Ticker vom Sonntag (28.06.2020) zum Nachlesen

Ticker vom Sonntag (28.06.2020) zum Nachlesen

  • Eingeschränkter CSD in Düsseldorf
  • Test-Offensive in Bayern
  • Stamp entschuldigt sich für Bastel-Masken
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

107 Neuinfektionen im Kreis Gütersloh ohne Tönnies-Bezug

In den vergangenen sieben Tagen (21. bis 27. Juni) wurden im Kreis Gütersloh 107 Corona-Fälle bei Menschen bekannt, die keinen direkten Bezug zur Firma Tönnies haben. Das hat heute ein Sprecher des Kreises mitgeteilt. Das sind 32 mehr als am Vortag.

Laut Kreissprecher ist die Lage damit unverändert: Die Zahl der positiven Tests in der übrigen Bevölkerung steige merklich an, die Mehrzahl der betroffenen Personen sei offenbar ohne Krankheits-Symptome. Der Anstieg sei dadurch zu erklären, dass sich viel mehr gesunde Menschen testen lassen.

Mehr Infektionen im Kreis Gütersloh: Testoffensive in Bayern Aktuelle Stunde 28.06.2020 UT Verfügbar bis 05.07.2020 WDR Von Jan Henning Gall

Test-Offensive in Bayern

In Bayern soll sich künftig jeder auf das Coronavirus testen lassen können - ganz unabhängig davon, ob es Symptome gibt. Die Tests sollen "massiv" ausgeweitet werden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) erklärte. Man könne sich "bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen lassen", sagte sie.

Ein Schwerpunkt der Tests soll auf Schlachthöfen und Fleischverarbeitungsbetrieben liegen. Ziel sei, "größeren Ausbruchsgeschehen wie in Gütersloh vorzubeugen", sagte die Gesundheitsministerin.

CSD in Düsseldorf mit Einschränkungen

Mehrere Teilnehmer des CSD vor einer Regenbogenflagge

Die Demonstration zum Christopher-Street-Day in Düsseldorf hat wegen der Corona-Pandemie nur eingeschränkt stattfinden können. Statt einer großen Straßenparade trafen sich die Teilnehmer mit dem Fahrrad und fuhren zur Abschlusskundgebung am Rathaus. In Köln ist die Demonstration zum CSD auf den 11. Oktober verschoben worden. Auch hier soll die Form der Corona-Pandemie angepasst werden.

Stamp entschuldigt sich für Bastel-Masken

Viele Kita-Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen "Bastel-Sets" von NRW-Familienminister Stamp (FDP) bekommen. Das Ministerium hatte an etliche Kitas Mund-Nase-Masken verschickt, die noch zusammen gebastelt werden müssen.

Ein Bastelset für einen Mund-Nasen-Schutz.

Masken-Bastelset von der Landesregierung für Kitas in NRW

Stamp hat sich dafür nun entschuldigt: "Ich kann Ihnen versichern, dass dies kein Ausdruck von Geringschätzung war. Um eines klarzustellen: Sie sind keine Basteltanten und Bastelonkel, sondern hochqualifiziertes pädagogisches Personal bzw. Kindertagespflegeperson."

Die Bastel-Masken seien für Besucher oder Eltern gedacht gewesen. Das Personal habe fertige Masken mitgeschickt bekommen.

6,15 Milliarden Euro Hilfe bei Corona-Konferenz zugesagt

Beim internationalen Spendenmarathon für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19 sind neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die EU-Kommission und Deutschland sagten am Samstag bei einer virtuellen Geberkonferenz zusammen knapp 5,3 Milliarden Euro zu.

Weitere Großspenden kamen zum Beispiel aus den USA und Kanada. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstagabend mit.

Heil macht Tempo beim Verbot von Werkverträgen

In Europa gibt es erhebliche Diskussionen über die deutsche Fleischindustrie, sagt Bundesarbeitsminister Heil. Darüber, "wie schlecht wir mit den rumänischen Landsleuten umgehen. Gleiches gilt in Bulgarien. Das müssen wir dringend ändern". Deshalb macht Heil nun Tempo beim Verbot von umstrittenen Werkverträgen. Er will im Juli dazu einen Gesetzentwurf vorlegen.

Dann könnten die Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachtbetrieben noch vor Jahreswechsel neu geregelt sein, stellte Heil in der "Welt am Sonntag" in Aussicht.

Spargelbauern unterschiedlich von Corona betroffen

Zum Ende der Spargelsaison ziehen die Landwirte der Region eine gemischte Bilanz. Vor allem die Bauern, die ihren Spargel an Restaurants verkaufen, hätten Umsatzeinbußen von rund 60 Prozent gehabt. Jene, die eigene Hofläden betreiben, hätten sich dagegen über Umsatzsteigerungen freuen können.

Stand: 28.06.2020, 20:55