Corona-Live-Ticker: Partyexzesse auf Mallorca - ohne Masken und Abstand

Corona-Live-Ticker: Partyexzesse auf Mallorca - ohne Masken und Abstand

  • Partyexzesse auf Ferieninsel Mallorca
  • Altmaier: Neuinfektionen entscheidend für Maskenpflicht
  • Flüchtlingsheim in Köln unter Quarantäne
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Deutsche Urlauber feiern auf Mallorca - ohne Masken und Abstand

Auf Mallorca sorgen Partyexzesse der vergangenen Nacht für Diskussionen. Hunderte deutsche Urlauber sollen ohne Mundschutz und Sicherheitsabstand in den Partyhochburgen der Insel gefeiert haben. "Diese Bilder machen uns ernsthafte Sorgen", heißt es vom Verband der Tourismusunternehmer auf Mallorca "Acotur". Die Fortschritte der vergangenen Jahre im Kampf gegen den ausufernden "Sauf-Tourismus" drohten zunichte gemacht zu werden.

Auf Fotos und Videos im Netz sind die Partyexzesse zu sehen: Hunderte angetrunkene Touristen stehen dicht gedrängt ohne Mundschutz vor den Restaurants und Kneipen an der Playa de Palma, der gerade bei deutschen Urlaubern beliebten Partyzone. Ab Montag gilt auf Mallorca eine verschärfte Maskenpflicht. Jeder muss einen Mund- und Nasenschutz im Freien tragen, auch wenn er oder sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einhält. Ausnahmen gelten für Strände und für Pools.

Altmaier nennt Grenzwert für Lockerung der Maskenpflicht

Wie lange wird es noch eine Maskenpflicht geben? Darauf hat nun Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine überraschend konkrete Antwort gegeben. Nach seiner Einschätzung könne man die Pflicht im Einzelhandel abschaffen, wenn die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen unter 100 sinken sollte.

"Solange wir im Durchschnitt täglich mehrere hundert neue Infizierte haben, wird sie überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten wird", sagt Altmaier der FAZ. "Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, müssen Mediziner und Politik neu nachdenken."

Flüchtlingsheim in Köln unter Quarantäne

In Köln ist ein Flüchtlingsheim mit 166 Menschen unter Quarantäne gestellt worden. In der Einrichtung seien bislang neun Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte eine Sprecherin der Stadt am Freitagabend (10.07.2020) dem WDR. Noch sind nicht alle Tests ausgewertet.

Leitfaden für Karneval trotz Corona in Planung

Auch der karnevalistische Frohsinn muss in diesem Jahr an die Corona-Epidemie angepasst werden. Dabei soll den Kommunen in NRW ein Leitfaden mit Empfehlungen helfen. Das ist jetzt bei einem Spitzentreffen der Festkomitees der Karnevalshochburgen Aachen, Bonn, Düsseldorf und Köln mit dem Chef der Staatskanzlei vereinbart worden.

Da derzeit nicht absehbar sei, wie sich die Corona-Epidemie entwickele, solle eine gemeinsame Basis erarbeitet werden für die Genehmigung der Veranstaltungen vor Ort, teilte die Landesregierung mit. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich jüngst gegen Straßenveranstaltungen zur Sessionseröffnung ausgesprochen.

Leichtathleten-Treffen "Back on Track" in Dortmund

Für mehr als 800 Leichtathleten in Dortmund gibt es heute den ersten Wettkampf nach der Zwangspause durch die Corona-Krise. Im Stadion Rote Erde wird die Veranstaltung "Back on Track" ("zurück auf der Bahn") ausgetragen.

Dafür gibt ein umfangreiches Hygienekonzept: Die Startblöcke, Kugeln und Diskus-Scheiben müssen nach jedem Versuch desinfiziert werden.

WHO erkennt Ansteckungsrisiko durch Aerosole an

Abstand halten, Masken tragen und auf Hygiene achten - mit diesen Regeln meint man die Übertragung des Coronavirus weitgehend verhindern zu können. Nach einem Aufschrei zahlreicher Wissenschaftler Anfang der Woche, dass die Bedeutung von Aerosol zu sehr vernachlässigt werde, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun eingelenkt.

Sie erkennt nun offiziell an, dass das Virus womöglich auch im Alltag über dieses Gemisch kleinster Tröpfchen und Teilchen in der Luft übertragen werden kann, also über viele Meter und einen langen Zeitraum. Problematisch sei das vor allem in "überfüllten und unzureichend belüfteten Räumen", schreibt die WHO in einer Aktualisierung ihrer Leitlinien vom Donnerstag (09.07.2020).

Bisher hatte die WHO das Übertragungsrisiko durch Aerosol lediglich für medizinische Einrichtungen anerkannt. Nun weist sie auf die Möglichkeit hin, dass Aerosole das Coronavirus zum Beispiel auch "während Chorproben, in Restaurants oder in Fitnesskursen" übertragen könnten. Die Studienlage sei aber noch dünn.

Immer die neusten Corona-Zahlen zum eigenen Wohnort

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Stand: 11.07.2020, 18:35