Ticker vom Montag (04.01.2021) zum Nachlesen

Ticker vom Montag (04.01.2021) zum Nachlesen

  • Kultusminister wollen Stufenplan für Schulen
  • Laumann: Ab Februar Impftermine für Über-80-Jährige
  • NRW-Polizei warnt vor Betrug mit Impfungen
  • Medienberichte: Lockdown-Verlängerung bis 31. Januar
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

Aktualisieren

Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

20.20 Uhr: EU-Abgeordneter Liese verteidigt Impfstoff-Bestellungen

In der Diskussion um mögliche Versäumnisse bei der Bestellung von Corona-Impfstoffen hat der Europaabgeordnete Peter Liese (EVP) das Vorgehen der EU verteidigt. "Biontech arbeitet mit der US-Firma Pfizer zusammen. Meiner Kenntnis nach gab es da Anwälte im Hintergrund, die gesagt haben: 'Wir haften für gar nix'. Wenn wir so einen Vertrag unterschrieben hätten, hätten wir den Impfgegnern sehr viel Nährstoff gegeben", sagte der Abgeordnete aus Südwestfalen dem WDR. "Deswegen war es richtig zu sagen: Wir wollen Sicherheit."

Er habe mich immer dafür eingesetzt, möglichst viel Impfstoff zu kaufen.Viele Parteien im Europäischen Parlament hätten aber gesagt: "Wir kaufen keinen Impfstoff, der nicht zugelassen ist. Und wir sollten dem Rest der Welt nicht den Impfstoff wegkaufen."

In Lieses Augen wird ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen. "Wir haben mehr als zweimal so viel Impfstoff wie Deutschland gebrauchen kann", so Liese. "Es gibt noch weitere Verträge - unter anderem mit der Firma Curevac aus Deutschland - für insgesamt 405 Millionen Dosen".

Dieser Impfstoff würde "im Normalfall kurzfristig zugelassen. Und falls nicht: Ich habe mit dem Curevac-Chef gesprochen. Wenn der Impfstoff nicht funktioniert, ist Curevac bereit, mit Biontech zusammenzuarbeiten. Solche Sachen müssen wir jetzt anpacken. Nicht sagen: Wir hätten im August was wissen können."

19.42 Uhr: EU-Kommission genehmigt Milliarden-Staatshilfe für Tui

Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt. Das teilte die EU-Kommission heute in Brüssel mit.

Tui hatte im Laufe des Jahres bereits von weiteren staatlichen Hilfen profitiert. Die Tourismusbranche ist neben Luftverkehr und Gastronomie besonders stark vom Nachfragerückgang in der Pandemie betroffen.

Zu den 1,25 Milliarden Euro des Bundes gehört nach Angaben der EU-Kommission eine stille Beteiligung in Höhe von 420 Millionen Euro, die in Eigenkapital von Tui wandelbar ist. Zudem umfasst das Paket eine nicht wandelbare stille Beteiligung von bis zu 680 Millionen Euro sowie eine wandelbare Optionsanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro.

19.01 Uhr: Winterberger Bürgermeister: "Sind unser Verantwortung gerecht geworden"

Nach dem Ansturm von Besuchern auf die Wintersportgebiete in Winterberg und Umgebung hat sich Bürgermeister Michael Beckmann (CDU) gegen Kritik gewehrt. "Wir waren gut vorbereitet und haben sogar das Ordnungsamt personell aufgerüstet. Aber so einen Ansturm hat es – auch an guten Wintersportwochenenden – so noch nicht gegeben", sagte Beckmann in der Aktuelle Stunde des WDR.

Man habe schon am ersten Tag "dieses Zustroms reagiert. Wir haben Security eingesetzt und Leute aus dem Rathaus, die eigentlich nicht dafür ausgebildet sind. Dann kam noch die Unterstützung vom Land NRW dazu. Am Ende sind wir unser Verantwortung gerecht geworden", so Beckmann.

Schneetourismus: Andrang trotz Corona

WDR 2 Das Thema 04.01.2021 03:24 Min. Verfügbar bis 04.01.2022 WDR 2


Download

16.20 Uhr: Niederlande ziehen Impfstart vor

Nach einer Welle von Kritik der Öffentlichkeit und Opposition werden die Niederlande den Impfstart auf Mittwoch vorziehen. Zwei Tage eher als geplant sollen zunächst Pfleger und Ärzte von Corona-Patienten geimpft werden, teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge heute mit. Die Niederlande sind das letzte Land der EU, das mit dem Impfen beginnt.

16.18 Uhr: Giffey sieht keinen Raum für Lockerung im Kita-Bereich

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht angesichts der hohen Infektionszahlen keinen Spielraum für Lockerungen der Einschränkungen in Kinder-Betreuungseinrichtungen. Man sei "im Moment noch in einer Situation, in der nicht über weitere Lockerungen gesprochen werden kann", sagt Giffey heute. Wenn das Infektionsgeschehen es wieder zulasse, müssten die Kita-Einrichtungen aber zu den ersten gehören, in denen dies geschehe.

15.54 Uhr: Intensivmediziner: Lockerungen aus medizinischer Sicht undenkbar

Weil die Patientenzahlen auf den Intensivstationen weiter steigen, hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vor Lockerungen der geltenden Corona-Einschränkungen gewarnt. Ein Effekt des geltenden Lockdowns sei derzeit noch nicht spürbar, erklärte Divi-Präsident Gernot Marx. Eine Lockerung der Maßnahmen - mit mehr Begegnungen und Öffnungen von Geschäften - seien deshalb aus medizinischer Sicht undenkbar.

15.20 Uhr: Kinobetreiber können Hilfsgelder beim Land beantragen

Kinobetreiber in NRW können ab sofort finanzielle Unterstützung beim Land beantragen. Im Rahmen des Hilfsprogramms "Film ab NRW" stehen insgesamt bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung, wie die Staatskanzlei heute mitteilte.

Die insgesamt rund 230 Lichtspieltheater in NRW seien wegen der Corona-Einschränkungen im Jahr 2020 nur rund acht Monate geöffnet gewesen, hieß es weiter. Dadurch seien die Zuschauerzahlen und die Umsätze der Branche erheblich gesunken. Allein im ersten Halbjahr ging der Umsatz in NRW laut Filmförderungsanstalt um über die Hälfte von 95,8 Millionen Euro auf rund 46,5 Millionen zurück. Zahlen für das Gesamtjahr liegen demnach noch nicht vor.

14.57 Uhr: Massive Probleme bei Distanzunterricht in Rheinland-Pfalz

Der Beginn des corona-bedingten Distanzunterrichts an rheinland-pfälzischen Schulen nach dem Ende der Weihnachtsferien ist von massiven technischen Problemen begleitet worden. Die von vielen Schulen genutzte interaktive Lernplattform "Moodle" war am Montagvormittag nicht mehr zu erreichen.

Eine Mainzer Schulleitung teilte Eltern und Schülern am Vormittag per Rundmail mit, wegen Überlastung der Server sei ein erfolgreicher Zugriff auf die Plattform momentan "Glückssache". In sozialen Netzwerken berichteten Nutzer auch über Probleme anderer zum Fernunterricht verwendeter Online-Dienste.

14.40 Uhr: Kultusminister wollen Stufenplan für Schulen

Die 16 Kultusminister wollen einen Stufenplan für die Öffnung der Schulen. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) heute mitteilte, sollen in Stufe eins die Schüler der Klassen 1 bis 6 wieder in die Schulen gehen, "sollte es die Situationen in den einzelnen Ländern zulassen". Alle anderen bleiben im Distanzunterricht.

In Stufe zwei soll es dann ergänzenden Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und beruflichen weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 7 geben. Erst eine dritte Stufe sieht die vollständige Rückkehr eines Präsenzunterrichts für alle Schüler vor. Den genauen Zeitplan ließ die KMK offen.

"Der heutige Beschluss passt sehr gut in unseren Stufenplan für den Schulbetrieb in Nordrhein-Westfalen", kommentierte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). "Trotzdem ist und bleibt das Ziel, mit wirksamen Maßnahmen für den Infektionsschutz so schnell und so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten."

"Verlorenes Schuljahr wird sich bemerkbar machen"

WDR 5 Morgenecho - Interview 04.01.2021 05:59 Min. Verfügbar bis 04.01.2022 WDR 5


Download

14.34 Uhr: Österreich verlängert Lockdown

In Österreich wird der bis zum 18. Januar geplante Lockdown nach Angaben der Regierung um eine Woche verlängert. Da das ursprünglich geplante "Freitesten" wegen Widerstands der Opposition nicht möglich sei, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober erklärte.

Die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie getroffene Maßnahme bedeutet, dass Handel, viele Dienstleister und Gastronomie bis dahin geschlossen bleiben. Auch die Einreisebeschränkungen aus weltweit fast allen Staaten bleiben in Kraft. Fast jeder, der aus einem Corona-Risikogebiet wie Deutschland einreist, muss in eine bis zu zehntägige Quarantäne.

14.30 Uhr: NRW-Polizei warnt vor Betrug mit angeblichen Impfungen

Die Polizei in NRW warnt vor Betrugsversuchen im Zusammenhang mit angeblichen Corona-Impfungen. Kriminelle böten bundesweit vermeintliche Hausbesuche mit einem bekannten Wirkstoff am Telefon an, berichteten die Beamten heute in Gelsenkirchen und Siegen. Auf diese Weise wollte sie entweder direkt Geld ergaunern oder sich Zugang zu Wohnungen verschaffen, um unbeobachtet Wertgegenstände zu stehlen.

Weder seien Impfungen über den freien Markt erhältlich, noch würden Wirkstoffe in NRW individuell zu Hause verabreicht, betonten die Beamten. Impfungen erfolgten ausschließlich über die vom Staat aufgebauten Verteilungsstrukturen - also in Impfzentren oder durch offizielle Impfteams direkt in Alten- oder Pflegeheimen.

14.24 Uhr: Lage in Krankenhäusern laut Regierungssprecher "sehr schwierig"

Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Situation in den Krankenhäusern in Deutschland "äußerst schwierig" genannt. Die aktuelle Lage der Neuinfektionen lasse sich derzeit nicht genau beschreiben, fügte Seibert mit Verweis darauf hinzu, dass wegen der Feiertage die gemeldeten Fälle lückenhaft sein dürften.

14.19 Uhr: Deutsche laut Umfrage uneinig über Impf-Organisation

Die Deutschen sind laut einer Umfrage gespalten in der Frage, wie die Organisation der bundesweiten Corona-Impfaktion zu bewerten ist. So hätten 44 Prozent der Bürger geringes Vertrauen, dass die Verteilung des Corona-Impfstoffes gut organisiert wird. 40,2 Prozent dagegen hätten großes, ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen".

Optimistisch blickten die Jüngeren auf die Impfaktion: Bei den 18- bis 29-Jährigen sowie den 30- bis 39-Jährigen überwiege die Zahl der Menschen, die glauben, dass die Verteilung des Impfstoffes in Deutschland gut organisiert wird. Am pessimistischsten dagegen blickten Menschen im Alter von 40 bis 49 auf die Organisation der Immunisierungs-Aktion.

Trotz aller Skepsis empfinde es eine deutliche Mehrheit der Deutschen als gut, dass die Europäische Union sich Zeit für die Prüfung des Impfstoffes genommen hat. 55,6 Prozent bewerten es als positiv, dass sich die EU nicht für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes nach britischem Vorbild entschieden hat.

14.01 Uhr: Prozess wegen Betrugs mit Mund-Nasen-Bedeckung gestartet

Sie sollen für Masken und Desinfektionsmittel Geld kassiert, die Ware aber nie geliefert haben: Vor dem Aachener Landgericht hat heute ein Prozess gegen zwei Männer begonnen. Den 61 und 58 Jahre alten Männern aus der Region Aachen wird gemeinschaftlicher Betrug in 83 Fällen zur Last gelegt.

Das Duo soll über Onlineplattformen Masken, Desinfektionsmittel und Fotobearbeitungssoftware angeboten haben. Der Schaden beträgt laut Anklage über 80.000 Euro. Unter anderem sollen sie für Desinfektionsmittel mehr als 12.000 Euro kassiert, die versprochenen 3.500 Liter aber nie geliefert haben. Für eine versprochene Lieferung von 12.000 Masken an ein Unternehmen nahmen sie rund 9.000 Euro ein. Das Duo ist vorbestraft und derzeit in Haft.

13.30 Uhr: Impftermine für Über-80-Jährige laut Laumann ab Februar

Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sind in NRW mittlerweile 81.300 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Bis Ende der Woche sollen es 140.000 sein. Das sagte Laumann heute in einer Pressekonferenz.

NRW-Gesundheitsminister Laumann

NRW-Gesundheitsminister Laumann

Bis zur siebten Kalenderwoche sollen laut Laumann in NRW "weitere 460.000 Menschen" mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft werden - fast ausschließlich in Pflegeheimen. Die Impfung von Klinikpersonal werde ab dem 18. Januar beginnen. Bis zum 24. Januar werde es für alle rund 90.000 Beschäftigten dieser Gruppe in den Krankenhäusern ein Angebot geben.

In den kommenden Wochen sollen alle noch ungeimpften Über-80-Jährigen per Brief informiert werden, dass sie sich einen Termin für eine Impfung ab Februar geben lassen können. Das gelte auch für ambulante Pflegekräfte. Die Impfung dieser Gruppe werde sich voraussichtlich bis Ende März hinziehen, so der Minister, falls bis dahin nicht auch Impfstoff anderer Hersteller zur Verfügung stehe.

12.11 Uhr: Lockdown-Verlängerung bis Ende Januar?

Bund und Länder werden den Corona-Lockdown möglicherweise bis zum 31. Januar verlängern. "Bis auf zwei Länder sind alle für Ende Januar", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen.

Zuvor hatte bereits die "Bild"-Zeitung über eine anstehende Verlängerung des Lockdowns berichtet. Endgültig entscheiden wollen am Dienstag die 16 Ministerpräsidenten, wenn sie mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) konferieren.

11.25 Uhr: Spahn prüft Beschleunigung der Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) prüft eine Beschleunigung der Impfungen. So könne der Abstand zwischen der ersten und der nötigen zweiten Impfung vergrößert werden, heißt es in einem Ministeriumspapier. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts solle dies prüfen.

Zudem erwägt Spahn, die Überfüllung der Impffläschchen auszunutzen. So könnte aus ihnen bis zu sechs statt fünf Dosen gewonnen werden. Dies ermögliche bis zu 20 Prozent mehr Impfungen.

11.20 Uhr: Großbritannien impft nun auch mit Astrazeneca-Mittel

Großbritannien hat nun auch mit der Corona-Impfung des Mittels begonnen, das der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca und die Universität Oxford entwickelt haben. Die erste Impfung erhielt ein 82 Jahre alter Dialyse-Patient.

Der große Vorteil dieses Impfstoffs: Er kann im Gegensatz zum Mittel von Biontech und Pfizer bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was die Logistik deutlich vereinfacht. Zu Beginn stehen dem Land gut eine halbe Million Dosen zur Verfügung, die in Hunderten von Krankenhäusern und Arztpraxen ab dieser Woche gespritzt werden sollen. In der EU ist der Impfstoff noch nicht zugelassen.

11.00 Uhr: Konsumbarometer fällt den dritten Monat in Folge

Auch zum Start in das neue Jahr belasten hohe Corona-Infektionszahlen und der Lockdown die Stimmung der Verbraucher, wie aus dem Konsumbarometer des Einzelhandelsverbands HDE für die kommenden Monate hervorgeht.

Der Index fällt damit bereits den dritten Monat in Folge. "Die Verbraucher wollen in den ersten Monaten nach dem Jahreswechsel mehr sparen, ihre Anschaffungsneigung geht weiter zurück", so der Verband.

10.57 Uhr: "Unglaublich besorgt" wegen Mutation aus Südafrika

Die britische Regierung warnt vor einem großen Risiko durch die in Südafrika aufgetretene Coronavirus-Variante. Diese Mutation sei ein "sehr signifikantes Problem" und sogar ein noch größeres Problem als die hochinfektiöse britische Variante, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock im BBC-Hörfunk.

Er sei "unglaublich besorgt" deswegen. Daher habe Großbritannien Maßnahmen ergriffen, um die Flüge aus Südafrika zu beschränken.

10.30 Uhr: Virologe Stürmer für "Ausgangsbeschränkungen im breiten Sinne"

Martin Stürmer steht in seinem Labor.

Virologe Martin Stürmer

Virologe Martin Stürmer plädiert für eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns. Man müsse sich überlegen, jetzt einmal "kräftig auf die Bremse zu treten", sagte er im "ARD-Morgenmagazin".

Da es immer noch zu viele Kontakte gebe, durch die sich das Coronavirus ausbreite, müsse sich die Politik jetzt auch überlegen, ob sie über "Ausgangsbeschränkungen im breiten Sinne" diskutieren will, so Stürmer.

10.15 Uhr: Mafia-Prozess in Düsseldorf erneut unterbrochen

Die Fortsetzung eines der größten Mafia-Prozesse Deutschlands ist nach mehreren Corona-bedingten Unterbrechungen schon wieder abgesagt worden. Nach Angaben des Düsseldorfer Landgerichtes hat sich ein Angeklagter infiziert.

Erst wurde der Mafia-Prozess wegen einer Quarantäne unterbrochen. Später erkrankten zwei Verteidiger an Corona, von denen einer starb. Dann wurde ein Angeklagter positiv getestet. Und jetzt ein weiterer. Seit Prozessbeginn Mitte Oktober sind inklusive dem heutigen Tag schon acht von 19 geplanten Verhandlungstagen ausgefallen.

10.04 Uhr: Bildungsforscher fordert zusätzliche Lernangebote

Andreas Schleicher im Porträt

Bildungsforscher Andreas Schleicher

Laut Bildungsforscher Andreas Schleicher konnten im Distanzunterricht in der bisherigen Corona-Pandemie die Lernziele bei vielen Schülern nicht erreicht werden. "Sehr viel Zeit ist verloren gegangen, vor allem für die Kinder aus sozial benachteiligten Familien - die sind wirklich zu kurz gekommen", so Schleicher im "Morgenecho" bei WDR5.

"Wichtig ist, dass man alles Mögliche tut, diesen verlorenen Zeitraum nachzuholen." Das sei etwa in den Ferien und mit zusätzlichen Lernangeboten möglich, so Schleicher. Man müsse jetzt "zusätzliche Möglichkeiten außerhalb der regulären Unterrichtszeit" schaffen.

9.18 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in NRW sinkt weiter

Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW am 23. Dezember mit 200,5 ihren Höchstwert erreicht hatte, fällt sie weiter stark ab. Aktuell liegt der Inzidenzwert bei 120,5. Das entspricht etwa dem Wert vom 26. Oktober. Anfang September lag er noch im einstelligen Bereich.

Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen offiziell mit dem Coronavirus infiziert haben.

Die sinkende Sieben-Tage-Inzidenz ist auch in NRW-Ballungszentren wie Essen, Dortmund, Recklinghausen, der Region Aachen oder im Rhein-Sieg-Kreis zu spüren. In Köln und Düsseldorf liegt die Inzidenz seit einigen Tagen sogar unter dem Schwellenwert 100.

8.50 Uhr: Lehrerverband-Chef schließt raschen Präsenzunterricht aus

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält die Schulen für schlecht vorbereitet auf eine längere Phase des Distanzunterrichts. Dennoch schloss er im "ARD-Morgenmagazin" angesichts der Coronalage eine schnelle Rückkehr zum normalen Schulbetrieb aus. Meidinger plädierte dafür, beim Start zurück in den Präsenzunterricht die höheren Jahrgänge zu bevorzugen

8.06 Uhr: Deutschland übertrifft laut Analyse das 2020-Klimaziel

Als Folge der Corona-Krise hat Deutschland Experten zufolge das Klimaschutz-Ziel für das Jahr 2020 übertroffen. Der Treibhausgas-Ausstoß habe im vergangenen Jahr 42,3 Prozent unter dem Wert von 1990 gelegen, ergab eine Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende. Das eigentlich schon abgeschrieben Ziel für vergangenes Jahr sah 40 Prozent weniger Emissionen als 1990 vor.

Den Berechnungen zufolge gingen die Emissionen um über 80 Millionen Tonnen CO2 zurück auf rund 722 Millionen Tonnen. Zwei Drittel dieser Minderung seien aber eine Folge der Corona-Pandemie, ohne sie hätte der Rückgang nur bei etwa 25 Millionen Tonnen gelegen, und das Jahresziel wäre verfehlt worden.

Als Folge der Pandemie ist der Energieverbrauch im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Dazu kamen den Experten zufolge relativ hohe CO2-Preise in der EU, die vor allem die klimaschädliche Stromproduktion aus Kohle verteuern, sowie niedrige Gaspreise und ein milder Winter, in dem nicht so viel geheizt wurde.

7.35 Uhr: Oliver Pocher ruft Fans zu Verzicht auf Ausflüge und Urlaub auf

Comedian Oliver Pocher hat seine Follower bei Twitter und Facebook gebeten, auf Ausflüge in Schneegebiete und Urlaubsreisen in die Sonne zu verzichten.

Niemand habe etwas "gegen Urlaub oder Schnee ... Auch ich war schon einmal im Skiurlaub oder auch in der Sonne und in Dubai", schreibt Pocher. Jetzt sei es aber nötig, sich noch mal ein paar Monate zurückzuhalten und seinen Egoismus hintanzustellen.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

6.38 Uhr: Knapp 10.000 gemeldete Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9.847 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das gab die Bundesbehörde am frühen Morgen bekannt. Außerdem wurden 302 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die nordrhein-westfälischen Gesundheitsämter haben dem RKI 1.925 Neuinfektionen gemeldet. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW bei 120,5 - bundesweit liegt sie bei 139,4.

6.30 Uhr: Auch Eifel-Ausflugsziel Hellenthal riegelt ab

Winterberg im Sauerland hat den Anfang gemacht. Nun zieht die Gemeinde Hellenthal in der Eifel nach. Der Bürgermeister bestätigte dem WDR, wegen des Ansturms an Tagestouristen von heute an alle Wintersportanlagen für Besucher zu schließen.

Sie sollen mit Bauzäunen abgesperrt werden. Das betrifft unter anderem die Wintersportgebiete Weißer Stein bei Udenbreth sowie den Bereich Hohes Kreuz in Hollerath. Die Polizei hatte am Sonntagnachmittag bereits die Zufahrten zu den Gebieten zeitweise gesperrt, weil es zu voll wurde. Voll waren die Straßen auch an der Hohen Acht in der Eifel. Dort sprach der Bürgermeister von Adenau von "nie dagewesenen Menschenmassen".

6.20 Uhr: Philosoph Precht zu Eigenverantwortung in der Pandemie

Was bringt Menschen dazu, trotz Ansteckungsgefahr in überlaufene Schneegebiete wie Winterberg zu fahren? Warum misschaten manche Corona-Regeln und Polizei-Absperrungen? Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht erklärte das am Sonntagabend in der "Aktuellen Stunde" im WDR-Fernsehen so:

Richard David Precht

Richard David Precht

"Es gibt die Gedankenlosen und es gibt die Empathielosen, die einfach kein Mitgefühl haben und es innerlich nicht fertig bringen, solidarisch zu sein. Denn es geht ja nicht nur um die eigene Gesundheit, es geht bei all den Maßnahmen um Solidarität mit den Schwachen und besonders Gefährdeten", so Precht.

Und weiter: "Es gibt Menschen, denen ist es nicht gegeben, das zu empfinden. Die sind dann entweder rebellisch oder machen sich keinen Kopf deswegen." Die gute Nachricht: Es sei ein verschwindend geringer Prozentsatz der Bevölkerung, sagte Precht - "allerdings einer, der im Augenblick stark auffällt".

Immer die neuesten Corona-Zahlen zum eigenen Wohnort

Mit den Messenger-Diensten von WDR aktuell lassen sich die aktuellsten Corona-Fallzahlen unkompliziert aufs Handy holen. Einfach die Postleitzahl des eigenen Wohnorts eingeben und in Sekundenschnelle erscheinen die aktuellen Zahlen. Den Service gibt es bei "Telegram" und im "Facebook Messenger", die Anmeldung ist sehr einfach. 

WDR aktuell App - PLZ senden und Fallzahlen erhalten

WDR aktuell App - PLZ senden und Fallzahlen erhalten

Stand: 05.01.2021, 06:22