Corona-Live-Ticker: Komplettes Ruhrgebiet ist Risikogebiet

Ein Schild, mit dem auf die Maskenpflicht hingewiesen wird, hängt in der Dortmunder Innenstadt.

Corona-Live-Ticker: Komplettes Ruhrgebiet ist Risikogebiet

  • Komplettes Ruhrgebiet ist jetzt Risikogebiet
  • Mehr als 150 Soldaten in NRW im Corona-Einsatz
  • Zahl der Neuinfektionen steigt auf 6.868
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

10.21 Uhr: Impfstoff in China offenbar erfolgreich getestet

Das chinesische Pharmaunternehmen Sinopharm hat seinen potenziellen Corona-Impfstoff bislang an rund 60.000 Menschen in einer entscheidenden Studie der Phase III getestet. Dabei seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt worden, sagte ein Konzernchef. Im kommenden Jahr könnte das Unternehmen in der Lage sein, mehr als eine Milliarde Dosen des Impfstoffs herzustellen.

9.59 Uhr: Spahn verteidigt seine Sonderbefugnisse

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Pläne zur Verlängerung seiner eigenen infektionsschutzrechtlichen Sonderbefugnisse in Pandemiefällen verteidigt. Sie seien "nicht Willkür oder Zufall", sondern hätten "gesetzliche Grundlagen" und würden vom Bundestag regelmäßig diskutiert, sagte er im ZDF-"Morgenmagazin".

Das Bundesgesundheitsministerium strebt im Eilverfahren eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes an. Dadurch sollen spezielle Befugnisse des Ministers zur Seuchenbekämpfung über den 31. März 2021 hinaus verlängert sowie erweitert werden.

Politiker und Experten diskutieren derzeit deutschlandweit, ob die politischen Strukturen an die anhaltende Krisensituation angepasst werden müssten. Die Kritik: Durch den Verweis auf das Infektionsschutzrecht würden zu viele Entscheidungen von den Regierenden getroffen – die Parlamente in Bund und Ländern kämen im politischen Prozess zu kurz.

9.31 Uhr: Offene Kommumen-Daten als Helfer in der Epidemie

Offene, frei zugänglichen Daten aus Verwaltungen können nach Einschätzung von kommunalen Experten in der Corona-Epidemie helfen. Das sagt gut die Hälfte von 212 befragten Kommunen in Deutschland, wie die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh und das in Köln ansässige Deutsche Institut für Urbanistik heute mitteilten.

Zu offenen Daten rund um Corona gehören demnach Ansteckungszahlen, Angaben zur Auslastung von Kliniken oder auch etwa zur Koordination von Hilfsmaßnahmen unter Kommunen. "Viele Kommunen, die bereits offene Daten bereitstellen, sind in NRW zu finden", sagte ein Sprecher des gemeinsamen Projekts. Als Vorreiter gelten demnach zum Beispiel Köln, Düsseldorf, Bonn und Moers am Niederrhein.

9.10 Uhr: Mehr als 150 Soldaten in NRW im Corona-Einsatz

In zwölf NRW-Städten und Kreisenhelfen inzwischen mehr als 150 Bundeswehrsoldaten bei der Bewältigung der Corona-Krise – Tendenz steigend. Sie unterstützen fast ausnahmslos die Gesundheitsbehörden bei der Kontaktnachverfolgung von Neuinfizierten, wie ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr sagte.

Es würden angesichts der steigenden Infektionszahlen ständig weitere Hilfsgesuche aus Kommunen und Kreisen bearbeitet und erwartet, hieß es weiter. Allein 40 Soldaten sind in Dortmund im Telefoneinsatz. Weitere laufende Einsätze dieser Art gibt es in Köln, im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis, in Bielefeld, Gelsenkirchen, Duisburg, Hagen, Remscheid und Wuppertal. Neu hinzugekommen sind Einsätze in Unna und Herne.

Darüber hinaus unterstütze die Bundeswehr in weiteren Städten mit Lagerkapazitäten. In NRW ist die Bundeswehr seit Beginn der Corona-Krise rund 120 Amtshilfegesuche zur Bekämpfung der Epidemie nachgekommen.

8.27 Uhr: Komplettes Ruhrgebiet ist jetzt Risikogebiet

Mit Bottrop und Oberhausen sind auch die letzten Kreise bzw. kreisfreien Städte im Ruhrgebiet zu Risikogebieten geworden. Dort wurde der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten. Damit kommen nun auf das gesamte Revier erweiterte Corona-Maßnahmen zu – oder sind bereits in Kraft.

Auf der WDR-Karte zu den Neuinfektionen zieht sich jetzt ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Einige Städte und Kreise liegen sogar bereits über dem Inzidenzwert 100: die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 nur knapp darunter.

6.49 Uhr: Argentinien durchbricht Millionenmarke bei Virus-Fällen

Argentinien durchbricht als fünftes Land die Marke von einer Millionen Coronavirus-Fälle. Das Gesundheitsministerium meldet 1.002.662 nachgewiesene Infektionen, darunter 12.982 positive Testergebnisse in den vergangenen 24 Stunden. Auch die USA, Indien, Brasilien und Russland verzeichnen mehr als eine Millionen Fälle.

6.35 Uhr: Robert-Koch-Institut meldet 6.868 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat in der Nacht auf heute 6.868 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem Virus angesteckt haben, auf 373.167. Die Zahl der Todesfälle nach einer registrierten Coronavirus-Infektion steigt um 47 auf 9.836.

6.30 Uhr: Ab heute starke Beschränkungen im Berchtesgadener Land

Ab heute um 14 Uhr gelten im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch "bei Vorliegen triftiger Gründe" erlaubt, wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend ankündigte. Es sind bundesweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit mehreren Monaten.

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Stand: 20.10.2020, 10:36