NRW-Risikogebiete: Einschränkungen bleiben auch, wenn Zahlen sinken

NRW-Risikogebiete: Einschränkungen bleiben auch, wenn Zahlen sinken

Bundesweit steigen die Corona-Zahlen – in einzelnen Städten, die als Risikogebiete gelten, sinkt die Zahl der Neuninfektionen aber auch langsam wieder. Die strengeren Corona-Regeln bleiben aber für mehrere Wochen.

Mit mehr als 60 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche war Remscheid eine der ersten Städte, die Anfang des Monats in NRW den Grenzwert von 50 überschritten hatte. Die Stadt hatte deswegen zahlreiche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen beschlossen – unter anderem dürfen sich nur maximal fünf Personen in der Öffentlichkeit treffen.

Inzwischen sind die Corona-Zahlen wieder gesunken, seit Sonntag liegt der sogenannte Inzidenzwert in Remscheid bei knapp unter fünfzig – damit gilt die Stadt eigentlich nicht mehr als Risikogebiet. Die verschärften Infektionsschutzmaßnahmen will die Stadt trotzdem erstmal beibehalten. So handhaben das auch viele andere betroffene Städte.

Düsseldorf: Neubewertung der Lage nach 14 Tagen

In Düsseldorf beispielsweise liegt der Wert seit drei Tagen über 50, inzwischen gibt es in der Stadt eine Sperrstunde um ein Uhr nachts und ein stadtweites Verkaufsverbot für Alkohol. Auch wenn der Wert wieder unter 50 sinken sollte, will die Stadt diese Maßnahmen auch in der kommenden Woche weiter beibehalten, sagt Ordnungsdezernent Christian Zaum am Mittwoch: "Wir werden in 14 Tagen eine Neubewertung vornehmen".

Gut möglich, dass nach der Neubewertung nicht eine Lockerung, sondern noch eine weitere Verschärfung der Corona-Regeln erfolgt. "Falls das Infektionsgeschehen schlimmer geworden ist", sagt der Düsseldorfer Ordnungsdezernent Christian Zaum, "müssen wir mit weiteren Maßnahmen nachziehen!"

Wie lange die Maßnahmen gelten, beschließt jede Stadt für sich. Etwa in Recklinghausen, Essen und Herne gelten die Maßnahmen mindestens bis zum 31. Oktober, in Gelsenkirchen muss der Inzidenzwert sieben Tage in Folge unter 50 liegen, bis die verschärften Corona-Regeln zurückgenommen werden können.

Stand: 14.10.2020, 17:39