31 Uhr: Trotz Coronafall beim DEB: Eishockey-Länderspiele sollen stattfinden

Trotz des Coronafalls bei der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft sind die letzten WM-Vorbereitungsspiele am Freitag und Samstag in Nürnberg gegen Belarus nicht gefährdet. "Stand heute werden die Testspiele ganz normal stattfinden", sagte Sportdirektor Christian Künast vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) heute. Am Dienstag war Co-Trainer Matt McIlvane positiv auf Corona getestet worden. Obwohl der Amerikaner keinen Kontakt zu Spielern hatte, wurde das Training am Dienstag "vorsorglich" abgebrochen, alle Spieler mussten auf ihre Zimmer in Isolation.

12.16 Uhr: Bundesparteitag der Grünen nur digital

Der Grünen-Bundesparteitag, auf dem unter anderem die Kanzlerkandidatur der Co-Vorsitzenden Annalena Baerbock besiegelt werden soll, findet wegen der Corona-Pandemie nur digital statt. "Angesichts der Pandemielage ist eine solche Großveranstaltung für uns nicht zu verantworten. Wenn das ganze Leben digital ist, gilt das auch für die Politik", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner dem Tagesspiegel. Vom 11. bis 13. Juni wollen die Grünen auf dem Parteitag zudem über den endgültigen Beschluss zum Wahlprogramm entscheiden.

12.08 Uhr: Studie: Einkaufsverhalten hat sich deutlich verändert

Das Einkaufsverhalten der Verbraucher in Deutschland hat sich im ersten Jahr der Corona-Krise deutlich verändert. Die Menschen gingen seltener einkaufen, gaben dafür aber mehr Geld pro Einkauf aus und zahlten seltener bar. Das ist das Ergebnis einer heute veröffentlichten Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI. "Die Pandemie hat die Kundschaft vielfach zu Vorratskäufern gemacht, die durch eine Reduzierung ihrer Einkaufsfrequenz unnötige Kontakte vermeiden möchten. Diese Einkäufe bezahlen sie häufiger per Karte", berichtete das EHI.

Die Zahl der Einkäufe in deutschen Einzelhandelsgeschäften sank demnach 2020 um fast zwei Milliarden auf gut 18 Milliarden. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Einkaufsbetrag aber von 22,09 Euro auf 24,04 Euro - ein Plus von knapp 9 Prozent. Jeder dritte Einkauf im stationären Handel werde mittlerweile per Karte bezahlt.

11.50 Uhr: Positiver Trend bei Einstellung zu Impfungen

Der positive Langzeittrend bei der Einstellung zu Impfungen in Deutschland hält auch in der Corona-Pandemie weiter an. Ein Großteil der Deutschen stand Impfungen nach der ersten Corona-Welle weiterhin positiv gegenüber, wie aus heute veröffentlichten Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervorging. Im zweiten Halbjahr des Jahres 2020 sprachen sich demnach 79 Prozent der 16- bis 85-Jährigen "befürwortend" beziehungsweise "eher befürwortend" gegenüber einer Impfung aus.

17 Prozent der Befragten äußerten demnach teilweise Vorbehalte, wohingegen vier Prozent Impfungen eher ablehnten.

11.31 Uhr: Mehr als zehn Millionen Menschen in Prioritätsgruppe drei

In mehreren Bundesländern können sich Menschen der Prioritätsgruppe drei bereits impfen lassen. Unter die Regelung fallen perspektivisch bundesweit unter anderem rund zehneinhalb Millionen Menschen im Alter zwischen 60 und 70 Jahren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden heute erklärte. Dies entspreche einem Anteil von 12,6 Prozent der Bevölkerung.

Auch die Beschäftigten in der kritischen Infrastruktur fallen unter die Prioritätsgruppe drei. Dazu gehören unter anderem Angestellte der Lebensmittelbranche, im Jahr 2018 waren dies laut Statistischem Bundesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen. Auch die 248.000 Angestellten von Apotheken und die 105.000 Mitarbeiter im Bereich der Telekommunikation gehören laut Statistikamt zu der Gruppe.

11.25 Uhr: Kabinett beschließt "Aktionsprogramm Aufholen"

Mit zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung die Folgen der Corona-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche abmildern. Das Bundeskabinett brachte am Mittwoch ein "Aktionsprogramm Aufholen" auf den Weg. Eine Milliarde Euro ist für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler gedacht, die Lernrückstände aufholen müssen. Eine weitere Milliarde Euro soll in soziale Maßnahmen investiert werden, um auch die psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern. Hier geht es um eine Aufstockung von bestehenden Programmen im Bereich frühkindlicher Bildung, in der Schulsozialarbeit und im Freizeitbereich.

Geplant ist auch eine Einmalzahlung von 100 Euro für Kinder aus Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind oder nur ein sehr geringes Einkommen haben. Das Geld soll je nach Bedarf für Ferien-, Sport- und Freizeitaktivitäten eingesetzt werden können. Eine Auszahlung könnte nach dpa-Informationen im August erfolgen.

11.16 Uhr: Corona-Testzelte in Minden-Lübbecke wegen Sturms geschlossen

Wegen anhaltender Sturmböen bleiben im Kreis Minden-Lübbecke heute einige Corona-Teststellen in Zelten weiter geschlossen. Wie die Mühlenkreiskliniken mitteilten, werden die Drive-in-Zelte in Minden, Löhne und Lübbecke auch am zweiten Tag in Folge nicht in Betrieb gehen, in Herford dagegen werden wieder Schnelltests angeboten.

Der Sturm hatte am Dienstagmorgen die Test-Zelte eines anderen Betreibers im ebenfalls zum Kreisgebiet gehörenden Bad Oeynhausen aus der Verankerung gerissen und weggeweht. Am Standort werde aber inzwischen weitergetestet, hieß es vom Betreiber. Auch in Marl im Kreis Recklinghausen hatte der Wind ein Test-Zelt zerstört. Das in Recklinghausen gelegene Impfzentrum des Kreises in einem Großzelt war am Dienstag vorsorglich geschlossen worden.

10.44 Uhr: Ärztetag fordert bessere Vorbereitung auf Pandemien

Der Deutsche Ärztetag hat eine bessere Vorbereitung auf Pandemien gefordert. Die Krisenreaktionsfähigkeit des Landes müsse "dringend optimiert werden", hieß es nach Angaben der Bundesärztekammer heute in einem auf dem digital tagenden Ärztetag gefassten Beschluss. Aufgrund der jüngsten Erfahrungen mit der Corona-Pandemie sprachen sich die Mediziner unter anderem für die Schaffung "fester Krisenstäbe" der Bundesländer auch unter Einbeziehung der Ärztekammern aus.

Außerdem forderten sie ständig aktualisierte Pandemiepläne auf allen Ebenen des Staats und des Gesundheitswesens sowie Reserven mit wichtigen Medikamenten und Medizinprodukten. Auch ein Ausbau "innereuropäischer Produktionsstandorte" für Arzneimittel und medizinische Güter sei erforderlich, betonte der Ärztetag.

10.36 Uhr: NRW-Industrie verzeichnet wieder mehr Aufträge

Die Auftragsbücher der nordrhein-westfälischen Industrie füllen sich wieder. Im März waren die Auftrags-Eingänge nicht nur erheblich höher als vor einem Jahr, als die erste Corona-Welle weltweit die Wirtschaft lähmte. Die Bestellungen übertrafen auch deutlich das Niveau vom März 2019, wie das Statistische Landesamt heute mitteilte.

Preisbereinigt fielen die Auftrags-Eingänge beim verarbeitenden Gewerbe im März 27 Prozent höher aus als zwölf Monate zuvor. Im Vergleich zum Vor-Corona-März 2019 betrug das Plus 16 Prozent. Ein Grund für den Zuwachs seien Großaufträge aus dem Ausland, stellten die Statistiker fest.

10.09 Uhr: Bundeswehr bringt Sauerstoff nach Indien

Ein Transportflugzeug der Bundeswehr ist heute vom niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf aus mit Bauteilen für eine Sauerstoffanlage nach Indien gestartet. Dort sollen die Gerätschaften am Donnerstag als Teil der deutschen Nothilfe eintreffen. Nach Angaben der Luftwaffe muss die Mannschaft des Flugzeugs vom Typ A400M einen Zwischenstopp in Abu Dhabi einlegen.

Indien ist beispiellos schwer von der Corona-Pandemie getroffen worden. Wegen der dramatisch gestiegenen Zahl Erkrankter geht den Krankenhäusern der medizinische Sauerstoff aus.

10.02 Uhr: Reiseunternehmen für Verlängerung der Hilfen

Reisebüros und Veranstalter rechnen angesichts der Corona-Zwangspause auch im laufenden Tourismusjahr mit einem massiven Geschäftseinbruch. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, weniger als 50 Prozent der Umsätze aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 erzielen zu können, wie aus einer heute veröffentlichten Umfrage des Reiseverbandes DRV hervorgeht. Mehr als zwei Drittel erwarten sogar weniger als 25 Prozent und damit einen neuerlichen Umsatzverlust von mindestens 75 Prozent.

Im vergangenen Tourismusjahr war der Umsatz mit organisierten Reisen wegen der Corona-Krise um 65 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro eingebrochen. Die große Mehrheit der im April befragten 450 Reiseunternehmen fordert von der Politik ein Konzept für einen Restart.

9.37 Uhr: FDP will sich bei Verordnung zu Geimpften enthalten

Die FDP-Fraktion wird sich bei der Abstimmung im Bundestag über die Verordnung zu den Rechten von Geimpften und Genesenen enthalten. Dies kündigte der Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann an. Die Vorlage gehe zwar "in die richtige Richtung", sagt Buschmann. "Aber der Gedanke ist nicht konsequent zu Ende gedacht."

So hätte sich die FDP weitergehende Rechte für Geimpfte und Genesene gewünscht, etwa was den Breitensport angehe. Zudem müsse es "für solche wesentliche Fragen" ein Gesetz geben, eine Verordnung reiche nicht aus. Der Regierung wirft er generell einen "Schlingerkurs" vor.

9.06 Uhr: Zahl der Hochzeiten im Januar deutlich gesunken

Die strengen Coronaschutz-Auflagen haben im Januar wohl vielen Paaren die Lust auf eine Hochzeitsfeier verdorben: Die Zahl der Eheschließungen sank im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich um 13 Prozent auf 2.030, wie das Statistische Landesamt IT.NRW heute mitteilte. Im Januar 2020, als es noch keine Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen gab, hatten 2.327 Paare geheiratet.

Am meisten Eheschließungen gab es 2020 im August: Mehr als 10.000 Paare gaben sich in dem Sommer- und Ferienmonat das Ja-Wort.

8.31 Uhr: Bundesweite Regelung für Geimpfte ab Sonntag

Die Verordnung zu Rechten von Geimpften könnte laut Gesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag in Kraft treten. Voraussetzung dafür sei ein Beschluss im Bundesrat am Freitag, sagt der CDU-Politiker im ZDF.

8.24 Uhr: Deutsche Post mit Rekordjahresauftakt

Der Boom im Online-Handel in Coronazeiten hat der Deutschen Post DHL den stärksten Jahresauftakt ihrer Firmengeschichte beschert. Der Konzerngewinn lag im ersten Quartal dieses Jahres bei 1,2 Milliarden Euro und damit viermal so hoch wie im Vorjahreszeitraum, wie der Bonner Konzern am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich um 22 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro.

Der Start in das neue Geschäftsjahr sei so dynamisch gewesen wie noch nie, erklärte Post-Chef Frank Appel. Der Konzern sehe eine anhaltende Dynamik im E-Commerce und eine deutliche Stabilisierung im Welthandel mit steigenden Luft- und Seefrachtvolumen.

7.58 Uhr: Kurzarbeit im April um zehn Prozent gesunken

Die Zahl der Kurzarbeiter ist Berechnungen des Ifo-Instituts zufolge im April auch wegen der wieder brummenden Industrie deutlich gesunken. Sie habe um zehn Prozent abgenommen - von 3,0 auf 2,7 Millionen, wie die Münchner Forscher heute auf Basis ihrer monatlichen Konjunkturumfrage unter Tausenden Unternehmen und Daten der Bundesagentur für Arbeit schätzen.

In der Industrie fiel die Zahl von 535.000 auf 444.000, womit dort nur noch 6,4 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit sind. "Aber unverändert hoch bei 53,2 Prozent oder 565.000 der Beschäftigten liegt die Zahl der Kurzarbeiter im Gastgewerbe", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

7.28 Uhr: Novavax-Impfstoff wird in Deutschland abgefüllt

Der Schweizer Pharmazulieferer Siegfried soll den Covid-Impfstoff der US-Biotechfirma Novavax abfüllen. Der Herstellungs- und Liefervertrag zwischen Novavax und Siegfried habe eine Laufzeit bis Ende 2021 und könne verlängert werden.

Der Impfstoffkandidat werde derzeit von verschiedenen Gesundheitsbehörden weltweit zur Zulassung geprüft und solle ab etwa Mitte 2021 im deutschen Hameln abgefüllt werden. Der von Siegfried abgefüllte Impfstoff sei für den Vertrieb außerhalb der USA bestimmt.

7.12 Uhr: Hausärzte wollen Rechtssicherheit bei siebter Dosis

Der Deutsche Hausärzteverband fordert Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer sieben statt sechs Dosen verabreichen wollen. "Es kann nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen werden", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Im Umgang mit der siebten Impfdosis brauche es bundesweit Rechtssicherheit.

Dass Hausärztinnen und Ärzte, die mit dem vorhandenen Impfstoff so viele Menschen so schnell wie möglich impfen wollten, riskierten, "mit einem Bein im Gefängnis zu stehen", dürfe nicht sein, betonte Weigeldt.

6.47 Uhr: Kinderhilfswerk kritisiert "Corona-Aufholpaket"

Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert das von der Bundesregierung geplante "Corona-Aufholpaket" für Kinder und Jugendliche als völlig unzureichend. "Natürlich hört sich ein Zwei-Milliarden-Programm erst einmal gut an, aber im Endeffekt werden damit weniger als 150 Euro pro Kind in die Hand genommen. Das wird bei Weitem nicht ausreichen, um auch nur annähernd die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu decken", sagte Präsident Thomas Krüger im Vorfeld der Sitzung des Bundeskabinetts heute in Berlin.

Die Befunde der Studien über die Auswirkungen der Pandemie auf die physische und psychische Verfassung der Kinder seien gravierend. Es brauche jetzt außerschulische Angebote, die soziale Interaktion ermöglichten, Bewegungs- und Ernährungsangebote schafften sowie eine Ansprechfunktion in schwierigen familiären Situationen böten.

6.33 Uhr: Vorsicht bei Fotos von Impfnachweisen im Netz

Datenschützer sehen Fotos von Impfpässen, die etwa aus Freude über Corona-Schutzimpfungen auf sozialen Netzwerken und in Chats geteilt werden, mit Sorge. "Wenn geimpfte Personen ein Foto ihres Impfpasses im Internet veröffentlichen, dann kann das Kriminellen als Vorlage dienen", sagte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, Johannes Caspar. Betrüger könnten demnach die Chargennummern, Stempel und Arzt-Unterschriften nutzen, um gefälschte Impfpässe herzustellen, die dann auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden.

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Zuletzt wurden immer wieder Berichte über gefälschte Impfausweise bekannt - vergangene Woche machte etwa das Landeskriminalamt (LKA) in Niedersachsen einen Fall publik. Den Angaben zufolge, werden Pässe für 99 bis 250 Euro etwa über den Messengerdienst Telegram angeboten. Das Bundesgesundheitsministerium und Datenschützer raten daher zur Vorsicht, Impfpass-Fotos über das Internet zu teilen.

6.11 Uhr: Lockerungen für Geimpfte bringen kaum mehr Umsatz

Nach Einschätzungen des Branchenverbandes HDE werden die geplanten Lockerungen für Geimpfte und Genesene dem Einzelhandel kaum mehr Umsatz einbringen. "In den vergangenen Wochen haben die Händler, die für Kunden mit Negativ-Test geöffnet hatten, im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit mehr als die Hälfte ihrer Umsätze verloren", sagte HDE-Geschäftsführer Stefan Genth der "Rheinischen Post" einem Vorabbericht zufolge. Genth halte es zwar für richtig, dass die Politik Geimpfte, Genesene und negativ Getestete gleichsetze, wirtschaftlich lohne es sich seiner Meinung nach aber nicht.

6.00 Uhr: Inzidenz sinkt weiter

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 18.034 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Vergangenen Mittwoch waren es noch rund 22.200. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 285 Todesfälle vermeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 132,8 (Gestern: 141,4). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,82 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken.

Für NRW wurden 4.055 Neuinfektionen (Vorwoche: 4.850) und 70 Todesfälle vermeldet. Die Inzidenz liegt bei 148,2 (gestern: 153,7). Sie liegt jetzt nur noch in 16 der 53 NRW-Kreise und kreisfreien Städte über der Schwelle von 165. Ab diesem Grenzwert gehen Schulen in Distanzunterricht und Kitas in den Notbetrieb. Am Vortag hatten noch 23 Kommunen die Schwelle überschritten.

6.00 Uhr: Wirtschaftweise kritisiert Lockerungen

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer sieht die Umsetzung der von der Bundesregierung beschlossenen Lockerungen für Geimpfte und Genesene kritisch. Wie die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" berichten, sei laut der Ökonomin bisher kein fälschungssicherer Nachweis der Impfung und der überstandenen Erkrankung möglich: "Es ist unverständlich, dass man hier nicht schon viel eher eine fälschungssichere Lösung gefunden hat."

6.00 Uhr: Grüne fordern schnelle Impfungen in Flüchtlingsunterkünften

Die Grünen in NRW drängen auf eine schnelle Corona-Impfung von Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften. Menschen in solchen Sammelunterkünften gehörten bereits seit März zur Priorisierungsgruppe zwei, sagte die Grünen-Sprecherin für Integrations- und Flüchtlingspolitik im Landtag, Berivan Aymaz, am Dienstag. "Das heißt, sie hätten schon längst ein Impfangebot bekommen müssen."

Das Infektionsgeschehen in Flüchtlingsheimen könne sich sehr schnell ausbreiten, und deshalb seien die dort Untergebrachten einem verstärkten Risiko ausgesetzt, sagte die Politikerin. «Ich finde es skandalös, dass diese Landesregierung diese Gruppe von Menschen bislang nicht berücksichtigt», kritisierte Aymaz. Es gehe um 7.000 Menschen in Landeseinrichtungen und weitere in kommunalen Einrichtungen.

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Stand: 05.05.2021, 20:13