Lieferengpass bei Biontech-Impfstoff

Ein Mann greift aus einen Gitterwagen ein Paket

Lieferengpass bei Biontech-Impfstoff

Der Pharmakonzern Pfizer kann seine Lieferzusagen für den Biontech-Impfstoff nicht einhalten. Bekommt Deutschland weniger Impfdosen gegen das Coronavirus?

Stehen jetzt weniger Impfdosen für Deutschland zur Verfügung?

Nein. Aber es wird Verzögerungen geben. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet für die kommenden drei bis vier Wochen mit geringeren Lieferungen. Konkrete Zahlen nannte das Ministerium aber nicht. Die für kommenden Montag geplante Lieferung von 670.000 Dosen ist davon nicht betroffen.

Wie kommt es zum Lieferengpass?

Das US-Unternehmen Pfizer, dass den Impfstoff gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech herstellt, erhöht in seinem Werk im belgischen Puurs derzeit seine Produktionskapazitäten. Durch den Ausbau der Anlage wird kurzzeitig weniger Impfstoff hergestellt.

Dass der Ausbau notwendig wird, ist schon länger klar. Auch Pfizer-Partner Biontech erhöht derzeit die Kapazitäten und wird voraussichtlich ab Februar die Produktion in einem weiteren Werk im hessischen Marburg starten. Auch in Halle in Westfalen will Biontech zukünftig Impfdosen herstellen lassen.

Wie groß wird die Verzögerung sein?

Biontech hat gestern erklärt, dass man den Zeitplan ab dem 25. Januar wieder einhalten will. Ab dem 15. Februar soll dann deutlich mehr produziert werden um die Ausfälle zu kompensieren. Das Unternehmen hat garantiert, dass die für das erste Quartal zugesagten elf Millionen Impfdosen geliefert werden.

Stand: 16.01.2021, 16:39