Nach Abellio-Aus: Übergangsfahrplan seit Montag

Stand: 16.01.2022, 15:49 Uhr

Das vorzeitige Aus des Bahnunternehmens Abellio in NRW führt jetzt dazu, dass mehrere Verbindungen vorläufig ausgedünnt oder ganz gestrichen werden müssen.

Seit Montag (17.01.2022) bis Ende Februar gilt nun ein Übergangsfahrplan. Die Unternehmen DB Regio NRW, National Express und VIAS Rail übernehmen zwar viele Fahrten, schaffen dies aber nicht bei allen Ex-Abellio-Linien. Pendler müssen sich daher auf verschiedene Einschränkungen einstellen.

Manche Linien komplett eingestellt

Einige Ersatzzüge sind bereits im Einsatz - hier auf der RB40 in Essen | Bildquelle: WDR/Faulenbach

Unter anderem wird der RE11 zwischen Düsseldorf und Essen für die gesamte Zeit eingestellt, ebenso wie die RB35 zwischen Gelsenkirchen und Mönchengladbach. Die Fahrten der S7 zwischen Wuppertal und Solingen werden ausgedünnt.

Außerdem gibt es einen Schienenersatzverkehr zwischen und Bochum und Gelsenkirchen für die RB46. Bei der RB91 zwischen Hagen und Siegen gibt es im Februar einen Ersatzverkehr auf dem Abschnitt Letmathe - Iserlohn.

Einige Verbindungen wie z.B. der RRX zwischen Hamm und Aachen (RE1) oder die S3 zwischen Hattingen und Oberhausen fahren trotz Betreiber-Wechsel ganz normal weiter.

Unternehmen brauchen Zeit zur Umstellung

Auch wenn sich für alle Linien in den letzten Wochen neue Betreiber gefunden haben, konnte ein reibungsloser Übergang nicht umgesetzt werden. Die Unternehmen begründen das mit verschiedenen Herausforderungen.

Bahnen in NRW: Auf diesen Strecken gibt es bald Probleme WDR 5 Westblick - aktuell 05.01.2022 04:53 Min. Verfügbar bis 05.01.2023 WDR 5

Download

Zum Beispiel wechseln die Triebfahrzeugführer und Zugbegleiter zwar mit zu den neuen Betreibern - alle müssten aber noch von ihrem neuen Arbeitgeber eingearbeitet und ausgestattet werden. Parallel dazu würden die bislang eingesetzten Fahrzeuge auf die Anforderungen der drei neuen Eisenbahnverkehrsunternehmen angepasst und für ihre künftigen Einsätze vorbereitet, heißt es.

Knapp 20 Prozent der NRW-Strecken betroffen

Die NRW-Tochter des Abellio-Konzerns steckt in einem Schutzschirmverfahren, einer Form der Insolvenz. Die drei NRW-Verkehrsverbünde Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Rheinland (NVR) und Westfalen-Lippe (NWL) hatten die Abellio-Verkehrsverträge, die knapp ein Fünftel des Schienenpersonennahverkehrs im Land ausmachen, im vergangenen Jahr gekündigt

Ausfall RE 49 Planung Abellio 00:48 Min. Verfügbar bis 11.01.2023