Ticker von Montag (21.12.2020) zum Nachlesen

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  • NRW bekommt die ersten Impfdosen am 2. Weihnachtstag
  • Von der Leyen: Corona-Impfung in der EU kann starten
  • Ausgangsbeschränkungen u. a. in Oberhausen und Euskirchen
  • Coronavirus-Mutation: In NRW noch nicht nachgewiesen

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

19.59 Uhr: NRW bekommt die ersten Impfdosen am 2. Weihnachtstag

NRW erwartet am 2. Weihnachtstag die erste Lieferung mit 9.750 Impfdosen gegen das Coronavirus. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. Am 28. und am 30. Dezember sollen demnach weitere Lieferungen mit insgesamt 273.000 Impfdosen für das einwohnerreichste Bundesland folgen. Darüber hinaus würden im Januar wöchentlich exakt 141.374 Dosen erwartet.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) äußerte sich erfreut über die Zulassung. "Mit großer Kraftanstrengung haben wir in Nordrhein-Westfalen in den letzten Wochen die notwendigen Vorbereitungen getroffen", sagte er. "Klar ist: Impfstoff, der in Nordrhein-Westfalen eintrifft, wird schnellstmöglich verimpft werden." Vorerst werde dies allerdings nicht in den Impfzentren geschehen. "Aufgrund der zunächst begrenzten Mengen werden wir damit beginnen, in den Pflegeeinrichtungen zu impfen."

19.01 Uhr: Laumann hält Ausgangssperren für angemessen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat das Verhängen von örtlichen Ausgangssperren verteidigt. "Wenn Städte über 250 in der Inzidenz sind und das örtliche Geschehen so ist, dass die örtlichen Krisenstäbe sagen: 'Wir können das Virus mit einer Ausgangsbeschränkung einschränken', dann werden wir als Land nichts gegen eine Ausgangssperre sagen", sagte Laumann in der Aktuellen Stunde des WDR. Eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 6 Uhr könne "man als normaler Bürger durchaus akzeptieren".

Auch die Abschottung von Großbritannien nach dem Auftreten einer neuen Virus-Variante hält Laumann für richtig. "Wenn man bei so hohen Inzidenzen die Nachricht bekommt, dass ein Virus sich entwickelt hat und noch ansteckender ist, und wenn unser Lockdown noch nicht wirkt, dann macht man sich irgendwann auch Sorgen: Hast du das medizinisch alles noch im Griff?", so Laumann. "Das sind ja nicht nur Corona-Kranke. Es gibt weiter Herzinfarkte, Schlaganfälle und Verkehrsunfälle."

18.56 Uhr: Auch Uniklinik Köln mustert Corona-Schutzkittel von van Laack aus

Nach der Universitätsklinik Essen hat auch die Uniklinik Köln einem Zeitungsbericht zufolge etwa 48.000 Corona-Schutzkittel der Modefirma van Laack aussortiert. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag). Die Zeitung zitiert Kliniksprecher Timo Mügge mit den Worten: "Nach einem kurzen initialen Einsatz wurden diese nicht weiterverwandt, da bestimmte Chargen unseren Qualitätsanforderungen in der Krankenversorgung nicht gerecht wurden."

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Uni-Klinik Essen mitgeteilt, sie habe rund 40 000 Kittel ausgemustert, weil die "beim Anziehen schnell reißen". Die "Kittel-Affäre" beschäftigt auch den Düsseldorfer Landtag. Die SPD-Opposition hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) rechtswidriges Vorgehen bei Aufträgen an van Laack vorgeworfen.

18.50 Uhr: Erste Lieferung mit Biontech-Impfdosen am 26. Dezember

Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs soll Deutschland die erste Lieferung von Impfdosen der Firma Biontech am 26. Dezember bekommen. Erwartet würden 151.125 Impfdosen, teilte die Berliner Gesundheitsverwaltung heute mit. Demnach hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zuvor die Gesundheitsministerkonferenz informiert.

Laut Mitteilung sollen am 28. Dezember weitere 521.625 Impfdosen geliefert werden, am 30. Dezember dann 672.750. In der ersten Kalenderwoche 2021 werden 672.750 Impfdosen erwartet. Die Konferenz habe die fachliche Empfehlung des Ministers zustimmend zur Kenntnis genommen, dass zunächst die Hälfte der Dosen geimpft werden soll. Pro Person sind zwei Impfungen vorgesehen.

18.31 Uhr: Corona-Impfung kann in der EU starten

Die EU-Kommission hat erstmals eine Corona-Schutzimpfung zugelassen. Das hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Statement bekannt gegeben. Das Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer muss in Deutschland noch vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut geprüft, freigegeben und schließlich ausgeliefert werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte am Nachmittag grünes Licht für die Zulassung des Präparates gegeben.

Voraussichtlich am 6. Januar will die EMA auch den Weg für die Zulassung des zweiten Impfstoffs - dem Präparat des US-Konzerns Moderna - frei machen.

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18.03 Uhr: Auch Ausgangsbeschränkungen im Kreis Minden-Lübbecke

Ab dem 23. Dezember gilt im Kreis Minden-Lübbecke gilt eine Ausgangsbeschränkung von 21.00 bis 4.00 Uhr. An den Weihnachtsfeiertagen gilt sie von 00.00 bis 04.00 Uhr, an Silvester von 01.00 bis 06.00 Uhr. Bis zum 10. Januar sollen die Maßnahmen gelten. Private Treffen dürfen nur mit fünf Menschen stattfinden. Das bestätigte die Landrätin Anna Katharina Bölling gegenüber dem WDR.

17.30 Uhr: Nächtliche Ausgangsbeschränkung im Kreis Euskirchen

Die Städteregion Aachen diskutiert mit dem NRW-Gesundheitsministerium über eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Diese könnte von 21 bis 5 Uhr gelten. Beschlossen sei das aber noch nicht. Eine Entscheidung soll angeblich am Mittwoch fallen.

Der Kreis Euskirchen hingegen hat offenbar im Alleingang aufgrund der hohen Inzidenzzahlen eine Ausgangsbeschränkung für alle Nächte in der Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr verordnet. Die Ausgangsbeschränkung gilt ab sofort. Außerdem hat der Kreis Euskirchen sämtliche Präsenzgottesdienste untersagt.

17.15 Uhr: Drive-in für Corona-Tests in Köln bleibt auch über Weihnachten offen

Der Drive-in für Corona-Schnelltests an der Kölner Lanxess-Arena öffnet auch über die Weihnachtstage. Schon mehr als 5.000 Menschen hätten sich testen lassen und die Nachfrage sei "unverändert" groß, teilten die Organisatoren heute mit. An Heiligabend etwa werde man bis 14 Uhr offen bleiben. Auch Öffnungszeiten für den 30. Dezember wurden bereits bekannt gegeben. Allerdings muss man mitunter etwas Geduld mitbringen. In den Drive-in kann man - wie der Name verrät - per Auto fahren.

16.45 Uhr: Die Kölner Bezirksregierung warnt vor Corona-Selbst-Schnelltests

Nach Auskunft der Kölner Bezirksregierung wurden in den letzten Tagen mehrere tausend Corona-Schnelltests von einer Firma in Frechen an Tankstellen, Kioske oder Supermärkte vertrieben - als Selbsttests. Dabei dürfen Schnelltests dürfen nur von geschultem Personal benutzt oder angewandt werden. Die Kölner Bezirksregierung fürchtet nun, dass viele Nutzer mit einem falschen Ergebnis an Weihnachten zu Verwandten fahren.

Wie viele Tests tatsächlich an Endverbraucher weiterverkauft wurden ist nicht bekannt. Die Bezirksregierung arbeitet Listen mit den Namen der Tankstellen, Supermärkte oder Kioske ab. In einem Fall habe man die Schnelltests direkt neben Schokoriegeln angeboten, so eine Sprecherin. Heute Morgen wurden die Räume der betroffenen Firma in Köln durchsucht.

16.13 Uhr: Neue Virus-Variante in NRW laut Ministerium bislang nicht nachgewiesen

Die in Großbritannien entdeckte neue Corona-Variante ist nach Kenntnis des Landesgesundheitsministeriums bislang noch nicht in NRW nachgewiesen worden. Dies teilte ein Behördensprecher heute mit. Er verwies auf eine Mitteilung des Robert Koch-Instituts vom gleichen Tag, wonach es in Deutschland bislang noch keinen Nachweis dieser Virusvariante gegeben habe. "Ein Vorkommen kann jedoch nicht ausgeschlossen werden", hieß es dort weiter.

16.01 Uhr: Laut Studie sinkt Impfbereitschaft der Deutschen

Die Impfbereitschaft in Deutschland ist Wissenschaftlern der Universität Heidelberg zufolge gesunken. Während im Sommer knapp 55 Prozent der Befragten in einer Studie angaben, sich wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich impfen zu lassen, lag die Impfbereitschaft Ende November/Anfang Dezember nur noch bei 46 Prozent, wie die Universität Heidelberg mitteilte.

Einen Grund dafür sehen die Wissenschaftler in Verschwörungsideen. So gehe die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, mit einem signifikanten Zusammenhang zum Vertrauen in die staatlichen Institutionen und deren Corona-Politik, die Wissenschaft und die klassischen Medien einher.

15.52 Uhr: Spanien und Schweden schließen Grenzen für Briten

Spanien schließt seine Grenzen für Reisende aus Großbritannien wegen der Virus-Mutation. Ausgenommen seien nur spanische Staatsbürger und solche mit Wohnsitz in Spanien, erklärt die Regierung. Die Kontrolle an der Grenze zur britischen Exklave Gibraltar würden verstärkt. Dort war mindestens eine Mutation nachgewiesen worden.

Auch Schweden verhängte Einreisesperren für Reisende aus Großbritannien - und Dänemark. Das teilte Innenminister Mikael Damberg mit. Personen mit schwedischer Staatsbürgerschaft seien von der Beschränkung ausgenommen.

15.42 Uhr: EMA geht von Wirksamkeit des Impfstoffs gegen neue Virus-Variante aus

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA rechnet damit, dass der Impfstoff der Firmen Pfizer und Biontech auch gegen die neu aufgetretene Coronavirus-Variante wirksam ist. "Zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen Beweis für die Annahme, dass der Impfstoff nicht gegen die neue Variante wirken könnte", sagte EMA-Direktorin Emer Cooke.

Über die neue Virus-Variante müssten aber noch mehr Informationen gesammelt werden. Die EU-Behörde hatte zuvor die bedingte Marktzulassung des Impfstoffes in der EU empfohlen. Das sei ein großer Schritt, sagte die Direktorin, warnte aber: "Wir haben noch nicht den Wendepunkt der Pandemie erreicht."

15.38 Uhr: Bundesregierung hält an Impfstart nach Weihnachten fest

Nach der Genehmigung des Biontech-Impfstoffs durch die europäische Zulassungsbehörde EMA hält die Bundesregierung am angekündigten Impfbeginn ab 27. Dezember fest. "Bereits am Tag nach Weihnachten werden die ersten Pflegebedürftigen in der stationären Altenpflege geimpft. Denn wir schützen die Verwundbarsten zuerst", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei Twitter.

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15.06 Uhr: EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Corona-Impfstoff

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA empfiehlt in einem Gutachten eine Zulassung des Impfstoffs. Formal muss die EU-Kommission jetzt noch die Freigabe erteilen – das gilt aber als sicher. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) kündigte über Twitter an, dass die Zustimmung wahrscheinlich noch am Montagabend erfolgen wird.

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15.03 Uhr: Söder begibt sich in Quarantäne

Nach der Corona-Infektion von Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat sich Ministerpräsident Markus Söder in Quarantäne begeben. "Die Amtsgeschäfte werde ich digital weiterführen", schrieb der CSU-Chef heute beim Kurznachrichtendienst Twitter. Er wünsche Herrmann einen milden Verlauf und gute Besserung.

Herrmann, der seit Monaten die Corona-Politik in der Staatskanzlei koordiniert, hatte wenige Minuten zuvor ebenfalls per Twitter mitgeteilt, positiv getestet worden zu sein. "Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Ich habe mich umgehend in Quarantäne begeben."

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14.54 Uhr: Polizei-Hundertschaft löst Gottesdienst in Essen auf

Lautstarker Gesang einer christlichen Kirchengemeinde hat in Essen die Polizei mit einer Hundertschaft auf den Plan gerufen und zu knapp 60 Anzeigen vor allem wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung geführt. Zwei Männer wurden festgenommen. Wie die Polizei heute mitteilte, hatten sich am Sonntag Anwohner über den - wegen Corona verbotenen - Gesang der Pfingstgemeinde beschwert.

"Im Gebäude trafen die Beamten auf 57 Erwachsene sowie 25 Kinder", so die Polizei. Es sei kein Mindestabstand eingehalten und nur wenige Schutzmasken seien getragen worden. Eine Anwesenheitsliste habe es auch nicht gegeben. Da bei zwei Männern der Verdacht der illegalen Einreise besteht, wurden diese festgenommen. "Insgesamt fertigten die Beamten 57 Ordnungswidrigkeitsanzeigen sowie zwei Strafanzeigen", teilten die Behörden mit.

14.02 Uhr: Über Gottesdienste an Weihnachten wird vor Ort entschieden

Über Gottesdienste an Weihnachten unter Corona-Bedingungen ist aus Sicht des Bundesinnenministeriums weiterhin vor Ort zu entscheiden. Die von Bund und Ländern beschlossenen und mit Religionsvertretern besprochenen Regeln würden weiterhin gelten, sagte ein Ministeriumssprecher. Dazu gehören ausreichend Abstand, Maskenpflicht und das Verbot von Gemeindegesang.

Auf Bundesebene seien bislang keine weiteren Gespräche geplant. Am Wochenende hatte sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) skeptisch gezeigt, ob Gottesdienste tatsächlich in der bisher geplanten Form stattfinden können. Er kündigte an, noch einmal Gespräche mit den Kirchen führen zu wollen.

13.52 Uhr: Krankenhäuser zu mutiertem Virus: Lockdown müsste intensiver werden

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen, falls sich das mutierte Virus aus Großbritannien auch in Deutschland ausbreiten sollte. "Der Lockdown müsste länger und noch intensiver sein", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß heute dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das sei eine Frage der Statistik. "Nur dann ließen sich die Inzidenzen erreichen, die deutlich niedriger sein sollen als aktuell. Das ist die bittere Wahrheit", betonte Gaß.

Die kürzlich entdeckte und im Südosten Großbritanniens zirkulierende Variante des Coronavirus sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, hatte Premierminister Boris Johnson gesagt. Laut dem Virologen Christian Drosten ist die derzeitige Informationslage dazu jedoch noch lückenhaft.

13.41 Uhr: Bundeswehr sagt Hilfe in bereits vier NRW-Impfzentren zu

Soldaten der Bundeswehr werden in mindestens vier Städten und Kreisen in den Corona-Impfzentren unterstützen. Es stehen bei weiterem Bedarf aber noch mehr "helfende Hände" der Bundeswehr für die Impfkampagne zur Verfügung, wie ein Sprecher des Landeskommandos NRW heute sagte.

Es seien bereits Anträge auf Hilfsleistungen aus den Kreisen Viersen, Euskirchen, Mettmann sowie Köln genehmigt. Ein weiterer Antrag aus dem Hochsauerlandkreis werde noch geprüft. Sobald die Zentren in Betrieb gingen, sollten auch die Soldaten ihre Arbeit aufnehmen. Die Bundeswehr gehe davon aus, dass noch weitere Städte von dem Hilfsangebot Gebrauch machen werden.

13.20 Uhr: "Tag der Hoffnung" - Bundespräsident Steinmeier hofft auf schnellen Impfstart

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mit Blick auf die geplante Impfstoffzulassung und den Start von Corona-Impfungen von einem "Tag der Hoffnung" gesprochen. "Jeder Impfvorgang ist ein kleiner Schritt in Richtung Normalität, die wir uns alle wieder wünschen", sagte Steinmeier heute beim Besuch des größten geplanten Impfzentrums in Berlin. Es sei ein "Licht am Ende des Tunnels" erkennbar.

Steinmeier unterstrich, dass eine große Zahl von Impfungen nötig ist, um eine weitgehende Immunisierung der Bevölkerung zu erreichen. Eine Corona-Impfung sei somit auch "ein Akt gesamtgesellschaftlicher Solidarität". Menschen, die beim Impfen noch größeren Aufklärungsbedarf sehen, könnten sich in den Impfzentren umfassend beraten lassen, sagte Steinmeier: "Es gibt eine allgemeine Aufklärung."

13.10 Uhr: Oberhausen plant schärfere Ausgangsbeschränkungen

Oberhausen hat mit 342,1 den höchten Inzidenzwert in NRW. Daher hat die Stadt gestern Abend schärfere Einschränkungen beschlossen. Wahrscheinlich ab Dienstag sollen Treffen im öffentlichen Raum nur noch für zwei Personen möglich sei oder durch einen Hausstand und maximal einer weiteren Person.

Es soll Ausgangsbeschränkung im Zeitraum von 21 bis 5 Uhr geben, wobei die Wohnung aus triftigen Gründen verlassen werden darf (z.B. Weg zur Arbeit, Versorgung von Hilfsbedürftigen, Versorgung von Tieren). Spiel- und Bolzplätze werden gesperrt. Bei Beerdigungen sind maximal 50 Trauergäste erlaubt.

12.15 Uhr: Neue Coronavirus-Art laut Drosten schon in Deutschland angekommen

Der Virologe der Berliner Charité, Drosten, glaubt, dass die neue Corona-Virus-Variante aus Großbritannien Deutschland schon erreicht hat. Im Deutschlandfunk sagte er, der Erreger sei schon in mehreren Ländern aufgetaucht, deshalb wahrscheinlich auch in Deutschland. Er sieht aber keinen Grund zur Panik und geht davon aus, dass die Corona-Schutzimpfung auch gegen diese Virus-Variante wirkt.

11.28 Uhr: Viele Laien wollen Schnelltests kaufen - dürfen aber nicht

Apotheken im Rheinland berichten von hoher Nachfrage nach Corona-Schnelltests unter Laien - dürfen sie aber nicht bedienen. Laut einer Umfrage des Apothekerverbandes Nordrhein beklagen viele Mitglieder, dass sie die Antigen-Schnelltests wegen der gesetzlichen Bestimmungen nur an medizinisches Fachpersonal verkaufen können, wie der Verband mitteilte.

Die starke Nachfrage bei Laien sei jedoch ein klares Signal dafür, dass bald zuverlässige Tests entwickelt und zugelassen werden müssten, die einfach händelbar seien, sagte der Vorsitzende Thomas Preis. Es gebe offenbar eine starke Bereitschaft sich selbst zu testen. "Hier sind in erster Linie Diagnostikhersteller im Verbund mit Zulassungsbehörden gefordert."

Da die Corona-Pandemie noch lange nicht überwunden sei, könnten so bundesweit noch mehr Tests durchgeführt werden, was die Testzentren auch den Geldbeutel der Bürger spürbar entlaste, so Preis weiter.

10.55 Uhr: Ministerin Gebauer stellt Pläne für Schulstart im Januar vor

Mithilfe eines Stufen-Plans sollen Nordrhein-Westfalens Schulen im neuen Jahr ihren Unterricht wiederaufnehmen. Über die Details infomierte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) heute Morgen in einer Pressekonferenz.

"Wir haben die Priorität auf den Präsenzunterricht gelegt. Diese Priorität war richtig und rückblickend betrachtet auch erfolgreich", sagte Gebauer. Die Stufen im Überblick:

  • Stufe 1: In dieser Stufe findet landesweit so wie zu Beginn des aktuellen Schuljahres für alle Schülerinnen und Schüler Präsenzunterricht mit den bisherigen Hygienekonzepten statt.
  • Stufe 1+: In dieser Stufe sind Erweiterungen im Rahmen der NRW-Hotspotstrategie vorgesehen. Sie betreffen Schulen in Kommunen, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei über 200 liegt. Das kann zum Beispiel ein Wechselmodell von Präsenz- und Distanzunterricht ab der Jahrgangsstufe 8 (mit Ausnahme von Abschlussklassen) sein. Außerdem könnte es eine Maskenpflicht für alle Schüler, auch für Grundschüler geben, so Gebauer auf der Pressekonferenz.
  • Stufe 2: Diese Stufe macht eine Grundsatzentscheidung der Landesregierung erforderlich. Sie kann landesweit einen eingeschränkten Schulbetrieb beispielsweise mit einem Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht ab der Jahrgangsstufe 8 vorsehen. Auch könnte die Landesregierung über weitere Einschränkungen entscheiden.
  • Darüber hinaus könne es noch eine weitere Stufe geben, eine "Eskalationsstufe", nämlich dann, falls sich die Corona-Lage noch weiter zuspitzt, so Gebauer.

Wie es konkret mit den Schulen am 11. Januar weitergehen wird, werde erst am 7. Januar entschieden, sagte die Ministerin. Der aktuelle Lockdown ist zunächst bis zum 10. Januar befristet. Am 5. Januar wollen sich Bund und Länder beraten, ob der Lockdown gegebenenfalls verlängert wird.

9.58 Uhr: Polizei löst Party auf Wanderparkplatz auf

Auf einem Wanderparkplatz in Kreuztal im Siegerland hat die Polizei eine Party junger Leute aufgelöst. Gegen zehn Menschen im Alter von 17 bis 20 Jahren sei eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Corona-Infektionsschutzgesetz aufgenommen worden, teilte die Polizei heute mit.

Die Polizisten waren am Freitagabend vom Rettungsdienst gerufen worden. Die Helfer hatten einen der Feiernden versorgt, der sich schwer verletzt hatte und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Laut Polizei sollen bis zu 30 Personen auf dem Parkplatz gefeiert haben.

8.54 Uhr: Amazon-Streik in Werne und Rheinberg

Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon in Rheinberg und Werne haben ihre Arbeit niedergelegt. Am Sonntagabend kurz vor Mitternacht habe der Streik begonnen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Er rechne mit etwa 500 Beteiligten in Rheinberg und 300 Teilnehmenden in Werne. Der Ausstand solle bis einschließlich Heiligabend andauern.

Verdi hatte an den beiden NRW-Standorten in Rheinberg und Werne zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie der Abschluss eines Tarifvertrages für gute und gesunde Arbeit.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitierten bereits von "exzellenten Löhnen, exzellenten Zusatzleistungen und exzellenten Karrierechancen", hieß es am heute Morgen von Amazon. Oberste Priorität seien deren Gesundheit und Wohlbefinden. Die Aktionen hätten keine Auswirkungen auf Kundenlieferungen.

7.48 Uhr: Traktor-Licherfahrt in Bochum abgebrochen

Eine Lichterfahrt mit rund 60 geschmückten Traktoren ist gestern abgebrochen worden. Die Landwirte wollten den Menschen in Bochum eine Freude machen. Es kamen aber so viele Zuschauer, dass an manchen Streckenabschnitten die Coronaschutzverordnung nicht eingehalten werden konnte.

Zunächst war der Korso mit den beleuchteten Traktoren, Lkw und Transportern zwar gut, aber nicht besorgniserregend stark besucht. Je näher die Wagen der Bochumer Innenstadt kamen, umso voller wurde es am Straßenrand. Damit hatten die Veranstalter offenbar nicht gerechnet. Das Ordnungsamt entschied schließlich, die Lichterfahrt abzubrechen.

7.10 Uhr: So viele Neuinfektionen wie vor einer Woche

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland innerhalb eines Tages 16.643 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das sind fast genauso viele wie am Montag vor einer Woche - genau 281 mehr. Außerdem sind innerhalb eines Tages offiziell 226 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 197,1 - in Nordrhein-Westfalen bei 186,2. Die Gesundheitsämter in NRW hatten dem Robert Koch-Institut 3.256 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

Die Zahlen sind am Montag sind in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Zahlen übermitteln und weniger getestet wird.

6.30 Uhr: Reisestopp wegen Virus-Mutation

Wer aus Großbritannien oder Südafrika nach NRW einreist, muss sich für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Das hat die Landesregierung in Reaktion auf das mutierte Coronavirus in diesen beiden Ländern beschlossen. Die Quarantäne-Verordnung für Einreisende gilt seit Mitternacht und betrifft auch Reisende, die in den vergangenen zehn Tagen eingereist sind.

Eigentlich aber hofft Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auf eine europäische Lösung, um "Ausweichreisen" zu verhindern, wie er bei Twitter schrieb. Dafür hat die EU-Ratspräsidentschaft für heute ein Notfalltreffen einberufen.

Außerdem dürfen seit Mitternacht aus Großbritannien keine Flieger mehr landen. Ausnahmen gibt es für Fracht und medizinisches Personal. Die Regelung gilt auch für Nordirland und Südafrika. Dort ist die Mutation entdeckt worden, sie soll deutlich ansteckender sein als die bekannte Coronavirus-Variante Sars-CoV-2. Bisher wurde die neue Art in Deutschland noch nicht entdeckt.

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Stand: 21.12.2020, 20:42