Ticker von Samstag (21.08.2021) zum Nachlesen

Ticker von Samstag (21.08.2021) zum Nachlesen

  • EM-Endspiel nun offiziell Superspreader-Event
  • Inzidenz in 20 NRW-Regionen über 100
  • Köln "bittet" um Erlaubnis für volles Stadion
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

EM-Endspiel nun offiziell Superspreader-Event

Das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft zwischen England und Italien war ein sogenanntes Superspreader-Ereignis. Dies geht aus den offiziellen Daten der Behörde Public Health England (PHE) des Gesundheitsministeriums hervor.

Laut PHE seinen an dem Tag wahrscheinlich 2295 Menschen infiziert gewesen, weitere 3404 Menschen hätten sich möglicherweise bei dem Spiel am 11. Juli angesteckt.

"Die Daten zeigen, wie leicht sich das Virus bei engem Kontakt ausbreiten kann und dies sollte uns allen eine Warnung sein, während wir versuchen, langsam wieder zur Normalität zurückzukehren", sagt Jenifer Smith, stellvertretende medizinische Direktorin von PHE, in einer Erklärung.

15.37 Uhr: Österreich erwägt Einlass in Bars nur noch für Geimpfte

Bei weiter steigenden Corona-Zahlen könnten in Österreich ab Herbst nur noch geimpfte Personen Zutritt zu Discotheken und Bars haben. "In der Nachtgastronomie haben wir die Situation, dass viele Ungeimpfte auf Geimpfte treffen. Daher gibt es hier besonderes Risiko von sogenannten Superspreader-Events", hieß es in einer Pressemitteilung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und dem grünen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Sobald sich das soziale Leben im Herbst wieder nach innen verlege, die Infektionszahlen weiter steigen und die Impfquote unter Jungen niedrig bleibe, werde die Maßnahme laut Bundesregierung in Betracht gezogen. 

Aktuell gilt in Österreich die 3G-Regel: Geimpfte, Getestete oder Genesene haben Zugang zu Gastronomie, Sport- und Freizeitveranstaltungen oder zu sogenannten körpernahen Dienstleistungen, wie etwa Friseuren.

14.03 Uhr: In 20 NRW-Regionen liegt die Inzidenz bereits wieder über 100

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist stark gestiegen. Sie liegt bundesweit jetzt zum ersten Mal seit Ende Mai wieder über 50: Laut Robert Koch-Institut haben sich im Schnitt in einer Woche 51,6 Menschen pro 100.000 Einwohner neu angesteckt. In Nordrhein-Westfalen war der Wert in den vergangenen Tagen in die Höhe geschnellt - auf jetzt 91,8 von 54,0 vor einer Woche.

Mittlerweile haben 20 Kreise oder kreisfreie Städte die Wocheninzidenz von 100 überschritten. An der Spitze liegen Leverkusen mit 162,5, Wuppertal mit 149,8 und Solingen mit 147,6. Unter dem Wert von 35 lag am Samstag keine Region mehr.

13.26 Uhr: Corona auf Pazifikinsel Palau angekommen

Der kleine Pazifikstaat Palau hat seinen Status als eines der letzten Länder des Planeten ohne Corona-Fall verloren. Am Samstag vermeldete das Gesundheitsministerium die ersten beiden Fälle - gab aber gleichzeitig Entwarnung. Die zwei Reisenden aus dem US-Außengebiet Guam seien nach ihrer Einreise positiv auf das Coronavirus getestet und zusammen mit ihren Kontaktpersonen in Quarantäne genommen worden.

11.21 Uhr: Heil will Recht auf Corona-Impfung während Arbeitszeit

Zur Ankurbelung der lahmenden Corona-Impfkampagne sollen sich Beschäftigte gegebenenfalls auch während der Arbeitszeit impfen lassen können. Das fordert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und will nun die Verordnung entsprechend anpassen, wie er der "Augsburger Allgemeinen" sagte. "Wir werden die Arbeitgeber anhalten, dass sie stärker an der Impfaufklärung mitwirken und Impfungen im Zweifelsfall auch während der Arbeitszeit ermöglichen."

10.48 Uhr: Kassenärzte fordern Klarheit zu dritter Impfung

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)

KBV-Chef Andreas Gassen

Die Kassenärzte haben von der Bundesregierung genaue Vorgaben für Auffrischimpfungen in den kommenden Monaten gefordert, die für viele Menschen die dritte Impfung wäre. "Selbstverständlich können die Booster-Impfungen in den Praxen vorgenommen werden", sagt der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der "Rheinischen Post". Die Praxen und ihre Teams bräuchten jedoch Klarheit, wann und für wen Impfungen gebraucht würden.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt sagt der Zeitung, dass er Auffrischimpfungen nur für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, mit einem geschwächten Immunsystem sowie für Hochbetagte für sinnvoll halte.

9.55 Uhr: Bayern will Krankenhaus-Ampel statt Inzidenz

In Bayern soll es künftig einen neuen Maßstab in der Corona-Politik geben. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte im "Münchner Merkur" an, für mögliche Einschränkungen eine Krankenhaus-Ampel einzuführen. Sie soll die Lage auf den Intensivstationen abbilden. Die Inzidenz soll in Bayern künftig kein Maßstab in der Corona-Politik mehr sein.

9.21 Uhr: Köln "bittet" um Erlaubnis für volles Stadion

In der Debatte über Zuschauerbeschränkungen im deutschen Profi-Fußball geht der Bundesligist 1. FC Köln den nächsten Schritt. Die Rheinländer hatten kürzlich die sogenannte 2G-Regel eingeführt, ließen fast nur noch genesene und geimpfte Zuschauer ins Stadion und nur wenige getestete. Nun reichte der Klub nach Angaben der "Bild" beim NRW-Gesundheitsministerium eine "Bitte" zur Ausweitung Obergrenze von 25.000 Personen ein.

Wenn es nun möglich sei, Konzerte vor ausverkauftem Haus durchzuführen, sofern die Besucher geimpfte, genesen oder getestet (3G) sind, "was wir ausdrücklich sehr begrüßen, muss es im Fußball unter freiem Himmel möglich sein, zumindest mit 2G ebenfalls wieder 50.000 Zuschauer im Stadion begrüßen zu dürfen", sagte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle.

Tatsächlich sieht die aktuelle Corona-Schutzverordnung nur eine Beschränkung der Zuschauerzahl bei Sportgroßveranstaltungen vor. Im Bereich Kultur und anderswo gilt diese Beschräkung nicht.

7.50 Uhr: Neue Studie - Hunde erschnüffeln Corona treffsicher

Trainierte Spürhunde können eine Corona-Infektion offenbar mit großer Treffsicherheit erschnüffeln. Zu dieser Erkenntnis kam die Tierärztliche Hochschule Hannover schon im Sommer vergangenen Jahres. Eine neue Studie, die die Hochschule mit Bundeswehr, der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchführte, zeigt nun: Die trainierten Hunde lagen in 92 Prozent der Fälle richtig.

Spürhund beim Schnüffeltest

Für eine britische Studie erschnüffelt ein Hund Corona-Infektionen.

Die Hunde konnten die Infektion sogar unabhändig davon erschnüffeln, ob sie Urin-, Speichel- oder Schweißproben vorgelegt bekamen. Für die Studie wurden zehn Spürhunde der Bundeswehr eingesetzt. Sie bekamen mehr 5.000 Proben vorgelegt. In einer britischen Studie vom Mai erschnüffelten sechs Hunde die Corona-Infektionen mit einer Genauigkeit von 82 bis 94 Prozent.

Zum Einsatz kommen solche Corona-Spürhunde unter anderem auch in Frankreich. Dort gibt es ein Modellprojekt in einem Altenheim.

7.03 Uhr: Großkonzert in New York trotz steigender Fallzahlen

Obwohl die Corona-Fallzahlen in New York wieder steigen, werden heute zehntausende Menschen zu einem Großkonzert im Central Park erwartet. Es spielen Bruce Springsteen, Patti Smith, Carlos Santana und etwa 20 weitere Musiker. Sie wollen bei der Veranstaltung die Widerstandskraft der Menschen während der Corona-Pandemie würdigen.

Kanaren und Barcelona ab Sonntag keine Hochrisikogebiete mehr

Unter anderem wegen gesunkener Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab heute die Kanarischen Inseln und Katalonien nicht mehr als Hochrisikogebiete ein. Dazu gehören zum Beispiel Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, die katalanische Hauptstadt Barcelona und die Strände der Costa Brava.

Reisende ziehen Koffer über die Rambla in Barcelona.

Reisende ziehen Koffer über die Promenade La Rambla in Barcelona.

Stattdessen gehören Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln - darunter Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos - ab Dienstag zu den Hochrisikogebieten, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Einreisende aus Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.

Immer die neuesten Corona-Zahlen zum eigenen Wohnort

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Stand: 21.08.2021, 16:46