Hebammen fehlen: Kreißsaal im Klinikum Herford muss vorerst schließen

Zum zweiten Mal muss ein Kreißsaal in OWL vorübergehend schließen: Das Klinikum Herford kann keine spontanen Geburten annehmen - weil es zu wenig Hebammen gibt.

Das Klinikum sehe sich zu diesem bedauerlichen Schritt gezwungen, um die Sicherheit von Mutter und Kind zu gewährleisten, heißt es in einer Mitteilung. Vom 4. bis einschließlich dem 12.10.2021 seien nur noch geplante Geburten mit Kaiserschnitt möglich. Die Wochenbettstation bleibe im Betrieb.

Zum zweiten Mal muss ein Kreißsaal in OWL vorübergehend schließen

Wer in diesem Zeitraum zur Entbindung in dem Herforder Krankenhaus angemeldet ist, werde persönlich benachrichtigt. Umliegende Kliniken seien informiert. Zu dem Schritt der Abmeldung kam es laut Klinikum wegen mehrerer akuter Ausfälle im Personal.

Erst im September musste das St. Johannisstift in Paderborn vorübergehend seinen Kreißsaal abmelden. Nach drei Wochen sind dort nun wieder Geburten möglich. Hebammenmangel ist ein bundesweites Problem.

Nachwuchs durch Studierende

In Zukunft erhofft sich das Klinikum Herford Abhilfe vom Nachwuchs. Seit vergangenem Jahr hat der Kreis Herford eine Kooperation mit der Fachohschule des Mittelstands in Bielefeld. Dort gibt es den Studiengang der Hebammenwissenschaften, der vom Kreis finanziell unterstützt wird. Auch im Klinikum Herford werden aktuell Studierende ausgebildet.

Den Regelbetrieb wolle der Kreißsaal wieder aufnehmen, sobald sich die personelle Situation entspannt.

Hebammen aufwerten WDR 5 Politikum - Wiedervorlage 16.03.2021 03:11 Min. Verfügbar bis 16.03.2022 WDR 5 Von Tina Srowig

Download