Tausende Kölner demonstrieren für menschliche Asylpolitik

  • Demo für humane Asylpolitik
  • Tausende Teilnehmer
  • Breites Bündnis hinter Kundgebung

Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag (16.09.2018) in Köln auf einer Demonstration eine menschliche Asyl- und Flüchtlingspolitik gefordert. Über 120 Initiativen, Organisationen, Vereine, Parteien, Wohlfahrtsverbände und die beiden großen christlichen Kirchen hatten zu der Kundgebung aufgerufen. Das Motto "Köln zeigt Haltung".

Bei der Demo vor dem Kölner Dom versammelten sich tausende Teilnehmer friedlich | Bildquelle: Friederike Müllender / WDR

Zur Auftakt-Kundgebung am Dom kamen laut Veranstalter mehr als 7.000 Menschen. Auf der Bühne erklärte der Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, Pfarrer Rolf Domning, man wolle als Kirche Haltung zeigen und sich nicht einschüchtern lassen. "Wir stehen hier, weil wir nach wie vor für eine Flüchtlingspolitik im Geiste der Nächstenliebe eintreten, ein Gebot Gottes."

Christliche Werte dürften nicht durch rechtspopulistische Gruppierungen und Parteien missbraucht werden, betonte Domning. Besorgt zeigte er sich über "die zunehmende Kriminalisierung des Kirchenasyls". Hass und Gewalt müssten überwunden werden, damit Menschen in Köln und überall in der Welt in Frieden, Sicherheit, Gerechtigkeit und Freiheit leben könnten.

Andere Sprecher auf der Auftaktkundgebung forderten auf Transparenten und Plakaten "Aufnehmen statt Abschotten!", "Hierbleiben statt Abschieben!" und Solidarität mit Menschen mit einer Fluchtgeschichte. Auch Sprecher des Kölner Flüchtlingsrates mahnten "Haltung" im Umgang mit Flüchtlingen an. Zu den Rednern im Verlauf der Demonstration zählte auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Mehr als 12.000 Menschen beim Konzert auf dem Heumarkt

Demo: Köln zeigt Haltung (Heumarkt) | Bildquelle: WDR/ Hilgers

Auch zahlreiche Kölner Künstler unterstützen die Demonstration. So auch Carolin Kebekus, Sänger Max Mutzke, die Kölsch-Band Kasalla und Comedian Luke Mockridge. Gemeinsam sangen sie auf der großen Bühne den Song der Ärzte "Schrei nach Liebe". "Nun kommt es darauf an, Haltung auch im Alltag zu zeigen, auch dann wenn es nervt", so Carolin Kebekus.

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