Arminia mit großen Hoffnungen zum Trainingsauftakt

Ohne Fans - aber dennoch mit großer Vorfreude - ist Arminia Bielefeld ins Training gestartet. Die Bielefelder bereiten sich auf die erste Saison in der Bundesliga seit elf Jahren vor.

Bei strahlendem Sonnenschein ist Aufsteiger Arminia Bielefeld am Donnerstag (06.08.20) in die Vorbereitung auf die Fußball-Bundesliga gestartet. "Wir hatten ausreichend Urlaub, den wir aber auch benötigt haben. Jeder hat gemerkt, dass es durch Corona länger und auch anstrengender war", sagte Trainer Uwe Neuhaus nach der ersten Einheit.

"Wollen uns nicht verstecken"

Die Ostwestfalen kehrten durch den souveränen Aufstieg erstmals nach elf Jahren in das deutsche Oberhaus zurück. Das Rezept für den Klassenerhalt will die Arminia im eigenen Spiel finden. "Wir wollen weiter unsere Art und Weise spielen, uns nicht verstecken oder in die Hose machen, nur weil wir jetzt in der ersten Liga spielen", sagte Neuhaus. Er freue sich auf die "Highlightspiele", aufgrund seiner Vergangenheit besonders auf das Stadion in Dortmund, "auch wenn es wahrscheinlich nicht voll besetzt sein wird".

Für fast alle Spieler ist es die Premiere in der höchsten Deutschen Spielklasse - Abwehrspieler Amos Pieper berichtet von ganz neuen Erfahrungen gleich am ersten Trainingstag: "Man merkt es auch irgendwie in der Kabine. Auch hier sind plötzlich viel mehr Kameras und so. Es kribbelt auf jeden Fall. Da freuen wir uns riesig drauf, haben da riesig Bock drauf. Seit anderthalb Jahren arbeiten wir auf diese Ziel hin – Bundesliga jetzt, da freut man sich einfach riesig drauf!"

Vier Neue beim Training

Beim Trainingsauftakt waren heute auch vier Neue dabei: Christian Gebauer und Noel Niemann für die Offensive, Nathan de Medina und Jacob Laursen für die Defensive. Außerdem war Corona ein Thema - schließlich fehlten die Fans beim ersten Training. Besonders als Aufsteiger würde sich Mittelfeldspieler Manuel Prietl über Unterstützung von den Rängen freuen: "Fans gehören für mich zum Fußball dazu. Die haben uns letzte Saison über die ganze Saison getragen. Sie sind einfach wichtig für den Fußball, aber wir wissen natürlich auch den aktuellen Stand. Da müssen wir schauen was möglich ist."

Neuhaus skeptisch bezüglich Zuschauer-Rückkehr

Das Fehlen der Fans ist eine Bürde, Neuhaus rechnet aber nicht damit, dass es bald wieder viele Zuschauer in den Stadien geben wird. "Ich habe keine Glaskugel zu Hause, wo ich reingucken kann. Es hängt von unserem ganzen Land ab, wie jeder Einzelne damit umgeht. Wenn es so weitergeht wie in den vergangenen zwei, drei, vier Wochen, dann wird es schwer, dass wir überhaupt Zuschauer reinkriegen, geschweige denn das Stadion voll kriegen", sagte er.