Lockerungen und Sonnenschein: Die Menschen strömen nach draußen

Lockerungen und Sonnenschein: Die Menschen strömen nach draußen

Endlich ist es warm und sonnig - und endlich sinken die Corona-Inzidenzen deutlich. Viele Menschen in NRW wollen nach langer Zeit wieder etwas unternehmen. So sieht es in den Städten aus.

Die Sonne ist rausgekommen - und sie wird wohl erstmal bleiben. Schon der Samstag war an vielen Orten in NRW sonnig und über 20 Grad, am Sonntag waren sogar noch ein paar mehr Grad drin.

Nach dem Lockdown: Ein Land geht raus!

Doppelte Erleichterungen am Wochenende: Corona-Lockerungen und Sommerwetter. Viele Menschen in NRW zieht es nach draußen: auf die Café-Terrassen, in die Biergärten und in Geschäfte. Eine Bilderstrecke.

Die Biergärten am Rheinischen Platz in Essen

Getanzt wird nicht, die Menschen müssen auf ihren Plätzen bleiben - aber es ist trotzdem Festivalstimmung auf dem Rheinischen Platz in Essen. Auf dem ganzen Platz gibt es Außengastro. Genuss bis in den Sonnenuntergang!

Getanzt wird nicht, die Menschen müssen auf ihren Plätzen bleiben - aber es ist trotzdem Festivalstimmung auf dem Rheinischen Platz in Essen. Auf dem ganzen Platz gibt es Außengastro. Genuss bis in den Sonnenuntergang!

Auch der Biergarten in Essen ist gut besucht. Die Menschen freuen sich einfach, in Restaurants draußen wieder essen und Kaffee trinken zu können.

Dieser Kellner erlebt hier gerade seine erste gute Pause seit langem - gleich geht es für ihn wieder an die Arbeit in der Außengastro.

Es wirkt noch ein bisschen surreal: Menschen draußen vor den Kneipen, die sich lautstark unterhalten, mit Bier anstoßen und gemeinsam lachen. Freitagnacht gab es in Essen noch lange buntes Treiben. Gerade die jungen Menschen waren glücklich, etwas unternehmen zu können.

Glück und Erleichterung auch bei den Geschäftsinhabern in Essen: Man kann dort nun wieder frei shoppen - ohne Test und Termin.

Entsprechend viel los ist auf der Kettwiger Straße. Frei nach Kleidung, Schuhen und Accessoires stöbern, das ist gefühlt eine kleine Ewigkeit her. Vor einigen Kleidungsläden gab es deshalb lange Schlangen.

Wuppertal kann die Schlangen in Essen toppen: Hier stehen Kundinnen und Kunden noch länger an, um einzukaufen. Auch in Wuppertal geht das seit heute wieder ohne Test und Termin.

Entsprechend voll ist es - vor ikonischer Schwebebahn-Kulisse - in der Wuppertaler Innenstadt. Neben Shopping kann man dort jetzt auch wieder draußen essen - mit negativem Testergebnis.

Malerisch wird es währenddessen auf dem Biggesee im Sauerland. Dort hieß es heute endlich wieder "Leinen los!". Beim traumhaften Frühsommerwetter genossen die ersten Besucher die 90-minütige Fahrt über den See zwischen Olpe und Attendorn. Auf das Schiff "Westfalen" dürfen derzeit 100 Personen gleichzeitig.

Und zum ersten Mal seit sieben Monaten dürfen Besucher auch wieder die Stalagmiten und Stalagtiten der Attahöhle in Attendorn im Sauerland bestaunen. In der Tropfsteinhöhle herrschen ganzjährig 9 Grad plus.

Die Düsseldorfer Rheinpromenade war bei Sonnenuntergang um 21 Uhr gut besucht. Bereits am Pfingstwochenende waren viele Menschen in der City unterwegs gewesen - zu viele. Die Stadt hatte daher strengere Corona-Regeln verhängt.

So herrscht am Wochenende mittlerweile ab 20 Uhr ein Verweil- und Alokoholverbot an den beliebten Abschnitten am Rhein. Die Ordnungshüter gewährten am Samstag aber eine "Schonfrist" - und forderten die Menschen, die es sich auf dem Rasen bequem machten, erst nach 22 Uhr dazu auf, in Bewegung zu bleiben.

Viele drängt es jetzt nach draußen, zumal in vielen Städten und Kreisen jetzt mehr erlaubt ist. Das betrifft unter anderem die Öffnung von Freibädern, Kletterparks und der Außengastronomie. Abhängig von der Inzidenz der Kommunen sind weitere Lockerungen möglich, zum Beispiel auch Partys.

Außengastro und Shoppen in Essen und Wuppertal

In Essen und Wuppertal zog es die Menschen am Samstag in Massen nach draußen: In den beiden Städten hat die Außengastronomie geöffnet und man kann wieder ohne Termin und Test einkaufen gehen. Das führte zu langen Schlangen vor den Kleidungsgeschäften; die meisten Menschen gingen damit aber geduldig um. In Essen saßen die Menschen bis spät in Biergärten und vor den Kneipen, um sich zu unterhalten.

Auch in Düsseldorf war es voll. "In den Fußgängerzonen war es zu dicht, das war eher anstrengend", erzählt eine Passantin. "Am Rhein in der Gastronomie konnte man sich dafür besser entspannen und das Wetter genießen - mit dem ersten Aperol Spritz seit langem."

Volle Innenstadt in Düsseldorf

Die Außengastronomie hat in Düsseldorf schon länger auf; am vergangenen Pfingstwochenende hatte es dort wegen Menschenmassen Probleme gegeben. Deshalb gibt es dort nun abends und nachts strengere Regeln in der Altstadt und an manchen Abschnitten des Rheins unter anderem ein Verweilverbot.

Bei den ersten Kontrollen am Freitag war es in Düsseldorf vergleichsweise ruhig geblieben - die Behörden mussten nur gelegentlich in den kleinen Altstadt-Gassen eingreifen, manche Besucher hielten sich dort nicht an die Maskenpflicht oder das Alkohol- und Verweilverbot.

Die Düsseldorfer Altstadt ist mit Menschengruppen gefüllt. Es ist Nacht.

Die Düsseldorfer Altstadt am Samstagabend

Am Samstag hingegen war einiges los in der Altstadt. Auch am Rheinufer tummelten sich die Massen. Obwohl an den beliebten Rhein-Abschnitten ab 20 Uhr ein Verweilverbot gilt, hielten sich viele Menschen auf den Wiesenflächen auf. Sie wurden ab 22 Uhr von den Ordnungshütern aufgefordert, in Bewegung zu bleiben. Zum frühen Sonntagmorgen hin sei die Stimmung aggressiver geworden, berichtete die Polizei. "Es kam immer wieder zu verbalen Streitigkeiten und körperlichen Auseinandersetzungen von Personengruppen."

Illegale Party in Köln

In Köln gelten noch bis Montag die strengeren Regeln der Corona-Notbremse. Das hielt rund 200 Menschen allerdings nicht davon ab, im Kölner Stadtteil Rodenkirchen in der Nacht zu Sonntag eine illegale Party zu feiern.

Als die Polizei, die durch Hinweise von Anwohnern informiert wurde, gegen 1:30 Uhr eintraf, suchten die Teilnehmer das Weite. Die Beamten fanden nur noch zwei Verantwortliche der Party, die daraufhin den zurückgelassenen Müll aufräumen mussten. Einige Feiernde ließen ihre Taschen zurück. Die Polizei fand in einem Rucksack Marihuana und Amphetamine. 

Stand: 30.05.2021, 17:15

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