Ticker vom Montag (07.12.220) zum Nachlesen

Ticker vom Montag (07.12.220) zum Nachlesen

  • Laumann schließt schärfere Corona-Auflagen nicht aus
  • Merkel will bald Einigung mit den Ländern
  • Kommission legt Entwurf für Corona-Impfempfehlung vor
  • Corona-Ausbruch in Mülheimer Pflegeheim
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

20.49 Uhr: Laumann schließt schärfere Corona-Auflagen für NRW nicht aus

Nach Bayern erwägt auch NRW schärfere Maßnahmen, um die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlicher zu mindern. Dabei setze das bevölkerungsreichste Bundesland weiter auf einen "engen Schulterschluss von Bund und Ländern", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute in Düsseldorf. "Dass Länder mit einem flächendeckend zusätzlich herausfordernden Infektionsgeschehen weitere Maßnahmen ergreifen, entspricht der Logik des gemeinsamen Beschlusses der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin."

Das NRW-Gesundheitsministerium stehe mit den vier Kommunen, die zurzeit mehr als 200 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen haben, in Kontakt. Heute waren das laut Landeszentrum Gesundheit Duisburg, Hagen, der Kreis Lippe und Wuppertal. "Da das Infektionsgeschehen zum Teil sehr unterschiedlich ist, müssen für die Lage vor Ort auch passgenaue Maßnahmen getroffen werden", bekräftigte Laumann. "Sollte sich die Gesamtlage nicht zeitnah verbessern, erscheint auch bundesweit ein noch restriktiveres Vorgehen notwendig, um die Zahl der Neuinfektionen überall deutlicher zu reduzieren", so Laumann.

20.24 Uhr: Lockerungen zum Fest könnte die Infektionskurve nach oben schnellen lassen

Die Grafik zeigt ein Rechenmodell zur Entwicklung des 7-Tage-Inzidenzwertes. Die gelbe Kurve zeigt die Entwicklung ohne Lockerungen über Weihnachten. Die rote Kurve prognostiziert die Entwicklung, wenn es Lockerungen gibt.

Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen könnten die für Weihnachten und Silvester geplanten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen dem bislang Erreichten bei der Pandemiebekämpfung einen deutlichen Rückschlag versetzen. Das zeigt eine Modellrechnung des Fraunhofer-Instituts, die die WDR-Quarks-Redaktion ausgewertet hat. Dabei wurde errechnet, wie sich die Infektionszahlen entwickeln, wenn von Weihnachten bis Silvester die Corona-Auflagen gelockert würden. Die gelbe Kurve zeigt den Verlauf ohne Lockerungen an Weihnachten. Die rote Kurve bildet ab, was geschehen könnte, wenn die geplanten Lockerungen an Weihnachten in Kraft treten.

Bei der Grafik handelt es sich um ein "Worst-Case"-Szenario. Eingerechnet sind an den Feiertagen wieder mehr Kontakte. Nach der Modellrechnung wäre ab dem 1. Januar ein neuer "Lockdown light" von vier Monaten nötig, um auf die Infektionszahlen von vor Weihnachten zu kommen.

19.51 Uhr: 259 Verstöße binnen drei Stunden bei Maskenkontrollen

Bei einer großangelegten Kontrolle in Zügen, Bahnhöfen und auf Bahnsteigen sind heute in NRW trotz Ankündigung 259 Fahrgäste binnen drei Stunden ohne Maske angetroffen worden. "Die Kontrollen zeigen, dass die allermeisten Fahrgäste erkannt haben, wie wichtig es ist, dass alle eine Maske tragen", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Die 259 Fälle zeigten aber auch, dass Überprüfungen weiter wichtig seien. "Wenn sich alle an die Regeln halten, ist Bahnfahren auch in Corona-Zeiten eine sichere Sache", betonte Wüst in der Zwischenbilanz zu der bis zum Montagabend geplanten Kontrollaktion. Wer in NRW in Bussen, Bahnen oder Bahnhöfen und an Bahnsteigen oder Haltestellen Mund und Nase nicht bedeckt hat, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen.

19.02 Uhr: Städte- und Gemeindebund stellt geplante Lockerungen über Weihnachten in Frage

Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen stellt der Deutsche Städte- und Gemeindebund die geplanten Lockerungen von Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtsfeiertage in Frage. An den Festtagen werde es Reisen geben, die wiederum für Kontakte sorgten und damit zu neuen Infektionsrisiken führten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, heute in der "Aktuellen Stunde". Er forderte, Bund und Länder müssten die Lage noch einmal neu bewerten, wenn die Zahlen nicht noch drastisch zurückgingen. Die Göttinger Epidemiologin Viola Priesemann plädierte derweil für einen "kurzen, aber konsequenten Lockdown" nach Weihnachten, um die Corona-Infektionswelle zu brechen. Auch die Schulen sollten soweit wie möglich geschlossen werden, vor allem für ältere Schüler, sagte sie in der "Aktuellen Stunde".

16.51 Uhr: Gericht: Grundschüler ohne Masken vom Schulbesuch ausschließen

Eine Grundschule in Coesfeld hat nach einer Gerichtsentscheidung Schüler zu Recht vom Unterricht ausgeschlossen, die sich geweigert haben, in der Corona-Pandemie eine Maske zu tragen. Laut Mitteilung des Verwaltungsgerichts Münster von heute hatten die Schüler zwar mehrere ärztliche Atteste vorgelegt, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für sie aus medizinischer Sicht nicht zuzumuten sei. Nach Ansicht der Richter aber erfüllten die vorgelegten Atteste nicht die Mindestanforderungen. Sie lehnten die Eilanträge gegen den Ausschluss vom Schulbesuch ab.

Das Land regelt in der Corona-Betreuungsverordnung, dass Maskenverweigerer vom Unterricht auszuschließen sind. Gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts ist Beschwerde am Oberverwaltungsgericht möglich (Az.: 5 L 1019/20, nicht rechtskräftiger Beschluss).

16.47 Uhr: Verdachtsfälle von Corona-Subventionsbetrug deutlich rückläufig

Die Zahl der neu registrierten Verdachtsfälle von Corona-Subventionsbetrug ist deutlich rückläufig. Wie das NRW-Justizministerium heute auf Anfrage mitteilte, waren im Juli noch fast 1.310 Verfahren registriert worden. Danach sank die Zahl kontinuierlich auf rund 260 im November. Das NRW-Innenministerium hatte Ende November mitgeteilt, dass seit dem 1. Februar 4310 Fälle des Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie registriert worden seien. Der vermutete Schaden war auf 32,3 Millionen Euro beziffert worden.

16.42 Uhr: Haus & Grund: Wegen Corona droht "saftige Betriebskosten-Nachzahlung"

Der Eigentümerverband Haus & Grund rechnet mit steigenden Nebenkostenzahlungen für Mieter in NRW. "Wegen Corona droht vielen Haushalten eine saftige Betriebskosten-Nachzahlung", sagte der Präsident von Haus & Grund Rheinland Westfalen, Konrad Adenauer, heute in Düsseldorf. "Die Pandemie dürfte zu einem weiteren, deutlichen Anstieg der Betriebskosten führen. Erste statistische Erhebungen zeigen diesen Trend bereits jetzt", sagte Adenauer.

Durch das Homeoffice würden mehr Strom und Wasser verbraucht und Wohnungen stärker geheizt. Die Nebenkosten stiegen schon jetzt deutlich schneller als die Kaltmieten, betonte der Verband. Nach seinen Berechnungen haben sich die Wohnkosten in NRW im Jahr 2019 im Schnitt um 3,3 Prozent erhöht. Während die Kaltmiete um 1,9 Prozent zulegte, seien die Nebenkosten um 5,4 Prozent gewachsen. Dies liege in erster Linie an gestiegenen Preisen für Heizung, Warmwasser und Strom, auf die 51 Prozent der Betriebskosten entfielen.

16.12 Uhr: Merkel will bald Einigung auf neue Corona-Auflagen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen Entscheidungen über weitergehende Maßnahmen noch vor Weihnachten für nötig. Gegenwärtig werde ihr zu viel über Glühweinstände gesprochen und zu wenig über die Krankenschwestern und Pflegekräfte, die unter Hochdruck und mit großem Einsatz auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen arbeiten müssten, sagte Merkel heute nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in einer Video-Sitzung der Unionsfraktion.

Mit den bisher ergriffenen Maßnahmen komme man von den auf einem viel zu hohen Niveau stagnierenden Infektionszahlen nicht herunter, sagte Merkel demnach weiter. Das heiße, man werde den Winter nicht ohne zusätzliche Maßnahmen durchstehen können. Nun müsse die Diskussion darüber geführt werden, wie man wo was tun müsse. Dies müsse noch vor Weihnachten entschieden werden. Man dürfe nicht auf das Prinzip Hoffnung setzen, dass die seit einigen Tagen wieder steigenden Zahlen heruntergehen würden.

15.57 Uhr: "Glühweinwanderwege": Landesregierung ruft Ämter zu konsequenten Kontrollen auf

Nach Berichten über Verstöße gegen die Corona-Regeln bei Glühweinwanderungen hat das Gesundheitsministerium die Ordnungsämter zu konsequenten Kontrollen aufgerufen. Wo erforderlich sei mit Bußgeldern und Untersagungen einzuschreiten,  teilte das Ministerium heute mit. "Mit Besorgnis" habe das Haus Berichte  über Verstöße und Auswüchse registriert. Am Wochenende war die Kritik am Glühweinausschank auf den Straßen lauter geworden. Viele Bars und Gastronomen haben mittlerweile einen Außer-Haus-Verkauf eingerichtet. Im Internet findet man Tipps für sogenannte Glühweinwanderungen von Ausschank zu Ausschank.

Das provoziert aus Sicht von Kritikern aber Menschenansammlungen. Rechtlich gesehen seien Glühweinwanderungen durchaus erlaubt,  erklärte das Gesundheitsministerium. Teilnehmer müssten sich aber an  die Abstandsregelungen halten. Während der ganzen Wanderung dürften nur Mitglieder aus maximal zwei Haushalten zusammen sein. Im Umkreis von 50 Metern rund um die Ausgabestelle dürfe auch nicht getrunken  werden. "Da, wo diese Vorgaben beachtet werden, bestehen keine  Bedenken gegen die Angebote", so eine Sprecherin.

15.09 Uhr: Forscher sammeln Wortschöpfungen mit Corona-Bezug

Von Aluhut bis zweite Welle: Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim hat bisher etwa tausend Wörter und Wortverbindungen mit Corona-Bezug gesammelt. Die Wortschöpfungen wurden online dokumentiert, wie das Institut heute mitteilte. Sie fanden Eingang in das sogenannte Neologismenwörterbuch, das insgesamt mehr als 2.100 neue Wörter, Phraseologismen sowie neue Bedeutungen etablierter Wörter, die zwischen 1991 und heute in den die Allgemeinsprache eingingen, auflistet. Dazu zählen nicht nur Corona-Schöpfungen wie Ü-50-Inzidenz, Seuchensheriff, Schnutenpulli oder Nichtsemester. Auch aktuelle Ereignisse in Politik und Gesellschaft spiegeln sich demnach in Bezeichnungen wie Brexiteer und Pegidist wieder.

15.05 Uhr: Österreich lockert strikten Lockdown

Nach drei Wochen hat Österreich seinen harten Corona-Lockdown gelockert. Statt ganztags gilt seit Montag nur noch eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 20.00 bis 06.00 Uhr. Geschäfte, Einkaufszentren sowie Friseure und andere Dienstleister haben wieder geöffnet, und auch ein Großteil der Schüler darf wieder ins Klassenzimmer zurück - für alle ab der fünften Klasse gilt jedoch Maskenpflicht. Der strikte Lockdown war am 17. November wegen eines massiven Anstiegs der Corona-Fallzahlen in dem Alpenland in Kraft getreten. "Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel", hatte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz damals gewarnt. Heute mahnte Kurz aber weiterhin zur Vorsicht.

13.57 Uhr: Impfkommission legt Entwurf für Corona-Impfempfehlung vor

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts hat heute einen ersten Entwurf mit Empfehlungen für die Corona-Impfungen vorgelegt. Bei den Impfungen sollten "bestimmte Personengruppen" bevorzugt werden, "die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe" bei einer Ansteckung hätten oder die beruflich "besonders exponiert" seien, heißt es in dem Beschlussentwurf. Dazu zählen unter anderem Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie Menschen ab 80 Jahren.

13.48 Uhr: SPD fordert strengeren Verbotskurs für Silvesterfeiern in NRW

Silvesterfeiern mit bis zu zehn Personen aus ebenso vielen Haushalten sind aus Sicht der SPD-Opposition in Nordrhein-Westfalen "nicht mehr verantwortbar". Angesichts der Entwicklung der Corona-Infektionen sei das nicht mehr zu vertreten, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty heute in Düsseldorf. Er forderte "neue Verbote" für Silvester - möglichst bundesweit einheitliche. Die grundsätzliche Vorgabe - maximal fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder bis einschließlich 14 Jahren nicht eingerechnet - dürfe auch an Silvester nicht unterschritten werden. Bayern mache wieder einmal vor, wie man mit der Pandemie umgehen könne, sagte Kutschaty. Der Landtag in München wird an diesem Dienstag unter anderem über strengere Regeln in Schulen entscheiden.

13.12 Uhr: Laumann schließt bundesweite Verschärfung nicht aus

NRW schließt eine bundesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht aus. "Sollte sich die Gesamtlage nicht zeitnah verbessern, erscheint auch bundesweit ein noch restriktiveres Vorgehen notwendig, um die Zahl der Neuinfektionen überall deutlicher zu reduzieren", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

"Dass Länder mit einem flächendeckend zusätzlich herausfordernden Infektionsgeschehen weitere Maßnahmen ergreifen, entspricht der Logik des gemeinsamen Beschlusses der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin", erklärte er. Nordrhein-Westfalen setze weiter auf den engen Schulterschluss von Bund und Ländern.

Das NRW-Gesundheitsministerium stehe mit den vier Kommunen, die zurzeit bei einer Wocheninzidenz von über 200 liegen, in Kontakt. In den Gesprächen würden die bestehenden Regelungen und die Infektionslagen in den Kommunen analysiert und unterschiedliche weitere Maßnahmen erörtert und umgesetzt. "Da das Infektionsgeschehen zum Teil sehr unterschiedlich ist, müssen für die Lage vor Ort auch passgenaue Maßnahmen getroffen werden", erläuterte der NRW-Gesundheitsminister.

12.59 Uhr: Dänemark verschärft Maßnahmen

Dänemark erlässt für die Zeit über Weihnachten und Neujahr in weiten Teilen des Landes weitreichende Beschränkungen. In einigen der bevölkerungsreichsten Kommunen des nördlichsten deutschen Nachbarlandes werden ab Mittwoch alle Restaurants, Bars und Cafés sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Kinos, Museen und Zoos geschlossen. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen heute in Kopenhagen bekannt.

Schüler ab der fünften Klasse sowie diejenigen weiterführender Bildungseinrichtungen werden in den Distanzunterricht und öffentliche Bedienstete ohne kritische Funktionen ins Home Office geschickt. Weihnachten könne im engsten Familienkreis gefeiert werden, dann aber sollten nicht mehr als zehn Personen zusammenkommen, sagte Frederiksen.

12.34 Uhr: Bundesregierung: "Weit entfernt von Trendwende"

Die Bundesregierung hat angesichts gestiegener Infektionszahlen zusätzliche Beschränkungen in besonders betroffenen Regionen begrüßt. Die aktuellen Zahlen gäben insgesamt Anlass zur Sorge, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert heute in Berlin. "Das ist weit entfernt von der erhofften Trendwende." Daher sei es richtig und nötig, wenn einige Länder wie als gemeinsame Linie vorgesehen nun weitere Eindämmungsmaßnahmen vor allem bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen planen.

Bund und Länder hatten beschlossen, den Teil-Lockdown mit der Schließung zahlreicher Einrichtungen bis 10. Januar zu verlängern - mit vorübergehend möglichen Lockerungen über Weihnachten und Neujahr. Für 4. Januar ist eine erneute Beratung vorgesehen.

12.25 Uhr: Keine Stunksitzung live

Die Live-Veranstaltungen der legendären Kölner Stunksitzung für die kommende Karnevalssession sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das teilten die Veranstalter der alternativen Karnevalssitzung heute in Köln mit.

"Wir haben lange gehofft, geplant, geprobt, verworfen, gesprochen und wieder geplant", erklärte das Ensemble. Doch die neuesten Entwicklungen und Einschränkungen ließen eine seriöse, verantwortungsbewusste und den Sicherheitsbedürfnissen der Zuschauer und Akteure gerecht werdende Planung nicht zu.

11.44 Uhr: Ausbruch in Mülheimer Pflegeheim

In einem Pflegeheim in Mülheim mit mehr als 100 Bewohnern hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Aktuell sind 60 Menschen positiv auf das Virus getestet, wie das Heim am Vormittag bestätigt hat. Die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne, die Bewohner werden einzeln auf ihren Zimmern isoliert. Das Pflegeheim steht bereits seit Ende November unter Quarantäne.

Mitarbeiter legten Überstunden ein und verzichteten auf Urlaube, um die Situation in den Griff zu bekommen. In dem Pflegeheim gilt Besuchsverbot, infizierte und nichtinfizierte Bewohner werden getrennt. Weitere Kontrolltests seien in der Einrichtung geplant. Über den Corona-Ausbruch hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

11.35 Uhr: Viele Unternehmen beantragten Hilfen

Fast zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland mit 20 oder mehr Mitarbeitern haben einer repräsentativen Umfrage zufolge wegen der Corona-Beschränkungen eine Form von staatlicher Hilfe beantragt - sei es einen Soforthilfekredit oder vereinfachtes Kurzarbeitergeld.

Nur jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) ist dabei mit dem Prozess der Beantragung insgesamt zufrieden, wie der Branchenverband Bitkom mitteilte. Neun von zehn Firmen (92 Prozent) beklagen technische Probleme bei der Antragstellung wie die zeitweise Nichterreichbarkeit der Website. Bitkom ließ 605 Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten aller Branchen befragen.

11.13 Uhr: Corona prägt den Wortschatz

Ob Abstandsgebot, Aluhut, Mundschutzmoral oder Zwangslockdown: Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr die deutsche Sprache stark geprägt. Etwa 1.000 Wörter und Wortverbindungen allein zu diesem Thema hat das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim (IDS) inzwischen gesammelt und online dokumentiert, wie die Einrichtung mitteilte.

10.18 Uhr: Weiter Ärger mit Glühwein-Trinkern in Köln

Weil sich in Köln zu viele Menschen nicht an die Corona-Regeln halten, denkt das Ordnungsamt über weitere Strafen nach. Vor allem unbelehrbare Glühwein-Trinker machten große Probleme.

An verschiedenen Hotspots in Ehrenfeld, der Südstadt aber auch in Müngersdorf versammelten sich insbesondere am Samstag Hunderte an einem Glühwein-Ausschank und standen in großen Gruppen eng beieinander. SPD-Politiker Karl Lauterbach schilderte die Szenen bei Twitter.

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Ein betroffener Gastronom setzte sich in einem Facebook-Post gegen die Kritik am "Glühwein Wanderweg" zur Wehr: "Am Ende des Tages gehen die Leute mit einem Glühwein spazieren", teilte die Kneipe Bumann & SOHN mit. "Es gibt keinen Grund dagegen zu hetzen oder es zu verbieten. Die Wenigen, die zu doof dafür sind, die gehören bestraft und mit Knöllchen versehen, aber das ist nicht die Aufgabe der Gastronomen/Innen."

09.44 Uhr: Altmaier: Bisherige Maßnahmen reichen nicht aus

Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält die bisherigen Corona-Maßnahmen für nicht ausreichend. Altmaier sagte heute, man werde in den nächsten Tagen und Wochen sehr intensive Beratungen führen müssen. Die Entwicklung der Zahlen sei "weit hinter unseren Erwartungen zurück", sagte Altmaier. "Man wird sagen können und sagen müssen, dass unsere bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die zweite Infektionswelle wirklich zu brechen."

Politiker von Bund und Ländern hatten bereits härtere Beschränkungen für Hotspots mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen gefordert.

09.12 Uhr: Sternsinger dürfen singen

Die Sternsinger dürfen in NRW Anfang 2021 unter Einhaltung der Hygieneregeln in der Corona-Pandemie von Haus zu Haus ziehen. Das sagte Burkhard Kämper vom Katholischen Büro NRW der "Rheinischen Post" (Montag): "Wir haben in enger Abstimmung mit der Staatskanzlei einen entsprechenden Hygieneplan konkret unter Berücksichtigung der Rechtslage in NRW erarbeitet." Die NRW-Staatskanzlei bestätigte dies.

Dem Plan zufolge dürfen fünf Personen (inklusive erwachsener Begleitperson) in einer Gruppe laufen, um Spenden und Süßigkeiten zu sammeln. Sollten Autos eingesetzt werden, gilt im Fahrzeug Maskenpflicht. Singen ist nur im Freien erlaubt. Die Sternsinger dürfen keine Wohnungen oder Häuser betreten. Wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, muss sie auch draußen einen Mund-Nase-Schutz tragen.

08.51 Uhr: Lauterbach fordert strengere Maßnahmen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert bundesweit schärfere Corona-Maßnahmen und spricht sich eine Schließung der Geschäfte nach Weihnachten und eine Verlängerung der Schulferien aus. "Wir kommen mit den derzeitigen Maßnahmen nicht hin", sagte Lauterbach im WDR 5 Morgenecho. "Daher bin ich fest davon überzeugt, dass wir relativ schnell reagieren müssen und wir brauchen bundeseinheitliche Regelungen." Außerdem betonte Lauterbach die Bedeutung der Maskenpflicht und die Kontrolle dieser. Sie sei besonders dort wichtig, wo Menschen sich auf engem Raum begegneten.

Lauterbach: "Maskenpflicht hält, was sie verspricht"

WDR 5 Morgenecho - Interview 07.12.2020 05:19 Min. Verfügbar bis 07.12.2021 WDR 5


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08.34 Uhr: Getrübte Verbraucherlaune in Vorweihnachtszeit

Steigende Infektionszahlen trüben in dem für den Handel besonders wichtigen Dezember die Verbraucherstimmung. Diese fiel so schlecht aus wie seit einem halben Jahr nicht mehr, wie der Einzelhandelsverband HDE heute zu seiner monatlichen Umfrage unter 2.000 Konsumenten mitteilte. "Trotz Weihnachtszeit sind keine Konsumrekorde zu erwarten, die Anschaffungsneigung der Verbraucher geht im Dezember zurück", hieß es dazu. "Vielmehr schränkt der Teil-Lockdown die Möglichkeiten zum Konsum ein."

Zwar verlagert sich ein Teil in den Online-Handel, doch grundsätzlich blieben Anschaffungen vor allem in den Bereichen Tourismus und Gastronomie stark begrenzt. Händler aus weihnachtsaffinen Branchen wie Spielwaren, Einrichtung, Accessoires, aber auch Unterhaltungselektronik und Lebensmittel berichteten dagegen von steigenden Kundenzahlen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bleibe allerdings ein deutlicher Kundenschwund.

Aus NRW:

08.04 Uhr: Städtetagspräsident für schärfere Maßnahmen

Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) spricht sich für regionale Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen aus. "Wenn eine Inzidenz erreicht ist von über 200 oder jetzt in Sachsen insgesamt von über 300, dann ist es dringend geboten, auch noch einmal für einigen Wochen einen stärkeren Lockdown zu machen", sagt Jung im Morgenmagazin der ARD. "Ich glaube, das muss sein", fügte der Leipziger Oberbürgermeister hinzu. Anders sei die Infektionslage nicht in den Griff zu bekommen. Vor allem die Lage in den Krankenhäusern verschärfe sich, sagte Jung: "Das kann nicht im Sinne unserer aller Gesundheit sein."

07.54 Uhr: Infektionslage in NRW bleibt angespannt

Das Niveau der Ansteckungen in NRW bleibt hoch. In sieben Tagen infizierten sich rund 142 Menschen pro 100.000 Einwohner, wie aus Angaben des Landesamtes für Gesundheit NRW vom Montag hervorgeht. Der Sieben-Tage-Wert stieg damit im Vergleich zu Sonntag um 2. In NRW sind laut Statistik aktuell 63.400 Menschen infiziert. 219.800 gelten als genesen, 3.954 starben an den Coronafolgen.

07.37 Uhr: Krankenhaus-Notstand in Solingen

In Solingen gibt es für medizinische Notfälle gerade weniger Platz. In einer Klinik sind mindestens 37 Mitarbeiter corona-positiv - sie wird bei Notfällen deshalb nicht mehr angefahren und behandelt auch keine mehr. Seit dem Wochenende werden auch die Patienten in dem Krankenhaus auf Corona getestet. Bislang ohne positive Ergebnisse.

07.14 Uhr: Neues Bund-Länder-Treffen vor Weihnachten

Landes- und Bundespolitiker diskutieren über schärfere Beschränkungen in sogenannten Hotspots mit hohen Corona-Infektionszahlen. Möglicherweise treffen sich Bund und Länder doch noch einmal vor Weihnachten. Bayern hatte gestern neue Beschränkungen angekündigt, um die hohen Infektionszahlen zu drücken. Unter anderem werden die Lockerungen über die Feiertage verkürzt.

06.20 Uhr: Maskenkontrollen in Bahnhöfen und Zügen

In Bahnhöfen und Zügen in NRW sind heute Kontrollen zur Maskenpflicht geplant. Die Aktion ist Teil der ersten bundesweiten Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht im Nah- und Fernverkehr auf der Schiene. Bahnbetreiber, Ordnungsämter und Bundespolizei beteiligen sich daran. Wer in NRW in Bussen, Bahnen oder Bahnhöfen und an Bahnsteigen oder Haltestellen Mund und Nase nicht bedeckt hat, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen.

"Dass auch bundesweit auf Fernstrecken Schwerpunktkontrollen durchgeführt werden, ist ein wichtiger Beitrag, an die Maskenpflicht zu erinnern", hatte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) erklärt. Bei landesweiten Kontrollen waren am 24. November 805 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt worden. Drei Monate zuvor, am 24. August 2020, waren es bei der ersten Schwerpunktkontrolle laut Ministerium 1.707 Verstöße.

06.04 Uhr: Auch Schleswig-Holstein jetzt Risikogebiet

Mit Schleswig-Holstein ist nun auch das letzte deutsche Bundesland zum Corona-Risikogebiet erklärt worden, da der Risikowert von 50,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten wurde (aktuell 51,6). Auch Mecklenburg-Vorpommern hatte kurz vor Schleswig-Holstein den kritischen Wert überschritten.

06.00 Uhr: Erneut mehr Neuinfektionen als in der Vorwoche

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 12.332 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Das sind über 1.000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 11.168 lag.

An Sonntagen und Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 147 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 125 gelegen.

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Stand: 08.12.2020, 06:25