Omikron sorgt für viele Personalausfälle in ÖPNV und Kitas

Stand: 28.01.2022, 17:37 Uhr

Wir sind mitten drin in der Omikronwelle. Die Infektionszahlen steigen rasant. Das hat auch immer mehr Auswirkungen in der kritischen Infrastruktur. Kitas und auch der ÖPNV kommen immer mehr an ihre Belastungsgrenze.

In Krefeld sind jetzt die ersten Busfahrten gestrichen worden. Zu viele Fahrerinnen und Fahrer haben sich infiziert oder müssen in Quarantäne. Michael Paßon von den Stadtwerken Krefeld sagt, dass im Moment fünf Prozent der Busfahrer infiziert sind und mindestens nochmal genauso viele sind in Quarantäne. Der Großteil der Busse fährt im Moment in Krefeld allerdings noch.

Ähnliche Probleme auch in Wuppertal

In Wuppertal gibt es ganz ähnliche Probleme. Auch da ist jeder zehnte Busfahrer krank oder in Quarantäne. Aktuell sitzen in Wuppertal auch Beschäftigte aus dem Innendienst wieder im Bus am Steuer. Notfallpläne haben wohl die meisten Nahverkehrsunternehmen in der Schublade. Wie die genau aussehen, wollen die meisten erstmal noch nicht sagen.

Die Stadtwerke Krefeld wollen vor allem dafür sorgen, dass im Berufsverkehr am Morgen und am Nachmittag alles läuft und dass möglichst keine Fahrten ausfallen, wenn die Coronazahlen weiter so stark steigen sollten.

Kinderbetreuung im Kreis Paderborn an Belastungsgrenze

Aber auch bei der Kinderbetreuung werden die Probleme durch die vielen Coronafälle immer größer. Im Kreis Paderborn hat die Caritas Alarm geschlagen. Sie befürchtet, dass die Betreuung in den katholischen Kitas in Kürze zusammenbrechen könnte. Es geht um mehr als 600 Kitas zwischen Castrop-Rauxel und Höxter sowie Minden und Siegen.

Heike Deimel von der Caritas Paderborn sagt, dass sich die Lage eigentlich täglich ändert. Die gewohnte Betreuung oder den Bildungsauftrag zu erfüllen, sei da kaum noch möglich.

Sorgenvoller Blick auf die nächsten Wochen

Die Kitas erreichen oft auch kaum noch das zuständige Gesundheitsamt. Oft müssten sie dann allein entscheiden, ob eine Gruppe in Quarantäne soll oder möglicherweise die gesamte Kita geschlossen werden muss.

Auf die nächsten Tage und Wochen schaut Heike Deimel mit viel Sorge. Wenn zu viele Beschäftigte ausfallen, müssen die Kitas dann komplett dicht machen. Ihr Vorschlag sind mehr verpflichtende Tests für die Kita-Kinder und sie wünscht sich einheitliche Regelungen vom Land und mehr Unterstützung, zum Beispiel auch von den Gesundheitsämtern.