Teaserbild- Ihre Fragen zur Corona-Impfung

Ihre Fragen: Wie steht es um die Booster-Empfehlung für Jugendliche?

Stand: 13.01.2022, 15:42 Uhr

Wir beantworten Ihre Fragen zur Corona-Impfung. Hier: Wie steht es um die Booster-Empfehlung für Jugendliche?

Seit Mitte Januar empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) auch für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren eine Auffrischungsimpfung nach ihrer Grundimmunisierung gegen das Coronavirus. Den sogenannten "Booster" sollen sie - wie Erwachsene - frühestens drei Monate nach ihrer letzten Impfung bekommen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte bereits zuvor ermöglicht, dass sich Jugendliche von Impfstellen und mobilen Impfteams boostern lassen. Ebenso war dies in Arztpraxen möglich.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zudem klargestellt, dass Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren auch ohne Stiko-Empfehlung einen Anspruch auf eine Booster-Impfung haben. Abgesichert wird dieser Anspruch dadurch, dass der Bund auch bei Kindern und Jugendlichen im Falle von Impfschäden einen Versorgungsanspruch garantiert - sofern ein für diese Personengruppe zugelassener mRNA-Impfstoff verwendet wurde. Für Jugendliche komme dabei vor allem der Biontech-Impfstoff in Frage. Moderna solle weiterhin erst ab 30 Jahren verabreicht werden.

Ein Grund für die anfängliche Zurückhaltung der Stikowar, dass das Immunsystem von Jugendlichen oft noch etwas aktiver ist und Studien gezeigt haben, dass sie nach einer Impfung oder Infektion häufig höhere Antikörperkonzentrationen aufweisen als Erwachsene. Außerdem werden sie selten schwer krank.

Über dieses Thema berichtete am 28.12.2021 auch das "Morgenecho" bei WDR 5.

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Kommentare zum Thema

4 Kommentare

  • 4 TraurigaberWahr 31.12.2021, 17:03 Uhr

    Über die Begründungen der STIKO und derjenigen, die sich auf sie berufen könnte man immer wieder schmunzeln, wenn es nicht so traurig wäre. Es ist zwar richtig, dass wir in Deutschland spät mit Impfungen für unter 18-Jährige begonnen haben. Es gibt aber auch eine Welt außerhalb Deutschlands und da werden bereits seit längerem auch U18 geimpft und geboostert. Das ehrenamtliche STIKO Team schafft es aber offensichtlich nicht, die vorhandenen Studien zu lesen und auf Plausibilität prüfen. Die Experten in anderen Ländern sind natürlich alle nur zweitklassig und verantwortungslos, während Deutschland, wie Jens Spahn immer wieder behauptete, gut vorbereitet und aufgestellt ist. Irgendwie ist das mittlerweile symptomatisch für fast alles in Deutschland. Nochmal zur Stiko. Diese hat eigentlich fast jede ihrer Empfehlungen mit mehreren Wochen bis Monaten Verspätung gegenüber vergleichbaren Gremien in anderen Ländern abgegeben. Die Empfehlungen waren am Ende dann aber gleich.

  • 3 Anonym 29.12.2021, 17:53 Uhr

    Baden-Württemberg erlaubt das "Boostern" von Kindern/Jugendlichen ab 12 Jahren bereits seit dem 23.12.21: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/baden-wuerttemberg-laesst-booster-impfungen-fuer-jugendliche-zu-1/

  • 2 Kick Covid 28.12.2021, 22:42 Uhr

    Der Bundesgesundheitsminister hat am 27.12.21 darauf hingewiesen, dass Auffrischungsimpfungen ("Booster") bei Kindern ab 12 J. möglich sind: https://www.kbv.de/media/sp/2021-12-28_COVID-19-Schutzimpfung_Haftung_BMG-Schreiben.pdf Eine entsprechende Information per 28.12.21 findet sich auch auf der Homepage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KBV: https://www.kbv.de/html/1150_56202.php

    Antworten (1)
    • AppleFan 29.12.2021, 11:04 Uhr

      Vielen Dank, dass Sie den Link mit eingefügt haben. So weiß man jetzt auch endlich, was los ist. Im Internet findet man leider sonst keine Antworten. VG

  • 1 Alexa 28.12.2021, 20:48 Uhr

    Off-Label kann man/können sich auch 17Jährige boostern lassen, und die Bundesregierung hat zuletzt festgelegt, dass der Staat die Haftung bei Off-Label-Impfungen übernimmt. In Anbetracht der Omikron-Variante, mit der Aussicht, dass Frau Gebauer die Schulen dennoch nicht schließen wird, und zusätzlich Isolationszeiten Infizierter verkürzt werden sollen, kann sich ja jeder selbst überlegen, ob ein Booster auch für Jugendliche sinnvoll ist.

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