Ticker vom Samstag (05.12.2020) zum Nachlesen

Ticker vom Samstag (05.12.2020) zum Nachlesen

  • Zahl der Todesfälle in der Türkei auf Höchststand
  • Kölner Virologe warnt vor Schnelltests für Selbstanwender
  • Schutz erst zwei bis drei Wochen nach zweiter Impfung
  • DOSB sieht Gefahr für Struktur von Sport-Deutschland
  • Städte- und Gemeindebund stellt Lockerungen in Frage
  • FDA-Direktorin Gruber rät zu Impfung
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

21.03 Uhr: Zahl der Todesfälle in der Türkei auf Höchststand

Die Türkei meldet mit 196 Todesfällen innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit dem Coronavirus so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Das Gesundheitsministerium des Landes gab außerdem weitere 31.896 Neuinfektionen bekannt.

Zuvor war eine landesweite Ausgangssperre in Kraft getreten. Bis Montagmorgen um 5 Uhr dürfen die Menschen ihre Wohnungen nur zwischen 10 und 17 Uhr verlassen, um zum nächstgelegenen Laden zu gehen.

20.25 Uhr: Spahn fürchtet beim Impfen Verteilungskonflikte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fürchtet zum Start der Corona-Impfungen in Deutschland Verteilungskonflikte. Anfangs werde die Menge an Impfstoffen begrenzt sein, sagte Spahn bei einer Online-Diskussion. Nach aktuellem Stand werde es im Januar in Deutschland für eine zweistellige Millionenzahl an Impfwilligen nur drei Millionen Impfdosen geben. Spahn kündigte eine "sehr harte Priorisierung" an.

Als "Hauptkriterium" nannte Spahn das Alter. Wer Vorerkrankungen habe, brauche eine Bescheinigung vom Haus- oder Facharzt. Dies stößt beim Deutschen Hausärzteverband auf Kritik. "Was nicht sein kann, ist, dass die Politik sich erst davor drückt, klare Priorisierungsentscheidungen zu treffen, und nun offenbar plant, diese Aufgabe quasi durch die Hintertür bei den Hausärztinnen und Hausärzten abzuladen", sagt der Bundesvorsitzende des Verbands, Ulrich Weigeldt.

19.01 Uhr: Kölner Virologe warnt vor Schnelltests für Selbstanwender

Lehrer und Erzieher sollen sich nach den Weihnachtsferien mit Hilfe von Schnelltests selbst auf das Coronavirus testen können. Der Virologe Rolf Kaiser von der Universitätsklinik Köln bezweifelt, dass dies ein sicherer Weg ist. Ob die Probe richtig entnommen worden sei, könne dieser Test nicht erkennen. Die richtige Entnahme sei aber "schwierig", sagte der Experte im Gespräch mit der Aktuellen Stunde im WDR.

"Ohne Ausbildung vorher ist das ein falsches Zeichen", so Kaiser. Da sei etwa die vor den Weihnachtsfeiertagen empfohlene Selbstquarantäne ein sicherer Weg, um andere Menschen zu schützen.

18.05 Uhr: Kanzlerin Merkel stimmt auf monatelangen Kampf ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft auf einen Sieg über das Coronavirus durch die bald erwarteten Impfungen. Eine Sache von wenigen Monaten sei das allerdings nicht, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. "Nach mehr als einem Dreivierteljahr der Pandemie sehen wir mittlerweile ja Licht am Ende des Tunnels", so die Kanzlerin.

Sie sprach aber nicht nur die Länge des Kampfes an, sondern vor allem den finanziellen Kraftakt, den er darstellt. Die hohen Neuverschuldungen in diesem und auch im kommenden Jahr könne und müsse man sich leisten: "Noch höher wären die Kosten - finanziell wie sozial -, wenn viele Unternehmen zusammenbrächen und Millionen von Arbeitsplätzen verlorengingen. Das wollen wir unserem Land ersparen", erklärte Merkel.

17 Uhr: Schutz erst zwei bis drei Wochen nach zweiter Impfung

Das Bundesgesundheitsministerium hat in einem Livestream mit Minister Jens Spahn sowie Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, und Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, Fragen zum von Biontech und Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff beantwortet.

Mit Blick auf bereits vorliegende Daten - der Impfstoff ist noch nicht zugelassen - sei damit zu rechnen, dass fast 100 Prozent der Menschen spätestens zwei bis drei Wochen nach der zweiten Impfung vor einer Infektion geschützt seien, so Cichutek. Wieler ergänzte, dass man sich auch danach an die Corona-Regeln halten solle, bis Erkenntnisse über die Ansteckungsgefahr, die von geimpften Personen ausgeht, vorliegen.

16.15 Uhr: DOSB sieht Gefahr für Struktur von Sport-Deutschland

Technisch ist die erste digitale DOSB-Mitgliederversammlung der Verbandsgeschichte gelungen, Grund für Optimismus gab es trotzdem kaum. 2020 sei "schwierig" gewesen, "und wir stellen uns darauf ein, dass 2021 noch schwieriger wird", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Die Folgen für den Sport durch die Corona-Pandemie werden schlimmer sein, so Hörmann. Daran änderten weder der von Staatssekretär Stephan Mayer für 2021 ausgerufene "Rekord-Sporthaushalt" noch die Millionenhilfen für den Profisport etwas. "Es besteht die reale Gefahr, dass wir Sport-Deutschland in seiner Struktur nach der Krise deutlich geschwächt vorfinden", sagte Hörmann. Der DOSB prognostiziert einen Mitgliederschwund bei seinen fast 90.000 Vereinen von acht bis zehn Prozent.

15.20 Uhr: Städte- und Gemeindebund stellt Lockerungen in Frage

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund stellt die Lockerung von Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Neujahr in Frage. "Je nachdem wie die Entwicklung in den weiteren zehn Tagen ist, werden sicherlich auch noch einmal die für Weihnachten und Silvester bislang vorgesehenen Lockerungen hinterfragt werden müssen", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Handelsblatt".

"Denn diese Lockerungen werden nicht nur zu mehr Kontakten, sondern auch zu erhöhten Reiseaktivitäten führen, die wiederum ein Risiko darstellen können", so Landsberg.

15.13 Uhr: FDA-Direktorin Gruber rät zu Impfung

Die aus Deutschland stammende Direktorin der Impfstoffabteilung bei der amerikanischen Arzneimittelaufsicht FDA, Marion Gruber, hat sich hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit der derzeit auch von ihrer Behörde geprüften Corona-Impfstoffe zuversichtlich geäußert. In einem Exklusiv-Interview mit Ute Brucker, Leiterin der SWR-Auslandsredaktion, sagte die Biologin in Bezug auf die bisherige Datenlage: "Wir werden zusätzliche Daten brauchen und die werden sich auch ergeben. Für die Impfstoffe, die wir im Moment begutachten, habe ich bis jetzt noch nichts gesehen, was mich nervös machen würde."

Zu den Impfstoffen gehört auch der vom Mainzer Hersteller Biontech zusammen mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelte, über dessen Notfallzulassung die FDA entscheiden soll. Am 10. Dezember findet eine Anhörung mit externen Experten statt. Danach, so Gruber, könne es "Tage oder Wochen dauern", bis die FDA ihre Entscheidung fälle. "Die Leute können Vertrauen in uns haben, dass wir sicherstellen, dass diese Impfstoffe halten, was sie versprechen. Ich würde jedem raten, sich impfen zu lassen."

14.50 Uhr: Spahn rechnet spätestens im Sommer mit Massenimpfungen

Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet damit, dass bis Ende März deutlich über zehn Millionen Impfdosen verfügbar sind. "Bis dahin sind für Deutschland elf Millionen Dosen allein von Biontech realistisch", sagt der CDU-Politiker dem Nachrichtenportal "t-online".

Vorausgesetzt der Biontech-Impfstoff werde zugelassen, würden kommenden Monat drei bis vier Millionen Dosen zur Verfügung stehen. Insgesamt gebe es fünf Impfstoff-Kandidaten, die wahrscheinlich bis zur Jahresmitte zugelassen werden würden. Spahn erklärt, er sei optimistisch, dass es spätestens im Sommer Massenimpfungen geben werde.

13.26 Uhr: Infektionszahlen in NRW rückläufig

Anders als im Rest von Deutschland sind die Corona-Infektionszahlen in NRW seit zwei Wochen rückläufig. Große Teile von NRW sind noch weit entfernt von der für die Gesundheitsämter wichtigen Zahl 50, aber: Der Trend für NRW ist besser als für Gesamtdeutschland – nur in wenigen Städte und Landkreise gingen die Corona-Zahlen zuletzt hoch, zum Beispiel in Hagen, Wesel und Wuppertal.

Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuansteckungen auf 100.000 Einwohner pro Woche – bei um die 200. Im NRW-Durchschnitt ist sie dagegen innerhalb der vergangenen zwei Wochen von 170 auf 140 gesunken. Vielversprechend entwickeln sich die Corona-Zahlen besonders im Hochsauerlandkreis, in Münster und in den Kreisen Coesfeld, Olpe und Soest. Hier gibt es überall weniger als halb so viele Fälle wie im NRW-Durchschnitt.

12.48 Uhr: Viele Bedenken gegen Ausgangssperren

Die Türkei hat sie seit heute, in Baden-Württemberg gilt sie schon für einige Kreise, in NRW will man nichts davon wissen - die Rede ist von der Ausgangssperre. Doch kann man mit dem Verbot das Virus besser eindämmen? Es regt sich jedenfalls jetzt Kritik dagegen.

So warnt der Deutsche Städte- und Gemeindebund heute vor pauschalen nächtlichen Ausgangssperren. Das Argument: Ausgangssperren seien nicht automatisch ein passendes Mittel für alle Gebiete mit hohem Inzidenzwert. Zuspruch dafür kommt vom Linken-Abgeordneten Niema Movassat, der die Ausgangssperren für verfassungswidrig und "hoch bedenklich" hält. Außerdem würden die meisten Kontakte tagsüber stattfinden - im Supermarkt, bei der Arbeit oder im öffentlichen Nahverkehr.

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat nächtliche Ausgangsbeschränkungen für alle Kreise mit einer Inzidenz über 200 beschlossen. Auch in den rheinland-pfälzischen Städten Ludwigshafen und Speyer wird darüber diskutiert.

12.26 Uhr: Moskau beginnt mit Massenimpfungen

In Moskau sind heute 70 Corona-Impfzentren eröffnet worden. Nach Behördenangaben können sich Angestellte des Gesundheits- und Bildungswesens sowie Sozialarbeiter in der russischen Hauptstadt ab sofort gegen das Coronavirus impfen lassen. Der Impfstoff "Sputnik V" ist in Russland bereits seit August zugelassen, obwohl er sich noch in der letzten Phase klinischer Tests befindet.

Der Start der Massenimpfungen in Moskau fiel mit einem neuen Infektionsrekord zusammen. In Russland haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 2,43 Millionen Menschen infiziert.

11.49 Uhr: "Querdenker" dürfen nicht demonstrieren

Die für heute geplante Großdemonstration der "Querdenker"-Bewegung in Bremen bleibt verboten. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte am Vormittag das Verbot und lehnte den Eilantrag der Veranstalter ab. Die Begründung wurde noch nicht veröffentlicht. Von der Karlsruher Entscheidung wird eine Signalwirkung erwartet. Es ist in dem seit November geltenden Lockdown das erste Mal, dass das Bundesverfassungsgericht ein Demonstrationsverbot bestätigte.

11.11 Uhr: Wochenlange Verzögerung bei den Novemberhilfen

Die staatlichen Überbrückungshilfen für den November können offenbar erst ab Januar regulär ausgezahlt werden. Das berichtet die Bild-Zeitung und bezieht sich dabei auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage. Demnach ist das Computer-Programm zur Antrags-Bearbeitung noch nicht fertig. Aktuell gibt es nur Abschlagszahlungen. Der Hotel- und Gaststättenverband fordert jetzt höhere Abschläge.

Die Novemberhilfen sind Zuschüsse für Firmen etwa in der Gastronomie, die wegen behördlicher Anordnungen schließen mussten. Dabei gibt es Abschlagszahlungen - das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefer gehende Prüfung. Bei den Novemberhilfen für Firmen und Selbstständige im Teil-Lockdown sind nach Regierungsangaben bisher rund 318 Millionen Euro ausgezahlt worden. Soloselbstständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro, Unternehmen bis zu 10.000 Euro.

10:45 Uhr: Der Traum vom Ende der Pandemie

Die Welt könne anfangen, "vom Ende der Pandemie zu träumen". Das sagt Tedros Adhanom Ghebreyesus, Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), angesichts guter Ergebnisse bei der Erprobung von Corona-Impfstoffen.

Die Corona-Pandemie habe das Beste und Schlechteste der Menschheit aufgezeigt, sagte Tedros weiter. Es habe "beeindruckende Taten von Mitgefühl und Selbstaufopferung, atemberaubende Leistungen der Wissenschaft, Innovation und herzerwärmende Demonstrationen der Solidarität gegeben, aber ebenso Zeichen von Eigennutz, Schuldzuweisungen und Spaltungen".

9.32 Uhr: Schweizer Skigebiete bleiben geöffnet

Zwei Skifahrer

Skifahren ist nicht überall erlaubt

In der Schweiz bleiben die Skigebiete über Weihnachten geöffnet - auch für ausländische Touristen. (Anm. der Red.: In einer ersten Meldung hatten wir an dieser Stelle berichtet, dass die Pisten nur für Schweizer geöffnet seien. Dies ist nicht richtig.) Geschlossene Gondeln und Bahnen dürften aber höchstens zu zwei Dritteln besetzt werden. Auf allen Bahnen, auch auf Ski- und Sesselliften sowie beim Anstehen gelte eine Maskenpflicht.

Deutschland konnte sich mit dem Vorschlag, Skifahren bis Ende Januar in der EU zu verbieten, nicht durchsetzen. Trotz Protesten der Liftbetreiber will Bayern Skifahren vorerst nicht zulassen. Mit der Verlängerung des Teil-Lockdowns dürfte dies bis mindestens zum 10. Januar der Fall sein. Auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bleiben die Skilifte vorerst geschlossen. Gleiches gilt für Frankreich.

9.00 Uhr: SPD-Forderung: Wenn Zahlen steigen keine Lockerungen an Weihnachten

Aus der SPD im Bundestag kommt die Forderung, bei anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen die Kontaktbeschränkungen an Weihnachten nicht zu lockern. Sollten die Zahlen bis zum 20. Dezember auf diesem hohen Niveau bleiben, sollten die Maßnahmen über die Feiertage nicht gelockert werden. Es sollte dann bei den jetzt gültigen Beschränkungen bis in den Januar bleiben, sagte die für Gesundheit zuständige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas.

Gegenwärtig dürfen sich fast überall in Deutschland nur zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen treffen. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar soll dies vorübergehend gelockert werden können. Ob und wie stark, entscheidet jedes Bundesland selbst.

8.42 Uhr: Kochbuch top, Reiseführer flop

Radfahren, Wandern oder Kochen liegen gerade in Corona-Zeiten schwer im Trend. Das spürt auch der Buchhandel. Auffällig sei vor allem das sprunghaft gestiegene Interesse an Rad- und Wanderführern, berichten Buchhändler. Viele Menschen wollen gerade jetzt ihr Zuhause schöner gestalten und entdecken Hobbys wie Kochen und Backen wieder. Echte Ladenhüter sind hingegen Reiseführer.

8.00 Uhr: Ausbildung trotz Corona - Bund weitet Hilfen für Betriebe aus

Die Bundesregierung weitet ihre Hilfen für kleine und mittlere Betriebe aus, die trotz Corona ausbilden. Das bestätigte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil im Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio. Ziel ist es, mehr Unternehmen dazu zu bewegen, die Prämien abzurufen.

Seit August dieses Jahres können kleine und mittlere Firmen 2.000 Euro pro Lehrvertrag beantragen, wenn sie die Zahl der Azubi-Stellen stabil halten, sowie 3.000 Euro, wenn sie die Zahl der Ausbildungsplätze erhöhen.

7.20 Uhr: Drive-in-Weihnachtsmarkt in Bochum startet

Kunde auf dem Drive-In Weihnachtsmarkt in Bochum bekommt Tüte in Auto gereicht

Bochum: Mit dem Auto bis vor die Weihnachtsbude

Ein Weihnachtsmarktbummel mit dem Auto? Das geht - in Bochum jedenfalls. Dort startet heute der erste Drive-In-Weihnachtsmarkt des Ruhrgebiets. Dabei fahren die Besucher einen Rund-Parcours auf dem Gelände eines bunt geschmückten Bauernhofs. Zwei Schneekanonen und ein Wichtel sorgen für Weihnachtsstimmung. Außerdem gibt es Gegrilltes to go - wie auf einem echten Weihnachtsmarkt eben.

7.00 Uhr: Aussicht auf Impfstoff hebt die Stimmung

Die Aussicht auf einen Corona-Impfstoff wirkt sich positiv auf die Stimmung in Deutschland aus. Nach einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey erwartet nur noch jeder zweite Verbraucher, dass sich die Einschränkungen im Alltag länger als sechs Monate hinziehen. Zum Vergleich: Im September rechneten noch gut zwei Drittel mit längeren Einschränkungen. Fast jeder vierte Befragte rechnet demnach mit einem wirtschaftlichen Aufschwung innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate.

6.30 Uhr: Städte- und Gemeindebund warnt vor nächtlichen Ausgangssperren

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich gegen pauschale nächtliche Ausgangssperren zur Eindämmung des Coronavirus ausgesprochen. "Ausgangssperren sind eine weitere, deutliche Einschränkung für die Menschen. Sie müssen in jedem Fall verhältnismäßig, das bedeutet geeignet und erforderlich sein", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ausgangssperren seien nicht automatisch ein passendes Mittel für alle Gebiete mit hohem Inzidenzwert. Schließlich könnten auch Hochzeitsfeiern oder Ausbrüche in Altenheimen Grund für rasant steigende Infektionszahlen sein. "In diesen Situationen wäre eine Ausgangssperre nicht das gebotene Mittel."

Nächtliche Ausgangsbeschränkungen gibt es allerdings auch schon in Deutschland. In Baden-Württemberg gilt in Gemeinden mit hohen Corona-Zahlen künftig eine nächtliche Ausgangssperren. In Mannheim zum Besipiel dürfen die Menschen nur noch mit triftigem Grund nachts das Haus verlassen.

6.22 Uhr: Ausgangssperren in der Türkei

In der Türkei gilt an diesem Wochenende eine strenge Ausgangssperre. Menschen unter 20 und über 65 Jahre dürfen überhaupt nicht vor die Tür. Alle anderen können nur zwischen 10 und 17 Uhr raus, um im nächstgelegenen Laden einzukaufen. Die Corona-Situation in der Türkei ist laut Ärzteverband besorgniserregend, Intensivstationen seien überfüllt.

6.00 Uhr: Zahl der Neuinfektionen weiter hoch

Die Zahl der Neuinfektion in Deutschland bleibt trotz "Lockdown light" weiter auf einem hohen Niveau. Laut Robert Koch Institut haben die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 23.318 neue Ansteckungsfälle erfasst - das sind ungefähr 1.620 Fälle mehr als am Samstag vor einer Woche. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 483 auf 18.517, die Zahl der Genesenen auf 835.700 Menschen.

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Stand: 05.12.2020, 21:46