Weitere Corona-Lockerungen in NRW ab Montag

Eine FFP2 Maske liegt neben einer Kaffeetasse auf einem Tisch in einem Café

Weitere Corona-Lockerungen in NRW ab Montag

Mit den sinkenden Corona-Inzidenzen hat die Landesregierung erneut die Regeln angepasst. Unter anderem entfällt ab Montag teilweise die Maskenpflicht im Freien.

In NRW gilt ab Montag fast überall eine gelockerte Maskenpflicht im Freien. Außerdem treten dann weitere Lockerungen für Sport, Zoos und botanische Gärten in Kraft. Die Landesregierung hat die Coronaschutzverordnung an verschiedenen Stellen angepasst.

Ein Überblick über die wichtigsten alten und neuen Corona-Regeln für NRW - nach jeweiliger Inzidenz in den Kreisen und Städten - gibt es hier:

Gelockerte Maskenpflicht im Freien - fast überall in NRW

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz bis höchstens 35 entfällt am Montag die Maskenpflicht für Versammlungen im Freien. Bislang galt: Waren es mehr als 25 Teilnehmer, mussten alle Maske tragen.

Bei Veranstaltungen im Freien entfällt die Maskenpflicht, wenn es höchstens 1.000 Teilnehmer gibt - bei mehr als 1.000 muss man am festen Sitz- oder Stehplatz keine Maske mehr tragen.

Auch bei Gottesdiensten und anderen Religionsversammlungen im Freien entfällt am Montag die Maskenflicht. Masken muss man dann auch nicht mehr im Umkreis von zehn Metern eines Ladeneingangs sowie draußen auf dem Grundstück von Geschäften tragen, zum Beispiel auf Parkplätzen.

Ausnahme Köln: Die Stadt Köln behält eine strengere Maskenpflicht im öffentlichen Raum bei, anders als das Land NRW. Das hat der Krisenstab der Stadt beschlossen. Der Krisenstab zeigt sich besorgt über die Ausbreitung der Delta Variante. Knapp 20 Fälle gibt es aktuell in Köln. Daher müsse auch in der kommenden Woche auf vielen belebten Plätzen und Straßen der Innenstadt Maske getragen werden. Es reichten allerdings OP-Masken.

Wo die Maskenpflicht im Freien weiter gilt

Bestehen bleibt die Maskenpflicht im Freien allerdings auch bei einer Inzidenz bis 35 dann:

  • in Warteschlangen und in anderen Anstellbereichen
  • unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern
  • bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern - außer am festen Steh- oder Sitzplatz
  • an Orten, für die Kommunen eine zusätzliche Maskenpflicht erlassen, zum Beispiel Einkaufszonen - Informationen dazu gibt es auf den Internetseiten der lokalen Behörden

Übrigens: In Außenbereichen reicht es in der Regel, eine Alltagsmaske zu tragen. Das sind im Sinne der Coronaschutzverordnung textile Mund-Nasen-Bedeckungen, einschließlich Schals, Tüchern oder Ähnlichem - oder gleich wirksame Abdeckungen von Mund und Nase aus anderen Stoffen. Höherwertige Masken wie FFP2- und OP-Masken gehen natürlich auch.

Weitere Lockerungen für Zoos und Sport

Zu den vielen weiteren kleineren Lockerungen der neuen Coronaschutzverordnung gehört das Detail, dass man bei Zoos, Tierparks, botanischen Gärten usw. keine Kontaktdaten mehr hinterlassen muss, sofern die Inzidenz nicht nur lokal stabil bei höchstens 35 liegt, sondern auch landesweit. Dann ist von Doppelinzidenzstufe 1 die Rede.

Für kontaktfreien Sport drinnen - auch in Fitnessstudios - gilt am Montag bei der Doppelinzidenzstufe 1: Man kann wahlweise auf Negativtestnachweise oder den Mindestabstand verzichten.

Ohne Test: Nur mit OP-Maske gemeinsam singen

Für Chöre und Menschen, die gerne gemeinsam singen, gilt ab Montag in Kreisen und Städten mit einer Inzidenz bis 35: In Innenbereichen müssen die Sängerinnen und Sänger nicht mehr getestet, geimpft oder genesen sein, wenn sie eine medizinische Maske, sprich OP-Maske, tragen. Allerdings muss man den Mindestabstand einhalten, sofern man nicht geimpft oder genesen ist.

Eine weitere der vielen, kleinen Lockerungen betrifft Tagungen und Kongresse. Die sind in Kreisen und Städten mit einer stabilen Inzidenz von höchstens 35 draußen auch mit mehr als 1.000 Teilnehmern erlaubt - ein Test ist nicht nötig. Das Gelände darf aber nur bis zu einem Drittel der Kapazität belegt sein.

Mit den Corona-Lockerungen kehrt das Lebensgefühl zurück nach NRW

Die Inzidenzen fallen und fallen. Die Lockerungen werden mehr und mehr. In Nordrhein-Westfalen erwacht das Leben aus der Corona-Starre. Wo man sich seine Glücksgefühle abholt, ist jedem selbst überlassen. Möglichkeiten gibt es genug: Sport, Kultur sowie Restaurants locken, und wer den passenden Menschen an seiner Seite hat, kann auch im Standesamt wieder in größerer Runde feiern.

Philipp aus Rees

"Es ist schön, wenn man an der Rheinpromenade entlang läuft und man wieder Bars sieht, die voll sind und Leute Spaß haben und gute Musik läuft", sagt Philipp aus Rees und hält zufrieden sein Kaltgetränk in die Kamera.

"Es ist schön, wenn man an der Rheinpromenade entlang läuft und man wieder Bars sieht, die voll sind und Leute Spaß haben und gute Musik läuft", sagt Philipp aus Rees und hält zufrieden sein Kaltgetränk in die Kamera.

Vanessa und Julia aus Düsseldorf genießen die gelockerten Corona-Regeln am Rhein: "Endlich mal wieder raus gehen unter Leute und Menschen treffen", das sei herrlich sagt Julia. Freundin Vanessa freut sich auf den Sommer: "Super schön, dass man die schöne Sicht auf den Rhein genießen kann, mit einem Kaltgetränk. Der Sommer kann starten!"

Das normale Leben wagt sich schrittweise auf die Marktplätze in Nordrhein-Westfalen zurück. Und die Menschen genießen dieses Lebensgefühl in bester Sommerlaune. So auch hier in einem Außengastrobereich auf dem Marktkplatz in Warendorf.

Pünktlich zum EM-Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei in Rom bescheren sinkende Inzidenzen NRW alte, lange vermisste Freiheiten: Mit Freunden zusammen ein Fußballspiel in der Pizzeria gucken. Der aus Izmir stammende Musikstudent Ilgin Kazancioglu (l.) und der aus Apulien stammende Gastronom Cristiano Cofano können das heute in in Essen-Werden machen.

Lange war an Sport in Fitness-Studios nicht zu denken, aber mittlerweile darf nicht mehr nur draußen, sondern auch in geschlossenen Räumen wieder für die Topfigur geschwitzt werden. Sarah Meier aus Warendorf gefällt das.

Bei standesamtlichen Hochzeiten ging es in den vergangenen Monaten corona-bedingt - was die Zahl der Vor-Ort-Gratulanten betrifft - bescheidener zu als eigentlich üblich. Auch hier geht wieder mehr: Marina und Fabian Menke (Mitte) aus Sassenberg haben heute standesamtlich geheiratet. Nicht zuletzt dank ihrer Verwandten und Freunde wurde der Tag so besonders, wie er sein sollte.

An der Playa in Köln können die Besucher seit Anfang Juni wieder chillen und sich auf Musik und Events freuen. Am Samstag gibt Cat Ballou dort ein Konzert, und am Dienstag kann man die deutsche Nationalelf dort gegen Frankreich beim Public Viewing anfeuern.

Wer sich für Galopprennsport interessiert, kommt auf der Rennbahn in Weidenpesch am Sonntag wieder auf seine Kosten. Die Gastro lud heute schon zum Verweilen ein. Wer die Rennen am Wochenende sehen will, benötigt weder Testnachweis noch Genesenen- oder Impfnachweis. Am Renntag muss allerdings im Eingangsbereich sowie auf den Toiletten und im Bereich der Tribünen eine medizinische Maske getragen werden.

Auf der Freilichtbühne Billerbeck wird jetzt wieder in dem Wissen geprobt, mit dem Eingeübten Zuschauer unterhalten zu dürfen. Am Samstag tun sie das mit dem Familienstück "Räuber Hotzenplotz". Das Ensemble wurde zwar von 25 auf acht Schauspieler reduziert, aber ansonsten kann das Stück wie geplant stattfinden - und das vor immerhin 200 Zuschauern.

Stand: 19.06.2021, 13:11