Ticker vom Sonntag (10.10.2021) zum Nachlesen

Ticker vom Sonntag (10.10.2021) zum Nachlesen

  • Ärzte warnen vor Bezahl-Tests
  • Nach 106 Tagen: Lockdown in Syndney beendet
  • Randalierer nach Corona-Protesten festgenommen
  • Spahn verteidigt Ende der kostenlosen Corona-Tests
  • Estland und Lettland neue Hochrisikogebiete
  • Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Ärzte warnen vor Bezahl-Tests

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund warnt vor einem Anstieg der Infektionen, wenn ab morgen die Bürgertests kostenpflichtig werden. "Kostenpflichtige Coronatests führen dazu, dass sich künftig weniger Menschen mit Symptomen testen lassen werden", sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Susanne Johna den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Sonntag. "Das ist ein Einfallstor für eine weitere Übertragung des Virus."

18.46 Uhr: Ab morgen auch in NRW: Kein Lohnersatz bei Quarantäne

Ab dem 11. Oktober gibt es für Ungeimpfte in NRW, die in Quarantäne müssen, in der Regel keinen Lohnausgleich mehr. Damit gilt eine bundesrechtliche Regelung auch für das Land. "Wichtig ist, dass die Regelung nur für Quarantänemaßnahmen gilt, die ab dem 11. Oktober ausgesprochen wurden", so das Gesundheitsministerium. "Das bedeutet, für Quarantänen, die davor liegen, findet die Regelung noch keine Anwendung." Die Änderungen werden damit begründet, dass bereits ein Großteil der Bevölkerung gegen Corona geimpft ist und flächendeckend Impfangebote gemacht werden.

16.59 Uhr: Lockdown in Sydney nach vier Monaten aufgehoben

Nach fast vier Monaten ist am Montagmorgen (Ortszeit) der Corona-Lockdown in Sydney aufgehoben worden. "Das ist ein großer Tag für unseren Bundesstaat", sagte der Regierungschef von New South Wales, Dominic Perrottet. 106 Tage lang waren Geschäfte, Schulen und viele Büros geschlossen, die Einwohner der größten Stadt Australiens durften sich auch nicht mehr als fünf Kilometer von ihrer Wohnung entfernen. Damit wollte man die hochansteckende Deltavariante des Virus in Schach halten. Jetzt sind mehr als 70 Prozent der über 16-Jährigen geimpft, die Inzidenz sinkt weiter. Deswegen können Bars und Friseure wieder öffnen, Massenversammlungen bleiben aber verboten.

16.03 Uhr: Maskenverweigerer sprüht Pfefferspray in Wiesbadener Nachtbus

Nach einem Streit über die Maskenpflicht hat ein Mann in Wiesbaden Pfefferspray in einen Bus gesprüht. In der Nacht zu Samstag sei in einem Fahrzeug der Nachtlinie ein Streit ausgebrochen, weil sich ein junger Mann geweigert habe, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, erklärte die Polizei heute. Nachdem er des Busses verwiesen worden sei, habe der Mann Pfefferspray aus der Tasche gezogen und in den Fahrgast-Raum gesprüht. Drei Fahrgäste klagten über Augenreizungen, eine Rettungswagenbesatzung versorgte sie. Der Täter floh zwar, wurde aber später festgenommen.

12.52: Randalierer nach Corona-Protesten festgenommen

Nach den schweren Ausschreitungen bei Corona-Protesten in Rom sind zwölf Randalierer festgenommen worden. Zu ihnen gehören auch die beiden Anführer der rechtsextremen Partei Forza Nuova, Giuliano Castellino und Roberto Fiore, die am Samstag bei den Gewaltexzessen in der Hauptstadt dabei waren. Das berichteten italienische Medien am Sonntag. Die Polizei werte zudem Videoaufnahmen aus, um zu entscheiden, ob gegen weitere Personen vorgegangen werden müsse.

9.00 Uhr: Massenprotest gegen Grünen Pass - Demo in Italien eskaliert

Italien, Rom: Protestteilnehmer und Polizisten stoßen während einer Demonstration gegen den Corona-Gesundheitspass aufeinander

Proteste gegen Corona-Politik in Italien

Im Zentrum von Rom haben tausende Menschen gegen die beschlossene 3G-Pflicht am Arbeitsplatz demonstriert. Bei der Demonstration gegen die Corona-Politik hat es Ausschreitungen gegeben. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Die Proteste richteten sich gegen die Einführung des sogenannten "Grünen Passes" in Italien. Vom kommenden Freitag an müssen Arbeitnehmer nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Wer das papierne oder digitale Dokument nicht vorlegt, wird ohne Bezahlung beurlaubt. An den Demonstrationen nahmen Medienberichten zufolge rund 10.000 Menschen teil.

8.04 Uhr: Spahn verteidigt Ende der kostenlosen Tests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat verteidigt, dass Corona-Schnelltests ab Montag in der Regel nicht mehr für alle gratis sind. "Kostenlose Bürgertests abzuschaffen, gebietet die Fairness vor dem Steuerzahler", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Jeder, für den es empfohlen ist und der will, konnte sich mittlerweile impfen lassen", argumentierte Spahn. "Deshalb werden Bürgertests ab Montag nur noch für diejenigen kostenlos sein, für die es keine empfohlene Impfung gibt. Das sind insbesondere Kinder und Jugendliche."

Ab November keine Entschädigung mehr für Ungeimpfte bei Quarantäne

Verteidigt künftige Testkosten: Gesundheitsminister Jens Spahn

Spahn verwies auch darauf, dass es Tests in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen oder auf der Arbeit weiterhin kostenlos gebe.

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7.41 Uhr: Patientenschützer fordern kostenlose Schnelltests in Altenheimen

Vor dem Wegfall der kostenlosen Corona-Schnelltests ab morgen hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz Sonderregelungen für Alten- und Pflegeheime gefordert. Bund und Länder müssten Besuchern dort gebührenfreie Testmöglichkeiten bieten, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Denn viele der bundesweit rund 12.000 stationären Einrichtungen verlangten auch von vollständig geimpften Besuchern einen aktuellen und zertifizierten negativen Schnelltest.

6.31 Uhr: Estland und Lettland sind jetzt Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Estland, Lettland und die Ukraine ab heute an als Corona-Hochrisikogebiete ein.

Lettland hatte erneut den Notstand ausgerufen und einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängt. Für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes wurde eine Impfpflicht festgelegt, private Firmen sollen wieder auf Homeoffice umstellen. Die Inzidenz ist in Lettland in den vergangenen Wochen stark gestiegen und liegt bei fast 800.

6.00 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht an

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 66,1 gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) heute unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen eines Tages 7.612 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 64,4 gelegen, vor einer Woche hatte sie 64,2 betragen.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 24 Fälle auf 94.202. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4.310.273.

In NRW lag die Sieben-Tage-Inzidenz heute bei 52.1. Zum Vergleich: Gestern lag der Wert bei 50,4. Regional schwanken die Zahlen allerdings stark. So hat der Kreis Minden-Lübbeke mit 152,8 derzeit immer noch die höchste Zahl der Neuinfektionen - bezogen auf 100.000 Einwohner. Die wenigsten Neuansteckungen verzeichnen der Kreis Coesfeld (20,4), Münster (26,9), der Rheinisch-Bergische Kreis (28,6) und der Kreis Viersen (29,8).

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Stand: 10.10.2021, 19:14