Corona-Live-Ticker: Jugendherbergen in NRW dürfen öffnen

Corona-Live-Ticker: Jugendherbergen in NRW dürfen öffnen

  • Jugendherbergen in NRW dürfen öffnen
  • Mehr als 100.000 nachgewiesene Corona-Tote in den USA
  • Vorschulkinder in NRW dürfen wieder in die Kitas
  • Alle Entwicklungen hier im Corona-Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Jugendherbergen in NRW dürfen öffnen

Von heute an können die Jugendherbergen unter bestimmten Auflagen wieder besucht werden. Voraussetzung ist zum Beispiel, dass alle Zimmer eigene Bäder haben. In jeden Zimmer dürfen außerdem maximal zwei Haushalte untergebracht werden und es muss möglich sein, dass die Gäste den Mindestabstand halten können. Nach Angaben des Jugendherbergswerks Rheinland sind die Herbergen über Pfingsten durchschnittlich zu rund 40 Prozent ausgelastet. Einige Herbergen werden zurzeit zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt, um insbesondere diejenigen aus Risikogruppen besser vor einer Ansteckung mit den Coronavirus zu schützen.

Mehr als 100.000 nachgewiesene Corona-Tote in den USA

Die Johns-Hopkins-Universität hat bestätigt, dass in den Vereinigten Staaten mehr als 100.000 Menschen an oder mit einer Corona-Erkrankung gestorben sind. Das sind weltweit die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie. Die Dunkelziffer dürfte noch weit höher liegen. Rund 1,7 Millionen Menschen haben sich in den USA mit dem Virus infiziert. Die US-Zeitung "New York Times" hat die amerikanischen Todesopfer der Pandemie vor ein paar Tagen mit einer besonderen Aktion auf der Titelseite gewürdigt.

Kitas öffnen für Vorschulkinder

Bislang durften Kinder nur im Rahmen der Notbetreuung in die Kitas in NRW, ab heute folgen alle Vorschulkinder. Vom 8. Juni an sollen dann alle Kinder in die Kitas zurückkehren, allerdings mit zeitlichen Beschränkungen. Eltern können ihre Kinder dann aber auch unter bestimmen Voraussetzungen selbst betreuen. Im Juni und Juli müssen die Eltern nach einem Beschluss der Landesregierung nur die Hälfte der Kita-Beiträge zahlen - das ist als Entlastung in der Krise gedacht.

Kinder spielen in einer Kindertagesstätte

NRW auf Öffnungskurs - Samstag weitere Lockerungen

Fußball, Ferienangebote und wieder ins Kino oder Theater: Vom Pfingstwochenende an gibt es nach wochenlanger Corona-Zwangspause wieder mehr Freizeitmöglichkeiten für die Menschen in Nordrhein-Westfalen. Ab Samstag (30. Mai) dürfen zahlreiche Einrichtungen - natürlich unter strengen Hygieneregeln - wieder ihr Türen öffnen. Auch mehr Menschen dürfen sich draußen treffen. Die Landesregierung gab am Mittwochabend weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen bekannt.

Die bestehenden Kontaktbeschränkungen werden gelockert, damit sich neben den bisher möglichen Konstellationen (Familie oder zwei Haushalte) eine Gruppe von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum treffen darf. Personengruppen, die sich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen treffen dürfen, wird auch der nicht kontaktlose Sport im Freien wieder gestattet. Kinos, Theater, Opern und Konzerthäuser dürfen wieder öffnen, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern gewährleistet ist und es ein Zutrittskonzept gibt. Ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ist notwendig, wenn mehr als ein Viertel der regulären Zuschauerkapazität oder mehr als 100 Personen zuschauen sollen.

Bund und Länder wollen Corona-Politik weiter miteinander abstimmen

Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt Pressekonferenz im Anschluss an eine Beratung mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer zur Lockerung der Beschränkungen, die in Kraft gesetzt wurden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Bund und Länder wollen ihre Corona-Politik auch weiterhin miteinander abstimmen. Nach einem Gespräch mit den Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer und Berlins wies Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch auf die fortdauernden "gemeinsamen Interessen" hin - "nämlich diese Pandemie einzudämmen und möglichst viel gesellschaftliches Leben, wirtschaftliches Leben, kulturelles und vor allem auch Bildungsleben stattfinden zu lassen".

Merkel trat dem Eindruck entgegen, dass sie die Corona-Pandemie nun ganz den Bundesländern überlassen wolle. Zwar könnten die Länder im Bereich Infektionsschutz ihre "eigenständigen Entscheidungen" treffen; die bisherige Strategie sei aber auch deswegen erfolgreich gewesen, weil sich Bund und Länder "immer wieder auf einen gemeinsamen Schutzrahmen einigen konnten, der fortgeschrieben wird". Sie werde sich die Entwicklung der Corona-Pandemie "weiter so leidenschaftlich anschauen, wie die Bundesländer das tun", kündigte Merkel an.

Corona-Beschränkungen: Frustrieren die Länderchefs die Kanzlerin? Aktuelle Stunde 27.05.2020 UT Verfügbar bis 03.06.2020 WDR Von Susanna Zdrzalek

Merkel: Mindestabstand wegen Corona ist Verpflichtung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach Beratungen mit den Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer unterstrichen, dass der Mindestabstand zu anderen Personen in der Corona-Pandemie eine Pflicht bleiben soll. Wenn es nur ein Gebot sei und sich einzelne nicht daran halten, sei das immer auch eine Gefährdung anderer, sagte Merkel nach dem Gespräch am Mittwoch in Berlin. "Ich finde, dass der Mindestabstand eine Verpflichtung ist", betonte sie. Empfohlen wird ein Abstand von mindestens 1,50 Metern.

Merkel hält Mindestabstand für Verpflichtung

WDR Studios NRW 27.05.2020 00:48 Min. Verfügbar bis 03.06.2020 WDR Online

Stand: 28.05.2020, 08:35