Ärger um Schließung: Geburtsstation in Ibbenbüren macht dicht

Mit dem Klinikum Ibbenbüren schließt ein weiteres Krankenhaus im Münsterland seine Kreißsäle. Die Geburtsstation wird mit der des Mathias-Spitals in Rheine zusammengelegt.

Eine knappe halbe Stunde Autofahrt in etwa kostet es die werdenden Mütter ab dem 12. November, zur Geburt von Ibbenbüren nach Rheine zu fahren. Zumutbar seien sogar 40 Minuten, so der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. 

Grund der Schließung: Personalmangel

Das Klinikum Ibbenbüren teilte das Aus der Geburtsstation am Standort mit | Bildquelle: WDR

Als Grund für die Schließung der Geburtshilfe am Standort Ibbenbüren gibt die Klinik an, es fehle der Frauenklinik "an ärztlichen Mitarbeitenden und angestellten Hebammen. Deshalb ist die geplante Verlagerung ein unausweichlicher Schritt." Werdende Mütter hätten einen "Anspruch auf eine bestmögliche Versorgung haben."

Nur noch in 10 Orten Geburtsstationen

In der Vergangenheit sind bereits die Geburtsstationen an den Kliniken in Greven, Steinfurt und Warendorf geschlossen worden. Nach der Schließung in Ibbenbüren können Frauen nach Angaben der Bezirksregierung nur noch in 10 Städten des Münsterlandes gebären.