Corona-Live-Ticker: Kontaktverbot wird bis Weihnachten verschärft

Corona-Live-Ticker: Kontaktverbot wird bis Weihnachten verschärft

  • Bund und Länder einigen sich auf neue Corona-Regeln
  • November-Maßnahmen bleiben bestehen
  • Keine bundeseinheitliche Regelung an Schulen
  • Silvester - privates Böllern erlaubt, aber keine öffentlichen Feuerwerke
  • Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen
  • Strengere Vorgaben für Kundenzahl im Einzelhandel
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

22.50 Uhr: Restaurants an Weihnachten geschlossen

Für die Weihnachtstage haben Bund und Länder Ausnahmen von den Kontaktregeln beschlossen. Das Feiern im Restaurant muss aber offenbar ausfallen: Gastronomische Betriebe sollen über die Feiertage zu bleiben.

"Alle Restaurants sind geschlossen, auch an Weihnachten", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Möglicherweise wird dieser Beschluss vor Weihnachten aber nochmal überprüft.

22.41 Uhr: Laschet wirkt nach Einigung nicht unzufrieden

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kann mit dem beim Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel erzielten Ergebnis wohl ganz gut leben. "Ich hatte den Eindruck, dass er nicht unzufrieden ist mit dem, was da heute erreicht wurde", sagte Jochen Trum, Leiter der Landespolitik-Redaktion des WDR, im Livestream.

Bei der Entscheidung, dass in Kreisen oder Städten mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen künftig "schulspezifisch" ab der 8. Klasse im Wechsel von zu Hause und in den Schulen unterricht werden könne, sei für Laschet wichtig, dass dies von Schule zu Schule entschieden werde, so Trum. Solingen war zuvor in NRW ausgebremst worden, als die Stadt Wechselunterricht einführen wollte, aber dort habe man dies eben auch für alle Schulen geplant und nicht "schulscharf".

Lockdown light - wie geht es weiter? WDR aktuell 25.11.2020 55:14 Min. Verfügbar bis 02.12.2020 WDR

22.30 Uhr: Regionale Maßnahmen sind zielgenauer

Dass sich die Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs über die weiteren Corona-Maßnahmen am Mittwoch über so viele Stunden gezoggen haben, sei vor allem dem regional sehr unterschiedlichen Infektionsgeschehen in Deutschland geschuldet, erläuterte Philipp Menn, Berlin-Korrespondent des WDR, im WDR-Livestream.

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der so oft gescholtene Föderalismus in Deutschland eben auch "seine Stärken" habe. Möglicherweise kommen die im Dezember zum Tragen. "Das ist vielleicht zielgenauer, in jeder Stadt und jedem Landkreis mal zu gucken, was ist gut und nicht so gut", sagte Menn mit Blick auf mögliche Kollateralschäden, die etwa ein Shutdown, den eine Zentralregierung wie in Frankreich verhängt verursachen könnte.

22.08 Uhr: Söder mit November-Lockdown unzufrieden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich enttäuscht über die bisherigen Ergebnisse des November-Lockdowns gezeigt. "Der Erfolg war nicht so groß wie erhofft", sagte Söder nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Politik. "Deswegen ist es wichtig, den milden Lockdown zu verlängern und zu vertiefen", sagte Söder.

Die Lage sei angesichts der vielen Neuansteckungen weiterhin "sehr, sehr ernst". Söder appellierte an die Bürger, trotz der Lockerungen der Kontaktauflagen über Weihnachten und Silvester vernünftig zu bleiben. "Es geht nicht darum, an Silvester oder Weihnachten große Partys zu feiern", sagte er. Es gehe "darum, im engsten Kreis zu feiern."

21.48 Uhr: Armin Laschet bittet Bürger um Verzicht auf Skiurlaub

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte am Abend, dass neben den Beschränkungen im Freizeitbereich auch der Skiurlaub im Dezember ausfallen solle. Hier appelliere man an die Bürger, auf diesen zu verzichten.

Die Kanzlerin hatte zuvor bereits gesagt, dass man sich auch auf EU-Ebene dafür einsetzen wolle, die Skisaison in den Januar zu verschieben. Das durchzusetzen, dürfte sich laut Merkel aber schwierig gestalten.

21.44 Uhr: Schulen und Kitas bleiben offen

Die Kanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz am 25.11.2020

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Schulen und Kitas in Deutschland sollen in der Corona-Pandemie auch weiterhin grundsätzlich geöffnet bleiben. Die Schulen sind allerdings auch von einer Verschärfung der Maßnahmen betroffen. "Bei Inzidenzen von über 200 sollen weitergehende Maßnahmen für den Unterricht ab der Klasse acht eingeführt werden beispielsweise Hybrid- und Wechselunterricht", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Beschluss mit den Ländern.

Über abwechselnden Unterricht in geteilten Gruppen zu Hause und in der Schule soll aber weiterhin vor Ort entschieden, abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Vereinbart wurde auch eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, ebenfalls abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Als unscharfe Grenze werden hier im Papier "deutlich mehr" als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner genannt.

21.42 Uhr: Weihnachtsferien beginnen deutschlandweit ab 19. Dezember

Die Weihnachtsferien sollen in diesem Jahr fast überall in Deutschland gleichzeitig am 19. Dezember beginnen, darauf einigten sich Bund und Länder. NRW hatte bereits den 18. Dezember als letzten Schultag angekündigt.

21.40 Uhr: Schärfere Kontaktbeschränkungen ab 1. Dezember

Die Bundeskanzlerin und die Länderchefs wollen, dass private Treffen mit Freunden, Verwandten und Bekannten strenger begrenzt werden. Und zwar auf den eigenen sowie einen weiteren Haushalt und dabei maximal fünf Personen, das wurde bei der Bund-Länder-Konferenz beschlossen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Das soll Erleichterungen in der Weihnachtszeit ermöglichen: Über die Feiertage werden die Kontaktbeschränkungen gelockert. Vom 23. Dezember an sind Treffen mit maximal zehn Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen. "Es ist ein besonderer Monat, der vor uns liegt, mit wichtigen Tagen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend.

21.38 Uhr: Schärfere Maßnahmen im Einzelhandel

Es gibt über die im Oktober beschlossenen Maßnahmen hinaus Verschärfungen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend nach der Bund-Länder-Konferenz. Das gilt etwa im Einzelhandel, was die Anzahl der Kunden in den Läden betrifft. Um die Überfüllung von Geschäften in der Weihnachtszeit zu vermeiden, darf sich ab dem 1. Dezember höchstens eine Person je zehn Quadratmeter aufhalten, wenn der Laden bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche hat.

Bei größeren Geschäften nur eine Person auf 20 Quadratmeter. Ausnahmen könne es in Bundesländern geben, bei denen die Infektionen unter den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sinken, so Merkel.

21.33 Uhr: Novembermaßnahmen werden nicht aufgehoben

Nach einer Online-Konferenz mit den 16 Länderchefs verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend die weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Nach stundenlangen Beratungen sprach Merkel von einer "intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit".

Eine Überlastung des Gesundheitssystems und viele Tote habe man mit den bisherigen Maßnahmen verhindern können, aber die Zahl der Neuinfektionen bewege sich immer noch auf einem viel zu hohem Niveau. "Die Lage erlaubt es nicht, die Novembermaßnahmen aufzuheben", so Merkel.

Bei allen Maßnahmen gehe es darum, jeden nicht nötigen Kontakt zu vermeiden. "Wir brauchen noch einmal eine harte Kraftanstrengung. Geduld, Solidarität, Disziplin werden noch einmal auf eine harte Probe gestellt."

 20.47 Uhr: Keine bundeseinheitliche Regelung an Schulen

Die Bundesländer haben weitgehende Forderungen des Bundes nach starker Entzerrung des Unterrichts in Schulen abgelehnt. Die Bund-Länder-Runde legt nach Informationen aus Teilnehmerkreisen fest, dass ein hybrider Unterricht oder ein Wechselunterricht in Corona-Hotspots ab der achten Klasse möglich sein soll - aber nicht bundesweit.

Die Bundesregierung hatte wegen der Infektionen auch bei Schülern und Lehrern auf weitergehende Schritte gedrungen. Einige Länder pochen aber auf ihre Zuständigkeiten und bezweifeln zum Beispiel, dass Schulen ein entscheidender Hotspot sind.

18.55 Uhr: Silvester - privates Böllern erlaubt, aber keine öffentlichen Feuerwerke

Bund und Länder wollen privates Böllern zu Silvester nicht verbieten. Es soll nur öffentlich veranstaltetes Feuerwerk und das Böllern auf belebten Straßen und Plätzen untersagt werden.

Darauf haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten nach Informationen aus Teilnehmerkreisen geeinigt. Bürgern wird aber empfohlen, auf Silvesterfeuerwerk in diesem Jahr zu verzichten.

17.53 Uhr: 805 Verstöße bei landesweiter Maskenkontrolle

Bei den landesweiten Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht sind 805 Verstöße registriert worden. Das hat das NRW-Verkehrsministerium heute in seiner Bilanz der Kontrollen vom Vortag mitgeteilt.

Die Einhaltung der Coronaschutz-Verordnung wurde landesweit in Bussen, Bahnen und Bahnhöfen überwacht. Rund 500 Einsatzkräfte hatten die Einhaltung der Maskenpflicht kontrolliert. Wer keine Maske getragen oder Mund und Nase nicht bedeckt hatte, muss nun mit 150 Euro Bußgeld rechnen.

17.33 Uhr: Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben wohl geschlossen

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Gastronomie sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen bis zum 20. Dezember geschlossen bleiben. Dies hat die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezug auf Verhandlungskreise mitgeteilt.

Der Bund wolle die betroffenen Geschäfte und Einrichtungen wie bereits bei den sogenannten November-Hilfen entschädigen.

17.25 Uhr: Offenbar strengere Vorgaben für Kundenzahl im Einzelhandel

Kunden auf Hohe Straße Köln am 08.11.2020

Kunden auf Hohe Straße

Um die Überfüllung von Geschäften in der Weihnachtszeit zu vermeiden, beschränken Bund und Länder ab dem 1. Dezember die Zahl von Kunden in Läden. Darauf haben sich die 16 Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen geeinigt.

Demnach soll sich in Läden höchstens eine Person je zehn Quadratmeter aufhalten dürfen, wenn der Laden bis zu 800 qm Verkaufsfläche hat. Bei größeren Geschäften soll sich nur noch eine Person auf 20 qm aufhalten dürfen. Dies ist ein Kompromiss: Der Bund hatte ursprünglich eine generelle Begrenzung von einer Person auf 25 qm gefordert. Die Länder hatten dagegen eine Beschränkung nur für Corona-Hotspots befürwortet.

17.12 Uhr: Anträge auf Novemberhilfen ab sofort möglich

Firmen im Teil-Lockdown und Selbstständige wie Künstler können ab sofort Anträge auf die Novemberhilfen stellen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium heute auf Anfrage mit. Erste Gelder sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen - das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung.

Konkret sollen Unternehmen einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal 10.000 Euro. Der Antrag muss elektronisch durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt gestellt werden - damit soll Missbrauch vorgebeugt werden. Soloselbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt.

16.39 Uhr: Neue Version der Corona-Warn-App veröffentlicht

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer verbesserten Variante zum Herunterladen bereit. Heute ist die aktuelle Version 1.7 im Google-Play-Store und dem App-Store von Apple erschienen. Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich erfolgen. Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag.

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Außerdem erhalten positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version eine Erinnerung, wenn sie ihr Testergebnis noch nicht geteilt haben sollten.

16.04 Uhr: Intensivbetten-Simulator soll Planung der Kliniken erleichtern

Mit einem Intensivbetten-Simulator will die Technische Hochschule Köln Gesundheitsämtern, Kliniken und Krisenstäben die Planung in der Corona-Pandemie erleichtern. Das Tool "BaBSim.Hospital" simuliere den typischen Behandlungsverlauf von Covid-19-Patienten und berechne eine Vorhersage zur Auslastung der Intensivbetten.

Der Simulator ist den Angaben zufolge nun kostenfrei als Demo-Version öffentlich zugänglich und kann als Open-Source-Tool in der wissenschaftlichen Community weiterentwickelt werden.

15.42 Uhr: Vorstellung der ersten Impfzentren in NRW

Die Zulassung eines Corona-Impfstoffs wird noch in diesem Jahr erwartet. Um dann schnell mit den Impfungen beginnen zu können, bereiten Kreise und Städte gerade die dafür nötigen Impfzentren vor. Mehr als 50 sollen in NRW entstehen. Im Kreis Euskirchen wird das Zentrum in der ehemaligen Eifel-Höhen-Klinik sein, wie heute bekannt wurde.

Auch der Kreis Lippe hat sein erstes Zentrum vorgestellt. Die Impfungen gegen das Coronavirus sollen in der früheren Lipperlandhalle in Lemgo vorgenommen werden.

15.26 Uhr: Gericht bestätigt Maskenpflicht in Düsseldorf

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Allgemeinverfügung der Stadt zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien in Stadtzentrum und Altstadt bestätigt. Die 29. Kammer des Gerichts lehnte heute den Eilantrag einer Düsseldorfer Bürgerin gegen die Verfügung ab (AZ: 29 L 2317/20).

Die Maskenpflicht für Innenstadt und Altstadt in der Zeit von 10 bis 19 Uhr sowie für das Umfeld des Hauptbahnhofs in der Zeit von 6 bis 22 Uhr sei rechtmäßig. Mit Blick auf das Infektionsgeschehen handele es sich sowohl "um eine hinreichend bestimmte als auch um eine verhältnismäßige Schutzmaßnahme", so das Gericht.

14.54 Uhr: FDP-Chef Lindner fordert alternative Krisenstrategie

FDP-Chef Christian Lindner wünscht sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine "alternative Krisenstrategie". Im WDR-Interview sagte er, dass gesundheitlich besonders gefährdete Gruppen - Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Menschen - besser geschützt werden müssten.

"Das wäre ein Baustein, um mehr öffentliches, kulturelles und wirtschaftliches Leben zu ermöglichen", so Lindner. Die jetzige Strategie, alles runterzufahren und weiter zu verschärfen sei weder "wirksam" noch "bis in das nächste Jahr durchhaltbar".

14.15 Uhr: Bund soll wohl Verbot von Skiferien auf EU-Ebene prüfen

Die Ministerpräsidenten bitten den Bund, ein Verbot der Skiferien auf EU-Ebene zu prüfen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Papier der 16 Ministerpräsidenten für die Abschlussrunde mit Kanzlerin Angela Merkel hervor.

"Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene zu abgestimmten Regelungen zu kommen, um bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zuzulassen", heißt es.

13.20 Uhr: Fitnessstudios bleiben geschlossen

Die Schließung von Fitnessstudios zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist nach Einschätzung des Landesverfassungsgerichtshofes verhältnismäßig. Sie sei zwar ein gewichtiger Eingriff in die Grundrechte der Betreiber, erklärte das Gericht.

Die Belastungen würden allerdings so weit abgefedert, dass ein solcher Grundrechtseingriff bei einer Abwägung mit den gegenüber stehenden Gesundheitsgefahren zugemutet werden könne. Zudem sei das Verbot zunächst bis zum 30. November befristet. Ein Betreiber eines Studios in Essen war gegen die Coronaschutzverordnung vorgegangen.

12.02 Uhr: HIV und Aids wieder auf dem Vormarsch

Die Covid-19-Pandemie lässt Infektionskrankheiten wie HIV und Aids wieder aufflammen. Es fehle an Mitteln, um über Corona hinaus andere Infektionskrankheiten zu bekämpfen und die Patienten angemessen zu behandeln, sagte die Exekutivdirektorin von UNAIDS, Winnie Byanyima, bei einer Online-Pressekonferenz mit der Entwicklungsorganisation One.

Durch die Covid-19-Pandemie könne es zu schätzungsweise 293.000 zusätzlichen HIV-Neuinfektionen und bis zu 184.000 zusätzlichen Todesfällen unter Aidskranken kommen, so Byanyima. Weltweit starben etwa 690.000 im vergangenen Jahr an den Folgen von Aids.

11.45 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Ballungszentren weiter hoch

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in NRW zeigt in einigen Ballungszentren leicht abfallende Kurven. Dortmund oder der Rhein-Sieg-Kreis weisen allerdings nach wie vor eine steigende bzw. konstant hohe Kurve auf.

Düsseldorf, Köln und Aachen scheinen eine Trendwende geschafft zu haben. Die ganzen Zahlen hier:

11.05 Uhr: NRW fordert Dezemberhilfen - Schlagabtausch im Parlament

Ministerpräsident Armin Laschet hat am Morgen vor dem Landtag in Düsseldorf gesprochen und die Corona-Maßnahmen erklärt. Mit Nachdruck verteidigte er dabei die Entscheidung, die Schulen stets offen gehalten zu haben. "Der bessere Lernort ist nicht der Küchentisch, sondern die Schule", rief er ins Parlament.

Laschet nannte als Bedingung für die Zustimmung Nordrhein-Westfalens zum neuen Maßnahmenpaket, dass es nach den November-Hilfen nun auch Dezember-Hilfen geben müsse.

Grüne und SPD kritisierten die Regierungskoalition. SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty will künftig vor jedem Bund-Länder-Corona-Gipfel eine Unterrichtung durch die Landesregierung im Landtag.

Die Fraktionschefin der Grünen, Verena Schäffer, kritisierte den Aufruf an die Menschen, vor Weihnachten in Selbstisolation zu gehen als "wirklichkeitsfremd". Die AfD monierte, die Regierung höre gar nicht erst auf kritische Stimmen.

Den ganzen Bericht über die Debatte im Landtag finden Sie hier:

9.35 Uhr: Wohnungspreise steigen auch in Corona-Krise

Symbolfoto mit Modellhaus, Schlüssel und Gekauft-Schild auf Bauplänen bzw. Grundrissen und Kaufverträgen.

Der Trend zu steigenden Preisen für Häuser und Wohnungen in Deutschland ist auch in der Corona-Krise ungebrochen. Durchschnittlich waren Wohnimmobilien im dritten Quartal 2020 um 7,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt.

Der Preisanstieg sei der stärkste seit dem vierten Quartal 2016 mit damals durchschnittlich 8,4 Prozent. Niedrige Bauzinsen heizen den Immobilienmarkt zusätzlich an.

8.57 Uhr: Verband warnt vor Hamsterkäufen und langen Schlangen

Vor dem Bund/Länder-Gipfel und wegen weiterer Einschränkungsmaßnahmen warnt der Handelsverband HDE vor Hamsterkäufen und langen Warteschlangen vor den Läden. "Wenn nur noch wenige Menschen gleichzeitig den Supermarkt oder das Modehaus in der Innenstadt betreten dürfen, führt das zwangsläufig zu langen Schlangen vor den Geschäften und in den Fußgängerzonen", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Das aber könnte den Kunden den Eindruck von erhöhter Nachfrage und Warenknappheit vermitteln und damit erneut zu Hamsterkäufen führen. Der HDE fordert daher, bei der aktuellen Regelung zu bleiben.

8.31 Uhr: Stamp kritisiert Schließungen und setzt auf Impfungen

Familienminister Joachim Stamp hat im Interview mit WDR 5 nochmals die Schließung in der Gastronomie kritisiert. "Ich hätte es befürwortet, wir machen Kontaktbeschränkungen, aber da, wo man mit den Hygieneregeln ein gesellschaftliches Leben leben kann, da macht man das. Der Bund geht jetzt mit den Ländern den Weg, die Bewegung insgesamt einzuschränken", sagte er.

Stamp blickte auch auf die Folgen dieser Maßnahme: "Wir müssen nun sehen, dass die Maßnahmen nicht viele Existenzen zerstören."

8.11 Uhr: Lauterbach: "Lockdown wirkt nur halb so stark wie erwartet"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat im Bezug auf Weihnachten erneut einen Appell an die Bürger gerichtet: "Geht nicht so viel shoppen. Wir müssen selbst das Geschenk sein an Weihnachten", sagte er und meinte damit, dass die Menschen freiwillig in Quarantäne gehen sollen und ihre Kontakte beschränken, um an Weihnachten niemanden anzustecken.

"Wir können das Verhalten nicht kontrollieren. Wir können nur appellieren – jeden Tag sterben 200 bis 300 Menschen, das ist eine traurige Situation", sagte er im ARD-Morgenmagazin. "Daher müssen wir nachschärfen. Der Lockdown wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet hatten."

7.37 Söder: Lockdown verlängern und in Hotspots verschärfen

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt im Anschluss an die Kabinettssitzung an einer Pressekonferenz teil, wobei er eine Maske trägt.

Im ARD-Morgenmagazin hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seine Sorgen über den Verlauf der Pandemie geäußert. "Wenn wir jetzt lockern würden, hätten wir in zwei Wochen wieder richtig hohe Zahlen", sagte er: "Wir haben extrem hohe Todeszahlen, darüber wird nicht viel gesprochen, aber mich besorgt das. Deswegen müssen wir den Lockdown verlängern und in Hotspots verschärfen."

Silvester sieht Söder kritisch: "Weihnachten ist das Fest der Familie, das ist gut zu überschauen, aber Silvester ist das Fest der Freunde. Und da müssen wir uns leider zurückhalten."

7.02 Uhr: Grüne fordern klare Perspektive über den Winter

Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, die Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, hat vor der Bund-Länder-Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine längerfristige Strategie gegen die Pandemie angemahnt. Das ergibt sich aus einem Forderungskatalog, der dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vorliegt.

Bund und Länder dürften nicht wieder nur auf Sicht fahren, ein Plan für ein paar Wochen reiche nicht. "Es braucht eine klare Perspektive bis in das Frühjahr." Ein entsprechender Stufenplan solle nicht von der Politik allein vorgegeben werden, sondern von einem interdisziplinären Pandemierat.

6.37 Uhr: Heute ist der Tag der Entscheidung

Heute entscheidet sich bei einem Bund-Länder-Treffen, wie der Fahrplan bis Weihnachten und Silvester aussieht. Die Bundesregierung hat grundsätzlich Unterstützung für den Vorschlag der Länder signalisiert, die Corona-Regeln bis kurz vor Weihnachten zu verlängern. Gestern Abend hieß es, das Kanzleramt würde als letzten Schultag vor Weihnachten bundesweit den 18.12. vorschlagen.

Ansonsten gibt es umfangreiche Vorschläge der Länder mit verschärften Kontaktbeschränkungen, Erweiterung der Maskenpflicht und Verlängerung des bestehenden Teil-Lockdowns. Über die Feiertage sollen aber Lockerungen bei den Kontakten möglich sein.

6.22 Uhr: Zahl der Toten auf Höchststand

So viele Tote an einem Tag gab es noch nie in der Coronakrise: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden liegt bei 18.633. Das waren gut 1.000 Fälle mehr als vor einer Woche. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.561 gelegen.

6.14 Uhr: Frankreich kündigt Lockerungen an

In Frankreich entspannt sich die Corona-Lage. Der Gipfel der zweiten Welle sei überschritten, sagte Präsident Emmanuel Macron am Montag. "Wir haben das Schlimmste überstanden." Ab diesem Wochenende sollen die ersten Restriktionen aufgehoben werden. Bis Weihnachten sollen Geschäfte, Theater und Kinos wieder öffnen.

Restaurants, Cafes und Bars sollen aber bis zum 20. Januar geschlossen blieben, um zu verhindern, dass es zu einer dritten Welle in der Pandemie komme. Ab Ende Dezember/Anfang Januar solle zudem mit den Impfungen begonnen werden, kündigte Macron an.

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Stand: 25.11.2020, 23:08