Ein lächelnder Junge sitzt am Schreibtisch und hält einen Stift in der Hand

Ihre Fragen: Soll ich mein gesundes Kind impfen lassen oder nicht?

Stand: 14.01.2022, 20:06 Uhr

Wir beantworten Ihre Fragen zur Corona-Impfung. Hier: Soll ich mein gesundes Kind impfen lassen oder nicht?

Mit dem Kinder-Impfstoff von Biontech können mittlerweile auch Fünf- bis Elfjährige regulär gegen Corona geimpft werden. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff allerdings zunächst nur für vorerkrankte Kinder - und für gesunde Kinder, die in engem Kontakt mit Menschen stehen, die durch Corona stark gefährdet sind.

Die Frage, ob man seine gesunden Kinder impfen lassen sollte oder nicht, lässt sich also nicht leicht beantworten. Denn: Gesunde Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren haben ein sehr geringes Risiko, schwer an Covid-19 direkt oder an einer Folge davon zu erkranken. Es ist auch nicht klar, wie selten kleine Kinder Long Covid bekommen können. Der Nutzen einer Impfung von Fünf- bis Elfjährigen ist im Vergleich zur Erwachsenen-Impfung also relativ gering.

Allerdings besteht auch bei der Impfung von Fünf- bis Elfjährigen offenbar nur ein geringes Risiko. Das zeigt eine staatliche Auswertung von Millionen Impfungen in den USA vom 5. Januar. Schwere Nebenwirkungen hat es dort kaum gegeben.

Untersucht wurde der Zeitraum 3. November bis 19. Dezember 2021. Verimpft wurden 8,7 Millionen Dosen des Kinder-Impfstoffs von Biontech/Pfizer an Fünf- bis Elfjährige. Nur zwölf Kinder entwickelten eine Herzmuskelentzündung. Keines der Kinder musste deswegen in einer Klinik behandelt werden. Bei acht Kindern war die Entzündung wieder ausgeheilt, als die Auswertung veröffentlicht wurde.

Für eine Impfung von Kindern spricht auch, dass das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 oder einer Folge-Erkrankung nicht bei Null liegt. Keiner weiß, was das Virus langfristig macht, wenn es einmal in unserem Körper ist.

Ob und wann die Stiko die Corona-Impfung für alle Kinder ab fünf Jahren empfehlen wird, steht noch nicht fest.

Über dieses Thema berichteten am 09.12.2021 auch das "Morgenecho" bei WDR 5 und die "Aktuelle Stunde" im WDR Fernsehen.

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Kommentare zum Thema

163 Kommentare

  • 163 Petra 16.01.2022, 09:18 Uhr

    Liebe Diana, Ich habe ganz starke Zweifel dass du vom Fach bist. Denn eine Grippe, also nicht grippaler Infekt, ist alles andere als leicht. Das Risiko einer Herz Muskel Entzündung oder Long Covid ist weit aus höher als eine schwere Impfnebenwirkung zu erleben. Ich habe selbst erlebt wie in Leipzig mehrere Kinder aus einer Klasse mit starkem Brech-Durchfall und sehr hohem Fieber im Krankenhaus behandelt werden mussten und einige haben auch nach fünf Wochen immer noch Symptome von Long Covid. Das die Intensivbetten von Kindern nicht stark in Anspruch genommen werden bedeutet es nicht, dass es immer so harmlos verläuft wie Sie das darstellen. Es ist immer eine Nutzen Risiko Analyse. Herzlich gegrüßt, Petra

  • 162 A. Klug 11.12.2021, 14:45 Uhr

    Was hier noch fehlt: täglich getestete geimpfte oder ungeimpfte Erzieherinnen und Kinder: alle die gesund sind dürfen in die KiTa. Keine Infektionen, keine Impfnebenwirkungen.

  • 161 Eva 11.12.2021, 14:28 Uhr

    Kinder impfen - Ja. Warum? Kinder haben zwar oftmals einen leichten Verlauf, können aber durchaus andere anstecken. Der Gedanke, Kinder nicht impfen zu lassen, weil der Verlauf zumeist mild ist, ist nicht gerade solidarisch, da es nicht nur um bestimmte Gruppen, sondern um eine komplette Gemeinschaft geht und somit alle geschützt werden müssen. Also tragen Eltern auch über ihre Kinder Mitverantwortung für andere Menschen - auch wenn Impf-Sorgen verständlich sind. Abgesehen davon weiß niemand, wie sich die Erkrankung beim eigenen Kind entwickeln könnte, denn die allgemeine Auffassung, es verliefe zumeist mild, ist noch lange keine Garantie. Und ja, auch geimpfte Menschen können das Virus weitergeben; und ja, auch Geimpfte können sich infizieren. Allerdings ist die Viruslast bei Geimpften wesentlich geringer, also die Menge, die an andere weitergegeben werden und zur Ansteckung führen kann. Ungeimpft gibt man mehr Virus ab, ist länger ansteckend und riskiert einen schweren Verlauf.

  • 160 Diana 11.12.2021, 12:10 Uhr

    Ich stelle mich mal ganz kurz als Krankenschwester und Ergotherapeutin vor und sage zu einer Impfung bei Kindern generell, NEIN! Das Risiko der schweren Nebenwirkungen des eigenen oder fremden Kindes einzugehen, steht uns Erwachsen nicht zu! So wie ich auch nicht über meine Patienten oder Familienmitglieder entscheiden kann! Ich kann nur bestätigen, aus eigenen Erfahrungen eine Infektion mit dem Covid 2 Virus bei Kindern ist so leicht, dass es mit einer normalen Grippe noch nicht einmal vergleichbar ist. Überlegt es euch gut! Denn es ist kein 100 % Schutz über mehrere Jahre hinweg, wie bei anderen Impfungen! Nicht einmal vergleichbar mit den generellen Impfungen, die ich auf jeden Fall befürworten würde! Eine halbjährliche Auffrischung könnte das eigene Immunsystem ausschalten!!! Ich traue um den Wortbruch des Prof. Mertens sehr! Er bestägte, daß er diese Impfung an Kindern nicht empfiehlt... Der polit. Druck war zu hoch!

  • 159 J.W 11.12.2021, 09:22 Uhr

    Klar, sollte eine Impfung abgewägt werden, aber, wie gesagt, man weiss ja auch nicht , was das Virus eventuell langfristig anrichtet wenn es einmal im Körper war. Da gibt es keine Erkenntnisse zu. Ich selber kenne mehr als zwei Personen, die an Corona erkrankt sind. Die geimpften Personen haben es an die anderen im Haushalt lebenden Personen nicht übertragen . Ungeimpfte schon, von daher bringt eine Impfung schon was. Sobald die Stiko eine uneingeschränkte Empfehlung gibt, werde ich sehr wahrscheinlich meine 5 Jährige Tochter impfen lassen.

  • 158 Pusteblume 11.12.2021, 07:41 Uhr

    Und hier noch einmal die Gedanken einer Kindergartenleitung zu unserer Zukunft: 1. Szenario: ungeimpfte Kinder & ungeimpfte Erzieher -> Kinder sitzen bald ohne Erzieher in der Kita, weil Erzieher immer wieder Corona krank sind. 2. Szenario: ungeimpfte Kinder & geimpfte Erzieher -> Kinder sitzen bald ohne Erzieher in der Kita, weil Erzieher scharenweise davon laufen und sich dem Risiko nicht mehr aussetzen wollen (da sind wir sehr nah dran) 3. Szenario: geimpfte Kinder & ungeimpfte Erzieher-> Kinder werden mit sehr wenig Personal betreut, weil Erzieher immer wieder krank werden. 4. Szenario: geimpfte Kinder & geimpfte Erzieher -> Kindergartenbetrieb kann hoffen aufrecht erhalten werden wie gewohnt, Realitäten überholen häufig Grundeinstellungen von Eltern zu Themen. Kinder wollen ihre Normalität zurück. Das geht nur mit Impfung, Ach ja, wenn Kinder ohne Erzieher in Kitas sitzen, werden Kitas geschlossen. Das wollen Eltern nach meiner Erfahrung nicht so gerne.

  • 157 Paula 10.12.2021, 19:39 Uhr

    Ich glaube, Sie haben das Ganze nach so langer Zeit immer noch nicht verstanden. Oma und Opa, wie Sie es so schön schreiben, werden nicht geschützt, wenn die Kinder geimpft werden. Auch eine geimpfte Person kann die Krankheit übertragen. Nur der Verlauf der Krankheit soll angeblich leichter ausfallen. Also wenn ein geimpftes Kind sich mit Corona ansteckt und Oma und Opa besucht, werden sie sich wahrscheinlich trotzdem anstecken. Also ist das Ganze ja einfach Quatsch.

    Antworten (1)
    • E. 11.12.2021, 09:36 Uhr

      Hallo Paula, auch wenn ich schon sehr müde bin, weil es doch eigentlich klar sein sollte, nun doch noch ein kurzer Zusatz: Nein, das Ganze ist absolut kein Quatsch. Die ursprüngliche Fragestellung war doch, soll ich mein gesundes Kind impfen lassen. Viele verneinen das mit dem Argument, die Erkrankung würde beim Kind milder ausfallen und deswegen sei eine Impfung von Kindern unnötig. Natürlich können sich auch Geimpfte jeden Alters anstecken und natürlich kann man auch als Geimpfter jeglichen Alters das Virus weitergeben. Das sollte aber kein Argument gegen eine Impfung sein. Sinnvoll ist die Kombination aus: 1. Impfung, denn diese vermindert das Risiko selbst schwer zu erkranken und die Weitergabe des Virus in vielfacher Menge an andere Menschen, als auch 2. umsichtigem Verhalten anderen gegenüber, sprich AHA sowie ggf. Testen vor dem Besuch bei gefährdeteren Personen, logisch. Ich hatte ganz optimistisch vorausgesetzt, dass sich dies aus meinen vorangegangenen Zeilen erahnen lässt.

  • 156 Micha Leik 10.12.2021, 18:30 Uhr

    Ich habe in der Schule beruflich mit Kindern zu tun. Meiner Erfahrung nach sehnen sich die Kinder förmlich danach, endlich geimpft werden zu dürfen. Die Impfung ist gegehrter als die neue Playstation. Die Kinder möchten nur, dass Corona irgendwann vorbei ist. Wer hat den Mut ihnen zu sagen, dass das erst der Fall sein wird, wenn man aufhört, Inzidenzen täglich zu veröffentlichen? Ich befürchte, das wird nicht mehr passieren. Der nächste Winter mit neuer Mutante und gleichen Maßnahmen und x-tem Booster steht bevor, oder? Für mich hat das langsam was von Stockholm-Syndrom. Nicht mehr lange, und wir lassen uns monatlich boostern! Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen sich schon mehr als 3 Portionen abgeholt haben. Man verlangt immer von Ungeimpften zur Vernunft zu kommen, aber ist es vernünftig von 3fach Geimpften so zu tun, als seien die dem Virus schutzlos ausgeliefert? Man sieht sie dann mit doppelter FFP2-Maske durch den Park joggen. Immanuel Kant dreht sich im Grab um!

  • 155 Dida 10.12.2021, 16:53 Uhr

    Also, gerade wenn man belesen ist weiß man sich mittlerweile sicher,dass die Impfung nicht vor einer Ansteckung schützt. Also ist dieses Argument falsch. Kinder mit Vorerkrankungen und Erwachsene sollten sich impfen lassen. Bei kleinen Kindern unser elf Jahren macht es keinen Sinn. Oma und Opa und alle anderen, ob geimpft oder nicht geimpft, können sich anstecken. Daher sollte man sich, vor Besuchen testen lassen.

    Antworten (1)
    • E. 11.12.2021, 09:17 Uhr

      Hallo Dida, Sie haben vollkommen Recht. Eine Impfung schützt nicht unbedingt vor einer Ansteckung, da bin ich ganz bei Ihnen. Allerdings vermindert man mit einer Impfung das Risiko, das Virus in höchster Konzentration weiterzugeben und erkrankt ggf. nicht ganz so schwer. Natürlich, und das habe ich ohne Worte einfach vorausgesetzt, ist es zwingend notwendig, sich auch weiterhin an die geltenden AHA - Regeln zu halten und sich vor einem Besuch bei vulnerablen Gruppen entsprechend testen zu lassen, also z.B. vor dem Besuch mit den Kindern bei Oma und Opa, völlig klar. Mein Argument halte ich dennoch für nicht ganz so falsch, denn, wie gesagt, ist eine Impfung mit eines der besten Mittel, um dieser Erkrankung und der weiteren Verbreitung entgegen zu treten - und dies bezieht sich meiner Meinung nach auf alle Altersgruppen. Da das Virus vor keiner Altersgruppe Halt macht, ist das Argument, eine Impfung sei bei Kindern unter elf Jahren zwecklos, doch eher fragwürdig. Alles Gute.

  • 154 Elena - 1984 10.12.2021, 16:26 Uhr

    Viele Kommentare hier bestärken meine Theorie dass es ich bei Covid 19 primär um eine Hirnkrankheit handelt. Grosse Teile der Bevölkerung sind leider scheinbar schon betroffen. So bleibt mir nichts anderes übrig als meine Kinder zu ihrem eignen Schutz impfen zu lassen. Viele Erwachsene sind ja scheinbar zu unsozial um die Herdenimmunität aufzubauen. Ausbaden dürfen es wie so oft in der Pandemie wieder die Kinder. Dank Querdenkern, Impfgegnern und Sonstigen bleibt Kindern die am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen nur die Impfung - vor allem um sich vor den sich herauskristallisierenden schweren Verläufen von Omikron bei Kindern zu schützen.

  • 153 Regirun 10.12.2021, 12:35 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

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