Ticker von Samstag (19.06.2021) zum Nachlesen

Ticker von Samstag (19.06.2021) zum Nachlesen

  • Inzidenz sinkt: Herford bei 2,0, Hagen bei 29,7
  • Spahn: Corona-Maßnahmen in Schulen noch länger
  • Mehr als 30 Prozent vollständig geimpft
  • Warnung vor Delta-Variante
  • Strengere Maskenpflicht in Köln
  • Ab Mittwoch wieder Erstimpfungen in NRW-Impfzentren

Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Inzidenz sinkt - Herford bei 2,0, Hagen bei 29,7

Der Inzidenzwert in NRW sinkt weiter und liegt jetzt bei 10,0. Die Zahlen variieren stark je nach Ort. So liegt die Inzidenz in Herford aktuell bei 2,0 und in Hagen bei 29,7.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erstmals seit gut neun Monaten wieder im einstelligen Bereich. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt den aktuellen Wert mit 9,3 an. Zuletzt gab es am 13. September eine einstellige Inzidenz.

20.22 Uhr: Tausende Brasilianer protestieren gegen Corona-Politik der Regierung

In ganz Brasilien sind Tausende Menschen gegen die Corona-Politik des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Straßen gegangen. In der Hauptstadt Brasília sowie 14 Provinzhauptstädten forderten sie am Samstag mehr Impfungen und wirtschaftliche Unterstützung in der Corona-Krise, wie die Nachrichtenplattform "G1" berichtete. Die Demonstranten verlangten zudem den Rücktritt Bolsonaros, mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger und die Umweltzerstörung sowie die Achtung der Rechte indigener Völker.

Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: Über 17,8 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast eine halbe Million Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben.

18.10 Uhr: Nach Massenpartys in Münster und Köln: Kontrollen zeigen Wirkung

Nach Randaleakten und Attacken gegen Ordnungskräfte bei ausufernden Partys am vergangenen Wochenende in Münster hat die Polizei das seit Freitag geltende Verweilverbot am Aasee-Ufer konsequent durchgesetzt. Zu Beginn des Verweilverbotes um 21.00 Uhr hätten sich etwa 70 Personen auf der Feierwiese aufgehalten, die dann aber friedlich abgezogen seien, sagte ein Polizeisprecher am Samstagnachmittag. Bei Kontrolleinsätzen bis etwa 3.00 Uhr morgens habe sich die Lage unkompliziert gestaltet, hieß es weiter. Das Verweilverbot gilt in nächster Zeit an Wochenenden von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr am nächsten Morgen.

In Köln verhinderten Polizei und Ordnungskräfte ebenfalls mit verstärkten Einsätzen, dass sich Menschen an beliebten Treffpunkten versammelten. Auch dort hatte es am vorigen Wochenende illegale Partys mit Hunderten von Feiernden gegeben, von denen viele die noch geltenden Corona-Schutzmaßnahmen missachteten.

16.58 Uhr: Weniger als 1.000 Corona-Patienten auf Intensivstation

Erstmals seit acht Monaten ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation unter 1.000 gefallen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete heute 960 Erwachsene in Behandlung. Ähnlich niedrig war die Zahl zuletzt in der zweiten Oktoberhälfte. Am Höhepunkt der dritten Welle Ende April waren es laut DIVI mehr als 5.000 Patienten. Die Zahl aller Corona-Intensivpatienten, also einschließlich Kinder, gab die DIVI in ihrem Tagesbericht am Samstag mit 964 an.

15.30 Uhr: Für verkaufsoffene Sonntage und Lockerung der Öffnungszeiten

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich angesichts der Probleme vieler Einzelhändler für eine Lockerung der Ladenöffnungszeiten ausgesprochen. "Eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ist dringend geboten, damit der stationäre Einzelhandel sich im Wettbewerb gegen den Onlinehandel behaupten und Arbeitsplätze sichern kann", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher dem "Handelsblatt". Die Verschiebung hin zum Onlinehandel in der Pandemie werde sich trotzdem nicht komplett umkehren. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Corona-Krise für mehr verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen.

15.16 Uhr: Söder warnt vor Delta-Variante - in vier Wochen dominierend

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Die zuerst in Indien bekannt gewordene Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder heute auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching. Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante. "Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag", verteidigte Söder seine vorsichtige Corona-Linie. Wichtig sei es jetzt, das Impftempo - vor allem bei den Zweitimpfungen - zu erhöhen. "Es kommt jetzt auf jeden Tag an."

14.40 Uhr: Bewohner von Lissabon nehmen Abriegelung gelassen hin

Die Menschen in Lissabon nehmen die zweieinhalbtägige Corona-Abriegelung der portugiesischen Hauptstadt diszipliniert und gelassen hin. Nur sehr wenige versuchten, ohne triftigen Grund den Großraum der Stadt zu verlassen, wie die Zeitung "Público" heute unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die Absperrung war wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Lissabon angeordnet worden. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen. Touristen, die in Lissabon landen, um in einem anderen Landesteil Urlaub zu machen, oder auch Besucher, die nach Hause zurückfliegen, sind nicht betroffen.

13.18 Uhr: Spahn: Corona-Maßnahmen in Schulen noch länger

Eine Schülerin sitzt mit Mund-Nase-Schutz in einem Klassenzimmer.

Maskenpflicht in der Schule

Corona-Maßnahmen in Schulen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er heute bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

12.03 Uhr: Mehr als 30 Prozent vollständig geimpft

Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von heute hervor. Etwas mehr als 42 Millionen Menschen (50,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 25,3 Millionen sind vollständig geimpft.

11.30 Uhr: Erneut Rekordwert an Corona-Neuinfektionen in Moskau

Russlands Hauptstadt hat erneut einen Rekordwert an Corona-Neuinfektionen verzeichnet und angesichts der dramatischen Situation die Corona-Einschränkungen wieder verschärft. Großveranstaltungen etwa wurden auf 1.000 Menschen beschränkt und die Fanmeile zur Fußball-Europameisterschaft geschlossen. Zudem wurde eine Reihe an Unternehmen verpflichtet, eine Impfquote von 60 Prozent unter ihren Angestellten durchzusetzen.

10.32 Uhr: Lauterbach: Herdenimmunität bis Mitte September

Karl Lauterbach.

Karl Lauterbach

Für Deutschland rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach "bis Mitte September" mit einer Herdenimmunität. "80 Prozent der Erwachsenen sind dann doppelt geimpft", sagte er heute bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing.


"Meine große Sorge ist aber, dass unsere Kinder nicht geschützt si
nd." Die Delta-Variante werde sich auch in Deutschland durchsetzen, diese sei deutlich gefährlicher als alle bisherigen Corona-Varianten. "Ein Prozent der infizierten Kinder wird im Krankenhaus behandelt werden müssen."

Insgesamt sei Deutschland mit einer Übersterblichkeit von rund vier Prozent deutlich besser durch die Krise gekommen als europäische Nachbarländer.

8.04 Uhr: Warung vor Delta-Variante

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor einer Ausbreitung der aggressiven Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Sie äußerte sich gestern am Rande eines Treffens mit dem französischen Präsidenten Macron in Berlin. Beide zeigten sich besorgt im Hinblick auf das geplante EM-Finale in London, weil die Delta-Variante dort bereits vorherrscht. Auch Kanzleramtschef Helge Braun hatte den deutschen Fußball-Fans bereits von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen abgeraten.

Charité-Virologe Christian Drosten sagte gestern auf einem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin: "Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante. Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen." Er fügte hinzu: "Was auch helfen könnte, sind die Schulferien. In England ging es in den Schulen los. Das ist ein deutlicher Unterschied." RKI-Präsident Wieler hatte gestern erklärt, dass die Delta-Variante zurzeit einen Anteil von sechs Prozent habe und zunehme. Für vollständig Geimpfte bestehe keine Gefahr.

7.10 Uhr: Strengere Maskenpflicht in Köln

Viele Menschen mit Maske in einer Einkaufstraße

Die Stadt Köln behält eine strengere Maskenpflicht im öffentlichen Raum bei, anders als das Land NRW. Das hat der Krisenstab der Stadt beschlossen. Der Krisenstab zeigt sich besorgt über die Ausbreitung der Delta Variante. Knapp 20 Fälle gibt es aktuell in Köln. Die Erfahrungen aus England und jetzt aktuell aus Lissabon seien allerdings besorgniserregend, sagte eine Sprecherin des Krisenstabes. Daher müsse auch in der kommenden Woche auf vielen belebten Plätzen und Straßen der Innenstadt Maske getragen werden. Es reichten allerdings OP-Masken. Dazu gibt es zahlreiche Innenstadtbereiche, in denen Alkoholkonsum verboten bleibt.

6.00 Uhr: Ab Mittwoch wieder Erstimpfungen in NRW-Impfzentren

Wer in NRW noch nicht geimpft ist, hat bald wieder bessere Chancen auf einen Termin. Ab dem kommenden Mittwoch soll es in den Impfzentren in NRW wieder Erstimpfungen geben. Seit Anfang Juni hatte es dafür keine Termine mehr gegeben, weil zu wenig Impfstoff da war und die fälligen Zweitimpfungen vorgenommen werden mussten. Dieser Engpass soll nächste Woche vorbei sein. Für die kommende Woche würden rund 80.000 Dosen Biontech für Erstimpfungen in den Impfzentren zur Verfügung stehen, teilte das Landesgesundheitsministerium mit. In der Folgewoche seien es noch einmal 150.000 Dosen.

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Stand: 19.06.2021, 20:40