Corona-Live-Ticker: Immer mehr NRW-Kommunen überschreiten Grenzwert

Corona-Live-Ticker: Immer mehr NRW-Kommunen überschreiten Grenzwert

  • Immer mehr NRW-Kommunen überschreiten Grenzwert
  • Auch Berlin und Frankfurt mit Werten über 50
  • Zahl der Neuinfektionen steigt über 4.000
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Mehr und mehr NRW-Kommunen überschreiten Corona-Grenzwert

Immer mehr Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen melden, dass sie die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten haben.

Die Stadt Wuppertal gab heute bekannt, die Corona-Maßnahmen ab Freitag (09.10.2020) zu verschärfen. Seit Mittwochabend liege der kritische Wert bei 53. Feiern dürfen nur noch aus besonderem Anlass (Hochzeiten, runde Geburtstage, Taufen, etc.) mit maximal 25 Teilnehmern stattfinden. Das gilt in auch in privaten Räumen. Außerdem dürfen Zusammenkünfte im öffentlichen Raum mit maximal fünf Personen oder mit Personen aus zwei Haushalten stattfinden - etwa im Restaurant.

Inzidenzwert in Siegburg bei 69

In Siegburg stieg der Inzidenzwert sogar auf 69, teilte der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises mit. In Hennef und Bad Honnef stieg der Wert über 35. Die hohe Zahl in Bad Honnef sei auf einen Corona-Ausbruch in einer Wohneinrichtung für Behinderte zurückzuführen. Dort seien 22 Menschen infiziert.

In Siegburg seien bei Gottesdiensten und Jugendtreffs einer evangelikalen Christengemeinde Maskenpflicht und Mindestabstand nicht eingehalten worden. Dort hatten sich zunächst sieben Menschen infiziert. Weitere seien heute positiv getestet worden, mehr als 350 Personen seien in Quarantäne, davon viele in Hennef. Die Stadt Siegburg kündigte an, die Corona-Regeln verschärfen zu wollen. Unter anderem bleiben die Schulen am Freitag geschlossen, die Schüler gehen damit einen Tag früher in die Herbstferien. Auch für die Kita-Betreuung gelten Einschränkungen. Zudem empfahl die Verwaltung den Bürgern, im gesamten Stadtgebiet auch draußen eine Maske zu tragen.

Auch Aachen und Unna über kritischem Wert

Der Krisenstab der Stadt Aachen meldete am Vormittag einen Wert von 50,2. Es seien 138 aktive Fälle zu verzeichnen. Damit träten zahlreiche Maßnahmen in Kraft: Zum Beispiel seien Feiern mit mehr als 25 Teilnehmern genehmigungspflichtig, die Gästezahl dürfe 50 nicht überschreiten. Für die gesamte Städteregion Aachen einschließlich umliegender Städte wie Eschweiler, Monschau, Stolberg und Würselen beträgt die Sieben-Tage-Kennzahl 38,1.

Die Kreisverwaltung in Unna gab am Nachmittag einen Anstieg des Inzidenzwertes auf 65 bekannt. Erst am Dienstag hatte man den Warnwert von 35 überschritten. "Wir können den Anstieg nicht auf ein einzelnes Superspreader-Event zurückführen", sagte der Sprecher. Zudem liegen Remscheid (59,5) und Hagen (56,1) über der kritischen Zahl der Neuinfektionen. Hamm (77,8) bleibt trotz gesunkener Sieben-Tages-Inzidenz mit fast 80 Neuinfektionen weiterhin der negative Spitzenreiter in NRW.

Köln und Essen kündigen mögliche Maßnahmen an

Die Stadt Essen, in der der kritische Wert heute bei 46,6 lag, kündigte an, ab einem Inzidenzwert von 50 weitere Maßnahmen zu ergreifen. Feiern im öffentlichen Raum müssten dann ab elf Teilnehmern angemeldet werden. Bei den angemeldeten Feiern dürften maximal 25 Personen teilnehmen.

In Köln will das Gesundheitsamt dem Krisenstab am Freitag weitere Maßnahmen für den Fall vorschlagen, dass der Inzidenzwert 50 übersteigt. Dazu könnten "unter Umständen" weitere Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit, mögliche Einschränkungen beim Verkauf von Alkohol oder die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Maske auf Straßen und Plätzen gehören.

Auch Berlin und Frankfurt über dem Grenzwert

Auch die Städte Berlin und Frankfurt liegen jetzt über dem kritischen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Berlin meldete am Nachmittag einen Wert von 52,8. In Frankfurt wurde ein Wert von 59,1 registriert.

Robert Koch-Institut warnt vor unkontrollierter Verbreitung

Angesichts der hohen Neuinfektionsrate hat das Robert Koch-Institut (RKI) vor einer unkontrollierten Verbreitung des Coronavirus in Deutschland gewarnt. Es sei "möglich, dass wir mehr als zehntausend neue Fälle pro Tag sehen und dass sich das Virus unkontrolliert verbreitet", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin.

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Zudem erklärte Wieler, dass sich die meisten Menschen mittlerweile wieder in Deutschland ansteckten. Zum Ende der Sommerferien hatten die meisten Infizierten das Virus aus dem Urlaub mitgebracht. "Wir wissen nicht, wie sich die Lage in Deutschland in den nächsten Wochen entwickelt", so Wieler.

Ranga Yogeshwar: Kontrolle behalten durch Nachverfolgung

"Es geht immer noch darum, dass wir die Kontrolle behalten und das Virus nicht anfängt, uns vor uns herzutreiben", betont auch Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar gegenüber dem WDR. Diese Kontrolle - und damit die Eingrenzung des Infektionsgeschehens - sei nur durch die Rückverfolgung von Infektionsketten möglich. "Aber da gibt es irgendwann eine Grenze und genau das ist der Punkt, warum diese 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern so wichtig sind. Das gibt den Gesundheitsämtern noch eine Chance, etwas zu tun", so Yogeshwar. Wenn diese Zahl weiter steige, dann liefe man Gefahr, dass irgendwann eine Rückverfolgung nicht mehr möglich sei, mahnt der Wissenschaftsjournalist.

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Ärzte bereiten sich auf mehr schwer erkrankte Patienten vor

"Wir bereiten uns auf eine neue Welle an Patienten vor, die schwer erkrankt sind", sagte heute Susanne Herold, Leiterin der Abteilung Infektiologie des Uniklinikums Gießen. Derzeit würden 470 Covid-19-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen behandelt - davon 136 Patienten in NRW. 75 von ihnen mussten laut NRW-Landesregierung beatmet werden. Die Ärzte erwarteten einen deutlichen Anstieg dieser Zahl.

Die Landesregierung sieht die Kliniken gerüstet, um im Notfall deutlich mehr Patienten zu behandeln. Aktuell gebe es 5.721 Intensivbetten, in denen die Patienten auch beatmet werden könnten, 1.395 davon seien im Moment nicht belegt.

Momentan sei das Gesundheitssystem laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung weit von einer Überlastung entfernt. "19 von 20 Patienten werden derzeit ambulant behandelt", sagte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender des Verbandes. Zudem sei die Dunkelziffer, also die nicht erkannten Covid-19-Infektionen, deutlich niedriger, da die Zahl der Tests etwa drei bis viermal so hoch wie in der Hochzeit der Pandemie liege. "Dennoch liegt die Quote der Infizierten nur bei 1,5 Prozent", so Gassen.

Intensivmediziner: "Können es gelassener angehen"

Professor Uwe Janssens, Chefarzt St. Antonius Hospital für innere und internistische Intensivmedizin in Eschweiler, sieht die Krankenhäuser besser vorbereitet als bei der ersten Pandemiewelle im Frühjahr. "Wir sind sehr gut aufgestellt: inhaltlich, bei der Ausstattung und beim Personal", sagte Janssens dem WDR. "Dieses Mal trifft es uns nicht so unvorbereitet wir im März: Wir haben mehr Betten und Schutzausrüstung".

Auch beim Einsatz von Medikamenten habe man nun mehr Wissen. "Wir haben in Windeseile sehr viel gelernt über das Virus", so Janssens. "Wir können es gelassener angehen". Der Mediziner betonte noch einmal: Das Wichtigste sei weiter das Einhalten der der Corona-Regeln. Kurz vor Beginn der Herbstferien sagte er zudem: "Eine negativer Corona-Test befreit mich nicht von meiner Sorgfaltspflicht."

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Spahn appelliert an junge Menschen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die aktuelle Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland als besorgniserregend bezeichnet. In diesem Zusammenhang rief er heute vor allem die jungen Menschen in Deutschland auf, sich vorsichtiger im Bezug auf das Virus zu verhalten. Vor allem diese Gruppe stecke sich derzeit vermehrt mit Covid-19 an, so Spahn. "Auch, weil sie denken, sie seien unverletzlich. Das sind sie aber nicht."

Um die Verbreitung des Virus zu bremsen, erinnerte Spahn mehrfach an die AHA-Regeln - Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen. Zudem kündigte er an, dass man diese Regeln zum Winter hin ergänzen wolle: Mit einem A für Nutzung der Corona-Warn-App und einem L für das regelmäßiges Lüften von Räumen.

RKI-Präsident Wieler ergänzte diese Formel mit den drei Gs, die man vermeiden sollte, um eine Corona-Infektion zu verhindern: geschlossene Räume, Gruppen und Gedränge sowie Gespräche in lebhafter Atmosphäre.

Zahl der Neuinfektionen in Deutschland steigt über 4.000

Auch bundesweit steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter - und vor allem schneller. Nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) gestern mit 2.828 Fällen einen neuen Höchstwert seit April gemeldet hatte, ist die Zahl zu Donnerstag um mehr als ein Drittel gestiegen. Demnach wurden dem RKI bis heute 4.058 neue Covid-19-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Weltweit gibt es einen Rekordanstieg der Fallzahlen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete mit 338.779 die höchste Zahl von neuen Positiv-Tests seit dem Beginn der Epidemie.

Weniger kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Erzieherinnen

Corona-Tests für Kita-Personal: Wie laufen die Tests ab?

Mitarbeitern von Schulen und Kitas stehen nach den Herbstferien weitere kostenlose Corona-Testmöglichkeiten zur Verfügung - allerdings seltener als bisher. Bis zu den Weihnachtsferien können sich Beschäftigte in Schulen und der Kindertagesbetreuung bis zu dreimal auf das Virus testen lassen, teilte die Landesregierung heute mit.

Der Zeitpunkt sei frei wählbar. Bislang hatten Lehrer und Erzieherinnen im neuen Schuljahr alle 14 Tage einen Abstrich machen können. Insgesamt hätten 241.326 Beschäftigte freiwillig das Angebot wahrgenommen - 153.771 davon an Schulen. Die Positivrate sei mit 0,2 äußert niedrig, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Bielefeld bittet Bundeswehr um Hilfe

Nach einem positiven Coronabefund bei einem Mann in Bielefeld hat die Stadt Amtshilfe bei der Bundeswehr angefordert. Grund: Der Infizierte war zuvor am Wochenende zu Gast auf zwei Hochzeiten mit jeweils 150 Gästen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Für die nötige Nachverfolgung müsse das Personal im Gesundheitsamt massiv aufgestockt werden, sagte Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger. Der Inzidenzwert war heute entgegen dem landesweiten Trend in NRW auf 20,6 gesunken.

Laschet-Beraterin fordert andere Teststrategie

Christiane Woopen

Dr. Christiane Woopen, Medizinethikerin

Die Medizinethikerin Christiane Woopen spricht sich in einem WDR-Interview für deutlich mehr Coronatests aus. Es sei notwendig noch viel mehr verschiedene Testverfahren einzusetzen, damit man etwa auch vor Veranstaltungen "die Besucher durchtesten" könne, sagte Woopen.

Bundesforschungsministerin Karliczek erwartet Impfung ab Mitte 2021

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek erwartet für Mitte kommenden Jahres einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Sie gehe davon aus, dass dann "breite Teile der Bevölkerung geimpft werden können", sagte Karliczek auf einer Pressekonferenz.

Merkel berät mit Bürgermeistern aus NRW über Lage

Angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch mit Oberbürgermeistern aus Nordrhein-Westfalen über die Lage beraten. Merkel werde an diesem Freitag an einer Videokonferenz mit Oberbürgermeistern und Bürgermeistern von elf Städten in Deutschland teilnehmen, die derzeit hohe 7-Tage-Inzidenzen von Corona-Neuinfektionen meldeten, teilte ein Regierungssprecher heute in Berlin mit. Die Kanzlerin werde sich über die Corona-Lage und die vor Ort eingeleiteten Maßnahmen informieren. Nach "Spiegel"-Informationen nehmen aus NRW die Rathauschefs von Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen teil.

Ansturm auf NRW-Testzentren bleibt vorerst aus

Vor Beginn der Herbstferien ist ein Ansturm auf die Corona-Testzentren und Praxen in Nordrhein-Westfalen bislang ausgeblieben. Vereinzelt gab es nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigungen in Orten mit hohen Infektionszahlen Wartezeiten. So sei eine Corona-Test-Station in Remscheid am Donnerstag von vielen Menschen besucht worden. In der ersten Tageshälfte standen durchgängig zwischen 30 bis 40 Menschen für einen Abstrich in der Schlange und nahmen Wartezeiten von mehr als einer Stunde in Kauf.

Allerdings sei eine seriöse Prognose für die nächsten Tage nicht möglich, sagte Christopher Schneider von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Ähnlich äußerte sich die KV Westfalen-Lippen, die Testzentren an den Flughäfen in Dortmund, Münster/Osnabrück und Paderborn betreibt. Es bleibe vorerst bei den derzeitigen Kapazitäten, teilte eine Sprecherin mit.

NRW-Flughäfen leiden weiter unter Corona-Krise

Niedrige Passagierzahlen setzen Nordrhein-Westfalens Flughäfen wirtschaftlich weiter unter Druck. Im August flogen rund 600.000 Passagiere von den sechs größten NRW-Airports ab, wie das Landesstatistikamt in Düsseldorf heute mitteilte. Das waren rund 72 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, als es noch 2,1 Millionen waren.

Es ging um die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück, Niederrhein (Weeze) und Paderborn/Lippstadt. Die wichtigsten Reiseziele blieben Spanien, die Türkei und Griechenland. Die Zahl der Passagiere in Fliegern, die in NRW starteten und Länder außerhalb Europas ansteuerten, brach der Statistik zufolge sogar um 96 Prozent ein. Im Vergleich zum Vormonat Juli sanken NRWs Passagierzahlen im August um gut 8 Prozent. Die sechswöchigen Sommerferien endeten in diesem Jahr Mitte August.

Gesundheitspolitiker Lauterbach kritisiert Beherbergungsverbot

Als "unsinnig" hat der nordrhein-westfälische Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) die vom Bund beschlossenen Beherbergungsverbote bezeichnet. "Das erweckt ja den Eindruck, als ob die Fallzahlen in Deutschland steigen würden, weil innerhalb von Deutschland viel gereist wird", so Lauterbach im Gespräch mit WDR 2. Dies sei aber nicht der Fall. Wichtiger seien private Feiern, dass die Schulen nicht gut vorbereitet seien und die Gesundheitsämter überlastet.

Lauterbach: "Beherbergungsverbote unsinnig"

WDR 2 08.10.2020 03:08 Min. Verfügbar bis 08.10.2021 WDR Online


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Gestern hatten sich Bundeskanzleramts-Chef Braun und seine Kollegen aus den Ländern darauf geeinigt, dass ein Beherbergungsverbot für Einreisende aus Corona-Risikogebieten als einheitliches Instrument zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung stehe. Allerdings dürfen die Länder selbst entscheiden, ob sie es nutzen oder nicht. NRW hat sich dagegen entschieden.

Kreuzfahrten nur noch nach negativem Corona-Test

Einen Tag nachdem sich die meisten Bundesländer auf ein sogenanntes Beherbergungsverbot geeinigt haben, hat auch der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie strengere Regeln angekündigt. "Nur mit einem negativen Testergebnis wird der Zugang zum Schiff gewährt", teilte die Cruise Lines International Association (Clia) heute in Hamburg mit. Der Verband repräsentiert nach eigenen Angaben 95 Prozent der Kreuzfahrtkapazitäten weltweit.

Die Pflicht gelte für Schiffe ab 250 Passagieren. Wann und wie Mitarbeiter und Gäste auf das neuartige Coronavirus getestet werden, dürften die Reedereien selbst entscheiden, so die Clia.

Tönnies wehrt sich gegen vorübergehende Schließung von Schlachthof im Emsland

Der Fleischkonzern Tönnies wehrt sich juristisch gegen die vorübergehende Schließung seines Standorts im Emsland. Der Schlachtbetrieb aus Ostwestfalen erklärte, es sei eine einstweilige Verfügung gegen die Entscheidung des Landkreises beantragt worden. Zur Begründung hieß es, man erachte die Schließungsverfügung als nicht verhältnismäßig, da sich die Lage der betroffenen Schweinebauern dramatisch zuspitze.

An dem Standort waren nach Angaben der örtlichen Behörden 112 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Der Landkreis Emsland hatte erklärt, es müsse eine exponentielle Verbreitung des Virus in der Belegschaft, aber auch außerhalb des Schlachthofes verhindert werden. Der Betrieb solle daher für zunächst 22 Tage geschlossen bleiben.

Dagegen will der Geflügel-Verarbeiter Allfrisch in Emsdetten nach einem Corona-Ausbruch die Produktion am kommenden Montag (12.10.2020) wieder aufnehmen. Der Kreis Steinfurt hat dazu grundsätzlich grünes Licht gegeben.

BVB-Profi Akanji darf nicht zum Spanien-Spiel

Manuel Akanji von Borussia Dortmund.

Manuel Akanji.

Nach seinem positiven Coronatest darf Manuel Akanji vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund nicht mit zum Spiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen Spanien fliegen. Bei Akanji deute alles auf eine frische Infektion hin, sagte Teamarzt Martin Maleck demnach in einem Interview des SFV. Der 25 Jahre alte Dortmunder Verteidiger befinde sich derzeit in Isolation und zeige keine Symptome.

Zudem sagte der BVB ein für den kommenden Samstag geplantes Testspiel gegen den RSC Anderlecht ab. Die Belgier hatten Dortmund kurz zuvor über einen positiven Corona-Test innerhalb des Teams informiert.

Polen führt Maskenpflicht im Freien ein

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen wird das Tragen einer Maske im Freien ab dem 10. Oktober in ganz Polen Pflicht, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki heute. Das Land sei nur wenige Schritte von einem Mangel an Krankenhausbetten für Coronavirus-Patienten entfernt.

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Stand: 08.10.2020, 21:30