Corona-Live-Ticker: FDP und Grüne unzufrieden mit RKI-Chef Wieler

Corona-Live-Ticker: FDP und Grüne unzufrieden mit RKI-Chef Wieler

  • FDP und Grüne unzufrieden mit RKI-Chef Wieler
  • Fluggastzahl in Deutschland bei Hälfte des Vorkrisen-Niveaus
  • Sozialverband befürchtet überteuerte Corona-Tests
  • Lauterbach regt neue Bund-Länder-Runde an
  • Estland und Lettland neue Hochrisikogebiete
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

FDP und Grüne unzufrieden mit RKI-Chef Wieler

RKI-Chef Lothar Wieler spricht bei Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage

RKI-Chef Lothar Wieler

Politiker von FDP und Grünen haben eine mangelnde Distanz des Robert Koch-Instituts zur Bundesregierung beklagt und Unzufriedenheit mit Instituts-Chef Lothar Wieler geäußert. Anlass für die Kritik ist das Eingeständnis des Instituts vom Donnerstag, dass die Zahl der geimpften Menschen in Deutschland lange zu niedrig angegeben worden sei. Bei Wieler gebe es "von Fehlereinsicht keine Spur", sagte die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus der "Bild".

Wieler sei "zu nah dran an der Linie der Bundesregierung", kritisierte sie. Die FDP wolle, dass die Behörde nicht länger dem Bundesgesundheitsministerium untersteht: "Wir machen uns dafür stark, dem RKI künftig politische Unabhängigkeit zu garantieren."

Der Grünen-Politiker Dieter Janecek kritisierte in "Bild": Andere Länder "kennen solche Probleme mit der Erfassung der Impfquote nicht: Deutschland ist mal wieder überfordert."

Das RKI hatte mit Blick auf die bislang offiziell bekannt gegebene Impfquote berichtet, es müsse hier eine "Unterschätzung von bis zu fünf Prozentpunkten für den Anteil mindestens einmal Geimpfter beziehungsweise vollständig Geimpfter angenommen werden". In der "Erwachsenenbevölkerung" sei von einem Anteil mindestens einmal Geimpfter von bis zu 84 Prozent und einem Anteil vollständig Geimpfter von bis zu 80 Prozent auszugehen.

16.06 Uhr: Fluggastzahl in Deutschland bei Hälfte des Vorkrisen-Niveaus

Auf den deutschen Flughäfen werden zurzeit etwa halb so viele Passagiere abgefertigt wie vor der Corona-Pandemie. In der 39. Kalenderwoche (27. September bis 3. Oktober) wurden rund 2,7 Millionen Fluggäste gezählt, wie der Flughafenverband ADV in Berlin mitteilte. Das waren 51,6 Prozent weniger als in der entsprechenden Woche 2019, aber 158,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zur Vorwoche seien fast 100.000 zusätzliche Passagiere gekommen, stellte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel heraus. "Die Erwartungen bestätigen sich und machen Mut auf ein Oktoberhoch in der Nachfrageentwicklung." Das Wachstum konzentriere sich auf typische Businessziele und Flughäfen an Orten, an denen die Herbstferien bereits begonnen hätten.

16.01 Uhr: Russland meldet erneut Höchststand bei täglichen Corona-Toten

Russland hat am Samstag erneut einen Höchststand bei der Zahl der täglichen Corona-Toten verzeichnet. Nach Angaben der Regierung starben innerhalb von 24 Stunden 968 Menschen an den Folgen der Virus-Erkrankung. Zudem wurden knapp 29.400 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in Russland offiziell 215.453 Corona-Tote gezählt - das ist die höchste Zahl in Europa. Die Statistikbehörde Rosstat nennt allerdings regelmäßig deutlich höhere Zahlen: Nach ihren Angaben vom Freitag starben bis Ende August mehr als 400.000 Menschen in Russland an Covid-19.

14.39 Uhr: Griechenland lockert Corona-Maßnahmen

In Griechenland gibt es von diesem Samstag an zahlreiche Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Bars, Restaurants und Cafés, aber auch andere geschlossene Räumlichkeiten wie Fitness-Studios und Kinos dürfen künftig bis an die Höchstgrenze Gäste zulassen. Voraussetzung ist, dass die Besucher geimpft oder nachweislich in den vergangenen sechs Monaten von einer Corona-Infektion genesen sind. Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen dann in diesen Bereichen weg. Die Lockerungen sollen zunächst für 15 Tage gelten, dann werde der Schritt neu bewertet, berichteten griechische Medien. Die Polizei kündigte bereits an, die Nachweise von Geimpften und Genesenen streng zu kontrollieren.

12.16 Uhr: Studie: Mehr Depressionen und Panikattacken während er Pandemie

Die Fälle von Depressionen und Panikattacken sind im ersten Jahr der Corona-Pandemie einer Studie zufolge weltweit um mehr als ein Viertel angestiegen. Die heute in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichte Studie schätzte, dass vergangenes Jahr weltweit 52 Millionen Menschen mehr an einer schweren depressiven Störung litten, als es ohne Pandemie der Fall gewesen wäre. Die Zahl der unter Angstzuständen leidenden Menschen lag demnach um 76 Millionen höher.

Laut Studie bestand ein enger Zusammenhang zwischen hohen Covid-Fallzahlen, Bewegungseinschränkungen und erhöhten Raten von Depressionen und Angstzuständen.

11.55 Uhr: Höchste Inzidenz im Kreis Minden-Lübbecke

Die Kennziffer für Corona-Neuinfektionen in NRW stagniert. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete heute eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50,4. Damit liegt NRW unter dem bundesweiten Wert von 64,4.

Die höchste Inzidenz verzeichneten weiter der Kreis Minden-Lübbecke mit 149,5 und Hagen (148,4). Die größte NRW-Stadt Köln lag bei 49,9, in der Landeshauptstadt Düsseldorf sank der Wert von 65,6 (Freitag) auf nun 54,3. im Landkreis Coesfeld war die Inzidenz mit 19,0 am niedrigsten. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten sank nach Angaben der NRW-Gesundheitszentrale mit Stand am Freitag auf 910. Davon wurden 316 intensivmedizinisch betreut und 210 Patienten beatmet.

10.00 Uhr: Sozialverband befürchtet überteuerte Corona-Tests

Wer nicht geimpft oder genesen ist, benötigt für viele Freizeitaktivitäten einen negativen Corona-Test. Diese waren lange kostenlos. Doch das ändert sich ab Montag. Dann muss jeder für den Nachweis selber zahlen. Ausnahmen gelten unter anderem für alle Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Der Sozialverband VdK plädiert daher zum Ende der kostenlosen Corona-Bürgertests für eine Begrenzung der Kosten. Weil keine Höchstpreise festgeschrieben sind, rechnet sie mit völlig überteuerten Angeboten, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

Menschen mit wenig Geld sollten deshalb nur eine geringe Eigenbeteiligung zahlen müssen und es müsse mehr Ausnahmen von der Bezahlpflicht geben - zum Beispiel für chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderungen, fordert Bentele. Auch der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Schneider, sieht die Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests kritisch. Wohlhabende Impfskeptiker hätten dann Vorteile, denn die könnten sich die kostenpflichtigen Tests weiter leisten und weiter am öffentlichen Leben teilnehmen.

9.10 Uhr: Lauterbach regt neue Bund-Länder-Runde an

Karl Lauterbach beim offiziellen Wahlkampfabschluss der Sozialdemokraten am Heumarkt in Koeln.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat eine neue Bund-Länder-Runde angeregt, um die Corona-Regeln teilweise zu verschärfen. Er mahnte an, das Thema Corona während der Gespräche über eine neue Bundesregierung nicht aus den Augen zu verlieren. Es stünden viele Entscheidungen an - von den Corona-Regeln bis zu den Booster-Impfungen. "Wir werden aber einen schweren Winter haben, wenn wir nicht die nötige Impfquote erreichen", sagte er den Zeitungen der Funke-Gruppe.

8.16 Uhr: US-Klinik verweigert ungeimpfter Patientin Transplantation

Wegen des hohen Ansteckungsrisikos verlangt ein Krankenhaus in den USA von Organempfängern einen Corona-Impfnachweis. Ärzte wollten bei der Frau aus dem US-Staat Colorado nur dann eine Nierentransplantation vornehmen, wenn sie sich vorher gegen das Coronavirus impfen lässt. Das aber wollte die evangelikale Christin wegen ihres Glaubens nicht.

"Studien haben gezeigt, dass Transplantationspatienten, die sich mit Covid-19 anstecken, eine Sterblichkeitsrate von 20 Prozent oder mehr haben", begründete ein Kliniksprecher die Entscheidung des Krankenhauses. Wie verbreitet diese Regelung unter US-Krankenhäusern ist, ist nicht bekannt.

8.00 Uhr: Bahn-Pendlerstrecken werden wieder voller

Die Züge auf den Pendlerstrecken in NRW sind wieder deutlich voller. Laut Bahn liegt die Auslastung bei 75 Prozent. Auf manchen Strecken herrscht Gedränge. Die meisten Pendler sehen das gelassen. Die allermeisten halten sich an die Maskenpflicht und scheinen sich deswegen auch wenig Sorgen um eine Corona-Infektion zu machen.

7: 36 Uhr: Keine Testpflicht mehr für Wangerooge

Der Westturm von Wangerooge dient heute als Jugendherberge

Wangerooge hebt Testpflicht auf

Der Landkreis Friesland hebt von diesem Montag an die Corona-Testpflicht für die Anreise auf die Insel Wangerooge auf. Gründe dafür seien die mittlerweile lang anhaltende niedrige Inzidenz auf der Ostfriesischen Insel und dass Schnelltests von diesem Montag an kostenpflichtig werden, teilte eine Landkreissprecherin mit. Der Kreis behalte sich aber vor, die Testpflicht wieder einzuführen, sollte sich die Infektionslage verändern, hieß es.

7.00 Uhr: Estland und Lettland neue Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Estland, Lettland und die Ukraine von morgen an als Corona-Hochrisikogebiete ein.

Lettland hat erneut den Notstand ausgerufen und einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängt. Für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes wurde eine Impfpflicht festgelegt, private Firmen sollen wieder auf Homeoffice umstellen. Die Inzidenz ist in Lettland in den vergangenen Wochen stark gestiegen und liegt bei fast 800.

6.00 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht an

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist auf 64,4 gestiegen. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 63,8 gelegen, vor einer Woche hatte sie 64,4 betragen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) heute unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen eines Tages 8.854 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 65 Fälle auf 94.178.

In NRW lag die Sieben-Tage-Inzidenz heute bei 50,4 . Zum Vergleich: Gestern lag der Wert bei 50,3. Damit haben sich die Werte in den vergangenen Tagen kaum geändert.

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Stand: 09.10.2021, 19:32