Coronavirus im Paketzentrum: Was heißt das für uns als Empfänger?

Das Bild zeigt einen Paketzusteller mit einem Stapel Paketen.

Coronavirus im Paketzentrum: Was heißt das für uns als Empfänger?

  • Corona-Ausbruch in Paketzentrum im Kreis Heinsberg
  • Was bedeutet das für die Empfänger von Paketen?
  • Antworten auf die wichtigsten Fragen

Der Paketzulieferer DPD hat seinen Standort in Hückelhoven im Kreis Heinsberg wegen zahlreicher Coronavirus-Fällen geschlossen. Das bestätigte am Samstag (16.05.2020) die Kreisverwaltung. Rund 80 Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet worden.

Bin ich beim Abholen von Paketen nun stärker gefährdet?

Person wäscht sich die Hände an einem Waschbecken.

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen kann vor einer Infektion schützen

Nein - das Wichtigste im Kampf gegen das Coronavirus bleibt weiter wirksam: Abstand halten und gründliches Händewaschen. Ebenfalls wichtig bleibt die sogenannte Hust- und Nies-Etikette: Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Menschen halten und sich wegdrehen.

Außerdem gilt wie in allen Geschäften auch in Post- und Bankfilialen die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Masken.

Muss ich einen besonderen Abstand zu Paketboten haben?

Nein - Wissenschaftler und Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass Coronaviren vor allem über eine Tröpfchen- und Kontaktinfektion weitergegeben werden. Also durch direktes Anhusten oder Niesen oder durch Körperkontakt mit einer infizierten Person.

Es genügt also, die Abstandsregel vom 1,5 Meter einzuhalten. Wer sicher gehen will, lässt das Paket in sicherer Distanz vor der Wohnungstür deponieren und nimmt es es an sich, wenn der Paketbote den Hausflur wieder verlassen hat.

Kann ich mich durch das Berühren von Paketen infizieren?

Die Gefahr ist offenbar gering. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es bislang keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen durch Kontakt zu verseuchten Gegenständen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert haben.

Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind laut BfR durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt sei dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité, erklärte schon im März im NDR-Podcast, Coronaviren könnten auf trockenen Oberflächen nicht lange überleben. Trotzdem gilt zur Vorsicht: Hände waschen!

Stand: 16.05.2020, 12:48