Corona-Live-Ticker: Erstmals mehr als 200.000 Neuinfektionen

11.12.22: Auf einer Fußgängerzone in Düsseldorf sind zahlreiche Passanten unterwegs

Corona-Live-Ticker: Erstmals mehr als 200.000 Neuinfektionen

  • Erstmals mehr als 200.000 Neuinfektionen
  • Corona-Protest: Spotify ohne Neil Young
  • Studie: Corona-Sterberisiko unter populistischen Regierungen höher
  • Gebauer: Änderungen kein "Schnellschuss"
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

Aktualisieren

Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Erstmals mehr als 200.000 Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat erstmals die Marke von 200.000 überstiegen. Das Robert Koch-Institut meldet heute 203.136 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1.017,4 (gestern 940,6) und ist damit erstmals vierstellig. In NRW liegt sie bei 991,8. Die bundesweite Hospitalisierungsrate wurde zuletzt mit 4,26 angegeben.

Die Krankenhäuser stellen sich angesichts der emporschnellenden Corona-Infektionszahlen auf zahlreiche neue Patienten ein. Die aktuelle Zahl werde sich erst in sieben bis zehn Tagen in den Kliniken auswirken, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Das heißt, wir werden auch in den kommenden Tagen und wahrscheinlich Wochen eine hohe Dynamik neuer Zugänge in die Krankenhäuser erleben", sagte er.

Corona: Mehr als 200.000 Neuinfektionen WDR aktuell 27.01.2022 11:32 Min. Verfügbar bis 03.02.2022 WDR Von Oliver Schöndube

Der erste Corona-Fall in Deutschland wurde heute vor genau zwei Jahren gemeldet. Ein Mitarbeiter des bayerischen Autozulieferers Webasto in der Nähe von München hatte sich damals infiziert.

Die Meldungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Fallzahlen und Inzidenzen sind zurzeit ungenau. Die Gründe: Meldungen über Neuinfektionen laufen verspätet beim RKI ein, weil die Gesundheitsämter überlastet sind. Zudem haben knappe Testkapazitäten und die neue Teststrategie Einfluss auf die Genauigkeit der Zahlen.

12.41 Uhr: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist geboostert

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Mindestens 43 Millionen Menschen (51,7 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das Robert Koch-Institut heute mit. Mindestens 75,6 Prozent der Bevölkerung (62,9 Millionen Menschen) sind bislang einmal geimpft. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an. Das Ziel scheint zunehmend unrealistisch.

12.20 Uhr: DIW: Omikron bremst Wirtschaft aus

Deutschland steuert dem Berliner DIW zufolge inmitten der Omikron-Welle in eine Konjunkturflaute. Das signalisiert das Barometer des Wirtschaftsforschungsinstituts, das im Januar leicht nachgibt. Nachdem es im vierten Quartal 2021 noch knapp über der 100-Punkte-Schwelle lag, ist es mit einem Indexstand von 99,5 Punkten für das erste Quartal 2022 nun darunter gefallen, wie die Forscher mitteilten.

Die Wirtschaftsleistung dürfte dem DIW zufolge bereits Ende 2021 etwas geschrumpft sein – Details dazu veröffentlicht das Statistische Bundesamt am Freitag.

12.12 Uhr: RKI hält Verbesserung der Corona-Meldesoftware für erforderlich

Bei der von Gesundheitsämtern genutzten Software zur Meldung von Corona-Fällen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich. Dabei geht es "neben der Behebung von aktuellen Problemen in der Software auch um Verbesserungen der Benutzerführung, damit Vorgänge einfacher und schneller bearbeitet werden können", teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Darüber hinaus gehe es "um technische Ertüchtigungen, damit die großen Datenmengen insgesamt bewältigt werden können". Das RKI sei in engem Austausch mit den Gesundheitsämtern und unterstützte entsprechend. Mitarbeiter in etlichen Gesundheitsämtern hatten sich in den vergangenen Wochen darüber beschwert, dass die vom RKI bereitgestellte Software SurvNet zum Teil so langsam auf Eingaben reagiere, so dass die Software oft unbrauchbar sei. Außerdem stürze die Software häufig ab.

11.45 Uhr: Gericht: Land muss für Betriebsschließung bei Tönnies Entschädigung zahlen

Nach der coronabedingten Betriebsstillegung bei Tönnies 2020 muss das Land NRW nun Entschädigungen zahlen, wie das Verwaltungsgericht Minden entschieden hat. Zwei Subunternehmen hatten geklagt, weil sie den Verdienstausfall für zwei Mitarbeitende erstattet bekommen wollten. Es waren die ersten von einigen tausend Verfahren bei den Verwaltungsgerichten Minden und Münster. Beide Seiten hatten aber zuvor angedeutet, dass der Streit bis vor das Bundesverwaltungsgericht gehen kann.

10.40 Uhr: Corona-Protest: Spotify ohne Neil Young

Musiker Neil Young mit schwarzem Hut und schwarzem T-Shirt in Calabasas, Calif.

Neil Young

Die Musik des Sängers und Songwriters Neil Young verschwindet von Spotify. Der Kanadier hatte Spotify unter Druck gesetzt: Er wolle nicht auf einer Plattform präsent sein, die Fehlinformationen zum Coronavirus verbreite. In einem offenen Brief, der später von der Homepage verschwand, hatte Young seine Kritik gegen den äußerst populären Podcast des US-Comedians Joe Rogan gerichtet. "Sie können Rogan oder Young haben. Nicht beide", schrieb der Sänger und Gitarrist, der nach eigenen Angaben geimpft ist.

9.27 Uhr: Easyjet erwartet starkes Sommergeschäft

Der britische Billigflieger Easyjet stellt sich trotz der derzeitigen Omikron-Welle auf ein glänzendes Sommergeschäft ein. Die neue Variante des Coronavirus habe die Ticketbuchungen im Dezember gebremst und werde dies wohl auch noch im laufenden Quartal tun. Aber "wir sehen einen starken Sommer vor uns, mit einer aufgestauten Nachfrage", sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren. Für die Hauptreisezeit von Juli bis September will er daher fast so viele Flüge anbieten wie im Vorkrisen-Sommer 2019.

9.19 Uhr: "Pandemiegerechte" Vergabe von Halbjahreszeugnissen

Morgen endet das Schulhalbjahr. Für die Zeugnisvergabe soll es auch dieses Mal "pandemiebedingt flexibilisierte Möglichkeiten" geben. Kann das Zeugnis nicht persönlich entgegengenommen werden, kommen generell folgende Möglichkeiten infrage:

  • eine postalische Versendung
  • eine Abholung der Zeugnisse an den Schulen
  • eine sonstige Form der Bekanntgabe, wenn dabei "die infektionsschutzrechtlichen Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung und der Coronaschutzverordnung eingehalten werden".
  • Übergangsweise könne mit Zustimmung der Eltern auch eine "elektronische Vorabübermittlung" erfolgen. Das Zeugnis wird dann später ausgehändigt.

Ob die Schulen diese Möglichkeiten anbieten, ist allerdings ihre Entscheidung.

8.56 Uhr: US-Krankenhaus: Keine Herz-Transplantion für Ungeimpften

Ein Krankenhaus in der US-Metropole Boston hat Medienberichten zufolge einem nicht gegen das Coronavirus geimpften Patienten eine Herztransplantation verweigert. Der Vater des 31-jährigen Patienten sagte, sein Sohn sei von der Liste der Kandidaten für eine Herztransplantation gestrichen worden, weil er sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wolle. Eine Sprecherin des Krankenhauses sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Corona-Impfung sei in der Klinik eine der "Voraussetzungen" für Organ-Transplantationen. Hinzu kämen weitere Anforderungen an die betroffenen Patienten. Es müsse sichergestellt werden, dass ein Patient nach der Organtransplantation gute Überlebenschancen habe, weil sein Immunsystem dann "drastisch unterdrückt" sei.  

8.52 Uhr: Corona-Sterberisiko unter populistischen Regierungen höher

In Ländern mit populistischen Regierungen ist das Corona-Sterberisiko einer Studie zufolge deutlich höher. Das geht aus einem Forschungspapier hervor, an dem das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) mitgewirkt hat. Die Übersterblichkeit sei demnach im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie in nicht-populistisch regierten Ländern. "Die Zahlen sind eindeutig: Populisten sind in der Corona-Pandemie die klar schlechteren Krisenmanager und für viele vermeidbare Tote in den von ihnen regierten Ländern verantwortlich", sagte IfW-Experte Michael Bayerlein.

8.04 Uhr: Knobloch: "Keine Verschwörungstheorie ohne Antisemitismus"

Charlotte Knobloch spricht

Charlotte Knobloch

Corona-Proteste und Verschwörungstheoretiker haben dem Antisemitismus in Deutschland nach Ansicht der früheren Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, Auftrieb gegeben. Auf Corona-Demos beispielsweise würden Namen von Juden genannt, "die an allem schuld sein sollen, von George Soros bis zu den Rothschilds", sagte Knobloch der "Passauer Neuen Presse". Man wisse seit langem, "keine Verschwörungstheorie ohne Antisemitismus".

In Corona-Leugner-Kreisen könne man inzwischen "weithin ungestraft judenfeindliche Sprüche öffentlich äußern". Bei Protesten würden Judensterne mit dem Schriftzug "Ungeimpft" öffentlich getragen. "Das alles ist nicht harmlos. Es handelt sich um Hetze der übelsten Art", sagte Knobloch.

7.12 Uhr: Immunologe Watzl kritisiert "Blindflug" bei Genesenen

Der Immunologe Carsten Watzl hat sich dafür ausgesprochen, Geimpfte und Genesene gleichzustellen. Dass Geimpfte länger als immun gelten als Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, sei "nicht nachvollziehbar", sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.

Prof. Carsten Watzl bei einem Interview

Prof. Carsten Watzl

"Studien zeigen zwar, dass viele Antikörper von Genesenen die Omikron-Variante nicht mehr so gut erkennen können - und diese Personen damit kaum noch einen Schutz vor der Infektion haben. Aber diese Veränderung gilt ebenso für Geimpfte", sagt der Immunologe. "Wenn man den Genesenen-Status verkürzt, muss man das eigentlich auch für die Impfzertifikate tun."

Das Bundesgesundheitsministerium hatte Mitte Januar unter Berufung auf eine Festlegung des Robert Koch-Instituts (RKI) bekannt gegeben, dass Genesene nur noch drei Monate als geschützt gelten. Zuvor waren es sechs Monate gewesen. "Es ist wissenschaftlich einfach richtig", hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) das Vorgehen verteidigt. "Nach drei Monaten kann sich derjenige, der schon mit der Delta Variante infiziert war, erneut mit der Omikron Variante infizieren."

06:32 Uhr: Fast ein Viertel mehr Impfzertifikate als Impfungen dokumentiert

In Deutschland wurden seit Beginn der Impfkampagne 42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate ausgestellt als Corona-Impfdosen verabreicht. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit. Das Ministerium sieht dem Bericht zufolge in der Differenz weder einen Hinweis auf Fake-Impfpässe noch auf millionenfach nicht gemeldete Impfungen. Ein Ministeriumssprecher nannte "verschiedene Gründe".

  • Es seien viele Zertifikate automatisch durch Impfzentren erstellt und an die geimpften Personen geschickt worden, während die betroffenen Personen oftmals bereits ein Zertifikat in einer Apotheke ausgestellt bekommen hätten.
  • Es könnten Zertifikate "auch mehrfach ausgestellt werden, wenn beispielsweise eine Person ihr Zertifikat verliert".

06:29 Uhr: Ärztevertreter warnen vor Personalengpässen wegen Omikron-Welle

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)

Andreas Gassen

Ärztevertreter befürchten Lücken in der medizinischen Versorgung, weil zunehmend auch Personal sich mit dem Coronavirus infiziert. "Je stärker die Inzidenzen steigen, desto mehr Praxen werden auch vorübergehend krankheitsbedingt schließen müssen", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Schon jetzt arbeiteten die Praxen "am Limit". Bei weiter steigenden Infektionszahlen werde sich die Lage zuspitzen. Auch der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, warnte vor Personalengpässen. "Die Quarantäne wird zum Problem werden in den kommenden Wochen", sagte Gassen den Funke-Zeitungen. 

06:21 Uhr: Göring-Eckardt erwartet Aus für Genesenen-Sonderregel im Bundestag

Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt geht davon aus, dass der Bundestag die Corona-Sonderregelung beim Genesenenstatus wieder ändert. Für die Bürger ist dieser auf drei Monate verkürzt worden, im Parlament gilt durch eine Allgemeinverfügung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas die Frist von sechs Monaten. "Das war keine gute Idee und deswegen wird sie auch geändert. Da bin ich ganz sicher", sagte Göring-Eckardt in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche." Dass die Sonderregelung viele Menschen aufgeregt habe, "das habe ich gut verstanden", sagte die Parlamentsvizepräsidentin.

6.16 Uhr: Moderna startet klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

Der Hersteller Moderna hat seine erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Insgesamt 600 Freiwillige - teils mit zwei oder bereits drei Injektionen - würden daran an 24 Standorten in den USA teilnehmen, teilte Moderna mit. Die Beständigkeit der Antikörper mit der normalen Booster-Impfung stimme zwar zuversichtlich, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel. "In Anbetracht der langfristigen Bedrohung durch die sogenannte Immunflucht von Omikron treiben wir unseren Omikron-spezifischen Impfstoffkandidaten dennoch weiter voran."

6.12 Uhr: Zahl der Infektionen in Gefängnissen steigt

Auch in den NRW-Gefängnissen gibt es immer mehr mit dem Coronavirus infizierte Insassen und Beschäftigte. So befanden sich zur Wochenmitte nach Angaben des Justizministeriums 231 Gefangene aufgrund eines positiven Corona-Tests in Isolation. Zudem seien aktuell 197 Bedienstete mit dem Virus infiziert. Zum Vergleich: Im gesamten Dezember 2021 waren es 110 Gefangene und 95 Bedienstete.

Eine größere Zahl infizierter Häftlinge hatte es demnach zuletzt in Bielefeld-Brackwede, Remscheid und Hagen gegeben. Im offenen Strafvollzug waren die Anstalten in Bielefeld-Senne und Bochum-Langendreer betroffen. Bedienstete, die wegen einer Infektion, vorerst ausfallen, gebe es in nahezu allen 36 Anstalten, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

5.56 Uhr: Eishockey-Kapitän: "Viele Augen" auf Corona-Regeln bei Olympia gerichtet

Moritz Müller

Moritz Müller

Der Kapitän des deutschen Eishockey-Olympia-Teams, Moritz Müller, hält Bedenken angesichts der strikten Corona-Regeln in China vor den Winterspielen für überzogen. Gleichzeitig äußerte er aber Furcht vor möglichen falschen positiven Corona-Tests. "Man hat natürlich immer die Sorge, dass ein falsches Ergebnis kommt", so der 35-Jährige. "Mein Verständnis ist aber so, dass es nicht alleine in den Händen der chinesischen Organisatoren liegt, sondern dass es auch noch eine Nachtestung des IOC gibt. Ich glaube auch, dass insgesamt viele Augen darauf gerichtet sind", sagte Müller.

5.55 Uhr: Peking verschärft vor Olympischen Spielen Beschränkungen

Mitarbeiter schieben einen mit Ausrüstung beladenen Wagen im Olympischen Winterdorf.

China schränkt den Bewegungsradius der Menschen in weiten Teilen der Hauptstadt Peking trotz sinkender Fallzahlen weiter ein. Nach Angaben der Regierung soll damit das Virus-Risiko wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele gesenkt werden. Der Pekinger Bezirk Fengtai teilt mit, dass die Bewohner ihre Wohnungen nur aus wesentlichen Gründen verlassen dürfen und sich täglich einem Corona-Test unterziehen müssen.

5.22 Uhr: England hebt die meisten Beschränkungen auf

Großbritannien hat in der Nacht die meisten Corona-Restriktionen aufgehoben. So gilt die Maskenpflicht in Innenräumen nicht mehr, auch muss der Gesundheitspass nicht mehr in Clubs und bei bestimmten Großveranstaltungen vorgezeigt werden. Die Empfehlung der Regierung zur Arbeit im Homeoffice gilt ebenfalls nicht mehr. Trotz des nach wie vor hohen Niveaus der Infektionszahlen begrüßen viele Engländer die Entscheidung des unter Druck stehenden Premierministers Boris Johnson.

5.01 Uhr: Gebauer: Änderungen beim Corona-Testverfahren kein "Schnellschuss"

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat die kurzfristigen Änderungen beim Corona-Testverfahren in Grundschulen erneut vor Kritik verteidigt. Von "Chaos" an Schulen in NRW könne keine Rede sein, sagte Gebauer in der "Aktuellen Stunde".

Gebauer wies den Vorwurf zurück, es habe sich bei den kurzfristigen Änderungen um einen "Schnellschuss" gehandelt. Die neue Teststrategie an den Grundschulen sei "wohl durchdacht“. Bereits am zurückliegenden Wochenende habe sich die Gesundheitsministerkonferenz darauf verständigt, dass es mehr Schnelltests an den Schulen geben müsse. Das habe NRW nun umgesetzt. Sie hätte auch gerne über die Änderungen früher informiert, betonte sie. Das Wichtigste sei für sie die Sicherstellung des Präsenzunterrichts.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Neu ist im Kern, dass bei Grundschülern nach einem positiven Pool-Ergebnis der Klasse bei den Lolli-PCR-Tests nur noch mit einzelnen Schnelltests nachgetestet wird. Bisher hatten Schüler zusätzlich noch einzelne PCR-Rückstellproben abgegeben, die bei einem positiven Pool-Ergebnis rasch in einem zweiten Schritt in den Laboren überprüft worden waren, um infizierte Kinder zu identifizieren.

4.22 Uhr: Orientierungsdebatte zur Impfpflicht

Etwa 3 Stunden dauerte die erste Orientierungsdebatte zur allgemeinen Impfpflicht - gegen 19 Uhr wurde der Tagesordnungspunkt im Bundestag beendet. Gesundheitsminister Lauterbach sprach sich gestern im Bundestag für eine allgemeine Impfpflicht aus. Abgeordnete von CDU und CSU kritisierten die Regierung dafür keinen eigenen Gesetzentwurf vorzulegen und die Entscheidung den Abgeordneten zu überlassen.

Stand: 27.01.2022, 12:43