Der Ticker vom Dienstag (27.10.2020) zum Nachlesen

Der Ticker vom Dienstag (27.10.2020) zum Nachlesen

  • Christmette im Vatikan findet online statt
  • Laschet fordert bundesweit strengere Kontaktverbote
  • Rasanter Anstieg des Infektionsgeschehens in NRW
  • 1.000 neue Stellen für Corona-Nachverfolgung
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

20.20 Uhr: Christmette im Vatikan findet nur digital statt

Die Weihnachtsfeierlichkeiten mit dem Papst werden nach Angaben eines Diplomaten wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr in privatem Rahmen stattfinden und online ausgestrahlt.

Der Geistliche Botschaftsrat der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl, Monsignore Oliver Lahl, sagte der Deutschen Presse-Agentur heute, dazu habe es eine entsprechende Verbalnote des Vatikans gegeben. Demnach waren die Feierlichkeiten mit Papst Franziskus wegen der Pandemie ohne Anwesenheit diplomatischer Vertreter geplant.

19:21 Uhr: Linke sagen Parteitag in Erfurt ab

Nach der CDU hat auch die Linke ihren Parteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze abgesagt. Das habe der Parteivorstand beschlossen. "Die weiter ansteigenden Corona-Infektionszahlen machen diesen Schritt leider unausweichlich", teilte die Partei heute via Twitter mit.

Zuletzt hatten die Linken ihren ursprünglich auch für Samstag und Sonntag in Erfurt geplanten Parteitag auf einen Tag verkürzt, ehe es nun zur Komplettabsage kam. Auf dem Parteitag sollten die Nachfolger von Parteichef Bernd Riexinger und der Co-Parteivorsitzenden Katja Kipping gewählt werden. Beide treten nicht erneut an. Als neue Doppelspitze bewerben sich die Linken-Politikerinnen Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow.

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17:20 Uhr: Laschet fordert strengeres bundesweites Kontaktverbot

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) forderte zur Bekämpfung der Pandemie ein strengeres bundesweites Kontaktverbot, das den Wirtschafts- und Bildungsbereich nicht betreffen solle. Darüber wolle er morgen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den anderen Ministerpräsidenten in einer Video-Schalte über den weiteren Kurs in der Corona-Krise beraten. Das Ziel der Konferenz seien bundeseinheitliche Regelungen: "Es muss morgen ein starke Antwort der 16 Länder und der Bundeskanzlerin erfolgen."

Damit Kinder weiter zur Schule und Menschen zur Arbeit gehen können, müssten von einem Kontaktverbot auch private Feiern betroffen sein. Diese seien derzeit entscheidend mitverantwortlich für die Verbreitung des Virus, so Laschet. "Wir müssen die sozialen Kontakte drastisch reduzieren", betonte der Christdemokrat. Konsequentes Handeln sei jetzt erforderlich: "Die Lage ist sehr, sehr ernst. Die bisher geltenden Maßnahmen reichen offenkundig nicht aus, um diesen Trend zu stoppen. Der November ist der Monat der Entscheidung."

Ein jeder könne die Auswirkung der Pandemie durch sein Verhalten beeinflussen. Um die Einhaltung der Maßnahmen zu gewährleisten, kündigte Laschet strengere Kontrollen der Polizei und auch die Durchsetzung der Maßnahmen durch die Ordnungskräfte an.

17:12 Uhr: Rasanter Anstieg des Infektionsgeschehens in NRW

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat am Nachmittag im Nachgang der Kabinettsitzung die neuesten Zahlen zum Infektionsgeschehen bekannt gegeben. Derzeit gäbe es in NRW 31.600 infizierte Menschen. Die Wocheninzidenz liege bei 116. Nur Soest liege als einzige Gebietskörperschaft noch unter dem Wert von 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen.

Jeder Infizierte stecke derzeit 1,5 andere Menschen an. "Das macht mir am meisten Sorgen", so Laumann. Acht Prozent der Menschen, die sich infizieren, bräuchten eine Krankenhausbehandelung, 2,5 Prozent müssten auf einer Intentsivstation versorgt und 1,4 Prozent sogar beatmet werden. In der vergangenen Woche seien von den 325.000 gemachten Tests 6,6 Prozent positiv gewesen - bislang habe diese Quote immer bei etwa 2,5 Prozent gelegen.

16:53 Uhr: 1.000 neue Stellen für Corona-Nachverfolgung in NRW

Bei den NRW-Kommunen sollen mit Hilfe des Landes 1.000 zusätzliche Arbeitsstellen entstehen, um die Kontakte von Corona-Patienten nachverfolgen zu können. Die Landesregierung habe heute beschlossen, dafür 25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Mit dem Geld könnten in den Kommunen sechs Monate lang 800 neue Stellen geschaffen werden, teilte die Landesregierung mit. Außerdem sollten mindestens 200 Landesbedienstete für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen in den Gesundheitsämtern abgestellt werden.

16:47 Uhr: Maskenpflicht im Düsseldorfer Landtag

Im Düsseldorfer Landtag wird eine Maskenpflicht eingeführt. Darauf hat sich der Parlamentarische Krisenstab Pandemie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur heute verständigt. Im Gegensatz zu allen anderen Fraktionen in dem Gremium sprach sich der Vertreter der AfD gegen die Pflicht aus.

Bislang gilt wegen der Corona-Pandemie nur eine Masken-Empfehlung auf den Gängen im Landtag. Im Plenum selbst hat jeder Abgeordnete eine Acrylglas-Box. Die Maskenpflicht sowie weitere Einschränkungen - unter anderem für Besuchergruppen - müssen kommende Woche noch vom Ältestenrat des Landtags offiziell beschlossen werden. Dies gilt als Formalie.

15:20 Uhr: Grüne - Debatte über Corona-Regeln muss ins Parlament

Die Grünen im NRW-Landtag mit ihrer neuen Fraktionsspitze fordern, dass andauernde Corona-Regeln in Gesetze gegossen werden. Dauerhafte Maßnahmen dürften nicht nur über Verordnungen festgelegt werden, sagte heute die neue Co-Vorsitzende der oppositionellen Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Verena Schäffer.

Das Parlament müsse der Ort für Diskussionen und Entscheidungen über solche Maßnahmen sein - gerade wenn diese Grundrechte einschränkten. "Transparenz, aber auch der öffentliche Diskurs tragen ganz wesentlich dazu bei, dass es eine Akzeptanz von Schutzmaßnahmen gibt." Eine konkrete Frist, ab wann die Regeln gesetzlich verankert werden müssten, nannte Schäffer nicht. Es sei notwendig, sobald Regeln "Standard" seien.

15.04 Uhr: Wissenschaftsorganisationen pochen auf Kontaktreduzierung

Sechs Wissenschaftsorganisationen fordern in einer gemeinsamen Erklärung dazu auf, die Zahl der Kontakte ohne Einhaltung der geltenden Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen auf ein Viertel zu verringern:

"Die wissenschaftliche Analyse des exponentiellen Anstiegs der Covid-19-Fallzahlen weist eindeutig darauf hin, dass es gegenwärtig ein Hauptinstrument gibt, um die Kontrolle über die Pandemie zurückzugewinnen: Die Anzahl der Kontakte zwischen Personen ohne adäquate Vorsichtsmaßnahmen muss konsequent reduziert werden", heißt es in der Erklärung von Deutscher Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und Nationaler Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Ziel sei es, die Fallzahlen so weit zu senken, dass die Gesundheitsämter die Kontaktnachverfolgung wieder vollständig durchführen könnten.

13.44 Uhr: Öffentlichkeitskampagne gestartet

Ordnungsamtsleiter Wolfgang Büscher stellte eine überregionale Öffentlichkeitskampagne vor. "Wir werben dafür, dass die Menschen zuhause feiern. Und zwar in kleinem Kreis." Die Kampagne laufe unter dem Hashtag #diesmalnicht. Plakate sollen regional und überregional dafür werben, am 11.11. nicht nach Köln zu kommen.

Für den 11.11. selbst kündigte Büscher an, dass der Ordnungsdienst Ansammlungen von Menschen sofort auflösen werde. Bei Verstößen gegen die Corona-Regeln, das Alkohol- und Glasverbot drohten Bußgelder. Er hoffe auf einen "ruhigen" 11.11.

13.38 Uhr: Bin "tieftraurig", sagt Christoph Kuckelkorn

"Wir sind tieftraurig", sagte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn. Aber es gebe keine andere Möglichkeit. Er empfahl die Sondersendung, die der WDR am 11.11. ausstrahlen wird. Sie könne etwas Karneval nach Hause bringen. "Wir wollen zeigen, dass wir mit so einer Krisensituation in Köln umgehen können." Bilder von feiernden Menschen dürfe es in diesem Jahr nicht geben.

13.30 Uhr: Diesmal gibt es keinen 11.11.

Karneval und Corona - das passt nicht zusammen. Das jecke Treiben am 11.11. in Köln soll komplett unterbunden werden. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte erneut, wie ernst die Infektionslage in Köln gerade ist. Am 11.11. müsse die Stadt Zusammenhalt in einer schwierigen Zeit zeigen. "Wir alle müssen auf das Feiern am 11.11. verzichten." Es sei ein Tag "wie jeder andere auch".

Reker dankte den Karnevalsgesellschaften. Sie hätten den Ernst der Lage erkannt und arbeiteten hervorragend mit der Stadt zusammen. Auch die Gastronomen übten Verzicht. Viele wollten ihre Lokale gar nicht öffnen oder auf den Verkauf von Alkohol verzichten. Köln zeigte, dass die Stadt auch im Verzicht zusammenstehen könne.

Reker richtete eine dringende Bitte an die Menschen: "Bleiben Sie zu Hause." Am 11.11. werde in ganz Köln ein Alkoholverbot und ein Verkaufsverbot für Alkohol gelten. Ausnahmen gelten für Gaststätten.

12.08 Uhr: Luftverschmutzung könnte Corona-Sterberate erhöhen

Für rund 15 Prozent der Covid-19-Todesfälle weltweit könnte die Luftverschmutzung verantwortlich sein: Zu diesem Ergebnis kommen deutsche und internationale Forscher in einer heute veröffentlichten Studie.

Für ihre in der Zeitschrift "Cardiovascular Research" veröffentlichten Studie untersuchten die Forscher vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz unter anderem Gesundheits- und Krankheitsdaten und kombinierten diese dann mit Daten zur globalen und lokalen Feinstaub-Belastung.

11.07 Uhr: Infektionslage in Baesweiler beruhigt sich

Im Baesweiler bei Aachen ist die Inzidenzzahl für Neuinfektionen heute zum ersten Mal seit Tagen nicht gestiegen. Die 27.000-Einwohner-Stadt wies einen Wert von 546 auf, wie die Städteregion Aachen berichtete.

Am Montag waren noch 554 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet worden, am Freitag davor 328. In der Stadt sind derzeit 129 Menschen infiziert.

10.24 Uhr: Frankreich will Corona-Regeln weiter verschärfen

Angesichts immer neuer Höchststände bei den Neuinfektionen steht Frankreich offenbar vor einem neuen Lockdown: Innenminister Gérald Darmanin sagte heute vor einer Krisensitzung des Kabinetts, "harte Entscheidungen" seien unausweichlich. Im Gespräch sind eine deutliche Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder ein zeitlich befristeter Lockdown.

Schon jetzt gilt eine Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und sechs Uhr morgens, die inzwischen auf 46 Millionen Bürger ausgeweitet wurde. Sie betrifft damit mehr als zwei Drittel der Bevölkerung.

10.16 Uhr: Amateurfußball in NRW plant Spielpause

Der Großteil der Amateur-Fußballer in NRW steht vor einer Corona-Pause. Der Fußballverband Niederrhein plant, den Spielbetrieb ab Anfang November für zunächst drei Wochen zu unterbrechen.

Angepeilt sei, die Spiele zwischen Allerheiligen und Totensonntag auszusetzen, also die ersten drei Novemberwochen. Sollte sich die Situation bessern, könnte Ende November weitergespielt werden.

10.07 Uhr: Peter Altmaier rechnet bald mit 20.000 Neuinfektionen am Tag

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet Ende der Woche mit 20.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Altmaier sagte heute bei einem Deutsch-Französischen Wirtschaftstag: "Wir haben es zu tun mit einem exponentiellen Wachstum."

In Deutschland steige die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag um rund 70 bis 75 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. "Und das bedeutet: Wir werden wahrscheinlich schon Ende dieser Woche 20.000 Neuinfektionen am Tag haben", sagte Altmaier.

09.54 Uhr: Pflegebeauftragter schlägt Weihnachten im "Schichtsystem" vor

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, rät Familien an Weihnachten zu einem "Schichtsystem". So könnten Kontakte auch zu Angehörigen reduziert werden, sagte Westerfellhaus der "Bild"-Zeitung. Er rate dazu, lieber mit weniger Menschen und dafür mehrmals zu feiern.

Das Weihnachtsfest müsse möglichst entzerrt werden, so Westerfellhaus. "Man kann auch mal am 28. Dezember oder sogar noch später Bescherung machen."

08.56 Uhr: Mehr Demokratie erst in der nächsten Pandemie?

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will den Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) zur stärkeren Beteiligung des Parlaments in der Krise angehen - allerdings erst für die nächste Pandemie. Schäuble habe zu Recht gemahnt, ob denn ordentlich durch ein Gesetz abgebildet sei, wenn Grundrechte so lange eingeschränkt würden und ob der Bundestag nicht zwischendurch darüber entscheiden müsse, sagte Brinkhaus im ARD-Morgenmagazin.

"Das werden wir auch jetzt in Ruhe angehen und werden uns überlegen, wie wir es bei der nächsten Pandemie dann auch so machen können, dass die Bedenken des Bundestagspräsidenten berücksichtigt werden."

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08.41 Uhr: Nur noch ein Kreis in NRW unter 50er-Warnschwelle

In NRW liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nur noch ein Kreis unter der Warnschwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen: Der Kreis Soest meldete demnach am Morgen den Wert von 40,8.

Landesweit lag der sogenannte Inzidenzwert bei 116,8. An der Spitze lag Solingen mit rund 206 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Insgesamt stieg die Zahl der neuen Corona-Fälle in NRW um 3.678.

08.39 Uhr: Haus der Geschichte sammelt Corona-Exponate

Corona ist schon jetzt museumsreif. Das Bonner Haus der Geschichte hat bereits mehr als 400 Objekte zusammengetragen, die die Pandemie und ihre Auswirkungen dokumentieren. Unter den Objekten sind der Fußball des ersten Bundesliga-Geisterspiels, ein Bierkrug des ausgefallenen Münchner Oktoberfestes, Atemschutzmasken aller Art und Zubehör einer Drive-In-Teststation der Feuerwehr.

Alle Gegenstände kommen zunächst ins Depot. Später sollen sie für Ausstellungen genutzt werden.

08.13 Uhr: Scharfe Kritik an Krisenkommunikation der Bundesregierung

Setzt Deutschland in der Corona-Krise vor allem auf Drohkulissen und Angstmache? Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der kassenärztlichen Bundesvereinigung, hat im WDR-Morgenecho die Krisenkommunikation der Bundesregierung scharf kritisiert. Inzidenzwerte und Infektionszahlen, wie sie vom Robert-Koch-Institut (RKI) verbreitet werden, sagten so gut wie nichts über die tatsächliche Pandemielage aus.

Besser wäre eine andere Fokussierung, zum Beispiel auf die Auslastung der Krankenhäuser oder die Zahl der Infektionen bei besonders gefährdeten Risikogruppen, meint Gassen. So könnte man einen besseren Eindruck über den Ernst der Situation erhalten. Aber dies sei offenbar politisch nicht gewollt.

08.06 Uhr: Ausschreitungen bei Corona-Demos in Italien

Bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen ist es in mehreren italienischen Städten in der Nacht zu Ausschreitungen gekommen. Hunderte Menschen gingen am Abend in Turin und Mailand gegen die Beschränkungen auf die Straße.

Die Polizei habe unter anderem Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die mit Steinen und Flaschen geworfen hätten. Zuvor war es bereits am Freitagabend in Neapel und am Samstagabend in Rom zu Gewalt bei Anti-Corona-Demos gekommen.

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07.28 Uhr: Stilles Weihnachten im Vatikan

Papst Franziskus wird die Feierlichkeiten in der Weihnachtszeit in diesem Jahr offenbar ohne Gläubige begehen. Zu den Messen im Dezember sei kein Publikum zugelassen, berichtete die katholische Nachrichtenagentur KNA.

Der Vatikan habe die ausländischen Vertretungen beim Heiligen Stuhl darüber informiert, dass der Papst die Zeremonien "in privater Form" feiern werde. Die Gottesdienste würden online übertragen.

07.14 Uhr: Schlechte Prognosen für Exportwirtschaft

Der Optimismus der deutschen Exporteure ist gesunken. Das zeigt eine aktuelle Prognose des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo). Die Exporterwartungen der Industrie sind demnach im Oktober von 10,3 auf 6,6 Punkte gefallen. Grund sind die weltweit steigenden Infektionszahlen.

Besonders betroffen sind demnach die Nahrungs- und Getränke- sowie die Textilindustrie. Dagegen verzeichneten die Exporterwartungen bei den Herstellern von elektronischen und optischen Geräten einen deutlichen Sprung nach oben. Auch die chemische Industrie geht von steigenden Auslandsumsätzen aus.

06.45 Uhr: Deutschlandtrend - Zustimmung für Corona-Politik sinkt

Jeder zweite Deutsche findet den Umgang mit Corona noch angemessen. Das zeigt der neue Deutschlandtrend für das ARD-Morgenmagazin. Allerdings sind die Maßnahmen mittlerweile umstrittener als noch vor ein paar Wochen. Anfang des Monats hatten noch knapp 60 Prozent angegeben, sie hielten die Maßnahmen für ausreichend.

Ganze 15 Prozent sagen inzwischen: Die Maßnahmen gehen zu weit. Mehr als 30 Prozent sagen: Sie gehen nicht weit genug. Jeder Zweite ist außerdem der Meinung, dass die Einhaltung der Corona-Auflagen nicht genug kontrolliert wird.

06.42 Uhr: Infektionszahlen weiter auf hohem Niveau

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das ist weniger als am vergangenen Samstag, aber mehr als heute vor einer Woche - da hatte die Zahl bei 6.868 gelegen.

06.40 Uhr: Zu wenig Pflegepersonal für Intensivstationen

Patient auf Intensivstation, die Hände liegen auf der Bettdecke und der Beatmungsschlauch ist zu sehen.

Sind Intensivstationen vorbereitet?

Intensivmediziner warnen davor, dass Corona-Patienten nicht behandelt werden können, weil Pflegepersonal fehlt. Der Funke-Mediengruppe sagte der Präsident der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, dass es zwar genug Intensivbetten gebe, die aber nicht alle belegt werden könnten. Er schätzt, dass bundesweit bis zu 4.000 Fachkräfte fehlen.

0.00 Uhr: Kommt ein "Lockdown light"?

Angesichts rasant steigender Corona-Infektionszahlen werden die Rufe nach schärferen Auflagen lauter. Bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) laut Medienberichten über einen "Lockdown light" diskutieren, der auch Schließungen von Bars und Restaurants sowie Veranstaltungsverbote vorsehe.

Schulen und Kindergärten sollen nach Informationen der "Bild"-Zeitung geöffnet bleiben - außer in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen. Auch Geschäfte sollten unter Auflagen geöffnet bleiben, schreibt das Blatt unter Berufung auf "informierte Kreise". 

Stand: 27.10.2020, 20:22