Ticker vom Dienstag (13.04.2021) zum Nachlesen

Ticker vom Dienstag (13.04.2021) zum Nachlesen

  • Intensivmediziner warnt vor Triage "in einer Woche"
  • Corona-Schutzmaßnahmen verhindern Grippewelle
  • Johnson & Johnson verschiebt Impfstoffeinführung in Europa
  • Mittelstand kündigt Klage gegen Testpflicht an
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Johnson & Johnson verschiebt Impfstoffeinführung in Europa

Wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen verschiebt der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs in Europa. "Wir haben die Entscheidung getroffen, proaktiv die Markteinführung aufzuschieben", erklärte der Konzern. Hunderttausende Dosen des Impfstoffs hätten in den kommenden Wochen nach Europa geliefert werden sollen.

Zuvor hatten die US-Gesundheitsbehörden nach mehreren Fällen seltener Thrombosen zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson in den USA geraten.

19.12 Uhr: Intensivmediziner warnt vor Triage "in einer Woche"

Dr. Michael Hallek, Professor am Universitätsklinikum Köln, hält es für wahrscheinlich, dass in der derzeitigen dritten Corona-Welle wieder die Frage nach einer Auswahl in Krankenhäusern aufkommt. "Wenn die Zahlen weiter steigen ist es in einer Woche so weit", warnte der Mediziner in der "Aktuellen Stunde“. Noch sei es zwar keine echte Triage, aber bereits jetzt habe man auf der Intensivstation eine "maximale Belastungssituation".

Vor diesem Hintergrund ist es für Hallek "nicht nachvollziehbar, warum in der Politik mit dieser Langsamkeit Entscheidungen getroffen werden". Schließlich sei diese Situation "voll vorhersehbar" gewesen. Er fordert daher sofortiges Handeln: "Bis wir einen wirklichen Impfeffekt haben, dauert es noch ein bis zwei Monate. Bis dahin können wir nicht einfach zusehen, wie noch mehr Menschen an Covid sterben."

18.53 Uhr: Verlustreiche Saison für Skilifte im Sauerland

Noch immer laufen einige Lifte im Raum Winterberg. So lange war Wintersport seit 13 Jahren nicht mehr möglich. Aber ausgerechnet in diesem schneereichen Winter sind zwei Drittel der Saison ausgefallen.

17.38 Uhr: Weitere Jahrgänge können ab Freitag in NRW Impftermine buchen

Die Terminvergabe der ersten drei Jahrgänge der Personengruppe zwischen 70 und 80 Jahren schreitet voran. "Innerhalb von etwas mehr als einer Woche konnten 226.000 Bürgerinnen und Bürger der Jahrgänge 1941 bis 1943 einen Impftermin vereinbaren", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Ab dem 16. April kommt nun eine weitere Gruppe hinzu.

Dann können sich alle Personen, die zwischen dem 1. Januar 1944 und dem 31. Dezember 1945 geboren wurden über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen für einen Impftermin anmelden. Das teilte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit. Auch deren Lebenspartner können dann einen Impftermin vereinbaren.

17.07 Uhr: Corona-Schutzmaßnahmen verhindern Grippewelle

Maskenpflicht, Lockdown und Homeoffice: Die umfangreichen Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie haben dafür gesorgt, dass die Grippewelle in NRW weitgehend ausgefallen ist. Dazu habe auch ein kräftiger Anstieg der Impfungen beigetragen, teilte das Landeszentrum Gesundheit mit.

Demnach sind in der gesamten Grippe-Saison 2020/21 bisher nur 88 entsprechende Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz übermittelt worden, wie eine Behördensprecherin sagte. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres seien es im bevölkerungsreichsten Bundesland rund 26.000 Grippe-Fälle gewesen.

16.56 Uhr: Modellregion Paderborn - Start verschoben

Kreis und Stadt Paderborn sind als Modellregion für Corona-Lockerungen bestimmt worden. Der Start, der eigentlich für den 19. April geplant war, verschiebt sich nun jedoch. Grund ist der steigende Inzidenzwert.

16.20 Uhr: SPD und Grüne - Sondersitzung gefordert, Kritik an Laschet

SPD und Grüne haben wegen der Corona-Lage eine Sondersitzung des Landtags am Donnerstag beantragt. Ihre Begründungen für die Sitzung nutzten sie zu einer Generalabrechnung mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

15.16 Uhr: Mittelstand kündigt Klage gegen Testpflicht an

Der deutsche Mittelstand will gegen die vom Kabinett beschlossene Pflicht zum Angebot von Corona-Tests klagen. "Wir bereiten als Verband gerade die dafür erforderlichen rechtlichen Schritte vor", sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Testpflicht für Unternehmen sei "ein Lehrstück für Politik-Versagen."

14.25 Uhr: SPD-Opposition fordert Sputnik-Vorverträge auch für NRW

Die SPD-Opposition hat die Landesregierung in NRW aufgefordert, sich ebenfalls um mögliche Lieferungen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V zu kümmern. "Ich habe überhaupt kein Verständnis, dass der Ministerpräsident so zurückhaltend ist bei der Organisation zusätzlichen Impfstoffs", kritisierte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hätten dagegen schon Vorverträge geschlossen.

Bis es eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur für Sputnik V gebe, müssten entsprechende Vorverträge "längst unter Dach und Fach sein". Bislang gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums "keine derartigen Pläne in Nordrhein-Westfalen".

13.46 Uhr: USA empfehlen Stopp von Impfungen mit Johnson & Johnson

Die US-Behörden haben eine Aussetzung der Impfungen mit dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson empfohlen. Die Arzneimittelbehörde FDA und die Gesundheitsbehörde CDC verwiesen in ihrer Empfehlung auf eine laufende Untersuchung zu sechs Fällen von seltenen Blutgerinnseln, die nach Impfungen mit dem Produkt des US-Pharmakonzerns gemeldet wurden.

Bis zum Abschluss der Untersuchung werde "vorsichtshalber" eine "Pause" bei den Impfungen empfohlen. Der Impfstoff ist nach Angaben der Behörden in den USA bislang mehr als 6,8 Millionen Mal verabreicht worden.

13.34 Uhr: 39 Prozent der Deutschen wollen dieses Jahr noch verreisen

Einer Online-Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge planen 39 Prozent der Deutschen in diesem Jahr noch eine Reise. Die Mehrheit der Reisewilligen bevorzugt dabei Ziele innerhalb Deutschlands, während 18 Prozent innerhalb der EU verreisen wollen.

28 Prozent der Befragten wollen noch abwarten, ob eine Reise möglich ist. Gründe, die gegen das Verreisen sprechen, seien aus ihrer Sicht die Quarantänepflicht nach der Rückkehr oder mögliche Stornierungskosten. In der Umfrage gaben 13 Prozent der Teilnehmer an, in diesem Jahr gar nicht verreisen zu wollen. An der Befragung nahmen 2.000 Personen im Alter zwischen 18 und 74 Jahren teil.

13.20 Uhr: Ausgangsbeschränkung im Märkischen Kreis gekippt

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat am Mittag die Ausgangssperre im Märkischen Kreis gekippt. Das Gericht teilte mit, dass "ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Regelung" bestünden. Im Märkischen Kreis gilt seit vergangenem Freitag eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens. Die Maßnahme ist vorerst bis zum 18. April vorgesehen.

Kurz vor Weihnachten hatte bereits das Verwaltungsgericht Aachen die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Euskirchen gekippt. Damals äußerten die Richter sowohl Bedenken an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme, als auch an formalen Aspekten. Das Verwaltungsgericht in Minden hatte am 30. Dezember eine derartige Regel im Kreis Gütersloh bestehen lassen. Es konnte im Eilverfahren keine abschließende Bewertung treffen, entschieden die Richter damals.

12.41 Uhr: NRW knackt 3-Millionen-Marke beim Impfen

In NRW sind mittlerweile mehr als drei Millionen Menschen zum ersten Mal gegen das Coronavirus geimpt. Das geht aus der heute veröffentlichten Impfstatistik des Robert Koch-Instituts hervor. Bis einschließlich gestern erfolgten demnach 3.001.300 Erstimpfungen. Das entspricht 16,7 Prozent der Bevölkerung. Der Bundesdurchschnitt liegt bei den Erstimpfungen bei 16,3.

Die zweite Spritze für den vollen Impfschutz haben bis einschließlich gestern 1.061.763 Menschen in NRW erhalten. Das entspricht 5,9 Prozent der Bevölkerung (Bundeschnitt: 6,2 Prozent).

12.27 Uhr: Sterbefälle im März elf Prozent unter Schnitt der Vorjahre

Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben im März um elf Prozent unter dem Schnitt der Vorjahre gelegen. Im vergangenen Monat starben 81.359 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 9.714 Gestorbene weniger als im Schnitt der Jahre 2017 bis 2020. Auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle geht weiter zurück. In der dritten Märzwoche wurden dem Robert-Koch-Institut 954 Fälle gemeldet, ein Rückgang um 140 Tote im Vergleich zur Vorwoche.

12.04 Uhr: Zusätzliche Kinderkrankentage

Das Bundeskabinett hat die erneute Erhöhung der Zahl der Kinderkrankentage auf den Weg gebracht. Wegen der Corona-Pandemie soll der Anspruch von derzeit 20 auf künftig 30 Tage pro Kind und Elternteil steigen. Die Neuregelung wurde vom Kabinett in Verbindung mit dem Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen.

11.59 Uhr: Sozial benachteiligte Schüler oft im Distanzunterricht

Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen sind während der Corona-Pandemie besonders häufig von Schulschließungen betroffen. Das erklärten die Erziehungswissenschaftlerin Gabriele Bellenberg und der Sozialwissenschaftler Jörg-Peter Schräpler von der Ruhr-Universität Bochum. Zwischen dem ersten und zweiten Lockdown mussten "überproportional häufig" jene Schüler in den Distanzunterricht, "deren soziales, wirtschaftliches und wohnliches Umfeld genau dafür keine günstigen Voraussetzungen geboten hat".

11.01 Uhr: Österreichs Gesundheitsminister tritt zurück

Mitten in der Corona-Pandemie tritt Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. "Ich habe mich offensichtlich überarbeitet, und seit wenigen Wochen bin ich nicht mehr voll fit, mir ist Kraft ausgegangen und ich habe Kreislaufprobleme bekommen", sagte der Grünen-Politiker in einer persönlichen Erklärung. Etliche andere EU-Gesundheitsminister hätten wegen Überlastung durch die Pandemiebekämpfung bereits das Handtuch geworfen.

10.32 Uhr: 17 Seniorenheim-Bewohner in Leichlingen Corona-positiv

In einem Seniorenheim in Leichlingen im Rheinland sind 17 Bewohner mit Schnelltests positiv auf Corona getestet worden. Nach Angaben der Heimleitung waren sie bereits zweimal geimpft worden. Das Kreisgesundheitsamt nimmt jetzt bei ihnen PCR-Tests ab.

Die Pflegedienstleitung hatte alle Bewohner eines Hauses getestet, nachdem ein Senior trotz Impfung leichte Symptome gezeigt hatte. Die meisten positiv getesteten Bewohner zeigten aber gar keine Krankheitserscheinungen. Im Pilgerheim Weltersbach seien alle Hygienbedingungen strengstens eingehalten worden.

10.14 Uhr: Notbremse mit Ausgangssperren rückt näher

In der Corona-Pandemie rücken bundesweit einheitliche Regeln für Ausgangsbeschränkungen näher. Die Bundesregierung hat sich darauf verständigt, das Infektionsschutzgesetz entsprechend abzuändern. Demnach müssten Kreise und kreisfreie Städte den nächtlichen Ausgang einschränken, wenn ihre Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 100 überschreitet. Der Gesetzentwurf geht jetzt in den Bundestag.

Zudem billigte das Bundeskabinett den Plan, Unternehmen dazu zu verpflichten, ihren Beschäftigten regelmäßig Corona-Tests anzubieten. Ab kommender Woche müssten sie ihren Beschäftigen diese mindestens einmal pro Woche anbieten - und zwar auf Firmenkosten. Ob die Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter sich testen, dürfen sie aber selbst entscheiden.

9.43 Uhr: "Jeder Tag, der ins Land geht, wo nichts passiert, ist für Patienten ein schlechter Tag"

Heute soll die sogenannte Bundes-Notbremse ab einem Inzidenzwert von 100 beschlossen werden, wann und in welcher Form sie in Kraft treten wird, ist aber noch unklar. Dabei tickt die Uhr nach Ansicht des früheren Divi-Präsidenten Uwe Janssens schon lange. "Die Anzahl der Covid-19-Patienten nimmt zu, wir haben in großen Ballungsgebieten wie Köln oder Berlin nur noch deutlich unter 10 Prozent freier Intensivbetten. Das ist absolut unzureichend. Jeder Tag, der hier ins Land geht, wo nichts passiert, ist für Patienten ein schlechter Tag. Die Luft wird da dünn und die Belastung der Mitarbeiter nimmt ebenfalls dramatisch zu", sagte der heutige Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler im Interview mit WDR 2. "Ob die Ansage, die aus Berlin kommt, nicht zu spät kommt, werden wir sehen. Aber wir hoffen sehr stark, dass eine Einigkeit kommt und nicht wieder alles diskutiert wird."

8.57 Uhr: Drei NRW-Kommunen über 200er-Inzidenz

Äquivalent zu den bundesweiten Zahlen ist auch in NRW der Sieben-Tage-Inzidenzwert weiter gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, lag er heute bei 135,5 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Bundesschnitt: 140,9). Laut Landeszentrum Gesundheit NRW liegen damit nur noch sieben Kreise und kreisfreie Städte unter der 100er-Marke. Den geringsten Wert hat der Kreis Höxter mit 67,7. Drei Kommunen liegen über 200: Remscheid (247,0), Hagen (205,1) und Märkischer Kreis (201,6).

7.58 Uhr: Unternehmen kriegen kein Geld für Corona-Tests

Laut Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) sollen Unternehmen für regelmäßige Corona-Tests - trotz geplanter Verpflichtung dazu - keine finanzielle Unterstützung erhalten. Der Bundesfinanzminister sagte im Deutschlandfunk, "Unternehmen, die einen Betrieb aufhaben, die ihre Produktion fortsetzen können, die sind ja in einer weitaus besseren Lage als die Unternehmen, die jetzt wirklich damit jeden Tag zu kämpfen haben, dass zum Beispiel das Restaurant nicht aufgeht, dass das Hotel nicht ordentlich betrieben werden kann".

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7.40 Uhr: Städtetag fordert Nachbesserung bei bundesweiten Corona-Regeln

Der Deutsche Städtetag fordert Nachbesserungen bei bundesweit einheitlichen Corona-Regeln. Präsident Burkhard Jung sagte im Deutschlandfunk, neben der Inzidenz müsse auch die Bettenkapazität der Krankenhäuser berücksichtigt werden. Außerdem müsse klar festgelegt werden, ab wann Schulen und Kitas geschlossen würden und es Ausgangsbeschränkungen gäbe. "Diese unterschiedliche Lesart, diese Kakophonie der Meinungen, das Durcheinander der Regelungen - das ist unser Problem." Es werde höchste Zeit, dass die Ministerpräsidenten an einem Strang ziehen, und dafür brauche es neue bundesgesetzliche Vorgaben.

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7.19 Uhr: Lindner wettert über "unverhältnismäßige Ausgangssperren"

Christian Lindner hat die geplante Einführung bundeseinheitlicher Corona-Regeln kritisiert. "Die gescheiterte Osterruhe wird wiederholt: Jetzt gibt es ein mit heißer Nadel gestricktes Bundesgesetz, das durch das Parlament gepeitscht wird ohne Beteiligung der Länder", sagte der FDP-Partei- und -Fraktionschef im Morgenecho auf WDR 5. Dies sei kein gelungenes Vorgehen. Drei Punkte stehen bei Lindner im Zentrum der Kritik:

  • Die geplanten Ausgangssperren ab einem Inzidenzwert von 100 seien "unverhältnismäßig".
  • Gebe es beispielsweise in einem Betrieb einen Clusterausbruch, hätte dies "im gesamten Landkreis Ausgangssperren" zur Folge.
  • Modellprojekte des testbasierten Öffnens würden damit "komplett und pauschal abgesagt. Da verlieren wir wichtige Erkenntnisse und natürlich auch Möglichkeiten, das gesellschaftliche Leben offen zu halten."

7.14 Uhr: Testangebots-Pflicht wohl ab Montag

Das Kabinett will eine Testangebotspflicht für Unternehmen auf den Weg bringen. Laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wird sie wahrscheinlich ab Montag in Kraft treten. Er sagte im ARD-Morgenmagazin, 60 Prozent der Arbeitnehmer hätten ein Angebot zum Testen bekommen - dies sei zu wenig. "Ich erwarte, dass alle jetzt Verantwortung übernehmen". Auch im öffentlichen Dienst gebe es Nachholbedarf. Wer nicht aus dem Homeoffice arbeiten kann, soll von seinem Arbeitgeber einmal pro Woche einen Corona-Test erhalten. Die Verordnung gilt zunächst bis Ende Juli.

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6.42 Uhr: Auch Hagen ab heute mit Ausgangsbeschränkung

Wegen der hohen Inzidenzzahlen führt auch die Stadt Hagen ab heute eine Ausgangsbeschränkung ein. Sie gilt von 21 bis 5 Uhr. Nur wer nachts arbeiten, andere Menschen betreuen oder sein Tier ausführen muss, darf raus. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Hagen deutlich über 200. In Remscheid gilt ab heute ebenfalls eine Ausgangsbeschränkung. Park- und Sportanlagen sind dort zu. In Siegen besteht schon seit Samstag eine Ausgangssperre.

Düsseldorf hingegen erlaubt ab heute trotz einer Inzidenz von seit drei Tagen mehr als 100 weiterhin das Einkaufen und Museumsbesuche mit negativem Testergebnis. Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt hat gestern 116,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet. Am Vortag waren es 121,2 neue Fälle.

6.21 Uhr: Intensivmediziner warnen vor Überlastung

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen erwartet die Intensivmediziner-Vereinigung Divi, dass der bisherige Höchststand an Intensivpatienten schneller erreicht wird als erwartet - nämlich noch im April mehr als 6.000 Fälle. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir deutschlandweit jetzt jeden Tag zwischen 50 und 100 neue Covid-Intensivpatienten aufnehmen müssen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, der "Augsburger Allgemeinen". "Das heißt, dass wir bereits Ende April die Größenordnung von 6.000 und mehr Corona-Intensivpatienten erreichen würden, wie wir sie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle hatten."

Ab einer Zahl von 5.000 bis 6.000 Intensivpatienten könne es sein, dass einige Krankenhäuser wieder auf den Notbetrieb umstellen. Bundesweit werden 4.662 Covid-19-Patienten (Stand: 12.04.2021, 12.15 Uhr) intensivmedizinisch behandelt. In den 300 Intensivstandorten in NRW sind im Schnitt nur 2,2 Betten (Stand: 13.04.2021, 9.19 Uhr) frei.

5.53 Uhr: Bundesweite Wocheninzidenz über 140

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) gestern 10.810 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit auf 140,9 neue Fälle pro 100.000 Einwohner (Vortag: 136,4). In Nordrhein-Westfalen stieg der Wert auf 135,4 (Vortag: 135,6).

2.27 Uhr: Britische Mutante nicht tödlicher?

Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien, die heute in den Fachmagazinen "The Lancet Infectious Diseases" und "The Lancet Public Health" veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen.

0.05 Uhr: Mehr als 15.000 Teststellen in Deutschland

In Deutschland sind mehr als 15 000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Welt" nach einer Umfrage seines Ressorts in den Ländern. Die meisten Teststellen gibt es dem Bericht zufolge mit 5.776 in NRW (Stand: 8. April). Im bundesweiten Durchschnitt sind es 37 Teststellen pro Landkreis oder kreisfreier Stadt.

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Stand: 13.04.2021, 19:19