Der Ticker von Samstag (10.10.2020) zum Nachlesen

Der Ticker von Samstag (10.10.2020) zum Nachlesen

  • Reise nur mit Negativ-Test: Lange Schlangen an Testzentren
  • Sieben NRW-Städte überschreiten die Warnstufe
  • CSD-Ersatz unter Corona-Bedingungen: Fahrraddemo in Köln
  • Corona-Ausbruch in niedersächsischem Altenheim
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

20:49 Uhr: Stuttgart reißt 50-er-Marke

Auch Stuttgart hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Stadt bereitet Einschnitte vor, wie die Einführung einer Sperrstunde, Alkoholkonsum-Beschränkungen und die Maskenpflicht innerhalb des City-Rings.

19.34 Uhr: Sondersitzung des Kabinetts am Sonntag

Das nordrhein-westfälische Landeskabinett trifft sich am Sonntag zu einer Sondersitzung. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat demnach zu der Sondersitzung eingeladen, um die Lage der Hotspots im Land zu erörtern und das weitere Vorgehen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie zu beraten.

18.28 Uhr: Strengere Corona-Regeln im Kreis Unna

Im Kreis Unna sind 368 Personen mit Corona infiziert - und damit 39 mehr als gestern. Weil der Inzidenzwert mit 53 über der kritischen Marke liegt, hat der Krisenstab nun Gegenmaßnahmen beschlossen. Unter anderem sind für zwei Wochen sämtliche Kontaktsportarten verboten und in Kitas gilt ein Kontaktverbot zwischen den Gruppen.

17.43 Uhr: Fahrraddemo als CSD-Ersatz

Mit einer Fahrraddemo wollen am Sonntag in Köln etwa 4.000 Teilnehmer gegen die Ausgrenzung von Schwulen und Lesben protestieren. Die Sternfahrt ist ein Ersatz für die traditionelle Parade zum Christopher Street Day, die im Juli wegen der Pandemie abgesagt wurde. Trotz verschärfter Corona-Regeln darf die Veranstaltung stattfinden. Die Macher haben nach Angaben eines Sprechers ein strenges Hygienekonzept.

16.22 Uhr: Corona-Ausbruch in niedersächsischem Altenheim

In einem Alten- und Pflegeheim in Bad Essen ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Eine 85 Jahre alte Frau sei im Krankenhaus gestorben, weitere 27 Bewohner und 13 Mitarbeiter im Vitalis-Wohnpark seien positiv auf das Virus getestet worden. Das teilte der Landkreis Osnabrück mit.

Laut des Gesundheitsdienstes gibt es zudem rund 200 Besucher, die als Kontaktpersonen in Frage kommen. Diese können sich am Sonntag in der Oberschule in Bad Essen kostenlos testen lassen.

15.50 Uhr: So klappt die Maskenpflicht in der Kölner Fußgängerzone

In Köln gelten seit heute neue Corona-Regeln. Dazu gehört auch eine Maskenpflicht an stark belebten Orten - wie etwa in der Fußgängerzone in der Hohe Straße. Hier drängten sich wieder tausende Menschen, wie das Video eines WDR-Reporters zeigt. Und es zeigt auch: die meisten halten sich an die neue Regel.

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14.36 Uhr: Söder sieht Spanien und Frankreich als Warnung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Menschen in Deutschland in der Corona-Pandemie dazu aufgerufen, umsichtig zu bleiben, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. "Leider sind wir auf dem Weg zu exponentiellem Wachstum", sagte Söder bei der Landesversammlung der Frauen-Union.

Söder warnte außerdem davor, die Corona-Lage nach der Zahl der Krankenhausbetten zu beurteilen: "Sind die Krankenhäuser voll, ist es zu spät." Er blickt mit Sorge in Richtung der deutschen Nachbarländer Spanien oder Frankreich, wo sich die Kliniken aktuell wieder füllen. Söders Forderung deshalb: "Mehr Maske, weniger Alkohol, kleinere Versammlungen, kleinere Partys."

14.21 Uhr: Lange Schlange vor Testzentrum am Kölner Hauptbahnhof

Köln gilt seit Samstag, dem ersten Tag der Herbstferien, offiziell als Risikogebiet - und schon hat ein Ansturm auf Corona-Tests begonnen. Wie eine WDR-Reporterin berichtet, bildete sich vor dem Testzentrum am Hauptbahnhof am Vormittag eine lange Schlange. Zeitweise mussten die Menschen hier bis zu zwei Stunden warten. Auch die Links zu den QR-Codes, über die man die Testergebnisse abrufen kann, funktionierten nicht. Der Grund: Überlastung.

Es gebe aber noch Kapazitäten, die Lage vor Ort sei nicht chaotisch, sagte ein Stadtsprecher. Bis zu 300 Tests könnten am Hauptbahnhof täglich gemacht werden, dazu gebe es noch rund 100 Test-Reserven. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich auch am Flughafen Köln/Bonn testen lassen. Hier sind bis zu 3.000 Tests am Tag möglich, wodurch die Lage laut des Sprechers entspannter ist. Ein Nachweis darüber, dass man in den Urlaub fährt, ist an beiden Testzentren nicht nötig.

Auch aus Remscheid und Solingen wurden lange Schlangen an Testzentren gemeldet. Nach Angaben aus dem Landesgesundheitsministerium könne der zusätzliche Andrang aber bisher gut aufgefangen werden - auch wenn längere Wartezeiten nicht ganz auszuschließen seien. Das Ergebnis soll 48 bis 72 Stunden nach dem Test vorliegen.

Andere Risikoregionen verwiesen Bürger an die Hausarztpraxen, so etwa Hagen oder der Kreis Recklinghausen. Ein Sprecher der Stadt Wuppertal empfahl, zum Testzentrum an den Düsseldorfer Flughafen zu fahren.

12.49 Uhr: SPD will Recht auf Homeoffice durchsetzen

Homeoffice

Kommt bald ein Recht auf Homeoffice?

Corona hat das Arbeiten von zu Hause für viele schlagartig zur Normalität gemacht - aus der Not heraus. Aber sollen Beschäftigte künftig auch einen Anspruch darauf haben? Die Idee ist umstritten. Die SPD pocht hingegen auf einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice.

"Die letzten Monate zeigen doch, wie sehr mobiles Arbeiten entlasten kann. Die Corona-Pandemie führt uns deutlich vor Augen, was alles geht. In den kommenden Wochen werden sicherlich wieder mehr Menschen von zu Hause arbeiten", argumentiert die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Katja Mast. Ein Recht auf mobiles Arbeiten sei kein Allheilmittel, schaffe aber Schutz und Sicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

12.05 Uhr: DFB-Spiel gegen Schweiz - mit oder ohne Zuschauer?

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft läuft am kommenden Wochenende gegen das Team der Schweiz auf - und zwar im Kölner Stadion. Dumm nur, dass die Stadt am Rhein gerade zum Corona-Risikogebiet erklärt wurde.

Jetzt muss die Stadt entscheiden, ob sie dann überhaupt Zuschauer auf die Ränge der Kölner Arena lässt. Entschieden wird das am Montag.

11.43 Uhr: Kaum noch Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands

Die Zahl der Unternehmen, die Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands uneingeschränkt erlauben, ist auf den tiefsten Stand seit Juli gefallen. Darauf weist Christoph Carnier hin, Präsident des Verbandes Deutsches Reisemanagement. "Die steigenden Infektionszahlen und die Zunahme an regionalen Hotspots sind für die Geschäftsreisetätigkeit der deutschen Wirtschaft ein herber Rückschlag", sagte Carnier dem Handelsblatt.

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10.53 Uhr: Bezirksamt prüft Fangesänge bei Union Berlin

Dem 1. FC Union Berlin könnte nach Fan-Gesängen bei einem Fußball-Testspiel eine Strafe drohen. Die aktuell geltende Berliner Infektionsschutzordnung sagt nämlich, dass Fan-Gesänge und Sprechchöre bei Sportveranstaltungen nicht erlaubt sind. 

Fans von Union Berlin

Fans von Union Berlin

Dennoch wurde auf den Rängen während der Spielzeit kräftig und durchgehend gesungen. Durchsagen, dies zu unterlassen, gab es nicht.

10.33 Uhr: Mailand-Derby auf der Kippe?

Wegen zahlreicher Corona-Infektionen steht das Derby zwischen den Spitzenklubs Inter Mailand und AC Mailand auf der Kippe. Insgesamt sieben Profi-Kicker sind derzeit positiv auf das Virus getestet worden. Das Fußballspiel soll eigentlich am kommenden Samstag stattfinden.

09.49 Uhr: USA - TV Duell zwischen Trump und Biden abgesagt

Donald Trum und Joe Biden mit erhobenen Händen

Donald Trum und Joe Biden

Die für kommende Woche geplante zweite TV-Debatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden wurde offiziell abgesagt.

Gut eine Woche nach Bekanntwerden seiner Corona-Diagnose will Donald Trump wieder in der Öffentlichkeit auftreten - trotz Unklarheit, ob der Präsident nicht mehr ansteckend ist. Trump will sich heute vom Balkon des Weißen Hauses an seine Anhänger wenden. Nach Angaben von US-Medien wurden rund 2.000 Personen dazu eingeladen.

09.00 Uhr: RKI meldet 4.721 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 4.721 Neuinfektionen gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf 319.381. Es ist der dritte Tag in Folge, dass mehr als 4.000 neue Infektionsfälle verzeichnet werden. Mittlerweile sind in Deutschland 9.604 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Weltweit sind inzwischen mehr als 36,6 Millionen Corona-Infektionen bestätigt worden.

08.30 Uhr: Sieben NRW-Städte überschreiten die Warnstufe

Die Zahl der Ansteckungen in NRW steigt weiter. So liegen heute schon sieben Kreise und Städte über der wichtigen Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Damit gelten seit nun Herne, Hamm, Wuppertal, Hagen, Köln, Recklinghausen und Remscheid als Corona-Risikogebiet.

Landesweit steckten sich 32,4 Menschen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen mit dem Coronavirus an, wie das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit mitteilte. NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Spitzenreiter ist die Stadt Herne mit 66,5 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Hamm kommt auf einen Wert von 64,5. Dahinter folgen Wuppertal (55,2), Hagen (55,1), Köln (54,8), Recklinghausen (52,3) und Remscheid (51,2).

7.35 Uhr: Viele Ansteckungen - Köln überschreitet Warnstufe

Die Stadt Köln hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt am Samstag mit 54,8 an.

In Köln gilt nun ein nächtliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Auf Straßen und Plätzen darf abends ab 22.00 Uhr kein Alkohol mehr konsumiert werden. An den Wochenenden gilt an Party-Hotspots ein Verkaufsverbot für Alkohol. Außerdem gilt eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen.

7.00 Uhr: Formel-1 in Corona-Zeiten: Ausnahmezustand am Nürburgring

Nürburgring - Luftaufnahme

Formel-1 kehrt auf den Nürburgring zurück

So viele Zuschauer gab es in Corona-Zeiten selten. 20.000 Besucher sind beim Formel-1-Rennen an diesem Wochenende am Nürburgring erlaubt.

Während der Rennen sind draußen auf dem Gelände sogar Corona-Tests möglich. Die Fans sitzen auf den Tribünen weit auseinander.

06.00 Uhr: Heiraten am 10.10.2020 - trotz Corona

Vor allem Familienfeiern sind nach Meinung der Experten für die erneute Ausbreitung des Virus verantwortlich. Deshalb gelten für private Partys strengere Regeln. Doch auch die Corona-Beschränkungen für die Gästezahl, Listen und Anmeldungen bei den Ordnungsämtern schrecken Heiratswillige offensichtlich nicht ab - kein Wunder bei dem Schnapszahl-Datum.

Es gibt heute deutlich mehr Trauungen als an anderen Tagen und auch viele Feiern wurden in NRW-Städten angemeldet. Die Städte wiederum haben verstärkte Kontrollen angekündigt.

04.30 Uhr: Neuer Höchststand in Frankreich

Eine einzelne Touristin steht mit Mund-Nasen-Schutz vor dem Eifelturm.

Frankreich meldet einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages sind mehr als 20-tausend dazugekommen.

Auch die Zahl der Menschen, die ins Krankenhaus müssen, steigt. In vier weiteren französischen Städten gilt die höchste Warnstufe. Bars und Sportclubs müssen dort schließen.

00.00 Uhr: Kostenlose Tests für Reisende aus NRW-Risikogebieten

Bewohner von NRW-Risikogebieten, die in den Herbstferien verreisen wollen, können sich für innerdeutsche Reisen kostenlos testen lassen. Das hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Freitag bekannt gegeben. Damit können auch die Einwohner beispielsweise von Remscheid oder Hamm in den Urlaub fahren, während sie ohne Test in Hotels abgewiesen werden könnten.

Laumann sagte auch, dass es an diesen Orten mehr Testzentren geben soll, weil die Hausärzte sonst überfordert wären. Die Gesundheitsämter sollen entsprechende Angebote schaffen. Die Kosten für den Abstrich und das Labor würden aus dem Gesundheitsfonds bezahlt, so Laumann.

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Stand: 10.10.2020, 20:51