Ticker vom Freitag (04.06.2021) zum Nachlesen

Stand: 04.06.2021, 19:45 Uhr

  • NRW erlaubt Abi-Feiern
  • Italien und Tschechien ab Sonntag keine Corona-Risikogebiete mehr
  • Ein Fünftel der Deutschen vollständig geimpft
  • Spahn und Ärztevertreter streiten um Impfstoff
  • Keine generelle Impfempfehlung für alle gesunden Kinder
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

NRW erlaubt Abi-Feiern

Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen dürfen ihre Zeugnisvergabe wieder feiern. So steht es in der neuen Coronaschutzverordnung, die morgen in Kraft tritt. Teilnehmen dürfen bei der Zeugnisvergabe neben den Schülerinnen und Schülern ihre Eltern und Lehrer. Jeder braucht einen negativen Coronatest, und es muss einen Sitzplan geben. Bei den Abifeiern dürfen - im Gegensatz zur Zeugnisvergabe - die Eltern allerdings nicht dabei sein.

Bei lokalen Ausbrüchen können Lockerungen erhalten bleiben

Bei Corona-Ausbrüchen in Einrichtungen oder Unternehmen in Nordrhein-Westfalen können die Lockerungen in Regionen bestehen bleiben - auch wenn die Neuinfektionen dadurch die entsprechenden Grenzwerte wieder übersteigen. Die entsprechende Regelung ist ebenfalls Teil der neuen Coronaschutz-Verordnung, die heute veröffentlicht wurde.

In der neuen Fassung wird von "einem klar abgrenzbaren Infektionsgeschehen" gesprochen, bei dem "eine Ausbreitung nach Einschätzung der zuständigen Behörden aufgrund der wirksamen Kontaktnachverfolgung nicht zu erwarten" ist. In solch einem Fall könne das Gesundheitsministerium von der Ausweisung der höheren Inzidenzstufe absehen.

19.45 Uhr: Zwei Festnahmen im Fall des mutmaßlichen Betrugs bei Schnelltests

Im Fall um mutmaßlichen Betrug in Schnelltestzentren hat es in Bochum zwei Festnahmen gegeben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft am Freitag dem WDR . Die "WAZ" hatte zuvor berichtet.

Nach einer Recherche von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung rechnen viele Corona-Teststellen deutlich mehr Tests bei den Kassenärztlichen Vereinigungen ab, als sie tatsächlich vorgenommen haben. Kontrollieren können die Behörden die Zahlen aus den Testzentren demnach nicht – noch. Inzwischen gehen mehrere Staatsanwaltschaften dem Verdacht möglicher Unregelmäßigkeiten nach.

17.45 Uhr: G7 arbeiten an Strategien zur gemeinsamen Pandemiebekämpfung

Die sieben führenden Industrienationen (G7) wollen angesichts der Corona-Pandemie bei der Abwehr kommender Krisen enger zusammenarbeiten. "Wir müssen sicherstellen, dass wir im Inland besser auf zukünftige Bedrohungen der Gesundheitssicherheit vorbereitet sind", betonten die G7-Gesundheitsminister heute nach ihrem Treffen in Oxford.

Künftig sollen bereits 100 Tage nach Ausbruch bezahlbare Tests verfügbar sein und die erste Produktion von Impfstoffen und Studien für Medikamente begonnen haben, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit. Zudem arbeiten die G7 an einer Vereinheitlichung digitaler Impfnachweise, um eine gegenseitige Anerkennung möglich zu machen. Im Kampf gegen künftige Pandemien soll zudem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestärkt werden.

17.35 Uhr: Italien und Tschechien ab Sonntag keine Corona-Risikogebiete mehr

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag Italien und Tschechien sowie Teile Österreichs, der Schweiz, Kroatiens und Frankreichs von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

17.20 Uhr: Dänemark hebt Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland auf

Reisende aus Deutschland müssen in Dänemark von Samstagnachmittag an nicht mehr in Quarantäne. Dies gilt auch für Dänen, die von einer Deutschlandreise zurückkehren. "Deutschland öffnet sich wieder für uns", sagte Außenminister Jeppe Kofod. Ein negativer Corona-Test wird aber weiter verlangt. Zuletzt mussten deutsche Dänemark-Urlauber entweder geimpft sein oder nach der Einreise in Quarantäne gehen.

17.04 Uhr: Besuch der Kölner und Düsseldorfer Außengastronomie ab Sonntag ohne negativen Test

In Düsseldorf und Köln darf man ab Sonntag ohne negativen Corona-Test wieder die Außengastronomie besuchen. Laut Gesundheitsministerium gilt dann die Inzidenzstufe 2. Sie tritt in Kraft, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner stabil unter 50 liegt.

In Düsseldorf lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag bei 33,1, in Köln bei 32, 8 - und damit in beiden Fällen den fünften Tag unter 50. Zwei Tage später dürfen die Lockerungen in Kraft treten. In den beiden Großstädten dürfen Restaurants dann auch drinnen wieder öffnen - allerdings noch mit Testpflicht.

16.20 Uhr: Corona-Ausbruch in Werler Gefängnis

In einem Gefängnis in Werl hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. 37 der mehr als 1.000 Häftlinge seien betroffen, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministeriums. Nach Angaben von Anstaltssprecherin Verona Voigt rechnet die Gefängnisleitung mit weiteren Fällen. Die Betroffenen Insassen wurden in eine Quarantänestation auf dem Gelände verlegt.

Nach Angaben des Justizministeriums sind die Gefängnisse im Land bislang nur in geringem Maße betroffen. Zuletzt hatte es Ende Mai 17 positiv getestete Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Münster gegeben.

15.55 Uhr: EU für Zwangslizenzen für globale Verteilung von Impfstoff

Für eine bessere Versorgung ärmerer Länder mit Corona-Impfstoff befürwortet die Europäische Union Zwangslizenzen. Dies geht aus dem offiziellen Vorschlag für Gespräche in der Welthandelsorganisation WTO hervor, den die EU-Kommission am Freitag veröffentlichte. Sie stellt sich aber gegen die zeitweilige Aufhebung von Patenten, wie sie die USA ins Gespräch gebracht hatten.

Der Unterschied: Bei einer Zwangslizenz wird der Besitzer eines Patents von Regierungen gezwungen, bestimmte andere Firmen gegen Geld sein geschütztes Produkt herstellen zu lassen. Bei einer Aufhebung von Patenten kann jeder die Produktion unentgeltlich aufnehmen.

15.20 Uhr: Ein Fünftel der Deutschen vollständig geimpft

In Deutschland hat inzwischen ein Fünftel der Menschen den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus erhalten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmittag sind 45 Prozent der Deutschen, also 37,4 Millionen Menschen, mindestens einmal und 20,1 Prozent, also 16,7 Millionen Menschen, vollständig geimpft worden.

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15.08 Uhr: Kommunen halten Public Viewing in Restaurants zur EM für möglich

Der Deutsche Städtetag hält es für möglich, dass zur Fußballeuropameisterschaft trotz der Pandemie "Public Viewing" im kleineren Rahmen in Restaurants und Kneipen stattfinden kann. "Wenn Kapazitätsbeschränkungen, Hygienemaßnahmen und Corona-Regeln beachtet werden, ist auch das Zeigen von Fußballspielen denkbar", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Rheinischen Post".

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) begrüßte es, dass für Gastronomen grundsätzlich die Möglichkeit bestehen soll, Spiele zu zeigen. "Es bleibt natürlich jedem Wirt selbst überlassen, ob er es macht oder nicht", sagte Thorsten Hellwig, Sprecher des Dehoga Nordrhein-Westfalen, der Zeitung. Die Europameisterschaft beginnt am Freitag kommender Woche.

14.35 Uhr: Hunderte feiern am Münsteraner Aaasee

Party machen, als wäre die Krise vorbei. In Münster feierten Hunderte zum Auftakt des langen Wochenendes ausgelassen - wie zum Beispiel am Aasee. Von Hygienevorschriften wie Maske oder Abstand keine Spur. Und nicht nur Münsteraner. Aus Gelsenkirchen, Recklinghausen, Essen pilgerten sie nach Münster, um zu feiern. Bis fünf Uhr morgens. Nach Polizeiangaben wenigstens friedlich.

14.19 Uhr: EM-Spiele in München vor 14.000 Zuschauern

Bei den Spielen der Fußball-EM in München dürfen rund 14.000 Zuschauer ins Stadion. Dies kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach einer Sitzung des Kabinetts an und sprach von einer Stadionauslastung von bis zu 20 Prozent. "Die Fußball-EM ist eine Sondersituation, die wir haben", erklärte Söder. Die Partien vor Zuschauern könnten als Pilotprojekt für den weiteren Profisport betrachtet werden. Die EM-Spiele würden mit einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept begleitet werden.

In der Münchner Allianz Arena finden bei der Europameisterschaft vom 11. Juni bis zum 11. Juli zunächst die drei deutschen Vorrundenspiele statt. Joachim Löws Mannschaft trifft am 15. Juni auf Weltmeister Frankreich, am 19. Juni auf Titelverteidiger Portugal sowie am 23. Juni auf Außenseiter Ungarn. Zudem ist am 2. Juli ein Viertelfinale angesetzt.

14.06 Uhr: Merkel will "epidemische Lage von nationaler Tragweite" verlängern

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist trotz sinkender Infektionszahlen für eine Verlängerung der sogenannten "epidemischen Lage von nationaler Tragweite". Das bestätigte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Daran würden viele aktuelle Regelungen in der Pandemie hängen wie etwa die Impfverordnung oder Einreise-Restriktionen. Die Entscheidung darüber treffe aber der Bundestag, der dies nun erörtern müsse. Der Bundestag muss alle drei Monate über eine Verlängerung entscheiden. Aktuell steht eine Entscheidung bis Ende Juni an.

13.44 Uhr: Schulöffnung laut KMK-Präsidentin unabhängig von Impfungen

Nach den Sommerferien soll es an den Schulen in Deutschland mit vollem Präsenzbetrieb weitergehen, unabhängig davon, ob Schüler geimpft sind oder nicht. Das sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst bei RTL/ntv. Geimpfte Kinder machten die Schule "natürlich auch sicherer". Die Eltern müssten mit den Ärzten ihres Vertrauens darüber beraten, wann und ab welchem Alter sie ihre Kinder impfen lassen wollten. Je jünger die Kinder, desto zurückhaltender seien die Empfehlungen der Kinder- und Jugendärzte.

"Für uns ist wichtig, dass unabhängig davon, ob die Kinder geimpft sind, die Schulen trotzdem in voller Präsenz öffnen können", betonte Ernst. Sie hoffe, dass der Unterricht nach den Sommerferien "so normal wie möglich mit "voller Klassenstärke" weitergehen werde.

13.20 Uhr: Frankreich erleichtert Einreise

Frankreich erleichtert ab dem kommenden Mittwoch die Einreise für EU-Bürger: Vollständig Geimpfte müssen ab dem 9. Juni keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Für alle anderen reicht dann ein höchstens 72 Stunden alter Antigen-Schnelltest statt des bisher vorgeschriebenen PCR-Tests.

Als vollständig geimpft gelten alle, die mindestens zwei Wochen vor der Einreise ihre zweite Impfdosis erhalten haben. Bei dem Vakzin von Johnson & Johnson gilt eine Wartezeit von vier Wochen. Die Erleichterungen gelten für alle Bürger aus "grün" eingestuften Ländern. Dazu gehören alle EU-Staaten sowie einige Drittländer wie Australien, Südkorea oder Japan.

12.16 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz unter 30

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3.165 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 29,7 an. Gestern lag sie noch bei 34,1 und vor einer Woche bei 39,8.

Der letzte Tag mit einer Inzidenz unter 30 war der 13. Oktober 2020 mit 29,6. Auch die Zahl der Todesfälle geht zurück. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 86 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 192 Tote gewesen.

11.42 Uhr: Impf-Drive-in für 3.000 Impfwillige in Meerbusch geplant

Mehrere Ärzte wollen in Meerbusch bei Düsseldorf an diesem Samstag bis zu 3.000 Impfwillige im Vorbeifahren impfen. Dazu richten sie einen Drive-in-Parcours in einem Gewerbegebiet ein. An vier Stationen soll alles rund um den "Pieks" abgewickelt werden, berichten Arzt Markus Groteguth und seine Kollegen auf ihrer Homepage. Weil der Impfstoff von Johnson&Johnson gespritzt wird, ist eine zweite Impfrunde im Parcours nicht notwendig.

Geimpft werden nur Impfwillige aus dem Einzugsbereich der Praxis in Meerbusch mit vorheriger Online-Terminanmeldung. Bürgermeister, Polizei und Stadtverwaltung unterstützen die Aktion. Nach der Impfung steht ein Parkplatz als Ruhezone bereit, um etwaige allergische Reaktionen oder Kreislaufprobleme abwarten zu können. 120 freiwillige Helfer und 20 Arzthelferinnen, Krankenschwestern und Ärzte stehen bereit.

10:26 Uhr: Spahn und Ärztevertreter streiten um Impfstoff

Zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und Ärztevertretern ist ein Streit entbrannt über das Zurückhalten von zahlreichen Corona-Impfdosen für geplante Zweitimpfungen. Wie der "Spiegel" am Freitag berichtete, gab das Ressort von Jens Spahn (CDU) in dieser Woche rund 1,2 Millionen gelieferte Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nicht an Ärzte und Impfzentren weiter. Der Hausärzteverband äußerte Unverständnis über den Vorgang.

Dem Bericht zufolge lieferte Biontech für die laufende Woche rund 5,13 Millionen Dosen an den Staat. Statt 3,3 Millionen Spritzen bekamen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte aber nur 2,2 Millionen Portionen. Die Aufgabe des Bundesgesundheitsministeriums sei es, "die Mengen in die Arztpraxen so zu steuern, dass der Bedarf für Zweitimpfungen zu jedem Zeitpunkt gedeckt werden kann", teilte eine Ministeriumssprecherin dem "Spiegel" mit. In den kommenden drei Wochen müssten überproportional viele Zweitimpfungen vorgenommen werden.

09.52 Uhr: Keine generelle Impfempfehlung für alle gesunden Kinder

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat in der Debatte um Corona-Kinderimpfungen angedeutet, dass es keine generelle Empfehlung geben wird. "Es ist keine generelle Empfehlung der Stiko für alle gesunden Kinder zu erwarten", sagte Mertens am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. Für die Empfehlung einer Impfung bei allen gesunden Kindern reichten die Daten bei weitem nicht aus. "Die Stiko - und ich glaube auch viele andere vernünftige Leute - halten diese sprachliche Verbindung von Impfung als Voraussetzung für das normale Leben der Kinder für einen Irrweg", so Mertens.

09.16 Uhr: NRW-Inzidenz unter 35

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist landesweit auf unter 35 gesunken. Am Freitag lag sie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 34,3. Am Donnerstag hatte es noch 39,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gegeben. Innerhalb eines Tages wurden in NRW 693 neue Infektionen und 13 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.

Auch am Freitag überschritt keiner der 53 Kreise und kreisfreien Städte im bevölkerungsreichsten Bundesland die Schwelle von 100, ab der die Bundesnotbremse greift. Drei Kreise lagen noch über dem Wert von 50: Bonn (70,7), Hagen (64,7) und Gütersloh (53,7). Am niedrigsten war die Inzidenz in Münster (10,5), gefolgt von Borken (12,9) und Coesfeld (14,1).

09.02 Uhr: Droht eine Welle von Haustier-Rückgaben?

Verbände befürchten, dass sich einige Vierbeiner bald im Heim wiederfinden könnten. In Anbetracht von Impffortschritten und niedrigerer Infektionszahlen befürchten Tierschützer hierzulande zahlreiche Abgaben von in der Pandemie angeschafften Haustieren. "Die Tierheime berichten bereits von einigen "Corona-Abgaben"", sagte Lea Schmitz, Sprecherin des Deutschen Tierschutzbundes, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Eine größere Abgabewelle gibt es aber zum Glück noch nicht. Dennoch ist die Sorge groß", sagte Schmitz.

08.42 Uhr: Laumann begründet Aussetzen von Erstimpfungen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) wies im WDR5 Morgenecho darauf hin, dass ein Aussetzen von Erstimpfungen und dafür vermehrte Zweitimpfungen vorhersehbar gewesen seien. "Wir brauchen jetzt einfach den Impfstoff, den wir haben, für die Zweit-Impfungen. Das ist aber jetzt nichts Überraschendes“, so Laumann.

Man habe anfangs jede zweite Dosis Impfstoff für Zweitimpfungen beiseite gelegt, da man sich bezüglich der Lieferpünktlichkeit unsicher war. Als man gemerkt habe, dass beispielsweise Biontech-Lieferungen pünktlich kamen, habe man die Rücklagen aufgelöst, um weitere Erstimpfungen zu verabreichen. Er sei aber "fest davon überzeugt", dass man bis August/Anfang September jedem Menschen, der sich impfen lassen will, ein Impfangebot machen könne.

08.30 Uhr: US-Behörden untersuchen Herzmuskelentzündungen

Nach Israel gibt es auch aus den USA Berichte, wonach männliche Jugendliche nach der Biontech-Impfung eine Herzmuskelentzündung bekommen. Ob es einen Zusammenhang mit dem Vakzin gibt, ist allerdings nicht klar. Und selbst wenn, sind die Fallzahlen sehr gering. Das Fachmagazin "Pediatrics" veröffentlichte am Freitag einen Artikel, in dem sieben solcher Fälle bei männlichen Jugendlichen dokumentiert wurden. Allerdings ist unklar, ob es wirklich einen Zusammenhang mit dem verabreichten Impfstoff von Biontech und Pfizer gibt.

Ähnliche Berichte hatte es zuvor auch von jungen Geimpften aus Israel gegeben. Die Jungen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren wurden im April oder Mai geimpft und berichteten nach wenigen Tagen über Schmerzen in der Brust. Untersuchungen zeigten eine Herzmuskelentzündung, die bei vielen Arten von Infektionen auftreten kann, unter anderem auch bei Covid-19.

07.16 Uhr: Lauterbach empfiehlt Impfungen für Kinder

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich gestern Abend in der Aktuellen Stunde im WDR Fernsehen zufrieden mit dem Stand der Impfkampagne in Deutschland. "Die Impfung wirkt immer stärker. Es wird für das Virus immer schwerer werden, noch auf Populationen zu treffen, die nicht geimpft sind", so Lauterbach. Er könne sich deshalb nicht vorstellen, dass es erneut zu einem exponentiellen Wachstum kommt, auch nachdem Reisende aus dem Ausland zurückkehren.

Er bezeichnete die Lockerungen als maßvoll und sprach sich erneut gegen Veranstaltungen in geschlossenen Innenräumen aus, in denen sich die Aerosole leichter verbreiteten.

Auch wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Impfung an Kinder bisher nicht empfiehlt, sprach sich Lauterbach dafür aus, auch Kindern ein Impfangebot zu machen. Dabei müsse man aber mögliche Nebenwirkungen ansprechen. Sollten Kindern nicht geimpft werden, könne es im Herbst erneut zu Ausbrüchen in Schulen kommen.

06.30 Uhr: Höhere Bußgelder bei Coronatest-Betrug

Nachdem in NRW unseriöse Coronatest-Anbieter aufgeflogen waren, hat die Landesregierung am Donnerstag die Bußgeldregeln verschärft: Ab sofort sind Bußgelder von bis zu 25.000 Euro möglich, wenn Personen in den Unterlagen oder Listen der Anbieter erfasst werden, ohne dass eine entsprechende Testung stattgefunden hat.

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