Ticker vom Freitag (15.10.2021) zum Nachlesen

Ticker vom Freitag (15.10.2021) zum Nachlesen

  • Biontech beantragt Zulassung für Kinder-Impfstoff
  • Alle Dänen können dritte Corona-Impfung bekommen
  • Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen in Hamm und Minden
  • Knapp 66 Prozent der Deutschen nach RKI-Daten vollständig geimpft
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Biontech und Pfizer beantragen Impfstoff-Zulassung für Kinder

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben jetzt auch in Europa eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder von fünf bis elf Jahren beantragt. Beide teilten am Freitag mit, dass sie der EU-Arzneimittelbehörde EMA die entsprechenden Daten zu den klinischen Untersuchungen übermittelt hätten.

Nach eigenen Angaben haben die Unternehmen ihren Impfstoff bei der Zulassungsstudie an mehr als 2.000 Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren getestet. Die Dosierung wurde dabei auf zehn Mikrogramm pro Spritze reduziert. Bei älteren Menschen werden 30 Mikrogramm verabreicht. Die Probanden hätten das Mittel gut vertragen und eine vergleichbare Immunreaktion wie 16- bis 25-Jährige gezeigt.

20.52 Uhr: Alle Dänen können dritte Corona-Impfung bekommen

In Dänemark bekommen nun alle Einwohner das Angebot für eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus. Das teilte Gesundheitsminister Magnus Heunicke mit. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sowie Bewohnern von Pflegeheimen wird bereits seit September eine dritte Impfung verabreicht. In den nächsten Wochen werde man das Angebot zunächst auf alle Menschen über 65 Jahren und auf Mitarbeiter im Gesundheits- und Altenpflegebereich ausweiten, so der Minister.

In den kommenden Monaten sollen etwa eineinhalb Millionen Bürger eine Auffrischimpfung bekommen. Ziel sei es, dass alle Bürger sechs Monate und 14 Tage nach ihrer zweiten Impfung eine dritte bekommen. Die Regierung begründet ihre Entscheidung mit Erkenntnissen der europäischen Gesundheitsbehörden.

20.45 Uhr: USA: FDA-Gremium empfiehlt Corona-Booster für Johnson & Johnson-Geimpfte

Nach Empfehlungen für die Mittel von Biontech/Pfizer und Moderna hat sich ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA auch für Corona-Auffrischungsimpfungen für Menschen ausgesprochen, die das Vakzin von Johnson & Johnson erhalten hatten. Betroffene sollten mindestens zwei Monate nach ihrer bisherigen Impfdosis eine Auffrischungsimpfung bekommen können, entschied das Gremium.

Die Empfehlungen des Gremiums sind nicht bindend, typischerweise folgt die FDA ihnen aber. In diesem Fall soll auch noch geprüft werden, ob mit Johnson & Johnson geimpfte Menschen möglicherweise eine Auffrischungsimpfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna bekommen könnten.

19.26 Uhr: Weiter sinkende Corona-Zahlen in Italien

In Italien schwächt sich die Corona-Pandemie weiter ab. Der bis Donnerstag berechnete Sieben-Tage-Inzidenzwert lag landesweit bei durchschnittlich 29 Fällen je 100.000 Einwohnern, wie aus dem wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums heute hervorging. Eine Woche zuvor registrierten die Experten noch 34 Fälle im Schnitt.

18.19 Uhr: Drei Tote nach Corona-Ausbruch in Mindener Pflegeheim

In einem Pflegeheim in Minden ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Drei erkrankte Senioren seien bereits verstorben, 19 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zwölf Mitarbeitende wurden positiv getestet, teilte der Kreis Minden-Lübbecke mit.

In einer weiteren Alteneinrichtung in Espelkamp wurden zwei Senioren positiv getestet, hier sind Maßnahmen und Testungen angeordnet.

17.21 Uhr: EU-Kommission ruft zu Grippeimpfung auf

Mit Blick auf die bevorstehende Grippe-Saison hat die EU-Kommission zur Impfung aufgerufen. "Wir stehen vor dem Übergang vom Herbst zum Winter, einer Jahreszeit, in der Atemwegserkrankungen zunehmen, auch die saisonale Grippe und natürlich Covid-19, daher müssen wir verhindern, dass unsere Gesundheitssysteme überlastet werden", sagte die für Gesundheit zuständige EU-Kommissarin Stella Kyriakides.

Die Risikogruppen für Covid-19 seien auch am anfälligsten für die Grippe. "Wenn beide Viren zirkulieren, müssen wir verhindern, dass es zu einer möglichen Doppelpandemie von Covid-19 und Grippe kommt", so Kyriakides.

16.45 Uhr: Drei Tote nach Corona-Ausbruch in Hammer Pflegeheim

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Hamm spitzt sich die Situation weiter zu. Drei Senioren sind inzwischen trotz doppelter Impfung an der Infektion gestorben. Auch die Zahl der Infektionen stieg: 42 Bewohnerinnen und Bewohner sind mit dem Corona-Virus infiziert, außerdem 11 Pflegekräfte. Das ergab eine Reihentestung des Gesundheitsamtes.

Alle Betroffenen sind doppelt geimpft oder genesen. Die Stadt betont aber, dass die Verstorbenen bereits deutliche Vorerkrankungen hatten. Ebenso die Infizierten, die mit schweren Verläufen derzeit noch im Krankenhaus behandelt werden. Problematisch ist nun auch die Personalsituation im Heim: 14 Pflegekräfte fallen aus, weil sie infiziert oder in Quarantäne sind.

16.16 Uhr: Frankreich: Corona-Tests für nichtgeimpfte Erwachsene kostenpflichtig

In Frankreich sind Corona-Tests für nichtgeimpfte Erwachsene seit Freitag nicht mehr kostenlos, außer medizinische Gründe sprechen gegen eine Impfung. Das Ziel sei, die Menschen zur Impfung anzuspornen, da diese den besten Schutz biete und einen dauerhaften Ausweg aus der Corona-Krise weise, erklärte die Regierung in Paris.

Die Tests würden als Impfersatz missbraucht, dies müsse die Öffentlichkeit nicht länger finanzieren. 73,5 Prozent der Bevölkerung sind inzwischen vollständig geimpft, 75,6 Prozent haben eine erste Dosis erhalten, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Ein Schnelltest kostet in Frankreich künftig zwischen 22 und 30 Euro, ein PCR-Test 44 Euro.

15.36 Uhr: USA lassen ab 8. November geimpfte Reisende wieder ins Land

Die USA lassen gegen das Coronavirus geimpfte Reisende ab dem 8. November wieder ins Land. "Die neue Reiseregelung der USA, die für ausländische Reisende eine Impfung verlangt, wird am 8. November beginnen", erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses. Die USA hatten im März vergangenen Jahres wegen der Corona-Pandemie Einreiseverbote unter anderem für Europäer verhängt.

15.31 Uhr: Tausende Italiener protestieren gegen neue Corona-Regeln

Hafenarbeiter im italienischen Trieste protestieren gegen den Green Pass.

Protest von Hafenarbeitern in Trieste.

Tausende Italiener haben am Freitag gegen die neu eingeführte Pflicht zur Vorlage eines Corona-Passes am Arbeitsplatz protestiert. Allein am Hafen von Triest demonstrierten laut Behördenangaben mehr als 6.500 Menschen, in Genua blockierten rund 300 Arbeiter die Zufahrt zum Hafen.

Die Hafenarbeiter in Triest drohten mit unbefristetem Streik, obwohl ihnen kostenlose Corona-Tests angeboten wurden. Für den Abend waren landesweit weitere Demos angekündigt.

Seit Freitag darf in Italien nur zur Arbeit erscheinen, wer eine Corona-Impfung, -Genesung oder einen negativen Corona-Test nachweisen kann. Wer ohne den sogenannten "grünen Pass" zur Arbeit kommt, riskiert bis zu 1.500 Euro Bußgeld. Wer der Arbeit fernbleibt, weil er das Dokument nicht vorweisen kann, muss mit unbezahlter Freistellung rechnen.

15.09 Uhr: Indien lässt geimpfte Touristen wieder einreisen

Indien lässt nach 19 Monaten vollständig geimpfte Touristen wieder einreisen. Außerdem müssten die Reisenden innerhalb von 72 Stunden vor Flugantritt negativ auf das Coronavirus getestet worden sein, berichteten indische Medien.

Die Regierung hatte zuvor mitgeteilt, dass Touristenvisa ab sofort wieder ausgestellt werden, aber zunächst nur für Reisende auf Charterflügen. Vom 15. November an soll diese Regelung auch auf Touristen ausgedehnt werden, die mit anderen Flügen anreisen.

14.33 Uhr: 2G-Regelung in Supermärkten in Niedersachsen möglich

Supermärkte in Niedersachsen können - wenn sie möchten - nur geimpften und genesenen Menschen Zutritt zu ihren Läden gewähren. "Auch in Niedersachsen würde für den Einzelhandel und auch für die Supermärkte die Option bestehen, sich für 2G zu entscheiden", sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums der "Neuen Deister-Zeitung".

In dieser Woche hatte Hessen erklärt, dass das 2G-Optionsmodell auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet werde, also auch auf den Lebensmittel-Einzelhandel. "Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden", sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut Mitteilung.

In mehreren Bereichen in Niedersachsen bedeutet die Einführung der 2G-Regel den Wegfall von Maskenpflicht und Abstandhalten, etwa bei Veranstaltungen oder der Gastronomie. Dies ist bereits in der bestehenden Verordnung geregelt. Für den Einzelhandel würde ein 2G-Modell jedoch nicht den Wegfall der Maskenpflicht bedeuten, betonte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

14.05 Uhr: Corona-Zertifikat wird Pflicht in Brüsseler Restaurants und Bars

Menschen in Brüssel müssen ab sofort einen Corona-Pass in Restaurants, Bars und für größere Veranstaltungen vorzeigen. Die Pflicht gilt ab Freitag in Innenräumen für alle Besucher ab 16 Jahren, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Mit dem QR-Code des Passes können Bürger vorweisen, dass sie entweder vollständig gegen Covid-19 geimpft, davon genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Auch zum Tanzen in Brüsseler Clubs sowie in Sportvereinen, kulturellen Einrichtungen und bei Messen ist das Zertifikat nötig. In Krankenhäusern oder Altenheimen müssen bereits Kinder ab 12 einen Nachweis dabei haben.

13.45 Uhr: RKI: Teils sehr hohe Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen

Das Robert Koch-Institut (RKI) registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen in Ostdeutschland und Bayern liege die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei mehr als 500, twitterte das RKI zu einer Auswertung im neuen Corona-Wochenbericht.

Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche in den Altersgruppen unter 20 Jahren allerdings im Vergleich zur Woche zuvor leicht gesunken, hieß es zusammenfassend. Allerdings hatten in der Woche auch in drei Bundesländern die Schulferien begonnen. Die Werte bei Menschen über 20 hingegen stiegen leicht an.

11.35 Uhr: Laborfehler: 43.000 Menschen in England vielleicht doch mit Corona infiziert

Wegen eines Laborfehlers könnten etwa 43.000 Menschen in England womöglich ein falsches negatives Testergebnis bekommen haben - und doch mit Corona infiziert sein. Das teilte die britische Gesundheitsbehörde "Health Security Agency" mit. Die Untersuchungen in einem Labor in der Stadt Wolverhampton seien deshalb ausgesetzt worden. Insgesamt seien dort rund 400.000 Corona-Tests ausgewertet worden - die anderen rund 357.000 Tests seien angeblich richtig.

Der Laborfehler liege nicht an technischen Problemen mit den Tests - diese könnten weiterhin wie gehabt genutzt werden.

11.10 Uhr: Tunesien, Marokko und Algerien keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

Für deutsche Urlauberinnen und Urlauber werden Reisen nach Nordafrika wieder einfacher: Die Länder Tunesien, Marokko und Algerien gelten ab Sonntag nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiete. Auch Sri Lanka und Fidschi werden von der Risikoliste gestrichen. Damit entfallen bei der Einreise nach Deutschland Quarantäne-Vorgaben. Als neue Hochrisikogebiete gelten die westafrikanischen Staaten Gabun sowie São Tomé und Príncipe.

Königreich Marokko 2019

Reisen nach Marokko werden wieder unkomplizierter.

Kriterien für die Einstufung als Hochrisikogebiet sind neben den Corona-Infektionszahlen unter anderem das Tempo der Ausbreitung des Virus und die Belastbarkeit des jeweiligen Gesundheitssystems.

10.30 Uhr: Knapp 66 Prozent der Deutschen nach RKI-Daten vollständig geimpft

In Deutschland haben nach Daten des Robert Koch-Instituts 65,6 Prozent der Bevölkerung beide Corona-Impfungen bekommen. Das seien mehr als 54,6 Millionen Menschen. Unter den Erwachsenen liege die offizielle Impfquote bei 76,2 Prozent. Das RKI geht allerdings davon aus, dass vermutlich noch mehr Erwachsene geimpft sind, als die Daten nahelegen. In einem Bericht von Anfang Oktober hieß es, die Quote dürfte bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren jeweils bis zu fünf Prozentpunkte höher sein.

Unter den Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren haben nach den neuen RKI-Daten mindestens 44 Prozent eine erste Spritze bekommen und 38,2 Prozent zwei Impfungen. Eine Auffrischungsimpfung haben demnach inzwischen bereits mehr als 1,2 Millionen Menschen in Deutschland erhalten.

09.50 Uhr: Mehrheit der Deutschen laut RTL-Umfrage für 2G im Freizeitbereich

Die Mehrheit der Deutschen ist einer aktuellen Umfrage zufolge dafür, dass eine 2G-Regel im Freizeitbereich eingeführt wird, also dass nur noch Geimpfte und Genesene etwa in Restaurants oder zu Kulturveranstaltungen dürfen. 61 Prozent der Befragten der Umfrage im Auftrag von RTL und ntv waren dafür, jeder dritte Befragte (34 Prozent) dagegen. Eine 2G-Regel für Weihnachtsmärkte befürworten 58 Prozent der Befragten.

08.45 Uhr: Karneval in Rio soll nächstes Jahr stattfinden

In diesem Jahr fiel der weltberühmte Karneval in Rio de Janeiro wegen Corona noch aus - nächstes Jahr soll er aber Ende Februar und Anfang März stattfinden. Der Ticket-Verkauf für die Umzüge der Sambaschulen hat begonnen. Der Ansturm auf die Tribünenplätze soll größer als in den vergangenen Jahren sein.

Brasilien gehört zu den Ländern mit den meisten Corona-Infektionsfällen. Inzwischen hat sich die Situation dort aber im Zuge der Impfkampagne verbessert. Die Impfbereitschaft in dem Land ist hoch.

Karneval in Rio

Karneval in Rio de Janeiro vor der Corona-Pandemie.

08.05 Uhr: Kinderärztinnen und -Ärzte: Impfstoff für unter 12-Jährige kommt bald

Kinder- und Jugendmedizinerinnen und -Mediziner rechnen damit, dass zeitnah ein Corona-Impfstoff für unter Zwölfjährige zugelassen wird. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, sagte der Rheinischen Post, ein entsprechendes Vakzin werde noch für dieses Jahr erwartet.

Wahrscheinlich werde die Ständige Impfkommission den Impfstoff aber erst einmal nur für Risikopatientinnen und -patienten empfehlen, also etwa für Kinder mit schweren chronischen Erkrankungen.

Dötsch geht davon aus, dass die Empfehlung für alle Kinder erst kommen wird, wenn mehr Daten zu den Nebenwirkungen in der Altersgruppe vorliegen. Hintergrund ist, dass Covid-19 bei unter 12-Jährigen außerhalb der Risikogruppe relativ mild verläuft.

07.30 Uhr: RKI-Chef Wieler: "Bekomme Morddrohungen"

RKI-Chef Lothar Wieler wird offenbar wegen seiner Präsenz in der Corona-Pandemie noch immer massiv bedroht. "Ich wünschte, die Lage wäre angenehmer, aber ich bekomme immer noch Drohungen", sagte Wieler den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

RKI-Chef Lothar Wieler spricht bei Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage

RKI-Chef Lothar Wieler.

Die Drohungen, darunter auch Morddrohungen, würden massiv zunehmen, wenn zum Beispiel irgendwo die Behauptung stehe, er wolle Lockdown statt Freiheit, so Wieler. Er sagte weiter, das hindere ihn aber nicht an seiner Arbeit: "Solange ich Beamter dieses Staates bin, werde ich ihm verantwortungsvoll dienen."

07.10 Uhr: Italien: Ab heute gilt umstrittener Corona-Pass beim Arbeiten

In Italien tritt heute eine umstrittene neue Corona-Regel an Arbeitsplätzen in Kraft. Beschäftigte müssen ab sofort nachweisen, geimpft, genesen oder negativ getestet zu sein. Nur dann bekommen sie den sogenannten Grünen Pass, ohne den sie nicht an den Arbeitsplatz dürfen.

In Italien gab es viele Proteste dagegen. Vor allem Gewerkschaften kritisieren diese 3G-Regel am Arbeitsplatz und fordern, dass Corona-Tests dafür zumindest kostenlos werden.

06.55 Uhr: Genaue Impfquote in Deutschland wohl weiter ungewiss

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat erklärt, dass exakte Angaben zur aktuellen Impfquote bis heute nicht möglich sind. Den Funke-Medien sagte er, die offiziell gemeldeten Daten seien die Mindest-Impfquote. Die tatsächliche Quote könne man nur schätzen. Laut der letzten RKI-Schätzung vor zwei Wochen sind bis zu 80 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft.

06.30 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt leicht - NRW-Inzidenz weiter rückläufig

Das Robert Koch-Institut hat am Freitagmorgen eine bundesweite Inzidenz von 68,7 angegeben. Am Vortag lag die Inzidenz bei 67,0, vor einer Woche bei 63,8. Es wurden innerhalb eines Tages 11.518 Neuinfektionen registriert.

Die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist weiter rückläufig: Das RKI meldete eine Sieben-Tage-Inzidenz von 48,5, am Vortag betrug diese 49,6. Es wurden 1.647 Corona-Neuinfektionen in NRW registriert, elf Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Die höchste Inzidenz hat Hagen mit 132,0.

0.00 Hilfen vom Bund für Firmen werden wenig abgerufen

Mit beispiellosen Milliardenhilfen wollten Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier Firmen in der Corona-Krise retten - doch der Großteil des zur Verfügung gestellten Geldes wurde nicht abgerufen.

Den neuesten Angaben des Wirtschaftsministeriums zufolge sind seit Beginn der Corona-Krise knapp 123 Milliarden Euro (Stand 12.10.2021) an Hilfen für die Wirtschaft bewilligt worden; hinzu kommt das Kurzarbeitergeld im Umfang von rund 40 Milliarden Euro. Das ist zwar viel Geld - doch gemessen am Gesamtumfang der bereitstehenden Hilfsprogramme von 1.000 Milliarden handelt es sich gerade einmal um 12,3 Prozent.

Expertinnen und Experten zufolge sind es aber nicht bürokratische Hürden, die die Unternehmen abschrecken. Vielmehr ist ein Großteil der Betriebe besser durch die Krise gekommen als anfangs befürchtet. So ist etwa die befürchtete Insolvenzwelle bis heute ausgeblieben.

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Stand: 15.10.2021, 21:13