Ticker von Sonntag (20.06.2021) zum Nachlesen

Stand: 20.06.2021, 19:59 Uhr

  • Bundesregierung wil FFP2-Masken für Kinder
  • Inzidenz auch in NRW erstmals unter zehn
  • Koalition will Einreisebeschränkungen verlängern
  • Mehrere Urlaubsländer ab heute keine Risikogebiete mehr
  • Keine Kondome für Olympia-Starter in Tokio
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Bundesregierung will FFP2-Masken für Kinder

Die Bundesregierung sieht Bedarf, spezielle FFP2-Masken für Kinder zu entwickeln. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. "Eine Erkenntnis aus der Pandemie ist, dass wir Standards für Infektionsschutzmasken speziell für Kinder entwickeln müssen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Grünen kritisieren, dass die Entwicklung der Kinder-Masken erst jetzt anlaufe - 16 Monate nach Beginn der Corona-Pandemie.

19.57 Uhr: Spahn rät von Reisen zum EM-Finale nach London ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät von Reisen zum EM-Finale nach London ab. "London ist Virus-Variantengebiet", sagte der CDU-Politiker heute in der ARD. "Jeder Rückkehrer muss zwei Wochen in Quarantäne." Diese drastische Maßnahme zeige: Wer nicht unbedingt nach Großbritannien reisen müsse, sollte nicht dort hinfahren. "Fußball ist schön, aber man muss nicht unbedingt in London dabei sein", sagte Spahn.

In der britischen Hauptstadt soll am 11. Juli das Finale der Fußball-Europameisterschaft ausgetragen werden, obwohl sich dort die Delta-Variante des Corona-Virus stark ausbreitet. Aus diesem Grund rät auch Kanzleramtschef Helge Braun den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab auf die Insel ab.

18.47 Uhr: Sinkende Zahl der Corona-Tests laut Lauterbach "besorgniserregend"

In NRW ist die Zahl der gemachten Bürgertests um die Hälfte gesunken - innerhalb von Tagen von 600.000 auf 300.000. Das sei besorgniserregend, sagte SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach im WDR. Er appellierte, dass sich Menschen insbesondere für Aufenthalte in Innenräumen testen lassen sollten. Er könne nachvollziehen, dass sich Bürgerinnen und Bürger nach Normalität sehnten. Dies sei auch möglich - draußen.

16.29 Uhr: Nach Partys: In Münster und Köln blieb es ruhig

In Köln und Münster verhinderten Polizei und Ordnungskräfte mit verstärkten Einsätzen, dass es zu Menschenansammlungen an beliebten Treffpunkten kam. Am vorigen Wochenende hatte es bei illegalen Partys, unter anderem an Münsters Aasee, Krawalle gegeben. Die Stadt hatte daher ein Verweilverot ausgesprochen, das den Ordnungskräften zufolge Wirkung gezeigt hat. Viele Tausend Menschen hätten ohne Aggressionen gefeiert und gezeigt, "dass es ganz anders geht als noch eine Woche zuvor", teilte die Stadt mit. In Köln hätten Regen und Unwetter laut einem Polizeisprecher auch dazu beigetragen, dass es friedlich geblieben sei.

15.43 Uhr: 60 Prozent der Corona-Neuinfektionen in Lissabon mit Delta-Variante

In der am Wochenende abgeriegelten portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante des Virus zurückzuführen. Das sei das vorläufige Ergebnis der bisher im Juni durchgeführten Sequenzierungen positiver Corona-Proben, berichteten mehrere Medien.

Die Absperrung Lissabons für rund zweieinhalb Tage war wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante angeordnet worden. Seit Freitagnachmittag und bis Montagmorgen dürfen die gut 2,8 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Lissabon die "Area Metropolitana" nur aus triftigem Grund verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen.

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15.14 Uhr: Ifo-Institut: Delta- Variante "ernstzunehmende Gefahr" für deutsche Wirtschaft

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo hat vor einem Rückschlag bei der Konjunkturerholung gewarnt, falls die Corona-Infektionszahlen wegen der neuen Delta-Variante wieder steigen. "Die Delta-Variante ist eine ernstzunehmende Gefahr für die deutsche Wirtschaft", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest dem Nachrichtenportal "t-online".

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts für die erste Juniwoche hatte sich der Anteil der Delta-Variante in Deutschland innerhalb einer Woche fast verdoppelt. In Großbritannien hat die ansteckendere Variante die Vorherrschaft übernommen - obwohl die Impfungen dort viel weiter als in Deutschland fortgeschritten sind. Wegen steigender Inzidenzen wurden dort Lockerungen gestoppt. 

13.54 Uhr: Kreis Minden-Lübbecke meldet keine neuen Infektionen

Nach drei Corona-Neuinfektionen am Samstag, meldet der Kreis Minden-Lübbecke am Sonntag erneut keine Neuinfektionen. Zuvor waren bereits von Mittwoch bis einschließlich Freitag keine Neuinfektionen gemeldet worden, wie das Mindener Tageblatt berichtet.

11.04 Uhr: Erster Corona-Fall bei ausländischen Olympioniken in Japan

Ein Olympia-Teilnehmer aus Uganda ist bei seiner Ankunft in Tokio im Vorfeld der Spiele positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er war einer von neun Athleten und Trainer aus Uganda, die bei ihrer Ankunft am Samstag am Flughafen Narita getestet wurden. Es ist der erste Corona-Fall eines ausländischen Olympioniken in Japan. Der Infizierte ist nun in einer zu diesem Zweck geschaffenen Einrichtung untergebracht.

10.58 Uhr: Keine Kondome für Olympia-Starter in Tokio

Die Olympia-Veranstalter in Tokio versprechen trotz Corona-Pandemie sichere Spiele, aber sicherer Sex im Olympischen Dorf wird unterbunden. Wie die Organisatoren heute wissen ließen, werden die Olympioniken entgegen der Tradition diesmal keine Kondome erhalten - als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Ausbreitung des Coronavirus.

Seit den Spielen 1988 in Seoul ist es bei Olympia üblich, dass den Athleten während der Spiele Kondome zur Verfügung gestellt werden. Diesmal jedoch werden sie die 160.000 eingeplanten Verhütungsmittel erst bei der Abreise aus Japan bekommen, hieß es. Die Spiele sollen am 23. Juli eröffnet werden.

9.51 Uhr: Koalition will Einreisebeschränkungen verlängern

Bundesweite Einreisebeschränkungen sollen auch nach dem Ende der nationalen Epidemie aufrechterhalten werden können. "Wir wollen nächste Woche beschließen, dass Einreisebedingungen, die von Gesundheitsminister Jens
per Verordnung festgelegt wurden, weitergelten können, auch wenn die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht mehr besteht
", sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, der "Welt am Sonntag".

Betroffen sein könnten Beförderungsverbote aus Virusvariantengebieten und Test- und Quarantäneverpflichtungen bei der Einreise. Union und SPD im Bundestag planen dazu noch vor der Sommerpause eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, mit der Einreisebeschränkungen bis zu zwölf Monate weitergelten können, auch wenn die erst kürzlich verlängerte "epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende September ausläuft, wie die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise schreibt.

7.48 Uhr: Apotheken wollen Test-Angebot zurückfahren

Viele Apotheken in Deutschland wollen sich davon verabschieden, Corona-Tests anzubieten. Das liegt zum einen an den gesunkenen Corona-Zahlen und der entsprechend geringeren Nachfrage. Zum anderen liegt es daran, dass der Bund für die einzelnen Tests nun weniger Geld bezahlt. Die Durchführung sei nicht mehr wirtschaftlich, so der Apothekerverband Abda.

7.28 Uhr: Kubanischer Impfstoff - Erste Ergebnisse zur Wirksamkeit

Der in Kuba entwickelte Impfstoffkandidat Soberana 2 hat mit nur zwei von drei vorgesehenen Dosen eine Wirksamkeit von 62 Prozent gezeigt. Das teilt das staatliche biopharmazeutische Unternehmen BioCubaFarma unter Berufung auf vorläufige Daten aus Studien der späten Phase mit. "In ein paar Wochen sollten wir die Ergebnisse für die Wirksamkeit mit drei Dosen haben. Wir erwarten, dass diese größer sein wird", sagte Vicente Vérez, Direktor des staatlichen Finlay Vaccine Institute, das Soberana 2 entwickelt hat. Kuba ist von der Pandemie stark betroffen, bezieht aber keine Vakzine aus dem Ausland, sondern arbeitet an fünf verschiedenen eigenen Impfstoffen.

7.00 Uhr: Mehrere Urlaubsländer ab heute keine Risikogebiete mehr

Urlauber haben es ab heute einfacher, wenn sie mit Auto, Bus oder Bahn in viele europäische Länder reisen. Unter anderem Frankreich, Belgien sowie Teile der Niederlande und Spaniens sind keine Risikogebiete mehr. Das heißt: Ein Corona-Test vor und eine Quarantäne nach der Rückreise sind nicht mehr nötig.

6.55 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in NRW erstmals unter zehn

Nachdem zuvor schon bundesweit die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit Langem auf unter zehn gesunken war, hat sie nun auch in NRW diesen Schwellenwert unterschritten. Das Robert Koch-Institut meldete am frühen Morgen den landesweiten Wert 9,6. Bundesweit sank er auf 8,8.

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