Ticker vom Donnerstag (24.12.2020) zum Nachlesen

Ticker vom Donnerstag (24.12.2020) zum Nachlesen

  • Erster Fall von Corona-Mutation in Deutschland
  • Weihnachtsansprache: Steinmeier will den Menschen Mut machen
  • Keine Ausgangsbeschränkungen mehr im Kreis Euskirchen
  • Schnelltest bei Heimbesuchen vorgeschrieben
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

16.35 Uhr: Erster Fall von Corona-Mutation in Deutschland

In Baden-Württemberg ist am Donnerstag bei einer Frau die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation nachgewiesen worden. Es handele sich um den ersten bekannten Fall in Deutschland, teilte ein Sprecher des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums mit. Die Frau sei am 20. Dezember aus Großbritannien über den Flughafen Frankfurt/Main nach Baden-Württemberg eingereist. Die Frau habe milde Krankheitssymptome und befinde sich in häuslicher Isolation. Drei enge Kontaktpersonen seien ebenfalls in Quarantäne.

16.20 Uhr: Gottesdienst mit Strandkörben

Strandkörbe im Gottesdienst vor einer Bühne

In Mönchengladbach wurde heute ein ungewöhnlicher Heiligabend-Gottesdienst gefeiert: Etwa 250 Besucher nahmen dort an einem ökumenischen Open-Air-Gottesdienst im Strandkorb teil. Das besondere Angebot war bereits seit längerem ausverkauft, wie die Veranstalter berichteten.

Allerdings kamen dann letztlich nicht alle 500 Interessenten, die sich einen Platz reserviert hatten. Der Gottesdienst wurde von Superintendent Dietrich Denker gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Klaus Hurtz zelebriert. "Das ist eine wunderbare Möglichkeit, kreativ auf die Herausforderungen der Corona-Zeit zu reagiere", sagte Hurtz.

16.15 Uhr: Bundesregierung definiert neue Risikogebiete

Die Bundesregierung stuft ab Samstag ganz Estland und Namibia im Süden Afrikas wegen steigender Corona-Infektionszahlen als Risikogebiete ein. Außerdem werden dann weitere Regionen in Irland und Norwegen auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut heute bekanntgab. In Finnland wird eine Region dagegen wieder gestrichen.

15.00 Uhr: Brasilien unterbindet Flüge aus Großbritannien

Wegen der in Großbritannien zirkulierenden Variante des Coronavirus untersagt auch Brasilien vorübergehend Flüge aus dem Vereinigten Königreich. Der Erlass wurde am Mittwochabend in einer Sonderausgabe des Amtsblattes der brasilianischen Regierung veröffentlicht.

Demnach gilt die Maßnahme von Freitag an. Auch ausländische Passagiere, die keinen festen Wohnsitz in Brasilien haben und in den vergangenen 14 Tagen in Großbritannien waren, dürfen nicht einreisen.

14.45 Uhr: Weihnachtsfeiern auch in Bethlehem eingeschränkt

Auch in Bethlehem läuft das Weihnachtsfest unter Corona-Bedingungen anders als sonst. Marschkapellen liefen am Donnerstag bei Regen durch die Stadt im Westjordanland und spielten Weihnachtslieder. Doch mit deutlich weniger Zuschauern als in den vergangenen Jahren.

Bürgermeister Anton Salman versuchte, Zuversicht zu verbreiten: "Trotz all der Hindernisse und Herausforderungen wegen Corona und wegen des Mangels an Tourismus blickt die Stadt Bethlehem mit Optimismus in die Zukunft und wird Weihnachten in all seiner menschlichen und religiösen Bedeutung feiern", sagte er.

14.18 Uhr: Keine Ausgangsbeschränkungen mehr im Kreis Euskirchen

Wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen hatte der Kreis Euskirchen nächtliche Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die wurden nun vorzeitig beendet. Ein Bürger hatte sich vor dem Aachener Verwaltungsgericht gegen die Regeln gewehrt und recht bekommen. Es bestünden "erhebliche Zweifel" an der Verhältnismäßigkeit der Ausgangsbeschränkung. Um Treffen mit mehrerer Personen zu verhindern, reichten die Kontaktbeschränkungen.

Nach Rücksprache mit dem NRW-Gesundheitsministerium entschied der Kreis, keine Beschwerde gegen den Beschluss einzulegen. "Damit werden die Ausgangsbeschränkungen im Kreisgebiet wieder aufgehoben", teilt die Verwaltung mit. Landrat Markus Ramer sagte aber: "Im Hinblick auf die besonders angespannte Lage in den medizinischen Versorgungseinrichtungen appelliere ich jedoch eindringlich an alle Bürger*innen, verantwortungsbewusst mit der aktuellen Pandemie-Situation umzugehen."

13.24 Uhr: 33 Fälle der neuen Corona-Variante in Dänemark

Im deutschen Nachbarland Dänemark sind bislang 33 Fälle der in Großbritannien neu aufgetretenen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Sie seien zwischen dem 14. November und 14. Dezember sowohl in der Hauptstadtregion Kopenhagen als auch in den Regionen Nordjütland, Süddänemark und Seeland gefunden worden, teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Donnerstag mit.

Es gebe bislang keine Anzeichen dafür, dass eine Ansteckung mit der neuen Variante einen schlimmeren Verlauf habe oder Impfstoffe nicht gegen sie wirkten. Die mutierte Variante des Coronavirus tauchte zunächst in Großbritannien auf.

13.18 Uhr: Macron wieder symptomfrei

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hatte, hat keine Symptome mehr. Der 43-Jährige könne also seine coronabedingte Isolierung beenden. Diese war für sieben Tage vorgeschrieben. Das hat das Präsidialamt mitgeteilt.

12.31 Uhr: Corona-Jahr - es könnte schlimmer sein

Die Mehrheit der Deutschen (57 Prozent) sieht einer Umfrage zufolge 2020 trotz Corona nicht als das schlimmste Jahr ihres Lebens an. Zu diesem Ergebnis kommt eine veröffentlichte Erhebung des Meinungsforschungsinstituts "INSA Consulere". 29 Prozent der Befragten sehen das anders. Von den katholischen Befragten sagten - wie der Gesamtdurchschnitt - 57 Prozent, dass 2020 nicht das schlimmste Jahr ihres Lebens gewesen sei, heißt es. 31 Prozent hingegen sehen dies anders. 

Unter den Protestanten habe sich ein ähnliches Bild ergeben. Unter freikirchlichen und islamischen Befragten habe der Anteil jener, die das laufende Jahr als das bisher schlimmste betrachteten, bei jeweils 35 Prozent gelegen. 26 Prozent der konfessionslosen bereitete 2020 das schlimmste Lebensjahr. Für die Erhebung wurden laut Mitteilung allerdings lediglich 2.055 erwachsene Personen befragt.

10.20 Uhr: Schnelltest bei Heimbesuchen vorgeschrieben

Besucher und Besucherinnen von Senioren- und Pflegeheimen in NRW, die einen Corona-Schnelltest ablehnen, sollen diese nicht mehr betreten dürfen. Die Landesregierung reagiert damit auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Aachen.

Die Allgemeinverfügung würde mit Wirkung vom Donnerstag entsprechend geändert, sagte eine Sprecherin von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Ausnahmen soll es laut der Sprecherin geben, wenn medizinische Gründe einem Test entgegenstehen. Auch wenn nachgewiesen werde, dass innerhalb von 72 Stunden vor dem beabsichtigten Besuch bereits eine Testung mit negativem Ergebnis erfolgt sei, sind Besuche möglich.

09.36 Uhr: Kurschus: "Eine ganz andere Art von Unruhe"

Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Annette Kurschus, sieht ein Verschiebung der Unruhe. Im WDR 5 Morgenecho sagte sie, ausgefallene Termine und Veranstaltungen hätten zwar "vordergründig manche Ruhe beschert", plötzlich sei man aber gezwungen gewesen, das Ausgefallene zu ersetzen.

Außerdem sei es ein "schwieriger Entschluss" gewesen, Gottesdienste abzusagen. Die Kirche befinde sich im Dilemma, einerseits die Weihnachtsbotschaft zu verkünden und andererseits jetzt die Türen nicht zu öffnen.

09.10 Uhr: Polizeigewerkschaft mit "viel Kopfzerbrechen" vor Silvester

Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, machte im WDR 5 Morgenecho deutlich, dass es nicht die Aufgabe der Polizei sei, private Räume zu kontrollieren. Dies sei "nicht mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vereinbar". Man konzentriere sich auf die Einhaltung der Regeln im öffentlichen Raum.

Silvester bereite der Polizei "viel mehr Kopfzerbrechen" als die Einsätze an Weihnachten. Man wolle das Pyrotechnik-Verbot und das Versammlungsverbot bei den nicht genehmigten Querdenker-Versammlungen durchsetzen.

08.58 Uhr: Kostenlose Schnelltests in Witten

Von acht bis zwölf Uhr gibt es auf dem Parkplatz eines Möbelhauses kostenlose Schnelltests - organisiert vom Palliativnetzwerk Witten. Unter dem Motto "Fit for Christmas" will das Netzwerk einen "Corona-Drive-in" ins Leben rufen. Um sichere Weihnachten zu ermöglichen, sollen Wittener getestet werden, die mit älteren Verwandten feiern.

08.12 Uhr: Steinmeier will den Menschen Mut machen

Der Bundespräsident ruft in seiner Weihnachtsansprache die Menschen in Deutschland dazu auf, zuversichtlich zu sein. Mit der Impfung gegen das Coronavirus komme man dem Ausgang aus der Krise näher. Frank-Walter Steinmeier appelliert an alle, auf den letzten Metern vernünftig und geduldig zu bleiben.

Aber das Virus habe auch "Pläne durchkreuzt und Träume zerstört", von Konzertbesuchen über Fußball-Erlebnisse im Stadion bis zu Urlaubsreisen und Hochzeitsfeiern, so Steinmeier. Die Pandemie "hat uns daran erinnert, wie verletzlich wir Menschen sind, wie zerbrechlich das ist, was wir unser 'normales Leben' nennen." Seine Rede wird am ersten Weihnachtsfeiertag gesendet.

07:36 Uhr: Christmette von Papst Franziskus vorverlegt

Die traditionelle Christmette von Papst Franziskus an Heiligabend im Vatikan wird in diesem Jahr wegen der Corona-Ausgangssperre in Italien bereits um 19.30 Uhr stattfinden. So sollen Gläubige die italienische Ausgangssperre ab 22.00 Uhr einhalten können.

Die Christmette um Mitternacht in Bethlehem, der biblischen Geburtsstätte Jesu, soll in diesem Jahr ohne Zuschauer stattfinden. Das Ereignis, zu dem normalerweise hunderte Gläubige in dem Dorf im Westjordanland erwartet werden, wird nach Angaben der palästinensischen Behörden online übertragen.

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07.22 Uhr: Noch ansteckendere Corona-Mutation nachgewiesen

In Großbritannien ist gleich zwei mal eine Coronavirus-Mutation aus Südafrika nachgewiesen worden. "Diese neue Variante ist sehr beunruhigend, weil sie noch ansteckender ist", sagte Gesundheitsminister Hancock. Die Regierung in London erließ mit sofortiger Wirkung Reisebeschränkungen für Südafrika.

Die Variante sei offenbar noch weiter mutiert als die ebenfalls neue Variante, die zuvor in Großbritannien entdeckt worden war, so Hancock. Der Chef des Mainzer Pharma-Unternehmens BioNTech sagte im ZDF, er gehe davon aus, dass der Impfstoff, den seine Firma zusammen mit dem US-Partner Pfizer entwickelt hat, auch bei der neuen Virusvariante wirkt.

06.50 Uhr: Über 32.000 erfasste Neuinfektionen

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Vortag 32.195 weitere Ansteckungsfälle erfasst. Ferner wurden 802 Todesopfer mit Corona innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 28.770. Am Mittwoch hatte das RKI einen neuen Höchstwert von 962 Todesfällen bekanntgegeben. Die so genannte Sieben-Tages-Inzidenz betrug am Donnerstag 196,2. Dabei handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche.

00.00 Uhr: NRW will Weihnachtsbesuche in Altenheimen sichern

NRW investiert 13,8 Millionen Euro, damit über die Weihnachtstage genügend Personal in Altenheimen für Corona-Schnelltests zur Verfügung steht. Dies sei die Voraussetzung, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten, erläuterte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gestern.

Die Landesregierung habe einen entsprechenden Rahmenvertrag mit Hilfsorganisationen wie etwa dem Roten Kreuz geschlossen, die bis in die ersten Januar-Tage hinein Sanitäter für Schnelltests in Altenheimen zur Verfügung stellen. Ob dies in allen 2.300 Altenheimen zu gewährleisten sei, könne er allerdings nicht garantieren.

00.00 Uhr: Oberbergischer Kreis verbietet Präsenzgottesdienste

Der Krisenstab wird noch heute in einer Allgemeinverfügung in fünf Kommunen Präsenzgottesdienste verbieten. Das Verbot gilt ab Mittwoch, so dass es keine Messen zu Heiligabend geben wird. Dabei geht es vor allem um freikirchliche Gemeinden, die weiterhin an Präsenzgottesdiensten festhalten.

Die evangelischen und katholischen Gemeinden verzichten freiwillig darauf. Betroffen sind Gummersbach, Waldbröhl, Bergneustadt, Nümbrecht und Radevormwald. In allen fünf Kommunen gibt es sehr hohe Infektionszahlen.

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Stand: 24.12.2020, 16:55