Ticker vom Dienstag (08.06.2021) zum Nachlesen

Stand: 08.06.2021, 20:33 Uhr

  • Fußball-EM mit Public Viewing in NRW
  • Entscheidung zu Moderna-Impfung für Kinder im Juli
  • Apotheken stellen digitalen Nachweis aus
  • Arzt impft unzulässigerweise Neunjährige
  • Inzidenz bundesweit unter 23
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Fußball-EM mit Public Viewing in NRW

Gute Nachricht für Fußball-Fans in NRW. Wenn vom 11. Juni bis 11. Juli bei der EM der Ball rollt, kann man sich auch wieder zum Rudelgucken treffen. Sofern es die Coronalage zulässt, ist Public Viewing in der Außengastronomie grundsätzlich bis Mitternacht möglich. So steht es in einer Presseerklärung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz. Ansonsten gelte ein Schutz der Nachtruhe ab 22.00 Uhr. Die konkreten Entscheidungen treffen allerdings die lokalen Behörden.

18.46 Uhr: EMA gibt Entscheidung zu Moderna-Impfung für Kinder im Juli bekannt

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will ihre Entscheidung über die Zulassung des Moderna-Impfstoffs für Kinder ab zwölf Jahren im Juli bekanntgeben. Das teilte die Behörde mit. Zu einer Verzögerung könnte es kommen, sollte die EMA zusätzliche Informationen anfordern müssen. Der US-Pharmakonzern Moderna hatte zuvor eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für junge Menschen im Alter von zwölf bis 17 Jahren in der EU beantragt. Bei einem positiven Votum der EMA wäre das Moderna-Vakzin der zweite für Jugendliche in der EU zugelassene Impfstoff. Bislang darf nur das Mittel von Biontech verabreicht werden

18.30 Uhr: Stiko will Impfempfehlung nur für Kinder mit schweren Vorerkrankungen aussprechen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) wird definitiv keine generelle Corona-Impfempfehlung für alle Kinder aussprechen. Das geht aus der Beschlussvorlage des unabhängigen Expertengremiums hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Demnach hält die Stiko nur eine Impfung für Kinder und Jugendliche mit bestimmten schweren Vorerkrankungen für medizinisch angebracht.

Empfehlen wird die Stiko demnach außerdem Impfungen für Kinder und Jugendliche im unmittelbaren Umfeld von Erwachsenen, die zu Corona-Risikogruppen gehören, selbst allerdings nicht geimpft werden können. Die Entscheidung der Berater wird am Donnerstag veröffentlicht. Eine Entscheidung der Stiko wurde erforderlich, nachdem der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer in der EU auch für Kinder und Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren zugelassen worden war. Eine Impfung ist prinzipiell auch ohne Empfehlung möglich.

17.40 Uhr: Eine Million Euro für die Stadt Kamp-Lintfort

Die Stadt Kamp-Lintfort hat vom Land NRW eine Sonderzuwendung in Höhe von einer Million Euro überwiesen bekommen. Damit sollen entgangene Besuchereinnahmen ausgeglichen werden. Die Kommune hatte 2020 trotz der Corona-Pandemie an der Landesgartenschau festgehalten - und war damit bundesweit die einzige.

17.37 Uhr: Impfungen durch Betriebsärzte nehmen Fahrt auf

In nordrhein-westfälischen Unternehmen nehmen die Corona-Impfungen durch Betriebsärzte langsam Fahrt auf. Für die nächsten Tage hat etwa Deutschlands größter Stahlhersteller ThyssenKrupp 2.500 Impfdosen zugeteilt bekommen. Geimpft wird nach Konzernangaben in Duisburg, Bochum, Dortmund und Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein.

17.31 Uhr: Apotheken stellen digitalen Corona-Impfnachweis aus

Der Start für einen digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. Ab Montag stellen viele Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich aus. Ein paar Tage vorher soll die App "CovPass" in den Stores heruntergeladen werden können.

16.43 Uhr: Laschet setzt jetzt auf Eigenverantwortung

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sieht in der Corona-Pandemie Zeit für einen Wandel: Angesichts der sinkenden Infektionszahlen würden nun Verordnungen zurückgenommen. "Man muss jetzt auch wieder auf die Eigenverantwortung der Menschen setzen", sagte er in der Unions-Bundestagsfraktions-Sitzung. Der Staat könne nicht alles regeln. Er weist darauf hin, dass von 400.000 Corona-Schnelltests in Nordrhein-Westfalen am Wochenende nur 0,1 Prozent positiv gewesen seien.

16.29 Uhr: Schlag gegen illegalen Handel mit Covid-19-Tests

Bei einem Schlag gegen den illegalen Online-Handel mit Arzneimitteln haben Behörden weltweit 227 Menschen festgenommen. Laut Interpol sind potenziell gefährliche Medikamente im Wert von mehr als 23 Millionen US-Dollar sichergestellt worden. Falsche oder nicht genehmigte Covid-19-Tests hätten mehr als die Hälfte der sichergestellten medizinischen Hilfsmittel ausgemacht.

16.00 Uhr: Start für den digitalen Corona-Impfpass rückt näher

Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. Ab kommendem Montag (14. Juni) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin mitteilte. Bereits zuvor soll die freiwillige Anwendung namens "CovPass" nach Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium für alle Interessenten in den App-Stores für Smartphones zur Verfügung stehen.

15.37 Uhr: Arzt impft Neunjährige unzulässigerweise gegen Corona

In Schwaben hat ein Arzt eines kommunalen Impfzentrums einer Neunjährigen unzulässigerweise eine Corona-Impfung verabreicht. Laut Polizei ist ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Mediziner eingeleitet worden, nachdem das Kind die Spritze bekommen hat. In Deutschland ist eine Immunisierung mit dem Vakzin von Biontech inzwischen für Kinder ab zwölf Jahren erlaubt, Jüngere dürfen keine Impfung erhalten. Nach Angaben der Polizei ist noch unklar, wie es zu der Impfung des Kindes in Bobingen (Landkreis Augsburg) kam.

15.12 Uhr: Aspirin verbessert wohl nicht die Überlebenschancen bei schwer an Covid-19-Erkrankten

Aspirin verbessert nicht die Überlebenschancen bei schwer kranken Covid-19-Patienten. Das zeigen Ergebnisse einer britischen Studie. Da das Medikament dazu beiträgt, Blutgerinnsel bei anderen Krankheiten zu reduzieren, wurde es bei Corona-Patienten getestet, die ein höheres Risiko für Gerinnungsprobleme haben. Obwohl Aspirin mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit in Verbindung gebracht werde, dass der Patient lebend aus der Klinik entlassen wird, reiche das wohl nicht aus, um seine weit verbreitete Anwendung bei Covid-19-Patienten im Krankenhaus zu rechtfertigen, sagte Peter Horby, einer der Wissenschaftler, der an der Studie der Universität Oxford mit rund 15.000 Patienten beteiligt war.

15.04 Uhr: CDU und FDP wollen Vereinsleben nach Corona neu anschieben

Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP wollen den Heimat- und Brauchtumsvereinen in Nordrhein-Westfalen nach der Corona-Krise einen Neustart ermöglichen. Vereine sollten dafür eine Zuwendung bis zu je 5.000 Euro bekommen, heißt es in einem von Schwarz-Gelb beschlossenen Antrag an die Landesregierung. Das Land hatte im Sommer 2020 ein 50 Millionen Euro schweres Corona-Sonderprogramm "Heimat, Tradition und Brauchtum" zur Unterstützung von gemeinnützigen Vereinen in der Corona-Krise aufgelegt. Doch nur 1,32 Millionen Euro wurden nach Angaben des Heimatministeriums bisher ausgezahlt. Aus nicht benötigten Mitteln der Unterstützungsprogramme soll nach Ansicht von CDU und FDP nun der Neustart des Vereinslebens finanziert werden.

14.47 Uhr: SPD: "Spahn sollte nicht nach einer Entschuldigung rufen"

In der Debatte um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken denkt SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich nicht an eine Entschuldigung an den Gesundheitsminister. "Herr Spahn sollte nicht nach einer Entschuldigung rufen, sondern an der Aufklärung mitwirken, was wir jetzt auch in den Ausschüssen tun werden", sagte Mützenich in Berlin. Hintergrund der Debatte ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

14.06 Uhr: Hochschulen in NRW können schrittweise zurück in Präsenzbetrieb

Die Hochschulen und Universitäten in Nordrhein-Westfalen können angesichts der positiven Entwicklung der Corona-Lage schrittweise in den Präsenzbetrieb zurückkehren. Prüfungen und Lehrveranstaltungen in Präsenz sind nach Angaben des NRW-Wissenschaftsministeriums unter Voraussetzung negativer Corona-Tests für die Teilnahme wieder erlaubt. Das sieht die neue Allgemeinverfügung für den Hochschulbereich vor. Um den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, können die Hochschulen Personenhöchstzahlen für Veranstaltungen festlegen.

13.59 Uhr: Bundestag will epidemische Notlage verlängern

Der Bundestag will offenbar noch in diesem Monat die wegen der Corona-Pandemie verhängte epidemische Notlage bis zum 30. September verlängern. Die im April eingeführte so genannte Bundesnotbremse soll aber am 30. Juni auslaufen. Darauf hätten sich die Koalitionsfraktionen verständigt, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in Berlin. Angestrebt werde, die epidemische Notlage erst dann auslaufen zu lassen, wenn auch die Corona-Pandemie auslaufe. Bei der epidemischen Notlage und der Bundesnotbremse handelt es sich um zwei unterschiedliche gesetzliche Instrumente im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

13.54 Uhr: Produktpiraterie hat offenbar zugenommen

Gefälschte Arzneimittel wie Antibiotika oder gefälschte Gesichtsmasken: Das Problem der Produktpiraterie hat sich während der Corona-Pandemie und der einhergehenden Zunahme des Online-Handels weiter verschärft. Fälscher hätten vor allem die Unsicherheit von Menschen angesichts neuer Behandlungen und Impfstoffe ausgenutzt, geht aus einer Mitteilung des EU-Amtes für geistiges Eigentum (EUIPO) hervor. Bei 6,8 Prozent der EU-Einfuhren im Wert von 121 Milliarden Euro handele es sich um Fälschungen. Herstellern und den Staaten entgingen Milliarden an Einnahmen und Abgaben, auch Arbeitsplätze gingen verloren.

13.23 Uhr: Hamburg öffnet wieder für Touristen

Angesichts weiter sinkender Corona-Infektionszahlen sind in Hamburg Touristen wieder willkommen. So können von Freitag an unter anderem Hotels und andere Beherbergungsbetriebe wieder zu 100 Prozent belegt werden. Und im Freien dürfen sich bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte. In Innenräumen bleibt es hingegen zunächst weiter bei maximal fünf Personen aus beliebig vielen Haushalten. Die zulässige Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen soll auf 100 Menschen in Räumen und bis zu 500 unter freiem Himmel erhöht werden.

13.18 Uhr: China lässt Corona-Impfungen an kleine Kinder zu

China hat als erstes Land Corona-Impfungen für kleine Kinder zugelassen. Der chinesische Hersteller Sinovac bestätigte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, dass sein Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung für Kinder ab drei Jahren erhalten habe. Unklar war allerdings, wann die Impfungen bei Kindern in der Volksrepublik tatsächlich beginnen. Darüber werde die Nationale Gesundheitskommission "entsprechend Chinas gegenwärtiger Anforderungen für die Epidemie-Vorbeugung und -Kontrolle und der Impfstoffbelieferung" entscheiden, erklärte Sinovac. Die Studien des Sinovac-Impfstoffes an Kindern und Jugendlichen befinden sich noch in einer frühen Phase.

13.13 Uhr: OECD: Starker Zuwachs an psychischen Problemen

Psychische Probleme haben offenbar in Zeiten von Corona n vielen Industrieländern massiv zugenommen. Das geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die in Paris präsentiert wurde. Nicht nur die Furcht vor der Pandemie machte demnach vielen Menschen zu schaffen, sondern auch die Corona-Maßnahmen der Regierungen. In einigen Ländern hätten sich Angststörungen und Depressionen sogar verdoppelt.

10.53 Uhr: Hasselhoff unterstützt Impfkampagne - gute Idee?

Mit der Entscheidung, David Hasselhoff als neues Testimonial für seine Impfkampagne einzusetzen, hat sich das Bundesgesundheitsministerium nicht nur Freunde gemacht. "Der Mann, der die Wende herbeigesungen und die Mauer eingerissen hat, hat sich jetzt ein Pflaster auf den Arm geklebt, um Deutschland noch einmal zu retten", ist noch der charmanteste Kommentar eines Twitter-Users. Gestern Abend hatte das Ministerium zwei Videos mit dem früheren Baywatch- und Knight-Rider-Star gespostet, in dem der 68 Jahre alte Sänger und Schauspieler die hiesige Impfkampagne #ÄrmelHoch unterstützt. Durch die Spritze habe Hasselhoff, dessen Interpretation des Liedes "Looking For Freedom" zur Zeit des Berliner Mauerfalls zur Hymne wurde, seine Freiheit gefunden.

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9.29 Uhr: Corona-Kontaklisten teilweise völlig ungenutzt

In NRW nutzen einer WDR-Recherche zufolge viele Gesundheitsämter die Kontaktbögen nicht, die beispielsweise in Cafés und Kneipen von Gästen ausgefüllt werden. Diese sind eigentlich eine wichtige Maßnahme, um größere Corona-Ausbrüche zu verhindern. Seit Beginn der Pandemie hat etwa das Gesundheitsamt in Dortmund keinen einzigen Kontaktbogen angefordert. Auch in anderen Regionen NRWs, wie etwa im Kreis Heinsberg oder im Kreis Gütersloh, wurde nur in Einzelfällen darauf zugegriffen.

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8.58 Uhr: Mehrere Kinder im Münsterland mit "PIM-Syndrom" behandelt

In einem Krankenhaus in Münster haben Kinderärzte in den letzten Tagen mehrere Kinder mit dem seltenen sogenannten "PIM-Syndrom" behandelt. Die Krankheit ist eine Reaktion auf eine oft symptomfreie Corona-Infektion und bringt hohes Fieber, Erbrechen oder Durchfall mit sich. das "PIMS" (Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome) ist eine besonders ausgeprägte Entzündungsreaktion des Immunsystems. In der Uniklinik Münster wurden dieses Jahr fünf Kinder mit schwerem Verlauf behandelt. Sie mussten zum Teil beatmet werden.

Auch in der Christophorus-Klinik in Coesfeld und im Sankt Agnes Hospital in Bocholt wurden Kinder aus unserer Region aufgenommen. Außerdem gab es mehrere Verdachtsfälle. Alle Kinder haben die Krankheit bislang gut überstanden.

8.46 Uhr: 46 Prozent der Deutschen laut Spahn erstgeimpft

Mit 38 Millionen Menschen haben nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 46 Prozent der Deutschen eine Erstimpfung erhalten. Bei einer vermuteten Impfbereitschaft von 75 Prozent der Bevölkerung blieben noch 15 Millionen, die auf eine Impfung warteten, sagte er im ARD-Morgenmagazin. Angesichts des Impfstoffmangels wirbt Spahn um Geduld. "Es können jetzt nicht alle innerhalb von ein, zwei Wochen geimpft werden." Im Verlauf des Juli würden dann alle ein Impfangebot erhalten. "Allein für diesen Monat noch erwarten wir deutlich über 20 Millionen Dosen allein von Biontech, und im Juli wird es weitere Lieferungen geben."

8.07 Uhr: 135.000 Kurzarbeiter stockten Einkünfte laut Bericht mit Hartz IV auf

Zwischen April 2020 und April 2021 haben einem Bericht zufolge 135.000 Kurzarbeiter ihre Einkünfte mit Hartz-IV-Leistungen aufgestockt. Damit habe es in der Pandemie trotz der massenhaften Zahlung von Kurzarbeitergeld einen deutlichen Corona-Effekt in der Grundsicherung gegeben, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Berechnung der Bundesagentur für Arbeit.

Bei den 135.000 Leistungsbeziehern in Kurzarbeit reichten den Angaben zufolge die Einkünfte nicht mehr aus, sodass sie Unterstützung durch das Jobcenter benötigten. Insbesondere im April und Mai 2020 sei es zu einem sprunghaften Anstieg bei der Zahl der betroffenen Personen gekommen, erklärte die Bundesagentur auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann. Zimmermann sagte der Zeitung, die Zahl der Anspruchsberechtigten auf aufstockendes Hartz IV dürfe sogar noch weitaus größer sein, da viele den Gang zum Jobcenter scheuten und stattdessen ihre Ersparnisse aufbrauchten

7.47 Uhr: Roche-Selbsttest für Heimgebrauch zugelassen

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat in Europa die Zulassung für einen Covid-Antigen-Selbsttest für den Heimgebrauch erhalten. Der über einen Nasenabstrich funktionierende Test liefere innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis. Eine frühe Version des Tests sei bereits seit Februar in einer Reihe von europäischen Märkten im Rahmen lokaler Sonderzulassungen erhältlich. Neu verfüge der Test nun über eine offizielle Zulassung.

7.25 Uhr: Washington lässt Joints für Impfungen verteilen

Der US-Staat Washington lässt Joints für Impfungen gegen das Coronavirus verteilen. Unter dem Motto "Joints for Jabs" (Joints für Spritzen) dürfen Marihuanageschäfte jedem über 21, der sich bis spätestens 12. Juli in einer Impfklinik vor Ort gegen das Coronavirus impfen lässt, einen Joint schenken. Damit soll Werbung für die Kliniken gemacht werden.

In Washington ist es bereits erlaubt, Gästen von Brauereien, Weinguten und Restaurants kostenlose Getränke zu geben, wenn sie eine Impfung nachweisen können. Zu anderen Aktionen, mit denen zu mehr Impfungen beigetragen werden soll, gehören kostenlose Tickets für Sportveranstaltungen und Preisgelder von bis zu einer Million Dollar.

7.14 Uhr: Lage in Indien entspannt sich weiter leicht

In Indien verzeichnen die Gesundheitsbehörden 86.498 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sei der niedrigste Wert seit 66 Tagen, teilt die Regierung mit. Insgesamt wurden bislang 29 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Indien um 2.123 auf 351.309. De Dunkelziffern dürfte allerdings weitaus höher sein.

6.23 Uhr: Krankenhaushygieniker fordern schnellstmögliche Entsorgung von Spahns Import-Masken

Führende Krankenhaushygieniker haben die sofortige Vernichtung der von Gesundheitsminister Jens Spahn bestellten umstrittenen Import-Masken gefordert. "Die schnell geprüften FFP2-Masken sollten schnellstmöglich entsorgt werden. Sie gehören auch nicht in die Notfallreserve des Bundes", sagte Peter Walger, Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Zu den Importmasken liegt uns eine Fülle von Hinweisen auf Fake Ware vor, die die Qualitätsanforderungen im medizinischen Bereich nicht ansatzweise erfüllt, aber trotzdem zum Einsatz kommt."

5.23 Uhr: Abstimmung über EU-Impfzertifikat

Das Europäische Parlament debattiert heute über das EU-Impfzertifikat. Damit sollen geimpfte, genesene und negativ getestete EU-Bürger ab 1. Juli innerhalb der EU wieder frei reisen dürfen. Das Parlament muss noch zustimmen, damit die Regelung fristgerecht in Kraft treten kann. Die Abstimmung wird im Laufe des Abends erfolgen.

Inzidenz sinkt weiter - Hagen und Bonn weiter über 50

Das Robert Koch-Institut meldet heute 1.204 neue Positiv-Tests. Das sind 581 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 22,9 von 24,3 am Vortag. Heute vor einer Woche lag der Wert bei 35.

In NRW liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 26 - im Gegensatz zu 39,9 vor genau einer Woche. Münster hat mit 5,7 weiter den niedrigsten Wert, Bonn weiter den höchsten (55,5). Neu über der 50er-Grenze liegt seit heute Hagen (53).

0.01 Uhr: Moderna beantragt Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Jugendliche in EU

Der US-Pharmakonzern Moderna hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in der EU beantragt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Bei einem positiven Votum der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wäre der Moderna-Impfstoff das zweite für Jugendliche in der EU zugelassene Vakzin nach dem von Biontech/Pfizer. Moderna hat bisher eine EU-Zulassung ab 18 Jahren.

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