Der Ticker von Mittwoch (11.11.2020) zum Nachlesen

Stand: 11.11.2020, 20:08 Uhr

  • Impfstoffvertrag unter Dach und Fach
  • Corona-Lage in NRW bleibt angespannt
  • Gündogan: Corona-Regeln einhalten
  • Karnevalsbeginn in NRW
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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20.06 Uhr: Spahn rechnet mit Verdoppelung der Corona-Patienten auf Intensivstationen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet mit einer Verdopplung der Corona-Patienten auf Intensivstationen noch in diesem Monat. Angesichts des Verlaufs "werden wir jetzt im November wahrscheinlich noch über 6000 Covid-19-Patienten gleichzeitig auf unseren Intensivstationen sehen", sagt er der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ, Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. "Höher dürfen die Zahlen nicht steigen. Falls doch, würden wir absehbar an einen Punkt kommen, an dem das Gesundheitssystem überfordert ist."

19.28 Uhr: Fast 600 neue Corona-Todesfälle in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb eines Tages knapp 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Insgesamt überstieg die Zahl der Infektionen heute die Schwelle von 1,25 Millionen seit Beginn der Pandemie, wie aus den aktuellsten Angaben der Regierung hervorgeht. Diese zählen seit heute auch mehr als 50 000 Todesfälle.

19.22 Uhr: Merkel: Für ein Aufatmen ist es noch zu früh

Die Corona-Pandemie ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch lange nicht ausgestanden. Auch wenn es deutschlandweit ein leichtes Minus an Neuinfektionen und Hoffnungen auf einen Impfstoff gebe, sei es noch zu früh aufzuatmen, sagte Merkel heute in Berlin.

19.17 Uhr: Silvsterlauf von Werl nach Soest abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie ist der traditionsreiche Silvesterlauf von Werl nach Soest abgesagt. Erst gab es die Idee, die Läufe in verschiedenen Zeitblöcken zu starten. Der Organisationschef erklärte jetzt aber, die stark ansteigenden Corona-Zahlen machten einen Silvesterlauf unmöglich. Man habe eine Verantwortung gegenüber den vielen Sportlern und Ehrenamtlichen.

Stattdessen gibt es eine virtuelle Variante: Jeder, der laufen möchte, kann das alleine machen und seine Zeit selbst erfassen. Am Ende bekommt jeder Finisher die traditionelle Medaille. Der Silvesterlauf von Werl nach Soest gilt als größter seiner Art in Deutschland. Zuletzt machten fast 7.500 Läufer mit.

19.06 Uhr: Sozialethiker Booms: Weihnachten zu feiern ist unverzichtbar

Weihnachten zu feiern ist aus Sicht des Bonner Sozialethikers Martin Booms für die meisten unverzichtbar – trotz Corona. Es gehe nicht an, alles dem Infektionsschutz unterzuordnen, sagte Booms heute in der "Aktuellen Stunde". Das Fest habe für viele eine hohe Bedeutung, das dürfe nicht unterschätzt werden. Es stehe für Nähe, daher halte er nur bedingt etwas davon, die Feiertage digital zu zelebrieren. Natürlich gehe das zum Teil. Aber das Fest lebe nicht zuletzt von Eindrücken, von Gerüchen. Und vom Miteinander. Was habe der Mensch davon, wenn er bei einem Verzicht aufs Feiern äußerlich gesund, aber "innerlich zerrüttet" sei?

18.17 Uhr: Mehr als eine Million registrierter Corona-Fälle in Italien

Italien hat die Schwelle von einer Million registrierter Corona-Fälle überschritten und einen neuen Höchstwert bei der Zahl der mit dem Coronavirus Gestorbenen erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von heute starben binnen 24 Stunden 623 Menschen mit Sars-CoV-2. In dieser Zeit wurden knapp 33.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet, was die Gesamtzahl auf rund 1,028 Millionen Fälle steigen ließ. Bereits gestern war die Zahl der Covid-19-Opfer mit 580 innerhalb eines Tages so hoch wie seit über einem halben Jahr nicht mehr. Insgesamt starben in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern damit knapp 43.000 Menschen mit dem Virus.

18.12 Uhr: Neue Corona-Fälle bei 1899 Hoffenheim - Profiteam in Quarantäne

Nach weiteren Corona-Fällen ist die gesamte Bundesliga-Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim mit sofortiger Wirkung in Quarantäne. Das teilte der Fußballverein heute mit. Der Hoffenheimer Oliver Baumann hat deswegen das Quartier der deutschen Nationalmannschaft verlassen müssen. Der 30-Jährige habe sich "in häusliche Quarantäne begeben", teilte der Deutsche Fußball-Bund wenige Stunden vor dem Anpfiff des Testspiels heute (20.45 Uhr) gegen Tschechien in Leipzig mit. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, Baumann sei "seit seiner Ankunft am Montag bislang zweimal getestet" worden, beide Male mit negativem Ergebnis.

17.17 Uhr: Weihnachtsferien in NRW starten coronabedingt früher

In NRW beginnen in diesem Jahr die Weihnachtsferien coronabedingt früher. Schulminister Yvonne Gebauer (FDP) teilte dem WDR mit, dass der letzte Schultag schon der 18. Dezember sein soll. So soll das Corona-Infektionsrisiko gesenkt werden, damit Familien möglichst sorgenfrei Weihnachten feiern könnten.

17.09 Uhr: Aus Dortmunder XL-Weihnachtsbaum wird Energie

Aus dem Christbaum-Giganten in Dortmund, der wegen Corona schon wieder abgebaut wird, soll Strom werden. Die 200 schönsten der insgesamt 1600 Rotfichten gehen als Spende an Seniorenheime und Kitas, wie ein Stadtsprecher heute mitteilte. Der Rest wandere in ein Biomassekraftwerk und werde zu Strom. Der rund 45 Meter hohe Turm wird alljährlich aus rund 1.600 sauerländischen Fichten zu einem der weltgrößten Weihnachtsbäume zusammengesetzt. Das XL-Gestell und etwa die Hälfte der Bäume waren bereits aufgestellt, als vor einigen Tagen die Entscheidung für Stopp und Abbau fiel. Wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen hatte sich eine Mehrheit im Rat gegen den Publikumsmagneten ausgesprochen, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

16.50 Uhr: Künstler: Corona-Maßnahmen gemeinsam mit Kulturbranche entwickeln

Der Düsseldorfer Rat der Künste fordert von der Politik, Corona-Maßnahmen und -Strategien künftig gemeinsam mit den Betroffenen aus dem Kulturbereich zu entwickeln. Um sinnvoll nachzusteuern und allen Beteiligten soviel Planungssicherheit wie möglich zu geben, müssten die Besonderheiten des Kulturbetriebes stärker berücksichtigt werden, erklärte der Rat heute in Düsseldorf. Das kulturelle Angebot und die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler dürfe "nicht irgendwo zwischen Freizeitgestaltung und Bordellbetrieb" abgehakt werden, sondern sei als integraler gesellschaftlicher Bestandteil zu verteidigen.

16.20 Uhr: Fußball-Nationalspieler Gündogan: Corona-Regeln einhalten

Ilkay Gündogan wurde als erster deutscher Nationalspieler positiv auf das Coronavirus getestet. Bekannt wurde seine Erkrankung am 21. September, inzwischen ist er genesen. "Ich habe es gut überstanden, obwohl ich relativ starke Symptome hatte“, sagt Gündogan. Er beschreibt Covid-19 vor allem als eine psychische Herausforderung und hat aus der Situation gelernt. Sein Appell an alle anderen: Die Corona-Regeln unbedingt einhalten. Im Testspiel heute Abend in Leipzig gegen Tschechien wird Gündogan Kapitän der DFB-Elf sein.

15.25 Uhr: Impfstoff-Vertrag unter Dach und Fach

Die Impfstoff-Vertrag zwischen der EU und Biontechn/Pfizer ist besiegelt. Die Kommission gab formal grünes Licht für die Vereinbarung. Bereits bis Jahresende könnte es erste Lieferungen geben. Deutschland und den übrigen EU-Staaten stehen Bezugsrechte für den Impfstoff zu, sobald dieser eine Zulassung bekommt.

14.35 Uhr: Corona-Einbruch nicht so stark wie im Frühsommer befürchtet

Die deutsche Wirtschaft bricht nach neuen Berechnungen der sogenannten Wirtschaftsweisen in diesem Jahr nicht so stark ein wie zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr wegen der Corona-Krise um 5,1 Prozent sinken, heißt es im heute vorgelegten Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Im Juni waren die Forscher noch von einem Rückgang um 6,5 Prozent ausgegangen. Für 2021 prognostizierten sie nun ein BIP-Wachstum um 3,7 Prozent.

14.16 Uhr: Corona-Lage in NRW bleibt angespannt

In NRW ist noch keine Entspannung in der Corona-Pandemie in Sicht. "Die Zahlen bleiben in besorgniserregender Dimension", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute in einer Unterrichtung des Landtags. In elf Kreisen und kreisfreien Städten liege die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei über 200. In weiteren 38 Kommunen liege diese Warnschwelle über 100.

Aber nur bei einer Inzidenz bis zu 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tage sind Gesundheitsämter in der Lage, Kontakte nachzuverfolgen. Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in NRW stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von heute im Vergleich zum Vortag um 4.572. Die von Beginn der Pandemie an erfasste Gesamtzahl bestätigter Corona-Fälle in NRW kletterte binnen einer Woche um fast 32 000 auf mehr als 180.500.

14.02 Uhr: Merz: Zweiter Schnelltest ist negativ - Keine Quarantäne mehr

Beim CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz ist ein zweiter Schnelltest auf das Coronavirus nach eigenen Angaben ebenfalls negativ ausgefallen. "Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises hat meine #Quarantäne ab sofort aufgehoben", schrieb der ehemalige Unionsfraktionschef heute auf Twitter. Merz wurde an diesem Tag 65 Jahre alt. Merz hatte sich kürzlich nach einem Besuch in Sachsen erneut vorsorglich in häusliche Corona-Quarantäne begeben. Bei der Parteienveranstaltung war auch Sachsens Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU), der am Sonntag mit einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Auch in Quarantäne gingen danach unter anderem CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen sowie der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (ebenfalls CDU).

13.54 Uhr: 36 ausländische Corona-Patienten in deutsche Kliniken

Seit Beginn der zweiten Corona-Welle sind bereits 36 Patienten aus den Nachbarländern in deutsche Krankenhäuser verlegt worden. Wie das Auswärtige Amt heute in Berlin mitteilte, handelt es sich dabei um 25 Belgier und drei Niederländer, die in nordrhein-westfälische Kliniken kamen, sowie um acht Menschen aus der französischen Region Grand Est, die ins Saarland überstellt wurden. Viele europäische Länder sind derzeit deutlich schwerer von der Corona-Pandemie betroffen als Deutschland. Deshalb hatten verschiedene Bundesländer die Aufnahme ausländischer Patienten angeboten.

13.11 Uhr: Spahn befürwortet frühe Winterferien in NRW

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich positiv zu Überlegungen von Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) geäußert, die Weihnachtsferien in NRW möglicherweise früher starten zu lassen. "Das ist sicherlich ein Teil der Debatte", sagte Spahn heute in der Sendung "Frühstart" der Fernsehsender RTL und ntv. Für Eltern, Kinder und Lehrer sei Planbarkeit wichtig. "Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben."

Laschet hatte am Dienstag einen früheren Beginn der Winterschulferien in NRW um zwei Tage ins Spiel gebracht. Dies sei eine "denkbare Möglichkeit", sagte er im WDR Fernsehen. Konkret würde das bedeuten, dass die Winterferien schon am 21. statt am 23. Dezember beginnen würden.

13.06 Uhr: 120 Teilnehmer bei Demo in Köln

Etwa 120 Menschen haben heute in Köln gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Sie hielten Transparente hoch mit Aufschriften wie "Stop the Deep State", "Gib Gates keine Chance" und "DDR ging unter nach Volksaufstand - BRD geht unter an Verordnungen".

12.53 Uhr: Laumann: Impfstrategie in der Entwicklung

Das Land NRW erstellt nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann derzeit eine Strategie zur Verabreichung des möglichen neuen Corona-Impfstoffes. Momentan befinde man sich dazu in Gesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung, den Kommunalen Spitzenverbänden und den Krankenhäusern zur Schaffung der notwendigen Strukturen, sagte der CDU-Politiker heute im Landtag in Düsseldorf. Dabei gelte: "Die Menge des verfügbaren Impfstoffes soll das Tempo bestimmen."

Während der Bund für die Beschaffung des von den Pharma-Unternehmen Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoffes zuständig sei, übernehme das Land NRW die Beschaffung des Impfzubehörs und die Verimpfung.

12.30 Uhr: Hoppeditz nimmt Corona-Leugner aufs Korn

Die Düsseldorfer Karnevalsfigur Hoppeditz hat heute nach ihrem Erwachen zu Beginn der neuen Karnevalssaison die "Jecken mit dem Aluhut-Kostüm" aufs Korn genommen. "All die, die glauben, sind dabei, datt die Erde 'ne Scheibe sei", reimte er. "Ich Andersdenken prima heiße, doch wird es braun, ist das echt Scheiße."

Der von Tom Bauer verkörperte Hoppeditz trat dieses Mal wegen Corona unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Ratsaal der Stadt auf. Sein Auftritt wurde jedoch live ins Internet übertragen.

11.50 Uhr: Versammlungsbeschränkung in Köln laut Gericht rechtswidrig

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die pauschalen Versammlungsbeschränkungen in Köln für rechtswidrig erklärt. Das teilte das Gericht heute mit.

Laut der Allgemeinverfügung der Stadt durften an Versammlungen im Stadtgebiet bislang nicht mehr als 100 Personen teilnehmen. Zudem bestand eine Maskenpflicht für alle Teilnehmer und Aufzüge wurden verboten.

Das Gericht hat damit den Beschwerden von zwei Antragsstellern stattgegeben, die für heute verschiedene Kundgebungen und einen Aufzug angemeldet hatten.

11.05 Uhr: Sonderprogramm für Lüftungsanlagen an Schulen startet

Das angekündigte Landesprogramm für mobile Luftfiltergeräte an Schulen und Sporthallen in NRW kann in Kürze abgerufen werden. Gefördert würden bis zu 100 Prozent, aber höchstens 4.000 Euro je Gerät, teilte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) heute in Düsseldorf mit.

Insgesamt stellt das Land 50 Millionen Euro bereit. Das Geld ist vor allem für Unterrichtsräume, die weder über Fenster noch mit entsprechender Technik ausreichend gelüftet werden können.

73 Städte hätten dies für einzelne Unterrichtsräume gemeldet, die aber aktuell nicht genutzt würden, berichtete Scharrenbach. 315 Kommunen hätten dagegen angegeben, bei ihnen könnten sämtliche Unterrichtsräume intensiv gelüftet werden. Gefördert werden könnten auch einfache bauliche Instandsetzungs- oder Umrüstungsmaßnahmen an Schulfenstern und entsprechende Maßnahmen in Sporthallen, erklärte die Ministerin.

10.39 Uhr: Friseursalon in Münster vorsorglich geschlossen

Die Stadt Münster hat einen der größten Friseur-Betriebe Ende vergangener Woche vorsorglich geschlossen. Grund ist die nachgewiesene Infektion von sechs Beschäftigten mit dem Corona-Virus.

Von den betroffenen sechs Beschäftigten sei derzeit niemand ernsthaft erkrankt, so die Betreiber des Salons. Der erste positive Testbefund wurde am 3.11. bei einem Mitarbeiter aus dem Kreis Warendorf bekannt. Insgesamt hat der Betrieb mehr als 30 Beschäftigte.

10.29 Uhr: Keine Laternenumzüge an Sankt Martin

An vielen Orten in Nordrhein-Westfalen wird heute Sankt Martin gefeiert, obwohl die traditionellen Laternenumzüge in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden können. Viele Pfarreien haben eigene Aktionen mit Musik und Lichtern geplant.

Im Bistum Aachen etwa stehen am Abend bemalte, erleuchtete Brötchentüten in den Fenstern. Rund 65.000 Tüten wurden geordert. Auch im Bistum Münster planen Pfarreien Aktionen. Die Resonanz bei Eltern und Kindern sei sehr gut, sagte ein Sprecher. In Bonn ruft die katholische Kirche zum gemeinsamen Singen um 18 Uhr auf: Die Menschen sollen die Fenster der Wohnungen und Häuser öffnen und zwei bekannte Martins-Lieder anstimmen.

10.20 Uhr: NRW-Gipfel berät über Schulbetrieb

Bei einem Schulgipfel wollen die nordrhein-westfälischen Fraktionen von SPD und Grüne über einen verlässlichen Schulbetrieb in der Corona-Pandemie beraten. Zu dem Treffen am Dienstag würden zentrale Akteure des Schulwesens eingeladen, "um gemeinsam Ideen und Konzepte zu konkretisieren, die an die Landesregierung mit dem Ziel eines sicheren Schulbetriebs in Corona-Zeiten adressiert werden sollen", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty heute in Düsseldorf.

In der Pandemie seien vorausschauende Planung, innovative Ideen und entschiedenes Handeln gefragt. Der Schulgipfel soll in Duisburg und digital stattfinden.

Die beiden Oppositionsfraktionen kritisierten, die Landesregierung habe Rufe nach einem solchen Gipfel "konsequent überhört". Seit Monaten würden nahezu alle Vorschläge der Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Eltern, Gewerkschaften und Kommunen ignoriert.

9.10 Uhr: Bisher keine Feiernden auf Kölner Straßen

Köln ist heute still und grau in den 11.11. gestartet. "Bisher ist es ruhig", sagte eine Polizeisprecherin. Es gebe keine Feiernden auf der Straße. Zudem begann der Morgen mit Regen.

Wegen der Corona-Pandemie sind alle Feiern abgesagt worden, und es gilt im gesamten Stadtgebiet ein Alkoholverbot auf der Straße.

9.04 Uhr: Infektionslage in NRW stabilisiert sich

Die Corona-Infektionslage stabilisiert sich in NRW - allerdings auf hohem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldete am Morgen 4.572 bestätigte Neuinfektionen. Das entspricht dem Steigerungslevel von vor einer Woche.

Mit 167,9 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner und sieben Tage hält NRW das Niveau der vergangenen Woche und liegt weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt (138,1).

8.55 Uhr: Drive-In-Weihnachtsmarkt in Kalkar geplant

Der Kalkarer Freizeitpark Wunderland plant einen corona-konformen Weihnachtsmarkt. Besucher sollen im Auto durch geschmückte Messehallen fahren. Geplant ist eine Strecke von ca. 2,5 Kilometern, die Besucher in ihren Autos durch verschiedene Themenwelten in drei Hallen führt. Öffnen soll der Drive-In-Weihnachtsmarkt voraussichtlich zwischen dem 10. und 31. Dezember - immer von Mittwochs bis Sonntags jeweils in den Abendstunden.

8.21 Uhr: ZF schließt Werk in Eitorf vorübergehend

Der Autozulieferer ZF schließt sein Stoßdämpferwerk in Eitorf vorübergehend wegen eines Corona-Ausbruchs. In dem Werk seien bisher 91 von knapp 700 Beschäftigten positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Morgen auf Anfrage. Daher solle das Werk nun von Donnerstag bis Sonntag dichtgemacht werden. Geplant sei, in der Zwischenzeit alle Mitarbeiter auf Corona testen zu lassen.

Wie es zu der Häufung an Corona-Fällen kam, sei unklar. Der Sprecher sagte, das Gesundheitsamt habe ZF bestätigt, dass keine Hygienemängel in dem Werk vorlägen. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet. ZF hat seinen Sitz in Friedrichshafen am Bodensee.

8.02 Uhr: Studie: Missbrauchsopfer leiden Stark an Pandemie

Betroffene von sexualisierter Gewalt leiden besonders unter den Bedingungen der Pandemie. Laut einer heute veröffentlichten Untersuchung empfinden 74 Prozent der Befragten Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit und eingeschränkter Selbstbestimmung. Dies erinnere sie an die Zeit, in der sie als Kind hilflos der Macht anderer ausgeliefert waren. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben.

Viele Betroffene sorgten sich, dass soziale Kontakte und Unterstützungsangebote wegfielen, dass erneut Ängste aufkämen und dies zu einer persönlichen Krise führen könnte. Wegen der Kontaktbeschränkungen war für etwa die Hälfte eine Therapie und Beratung nicht mehr oder nicht ausreichend gewährleistet.

7.28 Uhr: Biontech will Impfstoff gerecht verteilen

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech ist Befürchtungen entgegengetreten, dass der von ihm zusammen mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff zunächst bevorzugt in den Vereinigten Staaten verteilt werden könnte. "Wir haben zusammen mit Pfizer vereinbart, dass wir den Impfstoff gleichmäßig und gerecht verteilen", sagte Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung".

Seine Firma wolle "definitiv nicht, dass es eine unfaire Überhöhung der Chargen in einzelnen Regionen gibt", betonte Poetting. Deshalb habe Biontech auch Wert darauf gelegt, dass ein Großteil des Impfstoffs in Europa hergestellt werden könne.

Die EU-Kommission will heute mit Biontech und Pfizer einen Vertrag über die Lieferung von 300 Millionen Impfdosen für die EU-Staaten abschließen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet mit bis zu 100 Millionen Dosen für Deutschland.

7.04 Uhr: Laschet warnt vor Denunziantentum

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wendet sich gegen Denunziantentum in der Corona-Krise, wünscht sich aber zugleich bei groben Verstößen gegen die geltenden Einschränkungen Hinweise aus der Bevölkerung. "Ich halte nichts davon, seine Nachbarn zu beobachten und zu zählen, ob da jetzt zwei oder fünf Leute zum Kaffee kommen, um dann die Polizei zu rufen", sagte Laschet in einem Video-Chat mit Lesern des "Kölner Stadt-Anzeigers" (Mittwoch).

Wenn aber in einer Kellerkneipe 200 Menschen eine ausufernde Party feiern würden, sei das etwas anderes: "Dagegen muss man vorgehen und den Ordnungsbehörden einen Hinweis geben", sagte der CDU-Politiker.

6.18 Uhr: Städtetag fordert Stufenplan für Schulen

Im Streit um Konzepte für den Schulbetrieb bei rasant steigenden Corona-Zahlen hat der Städtetag NRW von der Landesregierung einen landesweit einheitlichen Stufenplan gefordert. "Dass das Schulministerium bisher nur auf Präsenzunterricht besteht und ein Wechselmodell mit Distanzunterricht ablehnt, ist nicht nachzuvollziehen und risikobehaftet", sagte der Vorsitzende des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD).

Der Streit um den Schulbetrieb in Solingen zeige, dass es ungelöste Fragen zwischen Städten und Land gebe. Auch wenn die Schulen bisher keine Corona-Hotspots seien, müssten immer häufiger Schüler und Lehrkräfte in Quarantäne.

Die schwarz-gelbe NRW-Landesregierung hatte der Stadt Solingen untersagt, die Klassen an den weiterführenden Schulen wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen zu halbieren und die Schüler im Wechsel daheim und in den Schulräumen zu unterrichten.

6.10 Uhr: Neue Bezahlregeln bei Flugtickets?

Angesichts der Verzögerungen bei der Kostenerstattung für in der Corona-Krise gestrichene Flüge fordert die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) eine Abschaffung der bisherigen Vorkasse-Regelungen. Künftig solle das Ticket erst wenige Tage vor Flugantritt bezahlt werden müssen, verlangte VZBV-Chef Klaus Müller heute in der "Rheinischen Post".

Es könne nicht sein, dass Airline-Kunden seit Monaten auf teils mehrere hundert Euro warten müssten und völlig unklar sei, "wann sie das Geld jemals wiedersehen werden", kritisierte Müller. Dieses Vorgehen der Unternehmen sei "peinlich und skandalös", zumal sie mit Milliardenhilfen der Steuerzahler unterstützt würden.

6.00 Uhr: Corona-Strategie Thema im Landtag

Die Plenarsitzung im NRW-Landtag beginnt um zehn Uhr mit einer Unterrichtung der Regierung zur Pandemie. NRW-Gesundheitsminister Laumann informiert unter dem Titel: "Verantwortungsvoll und vorausschauend - die Lage und der Ausblick zur Bewältigung der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen". Ein Schwerpunkt könnte die Impfstrategie der Landesregierung sein.

Am Mittag (12.15 Uhr) befasst sich der Landtag auf Antrag der SPD in einer Aktuellen Stunde mit dem Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen. Bisher sei der ÖPNV zwar nicht als Hot-Spot in Erscheinung getreten. Das habe aber vor allem damit zu tun, dass Infektionsketten im ÖPNV schlecht nachverfolgt werden können.

Am späten Abend (nach 21 Uhr) debattiert der Landtag auf Antrag der SPD über eine mögliche Beschränkung des Schul-Unterrichts in Hot-Spot-Städten. Der Stadt Solingen hatte das Schulministerium einen präventiv eingeschränkten Präsenz-Unterricht untersagt.

6.00 Uhr: 18.487 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3.155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht.

Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 261 auf insgesamt 11.767. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,98).

06.00 Uhr: Karnevalsbeginn zu Hause

Traditionell wird am 11.11. um 11 Uhr 11 der Karneval eröffnet. Doch in diesen Jahr ist alles anders: Die großen Events sind abgesagt, aber die Jecken versuchen mit kleinen, kreativen Lösungen die närrische Fahne hoch zu halten.

Ministerpräsident Laschet, Kölns OB Reker und die Karnevalisten bitten alle, zu Hause zu bleiben und nicht in der Stadt zu feiern. Im Kölner Stadtgebiet gibt es ein Alkoholverbot. Demnach darf - mit Ausnahme von Gaststätten - weder öffentlich Alkohol konsumiert, noch verkauft werden.

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