In der Fußgängerzone der Kölner Innenstadt gehen viele Menschen an einer auf dem Boden liegenden Mund-Nasen-Bedeckung vorbei.

Corona: Diese Regeln gelten ab Februar in NRW

Stand: 28.01.2023, 17:46 Uhr

Rund drei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie kehrt NRW im Februar weitgehend zur Normalität zurück. Damit fallen im Alltag viele Regeln, andere bleiben. Ein Überblick.

"Das Infektionsgeschehen hat sich glücklicherweise abgeschwächt." Diese gute Nachricht verkündete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Mitte der Woche. Wegen Impfungen und relativ vielen Corona-Infektionen in diesem Herbst und Winter sei "der Immunisierungsgrad in der Bevölkerung (...) sehr hoch". Deshalb passe die Landesregierung die Corona-Regeln an.

Wo gibt es keine Maskenpflicht mehr?

Ab dem 1. Februar muss im NRW-Nahverkehr (öffentliche Busse und Bahnen) keine Maske mehr getragen werden. Einen Tag später, ab dem 2. Februar, fällt auch im Fernverkehr (ICE, IC, Flixbus etc.) die Maskenpflicht.

Wo gilt in NRW noch die Maskenpflicht?

Das Bild zeigt eine FFP2-Maske.

Die Maskenpflicht gilt derzeit nur noch an wenigen Orten in NRW. In Geschäften, Schulen und anderswo ist sie längst abgeschafft. Verpflichtend ist das Maskentragen unter anderem hier:

  • In Arztpraxen, Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen muss zum Schutz von vulnerablen Personen weiterhin mindestens eine medizinische Maske getragen werden.
  • Allen positiv getesteten Personen wird dringend empfohlen, in Innenräumen außerhalb der eigenen Wohnung mindestens eine medizinische Maske zu tragen.

Darüber hinaus kann es in Geschäften, Kultureinrichtungen und anderswo vorkommen, dass Betreiberinnen und Betreiber von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und das Tragen einer Maske verlangen.

Gibt es noch eine Corona-Isolationspflicht?

Nein. Die NRW-Landesregierung hat die Isolierungspflichten für Corona-Infizierte auslaufen lassen. Es gibt keine Pflicht mehr, sich im Falle einer Corona-Infektion fünf Tage in häusliche Isolierung zu begeben.

"Es komme nun noch stärker auf die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen an", so NRW-Gesundheitsminister Laumann. "Wer krank ist, bleibt zu Hause. Das ist jetzt besonders wichtig." Er bitte darum alle Arbeitgeber, dies auch so innerhalb der Belegschaft zu kommunizieren.

Wo gilt in NRW noch die Testpflicht?

Sie fällt weg. Die Testregelungen für Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung wurden nicht verlängert. Gleiches gilt für Gemeinschaftsunterkünfte und Justizvollzugsanstalten. Allerdings:

  • Wer einen positiven Test hat, darf Einrichtungen für vulnerable Personen (zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeheime, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen) für fünf volle Tage nach dem positiven Test nicht betreten. Der Tag der Testung wird dabei nicht mitgerechnet.
  • Für Beschäftigte in diesen Einrichtungen gibt es weiterhin ein Tätigkeitsverbot bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses.
  • Allen positiv getesteten Personen wird dringend empfohlen, in Innenräumen außerhalb der eigenen Wohnung mindestens eine medizinische Maske zu tragen.
  • Die bisher schon geltenden Ausnahmeregelungen zu den Testpflichten des Bundes, zum Beispiel in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und vergleichbaren Einrichtungen, bleiben bestehen. Hier reicht ein Selbsttest für Besucher grundsätzlich aus, soweit nicht die Einrichtung eine Testmöglichkeit vor Ort anbietet. 

Ist weiterhin eine telefonische Krankschreibung möglich?

Ja, wer an leichten Atemwegserkrankungen leidet, kann telefonisch bis zu sieben Tage krankgeschrieben werden. Diese Corona-Sonderregelung ist bis zum 31. März 2023 verlängert worden.

Weitere Informationen zu Corona gibt es hier: