Der Ticker von Sonntag (11.10.2020) zum Nachlesen

Der Ticker von Sonntag (11.10.2020) zum Nachlesen

  • Laschet verkündet einheitliche Kriterien für Risikogebiete
  • "Kompletttests" in Altenheimen ab einer Fallzahl von 35
  • Kein Beherbergungsverbot in NRW
  • CSD-Ersatz unter Corona-Bedingungen: Fahrraddemo in Köln
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

19.00 Uhr: Laschet plädiert für bundeseinheitliche Strafen

Armin Laschet hat sich bei Verstößen gegen die Coronaregeln für einheitliche Strafen in Deutschland ausgesprochen. "Wir brauchen bundeseinheitliche Sanktionen, damit jeder in ganz Deutschland weiß, was ist die Folge, wenn man sich nicht an die Regeln hält. Das gilt nicht nur für die Maske, sondern auch bei Verstößen gegen die Quarantäne", sagte der NRW-Ministerpräsident in der "Aktuellen Stunde".

Zudem müsse man die Regeln durchsetzen. "Wir müssen bei denen, die gegen die Regeln verstoßen, durchgreifen", betonte Laschet. "Wer sich nicht an die Regeln hält, der hat schon Bußgelder gezahlt und da werden wir auch weiter hart durchgreifen."

16.13 Uhr: "Kompletttests" in Altenheimen ab einer Fallzahl von 35

In NRW soll künftig in Alten- und Pflegeheimen verstärkt auf das Coronavirus getestet werden. So soll in Kommunen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den sogenannten Vorwarn-Wert von 35 übersteigt, "eine einmalige Komplett-Testung aller Bewohner und Mitarbeiter dieser Einrichtungen" erfolgen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet. "Wir wollen alle Kontakte in Alten- und Pflegeeinrichtungen virusfrei halten."

15.55 Uhr: Kein Beherbergungsverbot in NRW

Armin Laschet sieht die zunehmenden Beherbergungsverbote für Urlauber aus Risikoregionen kritisch. "Wenn ganz viele Orte in Deutschland Risikogebiete sind, ist die Frage, wer darf von wo nach wo reisen, eigentlich eine zweitrangige", sagte der NRW-Ministerpräsident.

In vielen deutschen Urlaubsgebieten müssen Reisende, die aus einer Region mit mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen kommen, einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen.

15.20 Uhr: Landesregierung vereinbart einheitliche Kriterien für Risikogebiete

Die Landesregierung hat mit Blick auf steigende Infektionszahlen in NRW einheitliche Kriterien für Risikogebiete auf den Weg gebracht. "Schon heute gilt eine lokale Corona-Bremse. Wenn die Inzidenz von 35 überschritten wird, stimmen die Kommunen mit dem Land konkrete Schutzmaßnahmen ab. Ab 50 sind zwingend weitere Schutzmaßnahmen erforderlich", sagte Ministerpräsident Armin Laschet.

Künftig gilt für alle Kommunen im Land ab einem Inzidenzwert von 50 verbindlich:

1. Personen aus mehreren Hausständen dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch zu fünft treffen.

2. Veranstaltungen über 500 Teilnehmer (außen) bzw. über 250 Teilnehmer (innen) sind gestrichen.

3. Alle Besucher von Veranstaltungen bis 500 (außen) bzw. bis 250 (innen) müssen Maske tragen.

4. Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants sollen eingeschränkt werden.

5. Die Teilnehmerzahl von Privatfeiern im öffentlichen Raum wird auf maximal 25 begrenzt.

Neuerung in der nächsten Corona-Schutzverordnung für ganz NRW (ab 1. November): Teilnehmerzahl von privaten Feiern in öffentlichen Räumen wird grundsätzlich und unabhängig von der lokalen Inzidenzzahl auf max. 50 Personen beschränkt.

13.16 Uhr: Laut Ethikrat wird es "keine allgemeine Corona-Impfpflicht geben"

Die Vorsitzende des deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hält eine Impfpflicht gegen Covid-19 hierzulande für ausgeschlossen. "Es wird keine allgemeine Corona-Impfpflicht geben. Da bin ich mir sicher", sagte die Medizinethikerin der "Augsburger Allgemeinen". Sie könne sich lediglich eng berufsbezogene Impfvorgaben vorstellen. 

12.10 Uhr: Laumann lobt Hospizdienste

Im Zusammenhang mit dem Welthospiztag hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Gelegenheit genutzt, um die Arbeit der Hospizdienste zu würdigen. Gerade in der Corona-Pandemie hätten sie Engagement und Kreativität bei der Begleitung gezeigt.

10.21 Uhr: Söder fordert "Update" des Konjunkturprogramms

Söder fordert eine Corona-Steuerreform "als Frischzellenkur für die Wirtschaft" - und zwar "unbedingt noch vor der Bundestagswahl", sagte der CSU-Chef dem "Handelsblatt". Er will unter anderem die Unternehmenssteuersätze auf ein Niveau von 25 Prozent senken. Zudem solle die Möglichkeit des Verlustrücktrags verlängert werden.

Bayerns Ministerpräsident hat sich zudem für schärfere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln ausgesprochen. In mehreren Interviews forderte der CSU-Chef für Verstöße gegen die Maskenpflicht bundeseinheitliche Bußgelder von 250 Euro.

09.50 Uhr: DFB-Team vor maximal 300 Zuschauern

Florian Neuhaus, Toni Kroos und Jonas Hofmann (v.l.) beim Training in Kiew

Am Dienstagabend tritt die deutsche Nationalmannschaft gegen die Schweiz an. Maximal 300 Zuschauer werden dabei sein können. Denn rechnerisch ist es nicht mehr möglich, dass mehr Fans zugelassen werden: Nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen in Köln am Sonntag weiter auf 59,7 stieg, könnte sie am Montag selbst bei keinem weiteren Fall nicht mehr unter die erforderliche Kennzahl von 35 sinken.

07.21 Uhr: Essen, Unna und Solingen nun auch Risikogebiete

Weitere Städte sind in NRW zum Corona-Risikogebiet geworden: Mit Essen, Unna und Solingen haben nun neun Kreise und Städte die wichtige Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Auch Herne, Hamm, Wuppertal, Hagen, Köln und der Kreis Recklinghausen gelten als Corona-Risikogebiet. Remscheid gehört gerade nicht mehr dazu. Da sind die Neuansteckungen gesunken.


03:15 Uhr: Corona-Hotspots NRW: Laschet ruft Krisensitzung ein

Die Landesregierung will heute in einer Sondersitzung über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Aufgrund schnell steigender Infektionszahlen gelten in immer mehr NRW-Städten und -Kreisen strengere Auflagen zur Eindämmung des Virus.

Das bekommt seit diesem Wochenende auch die Millionenstadt Köln zu spüren: In Fußgängerzonen müssen Masken getragen werden, auf Straßen und Plätzen darf ab 22 Uhr kein Alkohol mehr konsumiert werden. Von Freitagabend bis Montagmorgen gilt an Party-Hotspots zudem ein Verkaufsverbot für Alkohol. Die erste Nacht mit dem Verbot war ruhig. Der Regen hat kaum Leute auf die Straßen gezogen.

Mehr Informationen gibt es um 15 Uhr hier im Livestream aus der Staatskanzlei.

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03.00 Uhr: Fahrraddemo als CSD-Ersatz

Mit einer Fahrraddemo wollen in Köln etwa 4.000 Teilnehmer gegen die Ausgrenzung von queeren Menschen protestieren. Die Sternfahrt ist ein Ersatz für die traditionelle Parade zum Christopher Street Day, die im Juli wegen der Pandemie abgesagt wurde. Trotz verschärfter Corona-Regeln darf die Veranstaltung stattfinden. Die Macher haben nach Angaben eines Sprechers ein strenges Hygienekonzept.

02.23 Uhr: Bundespräsident warnt vor Corona-Folgen in Entwicklungsländern

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer Fernsehansprache vor den Pandemie-Auswirkungen in Entwicklungsländern gewarnt. Viele Menschen in den Armenvierteln befürchteten, eher an Hunger zu sterben als an den Folgen einer Corona-Erkrankung. "Felder werden nicht bestellt, die Ernte nicht eingefahren. Millionen verlieren ihre Arbeit und können ihre Familien nicht mehr ernähren", sagte Steinmeier.

Ohne fließendes Wasser, Seife und Desinfektionsmittel bestehe für die Menschen zudem ein erhöhtes Infektionsrisiko, mahnte Steinmeier. Auch Masken und Schutzkleidung seien Mangelware, Beatmungsmaschinen fehlten, Schwerstkranke könnten nicht behandelt werden.

01.32 Uhr: Trumps Wahlkampf-Auftritt nach seiner Corona-Infektion

US-Präsident Donald Trump ist zurück im Wahlkampf. Es fühle sich gut, versicherte Trump vor mehreren hundert Anhängern, die sich vor einem Balkon des Weißen Hauses versammelt hatten: "Ich will, dass ihr wisst, dass unsere Nation dieses furchtbare China-Virus besiegen wird."

Nach Angaben seines Leibarztes ist der US-Präsident zehn Tage nach seiner Corona-Infektion nicht mehr ansteckend und kann die freiwillige Quarantäne beenden.

00.00 Uhr: Sieben NRW-Städte sind Risikogebiete

Die Zahl der Ansteckungen in NRW steigt weiter. So liegen mittlerweile sieben Kreise und Städte über der wichtigen Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Damit gelten seit nun Herne, Hamm, Wuppertal, Hagen, Köln, Recklinghausen und Remscheid als Corona-Risikogebiet.

Landesweit steckten sich 32,4 Menschen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen mit dem Coronavirus an, wie das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit mitteilte. NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Spitzenreiter ist die Stadt Herne mit 66,5 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Hamm kommt auf einen Wert von 64,5. Dahinter folgen Wuppertal (55,2), Hagen (55,1), Köln (54,8), Recklinghausen (52,3) und Remscheid (51,2).

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Stand: 11.10.2020, 19:06