Der Ticker vom Dienstag (10.08.2021) zum Nachlesen

Der Ticker vom Dienstag (10.08.2021) zum Nachlesen

  • Erweiterte Testpflicht für Ungeimpfte kommt
  • Strengere Regeln für Köln ab Donnerstag
  • NRW-Landesregierung schließt weiteren "Lockdown" aus
  • Düsseldorfer Karneval nur für Geimpfte und Genesene
  • Bund und Länder beraten über Corona-Kurs
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Erweiterte Testpflicht für Ungeimpfte und Aus für Gratistests

Spätestens ab dem 23. August wird der Zutritt zu vielen Einrichtungen und Veranstaltungen auf Genesene, Geimpfte und Getestete beschränkt. Das gilt dem aktuellen Bund-Länder-Beschluss zufolge für Besucherinnen und Besucher von Krankenhäusern und Heimen, für Feste, Kultur- und Sportveranstaltungen in Innenräumen sowie die Innengastronomie.

Auch Fitness-Studios, Schwimm- und Sporthallen sowie Friseure, Kosmetikerinnen sowie Hotel-Betriebe müssen sich Tests oder Impfnachweise vorlegen lassen.

Auch ansonsten wächst der Druck auf Ungeimpfte: Die bisher kostenlosen Bürgertests müssen ab dem 11. Oktober selbst bezahlt werden. Die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz im Überblick:

  • Corona-Bürgertests müssen ab dem 11. Oktober selbst bezahlt werden
  • Abstandsregeln und Maskenpflicht im Einzelhandel und im ÖPNV bleiben
  • Ab 23. August brauchen Ungeimpfte für den Besuch von Innenräumen wie Krankenhäusern, Veranstaltungen, Fitnessstudios, Innengastronomie einen negativen Test
  • Die "Pandemische Lage" wird verlängert
  • Ein neuer "Lockdown" ist nicht geplant

Ausführliche Infos zu den Beschlüssen der Konferenz gibt es hier:

20.28 Uhr: Niedersachsen besteht weiter auf neuen Corona-Kriterien

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Rednerpult

Stephan Weil, Niedersachsens Ministerpräsident

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) beharrt auch nach den Beratungen von Bund und Ländern darauf, dass künftig neben der Inzidenz weitere Kriterien zur Bewertung der Pandemie herangezogen werden müssen. In einer Protokollerklärung zu dem Beschluss, den die Regierungschefs von Bund und Ländern verabschiedeten, heißt es, Niedersachsen halte einen neuen Maßstab zur Einschätzung des Pandemiegeschehens für die Zukunft geboten. Der Beschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern sieht dies nicht vor.

20.09 Uhr: Auch Arbeitgeber wollen keine Tests mehr bezahlen

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) fordert, dass spätestens im Oktober die Pflicht der Betriebe endet, Beschäftigten kostenlos Schnelltests anzubieten. "Wenn der Staat sich aus der Finanzierung der kostenfreien Corona-Tests zurückzieht, muss auch das verpflichtende Testangebot der Arbeitgeber enden", erklärt die BDA.

19.25 Uhr: Rechtswissenschaftler rechnet mit "faktischer Impfpflicht"

In der kommenden Session werden Ungeimpfte bei vielen Karnevalsveranstaltungen in Köln und Düsseldorf nicht mehr willkommen sein. Für Hinnerk Wißmann, Rechtswissenschaftler an der Uni Münster, nur der erste Schritt einer Entwicklung: "Was in Köln und Düsseldorf geplant ist, ist eine praktische Impfpflicht", sagte der Jurist am Abend in der "Aktuellen Stunde".

Ganz unproblematisch sei das nicht. Zwar könnten Vereine bei Veranstaltungen in Innenräumen frei entscheiden, wen sie reinlassen und wen nicht. "Auf den Straßen sieht das anders aus." Angesichts solcher Entwicklungen wäre sogar eine "faktische Impfpflicht" durch den Staat ehrlicher, erklärte Wißmann.

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18.45 Uhr Strengere Regeln für Köln ab Donnerstag

In Köln und im Oberbergischen Kreis greifen ab Donnerstag zusätzliche Schutzmaßnahmen - beispielsweise in der Innengastronomie. Nach einer Übersicht des NRW-Gesundheitsministeriums gilt die Regionalstufe 2 dann für insgesamt fünf Regionen im Bundesland. Sie ist für stabile Sieben-Tage-Inzidenzen von 35,1 bis 50 vorgesehen.

In der regionalen Stufe 2 der Schutzmaßnahmen gilt beispielsweise wieder eine Test- und Platzpflicht in der Innengastronomie. Der Besuch der Außengastronomie ist weiter ohne negative Testnachweise erlaubt. Bisher sind bereits Solingen und Düsseldorf in dieser Stufe.

16.34 Uhr: Ärzte kritisieren Werbekampagne für Impfung

David Hasselhoff wirbt für die deutsche Impfkampagne mit "Ärmel hoch"

Werbefigur David Hasselhoff

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die laufende staatliche Impfkampagne kritisiert: "Die Werbekampagne zur Corona-Schutzimpfung geht an vielen Ungeimpften vorbei", sagte Vorsitzende Susanne Johna der Funke Mediengruppe. Der Slogan "Ärmel hoch!" sei vielleicht am Beginn der Kampagne sinnvoll gewesen, jetzt jedoch erweise er sich "immer mehr als Rohrkrepierer".

Laut Johna ist eine zielgruppengerechte Ansprache nötig, die auch jüngere Menschen erreicht, die in den sozialen Medien unterwegs seien. Die Impf-Aufklärung müsse sehr viel einfallsreicher und überzeugender werden.

16.24 Uhr: Ein Viertel der schwer Erkrankten müssen mehrmals ins Krankenhaus

Mehr als ein Viertel aller im Krankenhaus behandelten Corona-Erkrankten ist später erneut stationär behandelt worden. Das geht aus einer heute veröffentlichten bundesweiten Langzeitstudie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) auf Basis von Versichertendaten hervor. Demnach erfolgte der zweite Krankenhausaufenthalt in 36 Prozent der Fälle wegen Problemen mit der Atmung. Bei 29 Prozent der Erkrankten waren neurologische Störungen der Grund.

15.40 Uhr: NRW-Landesregierung schließt weiteren "Lockdown" aus

Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat ausgeschlossen, dass es noch einmal zu weitreichenden coronabedingten Einschränkungen des wirtschaftlichen, öffentlichen und privaten Lebens im Land kommen wird. "Wir wollen, müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern", versicherte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zur Pandemie.

Eine Frau geht durch die Fußgängerzone Hohe Straße.

NRW-Landesregierung will keinen weiteren Lockdown

Bei diesem Kurs zeigte die Regierungskoalition große Einigkeit. Da die Corona-Pandemie das Gesundheitssystem nicht überlastet habe, dürfe es ein so weitreichendes Herunterfahren des gesamten öffentlichen Lebens auch gar nicht mehr geben, unterstrich auch FDP-Fraktionschef Christof Rasche.

15.38 Uhr: Portugal empfiehlt Impfung für alle ab zwölf

In Portugal wird die Impfungen nun auch für die Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren empfohlen. Die Teenager benötigten kein ärztliches Rezept, sondern müssten nur in Begleitung ihrer Eltern oder ihres Vormunds erscheinen, teilt die Gesundheitsbehörde mit.

15.34 Uhr: Experte: Impfstoff-resistente Mutanten nur eine Frage der Zeit

Ein britischer Experte hält die Entstehung von Corona-Varianten, die sich der Wirkung der derzeit verfügbaren Impfstoffe entziehen, nur für eine Frage der Zeit. "Es ist unausweichlich, dass wir Escape-Varianten bekommen werden", sagte der Mikrobiologe Paul Hunter von der Universität East Anglia heute.

Hunter geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren saisonale Corona-Wellen geben wird. Jeder Brite werde sich im Schnitt alle vier bis fünf Jahre infizieren, schätzt er.

14.25 Uhr: Düsseldorfer Karnevalsfeiern nur für Geimpfte und Genesene

Die Düsseldorfer Karnevalisten wollen in der nächsten Session nur Geimpfte und Genesene zu Feiern zulassen. Das bestätigte das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) dem WDR. Wenn lediglich ein negativer Corona-Test vorliegt, wolle man keinen Eintritt gewähren, hatte Geschäftsführer Hans-Jürgen Tüllmann der "Rheinischen Post" gesagt. "Das reicht uns nicht, um uns vor dem Virus zu schützen. Damit wollen wir auch dazu aufrufen, sich impfen zu lassen."

Das Festkomitee Kölner Karneval wartet noch ab. "Wir diskutieren das noch", sagte eine Sprecherin. Die Düsseldorfer Regelung sei gewiss nicht abwegig und auch für Köln eine Option. Es sei aber noch ein wenig Zeit bis zum Beginn der neuen Karnevalssession am 11.11. und deshalb könne man noch etwas abwarten, wie sich die Dinge entwickelten.

14 Uhr: Impfgegner verirren sich in London

In London haben heute mehrere Hundert Demonstranten vor einem vermeintlichen Sendezentrum des Senders BBC gegen die staatliche Impfkampagne und Nachteile für Ungeimpfte protestiert. Das berichten mehrere britische Medien. Zunächst hatten die Teilnehmer offenbar vor einem Gebäude protestiert, das der Sender seit Jahren nicht mehr nutzt. Als sie ihren Irrtum bemerkten, wechselten sie zum echten Sendezentrum.

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13.30 Uhr: Stiko-Chef gegen übereilte Drittimpfungen

Prof. Dr. Thomas Mertens mit erhobenem Zeigefinger.

Thomas Mertens

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, kritisiert die von der Bundesregierung ab September geplanten Drittimpfungen von Risikopatienten. "Der Aktionismus der Politik verunsichert die Menschen", sagt Mertens der "Welt". "Bei den Auffrischimpfungen zum Beispiel ist der vermittelte Zeitdruck gar nicht gegeben. Da kommt es nicht auf eine oder zwei Wochen früher oder später an."

13.01 Uhr: Luftverkehr weiter am Boden

Die Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben den Passagierluftverkehr im ersten Halbjahr 2021 in Deutschland stärker getroffen als in anderen Ländern. Die Nachfrage bei den deutschen Fluggesellschaften habe um 85 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019 gelegen, erklärte der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Europaweit war das Minus mit 78 Prozent etwas niedriger, der weltweite Rückgang belief sich auf 67 Prozent

12.38 Uhr: Immunologin für Impfung jüngerer Kinder

Die Medizinprofessorin Christine Falk hat sich für die Corona-Schutzimpfung auch für Kinder unter zwölf Jahren ausgesprochen. "Auch Kinder haben Risiken, wenn sie an Corona erkranken. Die Risiko-Nutzen-Abwägung einer Impfung würde ich persönlich zugunsten der Vakzine entscheiden", sagte die Ärztin der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Falk ist Professorin am Institut für Transplantationsimmunologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die vierte Welle werde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Kinder erwischen, betonte sie. Zwar sei umstritten, wie häufig Long-Covid auch die Jungen treffen könne. Milde Verläufe seien aber keine Garantie gegen langfristige Schäden.

12.32 Uhr: Thailands Regierung gibt Sex-Tipps in Pandemie-Zeiten

Thailands Regierung will mit Tipps für sicheren Sex in Pandemie-Zeiten zur Eindämmung des Coronavirus beitragen. Das Gesundheitsministerium hat neun Empfehlungen herausgebracht, die Paaren, frisch Verliebten und Zufallsbekanntschaften als Leitlinien beim Geschlechtsverkehr dienen sollen.

Küsse sowie Oral- oder Analsex sollen demnach gänzlich vermieden werden. Auch Gruppensex ist tabu. Die Paare werden zudem aufgefordert, Stellungen zu wählen, bei denen sie sich nicht ins Gesicht blicken. Als Schutz sollten Liebende unter anderem Masken, Kondome und Einmalhandschuhe benutzen.

12.16 Uhr: Kochsalz in Friesland verimpft: Fast 10.000 Betroffene

In Niedersachsen müssen fast 10.000 Menschen neu geimpft werden. Es geht um Betroffene, die im Impfzentrum in Roffhausen im Kreis Friesland ihre Spritze bekommen hatten. Eine Mitarbeiterin steht in Verdacht, Kochsalzlösung statt Impfstoff in den Spritzen aufgezogen zu haben.

Die Verdächtige schweigt laut Polizei. Zur Stunde informieren die Gesundheitsbehörden in Jever bei einer Pressekonferenz über Details. Betroffen sind demnach vor allem Menschen über 70 Jahre, die vom 5. März bis 20. April dort geimpft werden sollten. Zunächst hatte es geheißen, dass einer Mitarbeiterin Ampullen heruntergefallen waren und sie stattdessen Kochsalzlösung aufgezogen hatte.

11.51 Uhr: Rota-Viren wegen Corona-Hygieneregeln seltener in Schleswig-Holstein

Einige Infektionskrankheiten sind durch die Hygieneregeln während der Pandemie deutlich zurückgegangen. So wurden 2020 in Schleswig-Holstein lediglich 207 Infektionsfälle mit Rotaviren gemeldet. Im Vorjahr waren es noch 1.148. Das teilte die Krankenkasse AOK mit Verweis auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts mit.

Rotaviren sind eine der häufigsten Ursachen für schwere Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. Die Viren verursachen Durchfälle, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die Ansteckung erfolgt über kleinste Stuhl-Reste an den Händen. Die Viren haften meist an Handgriffen, Toiletten, Armaturen und Lebensmitteln.

11.36 Uhr: Regionale Sportvereine wollen Mitglieder impfen

Im Rhein-Kreis-Neuss starten der Sportbund und mehrere Sportvereine eine eigene Impfkampagne. Bis Mitte September sind Vereinsmitglieder, Familienangehörige, Freunde und andere Menschen eingeladen, sich impfen zu lassen. Los geht es am Sonntag in Neuss. Dann folgen Grevenbroich, Kaarst und Meerbusch.

11.13 Uhr: Mehr als eine Million Kinder ab 12 Jahren geimpft

Die Corona-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen gehen weiter voran. Bei den 12- bis 17-Jährigen haben mittlerweile mehr als eine Million eine erste Impfung erhalten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Twitter mitteilte. Dies entspricht nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 22,5 Prozent dieser Altersgruppe.

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Bund und Länder hatten angekündigt, mit Blick auf den Schulstart nach den Sommerferien mehr Impfgelegenheiten für Kinder anzubieten - auch in Impfzentren wie bereits in Praxen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Impfungen bei Kindern allerdings nur bei höherem Risiko für schwere Corona-Verläufe - etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes.

11.01 Uhr: Länder geben rund 2,7 Millionen Impfdosen an Bund zurück

Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen geben die Länder rund 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück. Darunter sind 2,58 Millionen nicht benötigte Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Hinzu kommen Dosen von Johnson & Johnson. Der Bund will die Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden.

Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Eine erste Tranche soll jetzt bereits über die internationale Hilfsinitiative Covax an fünf Länder gehen. 

10.32 Uhr: Laschet erwartet Ergänzung zu Wocheninzidenz als Corona-Maßstab

Armin Laschet

Armin Laschet

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erwartet von der Bund-Länder-Konferenz Beschlüsse zur Ergänzung der Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für Maßnahmen gegen Corona. "Mit zunehmender Impfquote müssen wir ein breiteres Spektrum berücksichtigen", sagte Laschet im Düsseldorfer Landtag. Auf der Grundlage verschiedener Indikatoren wie der Krankenhausbelegung und dem Impffortschritt gelte es, einen klaren Mechanismus für Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

10.06 Uhr: Laschet: Nicht ganze Schulklassen in Quarantäne schicken

An den Schulen sollen laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) möglichst nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden, wenn sich ein einzelnes Kind oder ein einzelner Jugendlicher mit Corona infiziert hat. Die Gesundheitsminister berieten derzeit darüber, welche Quarantänemaßnahmen notwendig seien, sagte Laschet im Düsseldorfer Landtag.

Zum Schulstart in Nordrhein-Westfalen in der kommenden Woche werde es ähnlich wie im vergangenen Jahr wieder eine Maskenpflicht im Unterricht in allen Klassen geben. Wo nötig, würden Luftfiltergeräte eingesetzt. Das Land habe dafür viel Geld bereitgestellt, das viele Kommunen genutzt hätten.

9.57 Uhr: SPD kritisiert Schließung der Impfzentren als "unvernünftig"

Thomas Kutschaty

Thomas Kutschaty

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im NRW-Landtag, Thomas Kutschaty, hat die Schließung der Impfzentrm zum 30. September als unlogisch und unvernünftig kritisiert. Nicht jeder habe einen Haus- oder Betriebsarzt, sagte der Oppositionsführer in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landesparlaments zur Corona-Pandemie. Das Schlimmste wäre, wenn diese Menschen zu Nachimpfungen einfach gar nicht mehr kämen, mahnte Kutschaty. Mindestens müssten mobile Impfteams durch die Stadtteile geschickt werden - gerade auch ins schwierige Viertel. Die Landesregierung müsse den Kommunen jetzt schnellstens mitteilen, was konkret vorzubereiten sei.

9.52 Uhr: Bund und Länder beraten

Die Bund-Länder-Konferenz heute Mittag soll sich unter anderem um den Kurs in der Corona-Pandemie drehen. Aus einer Beschlussvorlage geht hervor, dass die kostenlosen Corona-Schnelltests ab Oktober weitgehend abgeschafft werden. Bereits im August soll eine sogenannte 3-G-Regel greifen: Nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete sollen Zutritt zu Kliniken, Pflegeheimen, Veranstaltungen, Gottesdiensten, Fitnessstudios, Hotels oder Innengastronomie haben. Außerdem wird darüber diskutiert, welche Kennzahlen künftig für das politische Handeln maßgeblich sein sollen.

CDU-Chef Armin Laschet hatte gestern im CDU-Präsidium einen Fünf-Punkte-Plan zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise präsentiert. Dieser soll bei dem Treffen diskutiert werden. Er umfasst weitere Vorschläge zur Verlängerung der "Pandemischen Lage" durch den Bundestag und einer "Impf-Offensive" mit dringenden Appellen an die Bevölkerung.

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8.53 Uhr: Zahl der Unternehmensinsolvenzen gesunken

Der rückläufige Trend bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich auch im Mai fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.116 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 25,8 Prozent weniger als im Mai 2020. Es sei noch keine Zunahme der Insolvenzen erkennbar, unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeit bei den Gerichten. Dies werde sich "voraussichtlich erst in späteren Berichtsmonaten zeigen"

Angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie war die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis Ende 2020 ausgesetzt worden. Für Unternehmen, bei denen die Auszahlung von staatlichen Corona-Hilfen noch ausstand, sogar bis Ende April 2021 verlängert.

7.58 Uhr: Sportpolitiker fordern Gleichbehandlung im Stadion

Sportpolitikerinnen und Sportpolitiker aus Regierung und Opposition haben sich in der Corona-Diskussion für die Gleichbehandlung von geimpften, genesenen und getesteten Stadionbesuchern ausgesprochen. "Eine Unterscheidung zwischen geimpften, genesenen oder negativ getesteten Zuschauern halte ich aus verfassungsrechtlichen Gründen für problematisch", sagte der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eberhard Gienger, der "Augsburger Allgemeinen".

Ähnlich äußerte sich die sportpolitische Sprecherin und Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion im Sportausschuss, Britta Dassler. Da man im Fall von Fußballstadien über den Außenbereich spreche, lasse sich "eine Zugangsreduzierung auf Geimpfte und Genesene (2G) kaum rechtfertigen", sagte Dassler der Zeitung. "Daher sollte grundsätzlich der Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) möglich sein." Das Hausrecht der Vereine bleibe davon aber natürlich unberührt, meinte die FDP-Abgeordnete.

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7.12 Uhr: Australien: Arbeitgeber dürfen Impfstatus abfragen

Arbeitgeber in Australien können ihre Beschäftigten ab sofort nach ihrem Corona-Impfstatus fragen. Premierminister Scott Morrison gab die neuen Leitlinien für Unternehmen bekannt - trotz einer Debatte darüber, ob das Datenschutzrecht dies erlaubt. 

6.55 Uhr: Petition für Long-Covid-Ambulanzen in Deutschland

Betroffene und Mediziner setzen sich für eine bessere Versorgung von Menschen mit dem neuen Krankheitsbild Long Covid ein. So fordert die Betroffenen-Initiative Long Covid Deutschland in einer Online-Petition die Bundesregierung dazu auf, in allen Regionen die Einrichtung fächerübergreifender Ambulanzen zu fördern. In Großbritannien und den USA seien auf Regierungsebene bereits derartige Initiativen zu Long Covid gestartet worden. Die Petition unterschrieben bereits mehr als 50.000 Menschen.

Von Long Covid spricht man, wenn nach einer überstandenen Infektion neue Symptome hinzukommen oder diese länger als vier Wochen bestehen. Nach ersten Studien sind mindestens zehn Prozent der Corona-Infizierten von Langzeitfolgen betroffen - das wären allein in Deutschland mehr als 300.000 Menschen seit Beginn der Pandemie. 

6.12 Uhr: Keine Ungeimpften im Stadion - FC will mit Fans ins Gespräch kommen

Der 1. FC Köln will mit Mitgliedern ins Gespräch kommen, die angedroht haben, ihre Dauerkarte zurückzugeben oder ihre Mitgliedschaft zu kündigen. Grund dafür ist die Entscheidung, ab dem zweiten Heimspiel nur noch geimpfte und genesene Fans in Stadion zu lassen. Es gibt es Ausnahmen für Jugendliche und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Inzwischen hat auch Fortuna Düsseldorf angekündigt, den Großteil der Karten an Geimpfte oder Genesene zu vergeben. Von insgesamt 18.000 Karten sind nur noch 1.000 für negativ Getestete reserviert, vor allem für Kinder und Jugendliche.

6.00 Uhr: Inzidenz steigt weiter

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen erneut leicht gestiegen. Landesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 34,9 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Am Montag hatte der Wert bei 34,5 gelegen.

Nordrhein-Westfalen verzeichnete damit eine höhere Inzidenz als im Bundesschnitt mit 23,5, wie aus den RKI-Angaben hervorging. In NRW wurden 774 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert. Es seien drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden.

5.11 Uhr: US-Militär führt Impfpflicht für Soldaten ein

Für die Soldatinnen und Soldaten der US-Streitkräfte soll spätestens ab 15. September eine Impfpflicht gegen das Coronavirus gelten. Das ging aus einem Schreiben von Verteidigungsminister Lloyd Austin hervor. Falls die Impfungen schon vorher eine reguläre Zulassung der zuständigen US-Behörde FDA bekämen, könnte die Impfpflicht schon früher eingeführt werden, erklärte Austin. In den US-Streitkräften dienen mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten, von denen rund 1 Million bereits vollständig geimpft sind, wie Daten des Pentagons zeigen.

4.23 Uhr: Zielgruppe für Start der Auffrischungsimpfungen präzisiert

Nach einer Mitteilung des bayerischen Gesundheitsministeriums haben die Gesundheitsminister der Länder die Zielgruppe für den Start der Auffrischungsimpfungen präzisiert. Es solle diese zunächst geben in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit besonders gefährdeten Gruppen sowie für Menschen mit Immunschwäche oder Immunsuppression und Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit sowie Höchstbetagte (ab 80 Jahren). Voraussetzung sei, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

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Stand: 10.08.2021, 21:09

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