Jetzt live: Kreis Heinsberg wird zum Corona-Versuchslabor

Start der Corona-Forschung in Heinsberg Verfügbar bis 31.03.2020

Jetzt live: Kreis Heinsberg wird zum Corona-Versuchslabor

  • Jetzt live: Kreis Heinsberg wird zum Labor
  • Verfügung gegen Hamsterkäufe in Düsseldorf
  • Corona-Regeln bleiben straff
  • Hochrechnung für Kurzarbeit in NRW erwartet

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Corona-Forschung im Kreis Heinsberg: Ein neues Corona-Forschungsteam stellt jetzt im Kreis Heinsberg sein Projekt vor. Der Bonner Virologe Hendrik Streeck untersucht mit einem Forscherteam die Corona-Infektionsverläufe in der besonders stark betroffenen Region. Die Pressekonferenz mit Landrat Stephan Pusch und dem Virologen Streeck können Sie jetzt live sehen (siehe Live-Stream oben).

Übergeordnetes Ziel der Studie sei es, Empfehlungen und Handlungsanweisungen für politische Maßnahmen wie Kontakteinschränkungen zu geben. "Für uns geht es darum zu sehen, wie hoch die Durchseuchung ist. Der Kreis Heinsberg gibt uns eine einmalige Chance, weil das Virus am 15.2. hier in den Ort Gangelt gekommen ist. Von dort ausgehend können wir durch Berechnungen bestimmen, wie hoch die Dunkelziffer ist. Politiker können am besten agieren, wenn sie Fakten haben", sagte Streeck.

Aus den 12.000 Einwohnern wurde eine repräsentative Stichprobe gezogen. Daraus wurden 1.000 Individuen aufgefortert, an der Studie teilzunehmen, die es so in dieser Form noch nie gegeben hat. Von den Testpersonen werden Proben (Speichel/Blut) genommen. Zentrale Frage dabei: Warum sich einige infiziert haben und einige nicht? Kann man sehen, wie eine Infektion zustande kommt? Untersucht werden auch die Umwelt sowie Krankenhäuser und Kindergärten.

Erste Ergebnisse seien frühestens in der kommenden Woche zu erwarten.

Heinsberg wird Modellregion für Coronaforschung

WDR 5 Westblick - aktuell 27.03.2020 04:20 Min. Verfügbar bis 27.03.2021 WDR 5

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Düsseldorf geht gegen Hamsterkäufe vor

Die NRW-Landeshauptstadt geht mit einer neuen Vorgabe gegen Hamsterkäufe in den Supermärkten und Drogerien vor. In einer am Montag (30.03.2020) erlassenen Allgemeinverfügung werden die Leiter von Einzelhandelsbetrieben aufgefordert, nur noch haushaltsübliche Mengen zu verkaufen.

Düsseldorf: Regelungen gegen Hamsterkäufe

WDR Studios NRW 31.03.2020 00:17 Min. Verfügbar bis 07.04.2021 WDR Online

Unter dem Punkt "Konkretisierung der Abgabemengen im Einzelhandel" heißt es in der Verfügung zur Begründung: "Irrationale Erwägungen von Kundinnen und Kunden haben in Bezug auf bestimmte Produkte und Produktgruppen zu sogenannten Hamsterkäufen geführt." Das habe zur Nicht-Einhaltung der Schutzabstände zwischen den Kunden geführt. Diese Gesundheitsgefährdung müsse daher unterbunden werden.

Epidemie-Gesetz: Kutschaty glaubt nicht an schnellen Beschluss

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty geht nicht davon aus, dass der NRW-Landtag am Mittwoch (01.04.2020) das von der Landesregierung geplante Epidemie-Gesetz beschließt. Es werde dann nicht "zu einer abschließenden Abstimmung über dieses Gesetzpaket kommen. Da bin ich sehr zuversichtlich", sagte Kutschaty am Dienstag (31.03.2020) bei WDR5.

Epidemie-Gesetz: "Das Parlament wird entmachtet"

WDR 5 Morgenecho - Interview 31.03.2020 06:00 Min. Verfügbar bis 31.03.2021 WDR 5

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Die SPD sei in Gesprächen mit den Fraktionen der Grünen, FDP und CDU. "Wir brauchen bei solchen weitgreifenden Maßnahmen und Einschnitten in die Freiheitsrechte der Bevölkerung ein vernünftiges parlamentarisches Verfahren." Unter anderem solle es in der kommenden Woche eine Sachverständigenanhörung geben.

Zum Schutz gegen weitere Corona-Infektionswellen hatte die nordrhein-westfälische Regierung am Montag (30.03.2020) einen außergewöhnlichen Gesetzentwurf vorgelegt. Er sieht unter anderem Zwangsverpflichtungen von Ärzten im Notfall vor. Außerdem sollen die Behörden berechtigt werden, medizinisches Material sicherzustellen.

Corona-Regeln bleiben straff: Im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland ist ein Ende der strikten Kontaktbeschränkungen weiterhin nicht in Sicht. Das erklärten die Innenminister von Bund und Ländern in einer Telefonkonferenz am Montagabend. Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie müssten weiterhin "in aller Konsequenz aufrechterhalten und durchgesetzt werden".

Auch dritter Corona-Abstrich bei Merkel negativ

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist weiter keine Ansteckung mit dem Coronavirus nachzuweisen. Auch der dritte Test ist nach Angaben eines Regierungssprechers negativ. Die Bundeskanzlerin arbeitet demnach weiter in häuslicher Quarantäne. Nachdem sie sich gegen Pneumokokken impfen ließ, die eine Covid-19-Erkrankung erschweren können, wurde bekannt, dass ihr Arzt infiziert war.

Unterstützung für Obdachlose: NRW will in der Corona-Krise Obdachlose mehr unterstützen. Wegen der Epidemie sind viele Tafeln und Beratungsstellen geschlossen. Das Landes-Sozialministerium stellt nun 500.000 Euro bereit, um Obdachlose mit Lebensmitteln, Essensgutscheinen, Hygieneartikeln oder Kleidung zu versorgen.

Kurzarbeit: Hochrechnung für NRW erwartet

Kurzarbeit soll verhindern, dass Mitarbeitern in der Krise sofort die Entlassung droht. Davon haben in NRW schon wenige Tage nach den Einschränkungen im öffentlichen Leben mehr als 10.000 Unternehmen Gebrauch gemacht. Jetzt wird eine Hochrechnung für den März erwartet.

Am Dienstagnachmittag (31.03.2020) will die Regionaldirektion NRW entsprechende Zahlen veröffentlichen. In Berlin wollen am Nachmittag BA-Vorstandschef Detlef Scheele und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor die Presse treten. Scheele hatte schon in der vergangenen Woche gesagt, er gehe in der Corona-Krise von einem neuen Rekord bei der Kurzarbeit aus.

Die Arbeitsmarktdaten für den Monat März spiegeln noch nicht die Krise wieder, da zum Stichtag 12. März noch die Frühjahrsbelebung eine Rolle spielte. Die Schließungen von zahlreichen Restaurants und Läden kamen erst danach. Deshalb wird sich die Corona-Krise erst in der April-Statistik der Bundesagentur für Arbeit voll niederschlagen.

Coronavirus - weitere aktuelle Informationen

Stand: 31.03.2020, 09:53