Ticker vom Freitag (11.06.2021) zum Nachlesen

Stand: 11.06.2021, 20:57 Uhr

  • EM mit vielen Reisen bereitet Lauterbach Bauchschmerzen
  • Bundestag verlängert Pandemie-Notlage
  • Schulen nach Sommerferien dauerhaft im Präsenzbetrieb
  • Bundesregierung hebt Reisewarnung für Corona-Risikogebiete auf
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Großveranstaltungen ohne Masken in den Niederlanden ab Ende Juni

Sollten die Niederlande bei der Fußball-EM lange genug dabei sein, können sie Ende Juni auch wieder bei Massenveranstaltungen die Daumen drücken (Archivbild, 2018)

Die Niederlande wollen ab Ende Juni wieder Massenveranstaltungen ohne Schutzmasken zulassen. Voraussetzung ist allerdings, dass Teilnehmer einen Impfnachweis oder ein negatives Testergebnis vorweisen. Das teilte die Regierung am Abend in Den Haag mit. Besucher müssten dann nicht mehr 1,5 Meter Abstand halten.

Damit wären ab Ende Juni auch wieder volle Stadien für Konzerte oder Fußballspiele möglich. Zunächst sollen Veranstaltungen mit bis zu 25.000 Besuchern erlaubt werden, die höchstens 24 Stunden dauern. Ab Ende Juli sollen dann auch mehrtägige Veranstaltungen wie Festivals ohne Zuschauerlimit möglich sein. In Deutschland sind solche Großveranstaltungen nicht vor September möglich.

20.14 Uhr: EM mit vielen Reisen bereitet Lauterbach Bauchschmerzen

Um 21 Uhr startet die Fußball-Europameisterschaft mit dem Eröffnungsspiel Italien-Türkei in Rom. Gespielt wird in elf Städten, verteilt auf elf Länder - und das vor tausenden Zuschauern. Wie viele kommen, ist je nach Standort prozentual unterschiedlich. In München sind 14.000 Zuschauer zugelassen, in Budapest 68.000. Klar ist, dass es durch die EM mehr Reisen in Europa geben wird.

Genau das bereitet dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach Bauchschmerzen. Er sagte in der "Aktuellen Stunde" im WDR, dass man das Infektionsgeschehen mit weniger Reisen hätte besser kontrollieren können. Eine EM an drei oder vier Standorten wäre besser gewesen: "Es hätte weniger Reisen und weniger Aufwand gegeben. Die EM wäre sicherer gewesen."

18.26 Uhr: Lockerungen in weiteren Kommunen am Wochenende

Ab sofort sind in den meisten NRW-Kommunen Restaurantbesuche und Innensport ohne Test möglich. Morgen kommen sieben weitere Städte und Kreise hinzu: Bielefeld, der Hochsauerlandkreis, Krefeld, Lippe, Remscheid, der Rhein-Erft-Kreis und Unna. Am Sonntag folgen Dortmund, Hamm, Kleve und der Oberbergische Kreis.

Auch Kulturveranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmern sind bei der Inzidenzlage wieder eine Option: entweder "wahlweise ohne Abstand oder ohne Test", heißt es in einer Pressemitteilung der NRW-Landesregierung. Wo man nah beisammen steht, wird also ein Test zwingende Teilnahmevoraussetzung sein. Wo Abstände möglich sind, können Veranstalter das nutzen und auf Tests verzichten.

16.59 Uhr: Finanzspritze für NRW-Laienmusiker

Die NRW-Landesregierung stellt im Rahmen des Corona-Hilfsprogramms den Laienmusikvereinen zusätzlich eine Million Euro zur Verfügung. Die Mittel werden über die Dachverbände der Laienmusik an die Vereine vergeben, wie das NRW-Kulturministerium mitteilte.

Die Vereine könnten jeweils bis zu 2.500 Euro bekommen. Mit dem Geld könne zum Beispiel der Honorarausfall einer Ensembleleitung teilweise aufgefangen werden, hieß es.

15.47 Uhr: Bundestag verlängert Pandemie-Notlage

Der Bundestag hat die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" wegen der Corona-Pandemie verlängert. Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten. Nun wird sie maximal für drei Monate verlängert.

15.36 Uhr: Schulen nach Sommerferien dauerhaft im Präsenzbetrieb

Die Schulen in Deutschland sollen im kommenden Schuljahr dauerhaft und "uneingeschränkt" im Präsenzbetrieb bleiben. Darauf haben sich die Bildungsminister der Länder verständigt. Sie verwiesen auf Einschätzungen des Robert Koch-Instituts, wonach Schulen "keine treibende Kraft" in der aktuellen Pandemiesituation seien. Die Höhe der regionalen Infektionszahlen soll bestimmen, ob Tests und Masken nötig seien.

Das kommende Schuljahr solle mit so viel Normalität wie möglich starten, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), nach dem KMK-Beschluss: "Wir freuen uns auf Schulfahrten und Exkursionen." Der Regelbetrieb werde nicht an bestimmte Impfquoten gebunden. Teststrategien und das Tragen von Masken würden jedoch weiter eine Rolle spielen.

Kritik äußerte der Verband Bildung und Erziehung. Die KMK vernachlässige das Risiko einer möglichen vierten Coronawelle im Herbst, erklärte die Gewerkschaft. Sie müsse auch mit "alternativen Szenarien" planen und auf längerfristige Maßnahmen wie Luftfilter setzen.

15.28 Uhr: EU-Staaten beschließen wegen Virus-Varianten "Notbremse" für Reisen

Angesichts der Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten haben die EU-Mitgliedstaaten vor der Sommer-Reisesaison ihre Reiseempfehlungen angepasst. Die Botschafter der EU-Länder beschlossen am Freitag in Brüssel eine "Notbremse", die eine Wiedereinführung von Test- und Quarantänepflichten ermöglicht.

Nach der beschlossenen Empfehlung kann fortan jeder Mitgliedstaat entscheiden, die Notbremse zu ziehen. Dies gelte "insbesondere aufgrund einer hohen Verbreitung von SARS-CoV-2-Varianten", heißt es in dem Text, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Beschränkungen wie Test- oder Quarantänepflichten können demnach bei der Einreise aus bestimmten betroffenen Städten, Regionen oder auch ganzen EU-Ländern verhängt werden. "Ausnahmsweise und vorübergehend" sei dies auch für "Inhaber von Impfbescheinigungen oder Genesungsbescheinigungen" möglich.

14.32 Uhr: Bundesregierung hebt Reisewarnung für Corona-Risikogebiete auf

Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab 1. Juli auf. "Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas.

Das betrifft fast 100 Länder weltweit. Derzeit gilt die Corona-Reisewarnung für alle Weltregionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 50 übersteigt. An dem 1. Juli wird sie erst ab einer Inzidenz von 200 gelten und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Das sind weltweit aber nur etwa 40 der insgesamt rund 200 Länder.

14.16 Uhr: Impfempfehlung für rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche

Die Ständige Impfkommission hat gestern empfohlen, nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen gegen Corona zu impfen. Aufgrund neuer Daten könne es aber jederzeit nötig werden, diese Empfehlung anzupassen: "Stiko-Empfehlungen sind ja nicht in Stein geschlagen", sagte Stiko-Mitglied Fred Zepp, ehemaliger Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, am Freitag.

Laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung der Bundesrepublik Deutschland betrifft die Impf-Empfehlung etwa elf Prozent der Heranwachsenden dieser Altersgruppe - insgesamt rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche.

13.55 Uhr: EMA rät von Astrazeneca bei Bluterkrankung ab

Die europäische Arzneimittelbehörde rät von der Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffes bei Menschen mit einer seltenen Bluterkrankung ab. Dabei gehe es um Personen mit einem sogenannten Kapillarlecksyndrom. Dies müsse auch in die Liste der Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen werden.

Die EMA untersucht außerdem Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach Corona-Impfungen mit den Mitteln verschiedener Hersteller.

13.35 Uhr: Bundestag beschließt 100 Euro "Kinderfreizeitbonus"

Familien mit geringem Einkommen bekommen ab August eine Extra-Zahlung von 100 Euro pro Kind vom Staat. Das hat der Bundestag am Freitag beschlossen. Der sogenannte Freizeitbonus ist Teil des "Corona-Aufholprogramms", mit dem Bund und Länder die Langzeitfolgen der langen Einschränkungen im Bildungs- und Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche abmildern wollen.

Das Programm umfasst zwei Milliarden Euro. Gefördert werden darüber auch Nachhilfeunterricht, Schulsozialarbeit, Ferienfreizeiten oder mehr Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Die Zahlung geht an Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind, Anspruch auf Wohngeld oder den Kinderzuschlag haben oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Im Gesetzentwurf wird von rund 2,7 Millionen Kindern ausgegangen.

13.22 Uhr: EU-Staaten einigen sich auf Lockerungen für Reisende

Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt. Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen.

Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben.

13.12 Uhr: Behandlung schwerer COVID-19-Verläufe: Land fördert Einsatz Künstlicher Intelligenz

Um schwer am Coronavirus erkrankte Patientinnen und Patienten besser vor einer lebensbedrohlichen Sepsis zu schützen, fördert das Land Nordrhein-Westfalen den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Diagnostik mit rund 3,6 Millionen Euro. Der Landtag die Mittel aus dem NRW-Rettungsschirm für den Aufbau des Datennetzwerks CovidDataNet.NRW bewilligt.

Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen auf Basis großer Datenmengen schwere Krankheitsverläufe und potenziell tödliche Immunreaktionen genauer vorhergesehen und Patientinnen und Patienten auf entsprechend qualifizierte Intensivstationen verlegt werden können. Am Aufbau des Datennetzwerks sind Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft in NRW beteiligt.

12.42 Uhr: Corona-Bußgelder: NRW-Kommunen nehmen rund 18 Millionen Euro ein

Ein Mund-Nasenschutz liegt auf Geldscheinen

Corona-Verstöße bringen Millionen an Bußgeldern

Verstöße gegen die Coronaschutz-Verordnung haben den Kommunen in NRW binnen zwölf Monaten rund 18 Millionen Euro an Bußgeldern eingebracht. Das geht aus einer Aufstellung des Gesundheitsministeriums für den Landtag hervor. Spitzenreiter ist demnach Duisburg, wo zwischen April 2020 und April 2021 Bußgelder von rund 1,1 Millionen Euro verhängt wurden. Vergleichsweise gering die Einnahmen in Mülheim/Ruhr - laut Auflistung nur 7.750 Euro.

Die Stadt Münster und der Kreis Soest lieferten als einzige Regionen keine Zahlen. Die Auflistung gehört zur Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag. Wie es zu den Diskrepanzen zwischen den Regionen kommt - so weist Köln als größte Stadt des Landes nur 324.149 Euro an Bußgeldern aus - wird nicht erläutert.

12.00 Uhr: Kritik an fehlenden Regeln für Großveranstaltungen

Die deutschen Städte und Gemeinden kritisieren, dass sich Bund und Länder noch nicht auf bundeseinheitliche Regelungen für Großveranstaltungen einigen konnten. Es müsse nun rasch in weiteren Gesprächen eine klare, einheitliche Linie gefunden werden, unter welchen Voraussetzungen Großveranstaltungen und Volksfeste wieder zulässig seien, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

11.42 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut heute mit.

Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

11.29 Uhr: Präsenzgottesdienste sind fast überall wieder möglich

Kirchenbänke aus der Vogelperspektive, Menschen sitzen mit Abstand

Gottesdienst vor Ort wieder möglich

Weil die Zahl der Neuinfektionen sinkt, sind laut Evangelischer Kirche von Westfalen auch fast überall wieder Präsenzgottesdienste möglich. Die zugelassene Zahl reicht von 250 Menschen bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 bis 1.000 Teilnehmenden bei einem Inzidenzwert unter 35 - abhängig von der verfügbaren Fläche. Auch Trauerfeiern, die Konfirmandenarbeit oder Treffen von Kirchengruppen richten sich nach dem Inzidenzwert.

Voraussetzung für alle Veranstaltungen bleibt weiterhin die Einhaltung der Schutzkonzepte wie Abstandhalten, das Tragen von Masken sowie die Rückverfolgbarkeit. Gemeindegesang soll aber auch bei einem niedrigen Inzidenzwert vorerst weiterhin untersagt bleiben, heißt es in den Empfehlungen der westfälischen Kirche.

11.00 Uhr: Jeder Zweite in NRW ist schon einmal geimpft

Jeder zweite Einwohner von Nordrhein-Westfalen ist mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach liegt NRW bei den mindestens einmal Geimpften im Verhältnis zur Bevölkerung mit einer Quote von 50,0 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 47,5 Prozent.

Mehr als jeder vierte Einwohner von NRW ist vollständig geimpft. Die NRW-Quote von 25,6 Prozent liegt ebenfalls deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 24,8 Prozent.

10.51 Uhr: Modellprojekt - Digitaler Impfpass in Bonn

Collage: Digitaler Impfpass COVID-19

Der gelbe Impfpass gilt weiterhin

Wer im Bonner Kongresszentrum geimpft wird, bekommt von heute an den digitalen Impfnachweis. Das Bonner Impfzentrum ist als Modellstandort in NRW ausgewählt worden. Nach der Impfung bekommt man vor Ort einen QR-Code, den man mit dem Smartphone einscannen kann. Wer bereits geimpft wurde, soll laut Stadtverwaltung den Impfnachweis nachträglich online oder per Post erhalten.

Ab Montag sollen in NRW Apotheken für alle, die vollständig geimpft sind, den digitalen Impfpass ausstellen können. Im WDR 5-Morgenecho erklärte gestern Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, wahrscheinlich werde jede vierte Apotheke in NRW den Service anbieten. "Wir müssen jeden Tag Dokumente prüfen, nämlich Rezepte. Deshalb ist es gut, dass Apotheken jetzt diese Aufgabe bekommen, wir haben Erfahrung mit medizinischen Dokumenten."

9.49 Uhr: Umsatzminus bei Handwerkern

Das deutsche Handwerk bekommt die Corona-Krise voll zu spüren und muss zum Jahresanfang den ersten Umsatzrückgang seit 2013 wegstecken. Die Erlöse sanken von Januar bis März um 7,5 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Dies ist das erste Minus in einem ersten Quartal seit acht Jahren.

Den größten Umsatzverlust verzeichneten die Handwerke für den privaten Bedarf. Hauptbetroffene des Rückgangs sind dabei die Friseurbetriebe (- 37,4 Prozent). Auch beim Baugewerbe (-15,9 Prozent) gab es größere Umsatzrückgänge. Die Ursachen dürften in Rohstoffengpässen, teureren Baurohstoffen und schlechteren Witterungsbedingungen im Vergleich zum Vorjahresquartal liegen. Auch das Lebensmittelgewerbe (-9,8 Prozent) meldete einen Umsatzeinbruch. Besonders die Konditoreien (-20,8 Prozent) erwirtschafteten deutlich weniger.

9.00 Uhr: Weitere Lockerungen in NRW: Restaurantbesuch ohne Test

In vielen Städten und Kreisen in NRW gibt es ab heute weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. So sieht es der Stufenplan der Landesregierung vor. In 31 Kommunen sind zum Beispiel Restaurant-Besuche jetzt auch innen ohne Test möglich.

Anstoßen mit Weißwein in einer Gastronomie.

Ohne Test ins Restaurant

Es ist eine Art Bonus-Lockerung für Städte und Kreise mit einer regionalen 7-Tages-Inzidenz unter 35. Da jetzt auch der landesweite Inzidenzwert erstmals wieder stabil unter dieser Marke liegt, dürfen sie weiter öffnen. Das heißt: An vielen Stellen entfällt die Testpflicht in geschlossenen Räumen - für Kunden im Restaurant, für Sportler in Hallen und für Teilnehmer an außerschulischen Bildungsangeboten. Auch Konzerte und Theatervorstellungen mit über 1.000 Besuchern sind wieder möglich, innen und außen – allerdings mit Test und Mindestabstand.

Die Lockerungen gelten damit ab sofort in der Städteregion Aachen, Borken, Bottrop, Coesfeld, Düren, Düsseldorf, im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Essen, Euskirchen, Heinsberg, Herford, Herne, Höxter, Köln, Minden-Lübbecke, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Münster, Oberhausen, Olpe, Recklinghausen, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Kreis Neuss, den Rhein-Sieg-Kreis, Siegen-Wittgenstein, Soest, Solingen, Steinfurt, Viersen, Warendorf und Wesel. Morgen sollen dann noch Bielefeld, der Hochsauerlandkreis, Krefeld, Lippe, Remscheid, der Rhein-Erft-Kreis und Unna hinzukommen.

8.00 Uhr: G7-Gipfel plant Impfstoff-Spende

Bundeskanzlerin Merkel reist heute zum G7-Gipfel in Cornwall in Südengland. Bei dem Treffen der Staats-und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen soll unter anderem über die Folgen der Corona-Pandemie gesprochen werden. Es wird erwartet, dass es eine Impfstoff-Spende für ärmere Länder gibt - von insgesamt mindestens einer Milliarde Dosen.

7.26 Uhr: Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2.440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3.165 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI heute mit bundesweit 18,6 an.

Alle Kommunen in NRW unter Inzidenz von 50

In NRW liegt der Wert laut RKI heute bei 20.6. Erstmals sind jetzt alle Städte und Gemeinden in NRW unter den Inzidenz-Wert von 50 gefallen, zuletzt lag Hagen noch darüber.

6.36 Uhr: Millionen mangelhafte Masken vom Bund

Mehrere Bundesländer haben in den vergangenen Monaten Mängel bei Corona-Schutzmasken festgestellt, die sie vom Bund bekommen haben. Nach Recherchen des NDR hat zum Beispiel Schleswig-Holstein etwa vier Millionen Masken zurückgeschickt. In Rheinland-Pfalz fielen zwei Drittel durch - weil Verarbeitung oder Filterleistung bemängelt wurden.

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